Hintergrund der Erfindung
Bereich der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Veredlungsmaschine für schlauchförmige
Wirkwaren, und insbesondere einen zylindrischen, ringförmigen Verdichter und einen
Extraktor.
In Zusammenhang (mit der Erfindung) stehender Stand der
Technik
Bei der Veredlung von schlauchförmigen Wirkwaren werden Verdichter
und Extraktoren verwendet. Extraktoren werden verwendet, um eine Hülse aus schlauchförmiger
Wirkware auszupressen oder auszufüllen, um die von anderen Veredlungsprozessen (z.
B. Färben, Waschen) noch in dem Gewebe zurückbehaltene Flüssigkeit auszupressen.
Ein Verdichter wird verwendet, um die Maschen im Gewebe zu straften, indem ein Verfahren
zu Verdichtung der Gewebehülse in Längsrichtung eingesetzt wird.
Herkömmliche Verdichter und Extraktoren verwenden, wie in
1 dargestellt ist, ein Paar Walzen 100,
102, welche eine Klemmstelle abgrenzen, durch welche eine endlose Hülse
aus schlauchförmiger Wirkware 104 zugeführt wird. Als Ergebnis des Veredlungsverfahrens,
welches diese Vorrichtungen vom Stand der Technik verwendet, werden in der schlauchförmigen
Hülse aus Gewebe 104 bleibende Falten geformt. Die bleibenden Falten
106, 108 schränken ein, wie das Veredlungsgewebe 104
verwendet werden kann, weil die Falten permanent sind und aus dem veredelten Produkt
nicht entfernt werden können.
In der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 014 787 ist ein Extraktor
offenbart, welcher einen Ring 20 mit einer Vielzahl von Schlitzen
7 aufweist, die in einer inneren Oberfläche derselben angeordnet sind (siehe
5). Eine schlauchförmige Wirkware 104 wird mit einer bestimmten
Länge durch diesen Ring 20 durchgeführt, und es wird an die Schlitze
7 ein Vakuum angelegt, um Flüssigkeit aus der schlauchförmigen Wirkware
zu extrahieren. Es wird ein Gehäuse 32 offenbart, um das Gewebe in dem
Bereich des Rings 20 auszubreiten (siehe 9).
In dem US-Patent US-A 3 501 818 ist eine Extraktoranordnung, die bei
schlauchförmigem Gewebe verwendet wird, offenbart. Die Extraktoranordnung enthält
eine kreisförmige Innenwalze 2 und eine kreisförmige Außenwalze
3 (siehe die 1, 2),
die Extraktion wird durch Pressen der schlauchförmigen Wirkware zwischen dieser
kreisförmigen Innenwalze 2 und der kreisförmigen Außenwalze 3
erreicht.
Verschiedene Vorrichtungen vom Stand der Technik wurden entwickelt,
bei denen schlauchförmige Formkerne verwendet wurden, aber diese Vorrichtungen waren
im Wesentlichen auf die Verfahrensschritte Strecken oder Schneiden einer schlauchförmigen
Wirkware beschränkt. Keine dieser Vorrichtungen kann an die Extraktions- oder Komprimierverfahren
angepasst werden, welche bei der Veredlung von schlauchförmiger Wirkware erforderlich
ist.
Folglich besteht im Stand der Technik ein Bedarf an einer Vorrichtung
und einem Verfahren zum Durchführen von Extraktion und Verdichtung an schlauchförmiger
Wirkware, welche in dem veredelten Produkt keine permanenten Randfalten erzeugen.
Zusammenfassung der Erfindung
Um die Nachteile der im Stand der Technik bekannten Verdichter und
Extraktoren zu überwinden, bei denen herkömmliche Walzen verwendet werden, wählt
die vorliegende Erfindung einen völlig anderen Lösungsweg durch Verwendung eines
zylindrisch geformten Formkerns als Öffner und Ausbreitet der Wirkware aus einer
Seilform und als Träger. Der Formkern ist innerhalb der Hülse einer schlauchförmigen
Wirkware angeordnet und behält die Schlauchform des Gewebes während der Extraktions-
und Verdichtungsverfahren bei. Das Gewebe und den Formkern umhüllt ein schlauchförmiges
Ringelement mit größerem Durchmesser, welches das Gewebe gegen den Formkern presst,
um die Extraktions- und Verdichtungsverfahren durchzuführen. Das Ringelement erstreckt
sich auf eine bestimmte Strecke in der Längsrichtung des Weges der Wirkware und
besitzt einen Mechanismus, wie eine Verengung, um den Formkern in Position zu halten.
