Die Erfindung betrifft einen Wandtresor für den Einbau in Wände oder
sonstige Gebäudeteile. Der Wandtresor dient zur sicheren Aufbewahrung von hauptsächlich
wertvollen Gegenständen und solchen Gegenständen oder Akten, die nur dem Besitzer
bekannt sein sollen. Der Wandtresors schützt diese Gegenstände und Akten vor Diebstahl.
Da ein Wandtresor auch vorteilhaft und mit geringem Aufwand sicher
in Wände eingebaut werden kann sind runde und rohrförmige Wandtresore bekannt, die
mit Hilfe von rund gebohrten Ausnehmungen mit verschiedenen Befestigungsmethoden
in Wände eingesetzt werden können.
Als Stand der Technik ist das DE GM 7630454 „ Einbautresor
" bekannt, bei dem sich eine runde in einer Drehstellung verschließbare Tür bajonettartig
mit dem Kopfgehäuse verriegeln läßt, wobei die Tür in einem Türgehänge gelagert
ist, welches scharnierartig mit der Außenseite des Kopfgehäuses verbunden ist und
um eine parallel zur Türebene verlaufende Achse schwenkbar ist.
Es ist auch in DE GM 297 02 061 ein „Rohrförmiger Safe für
den Wandeinbau" beschrieben, der aus einem runden Rohr besteht und einen verschließbaren
Deckel mit einem oder mehren Sicherheitsschlössern enthält.
In anderen Quellen sind Tresore beschrieben, bei denen die Türen mit
meistens am Umfang der Tür verteilten Riegelstiften verschlossen werden, die durch
einen Schließmechanismus bei geschlossener Tür aus dieser herausgleiten und in entsprechenden
Ausnehmungen des Türrahmen so den Tresor verschließen.
Bei dem „ Einbautresor " gemäß dem DE GM 7630454 ist nachteilig,
das die gesamte Tür zur Verriegelung des Einbautresors in die Bajonettverriegelung
gedreht werden muß. Das ist schwergängig zu bewältigen. Desweiteren ist diese Art
der Verriegelung aufwendig in der Herstellung, weil Bajonettverschlüsse nur in aufwendigen
mechanischen Bearbeitungsverfahren herstellbar sind. Falls versucht wird den Einbautresor
durch mechanische Gewalt zu öffnen gelingt dieses sobald der Bajonettverschluß gedreht
oder zerstört ist, ohne das weitere selbständig wirkende Sicherheiten zur Wirkung
kommen.
Der „Rohrförmiger Safe für den Wandeinbau" gemäß DE GM 297
02 061 hat die Nachteile, dass er lediglich mit Sicherheitsschlössern verschlossen
ist. Falls versucht wird den rohrförmiger Safe für den Wandeinbau durch mechanische
Gewalt zu öffnen gelingt dieses sobald die Sicherheitsschlösser zerstört sind, ohne
das weitere selbständig wirkende Sicherheiten zur Wirkung kommen.
Tresore, bei denen die Türen mit meistens am Umfang der Tür verteilten
Riegelstiften verschlossen werden, die durch einen Schließmechanismus bei geschlossener
Tür aus dieser herausgleiten und in entsprechenden Ausnehmungen des Türrahmen so
den Tresor verschließen sind deshalb nachteilig, weil sie kompliziert und aufwendig
im Aufbau und Herstellung sind. Falls versucht wird diese Tresore durch mechanische
Gewalt zu öffnen gelingt dieses sobald die Riegel zerstört sind, ohne das weitere
selbständig wirkende Sicherheiten zur Wirkung kommen.
Aufgabe der Erfindung ist es einen Wandtresor zu schaffen, der mit
einem einzigsten einfach aufgebautem Sicherheitsmittel verriegelbar ist und im Falle
des Aufbruchsversuchs sich selbständig gegen weiteres Öffnen auch bei Zerstörung
des Schließmechanismus sperrt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe zur Schaffung eines Wandtresor dadurch
gelöst, dass dieser aus einem in einer Wand befindlichem rohrförmigen Gehäuserohr
und damit verbundener Rückwand sowie einem Türflansch an der nach außen zeigenden
Seite besteht, in der mittels eines Scharniers eine Tür passgenau eingeschwenkt
ist. In einer Türnut, die sich um den Umfang der Tür erstreckt befindet sich ein
im Durchmesser veränderlicher Sprengring und im Türflansch an dessen Innenseite
deckungsgleich eine Flanschnut. Die Enden des Sprengrings, welche als zur Türmitte
zeigendes Sprengringaugen ausgebildet sind winden sich um den Schließzapfen, der
mit der Riegel verbunden ist. Der Riegel in einer Riegelführung befindet sich auf
einer Durchmesserlinie da Tür und ist mit Hilfe des außen von der Tür zugänglichen
Tresorschloßes durch die Riegelnut geführt. Der Riegelzapfen als Verbindung der
Riegelftlhrung und des Tresorschloßes gleitet in der Riegelnut und läßt sich hin
und her schieben, sofern das Tresorschloß nicht verschlossen ist.
