Diese Erfindung bezieht sich auf ein Tasteninstrument und, insbesondere,
auf ein pianoähnliches Tasteninstrument zum selektiven Erzeugen akustischer Töne
und synthetisierter Töne.
BESCHREIBUNG VERWANDTER TECHNIK
Typische Beispiele des Tasteninstruments sind in den japanischen Patentanmeldungen
Nr. 4-174813 eingereicht am 9. Juni 1992, Nr. 4-207352 eingereicht am 10. Juli 1992,
Nr. 4-299234 eingereicht am 12. Oktober 1992 und Nr. 5-31420 eingereicht am 27.
Januar 1993 offenbart, und U.S. Seriennr. 08/073,092 sowie die europäische Patentanmeldung
EP-A-0573963 wurden auf der Basis dieser japanischen Patentanmeldungen eingereicht.
Ein akustisches Piano und ein elektronisches Klangerzeugungssystem
bilden in Kombination jedes Tasteninstrument des Stands der Technik. Während ein
Spieler Musik auf der Tastatur bzw. Klaviatur in einer akustischen Klangbetriebsart
spielt, erzeugt das Tasteninstrument akustische Klänge durch Schwingungen der Saiten.
Wenn der Spieler das Tasteninstrument jedoch anweist, in die Silent- bzw. Silentbetriebsart
einzutreten, wird ein (Hammer-)Stielstopper zu einer Blockierposition bewegt, wo
die Hammerschäfte in Kontakt mit dem Stielstopper gebracht werden, bevor sie an
den Saiten abprallen. Infolgedessen vibrieren die Saiten nicht, und es werden synthetisierte
Töne durch das elektronische Klangerzeugungssystem erzeugt statt der akustischen
Töne.
In den japanischen Patentanmeldungen werden verschiedene Stielstopper
vorgeschlagen. Obwohl die Kontaktoberflächen der Stielstopper entweder flach oder
gekrümmt sind, ist der Querschnitt der in den entsprechenden Stielgliedern enthaltenen
Kissenglieder entlang der Lateral- bzw. Seitenrichtung der Tastatur unverändert,
und die Kontaktoberfläche erstreckt sich gerade entlang der Anordnung der Hammerstiele.
Aus diesem Grund wird der Hammerstiel anfangs in Kontakt mit einer relativ schmalen
bzw. kleinen Fläche der Kontakt-oberfläche gebracht, und wird durch Verformen des
Kissenglieds verzögert bzw. abgebremst.
Wenn ein Stielstopper 1 eine gekrümmte Kontaktoberfläche
1a einem Hammerstiel 2 gegenüberstellt, wie in 1
gezeigt ist, wird der Hammerstiel 2 anfangs in Kontakt mit einer schmalen
Fläche 1b der gekrümmten Kontaktoberfläche 1a gebracht. Wenn andererseits
ein weiterer Stielstopper 3 dem Hammerstiel 2 eine flache Kontaktoberfläche
3a gegenüberstellt, wird der Hammerstiel 2 anfangs in Kontakt
mit einer langgestreckten schmalen Fläche 3b gebracht, wie in
2 gezeigt ist.
Entweder in dem Stielstopper 1 oder 3 trifft der
Hammerstiel 2 an der schmalen Fläche 1b oder 3b auf,
und die kinetische Energie der Hammeranordnung wird in einen Aufprall auf der schmalen
Fläche 1b oder 3b umgewandelt. Daher beschädigt der wiederholte
auf die schmale Fläche 1b oder 3b konzentrierte Aufprall das Kissenglied
1 oder 3, und das Kissenglied 1 oder 3 wird
schließlich durch den Hammerstiel zerrissen bzw. eingerissen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Es ist daher ein wichtiges Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Tasteninstrument
vorzusehen, das einen Stielstopper hat, der durch Hammerstiele weniger beschädigt
wird.
Um das Ziel zu erreichen, schlägt die vorliegende Erfindung vor, Ausnehmungen
in einem Stopper auszubilden, um Hammerstiele aufzunehmen.
Die Erfindung wird erzielt wie im angefügten unabhängigen Anspruch
1 beschrieben ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Tasteninstrument vorgesehen,
das selektiv in eine akustische Klangbetriebsart zum Erzeugen akustischer Töne eintritt
und eine Silentbetriebsart zum Erzeugen synthetisierter Töne, und welches Folgendes
aufweist: a) ein akustisches Piano mit a-1) einer Tastatur bzw. Klaviatur mit einer
Vielzahl schwingbarer Tasten, die selektiv durch einen Spieler sowohl in der akustischen
Klangbetriebsart als auch in der Silentbetriebsart niedergedrückt bzw. angeschlagen
werden, a-2) einer Vielzahl von Tastenmechaniken bzw. Tastenbetätigungsmechanismen,
die entsprechend mit der Vielzahl schwingbarer Tasten verbunden sind und durch die
niedergedrückten Tasten sowohl in der akustischen Klangbetriebsart als auch der
Silentbetriebsart betätigt werden, a-3) einer Vielzahl von Hammeranordnungen mit
entsprechenden Kontaktteilen und selektiv angetrieben durch die mit den niedergedrückten
Tasten verbundenen Tastenmechaniken für Drehungen bzw. Rotationen sowohl in der
akustischen Klangbetriebsart als auch der Silentbetriebsart, a-4) einer Vielzahl
von Saitensätzen, die entsprechend der Vielzahl von Hammeranordnungen zugeordnet
sind und selektiv durch die Hammeranordnungen angeschlagen werden, die den Tastenmechaniken
zugeordnet sind, welche mit den niedergedrückten Tasten verbunden sind, und zwar
in der akustischen Klangbetriebsart zum Erzeugen der akustischen Töne; b) ein Steuersystem
mit einem Stopper und ansprechend auf eine Anweisung bzw. einen Befehl des Spielers
zum Ändern des Stoppers zwischen einer freien Position in der akustischen Klangbetriebsart
und einer Blockierposition in der Silentbetriebsart, wobei die Hammeranordnungen
an den zugeordneten Saitensätzen abprallen, wenn sich der Stopper in der freien
Position befindet, wobei die Hammeranordnungen am Stopper abprallen, und zwar vor
dem Aufprall der Hammeranordnungen auf den Saitensätzen, wenn der Stoppen zur Blockierposition
hin verändert wird, wobei der Stoppen eine Vielzahl von Ausnehmungen hat, um die
Kontaktteile der zugeordneten Hammeranordnungen aufzunehmen, wobei eine Innenoberfläche
jeder der Ausnehmungen zu einem Teil der Außenoberfläche des Kontaktteils
der zugeordneten Hammeranordnung passt; und c) ein elektronisches Klangerzeugungssystem,
das in der Silentbetriebsart betätigt bzw. freigegeben ist und die synthetisierten
Töne erzeugt, und zwar mit Noten, die den niedergedrückten Tasten zugewiesen sind.