Ein Seil aus einem schlauchförmigen Gewebe wird über ein Endlosförderband
oder einen Riemen, der aus einem flexiblen Material hergestellt ist, wie beispielsweise
aus Gummi, in die den Formkern und den Ring umfassenden Anordnung geführt. Wenn
das Gewebe dem Formkern zugeführt worden ist, umgibt eine obere Oberfläche des Riemenmaterials
das Gewebe, während die untere Oberfläche des Riemenmaterials mit der inneren Oberfläche
des Ringelements in Kontakt kommt. Der Formkern, die untere Oberfläche des Riemenmaterials
und die innere Oberfläche des Ringelements sind mit weichen Oberflächen hergestellt,
um zwischen diesen einen reibungsfreien Gleitkontakt zu bilden.
Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden Beschreibung der Endung offensichtlich, welche auf die anhängenden
Zeichnungen Bezug nimmt.
Kurze Beschreibung der Figuren
Zur Veranschaulichung der Erfindung ist in den Figuren eine derzeit
bevorzugte Ausführungsform gezeigt, es ist jedoch selbstverständlich, dass die Erfindung
nicht auf die gezeigte genaue Anordnung und apparative Ausstattung begrenzt ist.
1 ist ein Diagramm eines dem Stand der
Technik bekannten Verdichters/Extraktors, welcher zwei Walzen verwendet, die eine
Klemmstelle bilden;
2 ist ein Querschnitt von 1
des veredelten Gewebes, wie es einen dem Stand der Technik bekannten Verdichter/Extraktor
verlässt;
3 ist eine erfindungsgemäße perspektivische Ansicht
der Veredelungsmaschine;
4 ist ein erfindungsgemäßer Grundriss der Veredelungsmaschine;
5 ist eine erfindungsgemäße Aufrissansicht der Veredelungsmaschine;
6 ist eine erfindungsgemäße Endansicht der Veredelungsmaschine;
7 zeigt die Veredelungsmaschine mit einer schlauchförmigen
Wirkware von bestimmter Länge darauf;
8 ist eine Querschnittansicht von 7;
und
9 ist ein erfindungsgemäßes, alternatives Ausführungsbeispiel
des Formkerns.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
Nun zu den Zeichnungen, in welchen gleiche Positionszahlen gleiche
Elemente anzeigen, wo in 3 eine perspektivische Ansicht des Verdichters/Extraktors
200 der vorliegenden Erfindung gezeigt ist.
Der Verdichter/Extraktor 200 umfasst einen Rahmen
205, welcher aus Schienen und Gerätefüßen konstruiert ist, wobei dieser
als Träger dient. Der Rahmen 205 ist vorzugsweise aus rostfreiem Stahl
hergestellt, um ein Rosten des Rahmens zu verhindern. Zwei Paar Schienen
207 werden vom Gefüge 205 getragen, um die den Formkern
220 und den Ring 210 umfassenden Anordnung darauf zu befestigen.
Der Ring 210 ist über klappbare Flansche 211 und Verriegelungsflansche
(nicht gezeigt) an der anderen Seite des Rings 210 an den Schienen
207 angebracht. Wie in den nachfolgenden Figuren gezeigt ist, ist der Ring
210 aus zwei Hälften konstruiert, einer oberen Hälfte und einer unteren
Hälfte, welche zu der Ausführung kombiniert sind, die in 3 dargestellt
ist, nur nachdem der Formkern 220 und der Riemen 225 in diesen
eingefügt worden sind. Wie nachfolgend dargestellt ist, kann im Arbeitsverlauf die
zu veredelnde schlauchförmige Wirkware manuell in den Formkern 220 eingefädelt
werden und sich durch den zusammengebauten Ring 210 durch die Bewegung
des Riemens 225 selbst einfädeln. Die zwei Hälften des Rings
210 sind beispielsweise durch Bolzenscharniere oder andere geeignete Befestigungsmittel
miteinander verbunden.
