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Dokumentenidentifikation EP0930209 08.01.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000930209
Titel Fahrgasttisch, insbesondere für Schienefahrzeuge
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Börgardts, Willi, 47798 Krefeld, DE;
Weiler, Joachim, 53498 Gönnersdorf, DE
DE-Aktenzeichen 59907823
Vertragsstaaten AT, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 11.01.1999
EP-Aktenzeichen 991004375
EP-Offenlegungsdatum 21.07.1999
EP date of grant 26.11.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.01.2004
IPC-Hauptklasse B61D 37/00
IPC-Nebenklasse B60N 3/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fahrgasttisch, insbesondere für Schienenfahrzeuge, der eine gegenüber einer Fahrzeugwand gehaltene Tischplatte aufweist.

Ein derartiger Fahrgasttisch ist beispielsweise bei Schienenfahrzeugen häufig in der Mitte zwischen zwei vis-a-vis angeordneten Fahrgastsitzen freitragend an der Fahrzeugwand befestigt. Dabei befindet sich die Tischplatte in einer Höhenlage, die auf die durchschnittliche Körpergröße von Fahrgästen abgestimmt ist. Dies bedeutet zwangsläufig für besonders große oder kleine Fahrgäste eine zu tiefe bzw. zu hohe Plazierung der Tischplatte. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß die Tischplatte das Manövrieren behinderter Fahrgäste mit Rollstühlen stört, wobei Rollstühle grundsätzlich höher sind als übliche Fahrgastsitze.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrgasttisch so zu gestalten, daß die vorgenannten Nachteile beseitigt sind; vor allem Rollstuhlfahrern soll ein bequem nutzbarer Tisch zur Verfügung stehen und ausreichend Raum für das Manövrieren geboten werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Tischplatte mit Hilfe einer Hebevorrichtung in ihrer Höhe stufenlos verstellbar ist.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hebevorrichtung durch eine blockierbare Gasdruckfeder gebildet ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Tischplatte in Richtung auf die Fahrzeugwand hochschwenkbar, wobei die Tischplatte in ihren beiden Schwenk-Endstellungen durch einen Gasdruckdämpfer fixiert wird, der außerdem bei den Schwenkbewegungen der Tischplatte eine bremsende Funktion ausübt.

Im weiteren wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben, das in der Zeichnung prinzipartig dargestellt ist. Es zeigen

Fig. 1
einen Fahrgasttisch in Vorderansicht,
Fig. 2
eine Seitenansicht zu Fig. 1,
Fig. 3
den Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1.

Für das Anbringen des Fahrgasttisches an einer Fahrzeugwand 1 ist eine Konsole 5 vorgesehen, die Lagerungen 5a für zwei Führungsstangen 6 aufweist. Diese Führungsstangen 6 sind mit einem Tragelement 7 verbunden, an dem eine Tischplatte 2 um seitlich angeordnete Drehachsen 7a hochschwenkbar gehalten ist. Die Konsole 5 hat weiter einen Festpunkt 5b zum Anschluß einer Hebevorrichtung 3, die andererseits am Tragelement 7 angreift. Als Hebevorrichtung 3 ist im Ausführungsbeispiel eine blockierbare Gasdruckfeder 3' vorgesehen; alternativ kommen ein Hydraulik- oder Pneumatikzylinder mit jeweils externer Druckquelle, eine elektrisch angetriebene Gewindespindel mit Mutter oder eine pneumatische Lösung mit einer Kombination von Zugfeder und Druckfeder in Betracht.

An den Schenkeln einer U-förmigen Halterung 7b des Tragelements 7 ist ein Ende eines Gasdruckdämpfers 4 befestigt, dessen anderes Ende mit der Tischplatte 2 derart verbunden ist, daß zwischen der Anlenkachse 2a des Gasdruckdämpfers 4 und den Drehachsen 7a der Tischplatte 2 ein Hebelarm besteht (siehe Fig. 3).

Die Konsole 5, die Führungsstangen 6, die Gasdruckfeder 3' sowie der Gasdruckdämpfer 4 werden durch eine Verkleidung abgedeckt, die hier der Übersichtlichkeit halber weggelassen ist.

Die blockierbare Gasdruckfeder 3' wirkt mit einer aufwärts gerichteten Kraft auf das Tragelement 7 und die Tischplatte 2. Diese Kraft ist unter Berücksichtigung insbesondere der Gewichtskräfte von Tischplatte 2, Tragelement 7 und Führungsstangen 6 sowie der Reibungskräfte zwischen Lagerungen 5a und Führungsstangen 6 so groß gewählt, daß durch manuelles Betätigen beispielsweise eines Drucktasters 8, der die Blockierung der Gasdruckfeder 3' aufhebt bzw. aktiviert, die Tischplatte 2 zuverlässig stufenlose Hubbewegungen ausführt. Der maximale Hubweg H ist in Fig. 2 angegeben. Die Kraft der Gasdruckfeder 3' ist jedoch nur so groß, daß ein Hinunterdrücken der angehobenen Tischplatte 2 durch normale Handkräfte bequem möglich ist.

Um den bereits bei angehobener Tischplatte 2 geschaffenen Platz für das Manövrieren eines Rollstuhlfahrers noch zu vergrößern, wird die Tischplatte 2 um das Winkelmaß K hochgeschwenkt. Durch den Hebelarm zwischen der Anlenkachse 2a des Gasdruckdämpfers 4 und den Drehachsen 7a der Tischplatte 2 fixiert der Gasdruckdämpfer 4 die Tischplatte 2 in ihrer jeweiligen horizontalen Stellung und in ihrer hochgeschwenkten Position. Der Gasdruckdämpfer 4 übt außerdem bei den Schwenkbewegungen der Tischplatte 2 eine bremsende Funktion aus; er verhindert insbesondere ein zu schnelles Hinunterschwenken (Hinunterfallen) der Tischplatte 2.

Liste der Bezugszeichen

1
Fahrzeugwand
2
Tischplatte
2a
Anlenkachse
3
Hebevorrichtung
3'
Gasdruckfeder
4
Gasdruckdämpfer
5
Konsole
5a
Lagerungen
5b
Festpunkt
6
Führungsstange
7
Tragelement
7a
Drehachsen
7b
Halterung
8
Drucktaster
H
maximaler Hubweg
K
Schwenkwinkel


Anspruch[de]
  1. Fahrgasttisch, insbesondere für Schienenfahrzeuge, der eine gegenüber einer Fahrzeugwand (1) gehaltene Tischplatte (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte (2) mit Hilfe einer Hebevorrichtung (3) in ihrer Höhe stufenlos verstellbar ist.
  2. Fahrgasttisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtung (3) durch eine blockierbare Gasdruckfeder (3') gebildet ist.
  3. Fahrgasttisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte (2) in Richtung auf die Fahrzeugwand (1) hochschwenkbar ist, wobei die Tischplatte (2) in ihren beiden Schwenk-Endstellungen durch einen Gasdruckdämpfer (4) fixiert wird, der außerdem bei den Schwenkbewegungen der Tischplatte (2) eine bremsende Funktion ausübt.






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