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Dokumentenidentifikation EP1138482 18.12.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1138482
Titel Bahneinzugsvorrichtung mit dezentralen Verbindungsstationen
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Marmin, Jean-Claude, 60190 Estrees-Saint-Denis, FR;
Cousin, Philippe, 60160 Montataire, FR
DE-Aktenzeichen 50100931
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 21.03.2001
EP-Aktenzeichen 011064151
EP-Offenlegungsdatum 04.10.2001
EP date of grant 12.11.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.2003
IPC-Hauptklasse B41F 13/03

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Bahneinzugsvorrichtung mit dezentral angeordneten Verbindungsstationen, insbesondere zum Einziehen von Materialbahnen in bahnverarbeitende Rotationsdruckmaschinen.

DE 198 02 194 A1 bezieht sich auf eine Bahneinzugsvorrichtung für Rotationsdruckmaschinen. Diese enthält ein flexibles, endliches Einzugselement, dessen Länge etwas größer bemessen ist als der Abstand zwischen zwei benachbarten Antriebselementen. Von diesen sind mehrere zum Bewegen des Einzugselementes in Führungen und Weichen entlang des Einzugsweges für die einzufädelnde Materialbahn vorgesehen, wobei längs des Einzugsweges Taster zum Einschalten des jeweils benötigten Antriebselementes sowie zum gleichzeitigen Abschalten des nicht mehr benötigten Antriebselementes vorgesehen sind. Die Ein- und Abschaltelemente werden mittels des vorbeilaufenden Einzugselementes betätigt. Das Einzugselement ist mit einer die Reibung in einer Führung vermindernden Beschichtung versehen.

DE 198 16 510 A1 bezieht sich ebenfalls auf eine Bahneinzugsvorrichtung für Rotationsdruckmaschinen. Bei dieser Einrichtung ist ein flexibles, endliches Einzugselement umfaßt, welches eine Materialbahn entlang eines Bahnpfades durch die Komponenten einer Rotationsdruckmaschine einfädelt. Dem oder den Einzugselementen, welche das vordere Ende einer Materialbahn aufnehmen, sind die Komponenten einer jeweiligen Rotationsdruckmaschine wie beispielsweise Druckwerke, Trockner und Kühlwalzensektionen passierende Transportmittel zugeordnet.

US 5,029,742 zeigt eine Bahneinzugsvorrichtung insbesondere zum Einfädeln einer Bahn in eine Rotationsdruckmaschine. Um bei einem kämmenden Schneckenradgetriebe ein Aufeinandertreffen von Zähnen zu vermeiden, ist an einem Bahneinzugssystem für eine Rotationsdruckmaschine ein Förderzahnrad in einem bewegbaren Lager aufgenommen. Das Zahnrad ist mit einer entgegen der Bewegungsrichtung des Einzugselementes wirkenden Kraft beaufschlagt und ist gegen die Förderrichtung des Bahneinzugselement eingestellt. Mit der aus US 5,029,742 bekannten Lösung soll eine Bahneinzugsstation bereitgestellt werden, welche im wesentlichen frei von Verschleiß ist und ein Kämmen eines Schneckenradgetriebes mit einem Transportzahnrad ohne übermäßige Verschleißerscheinungen ermöglichen soll.

US 4,987,830 zeigt eine Bahneinzugsvorrichtung für eine Rotationsdruckmaschine. Eine Bahneinzugsvorrichtung zum Einsatz einer Rotationsdruckmaschine für Zeitungsdruck enthält eine Anzahl von Führungsschienen, welche miteinander verbunden sind und entlang einer Vielzahl von Bahnpfaden angeordnet sind. Ein Einzugselement ist in eine Führungsschiene eingelassen und kann entlang der Führungsschienen entlang vorher bestimmter Förderpfade für die Materialbahnen geführt werden. Ein Hebel ist an einem Ende mit dem Bahneinzugselement verbunden und hat an seinem anderen Ende einen Schnappverschluß, um einen Papieraufnahmeadapter aufzunehmen, welcher das vorlaufende Ende einer Materialbahn aufnimmt, die auf einer Rolle in einem Rollenwechsler der Rotationsdruckmaschine gelagert ist. Das Führungsglied wird entlang der Führungsschienen mittels getriebener und angetriebener Räder gefördert, welche in gleichmäßigen Abständen voneinander entlang der Förderschienen aufgenommen sind. Das Führungselement hat eine Länge, welche etwas größer bemessen ist als der Abstand von benachbarten Führungsrollen.

