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Dokumentenidentifikation DE10231302A1 29.01.2004
Titel Durchtrittsschleuse für einen beidseitig eingespannt bleibenden und laufenden Faden und Rotorflechtmaschine zum Umflechten von Langobjekten
Anmelder Emmerich, Wolfgang, 59071 Hamm, DE
Erfinder Emmerich, Wolfgang, 59071 Hamm, DE
Vertreter Patentanwälte Dr. Sturies Eichler Füssel, 42289 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 10.07.2002
DE-Aktenzeichen 10231302
Offenlegungstag 29.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.01.2004
IPC-Hauptklasse D04C 3/00
IPC-Nebenklasse D04C 3/40   
Zusammenfassung Durchtrittsschleuse für einen beidseitig eingespannten bleibenden und laufenden Faden, der mittels der Einspannstellen quer zu einem Gestell bewegt wird und auf seinem Weg das Gestell quer zu dessen Längserstreckung durchdringt, wobei das Gestell im Bereich der Durchdringungsstelle geteilt ist und die beiden Gestellteile über die Durchtrittsschleuse miteinander verbunden sind, während die Durchtrittsschleuse - vom Faden aus gesehen - vor dem Faden in Öffnungsrichtung und hinter dem Faden in Schließrichtung bewegbar ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Durchtrittsschleuse für einen beidseitig eingespannt bleibenden und laufenden Faden nach Anspruch 1 und eine Rotorflechtmaschine nach Anspruch 10.

Für die vorliegende Erfindung wird davon ausgegangen, daß Durchtrittsschleusen für einen beidseitig eingespannt bleibenden und laufenden Faden, der mit einer quer zur Fadenlängsrichtung orientierten Bewegung durch ein Gestell geführt werden soll, bei einer Vielzahl von Maschinen Anwendung finden können, die im Bereich der Textiltechnik verwendet werden. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dient eine derartige Durchtrittsschleuse für den Kettfaden bei einer Rotorflechtmaschine dazu, den Kettfaden immer dann durch das Schußfadengestell zu führen, wenn der Kettfaden die Bewegungsbahn des Schußfadengestells schneidet.

Durchtrittsschleusen für beidseitig eingespannt bleibende und laufende Fäden konnten nicht ermittelt werden.

Zum Stand der Technik gehören aber Rotorflechtmaschinen, bei denen das Schußfadengestell an Gleitringsegmenten gelagert ist, die bei ihrer Rotation um die Maschinenachse mit entsprechend konturierten Gleitringsegmenten zusammenwirken, die in entgegengesetzter Richtung mit dem Kettfadengestell rotieren.

Bekannterweise muß bei derartigen Rotorflechtmaschinen der Kettfaden einmal oberhalb und einmal unterhalb des jeweiligen Schußfadens geführt werden, um die Verflechtung des Langguts im Flechtpunkt zu bewirken.

Abhängig von dem Verlegemodus 1:1, 2:1 usw. erfolgt diese Führung des Flechtgutes während der Rotationsbewegung des Kettfadengestells und wird über einen entsprechend verschwenkbaren Verlegehebel gesteuert.

Diesbezüglich wird auf den Stand der Technik verwiesen.

Es soll jedoch ausdrücklich gesagt sein, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die Anwendung bei Rotorflechtmaschinen beschränkt ist.

Das Problem bei derartigen Rotorflechtmaschinen besteht allerdings in den segmentierten Gleitbahnpaarungen von Kettfadengestell und Schußfadengestell. Derartige Gleitbahnpaarungen sind nur relativ aufwendig zu fertigen. Sie bedürfen prinzipiell einer gezielten Schmierung, um Heißlaufen zu verhindern. Trotzdem lassen derartige Gleitbahnen trotz aller Versuche, die tribologischen Voraussetzungen zu verbessern, nur begrenzte Drehzahlen zu.

Ein Grund hierfür ist die nur begrenzte Möglichkeit zur Zuführung von Schmiermitteln zur Gleitbahn, da man auf jeden Fall vermeiden muß, daß sich Ölnebel auf dem Produkt bilden.

Da allerdings die Gleitbahn, die als Lagerung für das Schußfadengestell dient, deshalb unterbrochen werden muß, damit der einmal oberhalb und einmal unterhalb der Schußfadenspulen zu verlegende Kettfaden nicht vom vorbeirotierenden Gestell der Schußfadenspulen durchtrennt wird, sind bislang andere Lösungen zur deutlichen Erhöhung der Drehzahlen an Rotorflechtmaschinen nicht in Sicht.

Diese Überlegung beruht auf der Tatsache, daß es bisher nicht gelungen ist, ein Flechtprinzip an einer Rotorflechtmaschine zu entwickeln, bei dem der zeitweise unterhalb des Schußfadengestells geführte Faden, dessen andere Einspannstelle der oberhalb des Schußfadengestells liegende Flechtpunkt ist, nicht vom mit Gegenrichtung vorbeirotierenden Schußfadengestell durchtrennt wird.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Durchtrittsschleuse für einen quer zu einem Gestell geführten Faden zu schaffen, der im Bereich der fadenverarbeitenden Industrie, insbesondere im Bereich der Rotorflechtmaschinen, auch Konstruktionen zuläßt, die von den herkömmlichen Konstruktionsprinzipien abweichen.

Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Anhand der Merkmale des Anspruchs 10 wird ein abgeändertes Konstruktionsprinzip für eine Rotorflechtmaschine aufgezeigt, bei der die Lagerung der Schußfadenspulen unter Vermeidung der heute üblichen segmentierten Gleitringpaarungen zwischen Schußfadengestell und Kettfadengestell erfolgt.

Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß eine Vielzahl von Maschinen der textilverarbeitenden Industrie auch dann zentral und ringförmig gelagerte Gestellteile aufweisen können, wenn der Weg des Gestellteils auf seiner Bewegungsebene eine quer zur Bewegung gerichtete Bewegungsbahn des Fadens schneidet. Hierbei geht der quergeführte Faden praktisch kollisionsfrei durch das Gestell hindurch. Die Fadenführung erfolgt dabei innerhalb der Durchtrittsschleuse möglichst so, daß eine zu den Wandungen der Durchtrittsschleuse berührungsfreie Bewegung ermöglicht ist.

Hierfür werden Ausführungsbeispiele angegeben.

Von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung ist die prinzipielle Zweiteilung des zu durchdringenden Gestells, wobei die beiden Gestellteile über die Durchtrittsschleuse miteinander verbunden sind, während die Durchtrittsschleuse zugleich den Fadendurchtritt ermöglicht.

Im einfachsten Fall geschieht dies durch mehrere Verbindungslaschen, welche die beiden Gestellteile miteinander verbinden, wobei die Verbindungslaschen während des Fadendurchtritts nacheinander so aus dem Fadenweg gefahren und danach wieder verschlossen werden, daß bei gleichzeitiger Verbindung der beiden Gestellteile ein Fadendurchtritt ermöglicht ist.

Besonders vorteilhafte Ausführungsbeispiele ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Insbesondere kommen für die Erfindung auch rotierend angetriebene Durchtrittsschleusen in Betracht, deren Drehzahl vorzugsweise so steuerbar ist, daß beim Eintritt und beim Austritt des Fadens eine längere Zeit zur Verfügung gestellt wird, während der Faden im Querbereich zwischen Eintritt in die und Austritt aus der Durchgangsschleuse bei praktisch unveränderter Fortschrittsgeschwindigkeit durch die Durchtrittsschleuse geführt wird.

Von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung im Hinblick auf Rotorflechtmaschinen ist daher die Kombination eines Schußfadengestells, welches über einen ringförmig geschlossenen Lagerkörper am Maschinengestell gelagert ist und im Bereich zwischen Lagerkörper und Schußfadenspule in einen inneren und einen äußeren Gestellabschnitt unterteilt ist mit einer Durchtrittsschleuse nach der vorliegenden Erfindung. Dort im Bereich der Teilung zwischen innerem und äußerem Gestellabschnitt ist die Durchtrittsschleuse für den Kettfaden angeordnet, welche eine Kollision des Kettfadens mit dem Schußfadengestell verhindert, indem der Kettfaden die Trennstelle zwischen innerem und äußerem Gestellabschnitt über die Durchtrittsschleuse durchwandert.

Dabei kommt es wesentlich auf diejenige Geschwindigkeit an, mit welcher die Durchtrittsschleuse während der Durchwanderung des Kettfadens geöffnet wird. Diese Öffnungsgeschwindigkeit der Durchtrittsschleuse ergibt sich aus der Relativgeschwindigkeit in Umfangsrichtung, die zwischen dem Kettfaden und dem Schußfadengestell besteht, so daß der Kettfaden praktisch behinderungsfrei die Durchtrittsschleuse durchwandern kann.

Dabei ist die Durchtrittsschleuse zumindest innerhalb derjenigen Zeiträume für den Kettfaden durchlässig, in denen der Kettfaden die Bewegungsbahn des Schußfadengestells schneidet.

Wird das Schußfadengestell an einer zentralen Maschinenachse gelagert, so ist die Durchtrittsschleuse zwischen der Maschinenachse und der Schußfadenspule anzuordnen.

Wird das Schußfadengestell an seinem Außenumfang in einem entsprechenden Lagerring gelagert geführt, so muß die Durchtrittsschleuse zwischen dem Lagerring und der Schußfadenspule angeordnet werden.

Beide Ausführungsbeispiele sind mögliche Anwendungen der Erfindung, wobei die Anordnung der Durchtrittsschleuse wesentlich von den Durchdringungszonen abhängig ist, die sich zwischen der Bewegungsbahn des Schußfadengestells und der Bewegungsebene des Kettfadens während seiner Verlegung ergeben.

Wird das Schußfadengestell an seinem Außenumfang gelagert ergibt sich die Durchdringungszone zwischen Kettfaden und Schußfadengestell immer dann, wenn der Kettfaden von der Verlegeeinrichtung oberhalb des vorbeirotierenden Schußfadens verlegt werden muß.

Wird das Schußfadengestell zentral an der Maschinenachse in einem ringförmigen Lagerkörper gelagert, so muß die Durchdringungsstelle immer dann in Anspruch genommen werden, wenn der Kettfaden unterhalb des mit entgegengesetzter Drehrichtung vorbeirotierenden Kettfadens verlegt werden muß. Hierfür werden Ausführungsbeispiele angegeben.

Für Rotorflechtmaschinen mit horizontaler Maschinenachse gilt dies entsprechend.

Aus den Unteransprüchen ergeben sich vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,

2 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Hohlzylinder,

3a ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit paarweise angeordneten Durchtrittsschleusen,

3b ein Ausführungsbeispiele gemäß 4a mit Wälzkörperlagerung am Außenumfang

3c ein Detail zur Wälzkörperlagerung

4 schematische Darstellung der Erfindung an einer Rotorflechtmaschine,

5 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an einer Rotationsflechtmaschine,

6 eine Rotationsflechtmaschine in axialer Aufsicht,

7 eine schematisch dargestellte Rotationsflechtmaschine anderer Bauart,

8 ein erstes Ausführungsbeispiel für ein Getriebe ungleichförmiger Drehzahl,

9 ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Getriebe ungleichförmiger Drehzahl.

Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets für alle Figuren.

Die Figuren zeigen eine Durchtrittsschleuse 1 für einen beidseitig eingespannt bleibenden und laufenden Faden 2.

Insbesondere die 4, 5 und 7 zeigen, daß der Faden 2 zwischen einer ersten Einspannstelle 3a und einer zweiten Einspannstelle 3b eingespannt ist, während er die Durchtrittsschleuse 1 passiert.

