PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69906341T2 11.12.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1123018
Titel MASCHINE ZUM ANBRINGEN EINER ZEHENKAPPE AN DEN SCHUHSCHAFT
Anmelder MCM S.r.l., Monte Urano, IT
Erfinder MONTANI, Giuseppe, I-63015 Monte Urano, IT
Vertreter Patentanwälte HANSMANN-KLICKOW-HANSMANN, 22767 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69906341
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.08.1999
EP-Aktenzeichen 999350044
WO-Anmeldetag 11.08.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/IB99/01418
WO-Veröffentlichungsnummer 0000024285
WO-Veröffentlichungsdatum 04.05.2000
EP-Offenlegungsdatum 16.08.2001
EP date of grant 26.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.12.2003
IPC-Hauptklasse A43D 25/20
IPC-Nebenklasse A43D 11/00   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES SACHGEBIET

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Fußbekleidung und betrifft das Anbringen von Unterzehenkappen am Vorderteil eines Schuhoberteiles gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK

Bisher wurden Schuhe hergestellt, indem das vordere Oberteil durch Unterzehenkappen, im folgenden einfach Unterzehen genannt, verstärkt wurde, die zwischen dem Zehenbereich des Oberteils und dem Futter angeordnet wurden.

Die Unterzehen, deren Form vom Schuhmodell und -größe abhängt, werden mit einer Schicht Kleber aufgebracht, der auf wenigstens einer Oberfläche, nämlich diejenige, die mit der inneren Oberfläche des Oberteil verklebt werden soll.

Derzeit legt, um die Unterzehe aufzubringen, ein Bediener diese auf das entsprechende innere Teil des Oberteil und aktiviert dann einen beheizten Stempel, der die Unterzehe auf diesen Teil des Oberteils preßt. Die Unterzenhekappe wird für ungefähr 15-20 Sekunden angepreßt, um den aufgebrachten Kleber auszuhärten und eine Verklebung zwischen der Unterzehe und der Zehe des Schuhoberteils zu erreichen.

Infolgedessen muß der Bediener zunächst die passende Unterzehe aus einer Anzahl vorhandener Unterzehen auswählen; dann muß er die ausgewählte Unterzehe auf dem Oberteil positionieren, den Stempel nach unten verfahren und ungefähr 15-20 Sekunden warten, bevor er den Stempel wieder nach oben verfährt.

Diese Technik begrenzt die Produktivität und die resultierende Qualität hängt von der Erfahrung des Bedieners, seinen Fähigkeiten, seiner Ermüdung, voll der Eintönigkeit des Arbeitszyklus und von dergleichen ab. Aus der Druckschrift FR-B-2 079 142 ist eine Vorrichtung für das Aufbringen einer Unterzehe auf das Vorderteil eines Schuhoberteiles bekannt geworden, wobei diese Vorrichtung ein Magazin umfaßt, in dem ein Stapel von Unterzehen gespeichert ist. Das Magazin wird in einer Aufnahmestation angeordnet, in der die Unterzehen eine nach der anderen aufgenommen werden. Die aufgenommenen Unterzehen werden dann zu einer Anwendungsstation gebracht, in der sie an den Schuhoberteilen befestigt werden. Während des Verbringens wird die Transfervorrichtung für die Unterzehen gestoppt und es wird eine Schicht Kleber auf die Unterzehe aufgebracht.

Die Ränder der Unterzehen werden während des Transfers mit dem Kleber bedeckt, und dies erfordert eine Verweilzeit, die erforderlich ist, um diesen Arbeitsgang durchzuführen.

Eine andere Vorrichtung zur Bearbeitung von Schuhteilen ist in der Druckschrift US-A-3 399 410 beschrieben, diese Vorrichtung weist einen Stütztisch auf, der mit einem Handhabungsmechanismus für die Schuhteile ausgerüstet ist, der eine Vorrichtung zur automatischen Entnahme von Schuhteilen von einem Stapel umfaßt, Vorrichtungen zum automatischen Durchführen eines Prozesses an den Schuhteilen und eine Vorrichtung, um das fertige Produkt automatisch zu entnehmen.

