Shah, Minish Mahendra, East Amherst, N.Y., US; Bool, III, Lawrence E., Hopewell Junction, N.Y., US; Thompson, David Richard, Grand Island, N.Y., US; Gottzman, Christian Friedrich, Clarence, N.Y., US; Kobayashi, Hisashi, Putnam Valley, N.Y., US
Vorgeschlagen wird ein Verfahren zum Befeuern einer Wärme verbrauchenden Vorrichtung, beispielsweise eines Boilers oder eines Ofens, bei welchem eine Sauerstofftransportmembran so mit der Vorrichtung integriert wird, dass ein Teil des permeierten Sauerstoffs eine anfängliche Verbrennung zum Erwärmen der einströmenden Luft für das Sauerstofftransportmembransystem erwärmt. Ein verbleibender Teil des Sauerstoffs unterhält, nachdem er mit Rauchgasen von dem Boiler verdünnt wurde, eine sekundäre Verbrennung von Brennstoff innerhalb der Wärme verbrauchenden Vorrichtung.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befeuern einer
Wärme verbrauchenden Vorrichtung, beispielsweise eines Boilers oder Ofens, bei welchem
eine Verbrennung innerhalb der Wärme verbrauchenden Vorrichtung durch Sauerstoff
unterhalten wird, der mittels einer Sauerstofftransportmembran von Luft abgetrennt
wurde. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein derartiges Befeuerungsverfahren,
bei welchem der abgetrennte Sauerstoff außerdem eine Verbrennung unterhält, um einen
einströmenden Luftstrom zu der Sauerstofftransportmembran zu erwärmen, und bei welchem
Rauchgase von der Wärme verbrauchenden Vorrichtung umgewälzt werden, um den zu der
Wärme verbrauchenden Vorrichtung geleiteten Sauerstoff zu verdünnen.
Kohlendioxidemissionen, die von der Verbrennung von posilen Brennstoffen
herrühren, wurden als Hauptverursacher für den Anstieg von Treibhausgasen in der
Erdatmosphäre identifiziert. Dies trifft insbesondere für die Verbrennung von Kohle
zu, da der Kohlenstoffgehalt von Kohle im Vergleich zu anderen Brennstoffarten größer
ist. Außerdem ist es möglich, dass Anlagen, bei welchen eine Kohlebefeuerung eingesetzt
wird, beispielsweise ältere elektrische Einrichtungen, bei einem niedrigeren thermischen
Wirkungsgrad betrieben werden als Anlagen, die mittels flüssigen Brennstoffen befeuert
werden, wodurch inhärent mehr Kohlendioxidemissionen erzeugt werden als bei flüssig
befeuerten Anlagen.
Als eine mögliche Lösung zur Verminderung der globalen Erwärmung wurde
die Abtrennung und nachfolgende Maskierung (Sequestration) von Kohlendioxid identifiziert.
Eine Maskierung nach einer Abtrennung wird durch Kompression des Gases auf einen
hohen Druck und Einspritzen desselben in tiefe Formationen im Boden oder den Ozeanen
erreicht. Unglücklicherweise sind übliche Mittel zum Entfernen von Kohlendioxid
von Rauchgasen, wie beispielsweise Aminwaschen, kostspielig. Eine Verbrennung, die
auf Sauerstoff beruht, der mittels Tieftemperatur- oder Druckwechsel-Adsorptionszerlegungsanlagen
erzeugt wurde, senkt die Kosten des Abtrennens von Kohlendioxid von den Rauchgasen,
da das primäre Verbrennungsprodukt Wasser ist, das leicht kondensiert werden kann.
Jedoch machen die mit der Abtrennung von Sauerstoff mittels Tieftemperaturdestillation
oder Druckwechseladsorption verbundenen Kosten eine derartige Praxis wirtschaftlich
unattraktiv.
Obschon im Stand der Technik das oben skizzierte Problem nicht direkt
angegangen wird, wurden ähnliche Betrachtungen in anderen Gebieten vorgenommen.
Beispielsweise ist in US-A-5 976 223 ein Sauerstofftransportmembran-Reaktor offenbart,
in welchem keramische Werkstoffe eingesetzt werden, um Sauerstoff von sauerstoffhaltigen
Einsatzströmen abzutrennen. Solche keramischen Werkstoffe, im allgemeinen Perovskite,
können, wenn sie erwärmt werden und einen Sauerstoffpartialdruckdifferential ausgesetzt
werden, dazu dienen, den Sauerstoff von einem sauerstoffhaltigen Einsatz abzutrennen.
In wohlbekannter Weise wird Sauerstoff an einer Kathodenseite einer
Membran ionisiert, die mittels einer Keramik hergestellt wurde, die eine Abtrennung
von Sauerstoff bewirken kann. Die Sauerstoffionen werden durch die Membran auf deren
Anodenseite transportiert. An der Anodenseite der Membran rekombinieren die Sauerstoffionen,
indem sie die durch die Ionisation gewonnenen Elektronen verlieren. Die Elektronen
werden dann benutzt, um Sauerstoff an der Kathodenseite zu ionisieren. Bei bestimmten
Typen von keramischen Werkstoffen, die als Mischleiter bezeichnet werden, werden
sowohl Sauerstoffionen als auch Elektronen geleitet. Bei keramischen Werkstoffen,
die als Innenleiter bezeichnet werden, werden nur Sauerstoffionen geleitet und daher
werden separate elektrische Leitwege zum Leiten der Elektronen bereitgestellt.
Gemäß US-A-5 976 233 wird permeierter Sauerstoff mit einem Brennstoff
an der Permeat- oder Anodenseite der Membran verbrannt. Diese Verbrennung des Brennstoffs
reduziert den Sauerstoffpartialdruck an der Anodenseite der Membran, indem der permeierte
Sauerstoff verbraucht wird. Kohlendioxid kann von dem Permeatausstrom gewonnen werden.
Gemäß US-A-5 888 272 wird die Permeatseite eines Sauerstofftransportmembran-Reaktors
mit Verbrennungsprodukten von einem stromab ablaufenden Verfahren, in welches Brennstoff
injiziert wird, gespült. Die Verbrennung des Brennstoffs verbraucht einen Teil des
erzeugten Sauerstoffs, um die Membran zu erwärmen und die Antriebskraft von Sauerstoff
durch die Membran zu erhöhen. Der Verbrennungsausstrom wird dann in einen stromab
angeordneten Brenner eingeleitet und dazu benutzt, die Verbrennung innerhalb des
Brenners zu unterhalten und dadurch den rückzuführenden Verbrennungsausstrom zu
erzeugen.
In US-A-6 149 714 ist das Spülen der Permeatseite eines Sauerstofftransportmembran-Reaktors
mit einem Spülgasstrom mit geringer Sauerstoffkonzentration offenbart. Dies erzeugt
ein Oxidationsmittel, das benutzt wird, um die Verbrennung des Brennstoffs zu unterhalten
und dadurch Verbrennungsprodukte zu erzeugen. Wasser kann aus den Verbrennungsprodukten
heraus kondensiert werden, und Kohlendioxid kann daraus gewonnen werden.
