Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kondensatableitervorrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Diese Vorrichtung wird zum Ableiten
von Kondensat, das in unterschiedlichen Arten von Dampf verwendenden Geräten und
Dampfleitungen erzeugt wird, eingesetzt, oder zum Zuführen des unter Druck stehenden
Kondensats an einen Boiler oder an ein Gerät, das Abwärme verwertet.
Kondensat, das in Dampf verwendenden Geräten kondensiert wurde, wird
normalerweise durch einen Kondensatabscheider abgeleitet. Wenn das Kondensat jedoch
an einen Ort höheren Drucks geleitet werden soll, wie beispielsweise an einen Boiler
oder an ein Gerät, das Abwärme verwertet, oder in den Fällen, wo der Sekundärdruck
höher ist als der Primärdruck, wie beispielsweise beim Ableiten des Kondensats von
einem Vakuum in die Atmosphäre, kann das Kondensat nicht mittels eines Kondensatabscheiders
abgeleitet werden.
Falls der Sekundärdruck höher als der Primärdruck ist, wird ein Kondensatableiter
(Dampffalle) wie der in der offen gelegten japanischen Gebrauchsmusterschrift sho-50-147228
beschriebene verwendet. Diese Vorrichtung weist eine Kondensataufnahmekammer mit
einem Kondensateinlass und einem Kondensatauslass sowie einem Einlass und Auslass
für ein Hochdruck-Arbeitsmedium (Druckgas) auf. In der Kondensataufnahmekammer ist
ein offener oder geschlossener Schwimmer derart angeordnet, dass er mit dem Wasserstand
steigt oder fällt, und dieser ist mit einem Einlassventil zum Öffnen und Schließen
des Einlasses für das Hochdruck-Arbeitsmedium und mit einem Auslassventil zum Öffnen
und Schließen des Flüssigkeitsauslasses verbunden. Durch das Zusammenwirken mit
entsprechenden Rückschlagventilen, die an den Kondensateinlass- und auslassöffnungen
angeordnet sind, wird das Kondensat in die Kondensataufnahmekammer eingeleitet nachdem
der Einlass für das Hochdruck-Arbeitsmedium geschlossen wurde, und der Flüssigkeitsauslass
wird geöffnet, wenn der Wasserstand in der Kondensataufnahmekammer ein vorbestimmtes
Niveau erreicht hat. Wenn das vorbestimmte Niveau erreicht ist, wird der Auslass
für das Hochdruck-Arbeitsmedium geschlossen und der Flüssigkeitseinlass geöffnet,
wodurch das Hochdruck-Arbeitsmedium in die Kondensataufnahmekammer eingeleitet wird,
so dass die Wirkung des steigenden Drucks die Ableitung des Kondensats aus der geöffneten
Auslassöffnung bewirkt.
Weiterhin zeigt das US Patent 5,141,450 eine Vorrichtung, die im Wesentlichen
gleich wie die oben beschriebene Vorrichtung ausgebildet ist.
Bei den oben genannten, Dampf verwendenden Geräten, beispielsweise
einem Wärmetauscher zur Erwärmung einer durch Dampf zu erwärmenden Flüssigkeit,
wird die Zufuhr zum Wärmetauscher nach einer Druckregelung des Dampfes durchgeführt,
um die Temperatur der zu erwärmenden, von dem Wärmetauscher gelieferten Flüssigkeit
konstant zu halten, was einen Anstieg des Primärdrucks auf einen höheren Druck oder
einen Abfall auf einen niedrigeren Druck als den Sekundärdruck bewirken kann.
Wenn ein Kondensatableiter wie der in der oben genannten, veröffentlichten
Gebrauchsmusterschrift sho-50-147228 oder dem US Patent 5,141,450 genannte an einem
derartigen, Dampf verwendenden Gerät montiert wird, entsteht ein Problem dadurch,
dass wenn der Primärdruck auf einen Wert steigt, der höher ist als der Sekundärdruck,
das Rückschlagventil im Kondensatauslass ständig offen ist, so dass nicht nur das
Kondensat, sondern auch der unter hohem Druck stehende Dampf hierdurch herausgeleitet
wird. Wenn eine herkömmliche Dampffalle an einem derartigen, Dampf verwendenden
Gerät montiert wird, wird sie daher nicht verwendbar sein, wenn der Primärdruck
niedriger ist als der Sekundärdruck.
Das Dokument GB-A-26407, das den nächstkommenden Stand der Technik
darstellt, offenbart eine Kondensatableitervorrichtung der eingangs genannten Art.
