HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Simulator
zum Prüfen der Genauigkeit oder der Kalibrierung eines Kollisionsvermeidungsradarsystems.
2. Stand der Technik
In 1 sind Bauteile eines Kollisionsvermeidungsradarsystems
10 mit einer 1 Quadratmeter großen Metallplatte 108 dargestellt,
wie sie in der Regel als Simulator zum Prüfen der Genauigkeit des Radarsystems verwendet
werden.
Das in 1 dargestellte Kollisionsvermeidungsradarsystem
10 wird in der Regel in Automobilen eingebaut, mit der Antenne
106 im Front- oder Kühlergrillbereich des Fahrzeugs. Das System funktioniert
so, dass ein Signal von der Antennen 106 übertragen und von einem zurück
erhaltenen Signal die Distanz (D) bestimmt wird, die sich die Antenne
106 vom Simulator 108 oder einem anderen Reflexionsobjekt entfernt
befindet, etwa einem anderen Automobil. Von dem empfangenen Signal kann das Radarsystem
10 auch die Geschwindigkeit (dD/dt) bestimmen, mit der sich das Objekt
oder das andere Fahrzeug bewegt. Durch Verarbeitung des empfangenen Signals kann
ein Alarm oder eine andere Vorrichtung aktiviert werden, um den Fahrzeuglenker in
die Lage zu versetzen, eine Kollision mit dem Objekt oder Fahrzeug zu vermeiden.
Das in 1 dargestellte System umfasst
einen Oszillator 100, der so konfiguriert ist, dass er über einen Bereich
von Frequenzen wobbelt. Der Ausgang des Oszillators 100 wird an einen Splitter
102 abgegeben. Ein erster Ausgang des Splitters 102 wird als lokales
Oszillatorsignal (FLO) an den ersten Eingang eines Mischers
110 abgegeben. Ein zweiter Ausgang des Splitters 102 wird an den
Isolator 104 abgegeben. Der Isolator 104 gibt das Signal vom Splitter
102 an den Eingang der Antenne 106 für die Übertragung ab und
gibt das von der Antenne 106 empfangene Signal als RF-Signal (FRF)
an einen zweiten Eingang des Mischers 110 ab.
Der Oszillator 100 wobbelt in der Regel einen Bereich von
Frequenzen mit mindestens 76 GHz und höchstens 77 GHz. Der Bereich 76-77
GHz wird von der Federal Communications Commission (FCC – Bundesamt für Kommunikation)
den Kollisionsvermeidungsradarsystemen zugeteilt. Der Oszillator 100 wobbelt
in der Regel in einem Zeitraum von 1,2 msek ein 250-MHz-Frequenzband innerhalb der
76-77-GHz-Grenzen, wie in 2 dargestellt. In
2 ist der Wobbelbereich auf 76,5 GHz konzentriert,
doch kann das 250-MHz-Band auch näher an den Grenzwerten 76 GHz oder 77
GHz angesiedelt sein.
Das vom Oszillator 100 abgegebene Signal wird durch den Isolator
104 und die Antenne 106 als übertragenes Signal bereitgestellt,
wie in 3 dargestellt. Ein reflektiertes Signal wird
dann von der Antenne 106 empfangen und vom Isolator 104 als FRF-Signal
abgegeben, wie ebenfalls in 3 dargestellt. Das empfangene
Signal ist in 3 frequenzabgesetzt vom übertragenen
Signal dargestellt, wobei die Frequenzabsetzung von der Distanz D (1)
abhängig ist. Die Distanz D ist eine Distanz, um die ein reflektierendes Objekt,
wie der 1-Quadratmeter-Standard 108, von der Antenne 106 entfernt
ist. Wenn die Distanz D gleich Null ist, findet keine Frequenzabsetzung zwischen
den gesendeten und den empfangenen Signalen statt.
3 zeigt auch ein Zwischenfrequenzsignal
FIF, das der Differenz zwischen gesendetem Signal FLO und
empfangenem Signal FRF an den Eingängen des Mischers 110 entspricht.
Da der Mischer 110 nicht zwischen positiv und negativ unterscheiden kann,
ist das vom Mischer 100 abgegebene aktuelle Signal FIF ein positives
Frequenzsignal, das sich mit der Zeit ändert, wie in 4
dargestellt. Die Frequenz des Signal FIF-Ausgangs vom Mischer
110 wird von einem Diskriminator oder Frequenz-Spannungs-Wandler
112 in eine entsprechende Spannung konvertiert. Da Übergänge wie 120 in
regelmäßigen 1,2-msek-Intervallen stattfinden, wie in 4
dargestellt, können die Übergänge 120 vom Diskriminator 112 herausgefiltert
werden. Der Spannungsausgang vom Diskriminator 112 kann dann zur Bestimmung
der Distanz D verarbeitet werden.
