Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen eine verbesserte
Wärmeaustauschvorrichtung, wie beispielsweise einen Kühlturm mit einem
geschlossenen Kreislauf, einen Verdampfungskondensator oder einen
Nassluftkühler. Im Vergleich mit weiteren ähnlich dimensionierten und
gegenwärtig kommerziell realisierbaren indirekten
Verdampfungswärmeaustauschprodukten ist die vorliegende Erfindung in der Lage, eine
größere Wärmeübertragungsfähigkeit pro Größeneinheit und Kosteneinheit zu
erreichen. Ein Wärmetauscher gemäß dem Stand der Technik ist z. B. aus
der DE 1 812 111 A bekannt.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zum Austauschen von Wärme zwischen einem Fluidstrom und einem
Luftstrom vorgesehen, umfassend:
Vorsehen eines Bereichs für indirekten Wärmeaustausch, der direkt über
einem Bereich für direkten Wärmeaustausch angeordnet ist;
Leiten des Fluidstroms in den Bereich für indirekten
Verdampfungswärmeaustausch zum Austausch von Wärme zwischen dem Fluidstrom und
einer verdampfbaren Flüssigkeit, wobei der Bereich für indirekten
Verdampfungswärmeaustausch einen ersten Lufteinlass, einen ersten
Luftauslass, einen Fluidstromeinlass und einen Fluidstromauslass aufweist;
Austauschen von Wärme zwischen der verdampfbaren Flüssigkeit und
einem ersten Luftstrom in dem Bereich für direkten
Verdampfungswärmeaustausch, wobei der Bereich für direkten
Verdampfungswärmeaustausch einen zweiten Lufteinlass aufweist, der von dem ersten Lufteinlass
getrennt ist, sowie einen zweiten Luftauslass aufweist; wobei das
Verfahren ferner umfasst:
Verteilen einer verdampfbaren Flüssigkeit mit im Allgemeinen
gleichförmiger Temperatur im Allgemeinen nach unten über den Bereich für
indirekten Verdampfungswärmeaustausch, der den Fluidstrom enthält, um
indirekt freie Wärme zwischen dem Fluidstrom und der verdampfbaren
Flüssigkeit auszutauschen;
danach Verteilen der verdampfbaren Flüssigkeit über den Bereich für
direkten Verdampfungswärmeaustausch, während der Fluidstrom den
indirekten Bereich über den Fluidstromauslass verlässt; und
danach Sammeln der verdampfbaren Flüssigkeit in einem Sumpf und
erneutes Verteilen der verdampfbaren Flüssigkeit an den Bereich für
indirekten Verdampfungswärmeaustausch; wobei das Verfahren
gekennzeichnet ist durch
Leiten eines von dem ersten Luftstrom getrennten zweiten Luftstroms
über den Bereich für indirekten Verdampfungswärmeaustausch hinweg
derart, dass die Strömung des zweiten Luftstroms in dem Bereich für
indirekten Verdampfungswärmeaustausch im Wesentlichen quer zu dem
Strom der verdampfbaren Flüssigkeit strömt.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine
Vorrichtung zum Austauschen von Wärme zwischen einem Fluidstrom und
einem Luftstrom vorgesehen, umfassend:
einen Bereich für indirekten Verdampfungswärmeaustausch, der den
Fluidstrom zum Austausch von Wärme zwischen dem Fluidstrom und einer
verdampfbaren Flüssigkeit leitet, wobei der Bereich für indirekten
Verdampfungswärmeaustausch einen ersten Lufteinlass, einen Luftauslass,
einen Fluidstromeinlass und einen Fluidstromauslass aufweist; und
einen Bereich für direkten Verdampfungswärmeaustausch zum Austausch
von Wärme zwischen der verdampfbaren Flüssigkeit und einem
Luftstrom, wobei der Bereich für direkten Verdampfungswärmeaustausch
einen zweiten Lufteinlass aufweist, der von dem ersten Lufteinlass
getrennt ist, und einen Luftauslass aufweist; und wobei
der Bereich für indirekten Verdampfungswärmeaustausch direkt über dem
Bereich für direkten Verdampfungswärmeaustausch angeordnet ist;
und wobei die Vorrichtung ferner umfasst:
Mittel zum Verteilen einer verdampfbaren Flüssigkeit mit im Allgemeinen
gleichförmiger Temperatur im Allgemeinen nach unten über den Bereich
für indirekten Verdampfungswärmeaustausch, der den Fluidstrom enthält,
um freie Wärme indirekt zwischen dem Fluidstrom und der
verdampfbaren Flüssigkeit auszutauschen, wobei der Bereich für direkten
Verdampfungswärmeaustausch ein Füllmedium zur Aufnahme der verdampfbaren
Flüssigkeit enthält, die den Bereich für indirekten
Verdampfungswärmeaustausch verlässt, während der Fluidstrom den Bereich für indirekten
Verdampfungswärmeaustausch über den Fluidstromauslass verlässt;
einen Sumpf zum Sammeln der verdampfbaren Flüssigkeit, nachdem die
verdampfbare Flüssigkeit nach unten verteilt worden ist;
Mittel zum erneuten Verteilen der verdampfbaren Flüssigkeit an den
Bereich für indirekten Verdampfungswärmeaustausch;
wobei die Vorrichtung ferner Mittel aufweist, um einen getrennten
Luftstrom über den Bereich für indirekten Verdampfungswärmeaustausch in
einer Strömungsrichtung zu leiten, die im Wesentlichen quer zu dem
Strom der verdampfbaren Flüssigkeit strömt.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gruppe von einmaligen
Kombinationen separater indirekter und direkter Verdampfungsfluid-
Wärmeaustauschbereiche, welche in einer derartigen Art und Weise
angeordnet sind, dass eine leistungssteigernde anfangs eine gleichförmige
Temperatur aufweisende Verdampfungsflüssigkeit über den indirekten
Wärmeaustauschbereich verteilt wird.
Erfindungsgemäß wird eine Flüssigkeit mit anfangs gleichförmiger
Temperatur über die Außenfläche eines Bereichs für einen indirekten
Wärmeaustausch verteilt, wobei der Bereich eine Reihe individueller
eingeschlossener Kreisläufe zum Leiten eines aufzuwärmenden oder zu kühlenden
Fluidstroms umfasst. Bei der Verwendung als Kühlturm mit geschlossenem
Kreislauf oder Verdampfungskondensator wird Wärme indirekt von
dem Fluidstrom an den umgebenden Film aus Verdampfungsflüssigkeit
übertragen. Ein Teil der Wärme, welche von der Verdampfungsflüssigkeit
gehalten wird, wird direkt auf einen Luftstrom übertragen, welcher durch
den Bereich für den indirekten Verdampfungswärmeaustausch
hindurchströmt, wohingegen der restliche Teil der Wärme als freie Energie
gespeichert wird, was zu einem Temperaturanstieg bei der
Verdampfungsflüssigkeit führt. Die gespeicherte freie Energie wird dann zu dem Bereich für
den direkten Verdampfungswärmeaustausch auf einen zweiten separaten
Luftstrom übertragen, welcher durch diesen Bereich hindurchströmt. Die
aus dem Bereich für den direkten Verdampfungswärmeaustausch
herabtropfende Verdampfungsflüssigkeit wird dann in einem Sumpf gesammelt
und für die erneute Verteilung über den Bereich für den indirekten
Verdampfungswärmeaustausch nach oben gepumpt. Bei der Verwendung als
Nassluftkühler leisten die Bereiche für den direkten und indirekten
Verdampfungswärmeaustausch exakt das vorstehend beschriebene mit der
Ausnahme, dass nun der in die Kreisläufe eintretende Fluidstrom anfangs
kalt ist. Statt der Freigabe von Wärme, wie vorstehend beschrieben,
nimmt der Fluidstrom indirekt Wärme von den Luftströmen auf, welche
durch die Bereiche für den direkten und indirekten
Verdampfungswärmeaustausch hindurchströmen. Die Wärmeübertragungsprozesse werden
funktional exakt wie vorstehend beschrieben durchgeführt mit der
Ausnahme, dass der gekühlte Luftstrom in einem weiteren Prozess anstelle
eines gekühlten Fluidstroms verwendet wird.
In Abhängigkeit von der speziellen Anwendung kann der Fluidstrom dazu
verwendet werden, entweder Wärme freizugeben oder Wärme von dem
Luftstrom aufzunehmen, was den Wert der mit dem Luftstrom
ausgetauschten Wärme entweder positiv oder negativ macht.
Genauer gesagt betrifft die vorliegende Erfindung eine Kombination einer
Vorrichtung für direkten und indirekten Verdampfungswärmeaustausch
und ein Verfahren für direkten und indirekten
Verdampfungswärmeaustausch, welche eine Maximierung des Raums erreicht.
In einem direkten Verdampfungswärmeaustauscher werden lediglich ein
Luftstrom und ein Verdampfungsflüssigkeitsstrom verwendet und die
beiden Ströme tauschen durch Verdampfung Wärme aus, wenn sie in
direkten Kontakt miteinander kommen; die Verdampfungsflüssigkeit ist
typischerweise Wasser. In einem indirekten
Verdampfungswärmeaustauscher werden drei Fluidströme verwendet; ein Luftstrom, ein
Verdampfungsflüssigkeitsstrom und ein eingeschlossener Fluidstrom. Der
eingeschlossene Fluidstrom tauscht erst freie Wärme mit der
Verdampfungsflüssigkeit durch den indirekten Wärmeübergang aus, da er nicht direkt
mit der Verdampfungsflüssigkeit in Kontakt tritt, und dann tauschen die
Verdampfungsflüssigkeit und der Luftstrom durch Verdampfung Wärme
aus, wenn diese direkt in gegenseitigen Kontakt treten.
Verdampfungswärmetauscher mit geschlossenem Kreislauf können grob
in drei allgemeine Kategorien gruppiert werden: 1) Freie-Wärme-
Austauscher-Direkte-Verdampfungswärme-Austauscher-Systeme, bei
welchen einer der Fluidströme des Freie-Wärme-Austauschers zu einem
direkten Verdampfungswärmeaustauscher geleitet wird; 2) separate
indirekte Verdampfungswärmeaustauscher; und 3) kombinierte direkte und
indirekte Verdampfungswärmeaustauscher.
Röhrenkühlkondensatoren oder Freie-Wärme-Austauscher, welche mit
separaten Kühltürmen verbunden sind, sind Beispiele der ersten Gruppe
und sie repräsentieren die überwiegend eingesetzten
Wärmeaustauschverfahren, in welchen normalerweise Verdampfungskühlung ausgenützt
wird. Produkte, welche als "Spulenfächer" (engl.: coil sheds) bezeichnet
werden, sind auch Teil der ersten Gruppe und die Spulenfächer bestehen
aus einem Kühlturm (direkter Verdampfungswärmeaustauscher), welcher
direkt oberhalb eines nicht ventilierten Spulenabschnitts (Freie-Wärme-
Austauscher) angeordnet sind.
