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Dokumentenidentifikation DE19950200C2 24.12.2003
Titel Kraftfahrzeugalarmanlage und Verfahren zum Betrieb einer solchen
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Luthe, Christoph, 80809 München, DE
DE-Anmeldedatum 19.10.1999
DE-Aktenzeichen 19950200
Offenlegungstag 13.06.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.12.2003
IPC-Hauptklasse B60R 25/10
IPC-Nebenklasse B60Q 5/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugalarmanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Betrieb einer Kraftfahrzeugalarmanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 4.

Es ist bekannt Alarmanlagen in Kraftfahrzeugen einzusetzen. Üblicherweise umfaßt eine solche Kraftfahrzeugalarmanlage ein elektronisches Steuergerät, eine optische Anzeige, einen Neigungsgeber, eine Notstromsirene und eine umfassende Sensorik zur Erfassung eines unberechtigten Zugangs zu einem Kraftfahrzeug bzw. einer Beschädigung des Kraftfahrzeugs.

Das elektronische Steuergerät betreibt in der Regel in Abhängigkeit von den bei ihm eingehenden Sensorsignalen die Notstromsirene, so daß im Fall eines Alarms ein akustisches Signal ausgegeben wird. Gleichzeitig können die Fahrtrichtungsanzeiger in einem Blinkmodus betätigt werden. Zweifellos ist dabei die akustische Warnung diejenige, welche am meisten Aufmerksamkeit auf sich zieht. Aus diesem Grund ist es von Nachteil, wenn die akustische Alarmgebung ausfällt. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Alarmanlagenhorn fehlerhaft ist oder fehlerhaft an das elektrische Steuergerät angeschlossen ist. Natürlich kann auch ein Kabelbruch oder ein Durchtrennen der direkten Kabelverbindung zwischen Notstromsirene und elektrischem Steuergerät zu einer Betriebsunfähigkeit führen.

Aus der DE 299 00 888 U1 und der WO 99/37510 ist jeweils eine Kraftfahrzeugalarmanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. jeweils ein Verfahren nach Anspruch 4 bekannt. Die DE 299 00 888 U1 beschäftigt sich mit dem Problem einer möglicherweise entladenen Batterie zum Betrieb der Alarmanlage. Zur Lösung dieses Problems wird vorgeschlagen, zusätzlich eine nichtaufladbare Batterie mit großer Lebensdauer zum Betrieb der Alarmanlage vorzusehen und deren Zustand zu überwachen. Die WO 99/37510 beschäftigt sich mit dem Problem der Überwachung der Manipulation der Kommunikation zwischen einer Basiseinheit und einer Fernbedienung eines Fahrzeugsicherheitssystem.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kraftfahrzeugalarmanlage bereitzustellen, die auch dann eine akustische Warnung ausgeben kann, wenn die der Alarmanlage direkt zugeordnete akustische Warneinrichtung nicht betrieben werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale vorrichtungsmäßig und durch die im Anspruch 4 genannten Merkmale verfahrensmäßig gelöst.

Ein Kerngedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine zusätzliche akustische Ausgabeeinheit im Kraftfahrzeug vorzusehen und zu überprüfen, ob bei aktiviertem Alarm die akustische Warneinrichtung funktions- und betriebsfähig ist. Kann die akustische Warneinrichtung - aus welchem Grunde auch immer - nicht betrieben werden, so veranlaßt die Steuereinrichtung den Betrieb der zusätzlichen akustischen Ausgabeeinheit.

Bei dieser zusätzlichen Ausgabeeinheit kann es sich vorzugsweise um eine bereits im Fahrzeug vorhandene Fahrzeughupe handeln, die in der Regel nicht mit der akustischen Warneinrichtung der Alarmanlage identisch ist. Diese Kraftfahrzeughupe soll dann mittelbar oder unmittelbar über die Steuereinrichtung angesprochen werden, so daß eine Alarmanlagennotlauffunktion hinsichtlich der akustischen Warnausgabe gebildet ist.

Gerade in modernen Geräten besitzt die Kraftfahrzeugalarmanlage einen eigenen Datenbus und kann Datentelegramme an andere elektrische Fahrzeugeinheiten übermitteln. Ferner kann eine solche Kraftfahrzeugalarmanlage mit einem Karosseriedatenbus verbunden werden. Ergibt nun eine periodische Überprüfung der Betriebsfähigkeit der akustischen Warneinrichtung eine Fehlfunktion, so setzt die Steuereinrichtung bei der bevorzugten Ausführungsform die Karosserieelektronik über den Datenbus davon in Kenntnis, so daß ein akustischer Alarm über die zusätzliche akustische Ausgabeeinheit, insbesondere die Fahrzeughupe, generiert wird.

