Die vorliegende Erfindung betrifft neue, ein- und mehrmetallische,
magnetische Kolloid-Partikel (z. B. Fe, Co, Fe/Co) mit einer ohne Separationsschritt
(wie z. B. magnetische Trennung) zwischen 2 nm und ca. 15 nm einstellbaren mittleren
Partikelgröße und einer engen Verteilung der Partikelgrößen (Standardabweichung
maximal 1,6 nm) sowie ein Verfahren zur deren Herstellung. Der Vorteil der neuen
Materialien liegt in ihrer hohen Sättigungsmagnetisierung sowie in ihrer besonderen
Eignung zu Herstellung von hocheffizienten Ferrofluiden mit niedriger Metallkonzentration
und geringer Viskosität.
Magnetische Nanokolloide sind begehrte Werkstoffe zur Produktion von
Magnetofluiden. Diese finden in der Technik Anwendung als Dichtmedium gegen Staub
und Gase in Magnetfluiddichtungen (flüssiger O-Ring), zur Schmierung und Lagerung
rotierender Wellen (magnetische Levitationslager) und zur magneto-optischen Informationsspeicherung.
Anwendungen im medizinischpharmazeutischen Bereich sind beispielsweise magnetische
Marker kranker Zellen und die magnetische Zellseparation in biologischen Proben,
ferner die Lokalapplikation von Medikamenten.
Durch herkömmliche Herstellungsmethoden wurde bisher nur eine ungenügende
Monodispersität der nanoskopischen Magnetteilchen erreicht (1).
Dieser Mangel führt zu einer für viele Anwendungen unbefriedigenden Magnetisierung
des konventionellen Materials (Kurve B in 3). Sofern
nach speziellen Methoden monodisperse magnetische Partikel erzeugt werden können
[V.F. Puntes, K. Krishman, and A. P. Alivisatos, Topics in Catalysis, 19, 145, 2002],
ist die geringe Ausbeute für praktische Anwendungen unbefriedigend.
Zur Herstellung kolloidaler Magnetmetalle, insbesondere von nanoskopischem
Fe, Co, Ni, sind verschiedene Verfahren bekannt, z. B. die Salzreduktion (G. Schmid
(Ed.), Clusters and Colloids, VCH, 1994, EP 423 627
DE 4443 705 und USP
5,620,584), die thermische, photochemische und sonochemische Zersetzung
von Metall-Carbonylen und Nitrosylkomplexen [K. S. Suslick, T. Hyeon, M. Fang, A.
A. Cichowlas in: W. Moser (Ed.), Advanced Catalysts and Nanostructured Materials,
Chapter 8, pag. 197, Academic Press, 1996; V. Bastovoi, A. Reks, L. Suloeva, A.
Sukhotsky, A. Nethe, H.-D. Stahlmann, N. Buske und P. Killat, Konferenzmaterial:
8. ICMF Timisoara (1998]) sowie die Reduktion von Salzen bzw. die Zersetzung von
Carbonylverbindungen in mizellaren Lösungen (O. A. Platonova, L. M. Bronstein, S.
P. Solodovnikov, I. M. Yanovskaya, E. S. Obolonkova, P. M. Valetsky, E. Wenz, M.
Antonietti, Colloid Polym. Sci. 275, 1997, 426). Diese Methoden führen jedoch immer
zu nanoskopischen Magnetmetallkolloiden mit breiter Partikelgrößenverteilung (vgl.
1). Diese eignen sich nur beschränkt für die oben genannten
Anwendungsgebiete, weil eine breite Partikelgrößenverteilung bei magnetischen Materialien
nur eine ungenügende Aufmagnetisierung zulässt, d.h. der Anstieg der Magnetisierungskurve
ist für praktische Zwecke zu gering (B in 3).
Es hat nicht an Versuchen gefehlt, Magnetofluide mit hoher Sättigungsmagnetisierung
für industrielle Anwendungen zu produzieren. Zwar konnten T. Händel, N.-D. Stahlmann,
A. Nethe, J. Müller, N. Buske und A. Rehfeld (PCT/DE97/00443)
durch Anwendung spezieller, korrosionsinhibierender Tenside und Eindampfen der erhaltenen
Dispersion ein Magnetofluid von bis zu 35% Volumenkonzentration ferromagnetischer
Komponente herstellen, das eine Sättigungsmagnetisierung von > 100 mT aufweist;
dieser Syntheseweg führt jedoch keineswegs zu Magnetpartikeln mit der gewünschten
Monodispersität. Außerdem müssen diese Magnetofluide in hohen Konzentrationen angewandt
werden und ergeben mithin sehr zähflüssige Ferrofluide. Einen anderen Weg, monodisperse
Co-Teilchen mit einer engen Größenverteilung aus Dispersionen mit großer Sättigungsmagnetisierung
zu erhalten, beschritten M. Hilgendorff, B. Tesche und M. Giersig (Aust. J. Chem.