Separate indirekte Verdampfungswärmeaustauscher repräsentieren die
nächste Gruppe, und diese Vorrichtungen sind typischerweise nicht so
verbreitet wie die der ersten Gruppe. Der Großteil der
Verdampfungswärmekondensatoren und Verdampfungsfluidkühler gehören diesem
Typus an. Es sind Produkte mit Luft- und Verdampfungsflüssigkeitsströmen
im Gegenstrom, Cluerstrom oder gleichlaufenden Strom erhältlich, obwohl
die Gegenstromauslegung überwiegt.
Die letzte und gegenwärtig am wenigsten verbreitete Gruppe umfasst
Produkte, welche sowohl indirekte als auch direkte
Verdampfungswärmeaustauschbereiche kombinieren. Die vorliegende Erfindung ist ein Teil
dieser Gruppe und repräsentiert eine einzigartige Verbesserung gegenüber
dem Stand der Technik in dieser Gruppe durch Anbieten eines sehr
effizienten Wegs der Konstruktion von Verdampfungswärmeaustauschern
mit einem geschlossenen Kreislauf.
Wenn die Erfindung als Kühlvorrichtung mit geschlossenem Kreislauf
verwendet wird, wie beispielsweise als Kühlturm mit geschlossenem
Kreislauf, wird ein anfangs heißes Fluid, gewöhnlicherweise Wasser, im
Allgemeinen durch eine Reihe von Kreisläufen in Richtung nach oben
geleitet, wobei die Kreisläufe einen Bereich für einen indirekten
Verdampfungswärmeaustausch umfassen, in welchem das heiße Wasser einem
Austausch indirekter freier Wärme mit einer entgegengesetzt strömenden
kühleren Verdampfungsflüssigkeit unterliegt, die sich unter Gravitation
über die Außenoberflächen der Kreisläufe bewegt. In der bevorzugten
Ausführungsform der Stammanmeldung (EP 0629831), aus der diese
Anmeldung abgetrennt wurde, wird das jeden der Kreisläufe verlassende
kälteste Wasser gleichermaßen den verfügbaren Strömen aus
Verdampfungsflüssigkeit kältester gleichförmiger Temperatur und Umgebungsluft
kältester gleichförmiger Temperatur ausgesetzt. Dies führt zu einem
gleichförmigeren und notwendigerweise effizienteren Verfahren der
Wärmeübertragung als dies durch den Stand der Technik erreicht wird. Da die
freie Wärme von dem heißen Fluid übertragen wird, nimmt die
Temperatur der Verdampfungsflüssigkeit zu, wenn diese sich durch Gravitation in
Richtung nach unten durch den Bereich für den indirekten
Verdampfungswärmeaustausch bewegt. Gleichermaßen wird die kühlere
Umgebungsluft über die Kreisläufe in Richtung nach unten in einem Weg
gezogen, welcher gleichläufig zu der sich unter Gravitation bewegenden
Verdampfungsflüssigkeit ist. Ein Teil der von der Verdampfungsflüssigkeit
aufgenommenen Wärme wird auf den sich gleichläufig bewegenden
Luftstrom übertragen, wohingegen der Rest der aufgenommenen Wärme in
einem Anstieg der Temperatur der Verdampfungsflüssigkeit resultiert,
wenn diese über die Kreisläufe in Richtung nach unten strömt. Die
Verdampfungsflüssigkeit bewegt sich dann unter Gravitation über einen
Bereich des direkten Verdampfungswärmeaustauschs. Der Bereich des
direkten Verdampfungswärmeaustausches nützt eine separate Quelle von
kühler Umgebungsluft, um direkt die nun erhitzte
Verdampfungsflüssigkeit durch den Verdampfungswärmeaustausch zu kühlen. Der Luftstrom
durch den direkten Bereich ist entweder eine Querströmung oder eine
Gegenströmung zu der sich nach unten bewegenden
Verdampfungsflüssigkeit. Die dann gekühlte Verdampfungsflüssigkeit wird in einem Sumpf
gesammelt, was zu einer gekühlten Verdampfungsflüssigkeit mit
gleichförmiger Temperatur führt, welche dann zu der Oberseite des indirekten
Verdampfungsbereichs zurückgeführt wird.
Bei Verwendung als Verdampfungskondensator ist der Prozess derselbe,
wie für die Fluidkühlvorrichtung mit geschlossenem Kreislauf erläutert,
mit Ausnahme davon, dass aufgrund der Tatsache, dass das Kühlmittel
bei einem isothermen Zustand kondensiert, der Strom des Fluids, nun ein
Kühlmittelgas, typischerweise zurückgeführt wird, um das Herabtropfen
des Kondensats zu erleichtern.
Bei der Verwendung als Nassluftkühler, entweder mit einem anfangs
kalten Einphasenfluid oder einem Verdampfungskühlmittel, ist der Prozess
jeweils derselbe wie vorstehend für die Fluidkühl- oder Kondensationsanwendungsfälle
erläutert, mit Ausnahme davon, dass die Wärme in
entgegengesetzter Richtung strömt.
Kombinationen von Bereichen direkten und indirekten
Verdampfungswärmeaustausches aus dem Stand der Technik (U.S. Patent Nr.
4,1 12,027, 4,683,101 und 3,141,308) lehren, einen Querströmungs-
Direktverdampfungsbereich über dem indirekten Bereich anzuordnen.
Allerdings führt die von jeder der Offenbarungen vorgeschlagene Direkt-
über-indirekt-Anordnung leider zu einem in dem Kühlwasser
ausgebildeten Temperaturgradienten, wenn dieses durch den direkten
Verdampfungsbereich hindurch fällt. Der Gradient bildet sich aus, wenn die im
Querstrom strömende Kühlluft Wärme von dem herabfallenden Wasser
aufnimmt, was einen ungleichmäßigen Wärmeaustausch erzeugt und zu
Wasser mit ungleichförmiger Temperatur entlang der Längsstreckung des
direkten Bereichs führt. Wie von dem U.S. Patent Nr. 4,683,101
aufgedeckt, kann dieser Gradient der Wassertemperatur in der Größenordnung
von 3,3ºC-5,6ºC (6ºF bis 10ºF) über die Tiefe des direkten Bereichs
liegen, und wenn der direkte Bereich direkt oberhalb des indirekten
Bereichs liegt, tropft das Wasser ungleichförmiger Temperatur direkt auf
eine Reihe von darunter liegenden Kreisläufen des indirekten Bereichs,
wodurch ein ungleichmäßiger Wärmeübergang von Kreislauf zu Kreislauf
hervorgerufen wird. Der Fachmann weiß, dass ein ungleichmäßiger
Wärmeübergang in diesem Fall eine Quelle einer thermischen
Gesamtineffizienz für den Turm darstellt. Ferner repräsentiert der ungleichmäßige
Wärmeübergang zusätzliche Betriebsineffizienz bei einer
Kondensationsanwendung, da flüssiges Kondensat innerhalb der ungleichmäßig
geladenen Kreisläufe zurückbleibt und die zur Kondensation verfügbare
Oberfläche beschränkt. Der Stand der Technik gemäß U.S. Patent Nr. 4,683,
101 versuchte, dieses Problem durch physikalische Änderung der
Orientierung der indirekten Wärmeaustauschkreisläufe sowie der inneren
Fluidströmungsrichtung innerhalb der Kreisläufe anzugehen, so dass das
heißeste zu kühlende Fluid innerhalb der Kreisläufe sich im thermischen
Austausch mit der heißesten Temperatur des Kühlwassers innerhalb des
Gradienten befand. Allerdings konnte diese Anordnung nicht das Problem
des Wassertemperaturgradienten selbst angehen und deshalb verfehlte es
die Wirkungen auf den Wärmeaustausch innerhalb des indirekten
Wärmeaustauschbereichs.
Bei dem Fluidkühlturm mit geschlossenem Kreislauf gemäß der Erfindung
der Stammanmeldung (EP 0629831) hat sich herausgestellt, dass die
Verteilung einer Verdampfungsflüssigkeit mit anfänglich gleichförmiger
Temperatur über den Bereich für den indirekten
Verdampfungswärmeaustausch einen bedeutenden Effekt auf die Gleichmäßigkeit des
Wärmeaustauschs innerhalb dieses Bereichs hat. Diese Erfindung hat auch
aufgedeckt, dass dann, wenn der Bereich für den indirekten Wärmeaustausch
nicht länger den Bereich für den direkten Verdampfungswärmeaustausch
unmittelbar oberhalb von sich liegend aufweist, zusätzliche Vorteile bei
der Kühleffizienz aus verschiedenen Luft- und Wasserströmungsschemata
erreicht werden können.
Die vorliegende Erfindung stellt somit eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Zwei-Bereichs-Verdampfungsfluidkühlung,
Verdampfungskondensation oder Nassluftkühlung bereit, wobei ein Bereich für den indirekten
Wärmeaustausch und ein Bereich für den direkten Wärmeaustausch
betriebsmäßig kombiniert werden, um eine ausgezeichnete
Gesamtwärmeübertragungsleisiung zu erreichen.
Die vorliegende Erfindung stellt auch eine einzelne
Wärmeaustauschvorrichtung bereit, welche betriebsmäßig die Vorteile der Phänomene des
Austauschs von freier Wärme und von Verdampfungswärme innerhalb
jedes der Wärmeaustauschbereiche einschließt, wodurch die Enthalpie
maximiert wird und korrespondierende Temperaturdifferentiale innerhalb
von jedem der Wärmeaustauschbereiche maximiert werden.
Bevorzugt ist in der Wärmeaustauschvorrichtung gemäß der
Stammerfindung der thermische Wärmeaustausch durch den Bereich für den indirekten
Wärmeaustausch im Wesentlichen gleichmäßig von Kreislauf zu
Kreislauf als Folge davon, dass jeder Kreislauf an irgendeinem vertikalen
Ort in dem Bereich für den indirekten Wärmeaustausch gleichzeitig
dieselbe Temperatur des Kühlwassers aufweist.
Bevorzugt wird bei der Wärmeaustauschvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung das den Bereich für den direkten
Verdampfungswärmeaustausch verlassende Kühlwasser gesammelt und es wird ermöglicht,
dass sich dieses vermischt, so dass sich die Temperatur des Wassers zu
einer einzigen gleichförmigen Temperatur ausgleicht, bevor dieses erneut
zu dem Bereich für den indirekten Verdampfungswärmeaustausch verteilt
wird, wodurch eine wesentliche Ursache für ungleichmäßigen
Wärmeübergang innerhalb des Bereichs für den indirekten Wärmeaustausch
beseitigt wird.