Den aus den genannten Lösungen des Standes der Technik hervorgehenden Einrichtungen haftet der Nachteil an, daß ein zum Einfädeln einer gerissenen Materialbahn in Komponenten einer Rotationsdruckmaschine dienendes Einzugselement an seiner Ausgangsposition an die jeweilige Position gefahren werden muß, an der der Bahnriß aufgetreten ist. Dies kostet Zeit und Mühe.

Angesichts der aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Materialbahn einfach und schnell mit einem Bahneinzugselement wieder zu verbinden, so daß ein möglichst schnelles Einfädeln in die Komponenten einer Rotationsdruckmaschine und ausgehend davon eine rasche Wiederaufnahme der Produktion auf der Rotationsdruckmaschine erfolgen kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Die mit der erfindungsgemäßen Lösung einhergehenden Vorteile sind vor allem daran zu erblicken, daß durch die dezentrale Anordnung der Einhängstationen für ein Einzugselement, welches aus einem Mobilteil und mehreren stationären Teilen besteht, ein Einhängen im Betrieb gerissener Materialbahn unmittelbar an der Stelle erfolgen kann, an der der Bahnriß aufgetreten ist. So lassen sich entlang des Bahnförderpfades durch die Komponenten einer Rotationsdruckmaschine, wie beispielsweise Rollenwechsler, Bahneinzugswerk, Druckwerke, Bahnfangvorrichtung, Trockner und Kühlwalzensektion jeweils Einhängvorrichtungen für das Einfädeln einer Materialbahn vorsehen, wobei der im Normalbetrieb nicht benötigte Mobilteil der Bahneinzugsvorrichtung in eine Parkposition gefahren werden kann, in der der Betrieb der Rotationsdruckmaschine nicht beeinträchtigt ist und andererseits ein schnelles Verfahren des Mobilteils der Bahneinzugsvorrichtung an die Stelle, an der eine Neueinfädlung der Materialbahn in die Komponenten der Rotationsdruckmaschine erforderlich geworden ist, erfolgen kann.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des der Erfindung zugrundeliegenden Gedankens, besteht das Bahneinzugselement aus einem Mobilteil und jeweils an den Einhängstationen aufgenommenen Einhängsegmenten. Der Mobilteil kann in aktivem Zustand der Bahneinzugsvorrichtung in eine Parkposition gefahren werden, während an den Einhängestationen die jeweils mit dem Mobilteil zusammenarbeitenden Einhängsegmente stationär vorgehalten werden können, so daß sie erforderlichenfalls sofort bereitstehen.

Zur Fixierung der in den Komponenten der Rotationsdruckmaschine verbliebenen Materialbahnabschnitte sind an den Einhängstationen jeweils Haltevorrichtungen für die Materialbahnabschnitte vorgesehen. Die Haltevorrichtungen können beispielsweise als Magneten ausgebildet sein oder als mit einem Unterdruck beaufschlagbare Saugleisten ausgebildet sein, die sich quer zur Bahnlaufrichtung über die Einhängstationen an den Komponenten wie Rollenwechsler, Druckwerke, Bahnfangvorrichtung, Trockner und Kühlwalzensektionen der Rotation erstrecken. Neben der Ausbildung der Haltevorrichtung an den Einhängestationen als Magneten bzw. als Unterdruck beaufschlagte Saugleisten, lassen sich die Einhängestationen auch als Klebestationen oder als hakenförmig ausgebildete Haltemittel für die Materialbahnabschnitte ausbilden.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung des der Erfindung zugrundeliegenden Gedankens sind die Einhängestationen jeweils unterhalb des Bahnpfades der Materialbahn durch die Komponenten der Rotation aufgenommen. Die Einhängestationen weisen sich in Querrichtung zur Materialbahn erstreckende Schneidspalte auf, durch welche die Materialbahn jeweils durchfahrende Schneidvorrichtungen aufgenommen sind. So lassen sich neue geradegeschnittene Bahnanfänge der neu einzufädelnden Materialbahn erzeugen, die auf einfache Weise mit dem stationär an der Einhängestation eingehängten Bahneinzugssegment verbunden werden können. Der Mobilteil des Einhängeelementes ist mit Anschlagflächen versehen, da das Mobilteil als flaches, flexibles, leichtverformbares Flachbauteil ausgeführt ist. Durch das Vorsehen von Anschlagflächen an dem flach ausgebildeten Mobilteil der Bahneinzugsvorrichtung, ist eine Verletzungsgefahr für die Drucker weitestgehend ausgeschlossen. Um eine optimale Flexibilität des Mobilteils der Bahneinzugsvorrichtung zu gewährleisten, ist das flach ausgebildete Mobilteil mit einer Vielzahl von Öffnungen in Gestalt von Bohrungen durchsetzt, welche eine leichte Verformbarkeit des Mobilteils und eine damit gegebene leichte Anpaßbarkeit an die Umlenkstellen des Einzugs des Bahneinfädelpfades für eine Materialbahn in eine Rotationsdruckmaschine gestattet.

Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Bahneinzugsvorrichtung für bahnverarbeitende Rotationsdruckmaschinen läßt sich bevorzugt an solchen Rotationsdruckmaschinen einsetzen, welche im Akzidenz- oder Zeitungsdruck Materialbahnen beidseitig oder einseitig verarbeiten.

Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.

Es zeigt:

Figur 1
eine Seitenansicht einer bahnverarbeitenden Rotationsdruckmaschine mit den die Rotationsdruckmaschine ausmachenden Komponenten wie Rollenwechsler, Druckwerke, Bahneinzugsvorrichtung, Trockner, Kühlwalzensektion, Überbau in schematischer Anordnung,
Figur 2
eine skizzenhaft dargestellte Einhängestation, welche an einer Komponente der Rotationsdruckmaschine aufgenommen ist,
Figur 3
eine Ansicht einer Einhängestation entgegen der Bahnlaufrichtung in Draufsicht auf eine Einhängestation wiedergegeben,
Figur 4
eine Einhängestation, aufgenommen an einer Komponente der Rotationsdruckmaschine, mit einem an dieser eingehängten Einhängesegment, welches bereits mit der Bahn verbunden ist,
Figur 5
das Einhängen eines Einhängesegmentes in ein Mobilteil einer Bahneinzugsvorrichtung,
Figur 6
die Draufsicht auf einem Mobilteil einer Bahneinzugsvorrichtung mit einem Einhängeelement, welches an einer verbreiterten Lasche des Mobilteiles 3 aufgenommen ist und
Figur 7
die Draufsicht samt Detaildarstellungen des stationär an der Einhängestation aufgenommenen Bahneinzugssegmentes.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 1 gehen die Komponenten einer bahnverarbeitenden Rotationsdruckmaschine in schematischer Ansicht hervor. Eine Materialbahn 5, die ein- oder beidseitig innerhalb von Druckwerken 23 einer Rotationsdruckmaschine bedruckt wird, passiert ausgehend von einem Rollenwechsler 22, ein oder mehrere diesem nachgeordnete Druckwerke, bevor sie eine Bahnfangvorrichtung 18 passiert. Die Bahnfangvorrichtung 18 ist an der Vorderseite eines Trockners 24 aufgenommen, dem eine Kühlwalzensektion 25 nachgeordnet ist, die eine Anzahl von Kühlwalzen umfaßt, über welche die frisch bedruckte, den Trockner passierende Materialbahn umläuft, bevor diese ein- oder zweiseitig bedruckt, auf die Bahnleitwalzen 27 eines Überbaus 26 aufläuft. Nach Passage des Überbaus 26, der hier nur schematisch wiedergegeben ist, läuft die beidseitig bedruckte Materialbahn, die auch längs geschnitten sein kann und in verschiedenen Konfigurationen im Wendestangenüberbau wieder zusammengeführt wird, in einen hier nicht dargestellten Falzapparat ein, in welchem einzelne Exemplare von der Bahn abgetrennt und weiter verarbeitet werden.