2001, 54, S. 497–501), unter Anwendung der magnetischen Separation. Nach dieser
Methode gewinnt man zuerst Co-Kolloide mit einer breiten Größenverteilung, woraus
ein bestimmter Bereich durch die magnetische Separation herausgefiltert werden muss.
Dadurch wurde die Ausbeute an gewünschtem Material sehr gering. Nach C. Petit, A.
Taleb und M. P. Pileni (J. Phys. Chem. B, Vol. 103 (11), 1999, S. 1805– 1810)
erhält man monodisperse Co-Kolloid-Partikel durch Reduktion von Co-Salzen in inversen
Mizellen mit NaBH4. Dieses Material ist jedoch stark mit Borverbindungen
verunreinigt und deshalb für eine industrielle Anwendung wenig geeignet. In
WO 99/41758 sind ein- und mehrmetallische
magnetische Kolloidpartikel der Größe bis zu 20 nm beschrieben, deren Oberfläche
mit Edelmetallen vor Korrosion geschützt ist. Gegenstand dieser Erfindung ist jedoch
ausschließlich die antikorrosive Behandlung von vorgefertigten Magnetmetallkolloiden.
Die Herstellung der dazu eingesetzten Magnetmetallpartikel war ausschließlich nach
bekannten Verfahren erfolgt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ohne zusätzlichen Separationsschritt
(wie z. B. Zentrifugieren oder magnetische Trennung) monodispense, magnetische Nanokolloide
von einstellbarer Größe herzustellen, aus denen mit Dispergiermitteln Dispersionen
von hoher Sättigungsmagnetisierung für die genannten Anwendungsgebiete erzeugt werden
können.
Es wurde nun überraschend gefunden, dass durch Zersetzung, z. B. durch
Thermolyse, Photolyse oder sonochemisch, von niedervalenten Verbindungen, wie Metallcarbonyl-
oder Metallolefin-Verbindungen, von für die Bildung von ferromagnetischen Partikeln
geeigneten Metallen, z. B. Fe, Co, Ni, in Gegenwart einer metallorganischen Verbindung
von Metallen der Gruppe 13, wie z. B. Trialkyl-Aluminium- oder
Alkyl-Aluminiumhydrid-Verbindungen, magnetische Nanokolloide mit sehr enger Größenverteilung
(Standardabweichung laut TEM (Transmissions-Elektronenmikroskopie) = max. 1,6 nm)
erhalten werden (s. 2), deren mittlere Partikelgröße
zwischen 2 nm und ca. 15 nm, mindestens aber bis ca. 10,5 nm einstellbar ist. Die
Magnetisierungskurve (A in 3) einer erfindungsgemäß
hergestellten Dispersion von 10 nm Cobalt-Partikeln zeigt eine Magnetisierung von
11,6 mT bei einer Konzentration von nur 0,6 Vol.-% Cobalt. Die Einstellung der mittleren
Partikelgröße wird durch den Alkylrest und die Konzentration der metallorganischen
Verbindung gesteuert. Werden Mischungen niedervalenter Verbindungen von unterschiedlichen
Metallen eingesetzt, entstehen mehrmetallische Magnetpartikel (Legierungspartikel).