Die Ausnehmungen können durch Drücken der Kontaktteile gegen die Hammeranordnungen
gebildet sein.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Merkmale und Vorteile des Tasteninstruments gemäß der vorliegenden
Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung klarer verständlich, unter Bezugnahme
auf die begleitenden Zeichnungen, in denen zeigt:
1 eine perspektivische Ansicht, die den
Stielstopper des Stands der Technik und den zugeordneten Hammerstiel zeigt;
2 eine Perspektivansicht, die einen weiteren
Stielstopper des Stands der Technik und den zugeordneten Hammerstiel zeigt;
3 eine Querschnittsansicht, die die Struktur
eines Tasteninstruments gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
4 eine Perspektivansicht, die einen Drehstopper
zeigt, der in dem in 3 gezeigten Tasteninstrument enthalten
ist;
5 eine Perspektivansicht, die eine Modifikation
des Drehstoppers zeigt;
6 ein Blockdiagramm, das die Anordnung
einer Klangverarbeitungseinheit zeigt, die in dem in 3
gezeigten Tasteninstrument enthalten ist;
7 eine Perspektivansicht, die eine weitere
Modifikation des Drehstoppers zeigt;
8 eine Perspektivansicht, die noch eine
weitere Modifikation des Drehstoppers zeigt;
9 eine Seitenansicht, die wichtige Teile
eines weiteren Tasteninstruments gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
10 eine Perspektivansicht, die einen
Stopper zeigt, der in dem in 9 gezeigten Tasteninstrument
enthalten ist;
11 eine Seitenansicht, die wichtige Teile
noch eines weiteren Tasteninstruments gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
12 eine Seitenansicht, die wichtige Teile
eines Tasteninstruments gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt; und
13 eine Seitenansicht, die wichtige Teile eines Tasteninstruments
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE Erstes Ausführungsbeispiel
Bezug nehmend auf 3 der Zeichnungen weist
ein Tasteninstrument, das die vorliegende Erfindung darstellt bzw. verkörpert, im
Wesentlichen ein akustisches Piano 4, ein Steuersystem 5 und ein
elektronisches Klangerzeugungssystem 6 auf, und tritt selektiv in eine
akustische Klangbetriebsart und eine Silentbetriebsart ein. Während das Tasteninstrument
in der akustischen Klangbetriebsart bleibt, dient das Tasteninstrument als ein akustisches
Klavier, und nicht nur die Töne sondern auch der Tastenanschlag sind identisch mit
denen des akustischen Klaviers.
Wenn das Tasteninstrument andererseits zur Silentbetriebsart hin verändert
wird, synthetisiert das Tasteninstrument elektronisch Töne ansprechend auf den Fingersatz
oder bleibt still. In diesem Fall ist das akustische Piano 4 ein Klavier.
Das akustische Piano 4 kann jedoch ein Flügel sein.
Das akustische Piano 4 weist eine Tastatur 4a, eine
Vielzahl von Tastenmechaniken 4b, eine Vielzahl von Hammermechanismen
4c, eine Vielzahl Sätze von Saiten 4d und einen Pedalmechanismus
4e auf. Die Tastatur 4a ist auf einem Tastenbett 4f angebracht
und ist aus schwarzen und weißen Tasten 4g hergestellt. Die schwarzen und
weißen Tasten 4g sind in Bezug auf Waagestifte drehbar, die in einem Waagebalken
4h eingebettet sind.
Die Tastenmechaniken 4b sind entsprechend mit den Hinterenden
der schwarzen und weißen Tasten 4g verbunden und treiben die Hammermechanismen
4c an. Jede Tastenmechanik 4b ist ähnlich der Tastenmechanik für
ein Klavier, und es ist hiernach der Einfachheit halber keine weitere Beschreibung
enthalten.
Jeder der Hammermechanismen 4c weist eine Nuss
4i auf, die durch die Stoßzunge 4j der zugeordneten Tastenmechanik
4b angetreten wird, einen Hammerstiel 4k, der in die Nuss
4j eingebaut ist, und einen Hammerkopf 4m, der mit dem Leit- bzw.
Vorderende des Hammerstiels 4k gekoppelt ist. Wenn die Stoßzunge
4j die Nuss 4i antritt, werden die Nuss 4i, und demgemäss
der Hammerstiel 4i, für eine Drehung hin zu zugeordneten Saiten
4d angetrieben, und der Hammerkopf 4m schlägt die Saiten 4d an,
so dass die Saiten 4d zum Erzeugen eines akustischen Klangs vibrieren.
Wenn sich die Tasten 4g in der Ruheposition befinden, in der ein Spieler
die Tasten nicht niederdrückt, bleiben die Hammeranordnungen 4c an Ausgangsbzw.
Ursprungspositionen davon.
Der Pedalmechanismus 4e hat normalerweise drei Pedale und
drei Pedalverbindungs-Untermechanismen, die den drei Pedalen entsprechend zugeordnet
sind. Eines der drei Pedale wird als Dämpferpedal bezeichnet und gestattet es den
Saiten, den Klang zu verlängern. Das zweite Pedal wird als Weichpedal bezeichnet
und bewirkt, dass die Hammerköpfe die zugeordneten Saiten weich anschlagen, um das
Volumen bzw. die Lautstärke zu verringern. Das letzte Pedal wird als ein Sostenutopedal
bezeichnet und ermöglicht, dass ausgewählte Noten unabhängig von
den anderen gehalten werden.
Das Steuersystem 5 weist eine Klangverarbeitungseinheit
6a auf, die teilweise mit dem Klangerzeugungssystem 6 geteilt
wird, einen Betriebsartwechselschalter 5a, eine Motorantriebseinheit
5b und einen Drehstopper 5c. Der Betriebsartwechselschalter
5a wird durch einen Spieler manipuliert und erzeugt ein Befehlssignal MODE,
das anzeigend für entweder die akustische Klangbetriebsart oder die Silentbetriebsart
ist. Die Klangverarbeitungseinheit 6a überprüft periodisch einen dem Befehlssignal
MODE zugeordneten Eingangsanschluss, um zu sehen, ob der Spieler die Betriebsart
wechselt oder nicht. Während das Tasteninstrument in der akustischen Klangbetriebsart
bleibt, weist die Klangverarbeitungseinheit 6a die Motorantriebseinheit
5b an, den Drehstopper 5c in einer freien Position FP zu halten,
bei der die Hammerköpfe 4m an den zugeordneten Saiten 1d ohne Unterbrechung
durch den Drehstopper 5c abprallen.
Wenn andererseits das Befehlssignal MODE anzeigend für die Silentbetriebsart
ist, weist die Klangverarbeitungseinheit 6a die Motorantriebsvorrichtung
5b an, den Drehstopper 5c von der freien Position FP zu einer
Blockierposition BP zu wechseln, und der Drehstopper 5c blockiert die Hammeranordnungen
4c vor den Aufprallen der Hammerköpfe 4m auf die Saiten 4d. Aus
diesem Grund vibrieren die Saiten 4d in der Silentbetriebsart nicht, und
die akustischen Töne werden nie erzeugt.
