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Dokumentenidentifikation DE69906706T2 29.01.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001055197
Titel VERFAHREN ZUM EXTRAHIEREN UND KLASSIFIZIEREN VON BLATTVARIATIONSMUSTERN AUS ZWEI-DIMENSIONALEN BLATTMESSUNGEN
Anmelder ABB Industrial Systems Inc., Columbus, Ohio, US
Erfinder CHEN, Shih-Chin, Dublin, US
Vertreter Fuchs, Mehler, Weiß & Fritzsche, 65201 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 69906706
Vertragsstaaten DE, FI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.02.1999
EP-Aktenzeichen 999056468
WO-Anmeldetag 02.02.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/02235
WO-Veröffentlichungsnummer 0099040540
WO-Veröffentlichungsdatum 12.08.1999
EP-Offenlegungsdatum 29.11.2000
EP date of grant 09.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.01.2004
IPC-Hauptklasse G06T 7/00

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Traditionell werden Abtastsensoren in Blattbildungsverfahren eingesetzt, um die Veränderlichkeit der Blatteigenschaften zu messen. Während die Sensoren ein sich bildendes Blatt quer in der Maschinen-Querrichtung (CD) abtasten, bewegt sich das Blatt leider sehr schnell in Maschinenrichtung (MD) an den Abtastsensoren vorbei. Daher messen die Abtastsensoren in Wirklichkeit nur einen Zickzackweg auf dem sich bildenden zwei-dimensionalen Blatt. Beim Einsatz dieser Abtasttechnik gibt es keinen einfachen Ansatz, die tatsächlichen Blattvariationen, die in der Maschinenrichtung auftreten, von den tatsächlichen Blattvariationen, die in der Maschinen-Querrichtung auftreten, abzutrennen. Da die Sensoren weiterhin nur an einem Zickzackweg entlang messen, der auf einem zweidimensionalen Blatt abgetastet wird, wird der größte Teil des Blattes überhaupt nicht gemessen. Aufgrund dieser dem Abtastmechanismus innewohnenden Unzulänglichkeiten sind die von einem Abtastsensor erhaltenen Messungen sehr spärlich und können nur dazu verwendet werden, die tatsächlichen MD-, CD- und restlichen Blattvariationen durch grobe Annäherung zu erhalten. Jede weitere, auf Abtastmessungen beruhende Analyse der Blattvariationen wird erheblich durch die Tatsache eingeschränkt, daß die Rohmessung selbst keine leicht zu trennende zwei-dimensionale Messung ist.

Seit einiger Zeit ist nicht-abtastende Gesamtblattmessung auf dem Markt, bei der die ganze Blattbreite ohne die Hin- und Herbewegung von Sensoren über das Blatt gemessen wird, ohne dabei irgendwelche Teile des Blattes auszulassen, siehe U.S. Patent Nr. 5,563,809, das damit in diese Schrift durch Verweis aufgenommen ist. Solche Messungen können entlang eines Blattbildungsverfahrens an vielen Stellen vorgenommen werden. Bei Verwendung dieser Meßtechnik ergibt sich fast ununterbrochen eine gewaltige Menge an tatsächlich zwei-dimensionalen (2D) Meßdaten für die volle Breite. Diese Messungen enthalten fundamentale Informationen über Blattvariationen, die mit bisher eingesetzten, konventionellen Abtasttechniken noch nicht beobachtet wurden.

US-A-5 393 378 beschreibt auch Techniken zum Steuern der Herstellungsqualität von Papierbogen. Ein repräsentatives Probestück eines sich in der Herstellung befindlichen Papierbogens wird bildlich über eine bewegliche Kamera aufgenommen. Die Abbildung wird ausgewertet, um die Anzahl der statistischen Werte zu bestimmen, die sich auf die Bilddichtevariationen beziehen, die mit der Papierstärke und -unebenheit in Verbindung gebracht werden können. Aus diesen statistischen Werten wird die Qualität des Papiers beurteilt, indem sie einer von einer Vielzahl von Zugehörigkeits-Funktionskurven zugeordnet wird; durch die Steuerung einer Reihe von konkreten Stellgliedern im Fertigungssystem (z. B. Drahtgeschwindigkeit, Duschwasserdruck, etc.) über ein Fuzzy-Logik-Steuergerät wird die somit beurteilte Papierqualität eingestellt. Eine andere Technik dieser Art ist in EP-A-0 681 183 offenbart, bei der feststehende Sensoren eingesetzt werden, die sich über die gesamte Querrichtung des sich in der Herstellung befindlichen Papiers erstrecken. Bilddaten werden mit der Papierqualität in Beziehung gebracht, indem sie mit dem vorgespeicherten Inhalt einer einsehbaren Tabelle verglichen werden. Die Qualität des hergestellten Papiers wird gesteuert, indem die herkömmlichen, konkreten Stellglieder des Fertigungssystems nachgestellt werden.