Bei all den vorgenannten Druckschriften muss der eingeleitete Luftstrom
erwärmt werden. Dieses Erwärmen verbraucht Brennstoff und erzeugt
dadurch Kohlendioxid. Wie nachfolgend erläutert wird, stellt die vorliegende Erfindung
eine Integration bereit, bei welcher eine Sauerstofftransportmembran für eine Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung
in einer Wärme verbrauchenden Vorrichtung verwendet wird, in welcher die Luft, die
den abzutrennenden Sauerstoff enthält, ebenfalls mit einer Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung
vorgewärmt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befeuern einer
Wärme verbrauchenden Vorrichtung. Es sei angemerkt, dass der Begriff „Wärme
verbrauchende Vorrichtung", wie er im folgenden und in den Ansprüchen verwendet
wird, eine jegliche Vorrichtung bezeichnet, in welcher Wärme verbraucht wird, wie
beispielsweise einen Boiler oder einen Ofen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird Luft komprimiert, um einen verdichteten
Luftstrom zu erzeugen. Nach der Verdichtung wird der verdichtete Luftstrom erwärmt,
um einen erwärmten, verdichteten Luftstrom zu binden. Der verdichtete Luftstrom
wird mindestens teilweise durch eine erste Sauerstoff-Brennstoff Verbrennung erwärmt.
Der im folgenden und in den Ansprüchen verwendete Begriff „Sauerstoff-Brennstoff
Verbrennung" bezeichnet eine Verbrennung, die durch Sauerstoff unterhalten wird,
der in einem gasförmigen Gemisch enthalten ist, welches keinen molekularen Stickstoff
enthält, wie beispielsweise Luft. Der Sauerstoff wird mittels einen elektrochemischen
Trennverfahrens unter Einsatz eines Sauerstoffionentransports durch einen keramischen
Werkstoff von dem erwärmten verdichteten Luftstrom abgetrennt, um einen Sauerstoffpermeatstrom
und einen Retentatstrom zu erzeugen. Die Wärme verbrauchenden Vorrichtung wird mittels
einer zweiten Sauerstoff-Brennstoff Verbrennung angefeuert, die ein Kohlendioxid
enthaltendes Rauchgas erzeugt.
Die erste und die zweite Sauerstoff-Brennstoff Verbrennung werden
durch in dem Sauerstofftarbiat enthaltenen Sauerstoff unterhalten. Der Sauerstoff
wird in die zweite Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung als ein verdünnter Sauerstoffstrom
eingebracht, der durch Verdünnen des Sauerstofftarbiats mit einem Verdünnungsstoff
gebildet wird, der mindestens teilweise durch Rückführen eines Teils des Kohlendioxid
enthaltenden Rauchgases erzeugt wurde. Von der Wärme verbrauchenden Vorrichtung
wird ein Produktstrom abgezogen, der aus einem verbleibenden Teil des kohlendioxidhaltigen
Rauchgases gebildet wird. Dieser Produktstrom wird dann in dem stromablaufenden
Verfahren verwendet. Alternativ können Wasser und Kohlendioxid von dem Strom abgetrennt
werden, um das Kohlendioxid zu maskieren.
Vorzugsweise liegt der Sauerstoffgehalt des verdünnten Sauerstoffstroms
zwischen etwa 10 Volumenprozent und etwa 40 Volumenprozent. Stärker bevorzugt liegt
der Sauerstoffgehalt des verdünnten Sauerstoffstroms zwischen etwa 15 Volumenprozent
und etwa 25 Volumenprozent. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung wenn eine Wärme
verbrauchenden Vorrichtung nachgerüstet wird.
Der Sauerstoff kann von dem erwärmten, verdichteten Luftstrom innerhalb
mindestens einer Sauerstofftransportmembran abgetrennt werden, die über eine Retentatseite
und eine Permeatseite verfügt. Mindestens ein Teil des Rauchgasstromes wird von
dem Teil des kohlendioxidhaltigen Rauchgases gebildet. Der Rauchgasstrom wird in
die Permeatseite der mindestens einen Sauerstofftransportmembran als ein Verdrängungs-
oder Spülgasstrom eingeleitet, um dadurch einen Sauerstoff enthaltenden Spülgasstrom
zu bilden. Der Sauerstoff enthaltende Spülgasstrom wird in einen befeuerten Erhitzer
eingeleitet, um die erste Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung mit einem Teil des darin
enthaltenen Sauerstoffs zu unterhalten. Dies erzeugt einen Verbrennungsproduktstrom.
Der verdünnte Sauerstoff enthaltende Strom wird mindestens zum Teil durch den Verbrennungsproduktstrom
gebildet.
Bei einer anderen Ausführungsform, bei welcher mindestens eine Sauerstofftransportmembran
und ein befeuerter Erhitzer eingesetzt werden, wird ein Spülgasstrom zu der Permeatseite
der mindestens einen Sauerstofftransportmembran geleitet, um einen Sauerstoff enthaltenden
Spülgasstrom zu binden. Ein Teil des Sauerstoff enthaltenden Spülgasstroms und mindestens
ein Teil eines Rauchgasstroms, der von dem Teil des Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases
gebildet wird, werden in die Verbrennungskammer des befeuerten Erhitzers eingeleitet.
Dadurch wird die erste Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung unterhalten und der Spülgasstrom
gebildet. Der verdünnte Sauerstoff enthaltende Strom wird zumindest zum Teil aus
dem verbleibenden Teil des Sauerstoff enthaltenden Spülgasstroms gebildet.
Das Vorwärmen der Luft kann in einem Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer
durchgeführt werden. Diese Art von Vorrichtung ist in US-A-5 820 654 veranschaulicht.
Der Sauerstoff wird von dem erwärmten, verdichteten Luftstrom innerhalb einer ersten
und einer zweiten Abtrennung abgetrennt, die in einem Sauerstofftransportmembran-Separator
bzw. einem Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer erfolgen. Sowohl die
Sauerstofftransportmembran als auch der Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer
haben gegenüberliegende Retentat- und Permeatseiten. Der verdichtete Luftstrom wird
in dem Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer in einem Wärmetauscher erwärmt,
der an dessen Retentatseite angeordnet ist. Die erste Sauerstoff-Brennstoff Verbrennung
umfasst eine Verbrennung von Brennstoff innerhalb der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers.
Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei welcher
ein Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer eingesetzt wird werden der Brennstoffstrom
und mindestens ein Teil eines Rauchgasstroms, der von dem Teil des Kohlendioxid
enthaltenden Rauchgases gebildet wird, zu der Permeatseite des
Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers als ein reaktiver Spülstrom eingeleitet,
um mit einem Teil des Sauerstoffpermeats zu reagieren, um dadurch die erste Sauerstoff
Brennstoff-Verbrennung zu bewirken und einen Verbrennungsproduktstrom zu erzeugen.
Die erste Abtrennung erzeugt einen intermediären Retentatstrom, der wiederum in
die Retentatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers eingeleitet
wird, wodurch die zweite Abtrennung bewirkt wird und der Retentatstrom gebildet
wird. Der Verbrennungsproduktstrom wird zu der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Separators
eingeleitet, um so einen Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstrom zu bilden.