In der in Fig. 1 dargestellten schematischen Ansicht einer aus den genannten Komponenten bestehenden Rollenrotation ist einem Rollenwechsler 22 eine Einhängestation zugeordnet. Gemäß der Darstellung gemäß Fig. 1 ist dem rollenförmigen Materialbahnvorrat unmittelbar eine Einhängestation 4 zugeordnet, während am Ausgang des Rollenwechslers 22 eine weitere Einhängestation 4 dargestellt ist. Eine weitere Einhängestation 4 ist an einer bahnauslaufseitigen Seite einer Bahnfangvorrichtung 18 vorgesehen; einem Trockner 24 ist auf der Austrittsseite der Materialbahn 5 ebenfalls eine Einhängevorrichtung 4 zugeordnet. Aus der Darstellung gemäß Fig. 1 geht überdies hervor, daß ein Mobilteil einer Bahneinzugsvorrichtung in eine Parkposition 19 verfahrbar ist, welche so angeordnet ist, daß sie im Normalbetrieb der bahnverarbeitenden Rotationsdruckmaschine die Passage der ein- oder zweiseitig bedruckten Materialbahn durch die Bahnleitwalzen 27 des Wendestangenüberbaus 26, der eine Kühlwalzensektion 25 nachgeordnet ist, nicht behindert. Die aufgezählten Komponenten werden auf einem Maschinenfundament 28 aufgenommen.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 2 geht in schematischer Ansicht eine Einhängestation 4 hervor, die an einer Seitenwand einer Druckmaschinenkomponente 22, 23, 18 oder 24 aufgenommen sein kann. Gemäß der Darstellung der bereits beschriebenen Fig. 1 ist die Einhängestation 4 auf der auslaufseitigen Seite der Materialbahn 5 aus den aufgezählten Komponenten 22, 23, 18 und 24 einer Rotationsdruckmaschine angeordnet. Unterhalb eines Schlitzes 7.1, aus dem der in der jeweiligen Komponente verbliebene Bahnrest ausläuft, ist an beispielsweise vier nebeneinander liegenden Knöpfen 16 ein Einhängsegment 6 aufgenommen. Das Einhängsegment hat einen im wesentlichen dreieckförmigen Querschnitt, der spitz zulaufend auf eine Einhängöffnung 13 an der Vorderseite des Einhängsegmentes 6 zuläuft.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 3 ist die Draufsicht auf eine Einhängestation 4 an einer Komponente 18, 22, 23 oder 24 der Rotationsdruckmaschine wiedergegeben.

Die an der bahnauslaufseitigen Seite der Druckmaschinenkomponente aufgenommen Einhängvorrichtung weist unterhalb von Haltevorrichtung 8 eine Vielzahl von flach ausgebildeten Knöpfen 16 auf. Die Knöpfe 16 haben einen verbreiterten Kopf der extrem flach ausgeführt ist, in welchen das Einhängesegment 6 eingehangen wird und an der Einhängestation in abwärts gerichteter Richtung herabhängt. Oberhalb der beispielsweise aus vier Knöpfen 16 bestehenden Knopfleiste sind Haltevorrichtungen 8 aufgenommen. Die Haltevorrichtungen 8 können beispielsweise als Magneten, als Unterdruck beaufschlagte Saugleiste, als Klebeband oder Klebevorrichtung oder auch als hakenförmige Haltemittel zur Aufnahme des in der jeweiligen Druckmaschinenkomponente verbliebenen Materialbahnrestes ausgebildet sein. Oberhalb der Haltevorrichtungen 8 erstreckt sich über die gesamte Materialbahnbreite der Materialbahn 5 verlaufend, ein Schlitz 7.1, durch welchen die Materialbahn 5 hindurchtritt. Zwischen den Haltevorrichtungen 8 der Einhängestation 4 und der Knopfleiste 16 ist ein ebenfalls sich in Querrichtung zur Laufrichtung der Materialbahn 5 erstreckender Schneidspalt 10 vorgesehen, der von einer hier nicht dargestellten Querschneideinrichtung 11 durchlaufen wird, um ein gerade zugeschnittenes Bahnende der Materialbahn 5 zu bilden. Wie aus der Detaildarstellung 3.1 zur Fig. 3 hervorgeht, ist das Mobilteil 3, welches als extrem flach behauendes Metallprofil ausgeführt ist, an einer Führung 2 aufgenommen, in der sich beispielsweise ein in axialer Richtung erstreckendes Förderelement 9 erstreckt. An dem Mobilteil 3 ist ein Einhängknopf 12 aufgenommen, in welchen die Einhängöffnung 13 des Einhängsegmentes 6 eingelassen ist.