Die Druckschrift US-A-3 852 840 bezieht auf eine Vorrichtung zur Vorbereitung eines flexiblen Blattmaterials, das zusammengebaut und versteift werden soll. Eine Einheit baut vorgewählte Teile einer Fußbekleidung zyklisch zusammen und versteift diese, zum Beispiel ein vorbeschichteten Zehenteil eines Oberleders und Futter. Die Vorrichtung umfaßt Mittel zur Abgabe von Partikeln, ein Faltmechanismus und Mittel zum Aufbringen von Druck. Eine Einheit zum Aufbringen von granuliertem Verstärkungsmaterial auf die Klebeschicht, wobei die Partikel in einem Dickenmuster festgehalten werden, das zur nachfolgenden Druckumformung der Anordnung geeignet ist und rezirkuliert dann die ungenutzten Partikel. Keine der oben erwähnten Schriften zum Stand der Technik umfaßt Aufheizmittel, die in der Tranfervorrichtung angeordnet werden, um eine anhaftende vorgalvanisierte Unterzehe zu aktivieren, während sie von einem Magazin mit verschiedenen Typen von Unterzehen zu einer Aufbringungs-Anpreßstation verbracht werden.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Erfindung wurde mit der allgemeinen Aufgabe entwickelt, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die die oben erwähnten Nachteile vermeidet, insbesondere eine Vorrichtung, die automatisch den korrekten Typ von Unterzehe unter einer vorgegeben Anordnung von Unterzehen auswählen kann und die anschließend die ausgewählte Unterzehe auf dem oberen Zehenbereich positioniert.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen, die die Zeit verringert, die erforderlich ist, um die Unterzehs am oberen Zehenbereich zu befestigen, und deren Produktivität beträchtlich höher ist als die Produktivität, die mit bekannten Vorrichtungen erreicht wird.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen, deren Produktivität vom Bediener unabhängig ist.

Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen, die von allgemein fachkundigem Personal bedient werden kann.

Noch eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen, die Kleber auf die Oberfläche der Unterzehen aufbringt, die das Oberteil nicht berührt.

Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen, die alle oben erwähnten Aufgaben erfüllt und die durch eine Kombination von Arbeitsmitteln und Stellelementen erhalten wird, die einfach herzustellen sind und deren Wartung sehr gering ist, wobei die Stellelemente durch eine Steuereinheit angesteuert werden.

Die obenerwähnten Aufgaben werden durch eine Vorrichtung zum Aufbringen von Unterzehen am Vorderteil eines Schuhoberteiles erreicht, die die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 aufweist. Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 14 angegeben.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die charakteristischen Merkmale der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung völlig offensichtlich, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen zu sehen ist, von denen:

- Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Teils der vorgeschlagenen Vorrichtung ist;

- Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der vorgeschlagenen Vorrichtung ist;

- Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf die vorgeschlagene Vorrichtung ist, wobei einige Teile entfernt sind, um andere Teile besser sichtbar zu machen;

- Fig. 4 eine Draufsicht auf die Station ist, in der die Unterzehe auf das Oberteil aufgebracht wird, in einem Arbeitsschritt, nach dem die Unterzehe aufgebracht worden ist;

- Fig. 5 eine vergrößerte Ansicht entsprechend dem Pfeil A in Fig. 2 ist und die Mittel für die Justage des Abstandes zwischen den Säulen zeigt, die eine Magazin des Karussells bilden;

die Fig. 6, 7 die Schnittansichten sind, die entlang der Linien VI-VI und VII-VII in Fig. 5 genommen wurden;

- Fig. 8 eine Schnittansicht ist, die entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 3 genommen wurde;

- Fig. 9 eine Ansicht entsprechend dem Pfeil B ist, der die Einzelheit W in Fig. 2 zeigt;

- Fig. 10 die gleiche Ansicht wie in Fig. 2 von einer anderen, wichtigen Ausführungsform der vorgeschlagenen Erfindung ist.

BEVORZUGTES AUSFÜHRUNGSBEISPIEL DER ERFINDUNG

Unter Bezug auf die Abbildungen kennzeichnet das Bezugszeichen 1 im Allgemeinen ein schrittweises angesteuertes Karussell, das durch eine vertikale Welle 2 gestützt wird.

