Die Erfindung bezieht sich auf ein
Bandsägeblatt für die Erstverarbeitung von Holz gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, d. h. für sämtliche
Sägewerksarbeiten einschließlich der
Stammholzbearbeitung mit der Bandsäge und des
Nachschnitts der Schnittware.
Zur Zeit bestehen die Bandsägeblätter für die
Holzbearbeitung aus Spezialstahl (kaltgewalzter
gehärteter Bandstahl) mit verschiedenen Abschnitten,
die durch ihre Breite und Dicke definiert sind.
Nach dem derzeitigen Stand der Technik werden
Ein- oder Doppelschnittblätter oder Blätter mit
freischneidender Zahnung oder mit einer Zahnung mit
konstanter Teilung auf ganzer Länge des Blattes für
einen bestimmten Abschnitt angeboten.
Ganz allgemein ist eine Zahnung, wie aus
Abb. 1 ersichtlich, durch ihre Form
gekennzeichnet (gängigste Formen: mit CP-Zahn,
Bogenzahn, Amstrong, freistehendem Schriftzahn,
Schriftzahn), durch ihre Schneidwinkel
(Angriffswinkel (a), Spitzenwinkel (b), Freiwinkel (c)), durch
ihre Teilung (P) und durch ihre Tiefe (f).
Der Erfindung liegt die Absicht zugrunde, die
Leistungen dieser Stammholz-Bandsägen bei der
Erstverarbeitung des Holzes und seiner Nebenprodukte
zu verbessern, vor allem im Hinblick auf das
Entfernen der Späne, den Schneidaufwand, die
Schwingungen, die Schnittgeschwindigkeiten und die
Zuverlässigkeit.
Aus dem Patent GB 2113144 ist ein Sägeblatt
mit variablen Teilungen für das Beschneiden von
britischen Patents zeigt, daß das vorgeschlagene
Sägeblatt zur Verbesserung des Schneidvorgangs und
zur Verringerung der Schwingungen einen doppelten
Ansatz verfolgt: die Spitzen der einzelnen
aufeinanderfolgenden Zähne befinden sich in
unterschiedlicher Höhe, wie insbesondere aus der
Abb. 3 zu ersehen ist; außerdem sind die
Zahnhöhen (H1), (H2), (H3), (H4), (H5)
unterschiedlich ausgebildet.
Dieses Patent ist jedoch wegen der
unterschiedlichen anwendungsspezifischen
Gegebenheiten nicht auf das Beschneiden von Stammholz
bei der Holzerstverarbeitung anzuwenden.
Nach einem ersten erfindungsgemäßen Merkmal
besteht das Bandsägeblatt für Stammholz aus
aufeinanderfolgenden unterschiedlichen oder
gleichartigen Modulen mit jeweils mehreren Zähnen (D)
unterschiedlicher Beschaffenheit, in Abhängigkeit von
allen vorliegenden technischen Kriterien, und ist
dadurch gekennzeichnet, daß es für die erste
Holzverarbeitung verwendet wird und daß bei jedem
Modul der Zahnteil vor dem niedrigsten Punkt eine
variable Form (FV) und der hintere Zahnteil eine
konstante Form (FC) aufweist.
Nach einem anderen Merkmal ist die Zahnteilung
nicht auf ganzer Länge des Blattes konstant, sondern
weist bei jedem Modul eine zunehmende oder abnehmende
variable Teilung auf.
Ein weiteres Merkmal ist dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Modul durch eine bestimmte
Anzahl von Zähnen, eine minimale und maximale Teilung
und eine Teilungsänderung zwischen jedem Zahn
festgelegt ist.
Diese und weitere Merkmale gehen aus der
nachfolgenden Beschreibung deutlich hervor.
Der erfindungsgemäße Gegenstand wird durch die
beigefügten Abbildungen in nicht erschöpfender Weise
illustriert:
- die Abb. 1 ist eine Ansicht zur
Veranschaulichung der wesentlichen Merkmale einer
Sägeblattzahnung,
- die Abb. 2-9 sind Ansichten zu den
verschiedenen Realisierungsformen - der
erfindungsgemäßen Zahnung.
Um den Gegenstand der Erfindung noch
anschaulicher zu machen, wird er jetzt unter Bezug
auf die Abb. 2-9 in nicht erschöpfender Weise
beschrieben.
Die Technik der variablen Zahnung der
Bandsägenblätter für das Zuschneiden von
Stammholz im Rahmen der ersten Holzverarbeitung
kann auf unterschiedlicher Weise umgesetzt
werden.
