| Dokumentenidentifikation |
EP1219146 29.01.2004 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001219146 |
| Titel |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM MINIMIEREN VON POSITIVEN UND/ODER NEGATIVEN LADUNGEN AUF EINER OBERFLÄCHE EINES KUNSTSTOFFTEILS |
| Anmelder |
Gerwens, Winfried, 59872 Meschede, DE |
| Erfinder |
Gerwens, Winfried, 59872 Meschede, DE |
| DE-Aktenzeichen |
50004818 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
04.10.2000 |
| EP-Aktenzeichen |
009694043 |
| WO-Anmeldetag |
04.10.2000 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/EP00/09693 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
0001028297 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
19.04.2001 |
| EP-Offenlegungsdatum |
03.07.2002 |
| EP date of grant |
17.12.2003 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
29.01.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
H05F 3/04
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| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Minimieren
bzw. zum Unterbinden von positiven und/oder negativen Ladungen auf einer Oberfläche
eines Kunststoffteils, das mittels Spritzgießen, Pressen oder Ziehverfahren
in einem ein Entnahmeteil für das Kunststoffteil aufweisenden Werkzeug herstellbar
ist.
Bei der Herstellung von Kunststoffteilen, beispielsweise in einer
Spritzgießmaschine, entstehen an einer Oberfläche des Kunststoffteils elektrostatische
Aufladungen, die in der Umgebungsluft enthaltene Schwebeteilchen anziehen, so dass
es auf der Oberfläche zu Verunreinigungen kommt. Zur Vermeidung solcher Verunreinigungen
wurden bislang Vorrichtungen mit reihenförmig angeordneten Elektroden nach Art einer
in der US-A-4 092 543 beschriebenen eingesetzt. Die bekannte Vorrichtung weist dabei
eine Mehrzahl von reihenförmig angeordneten Elektroden auf, die an einer Hochspannungsquelle
angeschlossen sind. Die Hochspannungsquelle weist einen solchen hohen Betrag auf,
dass in der Nähe der Elektroden positive und/oder negative Ionen erzeugt werden,
die mittels eines Ventilators in Richtung des mit einer Verunreinigung an der Oberfläche
versehenen Kunststoffteils bewegt werden. Nachteilig an der bekannten Vorrichtung
ist, dass diese durch die reihenförmige Anordnung der Elektroden und der zusätzlichen
Luftführungsmittel sehr aufwendig ausgebildet ist und insbesondere bei geometrisch
komplexen Kunststoffteilen mit einer Mehrzahl von begrenzten Oberflächensegmenten
nicht den gewünschten Reinheitseffekt bewirkt.
Aus Patent Abstracts of Japan vol. 010, no. 354 (P-521), 28.11.1986
& JP 61 151854 A ist eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 bekannt. Diese Vorrichtung ist auf eine potenzierte Ionenbewegung angelegt, die
über eine Entfernungsstrecke das Behandlungsobjekt beeinflussen soll. Dabei wird
ionisierte Luft zur Kühlung und Neutralisierung beim Spritzgießen ebener Scheiben,
wie z.B. CD's eingesetzt. Aus US-A-4 729 057 ist eine Vorrichtung bekannt, die bei
schwacher Luftbewegung das Trimmen des Raumes über einer Arbeitsebene bezweckt,
um eine schmutzfreie abgeschirmte ladungsfreie Zone durch Ionenaustausch für den
Potentialausgleich und einen atmosphärischen überdruck zu erzeugen. Derartige Anforderungen
bestehen für Montageflächen in einer Schutzbox, wo Elektronikbauteile ohne Gefährdung
der voreingestellten Ladungsspeicherung für konfigurierte Funktionen montiert werden
und die Löttemperatur wichtig ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und Verfahren
zum Minimieren bzw. zum Unterbinden von positiven und/oder negativen Ladungen auf
einer Oberfläche eines Kunststoffteils anzugeben, welche eine Neutralisierung der