Der verdünnte, Sauerstoff enthaltende Strom wird mindestens teilweise durch den
Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstrom gebildet.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform wird der Brennstoffstrom
zusammen mit mindestens einem Teil des Rauchgasstroms, der zumindest teilweise von
dem Teil des Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases gebildet wird, zu der Permeatseite
des Sauerstoff transportmembran-Verbrennungserhitzers eingeleitet, um mit einem
Teil des Sauerstoffpermeats zu reagieren. Dies bewirkt die erste Sauerstoff-Brennstoff
Verbrennung und erzeugt einen Verbrennungsproduktstrom. Die erste Abtrennung erzeugt
einen intermediären Retentatstrom. Der intermediäre Retentatstrom wird arbeitsleistend
entspannt, um einen Retentatauslassstrom zu erzeugen. Der Retentatauslassstrom wird
in die Retentatseite des Sauerstoff transportmembran-Verbrennungserhitzers eingeleitet,
um so die zweite Abtrennung zu bewirken und den Retentatstrom zu bilden, der nach
der Gewinnung von darin enthaltender Wärme aus dem System abgelassen oder als ein
mit Stickstoff angereichertes Produkt gewonnen werden kann. Der Verbrennungsproduktstrom
wird in die Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Separators eingeleitet,
um so einen Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstrom zu bilden. Der verdünnte,
Sauerstoff enthaltende Strom wird mindestens teilweise von dem Sauerstoff enthaltenden
Verbrennungsproduktstrom gebildet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird die Permeatseite des Verbrennungserhitzers
bei einem erhöhten Druck betrieben. Diese Ausführungsform sowie andere Ausführungsformen,
bei welchen ein Verbrennungserhitzer eingesetzt wird, machen sich das Vermögen der
Sauerstofftransportmembran zunutze, Sauerstoff von einem niedrigeren Gesamtdruck
auf einen höheren Gesamtdruck abzutrennen und zu transportieren, wenn der Sauerstoffpartialdruck
an der Retentatseite größer als der Sauerstoffpartialdruck an der Permeatseite ist.
Der Verbrennungsproduktstrom wird von der Permeatseite des Verbrennungserhitzers
abgezogen und arbeitsleistend entspannt. Anschließend wird der Strom in einen Rauchgasstrom
eingeleitet, der mindestens teilweise von dem Teil des Kohlendioxid enthaltenden
Rauchgases gebildet wird. Ein Brennstoffstrom wird verdichtet um einen verdichteten
Brennstoffstrom zu bilden, der zu der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers
eingeleitet wird. Die Expansionsarbeit wird mindestens teilweise für die Verdichtung
des Brennstoffs verwendet. Zusätzliche Energie kann verwendet werden, um gewonnene
Energie abzuführen. Mindestens ein Teil des Rauchgasstroms wird nach dem Einleiten
des Verbrennungsproduktstroms durch die erste Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung
erwärmt und anschließend zu der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Separators
eingeleitet um so einen Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstrom zu bilden.
Die erste Abtrennung erzeugt einen intermediären Retentatstrom, der arbeitsleistend
expandiert wird, um einen Retentatauslassstrom zu erzeugen. Der Retentatauslassstrom
wird zu der Retentatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers eingeleitet,
um so eine zweite Abtrennung zu bewirken und den Retentatstrom zu bilden. Der verdünnte,
Sauerstoff enthaltende Strom wird mindestens teilweise durch den Sauerstoff enthaltenden
Verbrennungsproduktstroms gebildet. Bei dieser Ausführungsform kann der Rauchgasstrom
aus einem Anteil des Teils des Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases gebildet werden.
Ein weiterer Rauchgasstrom kann aus einem verbleibenden Anteil des Teils des Kohlendioxid
enthaltenden Rauchgases gebildet werden, und der weitere Rauchgasstrom kann vor
der Verdichtung des Brennstoffgasstroms mit dem Brennstoffgasstrom vereint werden.
Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform kann ein Verbrennungsproduktstrom
von der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers abgezogen
und in indirekten Wärmeaustausch mit dem Brennstoffstrom gebracht werden. Der Verbrennungsproduktstrom
kann gekühlt werden, wodurch Wasser abgetrennt werden kann. Wasser kann von dem
Produktstrom abgetrennt werden, und nach dem Abtrennen vom Wasser wird der Produktstrom
verdichtet, um einen verdichteten Produktstrom zu bilden. Der Verbrennungsproduktstrom
kann in den verdichteten Produktstrom eingebracht werden. Mindestens ein Teil eines
Rauchgasstroms, der aus dem Teil des Sauerstoff enthaltenden Rauchgases gebildet
wurde, wird durch die erste Sauerstoff-Brennstoff Verbrennung erwärmt und in die
Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Separators als ein Spülgasstrom eingeleitet.
Dies erzeugt einen Sauerstoff enthaltenden Spülgasstrom. Die erste Abtrennung erzeugt
einen intermediären Retentatstrom, der in die Retentatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers
eingeleitet wird. Dies bewirkt die zweite Abtrennung und erzeugt den Retentatstrom.
Der verdünnte, Sauerstoff enthaltende Strom wird mindestens teilweise durch den
sauerstoffhaltigen Spülgasstrom gebildet.
Bei all den verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
können Wärme und Energie aus dem Retentatstrom wiedergewonnen und verwendet werden,
um den verdichteten Luftstrom teilweise zu erwärmen und den einströmenden Luftstrom
zu verdichten. Bei jenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung,
bei welchen ein befeuerter Erhitzer verwendet wird sowie bei der Ausführungsform,
bei welcher der intermediäre Retentatstrom in den Sauerstofrtransportmembran-Verbrennungserhitzer
eingeleitet wird, kann der Retentatstrom arbeitsleistend expandiert werden. Die
Expansionsarbeit kann mindestens teilweise für die Verdichtung des Luftstroms verwendet
werden. Überschüssige Energie kann benutzt werden, um Energie zu erzeugen. Ein Auslassstrom,
der aus dem Retentatstrom nach der Expansion besteht, kann in indirekten Wärmeaustausch
mit dem verdichteten Luftstrom gebracht werden, um den verdichteten Luftstrom teilweise
zu erwärmen. Bei jenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, bei welchen
der intermediäre Retentatstrom expandiert wird, kann die Expansionsarbeit für die
Verdichtung des Luftstroms oder für die Erzeugung von nutzbarer Energie verwendet
werden. Der Retentatstrom kann in indirekten Wärmeaustausch mit einem verdichteten
Luftstrom gebracht werden, um den verdichteten Luftstrom teilweise zu erwärmen.
Bei allen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann der Rauchgasstrom
in einen ersten und einen zweiten subsidiären Rauchgasstrom geteilt werden. In der
vorliegenden Beschreibung wird der mindestens einen Teil des Rauchgasstroms ausmachende
Strom als der erste subsidiäre Rauchgasstrom bezeichnet. Der verdünnte Sauerstoff
enthaltende Strom wird auch aus dem zweiten subsidiären Rauchgasstrom gebildet.