Der Drehstopper 5c ist in der Nachbarschaft der Saiten
4d gelegen und ist näher an den Nüssen 4i als an den Hammerköpfen
4m. Die Lage des Drehstoppers 5c ist wünschenswert, da die Hammerstiele
4k elastisch verformt werden, so als ob die Hammerköpfe 4m an den zugeordneten
Saiten 4d abprallten.
Wenn der Stoppen 5c zur Blockierposition BP bewegt wird,
ist die Drehachse CL des Drehstoppers 4k im Wesentlichen senkrecht zu einer
Wirkungslinie jedes Hammerstiels 4k beim Aufprall, und es wird kein Moment
auf den Drehstopper 5c ausgeübt. Aus diesem Grund gestaltet ein Designer
den Drehstopper 5c kompakt, und der Drehstopper 5c kann in einem
engen Raum zwischen den Hammeranordnungen 4c und den Saiten 4d
vorgesehen werden.
Unter Hinwendung zu 4 der Zeichnungen
ist der Drehstopper 5c in einem vergrößerten Maßstab dargestellt und weist
ein Wellenglied 5d aus entweder Stahl, Aluminium oder Plastik auf, sowie
eine Motoreinheit 5e, drei Bügel- bzw. Backenglieder 5f,
5g und 5h, drei relativ harte Kissenglieder 5i,
5j und 5k und drei relativ weiche Kissenglieder 5m, 5n und 5o.
Jedes der relativ weichen Kissenglieder 5m/5n/5o und jedes der relativ harten Kissenglieder
5i/5j/5k bilden eine laminierte Struktur oder ein Kissenglied. Das Wellenglied
5d erstreckt sich in eine Seitenrichtung des Tasteninstruments entlang
der Anordnung der Hammeranordnungen 4c, und hat eine Mittelachse, die im
Wesentlichen mit einer Antriebswelle (nicht gezeigt) der Motoreinheit
5e ausgerichtet ist.
Die Motoreinheit 5e ist bidirektional drehbar, und die Antriebswelle
ist mit dem Wellenglied 5d gekuppelt. Die Motoreinheit 5e ist
ein Schrittmotor und wird zum Antreiben des Wellengliedes 5d in entweder
die Uhrzeigerrichtung oder die Gegenuhrzeigerrichtung erregt. In einer weiteren
Anwendung kann die Motoreinheit 5e ein Ultraschallmotor sein. Der Ultraschallmotor
kann die Welle an jeder Position ohne Strom halten und dreht sich leise mit einer
niedrigen Geschwindigkeit ohne jedes Nachschwingen. Diese Merkmale sind für ein
Musikinstrument wünschenswert.
Obwohl es nicht in den Zeichnungen gezeigt ist, ist das Wellenglied
5d drehbar durch Mechanikbügel- bzw. -backen (nicht gezeigt) und Sektorplatten
(nicht gezeigt) getragen, und die Mechanikbacken und die Sektorplatten sind an oberen
Endteilen davon mit einem Stiftblock (nicht gezeigt) mittels Mechanikbolzen (nicht
gezeigt) verbunden, und an unteren Endteilen davon mit dem Tastenbett
4f durch Bügel- bzw. Backenblöcke (nicht gezeigt).
Die drei Backenglieder 5f bis 5h sind am Wellenglied
5d in Abständen befestigt, und die drei relativ harten Kissenglieder
5i bis 5k sind an den drei Backenglieder 5f bis
5h entsprechend befestigt. Die relativ harten Kissenglieder 5i
bis 5k sind aus Filz oder Urethan gebildet.
Die relativ weichen Kissenglieder 5m bis 5o sind
ähnlich aus Filz oder Urethan gebildet und sind mit den relativ harten Kissengliedern
5i bis 5h verbunden. Die relativ weichen Kissenglieder 5i bis
5h nehmen den Aufprall der Hammerstiele 4j wirksam ohne Geräusch
auf, und die relativ harten Kissenglieder 5m bis 5o verhindern
wirksam den Aufprall des Hammerstiels 4k auf die Saiten 4d in
der Silentbetriebsart. Daher ist die laminierte Struktur von harten und weichen
Kissengliedern 5f/5g/5h und 5i/5j/5k für den Stopper 5c wünschenswert.
Obwohl es in 4 nicht gezeigt ist, sind
die Kissenlagen weiter mit dem Wellenglied 5d verbunden. Wenn ein Dämpferkopf
(nicht gezeigt) von den Saiten losgelassen wird, werden Dämpferdrähte (nicht gezeigt)
in Kontakt mit einer der Kissenlagen gebracht, und kein Geräusch wird beim Aufprall
erzeugt.
Eine Vielzahl von Ausnehmungen 5p sind in den relativ weichen
Kissengliedern 5m bis 5o ausgebildet und sind passend bzw. konform
zu den Kontaktflächen der entsprechenden Hammerstiele 4k. Aus diesem Grund
prallt jeder Hammerstiel 4k an der Innenoberfläche der zugeordneten Ausnehmung
ab, und der Aufprall der Hammeranordnung 4c wird auf einer relativ weiten
Fläche aufgenommen anders als beim Stielstopper des Stands der Technik. Aus diesem
Grund ist das Kissenglied beständig gegen die Aufpralle der Hammerstiele
4k, und das Tasteninstrument gemäß der vorliegenden Erfindung dient für
einen verlängerten Zeitraum ohne Wartung.
Die Bildung von Ausnehmungen 5p wird normalerweise vor dem
Zusammenbau in einer Pianofabrik ausgeführt, und die Hammerstiele 4k an
sich oder geeignete Formen werden zur plastischen Verformung gegen die relativ weichen
Kissenglieder 5m bis 5p gedrückt. Die Oberflächen der relativ
weichen Kissenglieder 5m bis 5o kann teilweise geschnitten werden,
um die Ausnehmungen 5p zu bilden, wie in 5
gezeigt ist.
Nun angenommen, der Spieler beginnt ein Spiel in der Silentbetriebsart,
in der der Drehstopper 5c in der Blockierposition BP bleibt, dann werden
die drei relativ weichen Kissenglieder 5m bis 5o zu den Hammerstielen
4k gerichtet, wie durch die durchgezogene Linie in 3
gezeigt ist. Die Tastenmechaniken 4b treiben sequentiell die zugeordneten
Hammeranordnungen zur Drehung an, und die Tastenmechaniken 4b und die Hammeranordnungen
geben dem Spieler den Pianotastenanschlag durch das Freikommen der Stoßzungen
4j aus den zugeordneten Nüssen 4i. Die Hammeranordnungen
4c bewegen sich über die Distanz von ihren Ausgangspositionen zu dem Drehstopper
5c, und die Hammerstiele 4k prallen weich auf den Innenoberflächen
der Ausnehmungen 5p der zugeordneten relativ weichen Kissenglieder 5m bis
5o oder auf Lederlagen (nicht gezeigt) auf, die mit den Kissengliedern 5m bis 5o
verbunden sind. Die Hammeranordnungen 4c prallen an den Innenoberflächen
der Aufnehmungen 5p ab, bevor sie die zugeordneten Saiten 4d anschlagen,
und Schwingungen der Saiten zum Erzeugen der akustischen Töne werden verhindert.