Oberfläche mit einem erheblich besseren Wirkungsgrad und geringerem Aufwand ermöglichen.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens eine Elekrode vorgesehen
ist, die auf eine Kante des Kunststoffteils ausgerichtet ist, und dass die Elektrode
derart von einer Steuereinheit angesteuert ist, dass von der Elektrode ein veränderbares
elektrisches Feld hoher Intensität auf die Kante des Kunststoffteils ausgeht, wobei
das Entnahmeteil mindestens eine Elektrode aufweist, die auf die Oberfläche des
Kunststoffteils ausgerichtet ist.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass bei Ausrichtung einer Elektrode
auf eine Kante eines Kunststoffteils und Beaufschlagung derselben mit einem veränderbaren
elektrischen Feld hoher Intensität eine Depolarisierung des Kunststoffteils eintritt,
so dass das Kunststoffteil zum Beispiel aus einer Spritzgießform frei von
unerwünscht angelagerten Staubpartikeln entnommen werden kann. vorzugsweise wird
das Kunststoffteil mit einem pulsierenden oder stoßartigen elektrischen Feld
beaufschlagt, das periodisch wechselt. Das elektrische Feld wird durch eine Hochspannungsqelle
aufweisende an sich bekannte Steuereinheit bewirkt.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass mindestens eine Elektrode oder ein
paar von Elektroden dem Kunststoffteil zugeordnet ist, wobei die Elektroden im Wechsel
von der Steuereinheit mit einer Hochspannung beaufschlagt werden. Dabei sind vorzugsweise
die Elektroden nacheinander und die Elektrode wechselweise mit unterschiedlicher
Polarität von der Steuereinheit ansteuerbar. Ferner sind die Elektroden bevorzugt
jeweils rechtwinklig zu einer Kante des Kunststoffteils angeordnet.
Nach einer Weiterentwicklung der Erfindung ist eine Anzahl von Paaren
von Elektroden unterschiedlicher Polarität und unterschiedlicher Orientierung vorgesehen,
um eine Neutralisierung der Oberfläche des Kunststoffteils herbeizuführen. Es hat
sich gezeigt, dass bereits zwei in einem bestimmten Abstand zueinander angeordnete
gegenpolige Elektroden ein solches elektrisches Feld in der Nähe des Kunststoffteils
erzeugen, dass eine wirkungsvolle Neutralisierung der ladung an der Oberfläche des
Kunststoffteils erzielt wird.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind mehrere Paare von Elektroden
räumlich verteilt angeordnet, die jeweils zu unterschiedlichen Oberflächensegmenten
oder Kanten des Kunststoffteils ausgerichtet sind. Auf diese Weise ist die Vorrichtung
platzsparend ausgebildet. Vorteilhaft wird hierdurch ermöglicht, dass ansonsten
unzugängliche oberflächensegmente neutralisiert werden können.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind jeweils ein
Paar von Elektroden oder ein Einzelelement einem geradlinig oder bogenförmig begrenzten
Oberflächensegment der Oberfläche oder eines Kantenbereichs des Kunststoffteils
zugeordnet. Hierdurch kann gezielt auf jedes Oberflächensegment das elektrische
Feld hoher Energie einwirken. Durch die Ausbildung des Paares von Elektroden als
"zweipunkt"-Elektrode oder des Einzelelements als bifunktionale "Einpunkt"-Elektrode
kann insbesondere eine punktuelle Beaufschlagung der Oberfläche mit einem elektrischen
Feld erzeugt werden. Durch Veränderung des Abstandes der Elektroden zueinander kann
auf einfache Weise eine Anpassung der Vorrichtung an die Dimension des Kunststoffteils
herbeigeführt werden.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Paare
von Elektroden und/oder die Variante von Einzelelementen als Bipotentialelektrode
randseitig in der Ebene des Werkzeugs angeordnet. Hierdurch wird gewährleistet,
dass bereits beim Entformen eine Neutralisierung der auf der Oberfläche des Kunststoffteils
angeordneten Ladungen herbeigeführt wird.
