Traditionell werden Abtastsensoren in Blattbildungsverfahren eingesetzt,
um die Veränderlichkeit der Blatteigenschaften zu messen. Während die Sensoren ein
sich bildendes Blatt quer in der Maschinen-Querrichtung (CD) abtasten, bewegt sich
das Blatt leider sehr schnell in Maschinenrichtung (MD) an den Abtastsensoren vorbei.
Daher messen die Abtastsensoren in Wirklichkeit nur einen Zickzackweg auf dem sich
bildenden zwei-dimensionalen Blatt. Beim Einsatz dieser Abtasttechnik gibt es keinen
einfachen Ansatz, die tatsächlichen Blattvariationen, die in der Maschinenrichtung
auftreten, von den tatsächlichen Blattvariationen, die in der Maschinen-Querrichtung
auftreten, abzutrennen. Da die Sensoren weiterhin nur an einem Zickzackweg entlang
messen, der auf einem zweidimensionalen Blatt abgetastet wird, wird der größte Teil
des Blattes überhaupt nicht gemessen. Aufgrund dieser dem Abtastmechanismus innewohnenden
Unzulänglichkeiten sind die von einem Abtastsensor erhaltenen Messungen sehr spärlich
und können nur dazu verwendet werden, die tatsächlichen MD-, CD- und restlichen
Blattvariationen durch grobe Annäherung zu erhalten. Jede weitere, auf Abtastmessungen
beruhende Analyse der Blattvariationen wird erheblich durch die Tatsache eingeschränkt,
daß die Rohmessung selbst keine leicht zu trennende zwei-dimensionale Messung ist.
Seit einiger Zeit ist nicht-abtastende Gesamtblattmessung auf dem
Markt, bei der die ganze Blattbreite ohne die Hin- und Herbewegung von Sensoren
über das Blatt gemessen wird, ohne dabei irgendwelche Teile des Blattes auszulassen,
siehe U.S. Patent Nr. 5,563,809, das damit in diese Schrift durch Verweis aufgenommen
ist. Solche Messungen können entlang eines Blattbildungsverfahrens an vielen Stellen
vorgenommen werden. Bei Verwendung dieser Meßtechnik ergibt sich fast ununterbrochen
eine gewaltige Menge an tatsächlich zwei-dimensionalen (2D) Meßdaten für die volle
Breite. Diese Messungen enthalten fundamentale Informationen über Blattvariationen,
die mit bisher eingesetzten, konventionellen Abtasttechniken noch nicht beobachtet
wurden.
US-A-5 393 378 beschreibt auch Techniken zum Steuern der Herstellungsqualität
von Papierbogen. Ein repräsentatives Probestück eines sich in der Herstellung befindlichen
Papierbogens wird bildlich über eine bewegliche Kamera aufgenommen. Die Abbildung
wird ausgewertet, um die Anzahl der statistischen Werte zu bestimmen, die sich auf
die Bilddichtevariationen beziehen, die mit der Papierstärke und -unebenheit in
Verbindung gebracht werden können. Aus diesen statistischen Werten wird die Qualität
des Papiers beurteilt, indem sie einer von einer Vielzahl von Zugehörigkeits-Funktionskurven
zugeordnet wird; durch die Steuerung einer Reihe von konkreten Stellgliedern im
Fertigungssystem (z. B. Drahtgeschwindigkeit, Duschwasserdruck, etc.) über ein Fuzzy-Logik-Steuergerät
wird die somit beurteilte Papierqualität eingestellt. Eine andere Technik dieser
Art ist in EP-A-0 681 183 offenbart, bei der feststehende Sensoren eingesetzt werden,
die sich über die gesamte Querrichtung des sich in der Herstellung befindlichen
Papiers erstrecken. Bilddaten werden mit der Papierqualität in Beziehung gebracht,
indem sie mit dem vorgespeicherten Inhalt einer einsehbaren Tabelle verglichen werden.
Die Qualität des hergestellten Papiers wird gesteuert, indem die herkömmlichen,
konkreten Stellglieder des Fertigungssystems nachgestellt werden.