Diese Vorrichtung weist den Nachteil auf, dass ein Führungsstück des Ventils in
das Hauptventilteil eingreift und dessen geschlossener Zustand neigt dazu, nicht
nachzugeben, wenn der Primärdruck erheblich höher ist als der Sekundärdruck, selbst
wenn der Schwimmer anfängt, in der Kondensataufnahmekammer auf Grund seiner Auftriebskraft
in dem in der Kammer bevorrateten Kondensat zu steigen. Je größer der Druckunterschied
zwischen dem Primärdruck und dem Sekundärdruck wird, desto mehr nimmt diese Neigung
zu. Dementsprechend müssen Glieder, die dem Hochdruck-Arbeitsmedium zugeordnet sind,
bewegt werden, selbst wenn eine Ableitung des Kondensats ohne das Hochdruck-Arbeitsmedium
durchgeführt werden könnte, da der Primärdruck höher ist als der Sekundärdruck.
Dies führt zu einer kürzeren Lebensdauer der entsprechenden Glieder.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Kondensatableitervorrichtung
bereit zu stellen, die eine Betätigung der Ventilanordnung unabhängig von den jeweiligen
Drücken auf der Primärseite und auf der Sekundärseite ermöglicht. Zur Lösung dieser
Aufgabe wird gemäß der Erfindung eine Kondensatableitervorrichtung wie im Anspruch
1 beansprucht vorgeschlagen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden eine obere
Fläche des oberen Ventilkörpers und eine untere Fläche des unteren Ventilkörpers
von dem Primärdruck in der Kondensataufnahmekammer beaufschlagt, und eine untere
Fläche des oberen Ventilkörpers und eine obere Fläche des unteren Ventilkörpers
werden von einem Sekundärdruck in der Kondensatauslassöffnung beaufschlagt. Weiterhin
kann die Ventilanordnung Spaltbereiche aufweisen, über die die Kondensataufnahmekammer und
ein geschlossener Raum unter dem unteren Ventilsitz miteinander kommunizieren, wenn
die Ventilkörper auf ihren Ventilsitzen aufliegen.
Im Folgenden wird die Arbeitsweise der Kondensatableitervorrichtung
beschrieben.
Wenn der Primärdruck niedriger ist als der Sekundärdruck sind das
Rückschlagventil in der Kondensatauslassöffnung und das Einlassventil zum Öffnen
und Schließen des Einlasses für das Hochdruck-Arbeitsmedium geschlossen und das
Rückschlagventil in der Kondensateinlassöffnung und das Auslassventil zum Öffnen
und Schließen des Auslasses sind geöffnet, bis der Wasserstand in der Kondensataufnahmekammer
einen vorbestimmten Stand erreicht. Kondensat strömt dann von der Kondensateinlassöffnung
in die Kondensataufnahmekammer und der Schwimmer steigt zusammen mit der Zunahme
des Wasserstandes. Das Steigen des Schwimmers bewirkt, dass die Ventilanordnung,
die mit dem Schwimmer verbunden ist, die Kondensatauslassöffnung öffnet, jedoch
hält das Rückschlagventil in der Kondensatauslassöffnung das Ventil geschlossen.
Wenn in der Kondensataufnahmekammer ein vorbestimmter Wasserstand erreicht wird,
wird das Einlassventil geöffnet und das Auslassventil geschlossen. Das durch den
Flüssigkeitseinlass eingeleitete Hochdruck-Arbeitsmedium bewirkt einen Druckanstieg
in der Kondensataufnahmekammer, wodurch das Rückschlagventil in der Kondensatauslassöffnung
geöffnet wird und das Kondensat durch die Kondensatauslassöffnung abgeleitet wird.
Der Schwimmer sinkt zusammen mit der Abnahme des Wasserstandes auf Grund der Ableitung
des Kondensats und wenn er in eine vorbestimmte Position abgesunken ist, wird das
Einlassventil geschlossen und das Auslassventil geöffnet. Weiterhin schließt die
Ventilanordnung die Kondensatauslassöffnung und gleichzeitig wird das Rückschlagventil
in der Kondensatauslassöffnung geschlossen, um die Ableitung des Kondensats zu beenden.
Dieser Vorgang wiederholt sich periodisch, so dass sich die Bevorratung und Ableitung
des Kondensats entsprechend wiederholt.
Wenn der Primärdruck höher ist als der Sekundärdruck werden die jeweiligen
Rückschlagventile in der Kondensateinlassöffnung und der Kondensatauslassöffnung
geöffnet. Der Schwimmer steigt und fällt zusammen mit dem Wasserstand in der Kondensataufnahmekammer,
so dass die Ventilanordnung die Kondensatauslassöffnung schließt und öffnet, wodurch
das Kondensat durch diese abgeleitet wird.