Zusätzlich kann das Kohlendioxid enthaltende Rauchgas von einem Kamin
oder Rauchzug der Wärme verbrauchenden Vorrichtung als ein Strom des Kohlendioxid
enthaltenden Rauchgases abgezogen werden. Der Kohlendioxid enthaltende Rauchgasstrom
kann in einen indirekten Wärmeaustausch mit dem verdichteten Luftstrom gebracht
werden und dann in den Rauchgasstrom und den Produktstrom zerlegt werden. Der Rauchgasstrom
kann in einem rekuperativen Wärmetauscher, der in den Kamin der Wärme verbrauchenden
Vorrichtung angeordnet ist, erneut erwärmt werden. In allen Fällen kann die zweite
Sauerstoff Brennstoff-Verbrennung eine Verbrennung von entweder Kohle oder Brennstofföl
sein. Die Wärme verbrauchende Vorrichtung kann ein Boiler sein.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren beschrieben. Es zeigen:
1 eine schematische Veranschaulichung
einer Vorrichtung zum Ausführen eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung;
2 eine schematische Veranschaulichung
einer Vorrichtung zum Ausführen eines Verfahrens einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
3 eine schematische Veranschaulichung
einer Vorrichtung zum Ausführen eines Verfahrens gemäß einer weiteren alternativen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
4 eine schematische Veranschaulichung
einer Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens gemäß einer weiteren alternativen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
5 eine schematische Veranschaulichung
einer Vorrichtung zum Ausführen eines Verfahrens gemäß noch einer weiteren alternativen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
6 eine schematische Veranschaulichung
einer Vorrichtung zum Ausführen einer alternativen Ausführungsform des Verfahrens
der vorliegenden Erfindung, wie sie in 5 gezeigt ist;
und
7 eine schematische Veranschaulichung
einer Vorrichtung zum Ausführen noch einer weiteren alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
Um überflüssige Wiederholungen zu vermeiden werden in den verschieden
Illustrationen gleiche Bezugszeichen verwendet, um Elemente zu bezeichnen, die über
den gleichen Aufbau oder die gleiche Funktion verfügen.
In 1 ist eine Vorrichtung 1
veranschaulicht, die ausgelegt ist, um gemäß der vorliegenden Erfindung einen Boiler
2 durch die Verbrennung von Kohle zu befeuern. Die Vorrichtung
1 eignet sich insbesondere zum Nachrüsten eines vorhandenen mit Kohle befeuerten
Boilers. Es sei jedoch angemerkt, dass obschon die vorliegende Erfindung in bevorzugten
Ausführungsformen unter Bezugnahme auf einen Boiler 2 erläutert wird, diese
mit einer jeglichen Wärme verbrauchenden Vorrichtung oder einem solchen Verfahren
verwendet werden kann. Beispielsweise könnte mittels sehr geringen Abänderungen
der Boiler 2 durch einen Ofen ersetzt werden.
Ein Luftstrom 10 wird mittels eines Kompressors
12 auf einen Druck von etwa 2,75 bis etwa 20,7 bar (etwa 40 bis etwa 300
psia) verdichtet, um einen verdichteten Luftstrom 14 zu bilden. Der verdichtete
Luftstrom 14 wird innerhalb eines rekuperativen oder regenerativen Wärmetausches
16 vorgewärmt und dann mittels indirektem Wärmeübergang von einer ersten
Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung innerhalb eines befeuerten Erhitzers
18 auf die Betriebstemperatur eines Sauerstofftransportmembran-Separators
20 erwärmt, insbesondere auf eine Temperatur zwischen etwa 760°C (1400°F)
und etwa 982°C (1800°F). Für diese Zwecke ist innerhalb des befeuerten Erhitzers
18 eine Wärmeaustauschdurchleitung in Form einer Schlange 21 vorgesehen.
Der verdichtete Luftstrom 14 wird nach dem Erwärmen in einen
Sauerstofftransportmembran-Separator 20 eingeleitet, der eine oder mehrere
Sauerstofftransportmembranen aufweist, wie bei dem Bezugszeichen 22
angedeutet ist. Die Sauerstofftransportmembran 22 verfügt über eine Retentatseite
24 und eine Permeatseite 26. Vorzugsweise tritt der verdichtete
Luftstrom 14 nach dessen Erwärmen in die Retentatseite 24 mit
einer Temperatur von etwa 904°C (1660°F) ein, um die Sauerstofftransportmembran
22 auf ihre Betriebstemperatur zu erwärmen. Näherungsweise etwa 40 bis
etwa 95% des Sauerstoffs werden abgetrennt und sammeln sich an der Permeatseite
26, wobei ein Retentatstrom 28 mit einem Druck erzeugt wird, der
34,5 bis 69 kPa (5 bis 10 psi) geringer als der des verdichteten Luftstroms
14 ist.
Wie nachfolgend erläutert wird die Permeatseite 26 des Sauerstofftransportmembran-Separators
20 mittels eines Rauchgasstromes 46 gespült, um den Sauerstoffpartialdruck
an der Permeatseite 24 zu senken und damit die Antriebskraft für den Sauerstofftransport
zu erhöhen. Dies erzeugt einen sauerstoffhaltigen Spülgasstrom 30, der
in den befeuerten Erhitzer 18 eingeleitet wird, um darin die erste Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung
von Brennstoff 13 mit einem Teil des permeierten Sauerstoffs, der in den
Sauerstofftransportmembran-Separator 20 erzeugt wurde, zu unterhalten.
Diese Verbrennung erzeugt einen Verbrennungsproduktstrom 32, der Sauerstoff
enthält, der wiederum dazu benutzt wird, eine zweite Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung
zu unterhalten, die durch Verbrennung der Kohle innerhalb des Boilers
2 erfolgt.
Die Verbrennung innerhalb des Boilers 2 erzeugt ein kohlendioxidhaltiges
Rauchgas, welches außerdem Wasser enthält, das als ein Strom 34 extrahiert
wird. Der Strom 34 kann zu dem Wärmetauscher 16 geleitet werden,
wo ein gewisser Teil der Restwärme in dem Wärmetauscher 16 gewonnen wird,
um bei dem Vorwärmen des verdichteten Luftstroms 14 beizutragen. Obschon
diese Vorgehensweise bevorzugt wird, ist sie dennoch optional. Falls jedoch diese
Restwärme an die Umgebung verloren geht, erhöht sich der Brennstoffverbrauch. Nach
einer solchen Wärmegewinnung wird der Strom 34 in einen Produktstrom
36 und einen Rauchgasstrom 38 geteilt. Der Produktstrom
36 wird zwecks weiterer Verarbeitung als Produkt gewonnen oder nach einer
Kondensation und Entfernung von enthaltenem Wasser für eine nachfolgende Maskierung
verdichtet. Der Produktstrom 36 und der Rauchgasstrom 38 werden
mittels Gebläsen 40 bzw. 42 auf einen Druck von typischerweise etwa 115
bis etwa 143 kPa (etwa 2 bis etwa 6 psig) verdichtet um die Druckabfälle in den
nachfolgenden Druckkreisläufen auszugleichen.
Der Rauchgasstrom 38 wird innerhalb eines Rauchgas-Rekuperators
45, der in dem Kamin des Boilers 2 angeordnet ist, auf eine Temperatur
von etwa 327°C (620°F) erhitzt. Es versteht sich, dass bei dieser oder jeder
nachfolgenden Ausführungsform der Rauchgas-Rekuperator 45 weggelassen werden
könnte. Der thermische Energieverlust müsste jedoch durch einen Mehrverbrauch von
Brennstoff kompensiert werden.
Der Rauchgasstrom 38 wird in einen ersten und einen zweiten
subsidiären Rauchgasstrom 46 bzw. 48 geteilt. Der erste subsidiäre
Rauchgasstrom 46 wird innerhalb des befeuerten Erhitzers 18 mittels
eines Durchtritts, wie er durch eine Wärmetauscherschlange 50 gebildet
wird, auf die Betriebstemperatur der Membran von etwa 904°C (1660°F) erwärmt.
