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Dokumentenidentifikation DE10156971B4 08.01.2004
Titel Hand-Seitenschneider-Zange mit Auffangkorb
Anmelder Koszlat, Heinz, 22767 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 20.11.2001
DE-Aktenzeichen 10156971
Offenlegungstag 14.08.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.01.2004
IPC-Hauptklasse B25B 7/02
IPC-Nebenklasse B25B 7/22   A45D 29/02   B26B 17/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Neuerung betrifft ein Handseitenschneider für technische und andere Zwecke mit einer Auffangvorrichtung für das Schneidgut.

Handseitenschneider gibt es in verschiedensten Formen und Größen in allen Bereichen der Technik, es gibt sie aber auch in verschiedenen Formen und Größen, um Hand- oder Fußnägel zu beschneiden.

Alle Seitenschneider haben als gemeinsames Merkmal mindestens eine abgeschrägte Fläche der Schneidbacken. Darüber hinaus haben alle diese Seitenschneider eine unangenehme Begleiterscheinung, in dem sie das Schneidgut nach dem Abschneiden mit „Druck" ungezielt in die Gegend befördern.

Dies führt dazu, dass bei Handseitenschneider technischer Art die Metall- oder Drahtenden meistens in die Elektronik geschleudert wird, wo sie zu Kurzschlüssen führen können und teilweise nicht mehr aufzufinden sind.

Beim Schneiden von Hand- oder Fußnägeln beim Menschen oder beim Schneiden von Krallen bei Haustieren, können die abgeschnittenen Teile z. T. mehr als einen Meter wegfliegen. Sie müssen dann mühselig wieder gesucht und aufgelesen werden, da selbst ein kräftiger Staubsauger aufgrund der beim Abschneiden sich bildenden Widerhaken hierzu nicht geeignet ist.

Um dies zu vermeiden sind zwar Schneidwerkzeuge mit Auffangvorrichtungen für das Schneidgut bekannt (DE 295 10 814 U1 , DE 37 44 425 A1, DE 91 10 542 U1 , DE-GM 75 24 640 oder DE 36 37 469 A1). Ein Wegfliegen des Schneidguts können diese aber auch nicht immer verhindern.

Die Aufgabe der vorliegenden Patentanmeldung besteht demnach darin, einen Handseitenschneider zu gestalten, welcher die Unannehmlichkeiten der bekannten Handseitenschneider vermeidet.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch einen Handseitenschneider mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.

Dieser Handseitenschneider besitzt neben einer Auffangvorrichtung auch noch Auswüchse an den Greifbacken, welche ein Wegschleudern des Schneidguts beim Abschneiden vermeiden.

Dies erfolgt dadurch, dass das Schneidgut entweder von den Auswüchsen gehalten oder von diesen am Wegspringen gehindert und in die Auffangvorrichtung geleitet wird.

Anhand der Figuren wird anhand von Ausführungsbeispielen der Handseitenschneider nach der Erfindung verdeutlicht. Es zeigt

  • 1 eine Seitenansicht des Handseitenschneiders mit Auffangvorrichtung an den Schneidflanken der Schneidbacken mit Haltepilzköpfen sowie
  • 2 eine Draufsicht auf den Handseitenschneider mit zwei Auffangkörben und den Haltepilzköpfen.
1. – Erster Auffanghälfte 2. – Zweiter Aufanghälfte a1; a2 – Pilz-Halteköpfe für die erste Auffanghälfte a3; a4 – Pilz-Halteköpfe für die zweite Auffanghälfte GS – Griff-Hebel-Schalen N – Zangen-Gelenk-Niet F – ineinandergreifende Flachfedern zum Öffnen der Zange

Anspruch[de]
  1. Handseitenschneidwerkzeug für technische und andere Zwecke umfassend,

    – zwei sich in einem Gelenk kreuzende Schenkel mit je einem sich von dem Gelenk in die eine Richtung sich erstreckenden Griffbereich (GS) und je einer sich von dem Gelenk in die andere Richtung erstreckenden Schneidbacke,

    – einer Auffangvorrichtung (1, 2) für das Schneidgut sowie

    – an den Bereichen der Auffangvorrichtung, welche sich nahe der beim Schneidvorgang sich zunehmend schließenden „Schließnaht" befinden, angeordnete Auswüchse, welche beim Schließen der Zange aufeinander oder nebeneinander liegen und die Auffangvorrichtung schließen, bevor die Greifbacken beim Abschneiden des Schneidgutes dieses wegschleudern.
  2. Handseitenschneider nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung aus zwei Auffanghälften (1, 2) besteht.
  3. Handseitenschneider nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffanghälften über in Öffnungen der Schneidbacken verankerte pilzförmige Stifte, a1, a2, a3, a4 welche in die Auffanghälften (1, 2) eingreifen, an den Schneidbacken lösbar befestigt sind.
  4. Handseitenschneider nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Auffanghälften (1, 2) an den Schneidbacken der Zangen mittels Druckknopf-Federbefestigung erfolgt.
  5. Handseitenschneider nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffanghälften mit den Schneidbacken fest verbunden sind, durch Schweißung, Klebung, Lötung etc.
  6. Handseitenschneider nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffanghälften (1, 2) korbartig ausgebildet sind und aus Kunststoff öder Metall bestehen.
  7. Handseitenschneider nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffanghälften (1, 2) an ihren Innenseiten mit einem kleberartigen Gel beschichtet sind, an dem das Schneidgut bis zum Entfernen nach Beendigung des Arbeitsgangs anhaftet.
  8. Handseitenschneider nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffanghälften (1, 2) sich über 90° erstrecken.
  9. Handseitenschneider nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswüchse wimpernartig ausgebildet sind.
  10. Handseitenschneider nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Auffanghälften (1, 2) über einen Bereich von 95° erstrecken und aus einem Softmaterial wie Silikon, Gummi oder Latex bestehen, wobei die Schließränder Lippen besitzen, die sich vor dem Abtrennen des Schneidguts zusammendrücken bzw. schließen lassen.
  11. Handseitenschneider nach einem der Patentansprüche 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass die Auswüchse lösbar mit den Auffanghälfte (1, 2) verbunden sind.
  12. Handseitenschneider nach einem der Patentansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffanghälften (1, 2) aus kammartigen Längsarmen bestehen, die beim Schließen der Zange ineinander greifen, so dass die Längsarme bereits vordem Schließen der Zangenbacken das Auffanggut festhalten.
  13. Handseitenschneider nach einem der Patentansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffanghälften (1, 2) magnetisch ausgebildet sind.
  14. Handseitenschneider nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffanghälften (1, 2) aus Metall oder Hartplastik bestehen und zwei halbrunde Schließbleche umfassen, welche sich überlappen und beim Schließen der Zange den sich ergebenden Bereich schließen, wobei die Schließbleche mittels einer Feder oder eine Zahn-Drehmechanik mit den Schenkeln bewegt werden.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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