Dieses Karussell trägt eine Anzahl von Magazinen, z. B. vier mit C1, C2, C3, C4 bezeichnete. Die Magazine sind kreisförmig und symmetrisch in Bezug auf vertikale vertikale Flächen des Karussells, zum Beispiel die Flächen D1 und D2, die in Fig. 3 angedeutet sind.

Es sei angemerkt, daß sich die Zahl der Magazine verändern kann; es können z. B. zwei, drei, fünf, sechs, usw. Magazine vorgesehen sein.

Das Magazin C1 und gleichermaßen alle anderen, umfaßt:

- zwei stationäre vertikale Säulen 3, die symmetrisch in Bezug auf eine zugeordnete vertikale Fläche D1 der oben erwähnen Art angeordnet sind;

- ein erstes Paar beweglicher vertikaler Säulen 4, die symmetrisch in Bezug auf dieser Fläche D1 angeordnet sind, die frei in zugeordneten Schlitzen 5 geführt sind, die in das Karussell parallel zu dieser Fläche eingebracht sind, und mit Hülsen 4a, die an einem ersten Kreuzstück 6 befestigt sind, das im Bereich der Unterseite 1a des Karussells angeordnet ist;

- ein zweites Paar beweglicher vertikaler Säulen 7, symmetrisch in Bezug auf die Fläche D1, die symmetrisch in Bezug auf dieser Fläche D1 angeordnet sind, die frei in zugeordneten Schlitzen 5 geführt sind und deren Hülsen 7a an einem zweiten Kreuzstück 8 befestigt sind, das im Bereich der Unterseite 1a des Karussells angeordnet ist.

Wie bereits erwähnt, sind die anderen Magazine C2, C3 und C4 genauso ausgebildet wie C1.

Diese Kreuzstücke 6, 8 werden von zwei zylinderförmigen Säulen 9 getragen und können in Bezug auf diese Säulen unabhängig voneinander gleiten.

Die zylinderförmigen Säulen 9 sind an einem Stab 10 symmetrisch in Bezug auf die oben erwähnte vertikale Fläche befestigt.

Der Stab 10 ist an der Unterseite 1a des Karussells 1 angebracht.

Ein Kopf 11a eines Bolzens 11, der mit dem zweiten Kreuzstück 8 verbunden ist, kommt zur Anlage am Rand 12a einer Nut 12, die im Karussell entlang der bereits erwähnten vertikalen Fläche angeordnet ist.

Auf dem Bolzen 11 angeordnet ist die Position der Kreuzstücke 6, 8 örtlich festgelegt, und infolgedessen ist auch die gegenseitige Positionierung der Säulen 4, 7 definiert.

Durch Einschrauben dieses Bolzens 11 wird das zweite Kreuzstück 8 gegen die Unterseite 1a des Karussells gepreßt, wodurch die Säulen 9 verbogen werden und das erste Kreuzstück 6 an der Unterseite 1a befestigt wird. Das Abschrauben des Bolzens 11 ermöglicht es, daß die Kreuzstücke 6, 8 in Bezug auf die zugeordneten Säulen gleitend beweglich sind, um auf diese Weise eine neue räumliche Konfiguration der Gruppe, die aus den stationären Säule 3 und die beweglichen Säulen 4, 7 besteht, zu definieren.

Die Schlitze 5 behindern die Bewegung der beweglichen Säulen während der Justage dieser räumlichen Konfiguration nicht.

Die stationäre Säule 3 und die beweglichen Säulen 4, 7 bilden die Wände des Magazins C, das einen Stapel Zehen P aufnimmt.

In seinem unteren Teil trägt das Karussell 1 Metallblöcke R1, R2, R3, R4 zur Kennzeichnung der vertikalen Position, die derart in unterschiedlichen Niveaus angeordnet sind, daß jeder von ihnen einem der Magazine C1, C2, C3, C4 entsprechen; diese Metallblöcke R1, R2, R3, R4 werden durch eine Reihe entsprechender Sensoren S1, S2, S3, S4 detektiert, die stromaufwärts von einer ersten Station 50 angeordnet sind, in der die Unterzehen aus einem zugeordneten Magazin entnommen werden (Fig. 8).