Eine Gleichung zur Bestimmung der Distanz D auf Basis des Frequenzwerts
des FIF-Ausgangs vom Mischer 110 kann, wie unten dargestellt,
mit Kenntnis des vom Oszillator 100 bereitgestellten 250-MHz-Wobbelbereichs
und des 1,2-msek-Zeitraums abgeleitet werden. Zuerst wird die Zeit (t) in Sekunden
mit der Distanz D in Metern und der Lichtgeschwindigkeit (c) wie folgt in Beziehung
gesetzt:
t = D/c (1)
wobei c = 299,8 × 106 Meter /Sekunde. Ferner wird die Frequenzdifferenz
in den gesendeten und empfangenen Signalen FIF wie folgt mit der Zeit
t in Beziehung gesetzt:
FIF = t&Dgr;t/&Dgr;f (2)
wobei &Dgr;f ist der Frequenzwobbelbereich des Oszillators 100 und &Dgr;t
ist der Zeitraum, über den der Frequenzbereich vom Oszillator 100 gewobbelt
wird. Die Kombination der Gleichungen (1) und (2) ergibt FIF
in als Funktion von D wie folgt:
FIF = D&Dgr;f/c&Dgr;t (3)
D als Funktion von FIF ist dann:
D = FI
Fc&Dgr;t/&Dgr;f (4)
Wenn &Dgr;f = 250 MHz und &Dgr;t = 1,2 msek wird eine Frequenzdifferenz FIF
von 695 Hz für eine Distanz D von 1 Meter geschaffen, wie aus der Gleichung (4)
hervorgeht.
Die Geschwindigkeit, mit der sich ein Objekt gegen
die Antenne 106 oder von dieser weg bewegt, oder die Änderung von D bezüglich
der Zeit (dD/dt) kann auch durch den Schaltkreis der 1
ermittelt werden. Wenn sich das Objekt, wie der Simulator 108, weiter weg
von der Antenne 106 bewegt, nimmt das empfangene Signal an Frequenz relativ
zum gesendeten Signal zu, wie in Figur 5A dargestellt. Bei einem sich weg bewegenden
Objekt ist die vom Mischer 110 abgegebene Frequenz FIF während
einer Periode &Dgr;t, wenn die Frequenz des gesendeten Signals zunimmt, kleiner
als während einer Periode &Dgr;t, wenn die Frequenz des gesendeten Signals abnimmt,
abhängig von dD/dt, wie in 5A dargestellt. Bei einem
sich der Antenne 106 nähernden Objekt nimmt die Frequenz des empfangenen
Signals relativ zum gesendeten Signal ab, wie in 5B
dargestellt. Wenn sich ein Objekt nähert, ist die vom Mischer 110 abgegebene
Frequenz FIF während einer Periode, in der die Frequenz des gesendeten
Signals zunimmt, größer als während einer Periode, in der die Frequenz des gesendeten
Signals abnimmt, abhängig von dD/dt, wie des weiteren in 5B
dargestellt. Durch Messen der Frequenzdifferenz zwischen den Wobbelperioden kann
somit dD/dt ermittelt werden.
Um eine ordnungsgemäße Leistung des Kollisionsvermeidungsradars der
1 zu gewährleisten, muss die Vorrichtung regelmäßig
geprüft oder kalibriert werden. Während der Kalibrierung muss sichergestellt sein,
dass der Oszillator 100 innerhalb des von der FCC festgelegten 76-77-GHz-Bandes
arbeitet, auch wenn das Radar außerhalb dieses Bereichs gut funktionieren würde.
Des weiteren müssen der 250-MHz-Wobbelbereich &Dgr;f und die 1,2 msek Wobbelperiode
&Dgr;t verifiziert werden, um sicherzustellen, dass unter Heranziehung der Gleichung
(4) präzise Distanzberechnungen stattfinden. Während der Kalibrierung ist am Oszillator
100 in der Regel ein Empfänger angeschlossen, um sicherzustellen, dass
der Oszillator richtig funktioniert.