Nach einer Weiterentwicklung der Erfindung sind die Elektroden an
einer Hochspannungsquelle angeschlossen, die eine pulsierende Hochspannung mit einer
geringen Frequenz erzeugt. Hierdurch wirken impulsartig Kräfte auf die Ladungen
an der Oberfläche des Kunststoffteils, die eine Neutralisierung derselben begünstigen.
Zur Lösung der Aufgabe zeichnet sich das eingangs beschriebene Verfahren
mit den Merkmalen des Obergriffes Patentanspruchs 17 dadurch aus, dass das Kunststoffteil
bereits vor dem Entformen einem durch eine Anzahl von jeweils zu unterschiedlichen
Oberflächensegmenten ausgerichteten Elektroden bewirkten elektrischen Feld hoher
Feldstärke ausgesetzt wird und das elektrische Feld mindestens bis zur Entnahme
des Kunststoffteils aus dem Werkzeug aufrechterhalten wird, wobei die Oberfläche
des Kunststoffteils während der Entnahme von einem von mindestens einer am Entnahmeteil
angeordneten Elektrode ausgehenden elektrischen Feld beaufschlagt wird.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht insbesondere
darin, dass durch das Erzeugen eines elektrischen Feldes bereits vor dem eigentlichen
Entformungsvorgang Kräfte für die Neutralisierung der Ladungen an der Oberfläche
zur Verfügung stehen, so dass unmittelbar beim oder nach dem Entstehen elektrostatischer
Aufladungen des Kunststoffteils einen Ausgleich geschaffen wird. Hierdurch wird
bereits vor dem Entstehen solcher Ladungen des Kunststoffteils denselben entgegengewirkt.
Ferner ist vorteilhaft vorgesehen, dass zumindest ein Paar von Elektroden
unterschiedlicher Polarität und/oder ein Einzelelement der Elektrode in der Auslegung
bipotentialer Polaritätsfolge zusammen mit einer Werkzeughälfte (zweites Formteil)
des Werkzeugs bewegt wird. Weiterhin werden bevorzugt die Kunststoffteile während
eines nachfolgenden Prozessschrittes zur Veredelung mit Paaren von Elektroden und/oder
Einzelelementen der Elektrode behandelt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer
Zeichnung näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung
beim Betrieb einer Spritzgießmaschine.
In der Figur ist schematisch ein Teil einer Spritzgießmaschine
1 dargestellt, die zwei Werkzeughälften 2 und 3 aufweist. Eine erste Werkzeughälfte
2 weist eine Aufspannplatte 4 und ein erstes Formteil 5 auf, die jeweils in einem
zentralen Bereich eine Öffnung aufweist, so dass eine zähflüssige Kunststoffmasse
unter hohem Druck mittels einer Düse 6 in die Form eingespritzt werden kann. Zur
Bildung eines Kunststoffteils 9 ist ein zweites Formteil 7 in Spritzrichtung der
Düse 6 verschieblich mit einer Aufspannplatte 8 angeordnet. Aus der gezeigten Öffnungsstellung
der Spritzgießmaschine 1 wird deutlich, dass die Formteile 5 und 7 auf einer
zugewandten Innenseite jeweils solche Ausnehmungen und Vorsprünge aufweisen, dass
ein nierenförmiges Kunststoffteil 9 aus einem thermoplastischen Material gespritzt
werden kann. Das Kunststoffteil 9 kann beispielsweise als eine Abdeckscheibe eines
Scheinwerfers ausgebildet sein. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel werden gleichzeitig
zwei gleichförmige Abdeckscheiben hergestellt.