Aus der Detailzeichnung gemäß Fig. 3.2 zu Fig. 3 geht hervor, daß die Knöpfe 16, von den in der Darstellung gemäß Fig. 3 vier in gleichen Abständen nebeneinander liegend unterhalb des Spaltes 10 aufgenommen sind, einen flach bauenden, relativ großen Kopf aufweisen.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 4 geht hervor, wie ein sich durch den Schlitz 7.1 erstrekkender Materialbahnanfang einer Materialbahn 5 mittels eines Klebebandes mit der Rückseite des Einzugssegmentes 6 verbunden ist, welches noch an den Knöpfen 16 der Einhängestation 4 aufgenommen ist. Zum Einfädeln des Bahnanfanges der Materialbahn 5, welcher mit der Hinterseite des Einhängsegmentes 6 verbunden ist, hat der Drucker gemäß der Darstellung gemäß Fig. 5 lediglich das Einhängsegment 6, welches mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden Einhängöffnung 13 mit Ausbuchtung versehen ist, in den Einhängknopf 12 des Mobilteiles 3 einzuhängen. Der Mobilteil 3 wird entlang des Einfädelpfades der einzufädelnden Materialbahn 5 von einem Führungsprofil 2 umschlossen, welches rohrförmig oder u-profilförmig oder in einer anderen geometrischen Konfiguration sich längs des Bahneinfädelpfades durch die Komponenten der Rotationsdruckmaschine erstrecken kann. Anstelle der hier dargestellten Konfiguration der Einhängöffnung 13 und des Einhängkopfes 12 am Mobilteil 3 sind auch andere Ausführungsvarianten einer Verbindung der Komponenten 13 und 12 denkbar, beispielsweise Klettverschlüsse, Klebebandverbindungen oder dergleichen. Die Einhängöffnung 13 mit Ausbuchtung ist an einer verstärkt ausgeführten Einhänglasche 14 aufgenommen. Die Einhänglasche 14 ist an der Vorderseite des Einhängsegmentes 6 im Bereich der Spitze des dreieckförmigen Einhängsegmentes 6 befestigt, entweder mit diesem verwoben, verklebt oder auf eine andere Weise befestigt.

Aus der Draufsicht auf ein Mobilteil gemäß Fig. 6 der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Bahneinzugsvorrichtung geht hervor, daß das Mobilteil 3, entlang seiner Längserstreckung, mit einer im Bereich der Führung 2 mit einer Vielzahl von Bohrungen und im Bereich des Einhängteiles mit einer weiteren Vielzahl von Öffnungen 20 versehen sein kann. Im Bereich des Einhängknopfes 12 sind an der flach ausgebildeten Lasche des Mobilteiles 3 Stoßfänger 21 befestigt, um die Verletzungsgefahr für den das Einhängen des Einhängsegmentes 6 an den Einhängknopf 12 vornehmenden Drucker herabzusetzen. Durch die Vielzahl von Öffnungen 20, die vorzugsweise als Bohrungen in das Mobilteil 3 ausgeführt sind, wird diesem eine besondere Flexibilität eine besondere Verformbarkeit bei der Passage extremer Umlenkungen im Bereich des Einfädelpfades einer Materialbahn 5 durch die Komponenten einer Rotationsdruckmaschine verliehen. Die Öffnungen 20 im Mobilteil verleihen diesem eine extreme Flexibilität, setzen dessen Knickneigung erheblich herab und gestatten es, die zum Antrieb des Einzugselementes bestehend aus Mobilteil 3 und Einhängsegment 6 bereitzustellende Antriebsleistung herabzusetzen. Ferner wird durch die leichte Verformbarkeit des Mobilteiles 3 in seiner Führung 2 die Reibung zwischen Führung 2 und Mobilteil 3 nicht unerheblich herabgesetzt. Aus der Detailzeichnung 6.1 der Fig. 6 geht hervor, daß das Mobilteil 3 in Gestalt eines dünn ausgeführten Metallprofiles mit einem sich in axialer Richtung erstreckenden - beispielsweise als Zugseil - ausgebildeten Bahnförderelement verbunden ist. Der Einhängknopf 12 wird gemäß der Darstellung in Fig. 6.1 von den Stoßfängern 21 umgeben, so daß die Verletzungsgefahr für den Drucker durch das flach ausgeführte Metallprofil des Mobilteiles 3 erheblich vermindert ist. Anstelle eines metallischen Werkstoffes kann das Mobilteil 3 auch aus einem Kunststoff hergestellt sein, dem eine extreme Flexibilität innewohnt, um einerseits die Reibung im Führungselement in der Führung herabzusetzen, und andererseits die sich während des Einfädelpfades extremen Umlenkungen und damit einhergehenden Verformungen des Mobilteiles dauerhaft auszuhalten.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 7 geht die Konfiguration des stationär an den Einhängestationen 4 aufgenommen Einhängsegmentes 6 näher hervor.

