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Dokumentenidentifikation DE20314453U1 15.01.2004
Titel Riegelwerk für einen Sicherheitsschrank, insbesondere eines Geldautomaten
Anmelder format Tresorbau GmbH & Co. KG, 37235 Hessisch Lichtenau, DE
Vertreter Walther, Walther & Hinz, 34130 Kassel
DE-Aktenzeichen 20314453
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.01.2004
Registration date 04.12.2003
Application date from patent application 16.09.2003
IPC-Hauptklasse E05G 1/04
IPC-Nebenklasse E05B 35/12   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Riegelwerk für einen Sicherheitsschrank.

Derartige Sicherheitsschränke werden vorzugsweise bei Geldautomaten eingesetzt, wobei innerhalb des Sicherheitsschrankes nicht nur die Kassette mit den Geldscheinen, sondern der gesamte Geldautomat enthalten ist. Dabei wird das Riegelwerk zum Verschließen der Tür des Sicherheitsschrankes aus vielen Einzelteilen zusammengeschweißt und -geschraubt, so dass hier vergleichsweise hohe Kosten auftreten.

Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein kostengünstig herzustellendes und einfach zu montierendes Riegelwerk für einen Sicherheitsschrank zu schaffen.

Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Riegelwerk gemäß den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Riegelwerkes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildetes Riegelwerk hat den Vorteil der Reduzierung des Riegelwerkes auf zwei Platten, nämlich eine Grundplatte und eine Riegelplatte. Dies erleichtert die Fertigung ungemein, da hierdurch der Zusammenbau der eigentlichen Riegelplatte aus mehreren Einzelteilen vermieden wird. Analoges gilt für die Grundplatte. Neben der einfachen Fertigung der jeweiligen Platten ist auch die Montage zu einem kompletten Riegelwerk sehr einfach, da die lediglich zwei Teile zusammengefügt werden brauchen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist an der Grundfläche eine Führungsfläche ausgebildet, die Führungsöffnungen für jedes Riegelelement aufweist. Hierdurch wird die nur eine Riegelplatte zuverlässig in der gewünschten Position geführt, so dass die Riegelelemente sicher in die dafür vorgesehenen Öffnungen im Rahmen des Sicherheitsschrankes eingreifen.

In einer bevorzugten Weiterbildung wird die Führungsfläche durch Abkanten eines entsprechenden Abschnittes der Grundplatte gebildet. Ein solches Abkanten kann heutzutage maschinell durchgeführt werden, so dass hierdurch die Fertigungskosten für die gesamte Grundplatte bzw. für das gesamte Riegelwerk gering gehalten werden.

In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist an der Riegelplatte mindestens eine Feststellfläche ausgebildet, an der eine Öffnung zur Aufnahme eines Feststelleelementes vorgesehen ist. In diese Öffnung kann ein als Schlosszuge ausgebildetes Feststellelemente einfach und zuverlässig eingreifen, um die Riegelplatte in der verriegelten Position zu fixieren.

In einer bevorzugten Weiterbildung ist diese Feststellfläche durch Abkanten eines entsprechenden Abschnittes der Riegelplatte gebildet. Da das Abkanten heutzutage automatisiert ausgeführt wird, können hierdurch die Fertigungskosten für eine solche Riegelplatte gering gehalten werden.

In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist das Riegelelement stufenförmig ausgebildet. Hierdurch wird erreicht, dass das Riegelelement zwei unterschiedliche Eingrifftiefen aufweist. Somit kann das Riegelelement auch in der im Rahmen vorgesehenen Öffnung nochmals geführt werden und greift dennoch so tief in den Rahmen ein, dass ein unbefugtes Öffnen zuverlässig verhindert wird.

Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Riegelwerkes ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigen:

1 eine Frontansicht eines erfindungsgemäßen Riegelwerkes;

2 eine Frontansicht einer Grundplatte des Riegelwerkes gemäß 1;

3 eine Seitenansicht der Grundplatte gemäß 2;

4 eine Frontansicht einer Riegelplatte des Riegelwerkes gemäß 1;

5 eine Seitenansicht der Riegelplatte gemäß 4.

In den 1 bis 5 ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Riegelwerkes dargestellt, welches eine Grundplatte 10 und eine Riegelplatte 12 umfasst. Sowohl die Grundplatte 10, als auch Riegelplatte 12 sind einstückig ausgebildet.