Ein einfaches Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird mit Bezug auf die einzige beiliegende Zeichnung näher erläutert. Die einzige Zeichnung zeigt eine schematische Schaltskizze einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugalarmanlage.

Die in der einzigen Figur dargestellte Kraftfahrzeugalarmanlage ist in einem nicht gezeigten Kraftfahrzeug verbaut und umfaßt eine elektrische Steuereinrichtung 10, welche Eingangssignale von verschiedenen Sensoren 11, 12 und 13 erhält. Die Sensoren überwachen in bekannter Weise den Innenraum oder das unbefugte Öffnen des Fahrzeugs sowie die Fahrzeugneigung. Zusätzlich kann auch ein Sensor vorgesehen sein, der ein Wegrollen des Fahrzeugs meldet. Es wird nicht weiter auf die durch die Sensoren 11 bis 13 gebildete Sensorik eingegangen, da diese dem Fachmann im wesentlichen bekannt ist.

Die elektrische Steuereinrichtung 10 ist mit einer direkt zugeordneten akustischen Warneinrichtung 14 verbunden, bei der es sich um eine Notstromsirene handelt. Bei der Auslösung eines Alarms wird von der akustischen Warneinrichtung 14 ein akustisches Warnsignal erzeugt.

Die elektronische Steuereinrichtung 10 besitzt ferner einen (nicht dargestellten) Überprüfungskreis, der periodisch den die akustische Warneinrichtung 14 durchfließenden Strom und die ausgetauschten Datentelegramme überprüft. Damit können die Notstromsirene und die Datenleitung überprüft werden. Durch die periodische Überprüfung kann die Fehlermeldung auch wieder zurückgenommen werden, beispielsweise bei einer wiederfunktionierenden Sirene oder nach einem Austausch einer defekten Sirene. Darüber hinaus erkennt die Steuereinheit eine Manipulation (z. B. Kabeldurchschneiden, Abstecken der Sirene, etc.). Insbesondere kann auch während eines akustischen Alarms sofort auf die Fahrzeughupe umgeschaltet werden.

Im Überprüfungskreis wird vorliegend beim Erfassen von Unregelmäßigkeiten im Stromfluß über den Datenbus 15 eine Information an eine elektrische Karosserieeinheit 16 weitergegeben, welche direkt mit einer Kraftfahrzeughupe 17 verbunden ist. Bei einem entsprechenden Signal über den Datenbus 15 wird über die elektrische Karosserieeinheit 16 die Fahrzeughupe 17 als Ersatz für die akustische Warneinrichtung 14 betätigt.

Insgesamt ist somit eine akustische Warnung bei einem Alarm sichergestellt, auch wenn die der Alarmanlage direkt zugeordnete akustische Warneinrichtung defekt oder funktionsunfähig ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Kraftfahrzeugalarmanlage mit einer Sensorik zum Detektieren des Eindringens in ein Kraftfahrzeug oder der Beschädigung des Kraftfahrzeugs, einer Steuereinrichtung, die mit der Sensorik verbunden ist, und mit einer mit der Steuereinrichtung verbundenen akustischen Warneinrichtung, die von der Steuereinrichtung in Abhängigkeit von den Signalen der Sensorik ansteuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche akustische Ausgabeeinheit im Kraftfahrzeug vorgesehen ist, daß eine Überprüfungseinrichtung vorgesehen ist, die bei aktivierter akustischer Warneinrichtung deren Funktionsfähigkeit überprüft und ein entsprechendes Signal an die Steuereinrichtung abgibt, und daß die Steuereinrichtung ausgebildet ist, um einen Betrieb der zusätzlichen akustischen Ausgabeeinheit dann zu veranlassen, wenn die angesteuerte Warneinrichtung nicht betreibbar ist.
  2. 2. Kraftfahrzeugalarmanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der zusätzlichen akustischen Ausgabeeinheit um eine normale Fahrzeughupe handelt.
  3. 3. Kraftfahrzeugalarmanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung über einen Datenbus mit einer im Fahrzeug vorgesehenen Karosserieelektronik in Verbindung steht.
  4. 4. Verfahren zum Betrieb einer Kraftfahrzeugalarmanlage, bei dem mit einer Sensorik das Eindringen in ein Kraftfahrzeug oder eine Beschädigung eines Kraftfahrzeugs detektiert wird, eine Steuereinrichtung Signale von der Sensorik auswertet und in Abhängigkeit von den Signalen der Sensorik eine akustische Warneinrichtung ansteuert, dadurch gekennzeichnet, daß der Betrieb der akustischen Warneinrichtung bei deren Aktivierung überprüft wird und daß bei Feststellung einer Fehlfunktion der akustischen Warneinrichtung eine zusätzliche akustischen Ausgabeeinheit angesteuert wird.






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