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Dokumentenidentifikation DE20314943U1 22.01.2004
Titel Wandtresor
Anmelder Kurella, Ingeborg, 24897 Ulsnis, DE
Vertreter Bülow, P., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anw., 17291 Prenzlau
DE-Aktenzeichen 20314943
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.01.2004
Registration date 11.12.2003
Application date from patent application 26.09.2003
IPC-Hauptklasse E05G 1/02
IPC-Nebenklasse E05G 1/024   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wandtresor für den Einbau in Wände oder sonstige Gebäudeteile. Der Wandtresor dient zur sicheren Aufbewahrung von hauptsächlich wertvollen Gegenständen und solchen Gegenständen oder Akten, die nur dem Besitzer bekannt sein sollen. Der Wandtresors schützt diese Gegenstände und Akten vor Diebstahl.

Da ein Wandtresor auch vorteilhaft und mit geringem Aufwand sicher in Wände eingebaut werden kann sind runde und rohrförmige Wandtresore bekannt, die mit Hilfe von rund gebohrten Ausnehmungen mit verschiedenen Befestigungsmethoden in Wände eingesetzt werden können.

Als Stand der Technik ist das DE GM 7630454 „ Einbautresor " bekannt, bei dem sich eine runde in einer Drehstellung verschließbare Tür bajonettartig mit dem Kopfgehäuse verriegeln läßt, wobei die Tür in einem Türgehänge gelagert ist, welches scharnierartig mit der Außenseite des Kopfgehäuses verbunden ist und um eine parallel zur Türebene verlaufende Achse schwenkbar ist.

Es ist auch in DE GM 297 02 061 ein „Rohrförmiger Safe für den Wandeinbau" beschrieben, der aus einem runden Rohr besteht und einen verschließbaren Deckel mit einem oder mehren Sicherheitsschlössern enthält.

In anderen Quellen sind Tresore beschrieben, bei denen die Türen mit meistens am Umfang der Tür verteilten Riegelstiften verschlossen werden, die durch einen Schließmechanismus bei geschlossener Tür aus dieser herausgleiten und in entsprechenden Ausnehmungen des Türrahmen so den Tresor verschließen.

Bei dem „ Einbautresor " gemäß dem DE GM 7630454 ist nachteilig, das die gesamte Tür zur Verriegelung des Einbautresors in die Bajonettverriegelung gedreht werden muß. Das ist schwergängig zu bewältigen. Desweiteren ist diese Art der Verriegelung aufwendig in der Herstellung, weil Bajonettverschlüsse nur in aufwendigen mechanischen Bearbeitungsverfahren herstellbar sind. Falls versucht wird den Einbautresor durch mechanische Gewalt zu öffnen gelingt dieses sobald der Bajonettverschluß gedreht oder zerstört ist, ohne das weitere selbständig wirkende Sicherheiten zur Wirkung kommen.

Der „Rohrförmiger Safe für den Wandeinbau" gemäß DE GM 297 02 061 hat die Nachteile, dass er lediglich mit Sicherheitsschlössern verschlossen ist. Falls versucht wird den rohrförmiger Safe für den Wandeinbau durch mechanische Gewalt zu öffnen gelingt dieses sobald die Sicherheitsschlösser zerstört sind, ohne das weitere selbständig wirkende Sicherheiten zur Wirkung kommen.

Tresore, bei denen die Türen mit meistens am Umfang der Tür verteilten Riegelstiften verschlossen werden, die durch einen Schließmechanismus bei geschlossener Tür aus dieser herausgleiten und in entsprechenden Ausnehmungen des Türrahmen so den Tresor verschließen sind deshalb nachteilig, weil sie kompliziert und aufwendig im Aufbau und Herstellung sind. Falls versucht wird diese Tresore durch mechanische Gewalt zu öffnen gelingt dieses sobald die Riegel zerstört sind, ohne das weitere selbständig wirkende Sicherheiten zur Wirkung kommen.