Die Kalibrierung wird auch unter Verwendung des Simulators
108 durchgeführt, um zu prüfen, dass das Radar die richtigen Distanzen
D mit einer Genauigkeit bis zu 100 Meter anzeigt. Der Simulator 108 wird
auch benützt, um sicherzustellen, dass das Radarsystem die richtige Änderung in
den Distanzmessungen dD/dt anzeigt, wie oben beschrieben.
Ein Nachteil in der Verwendung des 1-Quadratmeterplatten-Standards
als Simulator liegt jedoch darin, dass zur Ausführung der Simulation eine große
Fläche erforderlich ist. Ein weiterer Nachteil ist die Unannehmlichkeit der Bewegung
der Platte über eine bestimmte Distanz während einer festgelegten Zeit, um dD/dt
zu bestimmen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Prüfung eines Kollisionsvermeidungsradarsystems
bei signifikant geringerem Platzbedarf als mit einem 1-Quadratmeter-Metallplattenstandard.
Des weiteren können dD/dt-Prüfungen vorgenommen werden, ohne dass unangenehme Ausrüstungsbewegungen
nötig sind wie mit einem 1-Quadratmeter-Plattensimulator.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht auch die Prüfung des Frequenzwobbelbereichs
&Dgr;f und der Periode &Dgr; eines vom Oszillator 100 abgegebenen Signals,
ohne dass zusätzliche Testausrüstung am Oszillator angeschlossen werden müsste.
EP-A-0182418 beschreibt einen Simulator zum Prüfen eines Radarsystems
durch die Generierung eines Signals mit einer Verzögerungsleitungs-Frequenzabsetzung
von einem Signal, das von dem geprüften Radarsystem empfangen wird, und Übertragung
des abgesetzten Frequenzsignals auf das geprüfte Radarsystem.
In einem Aspekt schafft die vorliegende Erfindung, wie aus EP-A-0182418
bekannt, ein Verfahren zur Prüfung eines Kollisionsvermeidungsradarsystems, umfassend:
Empfangen eines Signals vom Kollisionsvermeidungsradarsystem;
Generieren eines Signals mit abgesetzter Frequenz vom Signal, das
vom Kollisionsvermeidungsradarsystem empfangen wurde, wobei die Frequenzabsetzung
so gesteuert wird, dass das Kollisionsvermeidungsradarsystem anzeigt, dass ein Objekt
sich eine bestimmte Distanz entfernt befindet, nachdem das abgesetzte Signal empfangen
wurde, wobei das abgesetzte Signal zum Kollisionsvermeidungsradarsystem übertragen
wird, gekennzeichnet durch den Schritt der Generierung eines frequenzabgesetzten
Signals.
Im Unterschied zu EP-A-0182418 und in Entsprechung zu der Erfindung
umfasst der Schritt eines frequenzabgesetzten Signals die Generierung eines ersten
Abschnitts des abgesetzten Signals mit einer ersten Frequenzdifferenz von dem vom
Kollisionsvermeidungsradarsystem empfangenen Signal, wenn das Signal vom Köllisionsvermeidungsradarsystem
eine zunehmende Frequenz aufweist; und
Generieren eines zweiten Abschnitts des abgesetzten Signals mit einer
zweiten Frequenzdifferenz von dem vom Kollisionsvermeidungsradarsystem empfangenen
Signal, wenn das Signal vom Kollisionsvermeidungsradarsystem eine abnehmende Frequenz
aufweist, wobei die erste Frequenzdifferenz und die zweite Frequenzdifferenz so
gesteuert werden, dass das Kollisionsvermeidungsradarsystem anzeigt, dass ein Objekt
sich nach Empfang des abgesetzten Signals mit einer Geschwindigkeit (dD/dt) bewegt.
In einem anderen Aspekt schafft die vorliegende Erfindung, wie aus
EP-A-0182418 bekannt, einen Simulator zum Prüfen eines Kollisionsvermeidungsradarsystems,
umfassend:
- Eine Antenne zur Abgabe eines empfangenen Signals vom Kollisionsvermeidungsradarsystem
und zur Abgabe eines übertragenen Signals an das Kollisionsvermeidungsradarsystem;
- einen ersten Mischer mit einem ersten Eingang, einem zweiten Eingang und einem
Ausgang und
- einen zweiten Mischer mit einem ersten Eingang, einem zweiten Eingang und einem
Ausgang.