Eine Vielzahl bevorzugter Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung wird nun lediglich beispielhaft und mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen beschrieben, in welchen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels des
Kühlturms mit geschlossenem Kreislauf gemäß der Erfindung
der Stammanmeldung EP 0629831 ist, wobei dieser einen
Bereich für den indirekten Verdampfungswärmeaustausch mit
einer Spule aufweist, welcher oberhalb des Bereichs für den
direkten Verdampfungswärmeaustausch angeordnet ist, wobei
die Luft- und Wasserströmungsrichtungen innerhalb von jedem
der Bereiche jeweils gleichläufig und querläufig strömen;
Fig. 2 das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 zeigt, wobei die
Einheiten für den indirekten und direkten Wärmeaustausch
nebeneinander angeordnet sind;
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel der Stammerfindung zeigt, wenn
dieses innerhalb einer runden Einkapselungsstruktur angeordnet
ist;
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigt,
wobei beide Wärmeaustauschbereiche eine querläufige Strömung
des Luftstroms verwenden;
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigt,
welches ein Zentrifugalgebläse verwendet;
Fig. 6 eine lediglich zur Verdeutlichung des Hintergrunds gezeigte
weitere Anordnung ohne einen Sammelraum zwischen dem
direkten und indirekten Bereich ist und der Luftstrom den
indirekten Bereich durch die Seite verlässt;
Fig. 7 eine Frontansicht eines einzigen serpentinenförmigen Kreislaufs
des Bereichs für den indirekten Wärmeaustausch darstellt;
Fig. 8 eine Frontansicht des Bereichs für den indirekten
Wärmeaustausch ist, welche eine gestaffelte Beziehung zwischen
benachbarten Kreisläufen zeigt und die Anordnung der Einlass-
und Auslassverteiler zeigt;
Fig. 9 eine Seitenansicht des Bereichs für den indirekten
Wärmeaustausch zeigt, wobei hervorgehoben ist, wie die Reihe der
Kreisläufe der Einlassluft und dem Wasser eine Gesamtfläche der
Wärmeaustauschoberfläche darbietet;
Fig. 10 eine graphische Darstellung ist, welche die Kühleigenschaften
eines Kühlturms mit geschlossenem Kreislauf nach Maßgabe
der Stammerfindung darstellt im Vergleich zu einem Fluidkühler
dieser Art unter Verwendung von Kühlwasser nicht
gleichförmiger Temperatur wie bei der vorliegenden Erfindung;
Fig. 11 eine Seitenansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels der
vorliegenden Erfindung ist, wenn diese als Kühlturm mit
geschlossenem Kreislauf aus zwei Spulen eingesetzt wird, wobei
die Spulenanordnungen in Reihe geschaltet sind;
Fig. 12 eine Seitenansicht der in Fig. 11 gezeigten Erfindung ist,
wobei der Bereich für den direkten Verdampfungswärmeaustausch
eine Gegenströmungsluftgestaltung und ein
Zwischenverteilungssystem umfasst zum Zuführen von
Verdampfungsflüssigkeit zu dem Bereich für den direkten
Verdampfungswärmeaustausch; und
Fig. 13 eine Seitenansicht des in Fig. 11 gezeigten
Ausführungsbeispiels ist ohne Sammelraum zwischen dem direkten und dem
indirekten Bereich.
Fig. 14 eine Seitenansicht des in Fig. 13 gezeigten
Ausführungsbeispiels, das den Querströmungsluftstromanordnung im Bereich
für den indirekten Wärmeaustausch verwendet.
Nimmt man nun als Hintergrund Bezug auf Fig. 1 der Zeichnungen, so
ist die Wärmeaustauschvorrichtung 10 gemäß der Erfindung der
Stammanmeldung EP 0629831 gezeigt und in der Technik als ein Kühlturm mit
geschlossenem Kreislauf wohl bekannt. Im allgemeinen umfasst die
Vorrichtung 10 eine Kapselungsstruktur, welche einen indirekten
Verdampfungsfluidkühlbereich 50 mit mehreren Kreisläufen, einen Bereich
90 für den direkten Verdampfungswärmeaustausch, einen unten
liegenden Verdampfungsfluid-Sammelsumpf 30 und ein oben liegendes
Verteilungsmittel 36 zum Versprühen einer Verdampfungsflüssigkeit in
Richtung nach unten durch die Vorrichtung 10, und ein Gebläsemittel 24 zum
Bewegen eines Luftstroms durch jeden der Wärmeaustauschbereiche 50
und 90, obwohl der natürliche Luftzug ebenfalls ein geeignetes Mittel zur
Bewegung der Luft ist. Der Ventilator 24 kann entweder ein Saug- oder
Druck-Zentrifugalgebläse-Ventilator sein oder ein Ventilator des
herkömmlichen Propellertyps, wobei jede dieser Ventilatorwahlen einen
Ventilatormotor 25 zu deren Antrieb erfordert. Fig. 5 zeigt, dass die
Vorrichtung 10 in Kombination mit einem Saugzentrifugalventilator 245
eingesetzt wird, wobei die Anwendung eines Zentrifugalventilators am
besten für Situationen geeignet ist, welche entweder eine geringe
Lärmerzeugung oder die Fähigkeit erfordern, dass ein großer äußerer
statischer Druck überwunden wird. Nimmt man wieder Bezug auf Fig.
1, so kann der Motor 25 innerhalb eines umschlossenen Durchgangs 15
angebracht sein, wenn ein geeignetes Nassbedingungsmotorgehäuse
oder eine Schutzabdeckung verwendet wird, oder er kann außerhalb der
Struktur angebracht sein, falls erwünscht. Hier ist er in dem Luftstrom in
der flüssigkeitssicheren Box 200 gezeigt.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Vorrichtung 10 auf dem Gebiet des
Wärmeaustauschs viele Anwendungen findet und dass jede Anwendung
alle der oben beschriebenen Elemente verwendet, obwohl der Betrieb
dieser Elemente von einer Anwendung zu der nächsten geringfügig variieren
kann. Beispielsweise kann die Vorrichtung 10 dazu verwendet werden,
ein einphasiges sensibles Fluid, wie beispielsweise Wasser, zu kühlen,
welches innerhalb eines von außen zugeführten geschlossenen
Kreislaufsystems strömt, oder es kann verwendet werden, um ein mehrphasiges
sensibles und latentes Fluid zu enthitzen und zu kondensieren, wie
beispielsweise ein Kühlmittelgas, welches ebenfalls von einem externen
geschlossenen Kreislaufsystem zugeführt wurde. Schließlich umfasst das
Betriebsfeld des Gebrauchs der Vorrichtung 10 auch den Einsatz als
Nassluftkühler, wobei die in den Durchgang 15 abgegebene Luft nach
außen geführt wird, um als frische gekühlte Luft extern verwendet zu
werden, beispielsweise beim Bergbau.
Wie ersichtlich wird, können die Turmstrukturen, welche die vorstehend
beschriebenen Komponenten umfassen, auch in einer Vielzahl
verschiedener Arten angeordnet und ausgebildet werden; die Vorrichtung 10 ist
nicht streng auf eine Form oder Anordnung beschränkt. Dies ist am
besten aus Fig. 1 bis 3 ersichtlich, in welchen die rechtwinklig
gestapelte, die rechtwinklig nebeneinander angeordnete und die runde gestapelte
Version, die nachfolgend als Einzelspulentürme bezeichnet sind, allesamt
gezeigt sind. Gemäß der vorliegenden Erfindung funktioniert jedes dieser
Ausführungsbeispiele betriebsmäßig im Wesentlichen auf dieselbe Art
und Weise, obwohl deren letztendliche Wärmeaustauschkapazitäten
geringfügig zueinander variieren, wie besser aus der detaillierten
Beschreibung von jeder von diesen ersichtlich sein wird.
Die die Vorrichtung 10 umfassende Gehäusestruktur ist in einer im
Wesentlichen rechteckigen Form gezeigt, welche eine obere Dachfläche 12,
eine Basis 18, eine Frontwand 14, eine Rückwand 16, eine erste
Seitenwand 20 und eine zweite Seitenwand 22 umfasst. Die Seitenwände 20,
22 und die Rückwand 16 sind durchgehend feste Plattenelemente,
welche aus Materialien hergestellt sind, wie beispielsweise ein Blechmaterial,
Fieberglas, Kunststoff oder dgl., und diese Wände haben
korrosionsbeständige Eigenschaften, wie auch die Frontwand 14 und die Dachfläche
12.
Die rechteckige Gehäusestruktur gemäß Fig. 1 umfasst einen Bereich 50
für den indirekten Wärmeaustausch, welcher eine einzige
Spulenanordnung 52 umfasst, die oberhalb des Bereichs 90 für den direkten
Verdampfungswärmeaustausch angeordnet ist. Der Bereich 50 für den
indirekten Wärmeaustausch hat typischerweise eine rechteckige Form mit
einer Innenseite 51, einer Außenseite 57, einer Oberseite 53 und einer
Unterseite 55. Die Spulenanordnung 52 für den Bereich für den
indirekten Wärmeaustausch nimmt ein strömendes heißes, zu kühlendes Fluid
von einem äußeren Prozess auf und es wird in diesem Bereich durch eine
Kombination aus indirektem freiem Wärmeaustausch und direktem Verdampfungswärmeaustausch
gekühlt. Die Verdampfungsflüssigkeit,
welche gewöhnlicherweise Kühlwasser ist, wird durch Verteilungsmittel 36
auf den indirekten Bereich nach unten aufgesprüht, wodurch indirekt freie
Wärme mit dem zu kühlenden Fluid ausgetauscht wird, während der
Strom aus Umgebungsluft, welcher in den Primärlufteinlass 100 eintritt,
durch Verdampfung das Wasser kühlt, wenn das Wasser sich durch die
Spulenanordnung 52 nach unten bewegt. In diesem speziellen
Ausführungsbeispiel ist gezeigt, dass der eintretende Luftstrom eintritt und in
einer Richtung strömt, die parallel oder gleichläufig mit der Richtung des
Kühlwassers ist, obwohl die Strömung des Luftstroms nicht auf ein
spezielles Strömungsmuster eingeschränkt ist, wie später deutlich werden
wird, wenn ein querströmendes Luftströmungsmuster erläutert wird.