Um alle in diesen zwei-dimensionalen Messungen enthaltenen Informationen voll zu verwerten, können die zweidimensionalen Meßdaten nicht wie in der Vergangenheit verarbeitet werden. Demnach besteht ein Bedarf für verbesserte und neuartige Verarbeitungstechniken, die nützliche Informationen über Blattvariationen extrahieren und klassifizieren können, damit Personen, welche die Meßgeräte benutzen, leicht die verschiedenen Typen von Variationen erkennen und die Ursachen der Variationen in dem Verfahren bestimmen können, mit dem das gemessene Blatt hergestellt wird.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Dieser Bedarf wird von der Erfindung befriedigt, welche die in den angehängten Ansprüchen definierten Verfahren bereitstellt. Mehrfache zwei-dimensionale Variationsmuster werden von zwei-dimensionalen Blattmeßdaten von Materialbögen extrahiert, wobei die Daten während des Herstellens aufgenommen werden, und sie werden klassifiziert, um die Ursachen der extrahierten Muster zu bestimmen. Die extrahierten, zwei-dimensionalen Variationsmuster werden mit den Elementen im Verfahren identifiziert, welche die Muster verursachten, d. h. Bauteile der Maschine, die das Blatt herstellt. Die Elemente des Verfahrens, welche die Muster verursachten, können dann nachgestellt und/oder gesteuert werden, so daß die Muster bei Materialbögen, die mit dem Verfahren hergestellt werden, reduziert oder fast gänzlich eliminiert werden können. Neben der Nachstellung und/oder Steuerung des Verfahrens oder der Maschine, welche die Materialbögen herstellt, können die extrahierten Variationsmuster als neue Darstellungen der Blattqualität, der Verfahrens- oder Anlagenqualität verwendet werden, und mit den Mustern wird den Bedienungspersonen der Maschine ein tieferes Verständnis vermittelt.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Abbildung roher Meßdaten von 2D-Blattvariationen;

2 ist eine Abbildung reiner MD-Variationen oder Variationsmustern, die von den 2D-Blattvariationen in 1 extrahiert wurden;

3 ist eine Abbildung steuerbarer CD-Variationen oder Variationsmustern, die von den 2D-Blattvariationen in 1 extrahiert wurden;

4 ist eine Abbildung nicht steuerbarer CD-Variationen oder Variationsmustern, die von den 2D-Blattvariationen in 1 extrahiert wurden;

5 ist eine Abbildung diagnostischer Variationen oder Variationsmustern, die von den 2D-Blattvariationen in 1 extrahiert wurden;

6 ist eine Abbildung der verbleibenden, nicht klassifizierbaren Zufallsvariationen, nachdem die reinen MD- und CD-Variationen und die diagnostischen Variationen aus den 2D-Blattvariationen in 1 extrahiert worden sind;

7 und 8 sind Abbildungen detaillierter diagnostischer Muster, die von den diagnostischen Variationsmustern in 5 getrennt wurden;

9 ist eine schematische Darstellung einer Hochdruck-Wasserdusche, die zum Reinigen eines Fourdrinier-Drahtes einer Papiermaschine eingesetzt wird; und

10 und 11 stellen jeweils die ersten 20 CD- und MD-Basisvektoren dar, die von den 2D-Restvariationen der Blattmessungen in 1 entnommen wurden, wobei die Singulärwert-Zerlegungstechniken eingesetzt wurden. Die CD-Basisvektoren sind Spalten in 10 und die MD-Basisvektoren sind Zeilen in 11;

12 trägt die ersten 20 Koeffizienten auf, die sich auf die ersten 20 2D-Basismatrizes beziehen, die verwendet werden, um den Zerfall der 2D-Restvariationen der Blattmessungen in 1 herbeizuführen;

13 ist eine Abbildung der ersten 2D-Basismatrix, die aus dem ersten CD-Basisvektor (Spalte) in 10 und dem ersten MD-Basisvektor (Zeile) in 11 gebildet wurde;

14 zeigt die ersten 5 Koeffizienten an, die verwendet werden, um das erste, in 15 gezeigte diagnostische Variationsmuster zu erstellen;

15 ist die Abbildung des ersten diagnostischen Variationsmusters, das von den ersten 5 Paaren der Basisvektoren in 10 und 11 sowie den dazugehörigen Koeffizienten in 14 erstellt wurde;

16 zeigt die 6. bis 20. Koeffizienten an, die verwendet werden, um das zweite, in 17 gezeigte diagnostische Variationsmuster zu erstellen; und

17 ist die Abbildung des zweiten diagnostischen Variationsmusters, das von den 6. bis 20. Paaren der Basisvektoren in 10 und 11 sowie den dazugehörigen Koeffizienten in 16 erstellt wurde.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Das Extrahieren und Klassifizieren von mehrfachen, zweidimensionalen (2D) Variationsmustern von zwei-dimensionalen Meßdaten wird ausgeführt, indem Auswertungsverfahren eingesetzt werden, die aus den Bereichen der fortschrittlichen Bildverarbeitungstechniken und mathematischen Begriffen in der Funktionsraumanalyse stammen. Eine rohe zweidimensionale Blattvariationsmessung erscheint als eine zweidimensionale Matrix, die bei der Blattherstellung ständig in Maschinenrichtung wächst. Durch die Auswahl eines angemessenen Intervalls in der Maschinenrichtung (MD) und der Maschinen-Querrichtung (CD) kann die zwei-dimensionale Messung der Blattvariationen, oder der Blattqualitätsvariationen, als eine zwei-dimensionale Abbildung oder Funktion von zwei unabhängigen Variablen angesehen werden, wie es in US-A-5 893 055 mit dem Titel TWO-DIMENSIONAL WEB PROPERTY VARIATION MODELING AND CONTROL [Modellieren und Steuern zwei-dimensionaler Bahneigenschafts-Variationen] beschrieben ist, das damit in diese Schrift durch Verweis aufgenommen ist. In der diskretisierten Form können die Blattvariationen als eine zweidimensionale Matrix dargestellt werden, nämlich:

Y = [y(i, j)]n×m

wobei

i der Index der diskreten Punkte in der Maschinen-Querrichtung ist,

j der Index der diskreten Punkte in der Maschinenrichtung ist,

n die Anzahl der diskreten Punkte in der Maschinen-Querrichtung ist, und

m die Anzahl der diskreten Punkte in der Maschinenrichtung ist.