Zur Neutralisierung bzw. Verhinderung des Entstehens einer elektrostatischen
Aufladung des Kunststoffteils 9, vorzugsweise an einer Oberfläche 10 desselben,
sind im Bereich der Formteile 5, 7 eine Mehrzahl von paarweise angeordneten Elektroden
11 und 12 unterschiedlicher Polarität und für eine elektrisch andere Ausfuhrungsvariante
die Anordnung von Einzelelektroden 13 in bipotentialer Auslegung angeordnet. Wie
aus der Figur ersichtlich, ist ein erstes Paar 14 solcher Elektroden 11, 12 und
eine weitere Ausführungsvariante eines Einzelelements 15 einer Elektrode 13 randseitig
an einer Oberseite des zweiten Formteils 7 angeordnet, wobei die Elektroden 11,
12, 13 senkrecht nach unten in Richtung des Kunststoffteils 9 abragen. Ein zweites
Paar 16 der ersten Ausführungsvariante und das Einzelelement 17 der zweiten Ausführungsvariante
ist an einer dem ersten Formteil 5 zugewandten Vorderseite des zweiten Formteils
7 angeordnet. Die Elektroden 11, 12 des zweiten Paares 16 oder statt dieser die
Einzelelektrode 13 des Einzelelements 17 sind von der Vorderseite des zweiten Formteils
7 abragend angeordnet und auf schmale zueinander gekehrte innenliegende Schmalseiten
18 des Kunststoffteils 9 ausgerichtet. Das erste und zweite Paar 14, 16 und / oder
der Einzelelemente 15, 17 erstrecken sich in einer gemeinsamen Mittelebene des zweiten
Formteils 7, die zugleich eine Symmetrieebene der beiden Kunststoffteile 9 bildet.
Dabei ist die erste Anordnung 14, 16 und / oder 15, 17 der Elektroden 11, 12, 13
im wesentlichen auf einen oberen Bereich der Kunststoffteile 9 ausgerichtet, insbesondere
auf den oberen Bereich der Schmalseiten 18 und bzw. einer flächigen Oberseite 19
des Kunststoffteils 9. Die Schmalseite 18 und die Oberseite 19 bilden jeweils Oberflächensegmente
der Oberseite des Kunststoffteils 9, wobei sie jeweils durch Kanten bogenförmig
voneinander begrenzt sind.
An einer Seitenwand 20 der Spritzgießmaschine 1 ist ein weiteres
drittes Paar 21 von Elektroden 11, 12 und ein weiteres Einzelelement 22 der Einzelelektrode
13 angeordnet, mittels dessen ein elektrisches Feld erzeugt wird, das auf außen
liegende Schmalseiten 23 und die Oberseite 19 der Kunststoffteile 9 einwirkt. Die
beschriebenen Paare 14, 16, 21 von den Elektroden 11, 12 und / oder die Einzelelemente
15, 17, 22 der Elektrode 13 sind symmetrisch bezüglich einer horizontalen Mittelebene
bzw. vertikalen Mittelebene der Spritzgießmaschine 1 angeordnet, d.h. in einem
unteren Bereich des zweiten Formteils 7 kann sich ein weiteres Paar 14, 16 und /
oder ein Einzelelement 15, 17 befinden bzw. in einer vorderen, nicht dargestellten
zu der Seitenwand 20 parallelen Seitenwand ist ein weiteres Paar 21 und / oder ein
weiteres Einzelelement 22 einrichtbar. Auf diese Weise werden die Kunststoffteile
9 in dem Bereich der Schmalseiten 18, 23 und der Oberseite 19 oder gesamtheitlich
in allen Oberflächensegmenten von nur einem Paar 14, 16, 21, 24 der Elektroden 11,
12 und / oder von Einzelelementen 15, 17, 22, 26 der Elektrode 13 vollständig mit
einem elektrischen Feld beaufschlagt.