Bei jeweils gleichem molaren Verhältnis von Co : Al von ca. 10:1 ergibt
die Themolyse von Co-Carbonyl in Gegenwart von Al(C8H17)3
eine Co-Partikelgröße von 10 nm, in Gegenwart von Al(C2H5)3
eine solche von 6 nm und in Gegenwart von Al(CH3)3 eine von
3,5 nm. Verändert man bei Al(C8H17)3 das molare
Verhältnis von Co:Al im Ansatz von 12:1 auf 0,5:1 verändert sich die Partikelgröße
von 10 auf 5,4 nm
Die so erhaltenen magnetischen Nanopartikel von wahlweise 2 nm bis
15 nm, mindestens aber bis 10,5 nm Größe lassen sich in isolierter Form einsetzen
oder mit Hilfe von Dispergiermitteln (z.B. Korantin SH der Fa. BASF oder Sarcosyl
der Fa. Merck) kolloidal in Lösung bringen und in Form von Magnetofluiden weiter
verwenden. Ohne damit ihre Anwendungsbereiche einschränken zu wollen, seien folgende
Beispiele genannt: Dichtmedium gegen Staub und Gase in Magnetfluiddichtungen (flüssiger
O-Ring), Schmierung und Lagerung rotierender Wellen (magnetische Levitationslager)
sowie die magneto-optische Informationsspeicherung z. B. in Compact- und Minidisks.
Nach Aufbringung einer zellverträglichen Schicht (z.B. Gold, cf. WO
99/41758) auf die Partikeloberfläche eignen sie sich ferner zur magnetischen
in-vitro Markierung von Zellen und können zur magnetischen Separation markierter
Zellen in biologischen Proben oder zur Lokalapplikation von Medikamenten eingesetzt
werden. Die Monodispersität der erfindungsgemäß hergestellen magnetischen Nanopartikel
ist für sämtliche Anwendungsgebiete von entscheidendem Vorteil.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung ohne sie zu beschränken:
Beispiele:
Beispiel 1: Co-Kolloide einheitlicher Größe (10 nm) durch
Thermolyse von Co2(CO)8 in Gegenwart von Al(C8H17)3
(Atomverhältnis Co:Al = 12:1)
3 g (17,55 mmol Co) festes Co2(CO)8 wurden unter
Schutzgasatmosphäre (Argon) in einen 500 ml Kolben bei Raumtemperatur mit einer
Lösung von 0,73 g = 0,88 ml (1,435 mmol) Al(C8H17)3
in 300 ml Toluol versetzt. Unter Rühren (keine magnetische Rührung) wurde die resultierende
Lösung 4 h auf 110°C bis zum Rückfluss erhitzt und anschließend die Badtemperatur
für 1 h auf 150°C erhöht. Hierbei bildete sich unter Gasentwicklung und Verfärbung
nach tiefbraun eine klare Lösung und ein nahezu schwarzer Niederschlag. Unter Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung weitere 16 h gerührt und die überstehende
Lösung vom Niederschlag abdekantiert. Die Reaktion ist vollständig, wenn keine weitere
Gasentwicklung mehr zu beobachten ist. Der verbleibende Rückstand (Co-Partikel)
wurde mit 2 ml (1,77 g, 5 mmol) des Dispergiermittels Korantin SH (Firma BASF) in
50 ml Toluol versetzt, wobei ein vollständig klares, tief schwarzbraun gefärbtes
Co-Magnetofluid erhalten wurde. Es enthält 67,85 Gew.-% Co und 0,98 Gew.-% Al und
hat eine Partikelgröße von 10 nm ± 1.1 nm (siehe 2).
Beispiel 2: Co-Kolloide einheitlicher Größe (6 nm) durch
Thermolyse von Co2(CO)8 in Gegenwart von Al(C2H5)3
(Atomverhältnis Co:Al = 10:1)
3,4 g (20 mmol Co) festes Co2(CO)8 wurden unter
Schutzgasatmosphäre (Argon) in einen 500 ml Kolben bei Raumtemperatur mit einer
Lösung von 0,228 g = 0,3 ml ( 2 mmol) Al(C2H5)3
in 300 ml Toluol versetzt. Unter Rühren (keine magnetische Rührung) wurde die resultierende
Lösung 4 h auf 110 °C bis zum Rückfluß erhitzt und anschließend die Radtemperatur
für 1 h auf 150 °C erhöht. Hierbei bildete sich unter Gasentwicklung und Verfärbung
nach tiefbraun eine klare Lösung und ein nahezu schwarzer Niederschlag. Die Reaktion
ist vollständig, wenn keine weitere Gasentwicklung mehr zu beobachten ist. Unter
Abkühlen auf Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung weitere 16 h gerührt und
die überstehende Lösung vom Niederschlag abdekantiert. Der verbleibende Rückstand
(Co-Partikel) wurde mit 2 ml (1,77 g, 5 mmol) des Dispergiermittels Korantin SH
(Firma BASF) in 50 ml Toluol versetzt, wobei ein vollständig klares, tief schwarzbraun
gefärbtes Co-Magnetofluid erhalten wurde. Es enthält 69,20 Gew.-% Co und 2,21 Gew.-%
Al und hat eine Partikelgröße von 6,15 nm ± 1,57 nm.