An den Enden des Rahmens 205 sind Antriebswalzen
230 und 235 befestigt. Diese Walzen 230 und
235 sind drehbar befestigt und werden von einem entsprechenden Motor oder
von Motoren 270, 272 (4) angetrieben. Wie unten
ausführlicher beschrieben ist, dienen die Walzen 230 und 235 zum
Antreiben des Riemens 225, welcher wiederum die schlauchförmige Wirkware
in die den Formkern 220 und den Ring 210 umfassenden Anordnung
befördert. Die Walzen 230 und 235 können in Abhängigkeit vom jeweiligen
durchgeführten Arbeitsgang synchron oder asynchron angetrieben werden.
Nun zu 4, in welcher in Ring 210 eine Verengung
215 geformt ist, um einen Formkern 220 in seiner exakten Position
in Ring 210 zu halten. Der Formkern 220 hat eine Verengung, welche
der Verengung 215 in Ring 210 entspricht. Ohne die Verengung
215 würde der Formkern 220 von dem Riemen 225 in dessen
Beförderungsrichtung, die durch den Pfeil A angezeigt ist, transportiert
werden. Zum Festhalten eines Formkerns 220 in Ring 210 können
auch andere Mechanismen verwendet werden, beispielsweise dass das distale Ende
212 des Rings 210 einen kleineren Durchmesser aufweist, als das
proximale Ende 211. In einem solchen Ausführungsbeispiel ist der Formkern
220 so geformt, dass sein Durchmesser geringer als der Durchmesser des
proximalen Endes 211 des Rings 210 ist. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung sind der Formkern 220 und das proximale Ende
211 des Rings 210 im Wesentlichen kreisförmig im Querschnitt.
Formkern 220 und Ring 210 werden vorzugsweise aus rostfreiem Stahl
hergestellt, um ein Rosten zu verhindern.
Wie in 4 ebenfalls dargestellt ist, hat der Riemen
225 zwei Oberflächen, eine obere Oberfläche 227, welche mit der
schlauchförmigen Wirkware in Kontakt kommt, wenn sie einen Verdichter/Extraktor
erreicht, und eine untere Oberfläche 228, welche eine innere Oberfläche
des Rings 210 an dem Punkt berührt, wo die schlauchförmige Wirkware und
der Riemen 225 an die den Formkern 220 und den Ring
210 umfassenden Anordnung gelangen. Die untere Oberfläche 228
des Riemens 225 ist mit der Innenfläche des Rings 210 in Gleitkontakt
und hat folglich einen geringen Reibungskoeffizienten.
5 ist eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Verdichters/Extraktors
200, wobei ein Teil des Riemens 225 und des Rings 210 abgeschnitten
sind, so dass der Formkern 220 in seiner Arbeitsposition gezeigt wird.
Wiederum ist die Verengung 215 in dem Ring 210 gezeigt, wie sie
mit einer entsprechenden Verengung in dem Formkern 220 zusammenwirkt, um
den Formkern 220 in seiner korrekten Position zu halten. Obwohl die Länge
des Rahmens 205 verändert werden kann, ist der Rahmen 205 in einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel ungefähr 7,62 Meter (25 Fuß) lang. In einem
alternativen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind zwei den Formkern
220 und den Ring 210 umfassende Anordnungen an nur einem Rahmen
befestigt. Die erste den Formkern 220 und den Ring 210 umfassende
Anordnung führt eine Extraktion an der schlauchförmigen Wirkware durch, während
die zweite den Formkern 220 und den Ring 210 umfassende Anordnung
einen Verdichtungsarbeitsverlauf ausführt. In einem solchen Ausführungsbeispiel
ist der Rahmen 205 15,24 m bis 30,48 m (fünfzig bis einhundert Fuß) lang.
Dieses alternative Ausführungsbeispiel würde auch ein Trocknergehäuse zum Trocknen
des Gewebes nach dem Extraktionsprozess und zwei verschiedene Riemen 225
mit unterschiedlicher Härte für die Extraktions- und Verdichtungsverfahren aufweisen.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Formkern
220 ungefähr 3,048 m (zehn Fuß) lang und hat einen maximalen Durchmesser
von 101,6 cm (vierzig Zoll). Der Ring 210 ist ungefähr 1,2192 m (vier Fuß)
lang und hat einen maximalen Durchmesser, der genügend groß ist, um sich an einen
Formkern 200, die Dicke des Riemens 225 und die Dicke der schlauchförmigen
Wirkware, die verarbeitet wird, anzupassen. Dieser Durchmesser ist ungefähr 1,27
cm bis 3,81 cm (ein halbes Zoll bis eineinhalb Zoll) größer als der Durchmesser
von dem Formkern 220.