Zusätzlich weist die Spritzgießmaschine 1 ein Entnahmeteil 25
(Darstellung ohne Greiferelemente) auf zur selbsttätigen Entnahme der Kunststoffteile
9. Das Entnahmeteil 25 weist in einem unteren Bereich ein Paar 24 von Elektroden
11, 12 und / oder ein Einzelelement 26 einer Einzelelektrode 13 auf, die auf die
Oberseite 19 des Kunststoffteile 9 ausgerichtet sind. Durch die notwendige Bewegung
des Entnahmeteils 25 von einer oberen in eine dargestellte untere Position werden
die Oberseiten 19 der Kunststoffteile 9 kontinuierlich von dem vierten Paar 24 der
Elektroden 11, 12 und / oder von dem Einzelelement 26 der Elektrode 13 überstrichen,
so daß eine Neutralisierung der elektrostatischen Aufladung auf der Oberseite
19 der Kunststoffteile 9 erfolgen kann. Während die Elemententeile 24 und / oder
26 auf die Kunststoffteile 9 erst nach dem Öffnen der beiden Formteile 5, 7 auf
diese einwirken kann, wird das Abstoßen von dem beweglichen Formteil 7 erst
ausgeführt, wenn das Entnahmeteil 25 mit dem vierten Paar 24 und / oder dem Einzelelement
26 die Übemahmeposition erreicht hat. Hierdurch können sie bereits beim Entstehen
der elektrostatischen Aufladung während des Entformungsvorgangs der elektrostatischen
Aufladung entgegenwirken. Die Paare 14, 16, 21 und 24 und / oder die Einzelelemente
15, 17, 22 und 26 können jedes für sich allein in alternativ günstiger Anordnung
einer elektrostatischen Aufladung bereits beim Entformen der Kunststoffteile 9 wirkungsvoll
entgegenwirken.
Dadurch, daß ein Paar 24 der Elektroden 11, 12 und / oder ein
Einzelelement 26 der Elektrode 13 an dem Entnahmeteil 25 befestigt ist, kann der
Wirkungszeitraum des elektrischen Feldes auf die Kunststoffteile 9 verlängert werden,
bis zur Ablage desselben bzw. zur Weiterverarbeitung in einem weiteren Prozeßschritt
außerhalb der Spritzgießmaschine 1.
Die Elektroden 11, 12, 13 weisen nadelförmige Enden 27 auf, so daß
sich unabhängig des Vorhandenseins einer elektrotechnisch üblichen gegenpoligen
Zweiphasenpotentials und / oder einer anderen weiteren Elektrode 11 oder 12 des
jeweils anderen Potentials, eine hohe elektrische Feldstärke aufbauen kann. Der
Abstand der Elektroden 11, 12 oder einer Anzahl von Einzelelementen mit der Elektrode
13 ist im Vergleich zur Längs- oder Quererstreckung des formgestalteten Kunststoffteils
9 anwendungsgemäß gering oder mit weiterem Abstand angelegt.
Die Elektroden 11, 12, 13 sind an einer Hochspannungsquelle angeschlossen,
die vorzugsweise eine pulsierende Hochspannung mit einer Frequenz von etwa 1 Hz
erzeugt. Diese Hochspannung kann in einem Bereich von 0,5 bis 1,5 Hz schwanken.
Vorzugsweise liegt an den Elektroden 11, 12, 13 eine Spannung von 6,5 kV an, wobei
die Stromstärke 0,7 µA beträgt. Neben dieser bevorzugten Einstellung der Elektroden,
die besonders wirkungsvoll ist, ist es auch möglich, die Elektroden 11, 12, 13 an
eine Wechselspannungsquelle höherer Frequenz oder an eine Gleichspannungsquelle
mit verstellbarer Frequenzabstimmung anzuschließen.
Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die Anwendung mittels Spritzgießmaschinen
hergestellter Kunststoffteile. Sie ist auch anwendbar auf andere Herstellungsarten,
wie zum Beispiel das Form- oder Strangpressen oder in Hygienesystemen.