Anschließend wird der erste subsidiäre Rauchgasstrom 46 in die Permeatseite
26 des Sauerstofftransportmembran-Separators 20 geleitet, um die
Permeatseite 26 zu spülen und dadurch den Sauerstoff enthaltenden Spülgasstrom
30 zu bilden. Wie zuvor erwähnt, wird der Sauerstoff enthaltende Spülgasstrom
30 in dem befeuerten Erhitzer 18 eingeleitet, um den Verbrennungsproduktstrom
32 zu erzeugen, der dann mit dem zweiten subsidiären Rauchgasstrom
48 vereint wird, um so einen verdünnten, Sauerstoff enthaltenden Strom
52 zu bilden, um die Verbrennung von Kohle zu unterhalten. Bei dieser und
den nachfolgenden Ausführungsformen enthält der verdünnte, Sauerstoff enthaltende
Strom 52 vorzugsweise zwischen etwa 10 und etwa 40 Volumenprozent Sauerstoff
Stärker bevorzugt reicht dieser Bereich von etwa 15 Volumenprozent bis etwa 25 Volumenprozent
Sauerstoff.
Es sei angemerkt, dass bei dieser und den nachfolgenden Ausführungsformen
der gesamte Rauchgasstrom 38 als ein Spülgas verwendet werden könnte. Jedoch
hat der verminderte Gebrauch des Rauchgasstromes 38 in den veranschaulichten
Ausführungsformen den Vorteil, dass der Druckabfall in den entsprechenden Rohleitungen
und die Wärmeleistung des befeuerten Erhitzers 18 gesenkt werden. Dies
vermindert wiederum den Gebrauch von Erdgas, welches vorzugsweise als ein Brennstoff
für den befeuerten Erhitzer 18 verwendet wird. Es versteht sich, dass Erdgas
ein kostspieligerer Brennstoff ist, als die zum Befeuern von Boiler 2 verwendete
Kohle. Es wird eine Aufteilung bevorzugt, bei welcher der erste subsidiäre Rauchgasstrom
46 zwischen etwa 20 und etwa 60% des Rauchgasstromes 38 ausmacht.
Vorzugsweise wird die Wärmeenergie des Retentatstroms 28
gewonnen und nicht einfach abgeführt. In dieser Hinsicht wird Retentatstrom
28 in einen Turboexpander 54 eingeleitet, um einen Auslassstrom
56 zu erzeugen, der einen Druck vorzugsweise bei oder nahe dem Atmosphärendruck
hat. Der Auslassstrom 56 wird in einen rekuperativen Wärmetauscher geleitet,
um den verdichteten Luftstrom 14 vorzuwärmen. Der Turboexpander
54 ist mit dem Verdichter 10 gekoppelt und überschüssige Energie
wird in einem Generator 57 abgezogen.
Die Energiemenge, die von dem Turboexpander 54 gewonnen werden
kann, hängt von der prozentualen Sauerstoffgewinnung innerhalb des Sauerstofftransportmembran-Separators
20 ab. Eine geringe Sauerstoffgewinnung wird die verfügbare abführbare
Energie steigern und eine etwas größere Antriebskraft auf Kosten eines größeren
Kompressor-Turbinen-Systems ergeben. Die minimale ausreichende Energie ist diejenige,
die den Kompressor 12 antreibt. Obschon ausreichend Energie vorhanden ist,
um auch die Gebläse 40 und 42 zu betreiben, wird
diese verwendet, um Rauchgase zwecks Maskierung zu verdichten und/oder in dem Generator
57 abführbare Energie zu erzeugen. Obschon dies nicht veranschaulicht ist,
könnte zwischen dem Sauerstofftransportmembran-Separator 20 und dem Turboexpander
54 ein Erhitzer zugefügt sein, um den Energieausstoß zu steigern. Alternativ
könnte der Retentatstrom 28 auf eine niedrigere Temperatur gekühlt werden,
um den Aufbau und die Materialwahl des Turboexpanders 54 zu vereinfachen.
Bei der Ausführungsform von 2 wird ein
befeuerter Erhitzer 18' benutzt, der wiederum einen von einer Schlange
21 gebildeten Durchlauf aufweist, um die einströmende Luft zu erwärmen.
Bei dieser Ausführungsform wird ein Verbrennungsproduktstrom 58 in die
Permeatseite 26 des Sauerstofftransportmembran-Separators 20 eingeleitet,
um einen Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstrom 59 zu erzeugen.
Ein Teil des Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstroms 59 wird
als ein Strom 60 in den befeuerten Erhitzer 18' zusammen mit dem
ersten subsidiären Rauchgasstrom 46 eingeleitet, um den Verbrennungsproduktstrom
58 zu erzeugen. Anders als bei der vorherigen Ausführungsform wird nicht
der gesamte Verbrennungsproduktstrom in den befeuerten Erhitzer 18' eingebracht.
Obschon dadurch eine Wärmetauscherschlange eingespart wird, ist hierbei ein zusätzliches
Hochtemperaturgebläse 62 erforderlich, um den Strom 60 einzublasen.
Ein verbleibender Teil des Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstroms
59 wird als ein Strom 64 mit dem zweiten subsidiären Rauchgasstrom
48 vereint, um einen verdünnten, Sauerstoff enthaltenden Strom
52 zu bilden, um die Verbrennung von Kohle innerhalb des Boilers
2 zu unterhalten. Zusätzlich kann optional ein Wärmetauscher
66 verwendet werden, um die Temperatur des Retentatstroms 28 zu
senken, um eine niedrigere Einlasstemperatur für den Turboexpander 54 zu
bewirken. Der Vorteil hierbei ist, dass weniger kostspielige Materialen für den
Expander 54 verwendet werden können, wobei dies jedoch auf Kosten von Energieabgabe
geht.
Bei der in 3 gezeigten Ausführungsform
ist anstelle der befeuerten Erhitzer 18 und 18' ein Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer
68 mit dem Sauerstofftransportmembran-Separator 20 gekoppelt,
um die erste Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung durchzuführen und dadurch den einströmenden
verdichteten Luftstrom 14 zu erhitzen. Die Vorteile der Verwendung des
Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers bestehen darin, dass dieser bis
zu 100% Ausbeute an dem in der Luft enthaltenden Sauerstoff ermöglicht, um die Verbrennung
zu unterhalten. Außerdem kann hierbei ein hochreines Stickstoffprodukt gewonnen
werden. Wie in US-A-5, 820 654 angedeutet ist, kann der Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer
68 mit dem Sauerstofftransportmembran-Separator 20 in einer einzigen
Vorrichtung kombiniert werden. Bei dieser und den nachfolgenden Ausführungsformen
wird die Wärmeleistung die zum Erwärmen der Sauerstofftransportmembranen in den
Vorrichtungen benötigt wird, durch die von der ersten Sauerstoff Brennstoff-Verbrennung,
die in dem Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer 68 abläuft,
bereitgestellt. Es sei darauf hingewiesen, dass in den nachfolgenden Ausführungsformen
der Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer 68 mit dem Bezugszeichen
68', 68'' und 68''' bezeichnet wird, da in diesen Vorrichtungen
eine geringfügig abweichende Anordnung von Wärmetauscherschlangen vorgesehen ist.