Andererseits wird, während der Spieler eine Musik in der akustischen
Klangbetriebsart spielt, der Drehstopper in der freien Position FP gehalten, wie
durch unterbrochene Linien in 3 gezeigt ist, und der
Spalt zwischen den Hammerstielen 4k und den relativ weichen Kissengliedern
5m bis 5o ist weit genug, um es den Hammerstielen 4j
zu gestatten, die zugeordneten Saiten 4d anzuschlagen. Die Tastenmechaniken
4b und die Hammeranordnungen 4c verhalten sich ähnlich denen eines
gewöhnlichen Klaviers, und die Saiten 4d vibrieren zum Erzeugen der akustischen
Töne.
Das elektronische Klangerzeugungssystem 6 weist die Klangverarbeitungseinheit
6a auf, die teilweise mit dem Steuersystem 5 geteilt wird, sowie
eine Vielzahl von Tastensensoren 6b, einen Pedalsensor 6c, der
dem Dämpferpedal zugeordnet ist, eine Verstärkereinheit 6d, ein Lautsprechersystem
6e, das in einem Lautsprecherkasten 6f untergebracht ist, eine
Buchseneinheit 6g und einen Kopfhörer 6h, der von der Buchseneinheit
6g abnehmbar bzw. trennbar ist und in der Silentbetriebsart aktiviert wird.
In diesem Fall ist das Tasteninstrument sowohl mit dem Lautsprechersystem
6e als auch dem Kopfhörer 6g ausgestattet. Es kann jedoch nur
der Kopfhörer in das elektronische Klangerzeugungssystem 6 integriert sein.
Die Tastensensoren 6b sind entsprechend der Vielzahl von
Tasten 4g zugeordnet, und jeder der Tastensensoren 6b weist eine
Unterbrecherplatte 6i auf, die an der Unterseite der zugeordneten Taste
befestigt ist, sowie einen Opto- bzw.
Photounterbrecher 6j zum Überwachen der Unterbrecherplatte
6i. Vier unterschiedliche Schlitzmuster sind in der Unterbrecherplatte
6i ausgebildet, und die vier Schlitzmuster gehen sequentiell durch einen
optischen Pfad hindurch, der durch den Photounterbrecher 6j gebildet wird,
wenn die zugeordnete Taste niedergedrückt ist. Der Photounterbrecher 6j
erzeugt ein Digitalsignal, das variabel ist, wenn die vier Schlitzmuster durch den
optischen Pfad gehen, und liefert das Digitalsignal an die Klangverarbeitungseinheit
6a. Die Klangverarbeitungseinheit 6a bestimmt die Tastengeschwindigkeit
und schätzt die Zeit, wann der zugeordnete Hammerkopf 4m die Saiten 4d
anschlägt.
Der Pedalsensor 6c überwacht das Dämpferpedal, um zu sehen,
ob der Spieler es tritt oder nicht. Wenn der Spieler das Dämpferpedal tritt, detektiert
der Pedalsensor 6c die gegenwärtige Position des Dämpferpedals und berichtet
die gegenwärtige Position an die Klangverarbeitungseinheit 6a.
Die Klangverarbeitungseinheit 6a ist wie in 6
der Zeichnungen gezeigt angeordnet und weist eine Überwachungseinheit bzw. einen
Supervisor 6k auf, sowie einen Datenspeicher 6m für Grundschwingungen,
einen Datenprozessor 6n für Grundschwingungen, einen Datenspeicher
6o für Resonanzschwingungen, einen Datenprozessor 6p für Resonanzschwingungen,
einen Datenprozessor 6q für Klangspektrum, einen Arbeitsspeicher
6r, eine Diskettensteuerung 6s, ein Diskettenlaufwerk
6t, einen Audiosignalgenerator 6u, einen Equalizer 6v
und ein Bussystem 6w. In diesem Fall sind die Datenspeicher 6m und 6o durch
nicht-flüchtige Speichereinrichtungen implementiert, wie zum Beispiel Lese-Speichereinrichtungen
(ROM), und zugriffsfreie Speichereinrichtungen (RAM) dienen als der Arbeitsspeicher
6i.
Die Überwachungseinrichtung 6k scannt sequentiell Signaleingangsanschlüsse,
die dem Befehlssignal MODE zugewiesen sind, den Digitalsignalen von den Tastensensoren
6b und dem Detektiersignal vom Pedalsensor 6c, und überwacht die
anderen Komponenten 6m bis 6u zum Erzeugen eines Audiosignals. Eine interne Tabelle
ist in der Überwachungseinrichtung 6k enthalten, und die interne Tabelle
definiert die Beziehungen zwischen den Tastennummern, Tastengeschwindigkeit und
Zeitpunkten bzw. Zeiten zum Erzeugen des Audiosignals. Das Audiosignal wird vom
Equalizer 6v an die Verstärkereinheit 6d geliefert, und das Audiosignal
wird zum Erzeugen synthetisierter Töne an das Lautsprechersystem 6e und
die Buchseneinheit 6g verteilt. Verschiedene interne Register sind in der Überwachungseinrichtung
6k enthalten, und eines der internen Register ist einem Betriebsartflag
bzw. -merker zugeordnet, der anzeigend für die vom Spieler ausgewählte
Betriebsart ist.
Der Datenspeicher 6m für Grundschwingungen speichert eine
Vielzahl von Sätzen von pcm(Pulse Code Modulation)-Datencodes, die anzeigend für
das Frequenzspektrum der Grundschwingungen auf den Saiten 4d sind, und
jeder Satz von pcm-Datencodes entspricht einer der Tasten 4g. Eine Vielzahl von
Gruppen von pcm-Datencodes bilden einen Satz von pcm-Datencodes, und entsprechen
einem Frequenzspektrum bei unterschiedlichen Intensitäten oder Hammergeschwindigkeiten.
Im Allgemeinen werden, wenn ein Hammer 4m die zugeordnete Saite 4d stark
anschlägt, höhere Obertöne bzw. Harmonien verstärkt. Die Vielzahl von Sätzen von
pcm-Datencodes werden mit einem Sampler (nicht gezeigt) erzeugt, und zwar durch
Sampeln tatsächlicher Schwingungen an den entsprechenden Saiten 4d mit
einer geeigneten Frequenz. Der Satz von pcm-Datencodes kann jedoch mittels des Datenprozessors
6q in Echtzeit erzeugt werden. Bei Verwendung einer Gruppe von pcm-Datencodes
werden Grundschwingungen, die beim Niederdrücken einer Taste 4g erzeugt werden,
gespeichert, und die Überwachungseinrichtung 6k steuert den sequentiellen
Zugriff auf eine Gruppe von pcm-Datencodes, die in dem Datenspeicher 6m gespeichert
sind.