Um alle in diesen zwei-dimensionalen Messungen enthaltenen Informationen
voll zu verwerten, können die zweidimensionalen Meßdaten nicht wie in der Vergangenheit
verarbeitet werden. Demnach besteht ein Bedarf für verbesserte und neuartige Verarbeitungstechniken,
die nützliche Informationen über Blattvariationen extrahieren und klassifizieren
können, damit Personen, welche die Meßgeräte benutzen, leicht die verschiedenen
Typen von Variationen erkennen und die Ursachen der Variationen in dem Verfahren
bestimmen können, mit dem das gemessene Blatt hergestellt wird.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Dieser Bedarf wird von der Erfindung befriedigt, welche die in den
angehängten Ansprüchen definierten Verfahren bereitstellt. Mehrfache zwei-dimensionale
Variationsmuster werden von zwei-dimensionalen Blattmeßdaten von Materialbögen extrahiert,
wobei die Daten während des Herstellens aufgenommen werden, und sie werden klassifiziert,
um die Ursachen der extrahierten Muster zu bestimmen. Die extrahierten, zwei-dimensionalen
Variationsmuster werden mit den Elementen im Verfahren identifiziert, welche die
Muster verursachten, d. h. Bauteile der Maschine, die das Blatt herstellt. Die Elemente
des Verfahrens, welche die Muster verursachten, können dann nachgestellt und/oder
gesteuert werden, so daß die Muster bei Materialbögen, die mit dem Verfahren hergestellt
werden, reduziert oder fast gänzlich eliminiert werden können. Neben der Nachstellung
und/oder Steuerung des Verfahrens oder der Maschine, welche die Materialbögen herstellt,
können die extrahierten Variationsmuster als neue Darstellungen der Blattqualität,
der Verfahrens- oder Anlagenqualität verwendet werden, und mit den Mustern wird
den Bedienungspersonen der Maschine ein tieferes Verständnis vermittelt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine Abbildung roher Meßdaten von
2D-Blattvariationen;
2 ist eine Abbildung reiner MD-Variationen
oder Variationsmustern, die von den 2D-Blattvariationen in 1
extrahiert wurden;
3 ist eine Abbildung steuerbarer CD-Variationen
oder Variationsmustern, die von den 2D-Blattvariationen in 1
extrahiert wurden;
4 ist eine Abbildung nicht steuerbarer
CD-Variationen oder Variationsmustern, die von den 2D-Blattvariationen in
1 extrahiert wurden;
5 ist eine Abbildung diagnostischer Variationen
oder Variationsmustern, die von den 2D-Blattvariationen in 1
extrahiert wurden;
6 ist eine Abbildung der verbleibenden,
nicht klassifizierbaren Zufallsvariationen, nachdem die reinen MD- und CD-Variationen
und die diagnostischen Variationen aus den 2D-Blattvariationen in 1
extrahiert worden sind;
7 und 8
sind Abbildungen detaillierter diagnostischer Muster, die von den diagnostischen
Variationsmustern in 5 getrennt wurden;
9 ist eine schematische Darstellung einer
Hochdruck-Wasserdusche, die zum Reinigen eines Fourdrinier-Drahtes einer Papiermaschine
eingesetzt wird; und
10 und 11
stellen jeweils die ersten 20 CD- und MD-Basisvektoren dar, die von den 2D-Restvariationen
der Blattmessungen in 1 entnommen wurden, wobei die
Singulärwert-Zerlegungstechniken eingesetzt wurden. Die CD-Basisvektoren sind Spalten
in 10 und die MD-Basisvektoren sind Zeilen in
11;
12 trägt die ersten 20 Koeffizienten
auf, die sich auf die ersten 20 2D-Basismatrizes beziehen, die verwendet werden,
um den Zerfall der 2D-Restvariationen der Blattmessungen in 1
herbeizuführen;
13 ist eine Abbildung der ersten 2D-Basismatrix,
die aus dem ersten CD-Basisvektor (Spalte) in 10 und
dem ersten MD-Basisvektor (Zeile) in 11 gebildet wurde;
14 zeigt die ersten 5 Koeffizienten an,
die verwendet werden, um das erste, in 15 gezeigte
diagnostische Variationsmuster zu erstellen;
15 ist die Abbildung des ersten diagnostischen
Variationsmusters, das von den ersten 5 Paaren der Basisvektoren in 10
und 11 sowie den dazugehörigen Koeffizienten
in 14 erstellt wurde;
16 zeigt die 6. bis 20. Koeffizienten
an, die verwendet werden, um das zweite, in 17 gezeigte
diagnostische Variationsmuster zu erstellen; und
17 ist die Abbildung des zweiten diagnostischen
Variationsmusters, das von den 6. bis 20. Paaren der Basisvektoren in
10 und 11 sowie
den dazugehörigen Koeffizienten in 16 erstellt wurde.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Das Extrahieren und Klassifizieren von mehrfachen, zweidimensionalen
(2D) Variationsmustern von zwei-dimensionalen Meßdaten wird ausgeführt, indem Auswertungsverfahren
eingesetzt werden, die aus den Bereichen der fortschrittlichen Bildverarbeitungstechniken
und mathematischen Begriffen in der Funktionsraumanalyse stammen. Eine rohe zweidimensionale
Blattvariationsmessung erscheint als eine zweidimensionale Matrix, die bei der Blattherstellung
ständig in Maschinenrichtung wächst. Durch die Auswahl eines angemessenen Intervalls
in der Maschinenrichtung (MD) und der Maschinen-Querrichtung (CD) kann die zwei-dimensionale
Messung der Blattvariationen, oder der Blattqualitätsvariationen, als eine zwei-dimensionale
Abbildung oder Funktion von zwei unabhängigen Variablen angesehen werden, wie es
in US-A-5 893 055 mit dem Titel TWO-DIMENSIONAL WEB PROPERTY VARIATION MODELING
AND CONTROL [Modellieren und Steuern zwei-dimensionaler Bahneigenschafts-Variationen]
beschrieben ist, das damit in diese Schrift durch Verweis aufgenommen ist. In der
diskretisierten Form können die Blattvariationen als eine zweidimensionale Matrix
dargestellt werden, nämlich: Y = [y(i, j)]n×m
wobei
i der Index der diskreten Punkte in der Maschinen-Querrichtung ist,
j der Index der diskreten Punkte in der Maschinenrichtung ist,
n die Anzahl der diskreten Punkte in der Maschinen-Querrichtung ist, und
m die Anzahl der diskreten Punkte in der Maschinenrichtung ist.
Die Idee einer zwei-dimensionalen (2D) Musterauswertung der Blattveränderlichkeit
besteht darin, Y in mehrere Klassen von Variationsmustern zu zerlegen.
Y kann beispielsweise in MD-Variationen, CD-Variationen, Diagnose-Variationen und
nicht klassifizierbare Zufallsvariationen zerlegt werden. Das heißt: Y = Ymd + Ycd + Yd + Yu(2)
wobei
Ymd die Klasse der MD-Variationen darstellt,
Ycd die Klasse der CD-Variationen darstellt,
Yd die Klasse der Diagnose-Variationen darstellt,
Yu die Klasse der nicht klassifizierbaren Zufallsvariationen darstellt.