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| Anspruch[de] |
- Vorrichtung zum Minimieren bzw. zum Unterbinden von positiven und/oder negativen
Ladungen auf einer Oberfläche eines Kunststoffteils, das mittels Spritzgießen,
Pressen oder Ziehverfahren in einem ein Entnahmeteil (25) für das Kunststoffteil
(9) aufweisenden Werkzeug herstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Elektrode (11,12,13) vorgesehen ist, die auf eine Kante
des Kunststoffteils (9) ausgerichtet ist, und dass die Elektrode derart von einer
Steuereinheit angesteuert ist, dass von der Elektrode (11,12,13) ein veränderbares
elektrisches Feld hoher Intensität auf die Kante des Kunststoffteils (9) ausgeht,
wobei das Entnahmeteil (25) mindestens eine Elektrode (11,12,13) aufweist, die auf
die Oberfläche des Kunststoffteils (9) ausgerichtet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Elektrode (13) oder ein Paar von Elektroden (11,12) dem
Kunststoffteil (9) zugeordnet ist, wobei die Elektroden (11,12,13) im Wechsel von
der Steuereinheit mit einer Hochspannung beaufschlagt werden.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektroden (11,12) nacheinander und die Elektrode (13) wechselweise
mit unterschiedlicher Polarität von der Steuereinheit ansteuerbar sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektroden (11,12,13) jeweils rechtwinklig zu einer Kante des Kunststoffteils
(9) angeordnet sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,gekennzeichnet durch
eine Anzahl von paarweise in einem vorgegebenen Abstand zueinander angeordneten
Elektroden (11,12) unterschiedlicher Polarität, wobei in einer elektrisch anderen
Grundauslegung ggf. die Elektrodenpaare teilweise oder insgesamt durch eine
Einzelelektrode (13) ersetzt sind, die rhythmisch wechselnde Polaritäten eines Spannungsfeldes
übertragen kann, wobei die so gebildeten Paare (14,16,21) und/oder Einzelelemente
von Elektroden (11,12,13) räumlich verteilt am Werkzeug (2,3) positioniert sind
und wobei die Paare (14,16,21,24) von Elektroden (11,12) und/oder die Einzelelemente
(15,17,22,26) der Elektrode (13) in unterschiedliche, an die Formgebung des Kunststoffteils
(9) angepasste Richtungen orientiert sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberfläche (10) des Kunststoffteils (9) aus mehreren geradlinig oder
bogenförmig begrenzten Oberflächensegmenten (18,19,23) besteht und dass jeweils
einem Oberflächensegment (18,19,23) zumindest ein Paar (14,16,21,24) von Elektroden
(11,12) und/oder ein Einzelelement mit der Elektrode (13) zugeordnet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil der Paare (14,16,21,24) von Elektroden (11,12) und/oder
solcher des Einzelelementes (15,17,22,26) der Elektrode (13) randseitig in einer
Ebene des Werkzeugs (2,3) oder der Kunststoffteile (9) angeordnet sind und dass
die Elektroden (11,12,13) eines Paares (14,16,21,24) in einem solchen Abstand zueinander
angeordnet sind, der kleiner ist als die Längserstreckung des den jeweiligen Paaren
(14,16,21,24) zugeordneten Oberflächensegmentes (18,23).
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Paar (14,16,21,24) der Elektroden (11,12) und/oder von Elementen
(15,17,22,26) der Elektrode (13) in einem solchen Abstand zueinander angeordnet
sind, der außerhalb der Längs-, Quer- oder Höhenerstreckung des den jeweiligen
Paaren (14,16,21,24) zugeordneten Oberflächensegmentes (18,19,23) oder einer Kantenebene
des Kunststoffteils (9) bemessen ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein als bifunktionale Elektrode (13) ausgelegtes Element (15,17,22,26)
im Umfeld des Kunststoffteils (9) derart angeordnet ist, dass die Elektrode (13)
aus einer solchen Position die gesamte Struktur beidseitig aller Oberflächensegmente
(18,19,23) in der Zusammenfassung (10) des ganzen Kunststoffteils (9) eine ganzseitige
Neutralisierung an der Ober- und der Unterseite desselben Teiles gleichzeitig bezwecken
kann.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Paar (14,15,21,24) von Elektroden (11,12) und/oder ein Einzelelement
(15,17,22,26) der Elektrode (13) an einem beweglichen Teil (zweites Formteil (7))
des Werkzeugs angeordnet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Elektrodenelement (15,17,22,26) an einem stationären Trägerteil
oder an dem feststehenden Formteil (5) angeordnet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der Paare (14,16,21,24) und/oder der Einzelelemente (15,17,22,26)
an einem fahrbaren Trägerarm außerhalb der Spritzgießmaschine (1) ohne
Entnahmesegmente angeordnet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einzelelemente (15,17,22,26) der Elektrode (13) an einer gemeinsamen
hohen Gleichstromquelle angeschlossen sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Paare (14,16,21,24) von Elektroden (11,13) und/oder die Einzelelemente
(15,17,22,26) der Elektrode (13) an einer gemeinsamen hohen Wechselstromquelle angeschlossen
sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Paare (14,16,21,24) von Elektroden (11,12) und/oder die Einzelelemente
(15,17,22,26) der Elektrode (13) an einer Hochspannungsquelle angeschlossen sind,
die eine pulsierende Hochspannung mit einer Frequenz in einem Bereich von 0,5 Hz
bis 10 Hz liefert oder die eine statische Hochspannung abgibt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektroden (11,12,13) nadelförmige Enden (27) aufweisen.