- Im Unterschied zu EP-A-0182418 und in Entsprechung zu der Erfindung umfasst
der Simulator zusätzlich: einen Isolator, der an die Antenne angeschlossen ist,
um das empfangene Signal von der Antenne an den ersten Eingang des ersten Mischers
abzugeben und um den Ausgang des zweiten Mischers als das gesendete Signal an die
Antenne abzugeben;
- einen spannungsgesteuerten Oszillator (VCO) mit einem Ausgang, der mit dem zweiten
Eingang des ersten Mischers und dem zweiten Eingang des zweiten Mischers verbunden
ist und einen Spannungssteuerungseingang aufweist;
- einen Phasendetektor mit einem Eingang, der an den Ausgang des ersten Mischers
gekoppelt ist, wobei der Phasendetektor ein Signal vom Ausgang des ersten Mischers
mit einem Referenzsignal vergleicht und der Phasendetektor einen Ausgang hat, der
ein Signal zum Spannungssteuerungseingang des VCO abgibt, um den VCO-Ausgang in
die Lage zu versetzen, ein Signal mit einer Frequenz abzugeben, welche dem Signal
entspricht, das vom Kollisionsvermeidungsradarsystem, abgesetzt um die Referenzsignalfrequenz,
abgegeben wird;
- einen numerisch gesteuerten Oszillator (NCO) mit einem Ausgang, der mit einem
ersten Eingang des zweiten Mischers verbunden ist, und einem Eingang, wobei der
NCO an seinem Ausgang ein Signal abgibt, das der Referenzsignalfrequenz entspricht,
abgesetzt um einen Betrag, der von einem numerischen, am Eingang des NCO abgegebenen
Wert gesteuert wird, so dass das Kollisionsvermeidungsradarsystem nach Empfang des
übertragenen Signals anzeigt, dass sich ein Objekt eine Distanz entfernt befindet;
- einen Differentiator mit einem Eingang, der mit dem Phasendetektor verbunden
ist, und einem Ausgang; und
Speichermittel, welche den Ausgang des Differentiators empfangen und
einen ersten numerischen Wert an den Eingang des NCO abgeben, wenn der Ausgangszustand
des Differentiators anzeigt, dass der VCO-Ausgang die Frequenz erhöhen sollte, und
welche einen zweiten numerischen Wert an den Eingang des NCO abgeben, wenn der Ausgangszustand
des Differentiators anzeigt, dass der VCO-Ausgang die Frequenz senken sollte, so
dass das Kollisionsvermeidungsradarsystem nach Empfang des übertragenen Signals
anzeigt, dass sich ein Objekt mit einer Geschwindigkeit (dD/dt) bewegt.
Wie im folgenden gezeigt wird, kann die differentialgesteuerte Absetzung,
der gemäß die Frequenz des Radarsystemausgangs zunimmt oder abnimmt, bewirken, dass
der Ausgang des ersten Mischers so aussieht wie in 5A
und 5B dargestellt.
Der Simulator kann des weiteren Komponenten enthalten, welche den
Frequenzbereich und die Amplitude des Radarsystemausgangs anzeigen, wie sie von
dem Tracking-Signal ermittelt werden, das dieses generiert.
Weitere bevorzugte Merkmale der Erfindung werden in den angehängten
abhängigen Ansprüchen definiert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Weitere Details der vorliegenden Erfindung werden mit Hilfe der beiliegenden
Zeichnungen erklärt:
1 zeigt die Bauteile eines Kollisionsvermeidungsradarsystems
zusammen mit einem Simulator zur Prüfung der Genauigkeit des Radarsystems;
2 stellt einen 250-MHz-Frequenzbereich
dar, der von einem Oszillator der 1 während 1,2 msek
bereitgestellt wird;
3 stellt gesendete und empfangene Signale
vom Radarsystem der 1 dar, zusammen mit einem Signal
FIF, das die Differenz zwischen gesendeten und empfangenen Signalen markiert;
4 stellt ein Signal dar, das vom Mischer
des Radarsystems der 1 abgegeben wird;
5A stellt gesendete und empfangene Signale
von Radarsystem der 1 dar, wenn sich ein Objekt weiter
weg vom Radarsystem bewegt, zusammen mit einem Signal FIF, das von einem
Mischer des Radarsystems abgegeben wird;
5B stellt gesendete und empfangene Signale
vom Radarsystem dar, zusammen mit einem Signal FIF, das von einem Mischer
des Radarsystems abgegeben wird;
6 stellt einen Simulator der vorliegenden
Erfindung dar, der zum Prüfen oder Kalibrieren eins Kollisionsvermeidungsradarsystems
benützt wird;
7 stellt eine typische Konfiguration
für einen numerisch gesteuerten Oszillator (NCO) dar; und
8 stellt ein Signal dar, das and den
Differentiator der 6 abgegeben wird, und den daraus
resultierenden Ausgang des Differentiators.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
6 stellt einen Simulator der vorliegenden
Erfindung dar, der zum Prüfen oder Kalibrieren eines Kollisionsvermeidungsradarsystems
10 gemäß 1 benützt wird. Der Simulator enthält
eine Antenne 606, die im Betrieb unmittelbar neben die Antenne
106 des Kollisionsvermeidungsradarsystems 10 platziert wird. Die
Antenne 606 ist mit einem Isolator 608 verbunden, der ein empfangenes
Signal (F), das vom Radarsystem 10 empfangen wurde, an einen ersten Eingang
des Mischers 610 abgibt. Der Isolator 608 ist auch verbunden mit
dem Ausgang eines Mischers 612, um ein Signal vom Mischer
612 als ein mittels Antenne 606 übertragenes Signal an das Radarsystem
10 abzugeben. Zwischen dem Mischer 612 und dem Isolator
608 ist ein Dämpfungsglied 613 eingefügt, damit ein von der Antenne
606 übertragenes Signal die Signalstärke eines gleichen Signals simuliert,
das von einem Objekt in einer Distanz D reflektiert wird.