Die Durchmesser von Formkern 220 und Ring 210 sind
so eingestellt, dass sie an den Durchmesser der Art der zu verarbeitenden schlauchförmigen
Wirkware angepasst sind. Wenn beispielsweise der Durchmesser des Gewebes 76,2 cm
(dreißig Zoll) ist, sollte der Formkern 220 einen Durchmesser von ungefähr
76,2 cm (dreißig Zoll) haben, und der Ring 210 sollte nur geringfügig größer
sein. Für die tatsächlichen Herstellungsarbeitsgänge können Formkerne
220 und Ringe 210 mit einstellbarem Durchmesser bereitgestellt
werden, oder es können mehrere verschieden große Formkerne 220 und Ringe
210 zu Verfügung gestellt werden, die am Rahmen 205 montiert werden
können. Ferner müssen verschieden breite Riemen 225 bereitgestellt werden,
um Gewebe mit unterschiedlichem Durchmesser aufzunehmen. In einem Ausführungsbeispiel
kann der Rahmen 205 verschiedene Schienenpaare 207 haben, um die
den Formkern 220 und den Ring 210 umfassende Anordnungen mit unterschiedlichem
Durchmesser anzubringen.
In dem alternativen Ausführungsbeispiel, das in 9
dargestellt ist, ist der Ring 210' in einer stumpfkegeligen Form ausgebildet.
In diesem Ausführungsbeispiel ist das Frontende 300 des Rings
210' groß genug, um den eintretenden Riemen 225 und die zu verarbeitende
schlauchförmige Wirkware aufzunehmen (siehe 8), während das Hinterende
310 solch einen Durchmesser aufweist, dass der Formkern 220 (siehe
8) nicht zusammen mit dem Riemen 225 und dem Gewebe aus
dem Ring 210' herausgezogen wird. In diesem Ausführungsbeispiel braucht
der Formkern 220, im Gegensatz zu jenem in 8 dargestellten,
keine Verengungen, wie sie beim Formkern, der in Verbindung mit dem in jener Figur
dargestellten Ring 210 verwendet wird, verlangt werden. Der Durchmesser
von Ring 210 am Frontende 300 ist ungefähr 1,27 cm bis 3,81 cm
(ein halbes Zoll bis eineinhalb Zoll) größer als der Durchmesser des Formkerns
220, und die Länge beträgt ungefähr 1,2192 Meter (vier Fuß).
6 ist eine Rückansicht des erfindungsgemäßen Verdichters/Extraktors
200. Ein Teil des Riemens 225 wurde weggeschnitten, so dass die Walze
230 gezeigt wird. Wie in dieser Ansicht gezeigt ist, hat das distale Ende
des Formkerns 220 einen kreisförmigen Querschnitt, obwohl diese Eigenschaft
für die Funktion des Verdichters/Extraktors 200 nicht essentiell ist. Das distale
Ende des Formkerns 220, welches außerhalb des Rings ist, kann im Wesentlichen
irgendeine gewünschte Form haben. In dem in 6 dargestellten bevorzugten
Ausführungsbeispiel ist die Form kreisförmig und hat ungefähr den gleichen Durchmesser,
wie der maximale Durchmesser des Formkerns 220. Diese Form ist erwünscht,
um die Form der schlauchförmigen Wirkware beizubehalten, wenn sie den Ring
210 verlässt. In einem alternativen Ausführungsbeispiel kann das nächstgelegene
Ende des Formkerns 220 einen größeren Durchmesserquerschnitt haben, um
eine schlauchförmige Wirkware transversal zu dehnen, nachdem sie herausgezogen wurde.
Ferner kann der Formkern 220 erwärmt werden, um bei der Extraktion und
dem Trocknungsprozess zu helfen.