Innerhalb jeder Klasse können die Variationen weiter in noch detailliertere
Muster zerlegt werden, um jene Muster zu identifizieren oder mit ihren entsprechenden
Stellgliedern oder den Grundursachen der Variationen in Verbindung zu bringen. Zum
Beispiel können die MD- und CD-Variationen weiter in steuerbare und nicht steuerbare
aufgeteilt werden, nämlich: Ymd = Ycm + Yum
(3) Ycd = Ycc + Yuc
(4)
wobei
Ycm mit MD-Stellgliedern steuerbare Variationen sind,
Yum nicht mit MD-Stellgliedern steuerbare Variationen sind,
Ycc mit CD-Stellgliedern steuerbare Variationen sind,
Yuc nicht mit CD-Stellgliedern steuerbare Variationen sind.
Ähnlich kann die Diagnose-Variation Yd zerlegt werden,
nämlich: Yd = Yd1 + Yd2 + Yd2
+ ... (5)
wobei
Yd1 das erste Diagnose-Variationsmuster ist,
Yd2 das zweite Diagnose-Variationsmuster ist,
Yd2 das dritte Diagnose-Variationsmuster ist usw.
Je nach den Anwendungen können die nicht steuerbaren Bereiche der
MD-Variationen und der CD-Variationen auch als Teile der Diagnose-Variationen angesehen
werden. Mit anderen Worten können die Blattvariationen Y auch in steuerbare MD-Variationen
Ycm, steuerbare CD-Variationen Ycc, Diagnose-Variation Yd
und nicht klassifizierbare Variationen Yu zerlegt werden, wie in Gleichung
(6) gezeigt: Y = Ycm + Ycc + Yd + Yu
(6)
Aufgrund des Bedarfs an Anwendungen und der praktischen Überlegungen
bezüglich ihrer Umsetzung könnten auch die folgenden Klassifizierungen angebracht
sein: Y = Ycm + Ycd + Yd + Yu
(7) Y = Ymd + Ycc + Yd + Yu
(8)
Der Hauptunterschied zwischen den Gleichungen (2), (6), (7) und (8)
liegt darin, ob die nicht steuerbaren MD und/oder nicht steuerbaren CD Variationen
ein Teil von Yd sind. Zur Illustration werden die Klassifizierungen
von Gleichung (8) im verbleibenden Teil der Beschreibung verwendet, um die Technik
der Musteraufteilung zu beschreiben.
Die Technik des Extrahierens von Variationsmustern aus einer Blattvariationsmessung
kann am Beispiel einer 2D-Messungsabbildung dargestellt werden, die von einer Papiermaschine
erhalten wurde, die feines Schreib- und Druckpapier produziert. In diesem Beispiel
wird die 2D-Blattvariation mit einem nicht abtastenden, optischen Gesamtblatt-Sensorsystem
gemessen. Die Datenmatrix stellt die Messung eines Blattes mit einer CD-Breite von
200 cm und einem MD-Intervall von 60 Minuten dar. Falls die Maschinengeschwindigkeit
betrachtet wird, kann das MD-Zeitintervall in eine Länge umgewandelt werden. In
der folgenden Beschreibung werden wir jedoch die Zeit als Index der MD-Variablen
verwenden.
1 zeigt eine Abbildungsansicht einer
Rohmessung Y von 2D-Blattvariationen ohne jede Zerlegung, d. h. eine Abbildung roher
Meßdaten. Die reinen MD-Variationen Ymd sind von Y extrahiert und in
2 dargestellt. Die steuerbaren CD-Variationen Ycc
sind in 3 gezeigt und die nicht steuerbaren CD-Variationen
Yuc sind in 4 gezeigt. 5
zeigt die Diagnose-Variationen Yd. 6 zeigt
die verbleibenden, nicht klassifizierbaren Zufallsvariationen Yu Die
diagnostischen Variationen oder diagnostischen Variationsmuster Yd in
5 können noch weiter in die detaillierten diagnostischen
Variationsmuster 1 und 2 aufgeteilt werden, oder Untermuster,
wie in 7 bzw. 8 gezeigt
ist.
In diesem Beispiel ist das erste diagnostische Muster, Muster 1 in
7, mit einer Hochdruck-Wasserdusche S verbunden,
die eingesetzt wird, um einen Fourdrinier-Draht 100 einer Papiermaschine
102 zu säubern, wie schematisch in 9 gezeigt
ist. Die Papiermaschine 102 beinhaltet einen Beschickungskasten
104, der Fasermasse durch einen Austrittsspalt 106 auf den Fourdrinier-Draht
100 absetzt, um ein Blatt Papier 108 zu bilden. Der Fourdrinier-Draht
100 bewegt sich in Richtung Pfeil A, wobei das Blatt Papier 108
sich am oberen Bereich des Drahtes fortbewegt und wie dargestellt vom Draht abgetrennt
wird. Die Dusche S hat eine lange Reihe von Düsen 110, die im
Abstand von 7,5 cm wie bei 112 dargestellt angeordnet sind. Die Dusche
S und daher die gesamte Reihe von Wasserdüsen 110 „pendelt"
oder führt eine Hin- und Herbewegung von etwa 30 cm in der Maschinen-Querrichtung
aus, wie es durch Pfeil 114 angezeigt ist. Der Pendelzeitraum ist etwa
20 Minuten pro Takt, was sich aus 7 ersehen läßt.
Das zweite diagnostische Muster, Muster 2 in 8,
ist mit einer ähnlichen Hochdruck-Wasserdusche verbunden (nicht dargestellt), die
unter einem Filz im Pressenabschnitt der Papiermaschine 102 eingesetzt
wird, wobei dieser Pressenabschnitt nicht dargestellt ist, aber er ist bei Papiermaschinen
allgemein üblich. Der Abstand einer Reihe von Wasserdüsen zueinander für diese Dusche
ist etwa von 15 cm und die Dusche hat einen Pendelzeitraum von etwa 7,5 Minuten
pro Takt, was sich aus 8 ersehen läßt.