Beispiel 3: Co-Kolloide einheitlicher Größe (3,5 nm) durch
Thermolyse von Co2(CO)8 in Gegenwart von Al(CH3)3
(Atomverhältnis Co:Al = 10:1)
3,4 g (20 mmol Co) festes Co2(CO)8 wurden unter
Schutzgasatmosphäre (Argon) in einen 500 ml Kolben bei Raumtemperatur mit einer
Lösung von 0,144 g = 0,19 ml (2 mmol) Al(CH3)3 in 300 ml Toluol
versetzt. Unter Rühren (keine magnetische Rührung) wurde die resultierende Lösung
4 h auf 110°C bis zum Rückfluß erhitzt und anschließend die Badtemperatur für
1 h auf 150°C erhöht. Hierbei bildet sich unter Gasentwicklung
und Verfärbung nach tiefbraun eine klare Lösung und ein nahezu schwarzer Niederschlag.
Die Reaktion ist vollständig, wenn keine weitere Gasentwicklung mehr zu beobachten
ist. Unter Abkühlen auf Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung weitere 16 h
gerührt und die überstehende Lösung vom Niederschlag abdekantiert. Der verbleibende
Rückstand (Co-Partikel) wurde mit 2 ml (1,77 g, 5 mmol) des Dispergiermittels Korantin
SH (Firma BASF) in 50 ml Toluol versetzt, wobei ein vollständig klares, tief schwarzbraun
gefärbtes Co-Magnetofluid erhalten wurde. Es enthält 34,50 Gew.-% Co und 8,44 Gew.-%
Al und hat eine Partikelgröße von 3,5 nm ± 0,72 nm.
Beispiel 4: Co-Kolloide einheitlicher Größe (5,4 nm) aus
Co2(CO)8 durch Thermolyse in Gegenwart von Al(C8H17)3
(Atomverhältnis Co:Al = 1:2)
3,64 g (21,3 mmol Co) festes Co2(CO)8 wurden
unter Schutzgasatmosphäre (Argon) in einen 500 ml Kolben bei Raumtemperatur mit
einer Lösung von 15,62 g (42,60 mmol) Al(C8H17)3
in 300 ml Toluol versetzt. Unter Rühren (keine magnetische Rührung) wurde die resultierende
Lösung 4 h auf 130°C bis zum Rückfluß erhitzt und anschließend die Badtemperatur
für 1 h auf 150°C erhöht. Hierbei bildet sich unter Gasentwicklung und Verfärbung
nach tiefbraun eine klare Lösung ohne Niederschlag. Die Reaktion ist vollständig,
wenn keine weitere Gasentwicklung mehr zu beobachten ist. Unter Abkühlen auf Raumtemperatur
wurde die Reaktionsmischung weitere 16 h gerührt und die resultierende Lösung mit
2 ml (1,77 g, 5 mmol) des Dispergiermittels Korantin SH (Firma BASF) versetzt, wobei
ein vollständig klares, tief schwarzbraun gefärbtes Co-Magnetofluid erhalten wurde.
Es enthält 9,05 Gew.-% Co und 8,76 Gew.-% Al; 65,10 Gew.-% C; 10,18 Gew.-% H und
hat eine Partikelgröße von 5,4 nm ± 1,0 nm.
Beispiel 5: Fe-Kolloide einheitlicher Größe (10,5 nm) aus
Fe(CO)5 durch Thermolyse in Gegenwart von Al(C8H17)3
(Atomverhältnis Fe:Al = 10:1)
In einem 500 ml Dreihalskolben wurden unter Schutzgasatmosphäre (Argon)
0,88 ml (0,73 g, 2 mmol) Al(C8H17)3 in 300 ml Toluol
gelöst und anschließend 2,7 ml (3,92 g, 20 mmol) flüssiges Fe(CO)5 zugegeben.
Für 6 h auf 110°C wurde das Reaktionsgemisch unter Rühren (keine magnetische
Rührung) bis zum Rückfluss erhitzt, anschließend die Radtemperatur zunächst für
1 h auf 130°C gebracht und danach noch für 1 h auf 150°C erhöht. Die Reaktion
ist vollständig, wenn keine weitere Gasentwicklung mehr zu beobachten ist. Nach
Abkühlen auf Raumtemperatur lässt man die erhaltene Suspension über Nacht weiterrühren.