Das Blatt (L1) weist zum Beispiel, wie aus
der Abb. 2 hervorgeht, eine Reihe von
Modulen (M1, M2...) auf, die jeweils eine
unterschiedliche Anzahl Von Zähnen (D) besitzen
können.
Das Blatt (L2) auf der Abb. 3 weist
zwischen jedem Zahn (D) eine unterschiedliche Teilung
(P1, 22, P3, P4, PS, P6, P7, ...) auf.
Das Blatt (L3) auf der Abb. 4 kombiniert
unterschiedliche Teilungen (P1...P7) und Module
(M1...M4)
Das Blatt (L4) auf der Abb. 5 besteht aus
mehreren Modulen (M1, M2...) mit jeweils einer
bestimmten Anzahl von Zähnen (D) mit gleichen Formen,
aber proportional zu der variablen Teilung jedes
Zahns.
Das Blatt (L5) auf der Abb. 6 besteht aus
einer Folge gleichartiger Module (M1, M2, M3) auf
ganzer Länge, wobei das Modul aus allen in dieser
Beschreibung aufgelisteten Fallbeispielen bestehen
kann.
Das Blatt (L6) auf der Abb. 7 zeigt eine
variable Anzahl von Zähnen pro Modul. Die Zähne
können je nachdem eine gleiche, aber zu ihrer Teilung
proportionale Form oder eine unterschiedliche Form
besitzen, wobei die Form das Ergebnis der Kombination
der Bewegung einer oder zweier Nocken ist, die zur
Kinematik der Schleifmaschinen gehören. Generell
weist der Zahnteil vor dem niedrigsten Punkt eine
variable Form (FV) und der hintere Zahnteil eine
konstante Form (FC) auf.
Das Blatt (L8) auf der Abb. 8 besteht aus
mehreren Modulen mit gleichartig profilierten und
geformten Zähnen gemäß einer konstanten Form (FC),
wobei die Zähne durch einen variablen Raum (FV)
voreinander getrennt sind, der wie z. B. aus den
Zeichnungen ersichtlich immer größer wird.
Das Blatt (L9) auf der Abb. 9 zeigt Zähne
(F1, F2, F4, F5, F6) mit unterschiedlicher Form und
unterschiedlichem Profil.
Bei jedem eine bestimmte Anzahl von Zähnen
umfassenden Modul kann die Zahnteilung konstant sein,
abnehmen oder zunehmen. Bei der Festlegung des bzw.
der Module werden die Zahnteilungen so eingerichtet,
daß die Länge des Blattes der Länge eines
Standardblattes für Bandsägen entspricht.
Die Festlegung des Moduls berücksichtigt
verschiedene technische Kriterien wie die Baumarten,
die Holzhöhen, das verwendete Säge- und
Schleifmaterial und die verwendete Sägeblattart
(Stellit, gebreitetes Blatt, Hartmetallblatt...).
Aus der Beschreibung gehen die Vorteile
deutlich hervor. Im gegebenen Anwendungsfall ist
besonders hinzuweisen auf:
- die bessere Spanabführung, denn durch die
unterschiedlichen Teilungen entstehen verschieden
dicke Späne, die leichter zerkleinert und entfernt
werden können,
- die verbesserten Schneidkräfte aufgrund der
Teilungsänderung von einem Zahn zum anderen innerhalb
des gleichen Moduls, da die Kräfte sich zur Dicke der
Späne direkt proportional verhalten,
- die Schwingungserregung des Blattes wird
verändert. Der Vorgang der permanenten Erregung, der
bei einem Blatt mit konstanter Teilung zu beobachten
ist, wird durch die Änderung der Teilung und damit
der Kräfte und Erregungsfrequenzen "gebrochen",
- das bessere Quer- und Längsverhalten des
Blattes, wodurch eine höhere Sägegeschwindigkeit,
tiefere Schnitte und ein verbesserter
Gebrauchskomfort erzielt werden,
- die hohe Zuverlässigkeit des Sägeblattes,
das keinen so großen Krafteinwirkungen ausgesetzt ist
wie ein herkömmliches Blatt, wodurch Schleifarbeiten
bzw. Änderungen weitgehend vermieden werden und damit
ein besserer Wirkungsgrad gegeben ist,
- die veränderte Blatterregung führt auch zu
einer deutlichen Lärmreduzierung beim Sägen.