Die oben genannte und weitere Aufgaben und Merkmale der Erfindung
werden in der nachfolgenden Beschreibung anhand des Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt:
1 einen Querschnitt durch eine Kondensatableitervorrichtung
gemäß eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, wobei der Funktionszustand dargestellt
ist, bei dem der Primärdruck niedriger ist als der Sekundärdruck.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung, die die oben genannten technischen Merkmale zeigt, näher beschrieben.
Eine in 1 dargestellte Kondensatableitervorrichtung
weist einen Grundkörper 1 mit einem daran mittels nicht dargestellten Schrauben
befestigten Deckel 2 auf, wobei der dadurch erzeugte innere Hohlraum als
Kondensataufnahmekammer 3 bezeichnet wird. Der Grundkörper 1 weist
in seinem oberen Bereich eine Kondensateinlassöffnung 4, die mit der Kondensataufnahmekammer
3 kommuniziert, und in seinem unteren Bereich eine Kondensatauslassöffnung
5 auf. Rückschlagventile 6 und 7 sind jeweils in der
Einlassöffnung 4 und der Auslassöffnung 5 angeordnet. Der Deckel
2 weist einen Einlass 8 und Auslass 9 für ein Hochdruck-Arbeitsmedium
auf. Der Einlass 8 kommuniziert mit der Kondensataufnahmekammer
3 durch ein Einlassventil 10 und der Auslass 9 kommuniziert
mit der Kondensataufnahmekammer 3 durch ein Auslassventil 11.
Das Einlassventil 10 besteht aus einem Einlassventilsitz 12 und
einem Einlassventilkörper 13, der zum Schließen und Öffnen des Einlassventils
10 an dem Einlassventilsitz 12 anliegt oder von diesem abgehoben
ist. Das Auslassventil 11 besteht aus einem Auslassventilsitz
14 und einem Auslassventilkörper 15, der zum Schließen und Öffnen
des Auslassventils 11 an dem Auslassventilsitz 14 anliegt oder
von diesem abgehoben ist.
Ein geschlossener Schwimmer 21, der zusammen mit dem Wasserstand
steigt und fällt, ist in der Kondensataufnahmekammer 3 angeordnet. Ein
Hebel 22 ist mit seinem einen Ende an dem Schwimmer 21 und mit
seinem anderen Ende mittels eines Stifts 25 an einem Verbindungsglied
23, das einen kanalartigen Querschnitt aufweist und sich aufwärts gerichtet
erstreckt, sowie einem sich nach unten erstreckenden Schwimmerschaft 24
befestigt.
In dem mittleren Bereich der Vorrichtung ist das vordere Ende des
Hebels 22 mittels eines Stifts 31 drehbar mit einem Befestigungsglied
30, das an dem Deckel 2 befestigt ist, verbunden. Der Stift
31 stellt das Schwenkgelenk des Schwimmers 21 dar. Das Verbindungsglied
23 weist an seinem oberen Ende eine Durchbrechung 32 (in gestrichelter
Linie dargestellt) auf und ein Stift 34 ist an einem Ventilschaft
33, der mit einem Auslassventilkörper 15 verbunden ist, befestigt
und beweglich in die Durchbrechung 32 eingesetzt.
Die Kondensataufnahmekammer 3 weist an ihrem unteren Ende
eine Öffnung 40 auf, die mittels eines unteren Deckels 41, der
mittels nicht dargestellter Schrauben befestigt ist, verschlossen ist. Ein oberes
Ventilsitzteil mit einem oberen Ventilsitz 42 an seinem oberen Ende ist
zwischen der Öffnung 40 und dem unteren Deckel 41 angeordnet und
gleichzeitig ist ein unteres Ventilsitzteil mit einem unteren Ventilsitz
43 an seinem oberen Ende in das Innere der unteren Partie des oberen Ventilsitzteils
eingeschraubt. Die oberen und unteren Ventilsitzteile sind durch
den unteren Deckel 41 gefangen.
In dem Bereich zwischen dem oberen Ventilsitzorgan und dem unteren
Ventilsitzorgan ist ein gestuftes Ventilschaftrohr 47 angeordnet, das an
der unteren Partie des gestuften Schwimmerschafts 24 befestigt ist, der
über den Hebel 22 mit dem Schwimmer 21 befestigt ist, wobei das
Rohr 47 konzentrisch zum Schwimmerschaft 24 angeordnet ist. Der
Schwimmerschaft 24 erstreckt sich durch das Ventilschaftrohr
47, wobei ein Spaltraum 49 verbleibt, und weist an seinem unteren
Ende eine Mutter 50 auf, die auf ihn aufgeschraubt ist.