Die Grundplatte 10 weist einige Öffnungen 14 zur Befestigung der Grundplatte 10 an einem Sicherheitsschrank auf. Des Weiteren umfasst die Grundplatte 10 eine senkrecht zur Grundplatte 10 ausgebildete Führungsfläche 16, in der drei längliche Führungsöffnungen 18 ausgebildet sind. Diese Führungsfläche 16 wird durch Abkanten eines Teils der Grundplatte 10 gebildet, wobei die Führungsplatte 16 senkrecht zur Grundplatte 10 ausgebildet ist.

Die Riegelplatte 12 umfasst drei gleichgroße und gleichgeformte Riegelelemente 20, die jeweils beabstandet zueinander ausgebildet sind. Des Weiteren umfasst die Riegelplatte 12 Langlöcher 22 zur verschiebbaren Befestigung der Riegelplatte 12 an der Grundplatte 10 und zwei Feststellflächen 24 mit je einer Öffnung 26 zur Aufnahme eines an der Grundplatte 10 gehaltenen Feststellelementes 28. Mit diesem Feststellelement 28 wird die Riegelplatte 12 in der verriegelten Position fixiert, so dass anschließend ein unbefugtes Öffnen des Riegelwerkes nicht mehr möglich ist.

An einer einem hier nicht dargestellten Rahmen des Sicherheitsschrankes zugewandten Seite des Riegelelementes 20 ist etwa mittig ein Vorsprung 30 ausgebildet. Hierdurch wird das Riegelelement stufenförmig und kann somit zuverlässiger und tiefer in den Rahmen des Sicherheitsschrankes eingreifen.

Zur Montage des Riegelwerkes ist es lediglich erforderlich, die Grundplatte 10 mit entsprechenden Schrauben an einer hier nicht dargestellten Tür des Sicherheitsschrankes anzubringen. Anschließend werden die anderen Bauteile, wie beispielsweise die als Feststellelement 28 ausgebildete Schlosszuge, montiert. Anschließend wir die Riegelplatte 12 mit ihren drei Riegelelementen 20 in die Führungsöffnungen 18 der Führungsfläche 16 eingeführt und anschließend über die Langlöcher 22 verschiebbar an der Grundplatte 10 befestigt. Diese ebenfalls einstückig ausgebildete Riegelplatte 12 ist nunmehr in der Führungsfläche 16 geführt und kann somit zuverlässig innerhalb des Riegelwerkes bewegt werden. Die beiden durch Abkanten entsprechender Teile der Riegelplatte 12 gebildeten Feststellflächen 24 nehmen in ihren Öffnungen 26 immer dann die Feststellelemente 28 auf, wenn die Riegelplatte 12 in ihren verriegelten Zustand ausgefahren ist. Hierdurch wird die Riegelplatte 12 in dieser Position gesichert.

Bezugszeichenliste: 10 Grundplatte 12 Riegelplatte 14 Öffnung 16 Führungsfläche 18 Führungsöffnung 20 Riegelelement 22 Langloch 24 Feststellfläche 26 Öffnung 28 Feststellelement 30 Vorsprung

Anspruch[de]
  1. Riegelwerk für einen Sicherheitsschrank, insbesondere eines Geldautomaten, gekennzeichnet durch eine einzige Grundplatte (10) und eine einzige, parallel zur Grundplatte (10) angeordnete und verschiebbar an dieser gehaltene Riegelplatte (12), wobei an der Riegelplatte (12) mehrere, vorzugsweise drei, Riegelelemente (20) ausgebildet sind.
  2. Riegelwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine an der Grundplatte (10) ausgebildete Führungsfläche (16) mit je einer Führungsöffnung (18) für jedes Riegelelement (20).
  3. Riegelwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche (16) durch Abkanten eines entsprechenden Abschnittes der Grundplatte (10) gebildet ist.
  4. Riegelwerk nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine an der Riegelplatte (12) ausgebildete Feststellfläche (24) mit einer Öffnung (26) zur Aufnahme eines Feststellelementes (28).
  5. Riegelwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellfläche (24) durch Abkanten eines entsprechenden Abschnittes der Riegelplatte (12) gebildet ist.
  6. Riegelwerk nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelelement (20) stufenförmig ausgebildet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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