Das obige Beispiel veranschaulicht, wie Zerlegung von zweidimensionalen
(2D) Variationsmustern und die Klassifizierung der Variationsmuster gemäß der vorliegenden
Erfindung eingesetzt werden kann, um sinnvolle Informationen für Steuer- und Diagnosezwecke
zu extrahieren. Diese neue Art, Blattvariationen zu extrahieren oder zu separieren
und solche Blattvariationen zu klassifizieren, ist sehr nützlich, um Benutzern dabei
behilflich zu sein, sich auftretende Blattvariations-Probleme vorzustellen, und
sie kann bei der Erstellung neuer Steuerpläne zur Verbesserung der Blattqualität
eingesetzt werden.
Die Technik des Extrahierens mehrfacher Variationsmuster aus einer
2D-Messung ist von der Idee der funktionalen Zerlegung abgeleitet worden. Für eine
gegebene Blattvariation y(x, t), bei der x einen CD-Punkt darstellt und t die Zeit
in der Maschinenrichtung darstellt, kann y(x, t) als eine Kombination einer Gruppe
von Basisfunktionen &phgr;k(x, t) behandelt werden, nämlich:
Nach Auswahl eines entsprechenden Satzes von Basisfunktionen kann jeder Koeffizient
ck durch Faltung jeder Basisfunktion &phgr;k(x, t) mit y(x,
t) abgeleitet werden. In der Praxis wird y(x, t) gewöhnlich abgetastet oder in einer
zweidimensionalen Matrix Y diskretisiert, wie in Gleichung (1) dargestellt. Für
eine diskretisierte 2D-Gruppierung Y werden nur eine endliche Anzahl von Basisfunktionen
und ihre entsprechenden Koeffizient ck benötigt, um Y zu zerlegen, nämlich:
wobei &phgr;k die diskretisierte ein- oder zwei-dimensionale
Matrix (d. h. Basisvektor oder Basismatrix) ist, die der Basisfunktion &phgr;k(x,
t) in einem ununterbrochenen Ausdruck gleichwertig ist.
Die Basisfunktionen &phgr;i(x, t) sind entweder vordefiniert
oder von den Blattvariationsmessungen abgeleitet, was von der Art der zu extrahierenden
Variationen abhängt. Zum Beispiel, um die reinen Maschinenrichtungs-Variationen
zu extrahieren, ist die Basisfunktion wie folgt definiert: mdj (x, t) = &dgr;(t – tj)
für 0 ≤ x ≤ W = 0 für alle anderen x (11)
wobei W die Breite des Blattes ist und für ta ≤ t ≤ tb &dgr;(t – tj) = 1 falls t = tj = 0
falls t ≠ tj (12)
wobei ta und tb die Anfangs- und Endpunkte des MD-Zeitintervalls
der gewählten 2D-Blattvariation sind.
Der Koeffizient cmdj , welcher der obigen
MD-Basisfunktion &phgr;mdj(x, t) entspricht, wird wie
folgt berechnet:
In der diskreten Form ist der Basisvektor &phgr;md zum Extrahieren der
MD-Variation:
und sein entsprechender Koeffizient cmdj ist:
wobei yj die j-te Spalte von Y ist.
Der gesamte Bereich der MD-Variationen innerhalb des Zeitintervalls
wird ausgedrückt durch den Vektor: Cmd = ((&phgr;md)T&phgr;md)–1(&phgr;md)TY
(16)
wobei cmd ein Zeilenvektor ist, der die Größe l × m hat.
Die MD-Variation Ymd als 2D-Matrix ausgedrückt ist Ymd = &phgr;mdCmd
(17)
Die Blattvariation ohne den MD-Bestandteil wird wie folgt abgeleitet: Y0 = Y – Ymd = [y(i, j) – cmdj
= [y0(i, j)] (18)
Die steuerbaren CD-Variationen Ycc sind mit der CD-Reaktion
jedes CD-Stellgliedes eng korreliert. Um die CD-Variationen zu extrahieren, die
mit dem k-ten CD-Stellglied zu steuern sind, wird die Basisfunktion wie folgt festgesetzt: &phgr;cck(x, t) = gk(x)
(19)
wobei gk(x) die Reaktion des k-ten CD-Stellgliedes ist.
In der diskreten Form ist der Basisvektor zum Extrahieren der CD-Variationen,
die mit dem k-ten CD-Stellglied zu steuern sind, wie folgt: &phgr;cck = gk
(20)
Um alle steuerbaren CD-Variationen zu extrahieren, wird auf die CD-steuerbare
Matrix &phgr;cc als Basismatrix festgesetzt &phgr;cc = G = [gk]n×na
(21)
wobei G die gesamte CD-Reaktionsmatrix und na die Anzahl der CD-Stellglieder
ist.
Die CD-Stellgliedreaktion G kann durch Einsatz bekannter Techniken
bestimmt werden, zum Beispiel kann das Verfahren eingesetzt werden, das in U.S.
Patent Nr. 5,122,963 beschrieben ist, das damit in diese Schrift durch Verweis aufgenommen
ist, um die CD-Stellgliedreaktion G zu bestimmen.