Die Idee einer zwei-dimensionalen (2D) Musterauswertung der Blattveränderlichkeit besteht darin, Y in mehrere Klassen von Variationsmustern zu zerlegen. Y kann beispielsweise in MD-Variationen, CD-Variationen, Diagnose-Variationen und nicht klassifizierbare Zufallsvariationen zerlegt werden. Das heißt:

Y = Ymd + Ycd + Yd + Yu (2)

wobei

Ymd die Klasse der MD-Variationen darstellt,

Ycd die Klasse der CD-Variationen darstellt,

Yd die Klasse der Diagnose-Variationen darstellt,

Yu die Klasse der nicht klassifizierbaren Zufallsvariationen darstellt.

Innerhalb jeder Klasse können die Variationen weiter in noch detailliertere Muster zerlegt werden, um jene Muster zu identifizieren oder mit ihren entsprechenden Stellgliedern oder den Grundursachen der Variationen in Verbindung zu bringen. Zum Beispiel können die MD- und CD-Variationen weiter in steuerbare und nicht steuerbare aufgeteilt werden, nämlich:

Ymd = Ycm + Yum (3)

Ycd = Ycc + Yuc (4)

wobei

Ycm mit MD-Stellgliedern steuerbare Variationen sind,

Yum nicht mit MD-Stellgliedern steuerbare Variationen sind,

Ycc mit CD-Stellgliedern steuerbare Variationen sind,

Yuc nicht mit CD-Stellgliedern steuerbare Variationen sind.

Ähnlich kann die Diagnose-Variation Yd zerlegt werden, nämlich:

Yd = Yd1 + Yd2 + Yd2 + ... (5)

wobei

Yd1 das erste Diagnose-Variationsmuster ist,

Yd2 das zweite Diagnose-Variationsmuster ist,

Yd2 das dritte Diagnose-Variationsmuster ist usw.

Je nach den Anwendungen können die nicht steuerbaren Bereiche der MD-Variationen und der CD-Variationen auch als Teile der Diagnose-Variationen angesehen werden. Mit anderen Worten können die Blattvariationen Y auch in steuerbare MD-Variationen Ycm, steuerbare CD-Variationen Ycc, Diagnose-Variation Yd und nicht klassifizierbare Variationen Yu zerlegt werden, wie in Gleichung (6) gezeigt:

Y = Ycm + Ycc + Yd + Yu (6)

Aufgrund des Bedarfs an Anwendungen und der praktischen Überlegungen bezüglich ihrer Umsetzung könnten auch die folgenden Klassifizierungen angebracht sein:

Y = Ycm + Ycd + Yd + Yu (7)

Y = Ymd + Ycc + Yd + Yu (8)

Der Hauptunterschied zwischen den Gleichungen (2), (6), (7) und (8) liegt darin, ob die nicht steuerbaren MD und/oder nicht steuerbaren CD Variationen ein Teil von Yd sind. Zur Illustration werden die Klassifizierungen von Gleichung (8) im verbleibenden Teil der Beschreibung verwendet, um die Technik der Musteraufteilung zu beschreiben.

Die Technik des Extrahierens von Variationsmustern aus einer Blattvariationsmessung kann am Beispiel einer 2D-Messungsabbildung dargestellt werden, die von einer Papiermaschine erhalten wurde, die feines Schreib- und Druckpapier produziert. In diesem Beispiel wird die 2D-Blattvariation mit einem nicht abtastenden, optischen Gesamtblatt-Sensorsystem gemessen. Die Datenmatrix stellt die Messung eines Blattes mit einer CD-Breite von 200 cm und einem MD-Intervall von 60 Minuten dar. Falls die Maschinengeschwindigkeit betrachtet wird, kann das MD-Zeitintervall in eine Länge umgewandelt werden. In der folgenden Beschreibung werden wir jedoch die Zeit als Index der MD-Variablen verwenden.

1 zeigt eine Abbildungsansicht einer Rohmessung Y von 2D-Blattvariationen ohne jede Zerlegung, d. h. eine Abbildung roher Meßdaten. Die reinen MD-Variationen Ymd sind von Y extrahiert und in 2 dargestellt. Die steuerbaren CD-Variationen Ycc sind in 3 gezeigt und die nicht steuerbaren CD-Variationen Yuc sind in 4 gezeigt. 5 zeigt die Diagnose-Variationen Yd. 6 zeigt die verbleibenden, nicht klassifizierbaren Zufallsvariationen Yu Die diagnostischen Variationen oder diagnostischen Variationsmuster Yd in 5 können noch weiter in die detaillierten diagnostischen Variationsmuster 1 und 2 aufgeteilt werden, oder Untermuster, wie in 7 bzw. 8 gezeigt ist.

In diesem Beispiel ist das erste diagnostische Muster, Muster 1 in 7, mit einer Hochdruck-Wasserdusche S verbunden, die eingesetzt wird, um einen Fourdrinier-Draht 100 einer Papiermaschine 102 zu säubern, wie schematisch in 9 gezeigt ist. Die Papiermaschine 102 beinhaltet einen Beschickungskasten 104, der Fasermasse durch einen Austrittsspalt 106 auf den Fourdrinier-Draht 100 absetzt, um ein Blatt Papier 108 zu bilden. Der Fourdrinier-Draht 100 bewegt sich in Richtung Pfeil A, wobei das Blatt Papier 108 sich am oberen Bereich des Drahtes fortbewegt und wie dargestellt vom Draht abgetrennt wird. Die Dusche S hat eine lange Reihe von Düsen 110, die im Abstand von 7,5 cm wie bei 112 dargestellt angeordnet sind. Die Dusche S und daher die gesamte Reihe von Wasserdüsen 110 „pendelt" oder führt eine Hin- und Herbewegung von etwa 30 cm in der Maschinen-Querrichtung aus, wie es durch Pfeil 114 angezeigt ist. Der Pendelzeitraum ist etwa 20 Minuten pro Takt, was sich aus 7 ersehen läßt.