Unter Verfärbung nach tiefbraun bildet sich eine Dispersion und ein nahezu schwarzer
Niederschlag. Nach Abdekantieren des Lösemittels wurden die Fe-Partikel durch Zugabe
des Dispergiermittels N-Lauroylsarcosin-Na-Salz (Sarcosyl der Firma Merck) in Toluol
repeptisiert und man erhält ein langzeitstabiles Fe-Magnetofluid der Größe 10,5
nm ± 1,2 nm.
Beispiel 6: Monodisperses Co-Kolloid (3,4 nm) durch Thermolyse
von Co2(CO)8 in Gegenwart von (C4N9)2
AlH
3,42 g (20 mmol Co) festes Co2(CO)8 wurden unter
Schutzgasatmosphäre (Argon) in einen 250 ml Kolben bei Raumtemperatur mit 2 g einer
50%igen Lösung von (C4H9)2 AlH (7 mmol) in Toluol
versetzt. Unter Rühren (keine magnetische Rührung) wurde die resultierende Lösung
5 h auf 110°C bis zum Rückfluss erhitzt. Hierbei bildet sich unter Gasentwicklung
und Verfärbung nach tiefbraun eine klare Lösung und ein nahezu schwarzer Niederschlag.
Unter Abkühlen auf Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung weitere 16 h gerührt
und die überstehende Lösung vom Niederschlag abdekantiert. Die Reaktion ist vollständig,
wenn keine weitere Gasentwicklung mehr zu beobachten ist. Der verbleibende Rückstand
(Co-Partikel) wurde mit 1 ml (0,89 g, 2,5 mmol) des Dispergiermittels Korantin SH
(Firma BASF) in 30 ml Toluol versetzt, wobei ein vollständig klares, tief schwarzbraun
gefärbtes Co-Magnetofluid der Größe 3,4 nm ± 1,3 nm erhalten wurde.
Beispiel 7: Vergleichsbeispiel: Co-Kolloide nach herkömmlicher
Methode
3 g (17,55 mmol Co) festes Co2(CO)8 wurden unter
Schutzgasatmosphäre (Argon) in einen 500 ml Kolben bei Raumtemperatur in 300 ml
Toluol unter Zugabe von 2 ml (1,77 g, 5 mmol) des Dispergiermittels Korantin SH
(Firma BASF) gelöst. Unter Rühren (keine magnetische Rührung) wurde die resultierende
Lösung 4 h auf 110°C bis zum Rückfluß erhitzt und anschließend die Radtemperatur
für 1 h auf 150°C erhöht. Hierbei bildet sich unter Gasentwicklung und Verfärbung
eine tiefschwarz-braune Reaktionsmischung. Die Reaktion ist vollständig, wenn keine
weitere Gasentwicklung mehr zu beobachten ist. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur
und weiteren 16 h Rühren erhält man das Co-Magnetofluid mit einer breit gestreuten
Co-Partikelgrößenverteilung zwischen 1.8 und 15 nm (1).
Beispiel 8 Monodisperses Ni-Kolloid (2,5 ± 0,8 nm)
durch Thermolyse von Ni(COD)2 in Gegenwart von (C2H5)3
Al
0,275 g (1 mmol Ni) festes Ni(COD)2 werden unter Schutzgasatmosphäre
(Argon) in einen 500 ml Kolben in 300 ml Toluol bei Raumtemperatur mit 0,228 g =
0,3 ml (2 mmol) Al(C2H5)3 versetzt. Unter Rühren
(keine magnetische Rührung) wird die resultierende Lösung 4 h auf 110°C bis
zum Rückfluss erhitzt. Hierbei bildet sich eine tiefbraunschwarze Reaktionsmischung.
Unter Abkühlen auf Raumtemperatur wird die Reaktionsmischung weitere 16 h gerührt
und von allem Flüchtigen im Vakuum (10-3 mbar) befreit. Der verbleibende Rückstand
(Ni-Partikel) wird mit 2 ml (1,77 g, 5 mmol) des Dispergiermittels Korantin SH (Firma
BASF) in 50 ml Toluol versetzt, wobei ein tief schwarzbraun gefärbtes Ni-Magnetofluid
der Partikelgröße von 2,5 nm ± 0,8 nm erhalten wird.