Wie veranschaulicht hat der Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer
68 eine Retentatseite 70 und eine Permeatseite 72, die
von einander durch eine keramische Membran 74 getrennt sind. Ein verdichteter
Luftstrom 14 wird durch eine Wärmetauscherschlange 76 geleitet,
die in der Retentatseite 70 des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers
68 angeordnet ist, wo der Luftstrom durch die Verbrennung von Brennstoff
an dessen Permeatseite 72 erwärmt wird.
Zu diesem Zweck wird ein Brennstoffstrom 78, vorzugsweise
Erdgas, zusammen mit dem subsidiären Rauchgasstrom 46 in einen in der Permeatseite
72 des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers 68 vorgesehene
Wärmetauscherschlange 80 eingeleitet. Die Verbrennung kann falls erwünscht
geringfügig brennstoffreich sein, um die Sauerstoffausbeute zu erhöhen. Der Brennstoff
reagiert typischerweise mit dem gesamtem permeierten Sauerstoff, um die erste Sauerstoff
Brennstoff-Verbrennung zu bewirken und dadurch einen Verbrennungsproduktstrom
82 zu erzeugen, der in die Permeatseite 26 des Sauerstofftransportmembran-Separators
eingeleitet wird, wo zusätzlicher Sauerstoff permeiert wird, um somit einen Sauerstoff
enthaltenden Verbrennungsproduktstrom 84 zu bilden. Der Sauerstoff enthaltende
Verbrennungsproduktstrom 84 wird mit dem zweiten subsidiären Rauchgasstrom
48 vereint, um einen verdünnten, Sauerstoff enthaltenden Strom
52 zu bilden, der in den Boiler 2 eingeleitet wird.
Nach einer ersten Abtrennung von Sauerstoff innerhalb des Sauerstofftransportmembran-Separators
20 wird ein intermediärer Retentatstrom 85 gebildet, der in den
Verbrennungserhitzer 68 eingebracht wird, um somit eine zweite Abtrennung
des Sauerstoffs zu bewirken und so den Retentatstrom 28 zu erzeugen. In
ähnlicher Weise wie bei den vorherigen Ausführungsformen kann der Retentatstrom
28 in einen Turboexpander 54 eingeleitet werden, um einen Auslassstrom
56 zu erzeugen, der wiederum verwendet werden kann, um den einströmenden,
verdichteten Luftstrom 14 teilweise zu erwärmen.
In 4 ist eine alternative Ausführungsform
gezeigt, in welcher ein Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer
68' benutzt wird. Bei dieser Ausführungsform wird der intermediäre Retentatstrom
85 in den Expander 54 eingeleitet. Der Retentatauslassstrom
68 des Turboexpanders 54 wird in die Retentatseite 70'des
Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers 68' über eine Wärmetauscherschlange
87 eingebracht, wo der Retentatauslassstrom 86 auf die Betriebstemperatur
der Membran erwärmt wird. Da die Reaktion mit Brennstoff einen sehr geringen Sauerstoffpartialdruck
an der Permeatseite 72' erzeugt, ist eine adäquate Antriebskraft für die
Abtrennung vorhanden, selbst wenn der Druck des Retentatauslassstroms
86 aufgrund der Expansion gering ist. Bei dieser Ausführungsform kann mehr
Energie gewonnen werden, als bei der in 3 gezeigten
Ausführungsform, da der intermediäre Retentatstrom 85 eine höhere Stoffdurchflussrate
hat als der Retentatstrom 28.
Dies liegt daran, dass der Sauerstoffgehalt des intermediären Retentatstroms
85 höher ist als jener des Retentatstroms 28.
Bei der in 5 gezeigten Ausführungsform
wird ein Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer 68" verwendet,
der über eine Permeatseite 72'' verfügt, die bei erhöhtem Druck betrieben
wird. Dies erlaubt eine Energiegewinnung von den Verbrennungsprodukten des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers
68''.
Ein Verbrennungsproduktstrom 88 wird von der Permeatseite
72" des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers 68" abgezogen
und in einem Turboexpander 89 expandiert. Die Expansionsarbeit kann mittels
eines elektrischen Generators 90 und eines Erdgaskompressors
92 von dem Turboexpander 89 abgeführt werden. Der Ausstrom von
dem Turboexpander 89 wird als ein Strom 94 in den Rauchgasstrom
38 eingebracht und anschließend wird der Rauchgasstrom 38 in einen
ersten und einen zweiten subsidiären Rauchgasstrom 46 bzw. 48
geteilt. Der erste subsidiäre Rauchgasstrom 46 wird in einer an der Permeatseite
72'' angeordneten Wärmetauscherschlange 100 erwärmt, um einen
Spülgasstrom 101 zu erzeugen, der in die Permeatseite 2b des Sauerstofftransportmembran-Separators
20 eingeleitet wird, um so einen Sauerstoff enthaltenden Spülgasstrom
102 zu erzeugen. Der Sauerstoff enthaltende Spülgasstrom 102 wird
mit dem zweiten subsidiären Rauchgasstrom 48 vereint, um einen verdünnten,
Sauerstoff enthaltenden Strom 52 zu bilden.
Ein Brennstoffstrom 103, vorzugsweise Erdgas, wird in einen
Erdgasverdichter 92 verdichtet, um einen verdichteten Erdgasstrom
104 zu bilden. Der verdichtete Erdgasstrom 104 wird mittels einer
Wärmetauscherschlange 106 in die Permeatseite 72'' des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers
69" eingebracht. Das Erdgas in dem verdichteten Erdgasstrom 104
reagiert mit einem Teil des Sauerstoffpermeats, um einen Verbrennungsproduktstrom
88 zu bilden, wie bereits zuvor erläutert wurde.
In 6 ist eine alternative Ausführungsform
der Vorrichtung die unter Bezugnahme auf 5 erläutert
wurde, gezeigt, bei welcher ein Kohlendioxid enthaltendes Rauchgas vom Strom
34 weiter geteilt wird, um einen weiteren Rauchgasstrom 108 zu
bilden. Der weitere Rauchgasstrom 108 wird mit einem Brennstoffstrom
103 vereint, bevor in einem Verdichter 92 eine Verdichtung erfolgt.
Dies erhöht den Massendurchfluss der Verbrennungsprodukte durch den Turboexpander
89, wodurch dessen Leistungsabgabe gesteigert wird.
In 7 ist eine alternative Ausführungsform
gezeigt, bei welcher ein Hochdruckbrennstoffstrom 110, beispielsweise Hochdruckerdgas,
in einem Wärmetauscher 112 erwärmt wird und in die Permeatseite
72 eines Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers 68'''
eingeleitet wird. Der Verbrennungsproduktstrom 113 wird von der Permeatseite
72''' des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers 68'''
abgezogen und wird dann in den Wärmetauscher 112 geleitet, um den einströmenden
Hochdruckbrennstoffstrom 110 zu erwärmen. Der Verbrennungsproduktstrom
113 kann dann innerhalb eines Kondensators 114 gekühlt werden,
um in dem Verbrennungsproduktstrom 113 vorhandenes Wasser zu kondensieren.