Das zweite diagnostische Muster, Muster 2 in 8, ist mit einer ähnlichen Hochdruck-Wasserdusche verbunden (nicht dargestellt), die unter einem Filz im Pressenabschnitt der Papiermaschine 102 eingesetzt wird, wobei dieser Pressenabschnitt nicht dargestellt ist, aber er ist bei Papiermaschinen allgemein üblich. Der Abstand einer Reihe von Wasserdüsen zueinander für diese Dusche ist etwa von 15 cm und die Dusche hat einen Pendelzeitraum von etwa 7,5 Minuten pro Takt, was sich aus 8 ersehen läßt.

Das obige Beispiel veranschaulicht, wie Zerlegung von zweidimensionalen (2D) Variationsmustern und die Klassifizierung der Variationsmuster gemäß der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden kann, um sinnvolle Informationen für Steuer- und Diagnosezwecke zu extrahieren. Diese neue Art, Blattvariationen zu extrahieren oder zu separieren und solche Blattvariationen zu klassifizieren, ist sehr nützlich, um Benutzern dabei behilflich zu sein, sich auftretende Blattvariations-Probleme vorzustellen, und sie kann bei der Erstellung neuer Steuerpläne zur Verbesserung der Blattqualität eingesetzt werden.

Die Technik des Extrahierens mehrfacher Variationsmuster aus einer 2D-Messung ist von der Idee der funktionalen Zerlegung abgeleitet worden. Für eine gegebene Blattvariation y(x, t), bei der x einen CD-Punkt darstellt und t die Zeit in der Maschinenrichtung darstellt, kann y(x, t) als eine Kombination einer Gruppe von Basisfunktionen &phgr;k(x, t) behandelt werden, nämlich:

Nach Auswahl eines entsprechenden Satzes von Basisfunktionen kann jeder Koeffizient ck durch Faltung jeder Basisfunktion &phgr;k(x, t) mit y(x, t) abgeleitet werden. In der Praxis wird y(x, t) gewöhnlich abgetastet oder in einer zweidimensionalen Matrix Y diskretisiert, wie in Gleichung (1) dargestellt. Für eine diskretisierte 2D-Gruppierung Y werden nur eine endliche Anzahl von Basisfunktionen und ihre entsprechenden Koeffizient ck benötigt, um Y zu zerlegen, nämlich:


wobei &phgr;k die diskretisierte ein- oder zwei-dimensionale Matrix (d. h. Basisvektor oder Basismatrix) ist, die der Basisfunktion &phgr;k(x, t) in einem ununterbrochenen Ausdruck gleichwertig ist.

Die Basisfunktionen &phgr;i(x, t) sind entweder vordefiniert oder von den Blattvariationsmessungen abgeleitet, was von der Art der zu extrahierenden Variationen abhängt. Zum Beispiel, um die reinen Maschinenrichtungs-Variationen zu extrahieren, ist die Basisfunktion wie folgt definiert:

mdj (x, t) = &dgr;(t – tj) für 0 ≤ x ≤ W = 0 für alle anderen x (11)

wobei W die Breite des Blattes ist und für ta ≤ t ≤ tb

&dgr;(t – tj) = 1 falls t = tj = 0 falls t ≠ tj (12)

wobei ta und tb die Anfangs- und Endpunkte des MD-Zeitintervalls der gewählten 2D-Blattvariation sind.

Der Koeffizient cmdj , welcher der obigen MD-Basisfunktion &phgr;mdj(x, t) entspricht, wird wie folgt berechnet:

In der diskreten Form ist der Basisvektor &phgr;md zum Extrahieren der MD-Variation:


und sein entsprechender Koeffizient cmdj ist:


wobei yj die j-te Spalte von Y ist.

Der gesamte Bereich der MD-Variationen innerhalb des Zeitintervalls wird ausgedrückt durch den Vektor:

Cmd = ((&phgr;md)T&phgr;md)–1(&phgr;md)TY (16)

wobei cmd ein Zeilenvektor ist, der die Größe l × m hat.

Die MD-Variation Ymd als 2D-Matrix ausgedrückt ist

Ymd = &phgr;mdCmd (17)

Die Blattvariation ohne den MD-Bestandteil wird wie folgt abgeleitet:

Y0 = Y – Ymd = [y(i, j) – cmdj = [y0(i, j)] (18)

Die steuerbaren CD-Variationen Ycc sind mit der CD-Reaktion jedes CD-Stellgliedes eng korreliert. Um die CD-Variationen zu extrahieren, die mit dem k-ten CD-Stellglied zu steuern sind, wird die Basisfunktion wie folgt festgesetzt:

&phgr;cck(x, t) = gk(x) (19)

wobei gk(x) die Reaktion des k-ten CD-Stellgliedes ist.

In der diskreten Form ist der Basisvektor zum Extrahieren der CD-Variationen, die mit dem k-ten CD-Stellglied zu steuern sind, wie folgt:

&phgr;cck = gk (20)

Um alle steuerbaren CD-Variationen zu extrahieren, wird auf die CD-steuerbare Matrix &phgr;cc als Basismatrix festgesetzt

&phgr;cc = G = [gk]n×na (21)

wobei G die gesamte CD-Reaktionsmatrix und na die Anzahl der CD-Stellglieder ist.

Die CD-Stellgliedreaktion G kann durch Einsatz bekannter Techniken bestimmt werden, zum Beispiel kann das Verfahren eingesetzt werden, das in U.S. Patent Nr. 5,122,963 beschrieben ist, das damit in diese Schrift durch Verweis aufgenommen ist, um die CD-Stellgliedreaktion G zu bestimmen.

