Die vorliegende Erfindung betrifft ein Riegelwerk für einen Sicherheitsschrank.
Derartige Sicherheitsschränke werden vorzugsweise bei Geldautomaten
eingesetzt, wobei innerhalb des Sicherheitsschrankes nicht nur die Kassette mit
den Geldscheinen, sondern der gesamte Geldautomat enthalten ist. Dabei wird das
Riegelwerk zum Verschließen der Tür des Sicherheitsschrankes aus vielen Einzelteilen
zusammengeschweißt und -geschraubt, so dass hier vergleichsweise hohe Kosten auftreten.
Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
ein kostengünstig herzustellendes und einfach zu montierendes Riegelwerk für einen
Sicherheitsschrank zu schaffen.
Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Riegelwerk
gemäß den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen
dieses Riegelwerkes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildetes Riegelwerk hat den
Vorteil der Reduzierung des Riegelwerkes auf zwei Platten, nämlich eine Grundplatte
und eine Riegelplatte. Dies erleichtert die Fertigung ungemein, da hierdurch der
Zusammenbau der eigentlichen Riegelplatte aus mehreren Einzelteilen vermieden wird.
Analoges gilt für die Grundplatte. Neben der einfachen Fertigung der jeweiligen
Platten ist auch die Montage zu einem kompletten Riegelwerk sehr einfach, da die
lediglich zwei Teile zusammengefügt werden brauchen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist an der Grundfläche eine Führungsfläche
ausgebildet, die Führungsöffnungen für jedes Riegelelement aufweist. Hierdurch wird
die nur eine Riegelplatte zuverlässig in der gewünschten Position geführt, so dass
die Riegelelemente sicher in die dafür vorgesehenen Öffnungen im Rahmen des Sicherheitsschrankes
eingreifen.
In einer bevorzugten Weiterbildung wird die Führungsfläche durch Abkanten
eines entsprechenden Abschnittes der Grundplatte gebildet. Ein solches Abkanten
kann heutzutage maschinell durchgeführt werden, so dass hierdurch die Fertigungskosten
für die gesamte Grundplatte bzw. für das gesamte Riegelwerk gering gehalten werden.
In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist an der Riegelplatte
mindestens eine Feststellfläche ausgebildet, an der eine Öffnung zur Aufnahme eines
Feststelleelementes vorgesehen ist. In diese Öffnung kann ein als Schlosszuge ausgebildetes
Feststellelemente einfach und zuverlässig eingreifen, um die Riegelplatte in der
verriegelten Position zu fixieren.
In einer bevorzugten Weiterbildung ist diese Feststellfläche durch
Abkanten eines entsprechenden Abschnittes der Riegelplatte gebildet. Da das Abkanten
heutzutage automatisiert ausgeführt wird, können hierdurch die Fertigungskosten
für eine solche Riegelplatte gering gehalten werden.
In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist das Riegelelement
stufenförmig ausgebildet. Hierdurch wird erreicht, dass das Riegelelement zwei unterschiedliche
Eingrifftiefen aufweist. Somit kann das Riegelelement auch in der im Rahmen vorgesehenen
Öffnung nochmals geführt werden und greift dennoch so tief in den Rahmen ein, dass
ein unbefugtes Öffnen zuverlässig verhindert wird.
Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Riegelwerkes ergeben sich aus
der beigefügten Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso
können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die
erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen,
sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigen:
1 eine Frontansicht eines erfindungsgemäßen
Riegelwerkes;
2 eine Frontansicht einer Grundplatte
des Riegelwerkes gemäß 1;
3 eine Seitenansicht der Grundplatte gemäß
2;
4 eine Frontansicht einer Riegelplatte
des Riegelwerkes gemäß 1;
5 eine Seitenansicht der Riegelplatte
gemäß 4.
In den 1 bis 5
ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Riegelwerkes dargestellt, welches
eine Grundplatte 10 und eine Riegelplatte 12 umfasst. Sowohl
die Grundplatte 10, als auch Riegelplatte 12 sind einstückig ausgebildet.
Die Grundplatte 10 weist einige Öffnungen 14 zur
Befestigung der Grundplatte 10 an einem Sicherheitsschrank auf. Des Weiteren
umfasst die Grundplatte 10 eine senkrecht zur Grundplatte 10 ausgebildete
Führungsfläche 16, in der drei längliche Führungsöffnungen 18
ausgebildet sind. Diese Führungsfläche 16 wird durch Abkanten eines Teils
der Grundplatte 10 gebildet, wobei die Führungsplatte 16 senkrecht
zur Grundplatte 10 ausgebildet ist.
Die Riegelplatte 12 umfasst drei gleichgroße und gleichgeformte
Riegelelemente 20, die jeweils beabstandet zueinander ausgebildet sind.
Des Weiteren umfasst die Riegelplatte 12 Langlöcher 22 zur verschiebbaren
Befestigung der Riegelplatte 12 an der Grundplatte 10 und zwei
Feststellflächen 24 mit je einer Öffnung 26 zur Aufnahme eines
an der Grundplatte 10 gehaltenen Feststellelementes 28. Mit diesem
Feststellelement 28 wird die Riegelplatte 12 in der verriegelten
Position fixiert, so dass anschließend ein unbefugtes Öffnen des Riegelwerkes nicht
mehr möglich ist.
An einer einem hier nicht dargestellten Rahmen des Sicherheitsschrankes
zugewandten Seite des Riegelelementes 20 ist etwa mittig ein Vorsprung
30 ausgebildet. Hierdurch wird das Riegelelement stufenförmig
und kann somit zuverlässiger und tiefer in den Rahmen des Sicherheitsschrankes eingreifen.
Zur Montage des Riegelwerkes ist es lediglich erforderlich, die Grundplatte
10 mit entsprechenden Schrauben an einer hier nicht dargestellten Tür des
Sicherheitsschrankes anzubringen. Anschließend werden die anderen Bauteile, wie
beispielsweise die als Feststellelement 28 ausgebildete Schlosszuge, montiert.
Anschließend wir die Riegelplatte 12 mit ihren drei Riegelelementen
20 in die Führungsöffnungen 18 der Führungsfläche 16
eingeführt und anschließend über die Langlöcher 22 verschiebbar an der
Grundplatte 10 befestigt. Diese ebenfalls einstückig ausgebildete Riegelplatte
12 ist nunmehr in der Führungsfläche 16 geführt und kann somit
zuverlässig innerhalb des Riegelwerkes bewegt werden. Die beiden durch Abkanten
entsprechender Teile der Riegelplatte 12 gebildeten Feststellflächen
24 nehmen in ihren Öffnungen 26 immer dann die Feststellelemente
28 auf, wenn die Riegelplatte 12 in ihren verriegelten Zustand
ausgefahren ist. Hierdurch wird die Riegelplatte 12 in dieser Position
gesichert.
Bezugszeichenliste:
10
- Grundplatte
12
- Riegelplatte
14
- Öffnung
16
- Führungsfläche
18
- Führungsöffnung
20
- Riegelelement
22
- Langloch
24
- Feststellfläche
26
- Öffnung
28
- Feststellelement
30
- Vorsprung