Die Zerlegungskoeffizienten Ccc, die der CD-steuerbaren
Basismatrix &phgr;cc entsprechen, werden wie folgt berechnet: Ccc = (GTG–1)GTYo
(22)
und die CD-steuerbare Variation ist: Ycc = &phgr;ccCcc = GCcc
(23)
Falls GTG singulär ist oder fast singulär ist (d. h. die Umkehrung von
GTG ist nicht möglich), kann GTG zerteilt werden, indem die
Singulärzerlegung wie folgt eingesetzt wird: GTG = VSVT (24)
wobei jede Spalte der 2D-Matrix Y ein Eigenvektor der 2D-Matrix GTG ist.
S ist eine diagonale 2D-Matrix, wobei ihre diagonalen Elemente Singulärwerte von
GTG sind. Die Singulärwerte werden bei der Bildung von S und v in einer
absteigenden Reihenfolge geordnet. Indem die signifikanten Einzelwerte und ihre
dazugehörigen Eigenvektoren beibehalten werden, kann die Matrix GTG wie
folgt angenähert werden:
wobei Ŝ und
aus mit den signifikanten Singulärwerten und ihre dazugehörigen Eigenvektoren aufgebaut
sind.
Die Invertierung von GTG wird wie folgt angenähert:
Nachdem die MD-Variationen Ymd und steuerbare CD-Variation Ycc
von der 2D-Blattvariation Y entfernt worden sind, werden die verbleibenden Blattvariationen
Yr (auch 2D-Restvariationen genannt) wie folgt berechnet: Yr = Y – Ymd – Ycc
(27)
Die Restvariation Yr enthält die Variationen, die wahrscheinlich
mit einigen Verfahrensproblemen verbunden sind. Falls schon Vorkenntnis der zu diagnostizierenden
Blattvariation vorhanden ist, können die Basisfunktionen für die Diagnosemuster
entsprechend den Eigenschaften der bekannten Blattvariationsmuster vordefiniert
werden. Ansonsten können die wohlbekannten Funktionen wie z. B. sinusförmige Funktionen,
orthogonale Polynome, Wellenskala- und Detailfunktionen oder die Hauptkomponenten
von Yr benutzt werden.
Ein nützlicher Satz Basisfunktionen oder Basismatrizen kann von der
Einzelwertzerteilung der Kovarianzmatrix der 2D-Variation Yr abgeleitet
werden. Die Kovarianzmatrix einer 2D-Variationsmatrix Yr ist YrYTr
oder YrYTr , Die Singulärzerlegung von YrYTr
ist:
YrYTr = UDUT (28)
wobei jede Spalte der U-Matrix ein Eigenvektor der Kovarianzmatrix YrYTr
ist und D eine diagonale Matrix mit diagonalen Elementen ist, die Singulärwerte
von YrYTr sind, die jenen Eigenvektoren in
U entsprechen. Bei der Bildung von U und D werden die Eigenvektoren und Singulärwerte
in absteigender Reihenfolge geordnet. Jeder Eigenvektor in U repräsentiert eine
CD-Basisfunktion oder -Basisvektor. Indem diese Basisvektoren zum Zerlegen von Yr
eingesetzt werden, ergibt sich eine Gruppe von MD-Basisvektoren wie folgt: AT = (UTU)–1UTYr
(29)
wobei jede Zeile von AT einen MD-Basisvektor repräsentiert.
Die 2D-Variation Yr kann wie folgt zerteilt werden:
wobei uk die k-te Spalte von U ist und &agr;Tk
die k-te Zeile von AT ist. Falls jede Zeile von AT mir ihrer
Norm normalisiert wird, um den normalisierten Zeilenvektor &ngr;Tk
wie folgt zu erhalten: &ngr;Tk = &agr;Tk/ck
mit ck ||&agr;Tk|| (31)
dann [folgt]
wobei &phgr;dk = uk&ngr;Tk
die k-te 2D-Basismatrix repräsentiert.
10 und 11
stellen die ersten 20 CD- und MD-Basisvektoren dar, die von den Restvariationen
Yr der 2D-Messungen in 1 abgeleitet sind.
Die Zerteilungskoeffizienten ck der Beispielmessung in 1
sind in 12 dargestellt. Ein Bild der ersten 2D-Basismatrix,
die das Produkt des ersten Paars der in 10 und
11 gezeigten CD- und MD-Basisvektoren ist,
ist in 13 dargestellt.
Für das illustrative Beispiel ist das in 15
dargestellte, erste diagnostische Variationsmuster jeweils aus den ersten 5 Gewichtungskoeffizienten
in 14 und den ersten 5 Paaren der CD- und MD-Basisvektoren
in 10 und 11
aufgebaut. Auf ähnliche Weise ist das in 17 dargestellte,
zweite diagnostische Variationsmuster jeweils aus den 6-ten
bis inkl. 20-ten Gewichtungskoeffizienten in 17 und
den 6-ten bis inkl. 20-ten Paaren der CD- und MD-Basisvektoren in 10
und 11 aufgebaut.
Im wesentlichen greift die Basismatrix &phgr;dk
die Schlüsseleigenschaften jeder Blattvariationsklasse auf. Wenn die Variationen
in Yr völlig zufällig sind, dann scheint ck sich stetig zu
verringern. Wenn die Variationen in Yr ein erfaßbares Muster zeigen,
wird ck zu einer konkaven Kurve, d. h. ck fällt sehr schnell
für mehrere Anfangskoeffizienten ab und verringert sich für die übrigen Koeffizienten
langsam. Gewöhnlich lassen sich einige markante Knickpunkte finden. Das Variationsmuster
ändert sich markant an den Knickpunkten von ck. Die verschiedenen Variationsmuster
lassen sich auch unterscheiden, indem der spektrale Inhalt jedes einzelnen Basisvektors
uk oder &ngr;Tk untersucht wird. Ein Benutzer
kann die Knickpunkte in ck oder die spektralen Eigenschaften jedes einzelnen Basisvektors
dazu benutzen, die 2D-Basismatrizen in mehrere Gruppen I1, I2,
I3, ... I5 aufzuteilen. Jede Gruppe ist eine Untermenge von
{1, 2, 3, ..., min(n, m)}. Durch Kombinieren jeder Gruppe von Basismatrizen wird
ein bestimmtes Variationsmuster extrahiert.
wobei I1 eine Untermenge von {1, 2, 3, ..., min(n, m)} ist (33)
Schließlich wird der Teil der Variationen, die fast völlig zufällig
sind und kein signifikantes Muster aufweisen, als das nicht klassifizierbares Variationsmuster
Yu betrachtet. Yu ist der letztlich gebliebene Rest von Yr,
nachdem alle erkennbaren Muster vollständig abgetrennt oder entfernt worden sind.