- Verfahren zum Minimieren bzw. Unterbinden von positiven und/oder negativen Ladungen
auf einer Oberfläche eines Kunststoffteils, wobei das Kunststoffteil in einem Werkzeug
spritzgegossen oder gepresst wird und anschließend von einem Entnahmeteil
aus dem Werkzeug entnommen wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kunststoffteil (9) bereits vor dem Entformen einem durch eine Anzahl
von jeweils zu unterschiedlichen Oberflächensegmenten (18,19,23) ausgerichteten
Elektroden (11,12,13) bewirkten elektrischen Feld hoher Feldstärke ausgesetzt wird
und das elektrische Feld mindestens bis zur Entnahme des Kunststoffteils (9) aus
dem Werkzeug aufrechterhalten wird, wobei die Oberfläche des Kunststoffteils (9)
während der Entnahme von einem von mindestens einer am Entnahmeteil (25) angeordneten
Elektrode (11,12,13) ausgehenden elektrischen Feld beaufschlagt wird.
- Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Paar (14,16,21,24) von Elektroden (11,12) unterschiedlicher
Polarität und/oder ein Einzelelement (15,17,21,26) der Elektrode (13) in der Auslegung
bipotentialer Polaritätsfolge zusammen mit einer Werkzeughälfte (zweites Formteil
(7)) des Werkzeugs bewegt wird.
- Verfahren nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kunststoffteile (9) während eines nachfolgenden Prozessschrittes zur
Veredelung mit Paaren (14,16,21,24) von Elektroden (11,12) und/oder Einzelelementen
(15,17,22,26) der Elektrode (13) behandelt werden.
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| Anspruch[en] |
- An apparatus for minimising or eliminating positive and/or negative charges
on a surface of a plastic part which can be produced by means of injection moulding,
pressing or drawing processes in a tool having a removal member (25) for the plastic
part (9), characterised in that there is provided at least one electrode
(11, 12, 13) which is oriented on to an edge of the plastic part (9) and that the
electrode is actuated by a control unit in such a way that a variable electrical
field of high intensity issues from the electrode (11, 12, 13) on to the edge of
the plastic part (9), the removal member (25) having at least one electrode (11,
12, 13) which is oriented towards the surface of the plastic part (9).
- Apparatus according to claim 1 characterised in that at least one electrode
(13) or a pair of electrodes (11, 12) is associated with the plastic part (9), wherein
the electrodes (11, 12, 13) are alternately subjected to the action of a high voltage
by the control unit.
- Apparatus according to claim 1 or claim 2 characterised in that the electrodes
(11, 12) in succession and the electrode (13) are alternately actuable by the control
unit with differing polarity.
- Apparatus according to one of claims 1 to 3 characterised in that the
electrodes (11, 12, 13) are respectively arranged at a right angle to an edge of
the plastic part (9).