Ein Tracking-Signal FT wird von einem spannungsgesteuerten
Oszillator (VCO) 614 an einen zweiten Eingang des Mischers 610
und des Mischers 612 abgegeben. Das Tracking-Signal FT wird
so gesteuert, dass es das empfangene Signal F mit einer Frequenzabsetzung um ein
Referenzsignal Fo verfolgt. Das Referenzsignal Fo in
6 wird mit 10 MHz angenommen, obwohl auch andere Werte
gewählt werden können.
Wenn das Signal FT das Signal F mit einer Absetzung Fo
verfolgt, ist der Ausgang des Mischers 610 ein Signal mit der Referenzfrequenz
Fo zusammen mit Breitbandrauschen. Der Ausgang des Mischers
610 wird durch einen Vorverstärker 616 an ein Tiefpassfilter
618 abgegeben. Das Tiefpassfilter 618 hat die Aufgabe, das Breitbandrauschen
in einem an den Verstärker 620 angelegten Signal zu beschränken, so dass
das Nutz-/Rauschsignalverhältnis für den Verstärker 620 in akzeptablen
Grenzen bleibt. Hier wird das Filter 618 als 20-MHz-Filter dargestellt,
unter der Annahme Fo = 10 MHz. Der Verstärker 620 stellt eine
Prüfverbindung für ein relatives Signalstärkensignal (VRSS) bereit, welche
die Bestimmung einer Amplitude des Signals F vom Kollisionsvermeidungsradarsystem
ermöglicht. Der Verstärker 620 bietet zudem einen Rechteckwellenausgang
mit einem Festamplituden-Bandpassfilter 622. Das Bandpassfilter
622 bietet einen Festamplituden-Sinuswellenausgang mit einem auf das Referenzsignal
Fo zentrierten Bandpassbereich, hier 10 MHz.
Ein Phasendetektor 624 empfängt den Ausgang des Bandpassfilters
622. Der Phasendetektor 624 vergleicht das Signal vom Filter
622 mit dem Referenzsignal Fo und stellt einen Ausgang bereit,
der eine Differenz zum Spannungssteuerungseingang des VCO 614 anzeigt.
Der Phasendetektor 624, welcher bevorzugt ist, weist die in 6
dargestellten Bauteile auf, die sich in einem Wiltron 360 Analyzer finden,
hergestellt von der Wiltron Company, Morgan Hill, CA. Der Phasendetektor
624 ist ein gegenphasiger Detektor, wie im Wiltron 360 Analyzer
konfiguriert, weil das Signal FT F ± Fo sein könnte,
und die Schaltung des Phasendetektors 624 ermöglicht die Detektion eines
gewünschten Signals, vorzugsweise F + Fo, so dass das Tracking-Signal
FT dazu verwendet werden kann, die Frequenz des Kollisionsvermeidungsradarsignals
F genau zu messen. Beispielsweise bei F = 76,5 GHz und Fo = 10 MHz könnte
das Signal FT mit einem Phasendetektor, der nicht zwischen F –
FT oder FT – F unterscheiden kann, wenn der Phasengleichlauf
erreicht ist, entweder 76,51 GHz oder 76,49 GHz sein. Der wie dargestellt konfigurierte
Phasendetektor 624 würde die Detektion nur des 76,51 GHz Signals ermöglichen.