Die Durchtrittsschleuse 1 ist Bestandteil eines Gestells, welches in ein erstes Gestellteil 4 und ein zweites Gestellteil 5 geteilt ist. Im Bereich der Teilungsstelle soll der zwischen den Einspannstellen 3a und 3b eingespannt bleibende Faden das Gestell durchdringen.

Hierzu wird der Faden mittels der Einspannstellen 3a und 3b quer zu dem Gestell 4, 5 bewegt und durchdringt auf seinem Weg das Gestell 5 quer zu dessen Längserstreckung.

Im Bereich der Durchdringungsstelle 6 ist das Gestell geteilt. Dort ist die Durchtrittsschleuse 1 nach der vorliegenden Erfindung angeordnet.

Die Durchtrittsschleuse 1 verbindet einerseits die beiden Gestellteile 4, 5 miteinander und dient andererseits dazu, dem quergeführten Faden 2 den Weg bei der Durchdringung des Gestells 4, 5 zu öffnen.

Zu diesem Zweck ist die Durchtrittsschleuse 1 – vom Faden aus gesehen – vor dem Faden 2 in Öffnungsrichtung 7 und hinter dem Faden in Schließrichtung 8 bewegbar.

Im Ausführungsbeispiel gemäß 1 wird dies dadurch erreicht, daß die beiden Gestellteile 4, 5 über pneumatische Kolbenzylindereinheiten 9 miteinander in Verbindung stehen.

Das eine Gestellteil 5 trägt die Kolbenzylindereinheiten 9, die über eine geeignete Energieversorgung 10 von der Steuerung 11 beaufschlagt werden.

Die bewegbaren Bestandteile der Kolbenzylindereinheiten 9 verfahren auf ihrem Weg in Richtung zum anderen Gestellteil 4 und dringen in dort vorgesehene zylindrische Bohrungen ein, wodurch auf geeignete Weise die Verbindung zwischen den beiden Gestellteilen 4, 5 hergestellt ist.

Durch entsprechende Ansteuerung der Kolbenzylindereinheiten wird nun die Durchdringungsstelle 6 für den Faden 2 geöffnet, wie in 1 auf der linken Seite des Bildes gezeigt.

Dies bedeutet, daß auf der Vorderseite 19 des Gestells, die dem ankommenden Faden 2 zugewandt ist, die erste Kolbenzylindereinheit 9 bereits geöffnet ist, während die nächste Kolbenzylindereinheit 9 und alle nachfolgenden sich einerseits noch auf dem Weg in die Öffnungsstellung befinden und andererseits – mit zunehmendem Abstand von der aktuellen Position des Fadens 2 – noch im Verbund mit dem anderen Gestellteil 4 befinden.

Es ist daher ersichtlich, daß die Eintrittsöffnung 24 dem quergeführten Faden 2 den Eintritt in den Durchtrittsschlitz 25 bereits ermöglicht, während die weiter stromabwärts gelegenen Kolbenzylindereinheiten immer noch den Verbund zwischen den beiden Gestellteilen 4, 5 sicherstellen.

Tritt nun der Faden in den Durchtrittsschlitz 25 weit genug hinein, so kann die erste Kolbenzylindereinheit wieder in Schließrichtung 8 verfahren werden, während die nächste Kolbenzylindereinheit für den ankommenden Faden geöffnet sein muß usw.

Es entsteht daher an der Durchtrittsschleuse 1 eine mit dem Bewegungsfortschritt des Fadens angesteuerte Vor- und Rückzugsbewegung der Kolbenzylindereinheiten 9, so daß der Faden praktisch behinderungsfrei die Durchtrittsschleuse 1 passieren kann.

Nachdem der Faden den Durchtrittsschlitz 25 über die auf der Rückseite 20 des Gestells vorgesehene Austrittsöffnung 26 verlassen hat, sind alle Kolbenzylindereinheiten 9 wieder im vollständigen Eingriff mit dem anderen Gestellteil 4. Während dieses Vorganges bleibt der Faden zwischen seinen Einspannstellen 3a und 3b beidseitig eingespannt, wobei bezüglich der beiden Gestellteile 4, 5 die eine Einspannstelle 3a und die andere Einspannstelle 3b auf sich gegenüberliegenden Gestellseiten vorbeifahren, während der Faden beidseitig eingespannt bleibt.

Vorzugsweise wird während dieses Vorganges der Faden in seiner Längsrichtung mit der Verarbeitungsgeschwindigkeit gezogen, so daß die Fadenspannung während dieses Vorganges im wesentlichen unverändert bleibt. Dies bietet den Vorteil einer kontinuierlichen Fadenverarbeitung.

2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Hier wird die Durchtrittsschleuse von einem Hohlzylinder 12 gebildet, der durch einen geeigneten Antrieb in Drehung versetzt wird.

Zu diesem Zweck dient ein Antriebsmotor 13, der über einen doppelten Zahnriemen 14 so umgelenkt ist, daß er mit seiner Außenseite auf dem Außenumfang des Hohlzylinders 12 aufliegt, während seine Innenseite von dem Antriebsmotor 13 in Bewegung versetzt wird.

Über Umlenkrollen 15, 16 wird der doppelte Zahnriemen 14 so gestrafft, daß er mit seiner Innen- und seiner Außenseite im ständigen formschlüssigen Eingriff mit Antrieb und Abtrieb bleibt.

Die im Zugtram angeordnete Umlenkrolle 15 ist vorzugsweise starr gelagert und die im Leertrum angeordnete Umlenkrolle 16 kann federbeaufschlagt sein, um eine im wesentlichen konstante Längsspannung des Zahnriemens 14 zu erzielen.