Die Zerlegungskoeffizienten Ccc, die der CD-steuerbaren Basismatrix &phgr;cc entsprechen, werden wie folgt berechnet:

Ccc = (GTG–1)GTYo (22)

und die CD-steuerbare Variation ist:

Ycc = &phgr;ccCcc = GCcc (23)

Falls GTG singulär ist oder fast singulär ist (d. h. die Umkehrung von GTG ist nicht möglich), kann GTG zerteilt werden, indem die Singulärzerlegung wie folgt eingesetzt wird:

GTG = VSVT (24)

wobei jede Spalte der 2D-Matrix Y ein Eigenvektor der 2D-Matrix GTG ist. S ist eine diagonale 2D-Matrix, wobei ihre diagonalen Elemente Singulärwerte von GTG sind. Die Singulärwerte werden bei der Bildung von S und v in einer absteigenden Reihenfolge geordnet. Indem die signifikanten Einzelwerte und ihre dazugehörigen Eigenvektoren beibehalten werden, kann die Matrix GTG wie folgt angenähert werden:



wobei Ŝ und
aus mit den signifikanten Singulärwerten und ihre dazugehörigen Eigenvektoren aufgebaut sind.

Die Invertierung von GTG wird wie folgt angenähert:

Nachdem die MD-Variationen Ymd und steuerbare CD-Variation Ycc von der 2D-Blattvariation Y entfernt worden sind, werden die verbleibenden Blattvariationen Yr (auch 2D-Restvariationen genannt) wie folgt berechnet:

Yr = Y – Ymd – Ycc (27)

Die Restvariation Yr enthält die Variationen, die wahrscheinlich mit einigen Verfahrensproblemen verbunden sind. Falls schon Vorkenntnis der zu diagnostizierenden Blattvariation vorhanden ist, können die Basisfunktionen für die Diagnosemuster entsprechend den Eigenschaften der bekannten Blattvariationsmuster vordefiniert werden. Ansonsten können die wohlbekannten Funktionen wie z. B. sinusförmige Funktionen, orthogonale Polynome, Wellenskala- und Detailfunktionen oder die Hauptkomponenten von Yr benutzt werden.

Ein nützlicher Satz Basisfunktionen oder Basismatrizen kann von der Einzelwertzerteilung der Kovarianzmatrix der 2D-Variation Yr abgeleitet werden. Die Kovarianzmatrix einer 2D-Variationsmatrix Yr ist YrYTr oder YrYTr , Die Singulärzerlegung von YrYTr ist:

YrYTr = UDUT (28)

wobei jede Spalte der U-Matrix ein Eigenvektor der Kovarianzmatrix YrYTr ist und D eine diagonale Matrix mit diagonalen Elementen ist, die Singulärwerte von YrYTr sind, die jenen Eigenvektoren in U entsprechen. Bei der Bildung von U und D werden die Eigenvektoren und Singulärwerte in absteigender Reihenfolge geordnet. Jeder Eigenvektor in U repräsentiert eine CD-Basisfunktion oder -Basisvektor. Indem diese Basisvektoren zum Zerlegen von Yr eingesetzt werden, ergibt sich eine Gruppe von MD-Basisvektoren wie folgt:

AT = (UTU)–1UTYr (29)

wobei jede Zeile von AT einen MD-Basisvektor repräsentiert.

Die 2D-Variation Yr kann wie folgt zerteilt werden:



wobei uk die k-te Spalte von U ist und &agr;Tk die k-te Zeile von AT ist. Falls jede Zeile von AT mir ihrer Norm normalisiert wird, um den normalisierten Zeilenvektor &ngr;Tk wie folgt zu erhalten:

&ngr;Tk = &agr;Tk/ck mit ck ||&agr;Tk|| (31)

dann [folgt]


wobei &phgr;dk = uk&ngr;Tk die k-te 2D-Basismatrix repräsentiert.

10 und 11 stellen die ersten 20 CD- und MD-Basisvektoren dar, die von den Restvariationen Yr der 2D-Messungen in 1 abgeleitet sind. Die Zerteilungskoeffizienten ck der Beispielmessung in 1 sind in 12 dargestellt. Ein Bild der ersten 2D-Basismatrix, die das Produkt des ersten Paars der in 10 und 11 gezeigten CD- und MD-Basisvektoren ist, ist in 13 dargestellt.

Für das illustrative Beispiel ist das in 15 dargestellte, erste diagnostische Variationsmuster jeweils aus den ersten 5 Gewichtungskoeffizienten in 14 und den ersten 5 Paaren der CD- und MD-Basisvektoren in 10 und 11 aufgebaut. Auf ähnliche Weise ist das in 17 dargestellte, zweite diagnostische Variationsmuster jeweils aus den 6-ten bis inkl. 20-ten Gewichtungskoeffizienten in 17 und den 6-ten bis inkl. 20-ten Paaren der CD- und MD-Basisvektoren in 10 und 11 aufgebaut.