Sobald die Kühlmedien Luft und Wasser die Unterseite 55 des indirekten
Bereichs 50 erreichen, spalten sie sich auf, wobei der Luftstrom in den
Sammelraum 105 gesaugt wird und dann durch den Ventilator 24 in den
Durchgang 15, wohingegen das Wasser durch Gravitation in den Bereich
90 für den direkten Wärmeaustausch fällt. Die Luft wird dann von der
Vorrichtung 10 durch den Ventilatorzylinder 26 abgegeben, während das
Wasser in dem Bereich für den direkten Wärmeaustausch gekühlt wird,
wie kurz erläutert wird. Es ist auch wichtig festzuhalten, dass der in den
Einlass 100 eintretende Luftstrom Luft zuführt, welche lediglich für
Kühlzwecke in dem Bereich für den indirekten Wärmeaustausch verwendet
wird, ungeachtet des tatsächlichen Luftströmungsmusters durch den
Bereich.
Der Bereich 90 für den direkten Verdampfungswärmeaustausch
funktioniert derart, dass er Wasser, welches erwärmt ist und von dem Bereich
50 für den indirekten Wärmeaustausch herabfällt, kühlt. Der Bereich 90
für den direkten Verdampfungswärmeaustausch umfasst ein Feld eng
beabstandeter paralleler Kunststoffplatten 93, welche ein Füllungsbündel
92 bilden, obgleich die Füllung 92 auch von einer herkömmlichen
Spritzbefüllung gebildet sein kann. Das von dem Füllungsbündel 92 aus dem
indirekten Bereich 50 aufgenommene heiße Wasser wird über jede Füllplatte
93 verteilt, so dass eine Quelle von Außenumgebungsluft, welche
in den Sekundärlufteinlass 102 eintritt, durch Verdampfung das über die
Platten nach unten fallende heiße Wasser kühlt. Hier ist gezeigt, dass der
Umgebungsluftstrom in den direkten Bereich 90 querläufig zu dem durch
die Füllungsbündel 92 hindurchströmenden herabfallenden heißen Wasser
eintritt, obwohl andere Luftstrommethoden verwendet werden können,
wie später noch ersichtlich wird. Die Plastikfüllplatten 93 sind
gewöhnlicherweise an Trägern 96 aufgehängt, welche mit und quer zu
Seitenwänden 20 und 22 verbunden sind. Jede Platte 93 weist ein im
Allgemeinen durchgehendes gewelltes Muster aus Vertiefungen auf, welche
über die gesamte Länge der Platte verlaufen, um das Aufspreizen des
nach unten strömenden heißen Wassers in einen dünnen Film zu
erleichtern, wodurch eine größere dargebotene Oberfläche für den Luftstrom zur
Wechselwirkung und zur Kühlung durch Verdampfung bereitgestellt wird.
Die Füllungsplatten 93 sind bevorzugt aus einem Polyvinylchloridmaterial
hergestellt, obwohl auch weitere Kunststofftypen verwendet werden
können. Wie durch Fig. 1 bestimmt, stellt der
Sekundärumgebungslufteinlass 102 Umgebungsluft bereit, welche lediglich für
Verdampfungskühlungszwecke in dem Bereich für den direkten Wärmeaustausch
vorgesehen ist.
Wie weiter aus Fig. 1 ersichtlich, ist typischerweise vorgesehen, den
Sekundärlufteintritt 102 mit einer Reihe von Luftschlitzen 28 zu
bedecken, um den Luftstrom in dem Füllungsbündel 92 zu proportionieren.
Typischerweise sind die Luftschlitze 28 mit motorischern Antrieb
versehen, so dass bei kaltem Wetter die Luftschlitze vollständig geschlossen
werden und das Kühlwassersystem abgeschottet wird, um den Kühlturm
10 als Trockenturm zu betreiben. Die durch die Luftschlitze 28
eintretende Umgebungsluft strömt anfangs über den zweiten Luftsammelraum
103, bevor sie in das Füllungsbündel 92 in kreuzender oder
querströmender Weise zu dem durch Gravitation durch die Plastikfüllungsplatten 93
nach unten fallenden Wasser eintritt. Wie erwähnt, nimmt der Strom aus
kalter Luft, welcher über den Film aus heißem Wasser hinweg gleitet,
durch Verdampfung Wärme von dem Wasser auf, wodurch das heiße
Wasser durch wohlbekannte Verdampfungseffekte gekühlt wird. Die
erwärmte Luft, welche den Verdampfungskühlbereich 90 verlässt, gelangt
dann durch einen sekundären Drifteliminator 49, bevor sie in den
Durchgang 15 eintritt, wo sie durch den Ventilator 24 dazu gezwungen wird,
ihre Bewegungsrichtung für eine Abgabe an die Umgebung durch den
Ventilatorzylinder 26 nach oben zu ändern. Da die Luft, welche den
Bereich 90 für die direkte Wasserverdampfungskühlung verlässt, mit vom
Kühlwasser absorbierter Feuchtigkeit gesättigt wird, ist der sekundäre
Drifteliminator 49 zwischen dem Füllungsbündel 92 und dem Durchgang
15 angeordnet, um das Entfernen von in dem Luftstrom enthaltenen
Wassertröpfchen zu erleichtern. Der Drifteliminator 49 umfasst
typischerweise eng beabstandete Metall-, Kunststoff- oder Holzstreifen oder
Schlitze, welche ermöglichen, dass Luft durch diese hindurchströmt,
welche jedoch die feinen Wassertröpfchen in der Luft sammeln. Das
gesammelte Wasser fällt dann aufgrund von Gravitation an dem Eliminator
49 nach unten direkt in den darunter liegenden Sammelsumpf 30 zur
Rückführung.
Wie in Fig. 1 bis 6 ersichtlich, umfasst die gesamte Basis 18 der
Vorrichtung 10 im Wesentlichen einen Wassersammelsumpf 30, welcher
typischerweise nur unmittelbar unterhalb des Bereichs 90 für den
direkten Verdampfungswärmeaustausch angeordnet ist, obwohl dies
tatsächlich davon abhängt, wie die Komponenten innerhalb des Aufbaus der
Vorrichtung 10 angeordnet sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich, wo der
direkte und der indirekte Bereich Seite an Seite angeordnet sind. Die
Anordnung Seite an Seite oder indirekt oberhalb direkt hebt lediglich hervor,
dass das wichtigste Merkmal der vorliegenden Erfindung darin liegt, dass
das von dem Bereich 90 für den direkten Verdampfungswärmeaustausch
herabfallende erwärmte Kühlwasser sich in dem Sumpf 30 vermischen
kann, so dass es eine gleichförmige Temperatur annehmen kann, bevor
es zur Verwendung wieder in den Bereich 50 für den indirekten
Wärmeaustausch gepumpt wird. Wie ersichtlich, verbindet das sich vertikal
erstreckende Rückflussrohr 34 betriebsmäßig das
Kühlwasserverteilungsmittel 36 mit der Pumpe 32 und dem Sumpf 30. Die Pumpe 32 ist
außerhalb des Sumpfes 30 angeordnet nahe der Ecke der Vorderwand
14, so dass diese einfach gewartet werden kann.
Das Verteilungsmittel 36 ist im Algemeinen oberhalb der
Einzelspiralenanordnung 52 des Bereichs 50 für die indirekten Verdampfungskühlung
angeordnet, welcher auch in positioneller Beziehung zu dem
Primärumgebungslufteinlass 100 steht. Das Verteilungsmittel 36 umfasst identische
Kühlwasserverteilungsbeine 38, 40, welche sich quer über die Breite des
Turms 10 in voneinander beabstandeter paralleler Beziehung zueinander
und zu der Vorderwand 14 erstrecken. Jedes Verteilungsbein 38 und 40
ist aus einem Rohr aufgebaut und weist eine Reihe von äquidistant
voneinander beabstandeten Sprühdüsen 46 auf, welche entlang der
Unterseite des Rohrs angebracht sind, um das Kühlwasser über die Oberseite 53
des Bereichs 50 für den indirekten Verdampfungswärmeaustausch und
im Wesentlichen über den Primärlufteinlass 100 gleichmäßig auszugeben.
In Abhängigkeit von der Wärmeaustauschkapazität, welche von der
Vorrichtung 10 gefordert wird, kann die Anzahl der Wasserverteilungsbeine
von 1 bis 5 Beinen pro indirektem Verdampfungsspulenbereich 52 liegen,
wobei die Länge von jedem Bein zwischen 3-24 Fuß variieren kann.
Typischerweise beträgt die Anzahl der Düsen 46 pro Spulenanordnung 52
des indirekten Bereichs 50 zwischen 9-180 Düsen, was auch von der
Turmkapazität abhängt. Gleichermaßen ist die Pumpe 32 nach Maßgabe
der Turmkapazität derart dimensioniert, dass die kontinuierliche Zufuhr
von zu den Sprühdüsen 46 gepumptem Kühlwasser einen feinen
Wassernebel über die gesamte Erstreckung des Primärlufteinlasses 100 und
deshalb über die Einzelspulenanordnung 52 erzeugt. Auf ähnliche Weise ist
ein oberer Driftieliminator 48 zwischen der Seitenauslassöffnung 106,
dem Sammelraum 105 und dem Durchgang 15 angeordnet, um von dem
Primärluftstrom während der Verdampfungskühlung des durch den
indirekten Wärmeaustauschbereich 50 herabfallenden Wassers eingezogene
Wassertröpfchen zu entfernen. Der Napf 47 ist unterhalb des Drifteliminators
48 angeordnet, um das Wasser von dem Drifteliminalor 48 zu
sammeln und dieses durch Gravitation über das Füllplattenbündel 92
auszugeben. Es ist anzumerken, dass die Öffnung, welche den
Primärumgebungslufteinlass 100 definiert, eine dimensionsmäßige Länge und Breite
aufweist, welche gleich der des Bereichs 50 für die indirekte
Verdampfungskühlung ist, unabhängig davon, wo der Eingang angeordnet ist. Es
ist aus Fig. 1 ersichtlich, dass sich der eintretende Luftstrom anfangs
dem Eingang 100 im Allgemeinen orthogonal zur Oberseite 53 des
Bereichs für den indirekten Wärmeaustausch 50 im Wesentlichen
gleichläufig zu dem von dem Verteilungsmittel 36 in Richtung nach unten
versprühten Wasser nähert. Und in Fig. 4 ist ersichtlich, dass bei der
vorliegenden Erfindung der Luftstrom sich dem Eingang 100 im Allgemeinen
orthogonal zu der Außenseite 57 im Wesentlichen gegenströmend mit
dem nach unten versprühten Wasser nähert.