Für eine gegebene 2D-Blattvariation Y kann die Musterextrahierungs-
und Klassifizierungstechnik zusammenfassend wie folgt beschrieben werden:
wobei der erste Ausdruck auf der rechten Seite der obigen Gleichung ein MD-Variationsmuster
darstellt, der zweite Ausdruck ein steuerbares CD-Variationsmuster darstellt, der
dritte Ausdruck das erste Diagnosemuster darstellt, der vierte Ausdruck das zweite
Diagnosemuster darstellt und der letzte Ausdruck die verbleibenden, nicht klassifizierbaren
Muster darstellt. Das tatsächliche Verfahren des Abtrennens und Klassifizierens
dieser Muster wird in den folgenden Schritten ausgeführt:
1. Wähle die angemessenen CD- und MD-Bereiche der Blattvariationen Y, die analysiert
werden sollen.
3. Trenne oder entferne MD-Variationen Ymd, so daß die verbleibende
Variation Y0 ist.
4. Trenne steuerbare CD-Variationen Ycc von Y0. Die verbleibende
Variation ist Yr.
5. Führe eine Singulärwert-Zerlegung von YrYTr
durch und ermittle MD-Basisvektoren, die ihren CD-Basisvektoren entsprechen, welche
die Eigenvektoren von YrYTr sind.
6. Bilde Diagnose-Basismatrizen &phgr;dk von in Schritt
5 bestimmten MD- und CD-Basisvektoren.
7, Trenne Diagnose-Basismatrizen &phgr;dk in mehrere
Untergruppen und erstelle erkennbare Variationsmuster.
8. Die Zufallskomponenten werden zusammen kombiniert, um die nicht klassifizierbaren
Variationen zu bilden.
9. Führe eine Spektralanalyse durch und berechne die Veränderlichkeit jedes
abgetrennten Variationsmusters.
10. Stelle jedes Variationsmuster dar und trage seine Veränderlichkeit und spektralen
Gehalt auf.
Wichtige Aspekte der neuen Veränderlichkeitsanalysen-Technik der vorliegenden
Erfindung sind:
1. Fine neue Art, eine 2D-Blattvariation auszudrücken, wird für eine wirklich
zwei-dimensionale Messung entweder von abtastenden oder nicht abtastenden Sensoren
abgeleitet. Wenn eine zwei-dimensionale Messung gegeben ist, werden die Blattvariationen
in mehrere Hauptklassen zerteilt: MD-Variationen, steuerbare CD-Variationen, diagnostische
Variationen und nicht klassifizierbare Variationen. Jede Klasse von Variationen
kann weiter in noch detailliertere Muster zerteilt werden. Diese Art der Analyse
einer zweidimensionalen Messung extrahiert nützlichere Informationen, die in einer
zwei-dimensionalen Messung von Blattvariationen enthalten sind.
2. Jedes klassifizierte Muster wird sehr stark entweder mit einem steuerbaren
Stellglied oder einem Teil der Verfahrensanlage oder -maschine gekoppelt, wie z.
B. die Hochdruckwasserduschen unter den Fourdrinier-Drähten oder Filzen. Die Verbindung
zwischen jedem Muster und seiner eigentlichen Ursache stellt dem Benutzer des Verfahrens
oder der Maschine eine Gelegenheit bereit, die Steuerleistung zu verbessern, oder
die potentielle Verbesserung mit einer echten Einstellmöglichkeit zu verknüpfen,
die auf den Prozeß oder die Maschine angewendet wird. Die abgetrennten Muster sind
direktere Anzeichen der Steuerungsergebnisse und des Betriebsverhaltens der Maschineneinstellungen.
3. Die neue Musterextrahier-Technik der vorliegenden Erfindung bietet neue Möglichkeiten,
den Verfahrensablauf sichtbar zu machen. Die extrahierten Variationsmuster können
zu neuen Ansätzen führen, Blattvariationen zu verbessern. Zum Beispiel, da die Einflüsse
der Hochdruckwasserdusche in den extrahierten Mustern zu sehen sind, können diese
Wasserduschen als Verfahrensstellglieder eingesetzt werden, um die entsprechenden
Blattvariationsmuster zu steuern. Somit kann ein gleichförmigeres Blattmaterial
erreicht werden, indem der Abfluß von Fourdrinier-Drähten verändert wird oder das
Verfahren des Filzreinigens verändert wird.
4. Die neue Musterextrahier-Technik der vorliegenden Erfindung kann auch dabei
eingesetzt werden, Verfahrenreaktionsmodelle effektiv zu extrahieren. Ein Beispiel
ist das Bestimmen von Reaktionsmodellen der Verfahrensstellglieder. Eine Gruppe
von vordefinierten Mustern kann erstellt und bei einer Gruppe von Verfahrensstellgliedern
als Störaktivitäten eingesetzt werden. Diese vordefinierten Muster werden später
als die Basisfunktionen eingesetzt, um die sich ergebenden 2D-Messungen zu zerteilen.