Aufgabe der Erfindung ist es einen Wandtresor zu schaffen, der mit einem einzigsten einfach aufgebautem Sicherheitsmittel verriegelbar ist und im Falle des Aufbruchsversuchs sich selbständig gegen weiteres Öffnen auch bei Zerstörung des Schließmechanismus sperrt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe zur Schaffung eines Wandtresor dadurch gelöst, dass dieser aus einem in einer Wand befindlichem rohrförmigen Gehäuserohr und damit verbundener Rückwand sowie einem Türflansch an der nach außen zeigenden Seite besteht, in der mittels eines Scharniers eine Tür passgenau eingeschwenkt ist. In einer Türnut, die sich um den Umfang der Tür erstreckt befindet sich ein im Durchmesser veränderlicher Sprengring und im Türflansch an dessen Innenseite deckungsgleich eine Flanschnut. Die Enden des Sprengrings, welche als zur Türmitte zeigendes Sprengringaugen ausgebildet sind winden sich um den Schließzapfen, der mit der Riegel verbunden ist. Der Riegel in einer Riegelführung befindet sich auf einer Durchmesserlinie da Tür und ist mit Hilfe des außen von der Tür zugänglichen Tresorschloßes durch die Riegelnut geführt. Der Riegelzapfen als Verbindung der Riegelftlhrung und des Tresorschloßes gleitet in der Riegelnut und läßt sich hin und her schieben, sofern das Tresorschloß nicht verschlossen ist.

Die Flanschnut an der Innenseite des Türflansches hat etwa die Tiefe der halben Dicke des Sprengrings und eine etwas größere Breite als die Dicke des Sprengrings. Die Flanschnut am Umfang der Tür hat eine etwas größere Tiefe als die Dicke des Sprengrings und eine etwas größere Breite als die Dicke des Sprengrings.

Die Funktion des Wandtresor soll zum Verständnis näher beschrieben werden, insbesondere die Funktion des Schließmechanismus des Wandtresors:

Sofern das Tresorschloß nicht verschlossen ist läßt sich der Schließzapfen, welcher über den Riegel, den Riegelzapfen mit dem Tresorschloß verbunden ist hin und her schieben. Die um den Riegelzapfen gewundenen Enden des Sprengrings müssen dieser Bewegung soweit folgen bis der Sprengring bei der Bewegung nach außen bei Vergrößerung seines Durchmessers zur Hälfte in der Türnut liegt und zur Hälfte in der Flanschnut. Diese Stellung ist auch die Stellung des Sprengringes welche seiner Vorspannung entspricht. Wenn in dieser Stellung das Tresorschloß verschlossen wird versperrt der Sprengring durch seine jeweils halbe Lage in den beiden Nuten das Öffnen der Tür des Wandtresors. Wenn der Schließzapfen mit den um ihn gewundenen Enden des Sprengringes nach innen geschoben wird, so folgt der Sprengring dieser Bewegung unter Verringerung seines Durchmessers soweit, bis er vollständig in der Türnut liegt. Jetzt ist die Tür frei und kann geöffnet werden. Wenn mit Gewalt versucht werden sollte den Wandtresor zu öffnen und dabei der Sprengring zerbrochen wird kann der Wandtresor nicht mehr mit üblichen Mitteln geöffnet werden, weil dann der Sprengring durch seine Vorspannung immer halb in der Türnut und halb in der Flanschnut liegt.

Die Hauptbauteile des Wandtresors wie Tür, Türflansch und Gehäuserohr sind durch normale Dreharbeitgänge aus Halbzeugen herstellbar.

Ein Ausführungsbeispiel wird in der nachfolgenden Zeichnung ealäutert. Dabei zeigt die

1: einen Schnitt durch den in einer Wand eingebauten Wandtresor.

2: den Schnitt A-A durch den in einer Wand eingebauten Wandtresor.