Das Karussell 1 bewegt stufenweise in Richtung N, im hier beschriebenen Fall in 90º Schritten.

Daher ist es möglich, irgendeines der Magazine in der Station 50 zu positionieren, was äußerst vorteilhaft ist, da es dadurch möglich ist, in den Magazinen Unterzehen mit unterschiedlichen Größen für unterschiedliche Arten von Schuhen zu lagern. Eine Gleitführung 30, die über dem Karussell 1 angeordnet ist, trägt an ihrem unteren Teil eine Entnahmevorrichtung 31, wobei sie derart angetrieben wird, daß sie durch einen zugeordneten Stellantrieb 32, der von einer nicht gezeigten elektronischen Steuereinheit gesteuerten wird, vertikal bewegbar ist. Die Gleitführung 30 bewegt sich in longitudinaler Richtung entlang der vertikalen Fläche D1 der Station 50 zwischen zwei Endpositionen H1, H2, einer ersten beziehungsweise einer zweiten.

In der ersten Position H&sub1; ist die Entnahmevorrichtung 31 über der ersten Entnahmestation 50 positioniert, während sich diese Vorrichtung in der zweiten Position H2 über einer zweiten Arbeitsstation 60 befindet, in der die Unterzehe P auf ein Oberteil aufgebracht wird.

Die Entnahmevorrichtung 31 weist in ihrer Oberfläche 6 einige Bohrungen 35 auf (Fig. 9), die mit einer Vakuumpumpe verbunden werden kann (nicht dargestellt), sowie Aufheizmittel (z. B. elektrischer Widerstand), die über eine thermostatische Vorrichtung gesteuert werden, um diese Oberfläche 6 mit den Bohrungen auf einer vorgegeben Temperatur zu halten.

Die zweite Arbeitsstation 60 besitzt eine Stützoberfläche 61 mit einem Verriegelungselement 62, das derart angetrieben wird, daß es durch einen zugeordneten Stellantrieb 63 zwischen einer abgesenkten Arbeitsposition O (Fig. 1, 2) und einer angehobenen Arbeitsposition (nicht gezeigt) vertikal bewegbar ist. Die Arbeitsweise der Vorrichtung wird aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich.

Eines der Magazine C, in dem die dem Oberteil entsprechenden Unterzehen gespeichert sind, wird zur Entnahmestation 50 verfahren.

Der Teil des Oberteiles, auf den die Unterzehe aufgebracht werden soll, wird auf die Oberfläche 61 aufgesetzt und das Verriegelungselement 62 klemmt den vorderen Rand der Unterzehe an der Oberfläche 61 fest. Im zeitlicher Zuordnung zu den oben genannten Arbeitsgängen wird Entnahmevorrichtung 31, die sich bereits in der Entnahmestation 50 befindet, so weit absenkt, bis sie die Säulen 4, 7 berührt, die gegen die elastische Rückstellkraft elastischer Mittel 73, die an diesen Säulen angeordnet sind, abwärts gedrückt werden, bis die Entnahmevorrichtung zur Auflage auf der obersten Unterzehe P des Stapels der Unterzehen gelangt, die im darunter befindlichen Magazin C gespeichert sind (Fig. 1).

Die Entnahmevorrichtung 31 vermag die Unterzehe P vermittels der Bohrungen 35 aufheben, die mit der Vakuumpumpe verbunden sind.

Dann wird die Entnahmevorrichtung 31 angehoben, um durch die Bewegung der Gleitführung 30 über der zweiten Arbeitsstation 60 positioniert zu werden.

Während der Aufwärtsbewegung der Entnahmevorrichtung 31 wird der auf die Unterseite der Unterzehe aufgebrachte Kleber durch die Wärme aktiviert, die die Oberfläche 36 auf die Unterzehe überträgt (Fig. 2).

Das Absenken der Vorrichtung 31 ermöglicht das Aufbringen der Unterzehe mit dem bereits aktivierten Kleber; diese Aufbringung wird durch den Druck der Vorrichtung 31 auf die Ünterzehe optimiert.