Um das Referenzsignal Fo zu generieren, enthält der Phasendetektor
624 einen Oszillator 626 und zwei D-Flipflops 628 und
630. Der Oszillator 626 gibt an die getakteten Eingänge der Flipflops
628 und 630 ein Signal mit viermal der Referenzsignalfrequenz
ab, hier 40 MHz. Der Q-Ausgang des Flipflops 628 ist mit dem D-Eingang
des Flipflops 630 verbunden. Der Q-Ausgang des Flipflops 630 ist
mit dem D-Eingang des Flipflops 628 verbunden. Wie verbunden, geben die
Q-Ausgänge des Flipflops 628 und 630 je das 10-MHz-Signal Fo
ab, wobei der Q-Ausgang des Flipflops 628 90 Grad phasenverschoben zum
Q-Ausgang des Flipflops 630 ist.
Der Q-Ausgang des Flipflops 628 wird an einen ersten Eingang
des Multiplexers 634 abgegeben, und der Q-Ausgang des Flipflops
630 wird an einen ersten Eingang des Vervielfachers 632 abgegeben.
Die zweiten Eingänge der Vervielfacher 632 und 634 werden vom
Filter 622 gegeben. Der Ausgang des Vervielfachers 634 wird an
einen Sperrsignalgenerator 636 abgegeben.
Der Sperrsignalgenerator 636 gibt ein Entsperrsignal ab,
wenn das vom Vervielfacher 634 abgegebene Signal vom Bandpassfilter
622 abwesend oder F-FT ist, und ein Sperrsignal, wenn das vom
Bandpassfilter 622 an den Vervielfacher 634 abgegebene Signal
ist gleich FT – F. Der Sperrsignalgeneratorausgang wird an einen
Suchsignalgenerator 638 abgegeben, sowie an die Integratoren
640 und 642, die in Serie mit dem Ausgang des Vervielfachers
632 verbunden sind.
Der Suchsignalgenerator 638 gibt über den Summierer
644 einen Ausgang an den Eingang des Oszillators 614 ab. Der Suchsignalgenerator
638 gibt ein kontinuierlich wobbelndes Signal ab, um eine Frequenz am VCO-614-Ausgang
durch den Bereich möglicher Frequenzen für F zu wobbeln, wenn der Sperrsignalgenerator
636 einen unversperrten Zustand anzeigt. Das Ausgangssignal des Suchsignalgenerators
638 ist deaktiviert, wenn der Sperrsignalgenerator einen gesperrten Zustand
anzeigt, wenn das Signal FT das Signal F mit einer Absetzung von Fo
verfolgt.
Die seriellen Integratoren 640 und 642 geben gleicherweise
ein Signal über den Summierer 644 an den Eingang des VCO 614 ab.
Die Integratoren 640 und 642 umfassen je einen Schalter, der mit
einem Kondensator parallel geschaltet ist. Der Schalter wird vom Ausgang des Sperrsignalgenerators
so gesteuert, dass er in unversperrtem Zustand geschlossen und in versperrtem Zustand
geöffnet ist. In einem unversperrten Zustand sind die Integratoren 640
und 642 deaktiviert, und der Ausgang des Vervielfachers 632 wird
zum Summierer 644 mit niedriger Verstärkung und einem endlichen Phasenfehler
abgegeben. Allerdings sind in einem gesperrten Zustand die Integratoren
640 und 642 aktiviert und geben ein Signal vom Vervielfacher
632 mit einem Nullphasenfehler und hoher Verstärkung über
den Summierer 644 zur Steuerung des VCO-614-Eingangs ab, damit das Signal
FT das Signal F mit einer Absetzung Fo verfolgt.
Im Betrieb befindet sich der Sperrsignalgenerator 636 anfänglich
in einem unversperrten Zustand. Der Suchsignalgenerator 638 liefert sodann
an den Summierer 644 eine Wobbelspannung, wodurch das Signal FT
vom VCO 614 veranlasst wird, durch die Frequenzen von annähernd 76-77 GHz
zu wobbeln. Des weiteren deaktiviert der Sperrsignalgenerator die Integratoren
640 und 642, damit der Vervielfacher 632 dem VCO
614 einen Pfad für ein niedrigverstärktes Signal bereitstellt, wodurch
der VCO 614 momentan phasenverriegelt wird, wenn der Suchsignalgenerator
638 den VCO 614 dazu veranlasst, durch F ± Fo
zu wobbeln. Wenn das Signal FT nicht gleich F ± Fo
ist, weist das vom Vervielfachen 634 an den Sperrsignalgenerator
636 abgegebene DC-Signal 0 Volt auf. Wenn das Signal FT
= F – Fo, dann hat das vom Vervielfachen 634 an den Sperrsignalgenerator
636 abgegebene DC-Signal einen durchschnittlichen positiven Spannungswert.