Der Datenprozessor 6n für Grundschwingungen ist in Zusammenhang
mit dem Datenspeicher 6m vorgesehen und modifiziert eine Gruppe von pcm-Datencodes
für eine mittlere Hammergeschwindigkeit. Die Modifikation mit dem Datenprozessor
6n wird ebenfalls von der Überwachungseinrichtung 6k gesteuert.
Der Datenspeicher 6o für Resonanzschwingungen speichert eine
Vielzahl von Sätzen von pcm-Datencodes, die anzeigend für Resonanzschwingungen sind,
und die Resonanzschwingungen finden beim Treten des Dämpferpedals statt.
Während ein Spieler das Dämpferpedal eines Klaviers tritt, werden
Dämpfer weggehalten, und einige der Saiten 4d sind resonierend bzw. schwingen
mit der von einem Hammer angeschlagenen Saite. Die Resonanztöne reichen von –10
dB bis –20 dB in Bezug auf den Ton, der ursprünglich durch Anschlagen mit
dem Hammer erzeugt wurde, und Zeitverzögerung von mehreren Millisekunden bis Hunderstel
Millisekunden wird zwischen den ursprünglich erzeugten Ton und die Resonanztöne
eingeführt. Wenn der Spieler fortwährend das Dämpferpedal tritt, dauern die Resonanztöne
mehrere Sekunden an. Der Spieler kann die ursprünglichen und Resonanztöne jedoch
schnell beenden, indem er das Dämpferpedal freigibt.
Das elektronische Klangerzeugungssystem 6 kann den gleichen
Effekt auf die synthetisierten Töne aufprägen, und die im Speicher 6o gespeicherten
pcm-Datencodes werden zum Synthetisieren der Resonanztöne verwendet. Genau gesagt
ist der Audiosignalgenerator 6u ansprechend auf das Detektiersignal des
Pedalsensors 6c, und die Überwachungseinrichtung 6k gestattet,
dass die pcm-Datencodes sequentiell geholt werden. Die im Datenspeicher
3o gespeicherten pcm-Datencodes sind anzeigend für das Frequenzspektrum
der Resonanzschwingungen und werden ebenfalls mittels des Samplers oder des Datenprozessors
6p für Resonanzschwingungen erzeugt. Jeder Satz von pcm-Datencodes entspricht
einer der niedergedrückten Tasten 4g und besteht maximal aus sechs Gruppen
von pcm-Datencodes. Jede Gruppe von pcm-Datencodes entspricht einer der Resonanzsaiten
4d, und der zweite Oberton bis zum sechsten Oberton werden für Saiten eine
Oktave höher als tiefe Töne eingerechnet. Wenn die niedergedrückte Taste jedoch
niedriger als die dreizehnte Taste von der niedrigsten Taste der achtundachtzig
Tasten ist, sollte die Saite eine Oktave tiefer als die niedergedrückte Taste eingerechnet
werden. Im Allgemeinen sind einundsiebzig Dämpfer in einem Klavier enthalten. Ein
weiteres Klavier kann jedoch sechsundsechzig oder neunundsechzig Dämpfer enthalten.
Wie zuvor beschrieben entspricht die Intensität des Frequenzspektrums der Hammergeschwindigkeit,
und die Intensitäten sind variabel mit bzw. entsprechend der Bauart und des Modells
des Pianos.
Ein Satz von pcm-Datencodes wird sequentiell aus dem Datenspeicher
6o gelesen, abhängig von der niedergedrückten Taste 4g unter der Steuerung
der Überwachungseinrichtung 6k, und der Datenprozessor 6p für
Resonanzschwingungen modifiziert die pcm-Datencodes für eine mittlere Intensität.
Die Spei cherkapazität des Datenspeichers 6o kann groß genug sein, um die
pcm-Datencodes bei allen detektierbaren Hammergeschwindigkeiten zu speichern, und
der Datenprozessor 6p kann jeden Satz von pcm-Datencodes auf der Basis
der im Datenspeicher 6o gespeicherten Parameter berechnen.
Der Datenprozessor 6q für das Klangspektrum kann die Gruppe
von pcm-Datencodes erzeugen, die anzeigend für das Frequenzspektrum von Grundschwingungen
sind, und den Satz von pcm-Datencodes, die anzeigend für das Frequenzspektrum von
Resonanzschwingungen sind, wie zuvor beschrieben. Der Datenprozessor 6q
funktioniert des Weiteren, um zu bewirken, dass das Frequenzspektrum abnimmt bzw.
abklingt.
In Einzelheit nehmen, wenn ein Spieler eine Tasten eines Pianos freigibt,
Grundschwingungen an einer Saite schnell ab, da ein zugeordneter Dämpfer zurück
in Kontakt mit der vibrierenden Saite kommt. Der Datenprozessor 6q simuliert
die Abnahme bzw. das Abklingen und verringert sequentiell die Werte der pcm-Datencodes.
Die Resonanztöne dauern für mehrere Sekunden an, solange der Spieler das Dämpferpedal
im niedergedrückten Zustand hält. Wenn der Spieler jedoch das Dämpferpedal freigibt,
nehmen die Resonanztöne schnell ab. Der Datenprozessor 6q simuliert weiterhin
diese Abnahme und verringert sequentiell die Werte der pcm-Datencodes für die Resonanzschwingungen.
Die Abnahme ist nicht konstant. Wenn der Spieler das Dämpferpedal
um ein halbes Pedal freigibt, nehmen die Töne mit niedrigerer Geschwindigkeit als
beim gewöhnlichen Freigeben ab. Des Weiteren verwenden manche Spieler das halbe
oder Halbpedal in einer solchen Weise, um tiefe Töne statt hoher Töne zu verzögern,
und eine solche Pedalmanipulation wird als ein schräger Kontakt bezeichnet. Wenn
im Gegensatz dazu das Dämpferpedal bewirkt, dass alle Dämpfer simultan in Kontakt
mit den Saiten gebracht werden, wird die Dämpfermanipulation als Simultankontakt
bezeichnet. Der Datenprozessor 6q kann die sanfte Abnahme bei der Freigabe
durch das Halbpedal wie den schrägen Kontakt simulieren, und die Werte der pcm-Datencodes
werden entweder bei hoher, Standard- oder niedriger Geschwindigkeit im Simultankontakt
und unterschiedlicher Geschwindigkeit im schrägen Kontakt verringert. Der Datenprozessor
6q kann das Verhältnis zwischen dem Grundton und den Obertönen davon für
das Halbpedal verändern und Obertöne höherer Ordnung schneller abnehmen lassen als
den Grundton. Der Rahmen eines Pianos vibriert normalerweise, und die Rahmengeräusche
sind Teil des Pianoklangs. Der Datenprozessor 6q kann diese Sekundärgeräusche
mit einberechnen und das Frequenzverhältnis modifizieren.