Die 7 und 8 stellen den
Verdichter/Extraktor 200 der vorliegenden Erfindung dar, wenn sie sich im momentanen
Arbeitsverlauf befinden. 7 ist eine ähnliche Ansicht wie
4, außer dass ein Stück einer schlauchförmigen Wirkware dem Verdichter/Extraktor
200 zugeführt worden ist. 8 ist ein Querschnitt von 7
in dem Bereich von Formkern 220 und Ring 210.
Wie in 7 zu sehen ist, wird ein schlauchförmiges
Wirkwarenmaterial 300 zunächst dem Riemen 225 zugeführt. Wenn
der Verdichter/Exraktor 200 für einen Extraktionsarbeitsverlauf verwendet
wird, ist das Gewebe 300 höchstwahrscheinlich in Seilform und ist mit Flüssigkeit
getränkt. In der Anfangseinrichtung des Verdichters/Extraktors 200 wird
das Gewebe dem distalen, konischen Ende des Formkerns 200 zugeführt und
durch die Bewegung des Riemens 225 durch den Ring 210 befördert.
Wie in 8 gezeigt ist, erzeugt der Verdichter/Extraktor
200 der vorliegenden Erfindung, wenn er im Arbeitsverlauf ist, im Wesentlichen eine
übereinandergeschichtete Anordnung, welche von oben nach unten aus Ring
210, Riemen 225, Gewebe 300, Formkern 220, Gewebe
300, Riemen 225, und der Unterseite des halben Rings
210 besteht. Sobald die Walzen 230, 235 (siehe
3) angetrieben werden, bewegt sich der Riemen 225 in der
Richtung von Pfeil A. Infolge der Reibung zwischen Gewebe 300 und Riemen
225 wird das Gewebe 300 zusammen mit dem Riemen 225 durch
die den Formkern 220 und den Ring 210 umfassenden Anordnung befördert.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann die vorliegende Erfindung
entweder als Verdichter oder als Extraktor verwendet werden. Wenn sie in dem Extraktormodus
verwendet wird, so wird der Druck, welchen der Ring 210 auf den Riemen
225 und das Gewebe 300 ausübt, die Flüssigkeit aus dem Gewebe
300 auspressen. Der Riemen 225 in einem Extraktor
200 ist aus einem relativ harten Gummimaterial mit einer Härte von z. B.
85 bis 90 Durometer hergestellt. Der Formkern 220 bildet die Träger, gegen
welche der Ring 210 diesen Druck ausübt. Da das Gewebe 300 das
Element mit dem höchsten Grad an Kompressibilität ist, wird es dazu tendieren, sich
zu verdichten, und dadurch wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe 300 ausgepresst.
Der Ring 210 und der Formkern 220 bilden an dem Punkt A in
8 im Wesentlichen eine Klemmstelle zum Auspressen des Wassers aus
dem Gewebe 300.
Durch Einstellen des Abstands, des Spalts zwischen der inneren Oberfläche
des Rings 210 und dem Formkern 220, kann die Stärke der Kompression
und folglich das Ausmaß der Extraktion des Gewebes 300 eingestellt werden.
In dem Extremfall der Kompression können sich der Riemen 225 und das darüber
liegende Gewebe 300 nicht durch die den Formkern 220 und den Ring
210 umfassende Anordnung bewegen. Im anderen Extremfall der Kompression
wird auf den Riemen 225 oder das Gewebe 300 wenig bis gar keine
Kraft ausgeübt und daher keine Flüssigkeit ausgepresst. Zwischen diesen zwei Extremen
gibt es einen Kompressionswert, welcher die geeignete Stärke des Auspressens des
Gewebes 300 bereitstellen wird. In einem Ausführungsbeispiel des Extraktors
der vorliegenden Erfindung liegt das Vorderende des Formkerns 220 tiefer
als das Hinterende, um der ausgepressten Flüssigkeit zu ermöglichen, von der Maschine
abzufließen.
Wie vorstehend dargelegt, kann die vorliegende Erfindung entweder
als Verdichter oder als Extraktor verwendet werden. Wenn sie als Verdichter verwendet
wird, ist die Funktion der den Formkern 220 und den Ring 210 umfassenden
Anordnung, die Maschen in der Wirkware in Längsrichtung zu spannen. Eine Verdichtung
wird durch die vorliegende Erfindung durch Antreiben der Walze 235 mit
einer geringfügig höheren Geschwindigkeit als jener der Walze 230 erreicht.