Die Flanschnut an der Innenseite des Türflansches hat etwa die Tiefe
der halben Dicke des Sprengrings und eine etwas größere Breite als die Dicke des
Sprengrings. Die Flanschnut am Umfang der Tür hat eine etwas größere Tiefe als die
Dicke des Sprengrings und eine etwas größere Breite als die Dicke des Sprengrings.
Die Funktion des Wandtresor soll zum Verständnis näher beschrieben
werden, insbesondere die Funktion des Schließmechanismus des Wandtresors:
Sofern das Tresorschloß nicht verschlossen ist läßt sich der Schließzapfen,
welcher über den Riegel, den Riegelzapfen mit dem Tresorschloß verbunden ist hin
und her schieben. Die um den Riegelzapfen gewundenen Enden des Sprengrings müssen
dieser Bewegung soweit folgen bis der Sprengring bei der Bewegung nach außen bei
Vergrößerung seines Durchmessers zur Hälfte in der Türnut liegt und zur Hälfte in
der Flanschnut. Diese Stellung ist auch die Stellung des Sprengringes welche seiner
Vorspannung entspricht. Wenn in dieser Stellung das Tresorschloß verschlossen wird
versperrt der Sprengring durch seine jeweils halbe Lage in den beiden Nuten das
Öffnen der Tür des Wandtresors. Wenn der Schließzapfen mit den um ihn gewundenen
Enden des Sprengringes nach innen geschoben wird, so folgt der
Sprengring dieser Bewegung unter Verringerung seines Durchmessers soweit, bis er
vollständig in der Türnut liegt. Jetzt ist die Tür frei und kann geöffnet werden.
Wenn mit Gewalt versucht werden sollte den Wandtresor zu öffnen und dabei der Sprengring
zerbrochen wird kann der Wandtresor nicht mehr mit üblichen Mitteln geöffnet werden,
weil dann der Sprengring durch seine Vorspannung immer halb in der Türnut und halb
in der Flanschnut liegt.
Die Hauptbauteile des Wandtresors wie Tür, Türflansch und Gehäuserohr
sind durch normale Dreharbeitgänge aus Halbzeugen herstellbar.
Ein Ausführungsbeispiel wird in der nachfolgenden Zeichnung ealäutert.
Dabei zeigt die
1: einen Schnitt durch den in einer Wand
eingebauten Wandtresor.
2: den Schnitt A-A durch den in einer
Wand eingebauten Wandtresor.
Gemäß l besteht der Wandtresor aus einem
in einer Wand 16 befindlichem rohrförmigen Gehäuserohr 1 und damit
verbundener Rückwand 2 sowie einem Türflansch 3 an der nach außen
zeigenden Seite, in der mittels eines Scharniers 14 eine Tür
4 passgenau eingeschwenkt ist. In einer Türnut 8, die sich um
den Umfang der Tür 4 erstreckt befindet sich ein im Durchmesser veränderlicher
Sprengring 5 und im Türflansch 3 an dessen Innenseite deckungsgleich
eine Flanschnut 7. Die Enden des Sprengrings 5, welche als zur
Türmitte zeigende Sprengringaugen 6 ausgebildet sind winden sich um den
Schließzapfen 9, da mit der Riegel 10 verbunden ist.
Der Riegel 10 in eine Riegelführung 13 befindet
sich auf einer Durchmesserlinie der Tür 4 und ist mit Hilfe des außen aus
der Tür ragenden Tresorschloßes 11 durch die Riegelnut 15 geführt.
Der Riegelzapfen 12 als Verbindung der Riegelführung 13 und des
Tresorschloßes 11 gleitet in der Riegelnut 15 und läßt sich hin
und her schieben, sofern das Tresorschloß 11 nicht verschlossen ist.
Gemäß 2 hat die Flanschnut 7
an der Innenseite des Türflansches 3 etwa die Tiefe der halben Dicke des
Sprengrings 5 und eine etwas größere Breite als die Dicke des Sprengrings
5. Die Flanschnut 7 am Umfang der Tür 4 hat eine etwas
größere Tiefe als die Dicke des Sprengrings 5 und eine etwas größere Breite
als die Dicke des Sprengrings 5.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
1
- Gehäuserohr
2
- Rückwand
3
- Türflansch
4
- Tür
5
- Sprengring
6
- Sprengringauge
7
- Flanschnut
8
- Türnut
9
- Schließzapfen
10
- Riegel
11
- Tresorschloß
12
- Riegelzapfen
13
- Riegelführung
14
- Scharnier
15
- Riegelnut
16
- Wand