Wesentlich ist, daß der Hohlzylinder 12 auf einer Mantellinie geschlitzt ist, die abhängig von der jeweiligen Drehstellung des Hohlzylinders 12 mit dem Durchtrittsschlitz 25 zwischen den beiden Gestellteilen 4, 5 zur Deckung gebracht werden kann.

Der Schlitz 17 ist zusätzlich abhängig von der jeweiligen Drehstellung einmal der Eintrittsöffnung 24 und in einer anderen Drehstellung der Austrittsöffnung 26 zugewandt.

Befindet sich der Schlitz 17 auf derjenigen Seite der Durchtrittsschleuse 1, wo der ankommende Faden 2 erwartet wird, wird eine sich über die Mantellinie des Hohlzylinders erstreckende Eindringstelle in die Durchtrittsschleuse 1 bereitgestellt, deren Umfangserstreckung in Abhängigkeit von der jeweiligen Drehzahl des Hohlzylinders 12 so bemessen ist, daß der Faden 2 behinderungsfrei in den Innenraum des Hohlzylinders 12 über den Schlitz 17 eindringen kann.

Zusätzlich kann vorgesehen sein, den Schlitz 17 zwischen der Eintrittsstelle in die Wandung des Hohlzylinders und der Austrittsstelle aus der Wandung des Hohlzylinders so um einen Winkel 18 zu neigen, daß auch bei einer schmalen Schlitzbreite eine Kollision zwischen dem Faden 2 und den Wandungen des Schlitzes 17 vermieden wird.

Der Vollständigkeit halber soll gesagt sein, daß anstelle eines Fadens 2 auch ein entsprechend gestalteter Fadenführer 21 die Durchtrittsschleuse 1 gemäß der vorliegenden Erfindung passieren kann, so lange die Geometrie des Durchtrittsschlitzes 25 und die Geometrie des Fadenführers 21 entsprechend aufeinander abgestimmt sind.

In jedem Falle jedoch dient die Durchtrittsschleuse 1 dem Durchtritt des beidseitig eingespannt bleibenden Fadens durch die Gestellteile 4, 5.

Damit die Gestellteile 4, 5 zusammengehalten werden, ist der Hohlzylinder 12 in seinem Innenumfang von jeweils zwei gegenüberliegenden Teilzapfen 22, 23 durchsetzt. Jeder Teilzapfen 22, 23 ist Bestandteil eines der beiden Gestellteile 4, 5. Die Teilzapfen erstrecken sich in Umfangsrichtung des Hohlzylinders 12 lediglich soweit, daß sie weniger als diametralen Querschnitt aufweisen, so daß zwischen den beiden Teilzapfen 22, 23 der Durchtrittsschlitz 25 verbleibt.

Zur Realisierung hoher Drehzahlen des Hohlzylinders 12 können im Kontaktbereich zwischen dem Innenumfang des Hohlzylinders 12 und dem Außenumfang des Teilzapfens 22, 23 Gleitlager 27 vorgesehen sein. Die Teilzapfen 22, 23 sind mit ihren stirnseitigen Enden jeweils starr mit dem Gestellteil 4 bzw. 5 verbunden und binden die Gestellteile 4, 5 auf diese Weise aneinander.

Der Außenumfang des Hohlzylinders 12 ist seinerseits in einer entsprechenden Umfangslagerung des zugehörigen Gestellteils 4, 5 drehbar gelagert, so daß auch hier vorwiegend Verschleißfreiheit gewährleistet ist.

Auf diese Weise erfolgt die notwendige weitere Bindung der äußeren Gestellteile 4, 5 in Richtung auf den Durchtrittsschlitz 25, da über die bezüglich des Hohlzylinders außenliegenden Lagerflächen eine Verlagerung der Gestellteile 4, 5 aufeinander zu verhindert wird.

Ergänzend hierzu zeigt 3a eine Weiterbildung der Durchtrittsschleuse 1, bei welcher auf dem Weg des Fadens 2 bei seinem Durchtritt durch das Gestell 4, 5 zwei Hohlzylinder 12 vorgesehen sind, die von dem Faden 2 nacheinander durchlaufen werden.

Zu diesem Zweck sind die Drehzahlen der beiden Hohlzylinder 12 im Sinne der Relativgeschwindigkeit zwischen dem Faden 2 und der Durchtrittsschleuse 1 in Querrichtung bezüglich des Gestells 4, 5 so miteinander gekoppelt, daß der Faden 2 durch beide Hohlzylinder 12 nacheinander tritt.

Es muß bei dieser Ausgestaltung der Erfindung dafür Sorge getragen werden, daß die jeweiligen Schlitze 17 der beiden Hohlzylinder 12 so miteinander synchronisiert sind, daß abhängig von der Quergeschwindigkeit des Fadens 2 jeweils der betreffende Schlitz zum Eintritt in den betreffenden Hohlzylinder bzw. zum Austritt aus dem betreffenden Hohlzylinder mit dem Durchtrittsschlitz 25 zwischen den Gestellteilen 4, 5 fluchtet.

Die Weiterbildung gemäß 3a bietet den zusätzlichen Vorteil, daß eventuelle Kippmomente zwischen den Gestellteilen 4, 5 über die beiden Hohlzylinder 12 abgefangen werden, so daß sich diese Weiterbildung der Erfindung insbesondere an bewegten Gestellen 4, 5 eignet, die auf diese Weise statisch eindeutig zueinander gelagert sind.

Ergänzend hierzu zeigt 3b eine Weiterbildung gemäß 3a.

Hier ist jeder der beiden Hohlzylinder 12 im Antriebsverbund mit einem separaten Antriebsmotor 20a, b. Zur Synchronisierung der beiden Hohlzylinder 12 dient eine Synchronsteuerung 29 um sicher zu stellen, daß der quer zu den Gestellteilen 4, 5 bewegte Faden jeweils einen zuständigen Schlitz 17 antrifft um den Durchtrittsschlitz 25 zwischen Eintrittsöffnung 24 und Austrittsöffnung 26 passieren zu können.