Der Druck wird während eines vorgegeben Zeitraumes aufrecht erhalten, der beträchtlich kürzer ist als die Zeit, die bei den Lösungen erforderlich ist, die im Stand der Technik beschrieben sind. Dies ist darauf zurückzuführen, daß entsprechend der vorliegenden Erfindung der Kleber bereits in dem Augenblick aktiv wird, in dem die Unterzehe das Oberteil berührt.

Nach dem Ende der Anpreßphase wird die Vorrichtung 31 angehoben und das Gleitführung 30 fährt zurück in die erste Arbeitsposition H1.

Dieses ermöglicht es, Kleber auf die andere Oberfläche 5 der Unterzehe aufzubringen, so daß ein entsprechendes Futter darauf gesetzt werden kann.

Der Kleber wird mit einer Farbspritzpistole 70 auf die Unterzehe aufgetragen, die entweder durch einen Bediener oder automatisch durch Mittel 80 betätigt wird, die durch die Steuereinheit angesteuert werden und die entlang Achsen X, Y in Bezug auf die Größe der Unterzehen bewegt werden kann.

Infolgedessen aktiviert die vorgeschlagene Vorrichtung den Kleber beim Transfer, während die Unterzehe vom Magazin zur zweiten Arbeitsstation 60 verbracht wird, wodurch die Zeit verringert wird, die erforderlich ist, um die Unterzehe am Oberteil anzubringen.

Die Unterzehe wird automatisch auf dem Oberteil in Position gebracht, was einerseits die Zeit verringert, die für das Durchführen der oben beschriebenen Arbeitsschritte erforderlich ist und andererseits die Positionierung optimiert, die nicht von den Fähigkeiten des Bedieners abhängt.

Es soll auch hervorgehoben werden, daß die vorgeschlagene Vorrichtung es ermöglicht, eine beträchtliche Anzahl verschiedener Unterzehen zu verwenden, von denen (im vorliegenden Fall) vier stets vorhanden sind.

Um Unterzehen zu benutzen, die ein unterschiedliche Form von den im Magazin vorhandenen aufweisen, ist es erforderlich, auf das Magazin, d. h. auf die Säulen 4, 7 einzuwirken, deren gegenseitiger Abstand und deren Abstand von den stationären Säulen 3 den Typ der im Magazin zu speichernden Unterzehen festlegt.

Im vorliegenden Fall sind die Magazine auf dem Karussell 1 angeordnet, gleichwohl können sie in einer anderen Weise angeordnet werden, z. B. in einer oder mehr Reihen oder auf eine noch andere Weise angeordnet.

Fig. 10 zeigt eine interessante Ausführungsform der vorgeschlagenen Vorrichtung.

Wie in dieser Abbildung zu sehen, ist eine Wärmequelle 150 zwischen der Entnahmestation 50 und der Aufbringungsstation 60 für die Unterzehen angeordnet, um Wärme (z. B. Heißluft, Infrarotstrahlen, usw..) aufwärts abzugeben.

Durch diese Wärmequelle 150 ist die Vorrichtung äußerst vielseitig einsetzbar, so weit es die technischen Funktionsaspekte der Aktivierung der Klebers betrifft. Zum Beispiel kann der Kleber nur durch diese Wärmequelle aktiviert werden; in diesem Fall hat die Entnahmevorrichtung 31 nur die Aufgabe des Aufnehmens der Unterzehe und des Verbringens zur, Aufbringungsstation 60.

Der Kleber wird vorzugsweise durch das Anhalten der Entnahmevorrichtung 31 über der Wärmequelle 150 (Position F) für einen Zeitabschnitt, der erforderlich ist, um den Kleber zu aktivieren, aktiviert.

Dieser Vorgang kann dadurch optimiert und verkürzt werden, daß die Entnahmevorrichtung 31 durch den Stellantrieb 32 abgesenkt wird.

Der Kleber kann auch während des Transfers durch die Wärmequelle 150 aktiviert werden, d. h. ohne die Entnahmevorrichtung 31 zu stoppen.

Die Wärme, die erforderlich ist, um den Kleber zu aktivieren, kann entweder durch die Entnahmevorrichtung 31 oder durch die Wärmequelle 150 bereitgestellt werden.