Im wesentlichen greift die Basismatrix &phgr;dk die Schlüsseleigenschaften jeder Blattvariationsklasse auf. Wenn die Variationen in Yr völlig zufällig sind, dann scheint ck sich stetig zu verringern. Wenn die Variationen in Yr ein erfaßbares Muster zeigen, wird ck zu einer konkaven Kurve, d. h. ck fällt sehr schnell für mehrere Anfangskoeffizienten ab und verringert sich für die übrigen Koeffizienten langsam. Gewöhnlich lassen sich einige markante Knickpunkte finden. Das Variationsmuster ändert sich markant an den Knickpunkten von ck. Die verschiedenen Variationsmuster lassen sich auch unterscheiden, indem der spektrale Inhalt jedes einzelnen Basisvektors uk oder &ngr;Tk untersucht wird. Ein Benutzer kann die Knickpunkte in ck oder die spektralen Eigenschaften jedes einzelnen Basisvektors dazu benutzen, die 2D-Basismatrizen in mehrere Gruppen I1, I2, I3, ... I5 aufzuteilen. Jede Gruppe ist eine Untermenge von {1, 2, 3, ..., min(n, m)}. Durch Kombinieren jeder Gruppe von Basismatrizen wird ein bestimmtes Variationsmuster extrahiert.

wobei I1 eine Untermenge von {1, 2, 3, ..., min(n, m)} ist (33)

Schließlich wird der Teil der Variationen, die fast völlig zufällig sind und kein signifikantes Muster aufweisen, als das nicht klassifizierbares Variationsmuster Yu betrachtet. Yu ist der letztlich gebliebene Rest von Yr, nachdem alle erkennbaren Muster vollständig abgetrennt oder entfernt worden sind.

Für eine gegebene 2D-Blattvariation Y kann die Musterextrahierungs- und Klassifizierungstechnik zusammenfassend wie folgt beschrieben werden:



wobei der erste Ausdruck auf der rechten Seite der obigen Gleichung ein MD-Variationsmuster darstellt, der zweite Ausdruck ein steuerbares CD-Variationsmuster darstellt, der dritte Ausdruck das erste Diagnosemuster darstellt, der vierte Ausdruck das zweite Diagnosemuster darstellt und der letzte Ausdruck die verbleibenden, nicht klassifizierbaren Muster darstellt. Das tatsächliche Verfahren des Abtrennens und Klassifizierens dieser Muster wird in den folgenden Schritten ausgeführt:

  • 1. Wähle die angemessenen CD- und MD-Bereiche der Blattvariationen Y, die analysiert werden sollen.
  • 2. Entferne Spitzen (abnormale Messungen) soweit erforderlich.
  • 3. Trenne oder entferne MD-Variationen Ymd, so daß die verbleibende Variation Y0 ist.
  • 4. Trenne steuerbare CD-Variationen Ycc von Y0. Die verbleibende Variation ist Yr.
  • 5. Führe eine Singulärwert-Zerlegung von YrYTr durch und ermittle MD-Basisvektoren, die ihren CD-Basisvektoren entsprechen, welche die Eigenvektoren von YrYTr sind.
  • 6. Bilde Diagnose-Basismatrizen &phgr;dk von in Schritt 5 bestimmten MD- und CD-Basisvektoren.
  • 7, Trenne Diagnose-Basismatrizen &phgr;dk in mehrere Untergruppen und erstelle erkennbare Variationsmuster.
  • 8. Die Zufallskomponenten werden zusammen kombiniert, um die nicht klassifizierbaren Variationen zu bilden.
  • 9. Führe eine Spektralanalyse durch und berechne die Veränderlichkeit jedes abgetrennten Variationsmusters.
  • 10. Stelle jedes Variationsmuster dar und trage seine Veränderlichkeit und spektralen Gehalt auf.

Wichtige Aspekte der neuen Veränderlichkeitsanalysen-Technik der vorliegenden Erfindung sind:

  • 1. Fine neue Art, eine 2D-Blattvariation auszudrücken, wird für eine wirklich zwei-dimensionale Messung entweder von abtastenden oder nicht abtastenden Sensoren abgeleitet. Wenn eine zwei-dimensionale Messung gegeben ist, werden die Blattvariationen in mehrere Hauptklassen zerteilt: MD-Variationen, steuerbare CD-Variationen, diagnostische Variationen und nicht klassifizierbare Variationen. Jede Klasse von Variationen kann weiter in noch detailliertere Muster zerteilt werden. Diese Art der Analyse einer zweidimensionalen Messung extrahiert nützlichere Informationen, die in einer zwei-dimensionalen Messung von Blattvariationen enthalten sind.
  • 2. Jedes klassifizierte Muster wird sehr stark entweder mit einem steuerbaren Stellglied oder einem Teil der Verfahrensanlage oder -maschine gekoppelt, wie z. B. die Hochdruckwasserduschen unter den Fourdrinier-Drähten oder Filzen. Die Verbindung zwischen jedem Muster und seiner eigentlichen Ursache stellt dem Benutzer des Verfahrens oder der Maschine eine Gelegenheit bereit, die Steuerleistung zu verbessern, oder die potentielle Verbesserung mit einer echten Einstellmöglichkeit zu verknüpfen, die auf den Prozeß oder die Maschine angewendet wird. Die abgetrennten Muster sind direktere Anzeichen der Steuerungsergebnisse und des Betriebsverhaltens der Maschineneinstellungen.
  • 3. Die neue Musterextrahier-Technik der vorliegenden Erfindung bietet neue Möglichkeiten, den Verfahrensablauf sichtbar zu machen. Die extrahierten Variationsmuster können zu neuen Ansätzen führen, Blattvariationen zu verbessern. Zum Beispiel, da die Einflüsse der Hochdruckwasserdusche in den extrahierten Mustern zu sehen sind, können diese Wasserduschen als Verfahrensstellglieder eingesetzt werden, um die entsprechenden Blattvariationsmuster zu steuern. Somit kann ein gleichförmigeres Blattmaterial erreicht werden, indem der Abfluß von Fourdrinier-Drähten verändert wird oder das Verfahren des Filzreinigens verändert wird.
  • 4. Die neue Musterextrahier-Technik der vorliegenden Erfindung kann auch dabei eingesetzt werden, Verfahrenreaktionsmodelle effektiv zu extrahieren. Ein Beispiel ist das Bestimmen von Reaktionsmodellen der Verfahrensstellglieder. Eine Gruppe von vordefinierten Mustern kann erstellt und bei einer Gruppe von Verfahrensstellgliedern als Störaktivitäten eingesetzt werden. Diese vordefinierten Muster werden später als die Basisfunktionen eingesetzt, um die sich ergebenden 2D-Messungen zu zerteilen. Die Blattvariationen, die jenen vordefinierten Mustern gut entsprechen, werden zu den Reaktionsmodellen der Verfahrensstellglieder.
  • 5. Eine andere, mögliche Anwendung der Zerlegungstechnik der vorliegenden Erfindung liegt im Abtrennen von Messungen, die von einem Verbundmaterial abgeleitet wurden. Zum Beispiel kann eine 2D-Messung die Überlagerung der Variationen eines Blatt- und eines Trägermaterials sein, welches das Blatt trägt, beispielsweise ein Blatt Papier, das auf einem Filz oder einem Fourdrinier-Draht getragen wird. Falls das Trägermaterial erkennbare Mustereigenschaften hat, dann kann das beschriebene Zerlegungsverfahren der vorliegenden Anwendung dazu eingesetzt werden, die Trägervariationen von den Blattvariationen zur trennen. Die Zerlegungstechnik der vorliegenden Erfindung kann daher die Fähigkeit des Anwenders verbessern, Blattvariationen an verschiedenen Stellen entlang der Produktionsstrecke zu erfassen, obwohl das Blatt nicht völlig frei von einer Trägerstruktur wie beispielsweise Filze oder einem Formungsdraht einer Papiermaschine ist.