Der Audiosignalgenerator 6u weist ein Digitalfilter, einen
Digital-zu-Analog-Wandler und ein Tief- bzw. Niedrigpassfilter auf und erzeugt ein
analoges Audiosignal aus den pcm-Datencodes, die von den Datenspeichern
6m und 6o und/oder den Datenprozessoren 6n,
6p und 6q geliefert werden. Die pcm-Datencodes werden einem digitalen
Filter unterzogen und werden dann in das analoge Audiosignal umgewandelt. Beim digitalen
Filtern werden die Schwingungseigenschaften des Lautsprechersystems 6e
und die Schwingungseigenschaften der Lautsprecherbox 6f mit einberechnet,
und die pcm-Datencodes werden in einer solchen Weise modifiziert, dass das Frequenzspektrum
erzeugter Klänge flach wird. Das Digitalfilter ist in diesem Fall vom FIR-Typ. Ein
Digitalfilter des IIR-Typs ist jedoch erhältlich. Ein Oversampling-Digital-Filter
kann dem Digitalfiltern folgen, um quantisierte Geräusche zu eliminieren.
Nach dem digitalen Filtern erzeugt der Digital-zu-Analog-Umwandler
das analoge Audiosignal, und das analoge Audiosignal wird durch das Tiefpassfilter
gefiltert, und das Tiefpassfilter ist vom Butterworth-Typ zum Verbessern von Gruppenverzögerung.
Das so gefilterte analoge Audiosignal wird durch den Equalizer 6v an die
Verstärkereinheit 6d geliefert, und die Verstärkereinheit 6d verstärkt
das analoge Audiosignal zum Antreiben des Lautsprechersystems 6e oder des
Kopfhörers 6h.
Das Diskettenlaufwerk 6t liest Datencodes von einer Diskette
aus, die gemäß den MIDI-Standards formatiert sind, und die Überwachungseinrichtung
6k gestattet, dass der Audiosignalgenerator 6u Klänge von den
aus der Diskette ausgelesenen Datencodes reproduziert. Daher kann eine Musik in
der Klangfarbe eines weiteren Musikinstruments reproduziert werden, wie zum Beispiel
einer Pfeifenorgel, eines Cembalos oder eines Blasinstruments.
Die Überwachungseinrichtung 6k kann die Detektiersignale
der Tastensensoren 6b und das Detektiersignal des Pedalsensors
6c gemäß den MIDI-Standards formatieren, und die MIDI-Codes werden unter
der Steuerung der Diskettensteuerung 6s auf einer Diskette gespeichert.
Wenn das Tasteninstrument ein Spiel aufnehmen kann, hat das Tasteninstrument drei
Betriebsarten, d.h. die akustische Klangbetriebsart und die Silentbetriebsart und
die Aufnahmebetriebsart.
Wie zuvor beschrieben bildet die Überwachungseinrichtung
6k einen Teil des Steuersystems 5, und der für die Betriebsart
anzeigende Betriebsartflag ist in der Überwachungseinrichtung 6k enthalten.
Die Überwachungseinrichtung 6k weist die Motorantriebsvorrichtung
5b an, den Motor in eine der Richtungen zu drehen, abhängig von der Betriebsart,
und der Drehstopper 5c tritt entweder in die freie Position FP oder die
Blockierposition BP ein.
Wie aus der vorangegangenen Beschreibung erkannt werden kann, nimmt
der Drehstopper 5c mit den Ausnehmungen 5p die Hammerstiele
4k weich auf, und die Lebensdauer des Tasteninstruments ohne Ersatz der
Kissenglieder wird verlängert.
In dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel werden die Ausnehmungen
5p in den relativ weichen Kissengliedern 5m bis 5o vor
dem Einbau in das akustische Klavier 4 gebildet. Um die Ausnehmungen
5p zu bilden, können die weichen Kissenglieder 5m bis
5o aus Filz mit chemischen Lösungen für Dauerwellen behandelt werden, die
im Handel für Frauenhaar verwendet werden. Der Filz ist normalerweise aus Wolle
gebildet, und die erste chemische Lösung löst die Vernetzungen, so dass die Wolle
geeignet ist, geformt zu werden. Eine wellenförmige Form wird gegen den Filz gedrückt,
um Ausnehmungen zu bilden, und die zweite chemische Lösung stellt die Vernetzungen
wieder her. Dann sind die Ausnehmungen dauerhaft im Filz ausgebildet. Eine der im
Handel erhältlichen chemischen Lösungen für eine Dauerwelle ist als "Venezel Home
Perma" bekannt.
Ein weiches Kissenglied aus Filz oder Gummi kann unter Anwendung von
Wärme geformt werden. Des Weiteren steht Walken zum Bilden der Ausnehmungen zur
Verfügung, und wiederholte Einwirkung beschleunigt das Walken.
Die Ausnehmungen können in den relativ weichen Kissengliedern 5m bis
5o nach dem Zusammenbau des Tasteninstruments unter Verwendung der Hammerstiele
4k gebildet werden. Auch nachdem sie eingebaut sind, formen die wiederholten
Aufpralle der Hammerstiele 4k mit oder ohne Wasser die Ausnehmungen
5p. Die Innenoberflächen der Ausnehmungen 5p können im Krümmungsradius
nicht gleich den Außenoberflächen der Hammerstiele 4j sein,
sind aber größer als die Außenoberflächen der Hammerstiele 4j, da der Hammerstiel
4j auf einer weiteren Fläche des Kissenglieds abprallen muss als im Stand
der Technik.
Wenn die Hammerstiele, zum Beispiel, im Querschnitt trapezförmig sind,
sind die Ausnehmungen ebenfalls trapezförmig, um mit den Außenoberflächen der Hammerstiele
konform zu sein. Der Querschnitt des Hammerstiels und der Ausnehmung kann ein Kreis,
ein Achteck oder eine Ellipse sein.
Des Weiteren kann eine Laminierung eines relativ harten Kissenglieds
10 und eines relativ weichen Kissenglieds 11 direkt mit dem Wellenglied
5d verbunden sein, wie in 7 gezeigt ist, und
das relativ weiche Kissenglied 11 an sich wellt sich, um die Ausnehmungen
11p zu bilden. Wenn der Aufprall des Hammerstiels 4j nicht so
groß ist, kann ein einlagiges Kissenglied 12 direkt am Wellenglied
5d befestigt sein, und Ausnehmungen sind in der Oberseite des einlagigen
Kissenglieds 12 ausgebildet, wie in 8 gezeigt
ist.