Bezüglich der Wärmequelle 150 wird auf die oben beschriebene Situation Bezug genommen.

Alle diese Überlegungen ermöglichen die beste Dimensionierung der elektrischen Widerstände und der Wärmequelle 150.

Es soll hervorgehoben werden, daß die vorgeschlagene Vorrichtung auch dazu benutzt werden kann, lediglich eine Unterzehe von der Entnahmestation 50 auf die Aufbringungsstation 60 zu verbringen, ohne den Kleber zu aktivieren (durch das Deaktivieren der Wärmequelle 150 und der Aufheizmittel der Entnahmevorrichtung 31); in diesem Fall liegt es auf der Hand, daß der Kleber in der Aufbringungsstation 60 entsprechend den bekannten Techniken aktiviert wird.


Anspruch[de]

1. Eine Vorrichtung zum Anbringen von Unterzehenkappen am Vorderteil eines Schuhoberteiles, die folgendes umfaßt:

wenigstens ein Magazin (c) zur Aufnahme eines Stapels Unterzehenkappen (P), das an einer Entnahmestation (50), an der die Unterzehenkappen entnommen werden, angeordnet ist, wobei auf jede der besagten Unterzehenkappen eine Schicht eines Kleber aufgebracht ist;

eine Station (60) zum Aufbringen der Unterzehenkappen, in der eine Sohle (P) am Vorderteil eines zugeordnetenen Oberteiles (T) aufgebracht wird, wobei die besagte Station (60) zum Aufbringen der Unterzehenkappen eine Stützoberfläche (61) für das besagte Vorderteil des Oberteiles aufweist;

eine Transfervorrichtung (31) zur Entnahme einer obersten Sohle aus dem besagten Magazin (C) und zur Überführung der besagten entnommenen Sohle zur besagten Station (60) zum Aufbringen der Unterzehenkappen, um dort die besagte Sohle auf dem besagten Vorderteil des Oberteiles zu platzieren und um die besagte Sohle mit einer vorbestimmten Kraft über einen vorbestimmten Zeitraum anzupressen;

wobei die besagte Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß Mittel (31, 150) zum Erzeugen von Wärme zwischen der besagten Entnahmestation (50) und der besagten Station (60) zum Aufbringen der Unterzehenkappen vorgesehen sind, um den vorher auf den unteren Teil der Sohle aufgebrachten Kleber während des Transfers der besagten Sohle von der besagten Entnahmestation (50) zu der besagten Station (60) zum Aufbringen der Unterzehenkappen zu aktivieren, und daß das besagte Magazin (C) eine Stützplatte (1) sowie zwei stationäre vertikale Säulen (3) aufweist, die symmetrisch in Bezug auf eine vertikale Fläche angeordnet sind, und wenigstens zwei bewegliche vertikale Säulen (4, 7), die symmetrisch in Bezug auf die besagte vertikale Fläche angeordnet sind, wobei die besagten beweglichen Säulen von einer unteren horizontalen Oberfläche (36) der besagten Entnahmevorrichtung berührt werden, wenn sich die besagte Entnahmevorrichtung bewegt, um die oberste Sohle aus dem Stapel der Unterzehenkappen, die in dem besagten Magazin enthalten sind, zu entnehmen.

2. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die besagten Mittel zum. Erzeugen von Wärme Aufheizmittel umfassen, die innerhalb der besagten Entnahmevorrichtung (31) angeordnet sind.

3. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die besagten Mittel zum Erzeugen von Wärme eine Wärmequelle (150) umfassen, die zwischen der besagten Entnahmestation (50) und der besagten Aufbringungsstation (60) angeordnet ist.

4. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die besagten Mittel zum Erzeugen von Wärme Aufheizmittel umfassen, die innerhalb der besagten Entnahmevorrichtung (31) angeordnet sind, und eine Wärmequelle (150), die zwischen der besagten Entnahmestation (50) und der besagten Aufbringungsstation (60) angeordnet ist.

5. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 4, wobei die besagten Aufheizmittel und die Wärmequelle zusammenwirken, um den Kleber zu aktivieren, der vorher auf den unteren Teil der besagten Sohle aufgebracht wurde, während die besagte Entnahmevorrichtung (31) die besagte Sohle von der besagten Entnahmestation (50) transferiert.

6. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2, wobei die besagte Entnahmevorrichtung (31) in ihrer waagerechten Oberfläche (36) eine Anzahl von Bohrungen (35) aufweist, die zur Entnahme der besagten Sohle an eine Vakuumquelle angeschlossen werden können, und daß die besagten Aufheizmittel die besagte Oberfläche (36) bei einer vorbestimmten Temperatur halten, bei der der auf den unteren Teil der Sohle (P) aufgebrachte Kleber aktiviert wird.

7. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die besagte Entnahmevorrichtung (31) an einer Gleitführung (30) gehaltert ist, in Bezug auf die sie vertikal bewegbar ist, wobei sich die besagte (30) in Längsrichtung zwischen zwei Endpositionen bewegt, nämlich einer ersten Position (111), in der sich die besagte Entnahmevorrichtung oberhalb der besagten Entnahmestation (50) befindet, und einer zweiten Position (H2), in der sich die besagte Entnahmevorrichtung über der besagten Aufbringungsstation (60) befindet.

8. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die besagten vertikalen beweglichen Säulen (4, 7) frei in zugeordnete Schlitze (5) eingreifen und wobei Mittel zur Justierung der Position der besagten beweglichen Säulen (4, 7) in Bezug auf die besagten stationären vertikalen Säulen (3) vorgesehen sind.

9. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei der untere Teil jeder der besagten beweglichen Säulen (4, 7) in einer Hülse (4a, 7a) untergebracht ist und von elastischen Mitteln beaufschlagt wird, die innerhalb dieser Hülsen angeordnet sind.

10. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die besagte Aufbringungsstation (60) eine Stützoberfläche (61) umfaßt, auf der das Vorderteil des besagten Oberteils (T) ruht, und Mittel (62) zum bewegliche Befestigen des besagten oberen Vorderteiles an der besagten Stützoberfläche.

11. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, die eine Reihe der besagten Magazine (C), umfaßt, wobei die besagten Magazine auf einem Karussell (1) gehaltert und symmetrisch in Bezug auf unter gleichen Winkeln voneinander beabstandeten diametrischen Flächen (D1, D2) angeordnet sind, wobei das besagte Karussell von einer vertikalen Welle (2) gestützt wird, die derart schrittweise bewegbar ist, daß eines der Magazine (C1, C2, C3, C4) zu der besagten Entnahmestation (50) bewegt wird.

12. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 11, die Metallblöcke (R1, R2, R3, R4) zur Kennzeichnung der vertikalen Position aufweist, wobei für jedes der besagten Magazine je ein Block vorgesehen ist, und eine Reihe zugeordneter Sensoren (S1, S2, S3, S4) für das Erkennen der besagten Metallblöcke, wobei die besagten Sensoren stromaufwärts oberhalb der besagten Entnahmestation (50) angeordnet sind, um das einen Stapel vorbestimmter Unterzehenkappen enthaltende Magazin in der besagten Entnahmestation (50) zu positionieren.

13. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die besagte Aufbringungsstation (60) Mittel (80) umfaßt, die eine Klebstoff-Spritzpistole (70) beaufschlagen, wobei die besagte Klebstoff- Spritzpistole Kleber auf die Oberfläche der Sohle (P) aufsprüht, die bereits am Vorderteil des Oberteiles (T) angeordnet ist.

14. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 8, wobei die besagten Justiermittel folgendes umfassen:

wenigstens ein Kreuzstück (6, 8), das die besagten Hülsen (4a, 7a) auf den beweglichen Säulen (4, 7) haltert, wobei das besagte Kreuzstück unter der Stützplatte (1) angeordnet ist, in der die besagten Schlitze angebracht sind;

wenigstens zwei Stangen (9), die frei mit dem besagten Kreuzstück und senkrecht zu diesem verbunden sind;

einen Stab (10), der die besagten Stangen (9) trägt, die an der besagten Stützplatte befestigt sind;

Mittel (11) zum Festziehen und Lösen des besagten Kreuzstückes (6, 8) an der und von der unteren Oberfläche (1a) der besagten Stützplatte (1).







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche


Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com