Da nun die Erfindung mit ihrer vorliegenden Anwendung im Detail und durch Bezug auf bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben ist, wird es offensichtlich sein, daß Veränderungen und Variationen möglich sind, ohne vom Schutzumfang der Erfindung abzuweichen, die in den angehängten Ansprüchen definiert ist.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Bestimmen von Variationen eines Blattmaterials beim Herstellen dieses Blattmaterials, umfassend die Schritte:

    Messen von mindestens einer Eigenschaft des Blattes quer über mindestens einem Teil einer vollen Breite des Blattes, um eine zwei-dimensionale Messung der Blattvariationen zu erstellen;

    Ermitteln von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb der zweidimensionalen Messung liegen kann, indem mindestens eine Basisfunktion bestimmt wird, die eng mit dem Variationsmuster verbunden ist;

    Verarbeiten der zwei-dimensionalen Messung, um ein Variationsmuster zu extrahieren, das mindestens einem Variationsmuster aus der zwei-dimensionalen Messung entspricht, indem

    mindestens eine Basisfunktion mit der zweidimensionalen Messung gefaltet wird, um einen Koeffizienten zu erhalten, welcher der Basisfunktion entspricht; und

    Erstellen des Variationsmusters als eine Kombination des Koeffizienten mit der Basisfunktion und

    Verwenden dieses extrahierten Variationsmusters zum Herstellen des Blattmaterials.
  2. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem das mindestens eine Variationsmuster den Qualitätsvariationen des Blattmaterials entspricht, und bei dem der Schritt der Anwendung dieser extrahierten Variationsmuster zum Herstellen des Blattmaterials den Schritt der Anwendung dieser extrahierten Variationsmuster als eine Repräsentation der Qualität des Blattmaterials umfaßt.
  3. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, weiterhin umfassend den Schritt des Verbindens des mindestens einen Variationsmusters mit der Arbeitsweise des Systems, das bei der Herstellung des Blattmaterials eingesetzt wird, und bei dem der Schritt der Anwendung dieser extrahierten Variationsmuster zum Herstellen des Blattmaterials den Schritt der Anwendung dieses mindestens einen Musters umfaßt, um die Arbeitsweise des Systems zu analysieren.
  4. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, weiterhin umfassend den Schritt des Verbindens des mindestens einen Variationsmusters mit der Arbeitsweise des Systems, und bei dem der Schritt der Anwendung der extrahierten Variationsmuster zum Herstellen des Blattmaterials den Schritt des Steuerns des Systems umfaßt, um das mindestens eine Variationsmuster zu beeinflussen.
  5. Verfahren wie in Anspruch 4 beansprucht, bei dem der Schritt des Steuerns des Ablaufs des Systems zur Beeinflussung des mindestens einen Musters den Schritt des Veränderns des Ablaufs des Systems umfaßt, so daß das mindestens eine Variationsmuster minimiert wird.
  6. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, umfassend den Schritt des Verbindens des mindestens einen Variationsmusters mit der Arbeitsweise des Systems, und bei dem der Schritt der Anwendung des extrahierten Variationsmusters zum Herstellen des Blattmaterials den Schritt des Überwachens der Arbeitsweise des Systems umfaßt.
  7. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, einen Satz Basisfunktionen zu bestimmen, die eng mit dem Variationsmuster verbunden sind.
  8. Verfahren wie in Anspruch 7 beansprucht, bei dem der Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung zum Extrahieren eines Variationsmusters, das mindestens einem Variationsmuster aus der zweidimensionalen Messung entspricht, die Schritte umfaßt:

    Falten des Basisfunktionssatzes mit der zweidimensionalen Messung, um einen Koeffizientensatz zu erhalten, der dem Basisfunktionensatz entspricht; und

    Erstellen des Variationsmusters als eine lineare Kombination des Koeffizientensatzes mit dem Basisfunktionensatz.
  9. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, mindestens einen Basisvektor zu bestimmen, der eng mit dem Variationsmuster verbunden ist.
  10. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, mindestens einen Basisvektorensatz zu bestimmen, der eng mit dem Variationsmuster verbunden ist.
  11. Verfahren wie in Anspruch 10 beansprucht, bei dem der Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung zum Extrahieren eines Variationsmusters, das mindestens einem Variationsmuster aus der zweidimensionalen Messung entspricht, die Schritte umfaßt:

