Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erkennen einer Flüssigkeitsströmung
in einer Rohrleitung dienenden Sensoreinheit, die ein Heizelement, ein von dem Heizelement
beheizten und mit der Flüssigkeit in Wärmekontakt stehendes thermisches Sensorelement
und eine Auswerteelektronik, die die von der Strömung bewirkte Wärmeabfuhr erkennt,
aufweist.
Bei derartigen Sensoreinheiten, die zum Erkennen des Vorliegens (oder
Fehlens) einer Strömung dienen, stellt sich das Problem, dass die Funktionsfähigkeit
der Sensoreinheit feststellbar sein muss. Dies ist insofern regelmäßig problematisch,
als es technisch nicht möglich, jedenfalls aber schwierig ist, den zu erkennenden
Strömungszustand willkürlich zu ändern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen,
das ein Prüfen einer derartigen Sensoreinheit erlaubt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zur Prüfung
der Funktionsfähigkeit der Sensoreinheit durch stärkeres oder geringeres Beheizen
des Sensorelementes ein von der Auswerteelektronik erkannter elektrischer Zustand
bewirkt wird, der demjenigen entspricht, der bei Vorliegen (bzw. Fehlen) einer Strömung
gegeben ist.
Eine bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die
Auswerteelektronik bei Durchführung der Prüfung der Funktionsfähigkeit der Sensoreinheit
das vor der Prüfung ausgegebene Sensorsignal beibehält.
Eine Schaltungsanordnung zur Durchführung dieses Verfahrens zeichnet
sich dadurch aus, dass das wenigstens eine beheizte Sensorelement ein Element einer
Brückenschaltung bildet. Dabei bildet bevorzugt ein zweites, jedenfalls bei Betrieb
nicht beheiztes, jedoch mit der zu erkennenden Flüssigkeitsströmung in thermischem
Kontakt stehendes Sensorelement ein weiteres Element der Brückenschaltung, das zur
Prüfung der Funktionsfähigkeit beheizt werden kann.
Der Erfindung liegt also der Gedanke zugrunde, dass durch eine zusätzliche
thermische Beeinflussung des Sensorelements der Sensoreinheit zur Prüfung der Funktionsfähigkeit
der Sensoreinheit der Wärmestrom in das Sensorelement hinein verändert wird, eine
Strömung der Flüssigkeit in der Rohrleitung also gleichsam simuliert wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung erläutert,
die eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wiedergibt.
Zwei thermische Sensorelemente 12, 16 bilden mit
zwei Widerständen eine Brückenschaltung, wobei das eine der Sensorelemente
12 von einem Heizelement 10 beheizt wird, während das andere Sensorelement
16 nicht beheizt wird, mit der zu erkennenden Flüssigkeitsströmung jedoch
in Wärmekontakt steht. Eine Auswerteelektronik 4 wertet das von der Brückenschaltung
kommende elektrische Signal aus. Die Auswerteelektronik steuert weiter über einen
Schalter 18 die Energie, mit der das Heizelement 10 beheizt wird.
Zur Prüfung der Funktionsfähigkeit der Sensoreinheit ist eine Steuerung
23 vorgesehen, die über eine Heizstromsteuerung 25 (vorzugsweise
bei geöffnetem Schalter 18) das Heizelement 10 mit einer elektrischen
Energie versorgt, die gegenüber der elektrischen Energie, die während des Betriebes
von der Auswerteelektronik 4 geliefert wird, unterscheidet. Diese veränderte
Beheizung des Heizelements 10 bewirkt eine veränderte Beheizung des Sensorelements
12, die von der Auswerteelektronik 4 erkannt wird und als Strömung
(ggf. Fehlen der Strömung) erkannt wird. Dieses Signal wird der Steuerung
23 zugeführt, die ein Alarmsignal über ihren Ausgang 24 abgibt
(es sollte natürlich gesichert sein, dass dieses Signal als Fehlsignal erkannt wird,
bei einer bevorzugten Ausgestaltung behält die Auswerteelektronik 14 das
vor der Prüfung ausgegebene Ausgangssignal bei).
Alternativ kann auch das zweite Sensorelement 16 beheizt
werden, was – aufgrund der Verschaltung beider Sensorelemente in einer Brücke
– wie eine "negative Beheizung" des ersten Sensorelements wirkt.