Mit Bezug auf Fig. 7, 8 und 9 wird nun im Algemeinen die
Einzelspulenanordnung 52 des Bereichs 50 für die indirekte Verdampfungskühlung
detaillierter beschrieben. Wie genauer in der Seitenansicht aus Fig. 9
ersichtlich, ist die Einzelspulenanordnung 52 bevorzugt mit im
wesentlichen rechteckiger Gestalt ausgebildet, umfassend einen Reihe von
horizontal und eng voneinander beabstandeten parallelen Kreisläufen 54 und
56 mit Serpentinenform. Alle Kreisläufe 54 und 56 weisen ein
kreislaufoberes Ende 58 und ein kreislaufunteres Ende 60 auf, welche jeweils mit
einem oberen Fluidverteiler 80 und einem unteren Fluidverteiler 70
jeweils verbunden sind. In diesem besonderen Anwendungsfall, in welchem
die Vorrichtung 10 als Fluidkühlvorrichtung eingesetzt wird, dient der
untere Verteiler 70 tatsächlich als Heißfluideinlasszuführverteiler und der
obere Verteiler 80 dient als Gekühltes-Fluidauslassverteiler. Es ist
anzumerken, d β die Zufuhr/Abgabefunktionen von jedem der Verteiler
verändert werden können in Abhängigkeit von dem tatsächlichen Einsatzfall
der Vorrichtung 10, d. h. dann, wenn diese als Verdampfungskondensator
verwendet wird. In diesem Fall würde das heiße Gas an der Oberseite in
die indirekte Spulenanordnung 52 eintreten, wobei der obere Verteiler 80
nun als Zuführverteiler dienen würde. Fig. 7 zeigt, dass jeder der
Verteiler 70 und 80 eine rechteckige Form aufweist, wobei beide Verteiler auf
derselben Seite oder demselben Ende der Einzelspulenanordnung 52
angeordnet sind. Mit Bezug auf Fig. 7 und 9 ist auch ersichtlich, dass
der untere Einlassverteiler 70 einen einzigen Zuführzweig 75 umfasst,
welcher im Allgemeinen an der Mitte des Einlassverteilers 70 und
gegenüber der Verteilerseitenwand angeschlossen ist, mit welcher die einzelnen
Einlasskreislaufenden 60 verbunden sind. Der Einzeleinlasszuführzweig
75 führt das zu kühlende Fluid in im Wesentlichen paralleler oder
gleichläufiger Richtung zu der Richtung des Fluids, welches innerhalb der Reihe
von Kreisläufen strömt. Es ist eine gleichmäßige Strömungsrate durch die
Kreisläufe 54, 56 für einen hinreichend guten Betrieb des Bereichs für
den indirekten Wärmeaustausch und für die Gesamtleistung der
Vorrichtung 10 wichtig, wie nachfolgend im Verlauf einer detaillierten
Betriebserläuterung verständlich wird. Der obere Auslassverteiler 80
weist ebenfalls einen Einzelzweig 85 auf, welcher im Allgemeinen in der
Mitte des Verteilers 80 angebracht ist, und es ist ersichtlich, dass dieser
Zweig horizontal beabstandet direkt oberhalb des Einlasszuführzweigs 75
angeordnet ist, so dass das die Spulenanordnung 52 verlassende
gekühlte Fluid in einer Richtung austritt, welche im Wesentlichen parallel und
gerade entgegengesetzt zu dem Fluid gerichtet ist, welches innerhalb des
Einasszuführzweigs 75 strömt.
Nimmt man nun Bezug auf Fig. 8, so ist ersichtlich, dass jeder einzelne
Kreislauf 54, 56 innerhalb der Einzelspulenanordnung 52 ein einzelnes
gleichmäßig langes Spulenrohr umfasst, welches einer Biegebehandlung
ausgesetzt wurde, bei welcher das Rohr in jeweilige U-förmige Reihen A-
E geformt wurde, welche in einer vertikalen und äquidistanten Beziehung
zueinander liegen, wodurch jeder Kreislauf 54, 56 mit einer sich
ergebenden Serpentinenform ausgebildet ist. Jede Reihe weist im Wesentlichen
dieselbe dimensionsmäßige Länge auf, wobei jede einzelne Reihe im
Wesentlichen zwei gerade verlaufende Rohrabschnitte 62 umfasst, die durch
einen im Wesentlichen U-förmigen Rückführabschnitt 68 verbunden sind.
Durch Ausbilden von jeder Reihe und von jedem der Kreisläufe 54, 56 in
exakt derselben Weise bleibt die Wärmebelastung zwischen den
alternierenden Kreisläufen 54, 56 effektiv konstant, solange alle übrigen
Faktoren zwischen den Kreisläufen, wie beispielsweise die Temperatur und die
Flussraten gleich sind. Wie Fig. 7 und 8 zeigen, ist die indirekte
Wärmeaustauschanordnung 52 mit fünf Reihen A-E aufgebaut, wobei
jedoch die exakte Anzahl an Reihen von der Größe der
Wärmeübertragungsoberfläche abhängt, welche für die jeweilige Anwendung
erforderlich ist. Die Bestimmung wird nach Maßgabe bekannter ingenieurmäßiger
Wärmeübertragungsprinzipien durchgeführt. Die Rohrverläufe 62 und
daher jede der einzelnen Reihen A-E spannen sich im Wesentlichen
zwischen den Seitenwänden 20 und 22 auf und hängen von der
Gesamtgröße des Bereichs 50 für die indirekte Verdampfungskühlung ab, wobei
diese wenigstens zwei konstruktive Träger 94 an jedem Ende der Reihen
erfordern können, um die Rohre an einem Durchhängen zu hindern. Die
Stützen gewährleisten auch einen geeigneten Rohrabstand zwischen den
benachbarten einzelnen Kreisläufen 54, 56. Ohne geeigneten Abstand ist
kein gleichmäßiger Wärmeübergang über den Bereich 50 für den
indirekten Verdampfungswärmeaustausch möglich.
Nimmt man weiter Bezug auf Fig. 8 so ist auch klar, wie jeder einzelne
Kreislauf 54, 56 jeweils an dem Einlass- und Auslassverteiler 70 und 80
durch Einsetzen und Befestigen des Kreislaufeinlassendes 60 und des
Auslassendes 58 in die jeweilige Seitenwand des jeweiligen Einlass- und
Auslassverteilers 70 und 80 angebracht ist und wie dann die
Rohr/Verteiler-Schnittstelle bevorzugt verschweißt ist, obwohl auch
andere Anbringverfahren, wie beispielsweise das Rollen der Rohre in den
Verteiler, eingesetzt werden können. Es ist auf die fettgedruckten Pfeile in
Fig. 8 hinzuweisen; diese repräsentieren die Richtung der eintretenden
Luft und des eintretenden Verdampfungskühlwassers, was in Fig. 1 zu
sehen ist. Alle benachbarten Kreisläufe 56 innerhalb der Reihe von
Kreisläufen, welche die Anordnung 52 umfassen, sind geringfügig zu den
Startkreisläufen 54 nach unten versetzt und Fig. 8 repräsentiert lediglich
zwei Seite an Seite in enger Toleranz liegende Kreisläufe, wobei Fig. 9
am besten den Abstand innerhalb der Reihenanordnung zeigt. In
Abhängigkeit von der Wärmeaustauschkapazität der Vorrichtung 10 kann die
Anzahl individueller Kreisläufe 54, 56 im Bereich von 23 bis 56
Kreisläufen pro Einzelspulenanordnung 52 liegen und die Kühlvorrichtung 10
kann tatsächlich mehrere Einzelspulenanordnungen 52 umfassen, welche
übereinander stapelförmig angeordnet sein können, wenn eine größere
Kapazität erforderlich ist. Unabhängig davon, wie viele Kreisläufe
verwendet werden, ist aus Fig. 9 ersichtlich, dass der Abstand zwischen
Kreisläufen innerhalb sehr enger Toleranzen liegt, so dass die gesamte
Reihe von einzelnen Kreisläufen 54, 56 effektiv als kontinuierliche oder
ununterbrochene thermische Oberfläche eines Wärmeaustauschbereichs
pro individueller Reihe funktioniert, wenn diese mit dem eintretenden
Primärluftstrom und dem Kühlwasser zusammenwirkt. In der Praxis dieser
speziellen Erfindung ist die physikalische Anordnung der einzelnen
Kreisläufe, welche den indirekten Kühlabschnitt 50 bilden, ein Faktor, welcher
die Maximierung der Kühleffizienz von jedem Austauschbereich 50 und
90 und damit der Vorrichtung 10 als Ganzes erreicht, wie noch erklärt
wird.
Der Dauerbetrieb der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung als
Einphasenfluidkühler erfolgt gemäß folgender Beschreibung. Heißes, zu kühlendes Fluid
wird dem Verteiler 70 an der Oberseite 55 einer
Einzelspulenwärmeaustauschanordnung 52 durch einen Zuführkanal 75 zugeführt. Das heiße
Fluid verteilt sich gleichmäßig innerhalb des Verteilers 70 und in jedem
der an diesem angebrachten, zueinander versetzten Paaren einzelner
Kreisläufe 54, 5f3, so dass das Fluid mit im Wesentlichen gleichmäßiger
Strömungsrate innerhalb der gesamten Reihe von Kreisläufen strömt,
welche die Einzellspulenanordnung 52 umfasst. Wenn das Fluid sich nach
oben bewegt, bewegtes sich effektiv als durchgehende Fluidebene oder -
wand, bis alle der Rohrverläufe 62 an jeder der oberen Reihen A der
oberen Seite 53 des indirekten Wärmeaustauschbereichs 50 im Wesentlichen
gleichmäßig dem gleichzeitigen Kontakt mit dem durch den Lufteinlass
100 eintretende Primärumgebungsluftstrom und der gleichförmigen
Temperatur des von den Sprühmitteln 46 der Verteilungsmittel 36 nach unten
ausgegebenen Kühlwassers ausgesetzt sind. Der Ventilator 24 führt den
kalten Umgebungsluftstrom in den Primärlufteinlass 100 in einem Winkel
ein, welcher im Wesentlichen orthogonal zu der gesamten Reihe an
Kreisläufen ist, umfassend die Oberseite 53 des indirekten Bereichs 50.
Gleichermaßen wird das kälteste verfügbare Kühlwasser von dem direkten
Verdampfungsbereich 90 in Richtung nach unten von den Sprühmitteln
46 im Wesentlichen in den Lufteinlass 100 und im Wesentlichen über die
Oberseite 53 des indirekten Wärmeaustauschbereichs 50 ausgegeben.
Wenn das Kühlwasser von dem unteren Füllelement 98 herabfällt,
variiert, wie vorangehend erwähnt, dessen Temperatur entlang der
Längserstreckung oder Tiefe des direkten Abschnitts 90 und allein aufgrund
der Tatsache, dass sich das Kühlwasser innerhalb des Sumpfs 30
sammelt und dort vermischen kann, weist dies eine gleichförmige Temperatur
auf, wenn es später zu den Mitteln 36 gepumpt wird.