    Falten des Basisvektorensatzes mit der zweidimensionalen Messung, um einen Koeffizientensatz zu erhalten, der dem Basisvektorensatz entspricht; und

    Erstellen des Variationsmusters als eine lineare Kombination des Koeffizientensatzes mit dem Basisvektorensatz.
  12. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, mindestens eine Basismatrix zu bestimmen, die eng mit dem Variationsmuster verbunden ist.
  13. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns von mindestens einem Variationsmuster, das als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb der zwei-dimensionalen Messung liegen kann, den Schritt umfaßt, einen Satz von Basismatrizen zu bestimmen, die eng mit dem Variationsmuster verbunden sind.
  14. Verfahren wie in Anspruch 13 beansprucht, bei dem der Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung zum Extrahieren eines Variationsmusters, das mindestens einem Variationsmuster aus der zweidimensionalen Messung entspricht, die Schritte umfaßt:

    Falten des Basismatrizensatzes mit der zweidimensionalen Messung, um einen Koeffizientensatz zu erhalten, der dem Basismatrizensatz entspricht; und

    Erstellen des Variationsmusters als eine lineare Kombination des Koeffizientensatzes mit dem Basismatrizessatz.
  15. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Messens von mindestens einer Eigenschaft des Blattes quer über mindestens einen Teil einer Gesamtbreite des Blattes den Schritt umfaßt, mindestens eine Eigenschaft des Blattes im wesentlichen quer über die Gesamtbreite des Blattmaterials zu messen.
  16. Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht, bei dem der Schritt des Ermittelns von mindestens einem Variationsmuster den Schritt des Ermittelns einer Vielzahl von Variationsmustern umfaßt, die als Ergebnis der Blattherstellung innerhalb der zwei-dimensionalen Messung liegen können, und bei dem der Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung das Verarbeiten der zwei-dimensionalen Messung umfaßt, um mindestens eines der Vielzahl von Variationsmustern zu extrahieren, die in der zwei-dimensionalen Messung enthalten sind.
  17. Verfahren wie in Anspruch 16 beansprucht, bei dem der Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung zum Extrahieren von mindestens einer der Vielzahl von Variationsmustern den Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung umfaßt, um zwei oder mehr der Vielzahl von Variationsmustern zu extrahieren, und bei dem der Schritt des Verwendens von mindestens einem extrahierten Variationsmuster den Schritt umfaßt, die zwei oder mehr der extrahierten Variationsmustern zu verwenden.
  18. Verfahren zum Kennzeichnen separater Bestandteile eines Verbundblattmaterials, das aus mindestens zwei Lagen besteht, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:

    Messen mindestens einer Eigenschaft des Verbundblattmaterials quer über mindestens einen Teil der Gesamtbreite des Blattes, um eine zwei-dimensionale Messung zu erstellen;

    Klassifizieren der Bestandteilmuster, die in der zweidimensionalen Messung enthalten sind, als einer der mindestens zwei Lagen zugehörig, und zwar durch Bestimmen von Basisfunktionen, die jeweils eng mit einem der mindestens einigen Bestandteilmuster verbunden sind;

    Verarbeiten der zwei-dimensionalen Messung, um mindestens ein Bestandteilmuster zu extrahieren, das in der zwei-dimensionalen Messung enthalten ist; und

    Trennen des mindestens einen Bestandteilmusters von der zwei-dimensionalen Messung, um eine Auswertung des Restes des Verbundblattmaterials zu ermöglichen.
  19. Verfahren wie in Anspruch 18 beansprucht, bei dem das Verbundblattmaterial eine erste, in der Herstellung befindliche Materiallage und eine zweite Lage umfaßt, welche die erste Materiallage trägt, wobei der Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung, um mindestens ein in der zwei-dimensionalen Messung enthaltenes Bestandteilmuster zu extrahieren, den Schritt des Verarbeitens der zwei-dimensionalen Messung umfaßt, um ein Bestandteilmuster zu extrahieren, das der zweiten Materiallage entspricht, und der Schritt des Trennens von mindestens einem Bestandteilmuster aus der zwei-dimensionalen Messung den Schritt des Trennens des Bestandteilmusters, das der zweiten Lage entspricht, von der zwei-dimensionalen Messung umfaßt, um eine effektive Messung abzuleiten, die der ersten, in der Herstellung befindlichen Materiallage entspricht.
  20. Verfahren wie in Anspruch 19 beansprucht, umfassend den Schritt der Auswertung der effektiven Messung, um die erste, in der Herstellung befindliche Materiallage auszuwerten.
  21. Verfahren zum Extrahieren von Verfahrensreaktionsmodellen aus einer Messung eines in der Herstellung befindlichen Blattmaterials, wobei das Verfahren folgende Schritte umfaßt:

    Einwirken einer Gruppe vordefinierter Basisfunktionen auf eine Gruppe von Verfahrensstellgliedern, die beim Herstellen eines Blattmaterials eingesetzt werden;

    Messen von mindestens einer Eigenschaft des Blattmaterials quer über mindestens einen Teil einer Gesamtbreite des Blattes, um eine zwei-dimensionale Messung zu erstellen;

    Verarbeiten der zwei-dimensionalen Messung, um Variationsmuster zu ermitteln, die mit der Gruppe der vordefinierten Basisfunktionen verbunden sind; und

    Falten der Gruppe vordefinierter Basisfunktionen mit den Messungen, um Verfahrensreaktionsmodelle zu extrahieren, die der Gruppe von Verfahrensstellgliedern entsprechen.
Es folgen 17 Blatt Zeichnungen






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