Insbesondere ist aus der Darstellung gemäß Fig. 7 erkennbar, daß die Einhänglasche 14 an der Spitze des im wesentlichen dreieckförmig ausgebildeten Einhängsegmentes 6 aufgenommen ist. An der Einhänglasche 14 ist die Einhängöffnung 13 erkennbar, welche langlochähnlich mit einer Ausbuchtung versehen ist und einen sich auf die Spitze des Einhängsegmentes 6 zu erstreckende schlitzförmige Öffnung aufweist. Diese wird nach Eintreten des Einhängkopfes beim Einhängevorgang in das Mobilteil 3 vom Schaft des Einhängekopfes 12 durchsetzt und bildet eine Zugkräfte aufnehmende Verbindung zwischen Mobilteil 3 und Einhängsegment 6, welche das Einhängelement ausmachen.

An der breiten Seite des dreieckförmige ausgebildeten Einhängsegmentes 6, welches hier in geschnittener Darstellung dargestellt ist, sind eine Vielzahl von Einhängöffnungen 15 ausgebildet, mit welchen das Einhängsegment 6, das stationär an den Einhängestationen 4 aufgenommen ist, an die Einhängvorrichtungen 16 der jeweiligen Einhängstation 4 eingehangen werden kann. Aus dem Detail gemäß Fig. 7.1 zur Fig. 7 geht die Konfiguration der einen Öffnung 13, welche in der Einhänglasche 14 ausgebildet ist, näher hervor. Die Einhänglasche 14 kann an Einhängsegment 6, welches wiederum aus Kunststoff bestehen kann, aus einer metallischen Verstärkung bestehen, so daß eine Verschleißfestigkeit der Kanten der einen Öffnung 13 dauerhaft gegeben ist und diese nicht vorzeitig ausgewechselt werden muß. Die Einhänglasche 14 kann entweder mit dem Material des Einhängsegmentes 6 verklebt, verschweißt, verschraubt, vernietet oder auf andere Weise mechanisch oder stoff- und formschlüssig mit der Spitze des Einhängsegmentes 6 verbunden sein.

Aus dem Detail gemäß Fig. 7.2 zur Fig. 7 geht die Konfiguration des im wesentlichen dreieckförmig ausgebildeten Einhängsegmentes 6 hervor. In bevorzugter Ausführungsform des Einhängsegmentes 6 handelt es sich nicht um ein gleichschenkliges Dreieck, sondern um ein rechtwinkliges Dreieck, dessen länger ausgebildete Kathete parallel zur Bahnlaufrichtung der Materialbahn 5 orientiert ist. An der kürzeren Kathete sind eine Vielzahl von Einhängöffnungen 15 ausgebildet, während die Hypothenuse des rechtwinkligen Dreiecks ohne zusätzliche Komponenten ausgebildet ist. In einer Ausführungsvariante einer Verbindung zwischen einem neu gebildeten Bahnanfang einer Materialbahn 5 und der Hinterseite des Einhängsegmentes 6 kann beispielsweise ein Klebeband verwendet werden, welches gegen die im Trockner 24 der Rotationsdruckmaschine entstehende Wärme eine ausreichende Widerstandsfähigkeit aufweist, so daß die Klebeverbindung zwischen dem Einhängsegment 6 und dem neu gebildeten Materialbahnanfang während der Passage des Trockners 24 einer Rotationsdruckmaschine gewährleistet bleibt.