Bei dieser besonderen Ausführungsform strömen der Primärluftstrom und
der Kühlwasserstrom gleichläufig zusammen und treffen gleichmäßig auf
alle oberen Reihen (A) aller Kreislaufpaare 54, 56, die die Reihe von
Kreisläufen in der indirekten Spulenanordnung 52 umfassen. Da die
gesamte Reihe von Kreisläufen anfangs Wasser mit gleichförmiger
Temperatur und in derselben Richtung nach unten strömende Luftströme
aufweisen und da die Temperatur des Fluids innerhalb der Kreisläufe über die
Reihe von Kreisläufen an einen vorgegebenen horizontalen oder vertikalen
Punkt innerhalb der Spulenanordnung im Wesentlichen gleich ist, nimmt
genauer gesagt der Luftstrom und der Wasserstrom gleichmäßig Wärme
auf, wenn diese durch die Spulenanordnung 52 hindurch nach unten
strömen; dies bedeutet notwendigerweise, dass die Kreisläufe im
Wesentlichen eine gleiche Rate und Quantität eines Wärmeaustauschs von
Kreislauf zu Kreislauf aufweisen. Dies bedeutet nicht, dass die Luft- und
Wasserströme gleiche Wärmemengen aufnehmen, wobei bekannt ist,
dass das Wasser wesentlich größere Wärmemengen aufnimmt als die
Luft, wodurch dieses eine wesentlich größere Rolle bei dem Erreichen der
gleichmäßigen Leistung besitzt. Es bedeutet vielmehr, dass jedes der
Kühlmedien unabhängig Wärme mit einer konstanten Rate von Kreislauf
zu Kreislauf an einem horizontalen oder vertikalen Punkt innerhalb des
indirekten Wärmeaustauschbereichs 50 aufnimmt. Die Ausgeglichenheit
der Leistung über die vertikale und horizontale Richtung des indirekten
Wärmeaustauschbereichs 50 ist wichtig, wenn man den
Wärmeaustausch in diesem Bereich maximieren will. Allerdings ist es wichtig, zu
verstehen, dass das Wasser gleichförmiger Temperatur die Hauptrolle
beim Erreichen dieser Maximierung spielt, da eine deutlich größere
Mehrheit des in dem indirekten Bereich 50 auftretenden Wärmeaustauschs
über einen indirekten Austausch freier Wärme zwischen dem Kühlwasser
und dem zu kühlenden Fluid erfolgt. Dies bedeutet, dass der Luftstrom
durch den indirekten Bereich 50 auf die Ausgeglichenheit eine deutlich
kleinere Wirkung besitzt unabhängig davon, welches Luftstrommuster
gewählt wird. Allerdings ist ein zusätzliches Merkmal der Erfindung der
Stammanmeldung, bei welcher ein gleichläufiges Luftstrommuster
verwendet wird, dass das Luftstrommuster die Maximierung und
Ausgeglichenheit von Kreislauf zu Kreislauf in gewissem Maße verstärkt. Bei der
vorliegenden Erfindung erreicht die Luft jedoch den indirekten Bereich 50
durch die Außenseite 57 der Spulenanordnung 52, wie in Fig. 4 gezeigt,
und würde während ihrer Bewegung zur Innenseite 51 hin heißer unter
der selbstverständlichen Annahme, dass die Kreisläufe immer noch quer
über die Breite des Turms angeordnet sind. Wenn darüber hinaus die Luft
nach innen eintritt und erwärmt wird, bleibt der Wärmeaustausch
zwischen der Luft und dem herabfallenden Kühlwasser nicht länger über die
Längserstreckung des indirekten Bereichs 50 gleichmäßig und dieser
Lufttemperaturgradient würde gleichermaßen die Wärmemenge beeinflussen,
welche das Wasser aufnimmt. Anders als beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 ist die in dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
ausgetauschte Wärme auch nicht gleichmäßig in vertikaler Richtung, da die
zwischen der Luft und dem Wasser ausgetauschte Wärmemenge an der
Oberseite 53 kleiner als die an der Unterseite 55 sein würde.
Kehrt man zurück zu Fig. 1, so enthält bei der Stammanmeldung die
gesamte obere Reihe von Kreisläufen betriebsmäßig das kälteste zu
kühlende Fluid, wenn das Fluid die Oberseite 53 zum Inkontakttreten mit der
eintretenden Luft und dem eintretenden Wasser erreicht. Das kälteste
verfügbare Kühlwasser tritt mit der Reihe von Kreisläufen in Kontakt, was
bewirkt, dass die Temperatur des Fluids innerhalb der Kreisläufe sich
nahezu der des Kühlwassers annähert. Wie erwähnt, befindet sich das kalte
Wasser gleichförmiger Temperatur, welches auf die Rohrkreisläufe
auftrifft, in indirektem Austausch von freier Wärme mit dem zu kühlenden
innen strömenden Fluid, wohingegen der gleichläufig strömende
Luftstrom durch Verdampfung das nun erwärmte Kühlwasser kühlt, wenn
beide Medien ihre Bewegung in Richtung nach unten durch den indirekten
Wärmeaustauschbereich 50 fortsetzen. Um den
Verdampfungswärmeaustausch zwischen dem Luftstrom und der Verdampfungsflüssigkeit
weiter voranzutreiben, bewegt sich der Luftstrom vollständig durch den
indirekten Bereich 50, tritt dann in den Sammelraum 105 ein, bevor er
ausgegeben wird.
Indirekte Wärmesustauschanordnungen gemäß dem Stand der Technik
waren nicht dazu in der Lage, den Oberflächenbereich zu maximieren,
welche gleichzeitig dem kältesten Wasser und/oder der kältesten Luft
ausgesetzt ist, wie bei der Anordnung gemäß dem in Fig. 1
dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Fall. Der Turm gemäß dem U.S.
Patent Nr. 4,112,027 tat nichts hinsichtlich des Temperaturgradienten in
dem Kühlwasser, somit war keiner der Kreisläufe einem gleichmäßigen
Wärmeaustausch von Kreislauf zu Kreislauf ausgesetzt. Im U.S. Patent
Nr. 4,683,101 wurde das Gradientenproblem erkannt und dadurch
angegangen, dass alle der Kreisläufe, welche das kälteste zu kühlende Fluid
enthielten, der kältesten verfügbaren Luft ausgesetzt wurden, jedoch
wurde lediglich eine Reihe dem kältesten Kühlwasser ausgesetzt, da der
Wassertemperaturgradient nicht beseitigt wurde. Es ist ferner von
Wichtigkeit, dass diese Gestaltung eine ungleichförmige Leistungsfähigkeit
sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung innerhalb des
direkten Bereichs zeigte, da der Gradient nicht beseitigt wurde und da das
Wasser die Hauptrolle bei der Steuerung der
Wärmeaustauschgleichmäßigkeit von Kreislauf zu Kreislauf spielte.
Bei der vorliegenden Erfindung ermöglicht die Anordnung des Bereichs 90
für den direkten Verdampfungswärmeaustausch unterhalb des indirekten
Bereichs 50 die Verwendung des Sumpfes 30 als bequemes Mittel, die
Temperaturen aller Wassertropfen verschiedener Temperatur, welche von
der oberen Reihe 98 zusammen herunterfallen, auszugleichen, bevor die
Sprühmittel 36 das Wasser mit gleichförmiger Temperatur auf den
indirekten Bereich 50 ausgeben. Wie erwähnt ist die Gleichmäßigkeit der
Wassertemperatur das wichtigste Merkmal der Stammerfindung.
Um die Bedeutung der Verdampfungsflüssigkeit mit anfänglich
gleichförmiger Temperatur für die Kühlkapazitäten des indirekten
Wärmeaustauschbereichs darzustellen, wird Fig. 10 bereitgehalten. Fig. 10 ist ein
Ausdruck der abschließenden Fluidtemperatur beim Verlassen des
indirekten Bereichs über der relativen Wärmeaustauschkapazität des direkten
Bereichs, wenn die Vorrichtung als Geschlossenkreislauf-Kühlturm
verwendet wird. Wie vorangehend beschrieben, ist die Fluidströmungsrate
durch jeden Kreislauf in dem indirekten Bereich im Allgemeinen gleich und
die Einlassfluidtemperatur ebenso. Wie durch den Ausdruck gezeigt,
nimmt die Fluidtemperatur des austretenden Fluids ab, wenn die
Kapazität des direkten Bereichs zunimmt. Aus der Perspektive dieser Erfindung
und unter Verwendung dieses Ausdrucks wird der Vorteil einer
Verdampfungsflüssigkeit gleichförmiger Temperatur gegenüber einer
Verdampfungsflüssigkeit ungleichförmiger Temperatur graphisch demonstriert. Bei
Systemen gemäß dem Stand der Technik ist der Gradient der
anfänglichen Temperatur der von dem direkten Bereich mit Querströmung auf
den indirekten Bereich fallenden Verdampfungsflüssigkeit im
Wesentlichen den einzelnen Kreisläufen des darunter liegenden indirekten Bereichs
zu einzelnen direkten Bereichen verschiedener Kapazität ausgesetzt. Wie
vorangehend diskutiert, wird der Temperaturgradient des
Verdampfungsfluids durch das Anwachsen der Lufttemperatur verursacht,
wenn die Luft über das durch Gravitation herunterfallende
Verdampfungsfluid strömt. Die Kreisläufe an der Außenseite des darunter
liegenden indirekten Bereichs waren kälterem Wasser ausgesetzt,
welches von der Außenseite des direkten Bereichs mit höherer Kapazität
herunterfiel, wohingegen die Kreisläufe auf der Innenseite einem wärmeren
Wasser ausgesetzt waren, welches von der Innenseite des indirekten
Bereichs mit geringerer Kapazität herunterfiel. Die relativen Kapazitäten der
Außenseite und der Innenseite des direkten Bereichs sind als Punkte "A"
und "B" jeweils in Fig. 10 gezeigt. In diesem Beispiel würden die
äußeren und inneren Kreisläufe dann verschiedene Austrittsfluidtemperaturen
erzeugen, wobei die außenseitigen Temperaturen wesentlich kälter
wären. Folglich entsteht auch eine gemischte Durchschnittsfluidtemperatur,
welche den indirekten Bereich verlässt, anstelle einer einzelnen
gleichförmigen Temperatur, wie bei der vorliegenden Erfindung.