Ergänzend hierzu zeigt 3b in Verbindung mit 3c Hohlzylinder, die auf ihrem Außenumfang in Wälzlagern 30 sitzen. Zu diesem Zweck weist jeder Hohlzylinder 12 auf seinem Außenumfang eine spiralförmig umlaufende Wälzkörpernut auf, die mit einer entsprechend ausgestalteten Wälzkörpernut in Gestellteil 4 bzw. 5 kämmt.

Zwischen den zueinander korrespondierenden Wälzkörpernuten sind die Wälzkörper 31 eingelagert, die sich bei Drehung des jeweiligen Hohlzylinders 12 in ihren Wälzkörpernuten vorwärts bewegen.

Da die Wälzkörper 31 die Durchtrittsschleuse 1 aus verständlichen Gründen nicht passieren dürfen, ist am jeweiligen Gestellteil 4 bzw. 5 dort, wo die ankommenden Wälzkörper 31 umgelenkt werden müssen, ein Rückführungskanal 33 vorgesehen, über den die Wälzkörper 30 wieder zum Anfang des Kugelumlaufs geführt werden.

Insbesondere 3c zeigt hierzu, daß die Kugelbahn 32 nach Art einer Spirale aufgebaut ist, wobei der jeweilige Weg 34a bis c der Wälzkörper über Verbindungskanäle verfügt, so daß sich insgesamt eine geschlossene Kugelumlaufbahn ergibt, da die Kugeln nach Austritt aus dem letzten Kugelumlauf über den Rückführungskanal 33 zum Anfang geführt werden.

Um zu verhindern, daß die Kugeln beim Übergang der Wälzkörperbahnen zwischen den Gestellteilen 4, 5 und dem Hohlzylinder 12 aus ihren vorgegebenen Bahnen herausfallen, wird zusätzlich vorgeschlagen, daß die vorgegebenen Bahnen in den Gestellteilen 4, 5 die Kugeln mit einen Winkel von jeweils mehr als 180° umgreifen und auf diese Weise den Freiheitsgrad der Kugeln in Richtung zum Zentrum des Hohlzylinders versperren.

In allen gezeigten Ausführungsbeispielen weist die Durchtrittsschleuse 1 ein Verschlußelement auf, welches die beiden Gestellteile 3, 4 miteinander verbindet. im Ausführungsbeispiel gemäß 1 wird das Verschlußelement von den beweglichen Bestandteilen der Kolbenzylindereinheit 9 gebildet, während im Falle der weiteren Figuren das Verschlußelement vom Hohlzylinder 12 gebildet wird.

Jedes Verschlußelement dient zum Öffnen und Schließen eines für den ankommenden Faden geöffneten Fensters, welches hinter dem Faden wieder geschlossen wird um die Verbindung zwischen den Gestellteilen 4, 5 herzustellen.

Es entsteht auf diese Weise ein Fenster, welches zwischen den sich gegenüberliegenden Stirnseiten der Gestellteile 4, 5 den Durchtrittsschlitz 25 durchwandert, wobei die Wandergeschwindigkeit des Fensters so bemessen ist, daß der re1ativ zu den Gestellteilen 4, 5 bewegte Faden 2 ungehindert verfahren werden kann.

Es kann daher sinnvoll sein, die Öffnungsgeschwindigkeit des dem ankommenden Faden zugewandten Fensters so abzusenken, daß dem Faden hinreichend Zeit verbleibt, die Eintrittsöffnung 24 bzw. Austrittsöffnung 26 zu passieren.

Zu diesem Zweck wird ergänzend vorgeschlagen, die jeweilige Eintrittsöffnung in das Fenster, die beispielweise durch den Schlitz 17 gegeben ist, bedarfsweise länger offen zu halten.

Dies kann im Falle des Hohlzylinders 12 durch eine veränderbare Drehzahl realisiert werden.

Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, den Hohlzylinder 12 mit vorbestimmten Drehzahlen so anzutreiben, daß die Drehzahl beim Eintritt des Fadens in den und beim Austritt des Fadens aus dem Schlitz 17 abgesenkt wird.

Es bietet sich an, den jeweiligen Antriebsmotor 13 bzw. 28a, b drehzahlsteuerbar vorzusehen.

Die Drehzahl des Motors sollte dann während der Durchtrittsphase des Fadens 2 durch den Mantel des Hohlzylinders 12 entsprechend verringert werden.

Andererseits kann auch vorgesehen sein, den Hohlzylinder 12 mit einem Getriebe 35 ungleichförmiger Drehzahl zu koppeln.

Hierzu zeigen die 8 und 9 mögliche Ausführungsbeispiele.

Im Ausführungsbeispiel gemäß 8 ist das Getriebe 35 durch zwei Zahnräder gebildet, die ihre jeweiligen Drehpunkte 36,37 außerhalb der Kreismitte 38 bzw. 39 des jeweiligen Zahnrades besitzen.

Es handelt sich bei diesem Zahnradpaar um ein Getriebe mit periodisch veränderlicher Übersetzung. Die exzentrische Lagerung der Kreiszahnräder sorgt während einer Umdrehung des vom Motor 13 angetriebenen ersten Zahnrades für eine auf- und abschwellende Abtriebsdrehzahl des zweiten Zahnrades, welches seinerseits mit dem Außenumfang des Hohlzylinders 12 gekoppelt ist.

Dabei ergibt sich die jeweilige Exzentrizität aus den Abständen zwischen den Drehpunkten 36, 37 und den Kreismitten 38,39.

Alternativ hierzu können beispielsweise auch elliptische Zahnräder gemäß 9 Verwendung finden.

Dabei sind zwei sich am Außenumfang berührende Ellipsen an jeweils einem Drehpunkt 36 bzw. 37 gelagert.