Wenn das Signal FT = F + Fo, dann hat das vom Vervielfacher
634 an den Sperrsignalgenerator 636 abgegebene DC-Signal einen
durchschnittlichen negativen Spannungswert. Der Sperrsignalgenerator 636
ist vorzugsweise so eingestellt, dass er nur dann versperrt anzeigt, wenn der Ausgang
des Vervielfachers 634 anzeigt FT = F + Fo. Wenn
FT ist nicht gleich F ± Fo, gibt der Sperrsignalgenerator
636 weiterhin ein Signal ab, welches einen unversperrten Zustand anzeigt,
und der Suchsignalgenerator 638 fährt fort, an seinem Ausgang eine Spannung
zu wobbeln. Wenn FT= F + Fo, deaktiviert der Sperrsignalgenerator
636 den Suchsignalgenerator 638 und aktviert die Integratoren
640 und 642, wodurch ermöglicht wird, dass das Signal FT
phasenstarr mit dem Signal F plus eine Absetzung Fo ist. Obwohl der Sperrsignalgenerator
636 gesperrt anzeigt, wenn FT = F + Fo, kann er auch
so eingestellt werden, dass der gesperrt anzeigt, wenn FT = F –
Fo, indem der durchschnittliche positive Spannungswert akzeptiert wird.
Um eine Anzeige der Frequenz von F bereitzustellen, wird der Spannungssteuerungseingang
zum VCO 614 als Prüfverbindung zur Abgabe des Signals VFT zur
Verfügung gestellt. Das Signal VFT ermöglicht die Ermittlung der Frequenz
von F, wenn der Phasengleichlauf erreicht wird, ohne dass eine Verbindung zum Oszillator
100 des in 1 dargestellten Kollisionsvermeidungsradarsystems
10 erforderlich ist, wie in früheren Prüfkonfigurationen.
Ein zweiter Eingang des Mischers 612 ist mit dem Ausgang
eines numerisch gesteuerten Oszillators (NCO) 646 verbunden. Ein typischer
32-Bit-NCO ist der Analog Devices AD9850. Eine Konfiguration für einen 4-Bit-NCO
646 ist in 7 dargestellt, obwohl ein 32-Bit-NCO bevorzugt
wird. Der NCO der 7 enthält eine Reihe von D-Flipflops
700 mit Q-Ausgängen, die mit einem ersten Eingangssatz A0–3
eines Addierers 702 verbunden sind. Die Ausgänge F0
–3
des Addierers 702 werden dann rückgespeist in die D Eingänge der Flipflops
700. Ein zweiter Eingangssatz B0–3 in den Addierer steht
als Eingang (INPUT) in den NCO zur Verfügung. Die Q-Ausgänge der Flipflops
700 sind des weiteren gegeben durch einen Sinusausgang-Nurlesespeicher
(SINE ROM) 704 und einen D/A-Wandler 706, um den Ausgang des NCO bereitzustellen
(FNCO).
Im Betrieb wird eine Zählung des Addierers 702 fortgeführt
mit dem an die Flipflops 700 gegebenen Takt (CK), und dies in Inkrementen,
die vom B0–3-Eingang in den Addierer 702 abhängig sind.
Wenn beispielsweise der B0–3 Eingang 0001 ist, fährt die
Zählung mit binären 1 en fort, oder wenn der B0–
3 Eingang
0010 ist, fährt die Zählung mit binären 2en fort. Der SINE ROM
704 Ausgang nimmt dann an Wert zu, bis zum Überfließen des Addierers
702, und dann schafft die Rücksetzung ein Signal am Ausgang (SINE OUTPUT)
des D/A-Wandlers 706 mit einer Frequenz, die vom B0–3
Eingang gesteuert wird. Für den 4-Bit-NCO der 7 ist
der Ausgang des NCOFNCO= SINE OUTPUT = (INPUT) (CK)/24.