Andererseits ist bei der Vorrichtung gemäß der Stammerfindung die
durch den direkten Bereich gekühlte Verdampfungsflüssigkeit ein
Durchschnitt der Innen- und Außenseitenkapazitäten, bevor diese auf den
indirekten Bereich versprüht wird; dieser Durchschnitt ist als Punkt "C" auf
dem Ausdruck wiedergegeben. Wenn diese Verdampfungsflüssigkeit mit
anfänglich gleichförmiger Temperatur über den indirekten Bereich
versprüht wird, erzeugen alle Kreisläufe in dem indirekten Bereich nun einen
kältere Fluidaustrittstemperatur als bei dem vermischten Durchschnitt,
welcher mit der Konfiguration gemäß dem Stand der Technik erreichbar
ist. Der Grund liegt in der Tatsache, dass bei der Konfiguration gemäß
dem Stand der Technik ein Teil des Fluids in dem indirekten Bereich unter
die gemischte Durchschnittstemperatur der vorliegenden Erfindung
gekühlt wird und ein Teil über dieselbe gemischte Durchschnittstemperatur
erwärmt wird. Wie beim Messen physikalischer Abstände des Ausdrucks
ersichtlich wird, ist die erforderliche relative Kapazität des direkten
Bereichs, welche für eine Austrittsfluidtemperatur mit einer bestimmten
Gradzahl unterhalb der Durchschnittsfluidtemperatur erforderlich ist, nicht
gleichermaßen um die kleinere Reduzierung der relativen Kapazität des
direkten Bereichs versetzt, welche erforderlich ist, um einen
Austrittsfluidtemperatur mit derselben festen Gradzahl oberhalb der
Durchschnittstemperatur zu erreichen. Wenn somit dieselbe durchschnittliche
Direktbereichskapazität gleichermaßen auf alle Kreisläufe Anwendung findet, wie
bei der vorliegenden Erfindung, kann die vorliegende Erfindung nicht nur
eine größere Last bewältigen, sondern sie kann auch diese Last mit einer
kälteren Austrittstemperatur bewältigen. Alternativ, wie durch Punkt "D"
gezeigt, kann dieselbe Kapazität wie beim Stand der Technik vorgesehen
werden, wenn die Stammrfindung mit einem direkten
Verdampfungsbereich ausgerüstet wurde, welcher um 13% kleiner war als der
gleichwirkende bei der Vorrichtung gemäß dem Stand der Technik.
Im Gegensatz zu den exzellenten Wärmeaustauschfähigkeiten der
Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1, welche nunmehr erläutert und in Fig. 1
dargestellt ist, stellt allerdings der in diesem Ausführungsbeispiel gezeigte
Sammelraum 105 effektiv einen "Totraum" vom wirtschaftlichen
Standpunkt aus dar, da dieser beträchtliche Kosten verursacht, wenn ein
kleinerer Turm gebaut werden soll und dies, obgleich im Betrieb für den
Sammelraum bestimmt wurde, dass dieser den Gesamtwärmeaustausch
innerhalb des indirekten Bereichs verbessert, wodurch eine größere
Gleichmäßigkeit der Leistung von Kreislauf zu Kreislauf erhalten werden
konnte. Allerdings sind die wirtschaftlichen Gegebenheiten heutzutage
ein bedeutenderer Faktor beim Verkauf derartiger Vorrichtungen und es
wurden Alternativen zu der Vorrichtung mit Sammelraum als die
alternative Anordnung der vorliegenden Erfindung eingeführt, wie in Fig. 4
gezeigt. Obwohl die Effizienz und Gleichmäßigkeit dieses
Ausführungsbeispiels nicht zu dem Ausmaß der Erfindung der Stammerfindung maximiert
war, hat sich der Preis für ein Verfehlen des zusätzlichen Maßes an
Effizienz durch niedrigere Anfangskonstruktionskosten wirtschaftlich
zugunsten des Kunden verschoben.
Genauer gesagt zielt die vorliegende Erfindung, wie aus der
Ausführungsform von Fig. 5 ersichtlich, direkt auf den wirtschaftlichen Aspekt ab,
indem der Sammelraum weggelassen wird, so dass der indirekte Bereich
50 direkt über dem direkten Wärmeaustauschbereich 90 angeordnet ist.
Allerdings begrenzt, wie ersichtlich wird, das Herabsetzen des indirekten
Bereichs und das Entfernen des Sammelraums die Betreibbarkeit des
indirekten Abschnitts 50 auf entweder ein querströmendes oder
gleichströmendes Luftströmungsschema und es erzeugt ferner ein betriebliches
Problem hinsichtlich des Herausbringens der eintretenden Luft aus der
Vorrichtung 10, wenn ein gleichströmendes Luftströmungsschema
verwendet wird.
In Fig. 4 ist ersichtlich, dass der Primäreinlass zur Außenseite 57 des
indirekten Bereichs 50 verlegt wurde, so dass die in den Lufteinlass 100
eintretende Luft sich durch die longitudinale Tiefe des indirekten Berichts
in einer Querstromrichtung zu dem nach unten versprühten Kühlwasser
fortbewegt. Aus Fig. 4 ist klar, dass der anfänglich in den Lufteinlass
100 eintretende Luftstrom während seiner Aufwärtsbewegung durch die
Spulenanordnung 52 nicht länger mit der gesamten Reihe von Kreisläufen
in Kontakt tritt, die das kälteste zu kühlende Fluid enthalten. Da dieser
Ansatz bereits vorangehend und durch den graphischen Vergleich mit
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel in Fig. 10 erläutert wurde, wird
er nicht aller Ausführlichkeit diskutiert, außer dass zu bemerken ist, dass
dieses Ausführungsbeispiel nicht genauso effizient ist wie die Erfindung
der Stammanmeldung, aber dass es die oben genannten Probleme in
einer ziemlich effektiven Art und Weise berücksichtigt.
Während die Erfindung im Zusammenhang mit dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel für den Einsatzfall als Fluidkühlvorrichtung beschrieben
wurde, erkennt der Fachmann, dass der Rahmen der Erfindung nicht
notwendigerweise auf den in Fig. 4 gezeigten Aufbau als rechteckigen
Einzelspulenanordungsturm beschränkt ist. Hinsichtlich der Diskussion ist
es für das Verständnis wichtig, dass die Orientierung von jedem Kreislauf
54, 56, der die Spulenanordnung 52 umfasst, sicher zu der
Gesamtkühlkapazität beiträgt, dass es jedoch das Kühlwasser gleichförmiger
Temperatur ist, welches das wichtigste Merkmal dieser Erfindung ist und somit
jeder Aufbautyp und jede Kreislaufanordnung verwendet werden kann,
um die Erfindung auszuführen, solange dieses betriebsmäßige Merkmal
beibehalten wird.
Der Aufbau der bevorzugten Ausführungsform führt von selbst zu
anderen kleinen Veränderungen, die dazu beitragen können, einige der
Wärmeaustauschfähidkeiten der Vorrichtung noch weiter zu verbessern,
obwohl einige Energieeffizienzkompromisse eingegangen werden müssen.
Z. B. ist es bei jeder Wärmeaustauscheinrichtung bekannt, solche
Einrichtungen in Serie zu verlegen, um größere Wärmeaustauschfähigkeiten zu
gewinnen, und zur Erläuterung diese möglichen Fähigkeiten beachte man
nun die Fig. 11-14.
Mit Bezug auf Fig. 11 der Zeichnungen ist eine Reihenströmungs-
Doppelspulenanordnung 52 und 52A in der Vorrichtung 10 mit einem
unterteilten Kühlwassersystem vorgesehen. Diese Vorrichtung ist
allgemein in der Technik als Geschlossenkreislauf-Doppelspulen-Kühlturru
bekannt und spiegelt ein bevorzugtes Doppelspulen-Ausführungsbeispiel
wieder. Jedes Turmende 6 und 8 enthält exakt dieselben Elemente
innerhalb jeder jeweiligen Turmhälfte, wie sie innerhalb der Struktur mit
Einzelspule gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4
vorhanden sind. Wie ersichtlich, wird das zu kühlende heiße Fluid anfangs
dem ersten Turmende 6 durch das Zuführrohr 75W zugeführt. Das heiße
Fluid tritt im Allgemeinen ein und strömt, wie vorangehend für die
Einzelspulenvorrichtung beschrieben, nach oben. Anstatt den indirekten
Wärmeaustauschbereich 50 zu verlassen und zu dem externen Prozess
zurückzukehren, verläßt allerdings das Fluid den indirekten Bereich 50 durch
das Rohr 85W und wird zu dem Einlassverteiler 75c an der zweiten
indirekten Spulenanordnung 52A des zweiten indirekten
Wärmeaustauschbereichs 50A der Turmhälfte 8 geleitet. Wiederum bewegt sich das Fluid
durch den Wärmeaustauschbereich 52A in Richtung nach oben und die
Kühlkapazität ist weiter um zusätzliche 10% verbessert im Vergleich zu
derselben Einheit, bei welcher die Wärmeaustauschbereiche parallel durch
Rohre verbunden sind. Nach der Kühlung innerhalb des indirekten
Wärmeaustauschbereichs 52a wird das Fluid dann zu dem externen Prozess
über das Abgaberohr 85C zurückgeführt. Alle Wärmeaustauschverfahren
innerhalb jedes der Wärmeaustauschbereiche an jeder Turmhälfte 6 und 8
sind exakt dieselben wie diejenigen, die vorangehend bei dem
Einzelspulenbetrieb beschrieben wurden, mit der Ausnahme, dass das
Kühlwassersystem für jede Turmhälfte 6, 8 separat arbeitet, wobei jede Turmhälfte
6, 8 ihren eigenen Sumpf 30 und 30A und ihr eigenes
Kühlwasserverteilungsystem aufweist.
Ein Gegenstück zu der in Fig. 4 beschriebenen Einzelspulenanordnung
ist in ähnlicher Weise in Fig. 14 gezeigt, wobei der Sammelraum 105
entfernt und durch ein Füllmedium ersetzt wurde. Wiederum leistet
dieses doppelspulige Ausführungsbeispiel seine Wärmeaustauschfunktionen
wie gerade für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 beschrieben mit
der Ausnahme, dass sich durch Entfernen des Sammelraums nicht die
gesamte Luft vollständig durch den indirekten Wärmeaustauschbereich
bewegen kann und ein Teil die Innenseite 51 des indirekten Bereichs 50
verlassen muß. Das Kühlwassersystem des Ausführungsbeispiels nach
Fig. 14 ist dasselbe, wie das des Ausführungsbeispiels nach Fig. 11,
und wird deshalb nicht weiter beschrieben.