Die Blattvariationen, die jenen vordefinierten Mustern gut entsprechen, werden zu
den Reaktionsmodellen der Verfahrensstellglieder.
5. Eine andere, mögliche Anwendung der Zerlegungstechnik der vorliegenden Erfindung
liegt im Abtrennen von Messungen, die von einem Verbundmaterial abgeleitet wurden.
Zum Beispiel kann eine 2D-Messung die Überlagerung der Variationen eines Blatt-
und eines Trägermaterials sein, welches das Blatt trägt, beispielsweise ein Blatt
Papier, das auf einem Filz oder einem Fourdrinier-Draht getragen wird. Falls das
Trägermaterial erkennbare Mustereigenschaften hat, dann kann das beschriebene Zerlegungsverfahren
der vorliegenden Anwendung dazu eingesetzt werden, die Trägervariationen von den
Blattvariationen zur trennen. Die Zerlegungstechnik der vorliegenden Erfindung kann
daher die Fähigkeit des Anwenders verbessern, Blattvariationen an verschiedenen
Stellen entlang der Produktionsstrecke zu erfassen, obwohl das Blatt nicht völlig
frei von einer Trägerstruktur wie beispielsweise Filze oder einem Formungsdraht
einer Papiermaschine ist.
Da nun die Erfindung mit ihrer vorliegenden Anwendung im Detail und
durch Bezug auf bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben ist, wird es offensichtlich
sein, daß Veränderungen und Variationen möglich sind, ohne vom Schutzumfang der
Erfindung abzuweichen, die in den angehängten Ansprüchen definiert ist.
Anspruch[de]
Verfahren zum Bestimmen von Variationen eines Blattmaterials beim Herstellen
dieses Blattmaterials, umfassend die Schritte:
Messen von mindestens einer Eigenschaft des Blattes quer über mindestens einem Teil
einer vollen Breite des Blattes, um eine zwei-dimensionale Messung der Blattvariationen
zu erstellen;
Ermitteln von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung
innerhalb der zweidimensionalen Messung liegen kann, indem mindestens eine Basisfunktion
bestimmt wird, die eng mit dem Variationsmuster verbunden ist;
Verarbeiten der zwei-dimensionalen Messung, um ein Variationsmuster zu extrahieren,
das mindestens einem Variationsmuster aus der zwei-dimensionalen Messung entspricht,
indem
mindestens eine Basisfunktion mit der zweidimensionalen Messung gefaltet wird, um
einen Koeffizienten zu erhalten, welcher der Basisfunktion entspricht; und
Erstellen des Variationsmusters als eine Kombination des Koeffizienten mit der Basisfunktion
und
Verwenden dieses extrahierten Variationsmusters zum Herstellen des Blattmaterials.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem das mindestens eine Variationsmuster
den Qualitätsvariationen des Blattmaterials entspricht, und bei dem der Schritt
der Anwendung dieser extrahierten Variationsmuster zum Herstellen des Blattmaterials
den Schritt der Anwendung dieser extrahierten Variationsmuster als eine Repräsentation
der Qualität des Blattmaterials umfaßt.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, weiterhin umfassend den Schritt des
Verbindens des mindestens einen Variationsmusters mit der Arbeitsweise des Systems,
das bei der Herstellung des Blattmaterials eingesetzt wird, und bei dem der Schritt
der Anwendung dieser extrahierten Variationsmuster zum Herstellen des Blattmaterials
den Schritt der Anwendung dieses mindestens einen Musters umfaßt, um die Arbeitsweise
des Systems zu analysieren.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, weiterhin umfassend den Schritt des
Verbindens des mindestens einen Variationsmusters mit der Arbeitsweise des Systems,
und bei dem der Schritt der Anwendung der extrahierten Variationsmuster zum Herstellen
des Blattmaterials den Schritt des Steuerns des Systems umfaßt, um das mindestens
eine Variationsmuster zu beeinflussen.
Verfahren wie in Anspruch 4 beansprucht, bei dem der Schritt des Steuerns des
Ablaufs des Systems zur Beeinflussung des mindestens einen Musters den Schritt des
Veränderns des Ablaufs des Systems umfaßt, so daß das mindestens eine Variationsmuster
minimiert wird.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, umfassend den Schritt des Verbindens
des mindestens einen Variationsmusters mit der Arbeitsweise des Systems, und bei
dem der Schritt der Anwendung des extrahierten Variationsmusters zum Herstellen
des Blattmaterials den Schritt des Überwachens der Arbeitsweise des Systems umfaßt.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns
von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb
der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, einen Satz Basisfunktionen
zu bestimmen, die eng mit dem Variationsmuster verbunden sind.
Verfahren wie in Anspruch 7 beansprucht, bei dem der Schritt des Verarbeitens
der zwei-dimensionalen Messung zum Extrahieren eines Variationsmusters, das mindestens
einem Variationsmuster aus der zweidimensionalen Messung entspricht, die Schritte
umfaßt:
Falten des Basisfunktionssatzes mit der zweidimensionalen Messung, um einen Koeffizientensatz
zu erhalten, der dem Basisfunktionensatz entspricht; und
Erstellen des Variationsmusters als eine lineare Kombination des Koeffizientensatzes
mit dem Basisfunktionensatz.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns
von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb
der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, mindestens einen
Basisvektor zu bestimmen, der eng mit dem Variationsmuster verbunden ist.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns
von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb
der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, mindestens einen
Basisvektorensatz zu bestimmen, der eng mit dem Variationsmuster verbunden ist.