Von diesen Drehpunkten 36, 37 erstreckt sich jeweils eine Kurbel 40a bzw. 40c auf den langen Halbachsen der Ellipsen bis zu einem symmetrisch zu den Drehpunkten 36, 37 liegenden Koppelpunkt auf der gegenüberliegenden Halbellipse.

Diese beiden Koppelpunkte sind über eine Koppel 40b miteinander verbunden, um den Ellipsen übereinstimmende Drehbewegung aufzuprägen.

Der Vollständigkeit halber soll gesagt sein, daß anstelle einer kontinuierlich umlaufenden Bewegung des Hohlzylinders 12 auch eine alternierende Bewegung durchaus in Betracht kommt, bei welcher der Schlitz 17 jeweils bezüglich des Durchtrittsschlitzes 26 hin und her verfährt, so daß der Faden die Durchtrittsschleuse 1 behinderungsfrei passieren kann.

Die 4 bis 7 zeigen nun die Anwendung der Erfindung an einer Rotorflechtmaschine 41.

Derartige Rotorflechtmaschinen dienen zum Umflechten von Langobjekten 51 im kontinuierlichen Verfahren.

Zum Umflechten der Langobjekte 51 wird Flechtgut verwendet, welches von Kettfadenspulen 45 bzw. Schußfadenspulen 46 abgezogen wird, während die Spulen in zueinander entgegengesetzten Richtungen um die Maschinenachse 42 rotieren.

Dabei sind jeweils Gruppen von Kettfäden auf dem Kettfadengestell 43 angeordnet und Gruppen von Schußfäden auf dem Schußfadengestell 44.

Die Kettfäden und Schußfäden werden, von ihren jeweiligen Ablaufspulen kommend, zum Flechtpunkt 50 geführt.

Da der Kettfaden 48 einmal oberhalb und einmal unterhalb des jeweils vorbeirotierenden Schußfadens verlegt werden muß, ist eine Verlegeeinrichtung 47a vorgesehen, die den Kettfaden 48 entsprechend führt.

An ihrem oberen Ende trägt die Verlegeeinrichtung 47a eine Ablauföse 49, die eine Einspannstelle 3a für den Kettfaden bietet, während die andere Einspannstelle 3b von dem Flechtpunkt 50 gebildet wird.

Die Verlegeeinrichtung 47a rotiert mit ihrer zugeordneten Kettfadenspule 45 in entsprechender Drehrichtung und ist derart am Kettfadengestell 43 verschwenkbar, daß der jeweils zugeordnete Kettfaden abwechselnd oberhalb und unterhalb der Rotationsebene 53 des jeweils mit entgegengesetzter Richtung vorbeirotierenden Schußfadens verlegt wird. Sinngemäß fahren die Kettfadenspulen 45 ebenfalls auf einer Rotationsebene 54, die sich allerdings in einem größeren Abstand vom Flechtpunkt 50 befindet, als die Rotationsebene der Schußfadenspulen.

Aus der gestrichelten Linie ist der Weg 55 der Verlegeeinrichtung, speziell der Ablauföse 49 bekannt.

Man erkennt, daß der Weg 55 die Rotationsebene der Schußfadenspulen 53 periodisch durchdringt, so daß der von der Ablauföse 49 kommende Faden einmal oberhalb und einmal unterhalb des jeweils mit entgegengesetzter Richtung vorbeirotierenden Schußfadens verlegt werden kann.

Die Lagerung des Schußfadengestells 44 erfolgt hier über einen Lagerring 56a, der zentral im Inneren der Rotorflechtmaschine 41 sitzt und praktisch unmittelbar im Bereich der Maschinenachse 42 vorgesehen ist.

Man kann sich leicht vorstellen, daß dieser Lagerring 56a mit einer Vielzahl von strahlenartig nach außen zeigenden Schußfadengestellen 44 verbunden ist. Der Lagerring 56a ist ringförmig geschlossen und in geeigneter Weise an einem Zentralrohr der Rotorflechtmaschine 41 gelagert.

Alternativ hierzu kann das Schußfadengestell 44 auch im Innenumfang eines außen liegenden Lagerrings 56b gelagert sein, wie die gestrichelte Nebenfigur zeigt.

Es ist ersichtlich, daß abhängig von der jeweiligen Lagerung des Schußfadengestells 44 die Durchtrittsschleuse 1 unterschiedlich angeordnet werden muß.

In jedem Fall ist aber das Schußfadengestell 44 im Bereich zwischen Lagerkörper 56a, 56b und der Schußfadenspule 46 in einen bezüglich der Maschinenachse 42 inneren Gestellabschnitt 4 und einen äußeren Gestellabschnitt 5 unterteilt ist.

Die Gestellabschnitte 4, 5 sind über eine Durchtrittsschleuse 1 für den Kettfaden 48 miteinander verbunden.

Aufgrund der drehenden Anordnung von Schußfadengestell und Kettfadengestell ist die Durchtrittsschleuse 1 korrespondierend zur Relativdrehzahl zwischen Kettfadengestell 43 und Schußfadengestell 44 zumindest in denjenigen Zeiträumen für den Kettfaden 48 durchlässig, in denen der Kettfaden 48 die Bewegungsbahn des aktuell entgegengesetzt rotierenden Schußfadengestells 44 schneidet.

4 zeigt daher unterschiedliche Konstruktionsprinzipien für eine Rotorflechtmaschine 41, deren Schußfadengestell 44 in einem ringförmigen Lagerkörper 56a, 56b sitzt, wobei die Durchtrittsschleuse 1 in jedem Fall so angeordnet werden kann, daß der Kettfaden 48 vom mit entgegengesetzter Richtung vorbeirotierenden Schußfadengestell 44 nicht durchtrennt werden kann.