Zweites Ausführungsbeispiel
Unter Hinwendung zu 9 der Zeichnungen
ist ein Stoppen 21 in einem weiteren Tasteninstrument enthalten, das die
vorliegende Erfindung zeigt. Das das zweite Ausführungsbeispiel enthaltende Tasteninstrument
ist in seiner Struktur ähnlich dem in 3 gezeigten Tasteninstrument,
bis auf den Stopper 21 und einem in 10 gezeigten
zugeordneten Verschiebemechanismus 22, und die anderen Komponenten sind
mit Bezugszeichen bezeichnet, die entsprechende Teile und Einheiten des ersten Ausführungsbeispiels
bezeichnen, und zwar ohne detaillierte Beschreibung.
Der Stopper 21 weist ein langgestrecktes Plattenglied
21a und Kissenglieder 21b auf, die an der Vorderseite des Plattenglieds
21a in Abständen befestigt sind. Eine Vielzahl von Ausnehmungen
21c sind in den Kissengliedern 21b ausgebildet und sind in einer
solchen Weise angeordnet, dass die Hammerstiele 4k an den Innenoberfläche
der zugeordneten Ausnehmungen 21c abprallen. Die Innenoberflächen der Ausnehmung
21c sind im Wesentlichen konform mit den Kontaktteilen der Hammerstiele
4k.
Das Plattenglied 21a ist durch die Schraubenfedern
22a und 22b hindurch durch Stiftglieder 22c und
22d aufgehängt, die an Seitenbrettern (nicht gezeigt) des akustischen Pianos
4 befestigt sind, und wird mittels des Verschiebemechanismus
22 nach unten gezogen. Der Verschiebemechanismus 22 weist einen
Draht 22e auf, der mit dem Plattenglied 21a gekoppelt ist, sowie
ein Rohrglied 22f, das mit dem Draht 22e verbunden ist, ein Pedal
22g, das mit dem Rohrglied 22f gekoppelt ist, einen Stufenteil
22h, der in einem Bodenträger bzw. einer Bodenleiste des akustischen Pianos
4 ausgebildet ist, und einen Begrenzer 22i.
Wenn ein Spieler das Pedal 22g tritt und das Pedal 22g nach links
drückt, kommt das Pedal 22g in Eingriff mit dem Stufenteil 22h, und der Verschiebemechanismus
22 hält das Plattenglied 21a in der Blockierposition BP. Das so
in der Blockierposition BP gehaltene Plattenglied 21a führt den rechten
Teil davon in den Begrenzer 22i ein, und der Stufenteil 22h und der Begrenzer
22i definieren exakt die Blockierposition BP.
Wie aus 9 besser zu erkennen ist, prallen,
während der Stopper 21 in der Blockierposition BP bleibt, die Hammerstiele
4k an den Kissengliedern 21b vor dem Aufprall auf den Saiten
4d ab, und die Saiten 4d vibrieren nie zum Erzeugen von akustischen
Klängen. Daher synthetisiert das elektronische Klangerzeugungssystem 6
Klänge mit Noten, die den niedergedrückten Tasten 4g zugewiesen sind.
Wenn das Pedal 22g jedoch aus dem Stufenteil 22h freigegeben wird,
ziehen die Schraubenfedern 22a und 22b das Plattenglied
21a nach oben, und der Stopper 21 tritt in die freie Position
FP ein. In der freien Position FP schlagen die Hammerköpfe 4m die Saiten
4d an bevor die Hammerstiele 4k die Kissenglieder 22b
erreichen. Aus diesem Grund vibrieren die Saiten 4d auf entsprechenden
Tonhöhen und erzeugen die akustischen Klänge.
In diesem Fall wird das Pedal 22g zwischen zwei Positionen gewechselt.
Es kann jedoch ein weiterer Schritt dazwischen ausgebildet sein, und der Mittelschritt
hält den Stopper 21 an einer Mittelposition zum Verringern der Lautstärke
der akustischen Klänge.
Die Ausnehmungen 21c werden normalerweise vor der Lieferung
aus einer Pianofabrik in den Kissengliedern 21b ausgebildet. Die Ausnehmungen
21c können jedoch nach der Lieferung in den Kissengliedern 21b
ausgebildet werden, und zwar durch Drücken der Hammerstiele 4k gegen die
Kissenglieder 21b.
Das Tasteninstrument, das das zweite Ausführungsbeispiel enthält,
erzielt alle Vorteile der vorliegenden Erfindung.
Drittes Ausführungsbeispiel
Unter Hinwendung auf 11 der Zeichnungen
ist noch ein weiteres Tasteninstrument, das die vorliegende Erfindung zeigt, mit
einem schwingbaren Stoppen 31 ausgestattet. Die anderen Komponenten des
Tasteninstruments, das das dritte Ausführungsbeispiel enthält, sind ähnlich denen
des ersten Ausführungsbeispiels und sind mit den Bezugszeichen bezeichnet, die die
entsprechenden Teile und Einheiten bezeichnen, und zwar ohne detaillierte Beschreibung.
Der schwingbare Stopper 31 weist eine Rahmenstruktur
31a auf, die um eine Mittelachse (nicht gezeigt) schwingbar ist, und ein
Kissenglied 31b, das an einem Oberteil der Vorderseite der Rahmenstruktur
31a befestigt ist. Eine Vielzahl von Ausnehmungen 31c sind im
Vorderteil des Kissenglieds 31b ausgebildet, ähnlich dem
Kissenglied 21b, und die Ausnehmungen 31c sind im Wesentlichen
konform zu den gegenüberliegenden Oberflächen der Hammerstiele 4k. Das
Kissenglied 31b kann in eine Vielzahl von Kissenuntergliedern unterteilt
sein.
Ein geeigneter Verschiebemechanismus ist für die Rahmenstruktur
31a vorgesehen, und der schwingbare Stopper 31 wird zwischen der
freien Position FP und der Blockierposition BP gewechselt. In der freien Position
FP erreichen die Hammerstiele 4k das Kissenglied 31b nicht, und
die Hammerköpfe 4m schlagen die zugeordneten Saiten 4d ohne Unterbrechung
durch den schwingbaren Stoppen 31 an. Die Saiten 4d vibrieren
und erzeugen akustische Klänge.
Wenn andererseits der schwingbare Stopper 31 durch eine Schwingbewegung
der Rahmenstruktur 31a in die Blockierposition BP gewechselt wird, prallen
die Hammerstiele 4k vor dem Aufprall an den Innenoberflächen der Ausnehmungen
31c ab, und das elektronische Klangerzeugungssystem 6 bewirkt,
dass entweder das Lautsprechersystem 6e oder der Kopfhörer 6h
synthetisierte Klänge erzeugen, und zwar mit den den niedergedrückten Tasten
4g zugewiesenen Noten.
Die Ausnehmungen 31c werden normalerweise vor dem Zusammenbau
des Tasteninstruments in einer Pianofabrik ausgebildet. Die Ausnehmungen können
jedoch nach der Lieferung aus der Pianofabrik ausgebildet werden, und zwar durch
Drücken der Hammerstiele gegen das Kissenglied 31b.