Ein oberer Ventilkörper 44, der an einem oberen Ventilsitz
42 anliegt und von diesem abhebbar ist, und ein unterer Ventilkörper
45, der an einem unteren Ventilsitz 43 anliegt und von diesem
abhebbar ist, sind außenseitig an dem Ventilschaftrohr 47 unter Zwischenschaltung
eines sich zwischen ihnen erstreckenden Verbindungsrohres 46 montiert und
durch eine Mutter 48, die auf das untere Ende des Ventilschaftrohrs
47 aufgeschraubt ist, befestigt, wobei das obere Ende des oberen Ventilkörpers
44 und das obere Ende des Ventilschaftrohrs 47 an der Stufe des
Ventilschaftrohrs 47 bzw. der Stufe des Schwimmerschafts 24 anliegen.
Der obere Ventilsitz 42, der obere Ventilkörper 44, der untere
Ventilsitz 43 und der untere Ventilkörper 45 bilden ein zusammengesetztes
Sitzventil.
Die oberen und unteren Ventilkörper 44 und 45 weisen
eine Vielzahl von Leitblechen auf, die zur Führung der oberen und unteren Ventilsitzorgane
verwendet werden.
Das Ventilschaftrohr 47 weist in seinem oberen und unteren
Bereich Durchtrittsöffnungen 51 und 52 auf, so dass die Kondensataufnahmekammer
3 und der Raum unter dem unteren Ventilkörper 45 über den Spaltraum
49 miteinander kommunizieren. Diese Konstruktion reduziert den Einfluss
durch Druckdifferenzen auf die Vorgänge des Öffnens und Schließens des Ventils.
Falls der Primärdruck an dem Rückschlagventil 6, das in der
Kondensateinlassöffnung 4 angeordnet ist, geringer ist als der Sekundärdruck
an dem Rückschlagventil 7, das in der Kondensatauslassöffnung
5 angeordnet ist, wird das Rückschlagventil in der Einlassöffnung
4 geöffnet und ermöglicht dem Kondensat das Einströmen in die Kondensataufnahmekammer
3. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Schwimmer 21 in seiner
niedrigsten Stellung, das Einlassventil 10 ist geschlossen und das Auslassventil
11 ist geöffnet, dies auf Grund der Relativstellung des Verbindungsglieds
23 und Ventilschafts 33 zueinander, die mit dem Schwimmer
21 über den Hebel 22 verbunden sind. Weiterhin werden die oberen
und unteren Ventilkörper 44 und 45 in Anlage zu den oberen und
unteren Ventilsitzen 42 und 43 gebracht, dies auf Grund der Relativstellung
des Schwimmerschafts 24, der mit dem Schwimmer 21 über den Hebel
22 verbunden ist.
Zusammen mit dem Anstieg des Wasserstands auf Grund des einströmenden
Kondensats steigt auch der Schwimmer 21, was ein Anheben des Verbindungsglieds
23 und des Schwimmerschafts 24 bewirkt. Beim Anheben des Schwimmerschafts
24 wird auch das zusammengesetzte Sitzventil angehoben, was ein gleichzeitiges
Abheben des oberen Ventilkörpers 44 und des unteren Ventilkörpers
45 von dem oberen Ventilsitz 42 bzw. dem unteren Ventilsitz
43 bewirkt, so dass das zusammengesetzte Sitzventil geöffnet wird, so dass
der Druck in dem Raum zwischen der Öffnung 40 und dem unteren Deckel
41 angeglichen wird an den in der Kondensataufnahmekammer 3 herrschenden,
und dementsprechend mit dem Primärdruck am Rückschlagventil 6. In diesem
Augenblick bleibt das Rückschlagventil 7 in der Auslassöffnung
5 geschlossen, da der Sekundärdruck größer ist als der Primärdruck.
Die Auftriebskraft des Schwimmers 21 wirkt auf den Ventilschaft
33 von dem Augenblick an, an dem der Schwimmer 21 bis zu einer
vorbestimmten Stellung gestiegen ist und der untere Rand der Durchbrechung
42 des Verbindungsglieds 23 in Kontakt mit dem Stift
34 des Ventilschafts 33 gelangt. Wenn der Wasserstand ansteigt
und der Schwimmer 21 eine höhere Position erreicht, steigt auch der Ventilschaft
33, wodurch der Ventilkörper 13 von dem Einlassventilsitz
12 abgehoben wird, so dass das Einlassventil 10 geöffnet wird.