Nach einer Abtrennung des Wassers in einem Behälter 117 wird ein Kohlendioxid
enthaltender Strom 118 gebildet, der einem verdichteten Produktstrom
36a zugefügt werden kann, welcher anschließend in dem stromab ablaufenden
Verfahren verwendet werden kann oder der zwecks einer CO2 Maskierung
verdichtet werden kann. Der verdichtete Produktstrom 36a wird gebildet,
indem der Wassergehalt des Produktstroms 36 in einem Kondensator
120 kondensiert wird. Das kondensierte Wasser wird in einen Separatorbehälter
121 entfernt und ein Verdichtet 122 verdichtet den Produktstrom
36, um so den verdichteten Produktstrom 36a zu bilden. Der verdichtete
Produktstrom wird ausreichend verdichtet, um einen Druck zu haben, der zumindest
nahe dem Maskierungsdruck liegt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Leistung von verschiedenen berechneten
Beispielen unter Verwendung der in den 1 bis
5 gezeigten Schemata im Vergleich zu konventionellen
luftbefeuerten Systemen, bei welchen eine Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung benutzt
wird, in welcher extern zugeführter Sauerstoff verwendet wird. Die Ergebnisse zeigen,
dass der Betrieb des Systems bei höheren Luftdrücken, die durch die Turbine
54 erzeugte Energie erhöht. Wenn ein Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer
eingesetzt wird, wie er durch das Bezugszeichen 68 bezeichnet ist, ermöglicht
das Vermögen der Sauerstofftransportmembran, Sauerstoff von einem Retentatstrom
bei einem niedrigeren Gesamtdruck zu einem reagierenden Strom bei einem höheren
Gesamtdruck zu übertragen, die Effizienz der Turbine 54 zu verbessern.
Dies lässt sich durch einen Vergleich der Ergebnisse für die 3
und 4 veranschaulichen. Dieses Vermögen kann
ferner dazu benutzt werden, aus der Expansion der Verbrennungsprodukte Energie zu
gewinnen, falls die Permeatzone bei einem erhöhten Druck betrieben wird (in dem
Beispiel 12,4 bar (180 psia)). Dies führt zu einer weiteren Steigerung der Energieerzeugung
und der Systemeffizienz, wie sich aus den Ergebnissen für 5
ergibt. Insbesondere falls eine Nachrüstung erfolgen soll, ist es bedeutsam, nicht
die sich ergebende Nettoenergieausbeute der nachgerüsteten Einrichtung
zu senken. Unter diesen Umständen muss man nur moderate Nachteile hinsichtlich der
Wärmeraten für die Maskierung des durch die Verbrennung erzeugten Kohlendioxids
in Kauf nehmen.
In der Tabelle wurde von folgenden Voraussetzungen ausgegangen: adiabatischer
Wirkungsgrad des Kompressors und der Turbine 80%; Verdichtung mit Zwischenkühlung,
Maskierungsdruck 103,4 bar (1500 psia); niedriger Gehalt an flüchtigen Substanzen
in der Kohle.
In der Tabelle bedeutet die Abkürzung „HHV" einen hohen Heizwert.
Die Zeile „Energie in Clausius-Rankine-Prozess MW" bezeichnet die Energie
in Megawatt, die erhalten wird, wenn der Boiler 2 benutzt wird, um Wasserdampf
für einen Clausius-Rankine-Prozess zu erzeugen. Die Energie könnte wiederum benutzt
werden, um Elektrizität zu erzeugen. Die Zeile „Energiegasturbinenzyklus
nach Luftverdichtung MW" bezeichnet die Energie in Megawatt, abzüglich der Energie,
die von dem Luftverdichter verbraucht wird. Hierbei zeigt der bezüglich
2 angegebene negative Wert in dieser Zeile an, dass
der Luftverdichter mehr Energie verbrauchte, als von der Turbine erzeugt wurde.
In der Zeile "Rauchgasverdichtung" ist die Energie angegeben, die beim Verdichten
des Kohlendioxid enthaltenen Rauchgasstromes verbraucht wird, um diesen unterirdisch
zu injizieren. Die Werte in der Zeile „Nettogesamtenergie" wurden bestimmt,
indem die durch den Clausius-Rankine-Prozess und die Turbine erzeugte Energie addiert
und die bei der Rauchgasverdichtung verbrauchte Energie abgezogen wurde. In der
Zeile „Heizrate" ist der gesamte verbrauchte Brennstoff geteilt durch die
erzeugte gesamte Nettoenergie angegeben,
Tabelle
In den Beispielen der 3 bis
5 liegt der Verbrauch des in der Luft enthaltenen
Sauerstoffs relativ hoch bei 87%. Senkt man die Sauerstoffverwendung ab, d.h. wird
der Luftdurchfluss erhöht, steigen die Nettoenergieabgabe und der Wirkungsgrad des
Systems. Außerdem waren die gewählten Turbineneinlasstemperaturen sehr moderat.
Ein zweiter sauerstoffbefeuerter Verbrenner könnte hinzugefügt werden, um die Temperatur
anzuheben und dadurch die Energieabgabe und den Wirkungsgrad des Zyklus zu steigern.
Anspruch[de]
Verfahren zum Befeuern einer Wärme verbrauchenden Vorrichtung, wobei im Zuge
des Verfahrens:
Luft verdichtet wird, um einen verdichteten Luftstrom zu bilden;
der verdichtete Luftstrom erwärmt wird, um einen erwärmten, verdichteten Luftstrom
zu bilden;
wobei der verdichtete Luftstrom mindestens teilweise mittels einer ersten Sauerstoff
Brennstoff-Verbrennung erwärmt wird;
Sauerstoff von dem erwärmten, verdichteten Luftstrom mittels eines elektrochemischen
Trennverfahrens unter Einsatz eines Sauerstoffionentransports
durch einen keramischen Werkstoff abgetrennt wird, um einen Sauerstoffpermeatstrom
und einen Retentatstrom zu erzeugen;
die Wärme verbrauchende Vorrichtung mittels einer zweiten Sauerstoff Brennstoff
Verbrennung befeuert wird, um Kohlendioxid enthaltendes Rauchgas zu erzeugen; die
erste und die zweite Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung mit in dem Sauerstoffpermeat
enthaltenden Sauerstoff unterhalten wird;
wobei es sich bei dem in die zweite Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung eingebrachten
Sauerstoff um einen verdünnten Sauerstoffstrom handelt, der durch Verdünnen des
Sauerstoffpermeats mit einem Verdünnungsstoff gebildet wird, der mindestens teilweise
durch Rückführen eines Teils des Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases gebildet wurde;
und
ein Produktstrom von der Wärme verbrauchenden Vorrichtung extrahiert wird, welcher
auch von einem verbleibenden Teil des Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases gebildet
wird.
Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem
der Sauerstoff von dem erwärmten, verdichteten Luftstrom innerhalb eines Sauerstofftransportmembran-Separators
abgetrennt wird, der über mindestens eine Sauerstofftransportmembran verfügt, die
eine Retentatseite und eine Permeatseite aufweist;
mindestens ein Teil des Rauchgasstromes, der aus dem Teil des Kohlendioxid enthaltenden
Rauchgases gebildet wurde, zu der Permeatseite der mindestens einen Sauerstofftransportmembran
als ein Spülgasstrom eingebracht wird, wodurch der Sauerstoff enthaltende Spülgasstrom
gebildet wird; und
der Sauerstoff enthaltende Spülgasstrom in einen befeuerten Erhitzer eingebracht
wird, um die erste Sauerstoff Brennstoff-Verbrennung mit einem Teil des darin enthaltenen
Sauerstoffs zu unterhalten und dadurch einen Verbrennungsproduktstrom zu bilden;
wobei der verdünnte, Sauerstoff enthaltende Strom mindestens teilweise durch den
Verbrennungsproduktstrom gebildet wird.
Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem:
der Sauerstoff von dem erwärmten, verdichteten Luftstrom innerhalb mindestens einer
Sauerstofftransportmembran abgetrennt wird, die über eine Retentatseite und eine
Permeatseite verfügt;
ein Verbrennungsproduktstrom zu der Permeatseite der mindestens einen Sauerstofftransportmembran
eingeleitet wird, um einen Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstrom zu bilden;
ein Teil des Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstroms und mindestens ein
Teil eines Rauchgasstromes, der durch den Teil des Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases
gebildet wird, in eine Verbrennungskammer eines befeuerten Erhitzers eingebracht
werden, um dadurch die erste Sauerstoff-Brennstoff Verbrennung zu unterhalten und
den Verbrennungsproduktstrom zu bilden; und
wobei der verdünnte, Sauerstoff enthaltende Strom mindestens teilweise aus dem verbleibenden
Teil des Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstroms gebildet wird.
Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem:
der Sauerstoff von dem erwärmten, verdichteten Luftstrom innerhalb erster und zweiter
Abtrennungen abgetrennt wird, die in einem Sauerstofftransportmembran-Separator
bzw. einem Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer erfolgen;
sowohl die Sauerstofftransportmembran als auch der Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzer
gegenüber liegende Retentat- und Permeatseiten aufweisen;
der verdichtete Luftstrom in dem Sauerstofftransportmembranverbrennungserhitzer
in einem Wärmetauscher, der in dessen Retentatseite angeordnet ist, erwärmt wird;
und
die erste Sauerstoff Brennstoff Verbrennung die Verbrennung eines Brennstoffs in
der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers umfasst.
Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem:
ein Brennstoffstrom und mindestens ein Teil eines Rauchgasstromes, der von dem Teil
des Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases gebildet wurde, zu der Permeatseite des
Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers eingeleitet werden, um mit einem
Teil des Sauerstoffpermeats zu reagieren, um dadurch die erste Sauerstoff Brennstoff-Verbrennung
zu bewirken und einen Verbrennungsproduktstrom zu erzeugen;
wobei die erste Abtrennung einen intermediären Retentatstrom erzeugt, der wiederum
in die Rententatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers eingeleitet
wird, um so die zweite Abtrennung zu bewirken und den Retentatstrom zu bilden;
der Verbrennungsproduktstrom in die Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Separators
eingeleitet wird, um einen Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstrom zu bilden;
und
der verdünnte, Sauerstoff enthaltende Strom mindestens teilweise aus dem Sauerstoff
enthaltenden Verbrennungsproduktstrom gebildet wird.
Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem:
ein Brennstoffstrom zusammen mit mindestens einem Teil eines Rauchgasstromes, der
mindestens teilweise aus dem Teil des Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases gebildet
wird, zu der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers eingeleitet
wird, um mit einem Teil des Sauerstoffpermeats zu reagieren, um dadurch die erste
Sauerstoff Brennstoff-Verbrennung zu bewirken und einen Verbrennungsproduktstrom
zu erzeugen;
wobei die erste Abtrennung einen intermediären Retentatstrom erzeugt;
der intermediäre Retentatstrom arbeitsleistend entspannt wird, um dadurch einen
Retentatauslassstrom zu erzeugen;
der Retentatauslassstrom in die Retentatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers
eingeleitet wird, um dadurch die zweite Abtrennung zu bewirken und den Retentatstrom
zu bilden;
der Verbrennungsproduktstrom zu der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Separators
eingeleitet wird, um dadurch einen Sauerstoff enthaltenden Verbrennungsproduktstrom
zu bilden; und
der verdünnte, Sauerstoff enthaltende Strom mindestens teilweise aus dem Sauerstoff
enthaltenden Verbrennungsproduktstrom gebildet wird.
Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem:
ein Verbrennungsproduktstrom von der Permeatseite des Verbrennungserhitzers abgezogen
wird, arbeitsleistend entspannt wird, und dann in einen Rauchgasstrom eingebracht
wird, der aus mindestens einem Anteil des besagten Teils des Kohlendioxid enthaltenden
Rauchgases gebildet wird;
ein Brennstoffstrom verdichtet wird, um einen verdichteten Brennstoffstrom zu bilden,
der in die Permeatseite des Verbrennungserhitzers eingebracht wird;
die Expansionsarbeit mindestens teilweise für die Verdichtung des Brennstoffs genutzt
wird;
nach der Einleitung des Verbrennungsproduktstromes mindestens ein Teil des Rauchgasstromes
durch die erste Sauerstoff-Brennstoff-Verbrennung erwärmt wird und zu der Permeatseite
des Sauerstofftransportmembran-Separators als ein Spülgasstrom eingeleitet wird,
um dadurch einen Sauerstoff enthaltenden Spülgasstrom zu bilden;
wobei die erste Abtrennung einen intermediären Retentatstrom erzeugt;
der intermediäre Retentatstrom arbeitsleistend entspannt wird, um dadurch einen
Retentatauslassstrom zu bilden;
der Retentatauslassstrom zu der Retentatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers
eingeleitet wird, um dadurch die zweite Abtrennung zu bewirken und den Retentatstrom
zu bilden; und
der verdünnte, Sauerstoff enthaltende Strom mindestens teilweise aus dem Sauerstoff
enthaltenden Spülgasstrom gebildet wird.
Verfahren nach Anspruch 7, bei welchem:
der Rauchgasstrom aus dem genannten Anteil des besagten Teils des Kohlendioxid enthaltenden
Rauchgases gebildet wird;
ein weiterer Rauchgasstrom aus einem verbleibenden Anteil des besagten Teils des
Kohlendioxid enthaltenden Rauchgases gebildet wird;
und wobei der weitere Rauchgasstrom mit dem Rauchgasstrom vor der Verdichtung des
Brenngasstroms vereint wird.
Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem:
ein Verbrennungsproduktstrom von der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers
abgezogen und in indirektem Wärmeaustausch mit dem Brennstoffstrom geleitet wird;
der Verbrennungsproduktstrom gekühlt wird und Wasser von dem Verbrennungsproduktstrom
abgetrennt wird; Wasser von dem Produktstrom abgetrennt wird;
der Produktstrom nach der Abtrennung des Wassers verdichtet wird, um einen verdichteten
Produktstrom zu bilden;
der Verbrennungsproduktstrom in den Produktstrom eingebracht wird;
mindestens ein Teil eines Rauchgasstromes, der aus dem besagten Teil des Sauerstoff
enthaltenden Rauchgases gebildet wird, mittels der ersten Sauerstoff-Brennstoff
Verbrennung erwärmt wird und zu der Permeatseite des Sauerstofftransportmembran-Separators
als ein Spülgasstrom eingeleitet wird, um dadurch einen Sauerstoff enthaltenden
Spülgasstrom zu bilden;
wobei die erste Abtrennung einen intermediären Retentatstrom erzeugt, der zu der
Retentatseite des Sauerstofftransportmembran-Verbrennungserhitzers eingeleitet wird,
um dadurch die zweite Abtrennung zu bewirken und den Retentatstrom zu erzeugen;
und
wobei der verdünnte, Sauerstoff enthaltende Strom mindestens teilweise aus dem Sauerstoff
enthaltenden Spülgasstrom gebildet wird.
Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Wärme verbrauchende Vorrichtung ein
Boiler ist.