Das Tasteninstrument, das das dritte Ausführungsbeispiel enthält,
erreicht alle Vorteile der vorliegenden Erfindung.
Viertes Ausführungsbeispiel
Unter Hinwendung auf 12 der Zeichnungen
weist noch ein weiteres Tasteninstrument, das die vorliegende Erfindung zeigt, im
Wesentlichen einen Flügel 41, das elektronische Klangerzeugungssystem
6 und ein Steuersystem 42 auf. Der Flügel 41 hat Teile
und Glieder, die dem Klavier 4 entsprechen, und die Teile und die Glieder
des Flügels 41 sind mit den gleichen Bezugszeichen entsprechender Teile
und entsprechender Glieder des akustischen Pianos 4 bezeichnet, und zwar
der Einfachheit halber ohne detaillierte Beschreibung.
Das Steuersystem 42 weist einen schwingbaren Stopper
42a auf, der über den Hammerstielen 4k vorgesehen ist, und die
Klangverarbeitungseinheit 6a wird zwischen dem elektronischen Klangerzeugungssystem
6 und dem Steuersystem 42 ähnlich dem ersten Ausführungsbeispiel
geteilt. Der schwingbare Stopper 42a weist ein Wellenglied 42b,
eine Rahmenstruktur 42c, die um das Wellenglied 42b und ein Kissenglied
42d schwingbar ist, und eine Vielzahl von Ausnehmungen 42e auf,
die im Kissenglied 42d ausgebildet sind. Die Innenoberflächen der Ausnehmungen
42e sind konform zum Kontaktteil der Hammerstiele 4k, und das
Kissenglied 42d kann in eine Vielzahl von Kissenuntergliedern unterteilt
sein.
Wenn der schwingbare Stoppen 42a in die freie Position FP
gewechselt wird, erreichen die Hammerstiele 4k das Kissenglied
42d nicht, und die Hammerköpfe 4m schlagen die zugeordneten Saiten
4d ohne Unterbrechung durch den schwingbaren Stopper 42a an. Die
Saiten 4d vibrieren und erzeugen akustische Klänge.
Wenn andererseits der schwingbare Stopper 42b in die Blockierposition
BP gewechselt wird, und zwar durch eine Schwingbewegung der Rahmenstruktur
42c, prallen die Hammerstiele 4k vor dem Aufprall an den Innenoberflächen
der Ausnehmungen 42e ab, und das elektronische Klangerzeugungssystem
6 bewirkt, dass entweder das Lautsprechersystem 6e oder der Kopfhörer
6h synthetisierte Klänge mit den den niedergedrückten Tasten
4g zugewiesenen Noten erzeugt.
Die Ausnehmungen 4e werden normalerweise vor dem Zusammenbau
des Tasteninstruments in einer Pianofabrik ausgebildet. Die Ausnehmungen
42e können jedoch nach der Lieferung aus der Pianofabrik ausgebildet werden,
und zwar durch Drücken der Hammerstiele gegen das Kissenglied 42d.
Das Tasteninstrument, das das vierte Ausführungsbeispiel beinhaltet,
erreicht alle Vorteile der vorliegenden Erfindung.
Fünftes Ausführungsbeispiel
Unter Hinwendung zu 13 der Zeichnungen weist ein
Tasteninstrument, das die vorliegende Erfindung zeigt, ebenfalls ein Klavier
51, ein elektronisches Klangerzeugungssystem (nicht gezeigt) und ein Steuersystem
52 auf. Das Klavier 51 und das elektronische Klangerzeugungssystem
sind ähnlich denen des in 3 gezeigten Tasteninstruments,
und Teile und Glieder des Klaviers 51 sind mit den Bezugszeichen bezeichnet,
die die entsprechenden Teile und Glieder bezeichnen, und zwar ohne detaillierte
Beschreibung.
Das Steuersystem 52 hat einen schwingbaren Stoppen
52a und einen zugeordneten Verschiebemechanismus zum Verschieben des schwingbaren
Stoppers 52a zwischen der freien Position FP und der Blockierposition BP.
Der schwingbare Stoppen 52a weist ein drehbares Wellenglied
52b auf, das mit dem Verschiebemechanismus gekoppelt ist, sowie eine Rahmenstruktur
52c, die schwingbar durch das drehbare Wellenglied 52b getragen
ist, Schraubenglieder, die durch den Vorderendteil der Rahmenstruktur
52c geschraubt sind, ein Backenglied 52d, das an den Schraubengliedern
52d befestigt ist, ein Kissenglied 52f, das am Backenglied
52d befestigt ist, und Verlängerungen 52g, die entsprechend von den Hammerköpfen
4m wegragen. Die Schraubenglieder 52d sind mit einem Hebel- bzw. Betätigungsglied
53 drehbar, und die Position des Kissenglieds 52f ist regulierbar.
Eine Vielzahl von Ausnehmungen 52h sind im Kissenglied
52f ausgebildet, und das Kissenglied 52h kann in eine Vielzahl von Kissenuntergliedern
unterteilt sein. Die Ausnehmungen werden normalenrweise vor dem Zusammenbau in einer
Pianofabrik ausgebildet. Die Ausnehmungen 52h können jedoch durch Drücken der Verlängerungen
52g gegen das Kissenglied 52f nach der Lieferung von der Pianofabrik
ausgebildet werden.
Wenn der Verschiebemechanismus den schwingbaren Stopper
52a in der freien Position FP hält, befindet sich das Kissenglied
52f außerhalb der Laufbahnen OBT1 der Verlängerungen 52g, und die Hammerköpfe
4m können die Saiten 4d ohne eine Unterbrechung durch den schwingbaren
Stopper 52a anschlagen. Infolgedessen vibrieren die Saiten 4d
und erzeugen eine akustischen Klang.
Wenn andererseits der Verschiebemechanismus den schwingbaren Stopper
52a zur Blockierposition BP wechselt, ist das Kissenglied 52f
in den Laufbahnen OBT1 und außerhalb der Laufbahnen OBT2 der Hammerköpfe
4m gelegen. Wenn ein Spieler eine Taste niederdrückt, treibt die zugeordnete
Tastenmechanik 4b die Hammeranordnung 4c zur Drehung an, und die
Verlängerung 52g prallt vor dem Aufprall an der Innenoberfläche der Ausnehmung
52h ab. Die Saiten 4d vibrieren nicht, und das elektronische Klangerzeugungssystem
synthetisiert einen Klang mit der der niedergedrückten Taste zugewiesenen Note.
Das Tasteninstrument, das das fünfte Ausführungsbeispiel beinhaltet,
erreicht alle Vorteile der vorliegenden Erfindung.
Obwohl bestimmte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung gezeigt
und beschrieben wurden, wird es für Fachleute offensichtlich sein, dass verschiedene
Veränderungen und Modifikationen durchgeführt werden können ohne vom Umfang der
vorliegenden Erfindung abzuweichen, wie er in den folgenden Ansprüchen definiert
ist. (14147)