Die Durchtrittsschleuse 1 wirkt praktisch als ein Fenster, welches in Umfangsrichtung wandert und das Schußfadengestell 44 auf der gesamten Erstreckung parallel zum Verlauf des Kettfadens 48 durchsetzt. Entgegen der jeweiligen Drehrichtung des Schußfadengestells 44 und relativ mit dem Bewegungsfortschritt des Kettfadens wird das Fenster geöffnet und hinter der aktuellen Position des Kettfadens 48 wieder geschlossen.

Dabei folgt die geöffnete Zone der Durchtrittsschleuse 1, die in den vorausgegangenen Ausführungsbeispielen dem Durchtrittsschlitz 25 zwischen Eintrittsöffnung 24 und Austrittsöffnung 26 entspricht, mit der in Umfangsrichtung vorliegenden Relativgeschwindigkeit zwischen dem Kettfaden 48 und dem Schußfadengestell 44 derart dem Bewegungsfortschritt des Kettfadens 48, daß auch bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten der Kettfaden 48 einmal oberhalb und einmal unterhalb der jeweiligen Rotationsebene des Schußfadengestells 53 liegend zum Flechtpunkt 50 geführt werden kann.

6 zeigt das Prinzip einer Rotorflechtmaschine in axialer Aufsicht.

Es ist ersichtlich, daß Kettfadengestell 43 und Schußfadengestell 44 sich jeweils strahlenförmig bezüglich der Maschinenachse erstrecken und daß eine Vielzahl von Schußfadenspulen 46 an jeweiligen Gestellarmen sitzen. Jeder Gestellarm weist eine Durchtrittsschleuse 1 nach der vorliegenden Erfindung auf.

Während 5 ein Ausführungsbeispiel zeigt, bei welchem der Antrieb 57 der Rotorflechtmaschine 41 sowohl für das Kettfadengestell 43 als auch für das Schußfadengestell 44 vorgesehen ist, zeigt 7 ein Ausführungsbeispiel mit separaten Antrieben 68 bzw. 62, jeweils für das Kettfadengestell 43 bzw. das Schußfadengestell 44.

Im Ausführungsbeispiel gemäß 5 ist zur Drehrichtungsumkehr ein Umkehrgetriebe 58 vorgesehen, welches dazu dient, die vom Antriebsmotor 57 aufgebrachte Drehrichtung für das Kettfadengestell so umzukehren, daß das Schußfadengestell 44 mit der entgegengesetzten Drehrichtung rotiert.

Dieser Maßnahme bedarf es bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 7 nicht, da hier für jede Drehrichtung ein eigener Antrieb 61 bzw. 62 vorgesehen ist.

Die Steuerung der beiden Antriebe 61,62 erfolgt hier über eine Synchronsteuerung 63 um entgegengesetzte Drehrichtungen zu erzeugen.

Ergänzend hierzu zeigt 5 noch ein Ausführungsbeispiel für die Steuerung der Verlegeeinrichtung 47a.

Ortsfest am Maschinengestell ist hierzu eine auf- und ablaufende Kulissenbahn 59a vorgesehen, die in einer geschlossenen Kurve um das Maschinengestell herum verläuft.

In dieser Kulissenbahn sitzt ein Kulissenstein 59b, der über eine Kurbel 60 mit dem Verlegehebel verbunden ist, der an seinem oberen Ende die Ablauföse 49 trägt.

1 Durchtrittsschleuse 2 Faden 3a Einspannstelle 3b Einspannstelle 4 erstes Gestellteil, inneres Gestell 5 zweites Gestellteil, äußeres Gestell 6 Durchdringungsstelle 7 Öffnungsrichtung 8 Schließrichtung 9 Kolbenzylindereinheit 10 Energieversorgung 11 Steuerung 12 Hohlzylinder 13 Antriebsmotor 14 doppelter Zahnriemen 15 Umlenkrolle, Zugtrum 16 Umlenkrolle, Leertrum 17 Schlitz 18 Neigungswinkel 19 Vorderseite des Gestells 20 Rückseite des Gestells 21 Fadenführer 22 erster Teilzapfen 23 zweiter Teilzapfen 24 Eintrittsöffnung 25 Durchtrittsschlitz 26 Austrittsöffnung 27 Gleitlager 28a, b Antriebsmotorenpaar 29 Synchronsteuerung 30 Wälzlager 31 Wälzkörper 32 Kugelbahn 33 Rückführungskanal 34a–c Weg der Wälzkörper 35 Getriebe ungleichförmiger Drehzahl 36 Drehpunkt, erstes Zahnrad 37 Drehpunkt, zweites Zahnrad 38 Kreismitte, erstes Zahnrad 39 Kreismitte, zweites Zahnrad 40a Kurbel, erstes Zahnrad 40b Koppel 40c Kurbel, zweites Zahnrad 41 Rotorflechtmaschine 42 Maschinenachse 43 Kettfadengestell 44 Schußfadengestell 45 Kettfadenspule 46 Schußfadenspule 47a Verlegeeinrichtung 47b Schwenkachse 48 Kettfaden 49 Ablauföse 50 Flechtpunkt 51 Langobjekt 52 umflochtenes Langobjekt 53 Rotationsebene, Schußfadengestell 54 Rotationsebene, Kettfadengestell 55 Weg der Ablauföse 56a Lagerring innen 56b Lagerring außen 57 Antrieb der Rotorflechtmaschine 58 Umkehrgetriebe 59a Kulissenbahn 59b Kulissenstein 60 Kurbel 61 Antrieb Kettfadengestell 62 Antrieb Schußfadengestell 63 Synchronsteuerung für 61, 62