Der Unterschied bei den Geschwindigkeiten führt zur Bündelung und daher zum Zuführen
von Gewebe 300 in die den Formkern 220 und den Ring
210 umfassenden Anordnung. Da das Gewebe 300 in die Lücke zwischen
dem Formkern 220 und dem Ring 210 gepresst wird, werden die Maschen
in dem Gewebe 300 zusammengedrückt, so dass dadurch das Gewebe
300 in der Länge schrumpft. Die immer enger schraffierten Linien in dem
in 8 dargestellten Gewebe 300 veranschaulichen diese Verdichtung
der Maschen in dem Gewebe 300. Wenn der Riemen 225 als Verdichter
verwendet wird, ist er vorzugsweise aus einem Material mit einer größeren Kompressibilität
hergestellt als der Riemen 225, der für den Extraktionsprozess verwendet
wird.
Wie bei Fachleuten bekannt ist, kann bei schlauchförmiger Wirkware
300 vor deren Eintritt in die den Formkern 220 und den Ring
210 umfassenden Anordnung Dampf angewendet werden. Wie beim Stand der Technik
liefert der Dampf Feuchtigkeit und Hitze an das Gewebe 300, um es während
des Komprimierverfahrens biegsamer zu machen. Unterhalb des Ausgangsendes des Rings
210 kann ein Messer oder eine andere Schneidevorrichtung angeordnet werden,
um das schlauchförmige Gewebe 300 abzuschneiden und seine Öffnungsbreite
auf eine gewünschte Größe zu bringen.
Es ist ohne Weiteres ersichtlich, dass die zylindrische Konstruktion
der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ermöglicht, die schlauchförmige Wirkware
in ihrer schlauchförmigen Form zu veredeln. Dies löst das größte Einzelproblem mit
den dem Stand der Technik bekannten Veredlungsmaschinen, nämlich die Erzeugung von
Falten in dem schlauchförmigen Gewebe durch Veredeln des Gewebes in flacher Form.
Die vorliegende Erfindung veredelt das schlauchförmige Gewebe, ohne irgendwelche
Falten zu erzeugen. Dieser Vorteil der vorliegenden Erfindung liefert eine enorme
Flexibilität für die Verwrendung der schlauchförmigen Wirkware, was früher beim
Stand der Technik unerreichbar war.
Obwohl die Anwendung der zylindrischen Maschine der vorliegenden Erfindung
hinsichtlich Extraktion und Verdichtung beschrieben worden ist, ist die Maschine
eine universelle Veredlungsmaschine und hat für alle Phasen des Veredelns eine Anwendungsmöglichkeit,
wie z. B. für ein Bleichen, Färben und Trocknen. Beispielsweise kann die zylindrische
Veredlungsmaschine der vorliegenden Erfindung in einem Färbeverfahren verwendet
werden, entweder durch Eintauchen in das Färbebad selbst oder durch Durchführen
des Färbens, während sich die schlauchförmige Wirkware in ihrem ausgebreiteten Zustand
auf dem Formkern 220 befindet. Dies hat deutliche Vorteile gegenüber dem
Stand der Technik, weil die bei dem Stand der Technik erzeugten Randfalten ein unbeständiges
Färben in dem Faltenbereich schaffen. In einem Färbeverfahren kann die den Formkern
220 und den Ring 210 umfassende Anordnung in einen Trockner eingeschlossen
werden. Das Ausbreiten des Gewebes auf dem Formkern 200 verringert die
Trockenzeit und wird, wie oben beschrieben, dem Gewebe nicht irgendwelche Randfalten
verleihen, wie sie von Veredlungsmaschinen des Stands der Technik erzeugt werden.
Der Riemen 225 kann auch aus einem porösen Material hergestellt sein, und
es kann auf der Außenseite ein Vakuum angelegt werden, um bei der Extraktion und
beim Trocknen des Gewebes zu helfen.
Obwohl die vorliegende Erfindung in Bezug auf bestimmte Ausführungsbeispiele
derselben beschrieben wurde, können für Fachleute viele weitere Variationen, Modifikationen
und andere Anwendungen offensichtlich sein. Folglich sollte die vorliegende Erfindung
nicht durch die hierin enthaltene spezifische Offenbarung begrenzt werden.