In der Zwischenzeit gelangt der Auslassventilkörper 15 in Anlage an dem
Auslassventilsitz 14, wodurch das Auslassventil 11 geschlossen
wird.
Der geöffnete Zustand des Einlassventils 10 und der geschlossene
Zustand des Auslassventils 11 bewirken ein Einströmen des Hochdruck-Arbeitsmediums
durch den Flüssigkeitseinlass 8 und das Einlassventil 10 in die
Kondensataufnahmekammer 3, wodurch der Druck in der Kondensataufnahmekammer
3 ansteigt und das Rückschlagventil 6 schließt. Wenn der Druck
in der Kondensataufnahmekammer 3 höher wird als der Sekundärdruck am Rückschlagventil
7, wird das Rückschlagventil 7 geöffnet und ermöglicht dem Kondensat
das Ausströmen durch die Auslassöffnung 5.
Mit einem Absinken des Wasserstands auf Grund des ausströmenden Kondensats
fällt auch der Schwimmer 21, wodurch sich das Verbindungsglied
23 und der Schwimmerschaft 24 durch den Hebel 22 nach
unten in Richtung der Schließstellung des zusammengesetzten Sitzventils bewegen.
Der Ventilschaft 33 bewegt sich von dem Moment an abwärts, ab dem der Schwimmer
21 in eine vorbestimmte Stellung abgesunken ist und der obere Rand der
Durchbrechung 32 gerät in Anlage zu dem Stift 34, so dass das
Eigengewicht des Schwimmers 21 auf den Ventilschaft 33 wirkt.
Die Abwärtsbewegung des Ventilschafts 33 bewirkt ein Schließen des Einlassventils
10 und ein Öffnen des Auslassventils 11. Der geschlossene Zustand
des Saugventils 10 und der geöffnete Zustand des Auslassventils
11 bewirken ein allmähliches Abnehmen des Drucks in der
Kondensataufnahmekammer 3, so dass der Ausstoß von Kondensat unter dem
Restdruck erfolgt.
Ein weiteres Absinken des Schwimmers 21 bewirkt ein Anliegen
des oberen Ventilkörpers 44 und des unteren Ventilkörpers 45 mit
dem zugehörigen oberen Ventilsitz 42 bzw. unteren Ventilsitz
43, wodurch das zusammengesetzte Sitzventil geschlossen wird, so dass die
Auslassöffnung 5 verschlossen wird, wodurch das Rückschlagventil
7 in der Auslassöffnung 5 geschlossen und der Ausstoß von Kondensat
unterbrochen wird. Auf diese Weise wird der oben erwähnte Zyklus wiederholt.
Falls der Primärdruck höher ist als der Sekundärdruck, können beide
Rückschlagventile 6 und 7 leicht zusammen geöffnet werden. Wenn
Kondensat durch die Einlassöffnung 4 in die Kondensataufnahmekammer
3 strömt, steigt der Wasserstand an, wodurch der Schwimmer 21
steigt und damit das Verbindungsglied 23 und den Schwimmerschaft
24 über den Hebel 22 nach oben bewegt. Das Ansteigen des Schwimmerschafts
24 bewirkt, dass der obere Ventilkörper 33 und der untere Ventilkörper
45 von dem oberen bzw. unteren Ventilsitz 42 und 43 abheben,
so dass Kondensat durch die Auslassöffnung 5 ausgestoßen wird. In Abhängigkeit
von der Einströmgeschwindigkeit des Kondensats in die Kondensataufnahmekammer
3 kann die Auftriebskraft des Schwimmers 21, der über das Verbindungsglied
23 ein Ansteigen des Ventilschafts 33 bewirkt, wodurch der Einlassventilkörper
13 nach oben gezwungen wird, ein Einströmen des Hochdruck-Arbeitsmediums
in die Kondensataufnahmekammer 3 bewirken. In diesem Fall unterstützt das
Hochdruck-Arbeitsmedium den Ausstoß des Kondensats und der Öffnungszustand des Rückschlagventils
6 kann auch in Abhängigkeit von dem Druck eingestellt werden.
Zusammen mit einem Absinken des Wasserstands auf Grund des Ausstoßes
des Kondensats sinkt der Schwimmer 21, wodurch der obere Ventilkörper
44 und der untere Ventilkörper 45 ihren Sitz auf dem oberen Ventilsitz
42 bzw. dem unteren Ventilsitz 43 einnehmen, wodurch das zusammengesetzte
Sitzventil geschlossen wird, so dass die Auslassöffnung 5 verschlossen
wird.