Anspruch[de]
  1. Durchtrittsschleuse (1) für einen beidseitig eingespannten bleibenden und laufenden Faden (2), der mittels der Einspannstellen (3a, 3b) quer zu einem Gestell (4, 5) bewegt wird und auf seinem Weg das Gestell (4, 5) quer zu dessen Längserstreckung durchdringt, wobei das Gestell (4, 5) im Bereich der Durchdringungsstelle (6) geteilt ist und die beiden Gestellteile (4, 5) über die Durchtrittsschleuse (1) miteinander verbunden sind, während die Durchtrittsschleuse (1) – vom Faden (2) aus gesehen – vor dem Faden (2) in Öffnungsrichtung (7) und hinter dem Faden (2) in Schließrichtung (8) bewegbar ist.
  2. Durchtrittsschleuse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsschleuse (1) einen drehend angetriebenen Hohlzylinder (12) aufweist, der auf einer Mantellinie geschlitzt (17) ist, die Schlitzrichtung sich in Fadenrichtung erstreckt und dessen Drehzahl so abgestimmt ist, daß der Schlitz (17) auf der Vorderseite (19) des Gestells (4, 5) als Eintrittsschlitz (24) und auf der Rückseite (20) des Gestells (4, 5) als Austrittsschlitz (26) dient.
  3. Durchtrittsschleuse (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (12) in seinem Innenumfang von jeweils zwei gegenüberliegenden Teilzapfen (22, 23) durchsetzt ist, von denen der eine (22) Bestandteil des einen Gestellteils (4) und der andere (23) Bestandteil des anderen Gestellteils (5) ist, wobei die Teilzapfen (22, 23) zwischen sich den Durchtrittsschlitz (25) freilassen.
  4. Durchtrittsschleuse (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (12) auf den Teilzapfen (22, 23) in Gleitlagern (27) sitzt.
  5. Durchtrittsschleuse (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (12) auf seinem Außenumfang in Wälzlagern (30) sitzt, die jeweils getrennt für das eine und das anderen Gestellteil (4, 5) eine vollständig geschlossene Kugelumlaufbahn (33, 34ac) aufweisen.
  6. Durchtrittsschleuse (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (12) mit vorbestimmten Drehzahlen so angetrieben ist, daß die Drehzahl beim Eintritt des Fadens (2) in den und beim Austritt des Fadens (2) aus dem Schlitz (17) abgesenkt wird.
  7. Durchtrittsschleuse (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (12) mit einem Getriebe (35) ungleichförmiger Abtriebsdrehzahl verbunden ist.
  8. Durchtrittsschleuse (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (12) mit einem drehzahlsteuerbaren Motor gekoppelt ist.
  9. Durchtrittsschleuse (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Weg des Fadens (2) bei seinem Durchtritt durch das Gestell (4, 5) zwei Hohlzylinder (12) vorgesehen sind, die nacheinander durchlaufen werden und deren Drehzahlen im Sinne der Relativgeschwindigkeit zwischen Faden (2) und Durchtrittsschleuse (1) in Querrichtung so miteinander gekoppelt sind, daß der Faden (2) durch beide Hohlzylinder (12) nacheinander tritt.
  10. Rotorflechtmaschine (41) zum Umflechten von Langobjekten (51) mittels Flechtgutes, welches in Gruppen von Kettfäden (48) und Schußfäden von jeweiligen Ablaufspulen (45, 46) kommend zum Flechtpunkt (50) geführt wird, wobei die Ablaufspulen (45, 46) jeder der beiden Gruppen an jeweils einem Kettfaden- (45) bzw. Schußfadengestell (44) sitzen und die beiden Gestelle (44, 45) zueinander in entgegengesetzter Richtung um die Maschinenachse (42) rotieren, wobei mit jeder Kettfadenspule (45) eine Verlegeeinrichtung (47a) mitrotiert, die derart am Kettfadengestell (43) verschwenkbar ist, daß der jeweils zugeordnete Kettfaden (48) abwechselnd oberhalb und unterhalb der Rotationsebene (53) des jeweils mit entgegengesetzter Richtung vorbeirotierenden Schußfadens verlegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
  11. 0 das Schußfadengestell (44) über einen ringförmigen Lagerkörper (56a; 56b) an dem Maschinengestell gelagert ist und
  12. 1 im Bereich zwischen Lagerkörper (56a; 56b) und Schußfadenspule (46) in einen bezüglich der Maschinenachse (42) inneren und einen äußeren Gestellabschnitt (4, 5) unterteilt ist, wobei die Gestellabschnitte (4, 5)
  13. 2 über eine Durchtrittsschleuse (1) für den Kettfaden (48) miteinander verbunden sind, die
  14. 3 korrespondierend zur Relativdrehzahl zwischen Kettfadengestell (45) und Schußfadengestell (44) zumindest in denjenigen Zeiträumen für den Kettfaden (48) durchlässig ist, in denen
  15. 4 der Kettfaden (48) die Bewegungsbahn des Schußfadengestells (44) schneidet.
  16. Rotorflechtmaschine (41) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsschleuse (1) ein in Umfangsrichtung wanderndes Fenster ist, welches das Schußfadengestell (44) auf der gesamten Erstreckung parallel zum Verlauf des Kettfadens (48) durchsetzt und das entgegen der Drehrichtung des Schußfadengestells (44) und relativ mit dem Bewegungsfortschritt des Kettfadens (48) geöffnet und hinter der aktuellen Position des Kettfadens (48) wieder geschlossen wird.
  17. Rotorflechtmaschine (41) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die geöffnete Zone der Durchtrittsschleuse (1) mit der in Umfangsrichtung vorliegenden Relativgeschwindigkeit zwischen dem Kettfaden (48) und dem Schußfadengestell (44) dem Bewegungsfortschritt des Kettfadens (48) folgt.
  18. Rotorflechtmaschine (41) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Kettfaden (48) während der Fortbewegung durch die Durchtrittsschleuse (1) berührungsfrei zu deren Wandungen geführt wird.
  19. Rotorflechtmaschine (41) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsschleuse (1) zugleich auch als Vorrichtung zur Verbindung der inneren und äußeren Gestellteile (4, 5) zwischen Lagerring (56a, 56b) und Schußfadenspulen (46) dient.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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