Gemäß l besteht der Wandtresor aus einem in einer Wand 16 befindlichem rohrförmigen Gehäuserohr 1 und damit verbundener Rückwand 2 sowie einem Türflansch 3 an der nach außen zeigenden Seite, in der mittels eines Scharniers 14 eine Tür 4 passgenau eingeschwenkt ist. In einer Türnut 8, die sich um den Umfang der Tür 4 erstreckt befindet sich ein im Durchmesser veränderlicher Sprengring 5 und im Türflansch 3 an dessen Innenseite deckungsgleich eine Flanschnut 7. Die Enden des Sprengrings 5, welche als zur Türmitte zeigende Sprengringaugen 6 ausgebildet sind winden sich um den Schließzapfen 9, da mit der Riegel 10 verbunden ist.

Der Riegel 10 in eine Riegelführung 13 befindet sich auf einer Durchmesserlinie der Tür 4 und ist mit Hilfe des außen aus der Tür ragenden Tresorschloßes 11 durch die Riegelnut 15 geführt. Der Riegelzapfen 12 als Verbindung der Riegelführung 13 und des Tresorschloßes 11 gleitet in der Riegelnut 15 und läßt sich hin und her schieben, sofern das Tresorschloß 11 nicht verschlossen ist.

Gemäß 2 hat die Flanschnut 7 an der Innenseite des Türflansches 3 etwa die Tiefe der halben Dicke des Sprengrings 5 und eine etwas größere Breite als die Dicke des Sprengrings 5. Die Flanschnut 7 am Umfang der Tür 4 hat eine etwas größere Tiefe als die Dicke des Sprengrings 5 und eine etwas größere Breite als die Dicke des Sprengrings 5.

Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 Gehäuserohr 2 Rückwand 3 Türflansch 4 Tür 5 Sprengring 6 Sprengringauge 7 Flanschnut 8 Türnut 9 Schließzapfen 10 Riegel 11 Tresorschloß 12 Riegelzapfen 13 Riegelführung 14 Scharnier 15 Riegelnut 16 Wand

Anspruch[de]
  1. Wandtresor bestehend aus einem in einer Wand 16 befindlichen rohrförmigen Gehäuserohr 1 und damit verbundener Rückwand 2 sowie einem Türflansch 3 an der nach außen zeigenden Seite, in der mittels eines Scharniers 14 eine Tür 4 passgenau eingeschwenkt ist, gekennzeichnet dadurch, daß, sich ein im Durchmesser veränderlicher Sprengring 5 in einer Türnut 8 befindet, die sich um den Umfang der Tür 4 erstreckt und im Türflansch 3 an dessen Innenseite deckungsgleich eine Flanschnut 7 ist.
  2. Wandtresor, nach Schutzanspruch 1 gekennzeichnet dadurch, dass, die Enden des Sprengrings 5, welche als zur Türmitte zeigendes Sprengringaugen 6 ausgebildet sind sich um den Schließzapfen 9 winden, der mit der Riegel 10 verbunden ist, wobei der Riegel 10 in einer Riegelführung 13 sich auf einer Durchmesserlinie der Tür 4 mit Hilfe des außen von der Tür zugänglichen Tresorschloßes 11 geführt durch die Riegelnut 15, in welcher der Riegelzapfen 12 als Verbindung der Riegelführung 13 und des Tresorschloßes 11 gleitet und sich hin und her schieben läßt, sofern das Tresorschloß 11 nicht verschlossen ist.
  3. Wandtresor, nach Schutzanspruch 1 gekennzeichnet dadurch, dass, die Flanschnut 7 an der Innenseite des Türflansches 3 etwa die Tiefe der halben Dicke des Sprengrings 5 hat und eine etwas größere Breite als die Dicke des Sprengrings 5.
  4. Wandtresor, nach Schutzanspruch 1 gekennzeichnet dadurch, dass, die Flanschnut 7 am Umfang der Tür 4 eine etwas größere Tiefe als die Dicke des Sprengrings 5 hat und eine etwas größere Breite als die Dicke des Sprengrings 5.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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