Die Anordnung gemäß Fig. 14 ist weiterhin als eine Anordnung gezeigt,
die ein Kühlwassersystem mit einem gemeinsamen Sumpf aufweist so
dass Anpassungsfähigkeit bei Rohrleitungssystem und Anordnungen zur
Verfügung steht, obwohl dieses Ausführungsbeispiel nicht eine ebenso
kalte Temperatur des Kühlwassers für den zweiten Bereich 52a für
indirekten Verdampfungswärmeaustausch ermöglichen würde wie das
entsprechend dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 11 verrohrte
Kühlsystem.
Da jede Komponente der Vorrichtung 10 bei der Verwendung als
Verdampfungskondensator exakt dieselbe ist, wenn sie im Rahmen eines
Fluidkühlers eingesetzt wird, werden dieselben Bezugszeichen und
dieselbe Nomenklatur bei der Beschreibung der vorliegenden Erfindung als
Gaskondensator verwendet und die Diskussion eines derartigen Betriebs
wird lediglich auf die Einzelspulenanordnung, wie in Fig. 4 gezeigt,
beschränkt.
Wenn das bevorzugte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 als
Verdampfungskondensator genutzt wird, arbeitet dies im Wesentlichen auf
dieselbe Art und Weise wie in dem Fall, in welchem die Vorrichtung 10 als
Fluidkühler verwendet wird mit der Ausnahme, dass anstelle eines gekühlten
Fluids, welches den oberen Verteiler 80 durch das Rohr 85 verläßt, das
Rohr 85 zum Zuführen eines überhitzten Dampfes, wie beispielsweise
eines heißen Kühlmittelgases, zu dem indirekten Wärmeaustauschbereich
50 zum Kühlen verwendet wird, wodurch das heiße Kühlmitteigas in
einen flüssigen Zustand zurückkondensiert wird. Das Gas tritt in den
Verteiler 80 ein, wobei eine intern angeordnete Ablenkplatte 99 eine
gleichmäßige Verteilung auf alle der einzelnen Leitungen 54, 56 sicherstellt,
welche mit dem Verteiler 80 verbunden sind. Wenn die Ablenkplatte 99
nicht verwendet werden würde, würde sich der Gasstrom um den
Eingang der Rohrleitung 85 herum konzentrieren, wodurch sich die Leistung
des indirekten Kondensatorbereichs 50 durch eine ungleichmäßige
Leistung von Kreislauf zu Kreislauf verschlechtern würde. Wie vorstehend für
die Fluidkühlerbetriebsmoden erklärt, wird dann das sich nach unten
bewegende und durch den Dampfkondensatorbereich 50 erwärmte
Verdampfungswasser teilweise in dem indirekten Bereich durch
Verdampfungswärmeaustausch mit der eintretenden Luft gekühlt und weiter durch
den direkten Verdampfungswärmeaustausch mit der Luft gekühlt, welche
innerhalb des direkten Verdampfungswärme-Austauschbereichs 90
strömt. Die gekühlte Verdampfungsflüssigkeit wird dann in einem Sumpf
30 zur erneuten Verteilung durch die Pumpe 32 zu dem Verteilungsmittel
36 zur Rezirkulation in den indirekten Wärmeaustauschbereich 50
aufgenommen. Die erwärmten Luftströme, welche sich durch jeden der
Wärmeaustauschbereiche bewegen, treten in den Durchgang 15 ein und
werden dann durch den Ventilator 24 an die Umgebung abgegeben. Es
ist sehr wichtig, beim Betrieb der Vorrichtung 10 als
Verdampfungskondensator eine gleichmäßige Leistung von Kreislauf zu Kreislauf
bereitzustellen und die Gleichmäßigkeit der Leistung wird durch Beibehaltung
einer gleichen Strömungsabgabe und Haltezeit des Gases innerhalb jedes
Kreislaufs gewährleistet, sowie durch Aufrechterhalten einer
gleichförmigen Temperatur für das Kühlwasser und zu einem geringeren Maß eines
Luftstroms gleichförmiger Temperatur. Die Gleichmäßigkeit ist kritischer
bei einem Verdampfungskondensator oder die Spulenanordnung 52
unterliegt einer ungleichmäßigen Kondensatorleistung. Wenn beispielsweise
die der Außenseite 57 nächsten Kreisläufe des indirekten
Wärmeaustauschbereichs einer kälteren Verdampfungsflüssigkeit ausgesetzt
werden als die Kreisläufe an der Innenseite 51, dann sind die
Außenkreisläufe dazu in der Lage, größere Mengen an Dampf zu kondensieren. Die
vergrößerte Kapazität in den Außenkreisläufen bewirkt ein Anwachsen des
Druckabfalls durch diese Kreisläufe. Da die Einlässe und Auslässe von
jedem Kreislauf an gemeinsame Verteiler angeschlossen sind, muß der
Gesamtdruckabfall über alle Kreisläufe identisch sein. Deshalb muß
Flüssigkeit in den Außenkreisläufen zurück nach oben strömen, um einen
Gleichgewichtsflüssigkeitspegel zu erzeugen, um dadurch den
zusätzlichen Friktionsdruckabfall in diesen Kreisläufen zu kompensieren. Wenn
Flüssigkeit zurückströmt, bewirkt dies einen Leistungsabfall aufgrund der
Reduzierung der zur Kondensation verfügbaren Spulenoberfläche. Deshalb
ist diese Betriebsweise, welche ähnlich zu Stand der Technik-
Kondensatoren ist, nicht erwünscht, da sie eine geringere Ausnutzung
der verfügbaren Kondensationsoberfläche als 100% bewirkt und die
Ausgangsleistung der Vorrichtung verschlechtert. Nachdem das enthitzte
Gas zu einer Flüssigkeit kondensiert ist, wird es in einem unteren
Verteiler 70 gesammelt und dann über eine Rohrleitung 75 zur erneuten
Verwendung in dem externen Prozess ausgegeben. Alle der Doppelspulen-
Ausführungsbeispiele, wie in den Fig. 11 bis 14 gezeigt, können auch
als Gaskondensatoren verwendet werden, was im Wesentlichen auf
dieselbe Art und Weise erfolgt, wie eben beschrieben. Allerdings tritt in
doppelspuligen Kondensatoren das in den ersten indirekten
Wärmeaustauschbereich eintretende heiße Gas als Kombination eines Gases und
eines Fluids aus diesem aus und wird dann vollständig zu einem Fluid in
dem zweiten indirekten Wärmeaustauschbereich kondensiert.
Der Fachmann erkennt weiter, dass die Erfindung nicht
notwendigerweise lediglich auf Fluidkühler oder Verdampfungskondensator-Vorrichtungen
beschränkt ist und dass diese Erfindung auch als Nassluftkühler bei
einem der bereits gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
Anwendung finden kann.
Da wiederum jede Komponente der Vorrichtung 10 bei deren
Verwendung als Nassluftkühler exakt dieselbe ist, wenn diese als Fluidkühler
oder Verdampfungskondensator verwendet wird, sind die bei der
Beschreibung der vorangehenden Vorrichtungen verwendeten Nomenklatur
und Bezugszeichen exakt dieselben für einen Nassluftkühler. Wendet man
sich Fig. 4 zu, so wird nun der Betrieb dieses Ausführungsbeispiels für
die Verwendung als Nassluftkühler beschrieben. Im Betrieb sind die
Luftströme, welche jeweils in die Primär- und Sekundärlufteinlässe 100 und
102 eintreten, dieselben wie vorangehend beschrieben; querströmend im
indirekten Bereich und querströmend im direkten Bereich. Allerdings liegt
die Aufgabe der Vorrichtung 10 nun darin, die warmen Luftströme,
welche in den direkten und in den indirekten Wärmeaustauschbereich
eintreten, zu kühlen. Anstelle eines zu kühlenden heißen Fluids enthält jede der
Reihen von Kreisläufen 54, 56 der Spulenanordnung 52 nun zu Beginn
stark gekühltes Fluid, welches von einem externen Prozess zugeführt
wird. Anstelle eines stark gekühlten Fluids können die Kreisläufe auch ein
verdampfendes mehrphasiges Kühlmittel enthalten. Das stark gekühlte
Fluid tritt von der Unterseite 55 des indirekten Bereichs 50 wie
vorangehend beschrieben ein, tritt in den Zuführverteiler 70 ein und strömt in
Richtung nach oben als kontinuierliche Ebene eines Fluids mit im
Allgemeinen gleichmäßig ansteigender Temperatur. Wenn die
Verdampfungsflüssigkeit über die Spulenanordnung 52 nach unten strömt, wird Wärme
gleichzeitig von dem gleichläufig strömenden anfangs warmen Luftstrom
zugeführt und von dem gegenläufig strömenden stark gekühlten
Fluidstrom innerhalb der Kreisläufe 52, 54 abgeführt. Es wird mehr Wärme
abgeführt als denn Verdampfungsfluid zugeführt, weshalb seine
Temperatur abnimmt, wenn dieses durch den indirekten Wärmeaustauschbereich
nach unten strömt. Der Wärmeluftstrom, welcher in den Primärlufteinlass
100 eintritt, tritt direkt in Kontakt mit der Verdampfungsflüssigkeit und
wird durch diese gekühlt. Gleichermaßen nimmt das stark gekühlte Fluid
innerhalb der Kreisläufe 54, 56 Wärme von der Verdampfungsflüssigkeit
auf, was bewirkt" dass das Fluid erwärmt wird, wenn es die Oberseite 53
des indirekten Bereichs 50 erreicht. Das erwärmte Fluid tritt in den
oberen Verteiler 80 ein, bevor es zu dem externen Prozess durch die
Rückführrohrleitung 85 zurückkehrt, während der Primärluftstrom den
indirekten Bereich 50 durch die Seitenöffnung 106 verläßt. Die nun gekühlte
Verdampfungsflüssigkeit wird dann über den direkten
Wärmeaustauschbereich 92 ausgegeben, wo sie direkt mit einen anfangs warmen
querströmenden Sekundärluftstrom, welcher durch diesen hindurchgeht, in
Kontakt tritt und Wärme mit diesem austauscht. Die Temperatur der
Verdampfungsflüssigkeit nimmt zu, wenn diese sich nach unten durch den
direkten Bereich bewegt und in einem Sumpf gesammelt wird und dann
zur erneuten Verteilung über dem indirekten Wärmeaustauschbereich
zurückgepumpt wird. Dieser nun gekühlte Sekundärluftstrom vermischt sich
mit dem gekühlten Primärluftstrom in dem Sammelraum 15, wo der
kombinierte Luftstrom über den Ventilatorzylinder 26 zur Verwendung an
einem separaten externen Ort, beispielsweise zur Gemüsekühlung oder für
einen Gasturbinenlufteinlass-Vorkühlungsbetrieb, verwendet wird.