Bezugszeichenliste

1
Bahneinzugssystem
2
Führungselement
3
Mobilteil
4
Einhängestation
5
Materialbahn
6
Einhängesegment
7
vertikale Wand Druckmaschinenkomponente
7.1
Schlitz
8
Haltevorrichtung
9
Förderelement in Führung 2
10
Schneidspalt
11
Querschneideinrichtung
12
Einhängekopf
13
Einhängöffnung
14
Einhänglasche
15
rückwärtige Einhängeöffnungen Segment 6
16
Aufnahmeknöpfe
17
Klebeverbindung
18
Bahnfangvorrichtung
19
Parkposition Mobilteil 3
20
Öffnungen
21
Stoßfänger
22
Rollenwechsler
23
Druckwerk
24
Trockner
25
Kühlwalzensektion
26
Wendestangenüberbau
27
Bahnleitwalzen
28
Maschinenfundament


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn (5) in eine Rotationsdruckmaschine, in der ein sich im wesentlichen parallel zum Bahnpfad der Materialbahn (5) erstreckender Einfädelpfad (2) für ein einen Bahnanfang der Materialbahn (5) aufnehmendes Einzugselement (3, 6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß Komponenten (18, 22, 23, 24) der Rotationsdruckmaschine entlang des Pfades der Materialbahn (5) durch die Rotationsdruckmaschine Einhängstationen (4) zugeordnet sind, an denen die Materialbahn (5) mit dem Einzugselement (3, 6) verbindbar ist.
  2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einzugselement (3, 6) aus einem Mobilteil (3) und einem jeweils an einer Einhängestation (4) aufgenommenen Einhängsegment (6) besteht.
  3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Einhängstationen (4) unterhalb des Pfades der Materialbahn (5) durch die Rotationdruckmaschine angeordnet sind.
  4. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Einhängstationen (4) Haltevorrichtungen (8) für die Einhängesegmente (6) vorgesehen sind.
  5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen (8) als Magneten ausgebildet sind.
  6. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen (8) als mit Unterdruck beaufschlagbare Saugleisten ausgebildet sind.
  7. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen (8) als Klebestationen ausgebildet sind.
  8. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen (8) als hakenförmige Haltemittel ausgebildet sind.
  9. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhängsegment (6) auf den Haltevorrichtungen stationär aufnehmbar sind.
  10. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhängstationen (4) eine in einem Schneidspalt (10) quer zur Materialbahn (5) verfahrbare Schneidvorrichtung (11) umfassen.
  11. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mobilteil (3) des Einzugselementes (3, 6) in einer Parkposition aufgenommen ist.
  12. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das an einer Einhängstation (5) jeweils aufgenommene Einhängsegment (6) in dem in der Führung (2) verfahrbaren Mobilteil (3) eingehangen wird.
  13. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mobilteil (3) des Einhängelementes (3, 6) mit Anschlagflächen (21) ausgestattet ist.
  14. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Mobilteil (3) des Einhängelementes (3, 6) aus einem flachen und flexiblen Metallprofil besteht.
  15. Vorrichtung gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß im Mobilteil (3) des Einzugselementes (3, 6) die Verformbarkeit des Mobilteiles (3) begünstigende Öffnungen (20) vorgesehen sind.
  16. Bahneinzugsvorrichtung für bahnverarbeitende Rotationsdruckmaschinen, wobei ein sich im wesentlichen parallel zum Bahnpfad der Materialbahn (5) erstreckender Führungspfad (2) für ein einen Bahnanfang der Materialbahn (5) aufnehmendes Einzugselement (3, 6 ) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß Komponenten (18, 22, 23, 24) der Rotationsdruckmaschine entlang des Pfades der Materialbahn (5) durch die Rotationsdruckmaschine Einhängstationen (4) zugeordnet sind, an denen die Materialbahn (5) mit dem Einzugselement (3, 6) verbindbar ist.
  17. Bahnverarbeitende Rotationsdruckmaschine, wobei ein sich im wesentlichen parallel zum Bahnpfad der Materialbahn (5) erstreckender Führungspfad (2) für ein einen Bahnanfang der Materialbahn (5) aufnehmendes Einzugselement (3, 6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß den Komponenten (18, 22, 23, 24) der Rotationsdruckmaschine entlang des Einfädelpfades der Materialbahn (5) durch die Rotationsdruckmaschine Einhängstationen (4) zugeordnet sind, an denen die Materialbahn (5) mit dem Einzugselement (3, 6) verbindbar ist.






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