Ein Eingang (INPUT) in den NCO 646 in 6
wird von den Registern 648 und 650 bereitgestellt. Die in den
Registern 648 und 650 gespeicherten Werte NA und NB
und ein entsprechender CK am NCO 646 ermöglichen dem NCO 646,
ein Signal FNCO mit der Frequenz des Frequenzsignals Fo abzugeben,
abgesetzt um einen Betrag &Dgr;F gemäß Steuerung durch die Register 648
und 650.
Der Ausgang des Mischers 612 ist FT ± FNCO.
Das Signal FT + FNCO liegt über dem vom Kollisionsvermeidungsradarsystem
10 akzeptierten Frequenzbereich und wird ausgefiltert, solange Fo
als ausreichend hoher Wert gewählt wird, so wie das vorgeschlagene 10-MHz-Signal.
Wenn FT ist F + Fo und FNCO ist Fo –
&Dgr;F, ist der Ausgang des Mischers 612 an das Kollisionsvermeidungsradarsystem
gleich FT – FNCO = (F + Fo) – (Fo
– &Dgr;F) = F + &Dgr;F. Die in den Registern 648 und 650
gespeicherten Werte werden von einem Prozessor geliefert und so gesteuert, dass
die Absetzung &Dgr;F das Kollisionsvermeidungsradarsystem 10 zu der Anzeige
veranlasst, dass sich ein Objekt eine gewählte Distanz D entfernt befindet.
Zwei getrennte Register 648 und 650 werden dazu
benützt, die Steuerung der Absetzung &Dgr;F zu ermöglichen, so dass das Kollisionsvermeidungsradarsystem
10 veranlasst wird anzuzeigen, dass sich ein Objekt mit einer Geschwindigkeit
dD/dt bewegt. Um die Register 648 und 650 so zu steuern, dass
&Dgr;F eine Geschwindigkeit dD/dt anzeigen kann, enthält der Schaltkreis der
6 einen Differentiator 652, einen Vergleicher
654 und einen Wechselrichter 656.
Der Differentiator 652 hat einen mit dem Integrator
642 verbundenen Eingang. Indem der Integrator 642 ein Signal
800 wie in 8 dargestellt abgibt, wenn der
Phasengleichlauf stattfindet, ist der Ausgang des Differentiators 652 das
Signal 802. Da das Signal 800 die Spannung in Entsprechung zu
allen Steigerungen oder Senkungen der Frequenz F steigert oder
senkt, zeigt der Zustand des Signals 802 an, ob die Frequenz von F zunimmt
oder abnimmt. Um eine Spannungsschwingung zum adäquaten Betreiben nachfolgender
Schaltung zu schaffen, wird der Ausgang des Differentiators 652 durch einen
Vergleicher 654 bereitgestellt. Der Ausgang des Vergleichers
654 wird folglich wechseln zwischen Erde oder einer Logik 0 und
einer Logik 1, abhängig davon, ob die Frequenz des Signals F zunimmt oder
abnimmt.
Der Ausgang des Vergleichers 654 wird an einen Freigabeeingang
des Registers 650 abgegeben. Der Ausgang des Vergleichers 654
wird des weiteren über einen Wechselrichter 656 an einen Freigabeeingang
des Registers 648 abgegeben. Wie angeschlossen, wird der Ausgang eines
der Register 648 und 650 freigegeben, wenn die Frequenz von F
zunimmt, und wenn die Frequenz von F abnimmt, wird der Ausgang des anderen der Register
648 und 650 freigegeben. Bei einem Prozessor, der unterschiedliche
Werte NA und NB an die Register 648 und
650 abgibt, lässt das von der Antenne 606 übertragene Signal den
Ausgang des Mischers 110 im Kollisionsvermeidungsradarsystem
10 der 1 erscheinen wie in 5.
Die in den Registern 648 und 650 gespeicherten Werte NA
und NB werden so gesteuert, dass die Absetzung &Dgr;F das Kollisionsvermeidungsradarsystem
dazu bringt anzuzeigen, dass sich ein Objekt mit einer gewählten Geschwindigkeit
(dD/dt) bewegt.
Es ist festzuhalten, dass voranstehend zwar ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Detail beschrieben wurde, dies aber nur dem Zweck diente, eine
durchschnittliche Fachperson zu lehren, wie die Erfindung herzustellen und zu benützen
ist. Fachpersonen auf diesem Gebiet werden jedoch ohne Schwierigkeiten in der Lage
sein, zahlreiche Modifikationen an dem Ausführungsbeispiel vorzunehmen, und der
Geltungsbereich der Erfindung ist in den anschließenden Patentansprüchen definiert.