Verfahren wie in Anspruch 10 beansprucht, bei dem der Schritt des Verarbeitens
der zwei-dimensionalen Messung zum Extrahieren eines Variationsmusters, das mindestens
einem Variationsmuster aus der zweidimensionalen Messung entspricht, die Schritte
umfaßt:
Falten des Basisvektorensatzes mit der zweidimensionalen Messung, um einen Koeffizientensatz
zu erhalten, der dem Basisvektorensatz entspricht; und
Erstellen des Variationsmusters als eine lineare Kombination des Koeffizientensatzes
mit dem Basisvektorensatz.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns
von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb
der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, mindestens eine
Basismatrix zu bestimmen, die eng mit dem Variationsmuster verbunden ist.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns
von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb
der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, einen Satz von Basismatrizen
zu bestimmen, die eng mit dem Variationsmuster verbunden sind.
Verfahren wie in Anspruch 13 beansprucht, bei dem der Schritt des Verarbeitens
der zwei-dimensionalen Messung zum Extrahieren eines Variationsmusters, das mindestens
einem Variationsmuster aus der zweidimensionalen Messung entspricht, die Schritte
umfaßt:
Falten des Basismatrizensatzes mit der zweidimensionalen Messung, um einen Koeffizientensatz
zu erhalten, der dem Basismatrizensatz entspricht; und
Erstellen des Variationsmusters als eine lineare Kombination des Koeffizientensatzes
mit dem Basismatrizessatz.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Messens von
mindestens einer Eigenschaft des Blattes quer über mindestens einen Teil einer Gesamtbreite
des Blattes den Schritt umfaßt, mindestens eine Eigenschaft des
Blattes im wesentlichen quer über die Gesamtbreite des Blattmaterials zu messen.
Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns
von mindestens einem Variationsmuster den Schritt des Ermittelns einer Vielzahl
von Variationsmustern umfaßt, die als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb der
zwei-dimensionalen Messung liegen können, und bei dem der Schritt des Verarbeitens
der zwei-dimensionalen Messung das Verarbeiten der zwei-dimensionalen Messung umfaßt,
um mindestens eines der Vielzahl von Variationsmustern zu extrahieren, die in der
zwei-dimensionalen Messung enthalten sind.
Verfahren wie in Anspruch 16 beansprucht, bei dem der Schritt des Verarbeitens
der zwei-dimensionalen Messung zum Extrahieren von mindestens einer der Vielzahl
von Variationsmustern den Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung
umfaßt, um zwei oder mehr der Vielzahl von Variationsmustern zu extrahieren, und
bei dem der Schritt des Verwendens von mindestens einem extrahierten Variationsmuster
den Schritt umfaßt, die zwei oder mehr der extrahierten Variationsmustern zu verwenden.
Verfahren zum Kennzeichnen separater Bestandteile eines Verbundblattmaterials,
das aus mindestens zwei Lagen besteht, wobei das Verfahren die folgenden Schritte
umfaßt:
Messen mindestens einer Eigenschaft des Verbundblattmaterials quer über mindestens
einen Teil der Gesamtbreite des Blattes, um eine zwei-dimensionale Messung zu erstellen;
Klassifizieren der Bestandteilmuster, die in der zweidimensionalen Messung enthalten
sind, als einer der mindestens zwei Lagen zugehörig, und zwar durch Bestimmen von
Basisfunktionen, die jeweils eng mit einem der mindestens einigen Bestandteilmuster
verbunden sind;
Verarbeiten der zwei-dimensionalen Messung, um mindestens ein Bestandteilmuster
zu extrahieren, das in der zwei-dimensionalen Messung enthalten ist; und
Trennen des mindestens einen Bestandteilmusters von der zwei-dimensionalen Messung,
um eine Auswertung des Restes des Verbundblattmaterials zu ermöglichen.
Verfahren wie in Anspruch 18 beansprucht, bei dem das Verbundblattmaterial eine
erste, in der Herstellung befindliche Materiallage und eine zweite Lage umfaßt,
welche die erste Materiallage trägt, wobei der Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen
Messung, um mindestens ein in der zwei-dimensionalen Messung enthaltenes Bestandteilmuster
zu extrahieren, den Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung umfaßt,
um ein Bestandteilmuster zu extrahieren, das der zweiten Materiallage entspricht,
und der Schritt des Trennens von mindestens einem Bestandteilmuster aus der zwei-dimensionalen
Messung den Schritt des Trennens des Bestandteilmusters, das der zweiten Lage entspricht,
von der zwei-dimensionalen Messung umfaßt, um eine effektive Messung abzuleiten,
die der ersten, in der Herstellung befindlichen Materiallage entspricht.
Verfahren wie in Anspruch 19 beansprucht, umfassend den Schritt der Auswertung
der effektiven Messung, um die erste, in der Herstellung befindliche Materiallage
auszuwerten.
Verfahren zum Extrahieren von Verfahrensreaktionsmodellen aus einer Messung
eines in der Herstellung befindlichen Blattmaterials, wobei das Verfahren folgende
Schritte umfaßt:
Einwirken einer Gruppe vordefinierter Basisfunktionen auf eine Gruppe von Verfahrensstellgliedern,
die beim Herstellen eines Blattmaterials eingesetzt werden;
Messen von mindestens einer Eigenschaft des Blattmaterials quer über mindestens
einen Teil einer Gesamtbreite des Blattes, um eine zwei-dimensionale Messung zu
erstellen;
Verarbeiten der zwei-dimensionalen Messung, um Variationsmuster zu ermitteln, die
mit der Gruppe der vordefinierten Basisfunktionen verbunden sind; und
Falten der Gruppe vordefinierter Basisfunktionen mit den Messungen, um Verfahrensreaktionsmodelle
zu extrahieren, die der Gruppe von Verfahrensstellgliedern entsprechen.