- Apparatus according to one of claims 1 to 4 characterised by a number
of electrodes (11, 12) of differing polarity which are arranged in paired relationship
at a predetermined spacing relative to each other, wherein in an electrically different
basic configuration the electrode pairs are possibly replaced partly or entirely
by an individual electrode (13) which can transmit rhythmically changing polarities
of a voltage field, wherein the pairs (14, 16, 21) formed in that way and/or individual
elements of electrodes (11, 12, 13) are positioned in spatially distributed relationship
on the tool (2, 3) and wherein the pairs (14, 16, 21, 24) of electrodes (12, 13)
and/or the individual elements (15, 17, 22, 26) of the electrode (13) are oriented
in different directions suited to the configuration of the plastic part (9).
- Apparatus according to one of claims 1 to 5 characterised in that the
surface (10) of the plastic part (9) comprises a plurality of surface segments (18,
19, 23) which are delimited in a straight line or an arcuate shape and that associated
with a respective surface segment (18, 19, 23) is at least one pair (14, 16, 21,
24) of electrodes (11, 12) and/or an individual element with the electrode (13).
- Apparatus according to one of claims 1 to 6 characterised in that at
least a part of the pairs (14, 16, 21, 24) of electrodes (11, 12) and/or such of
the individual element (15, 17, 22, 26) of the electrode (13) are arranged at the
edge in a plane of the tool (2, 3) or the plastic parts (9) and that the electrodes
(11, 12, 13) of a pair (14, 16, 21, 24) are arranged relative to each other at such
a spacing which is smaller than the longitudinal extent of the surface segment (18,
23) associated with the respective pairs (14, 16, 21, 24).
- Apparatus according to one of claims 1 to 7 characterised in that at
least one pair (14, 16, 21, 24) of the electrodes (11, 12) and/or elements (15,
17, 22, 26) of the electrode (13) are arranged relative to each other at such a
spacing which is of a dimension outside the longitudinal, transverse or heightwise
extent of the surface segment (18, 19, 23) associated with the respective pairs
(14, 16, 21, 24) or an edge plane of the plastic part (9).
- Apparatus according to one of claims 1 to 8 characterised in that an
element (15, 17, 22, 26) designed as a bifunctional electrode (13) is arranged in
the surroundings of the plastic part (9) in such a way that from such a position
the electrode (13) can simultaneously aim in respect of the entire structure on
both sides of all surface segments (18, 19, 23) in the assembly (10) of the entire
plastic part (9) at neutralisation over the entire side at the top side and the
bottom side of the same part.
- Apparatus according to one of claims 1 to 9 characterised in that at
least one pair (14, 15, 21, 24) of electrodes (11, 12) and/or an individual element
(15, 17, 22, 26) of the electrode (13) is arranged on a movable part (second mould
part (7)) of the tool.
- Apparatus according to one of claims 1 to 10 characterised in that at
least one electrode element (15, 17, 22, 26) is arranged on a stationary carrier
part or on the stationary mould part (5).
- Apparatus according to one of claims 1 to 11 characterised in that at
least one of the pairs (14, 16, 21, 24) and/or of the individual elements (15, 17,
22, 26) is arranged on a movable carrier arm outside the injection moulding machine
(1) without removal segments.
- Apparatus according to one of claims 1 to 12 characterised in that the
individual elements (15, 17, 22, 26) of the electrode (13) are connected to a common
high direct current source.
- Apparatus according to one of claims 1 to 8 characterised in that the
pairs (14, 16, 21, 24) of electrodes (11, 13) and/or the individual elements (15,
17, 22, 26) of the electrode (13) are connected to a common high alternating current
source.
- Apparatus according to claim 1 or claim 14 characterised in that the
pairs (14, 16, 21, 24) of electrodes (11, 12) and/or the individual elements (15,
17, 22, 26) of the electrode (13) are connected to a high voltage source which delivers
a pulsating high voltage at a frequency in a range of 0.5 Hz to 10 Hz or produces
a static high voltage.
- Apparatus according to one of claims 1 to 15 characterised in that the
electrodes (11, 12, 13) have needle-shaped ends (27).
- A method of minimising or eliminating positive and/or negative charges on a
surface of a plastic part, wherein the plastic part is injection moulded or pressed
in a tool and then removed from the tool by a removal member, characterised in
that the plastic part (9) is already exposed prior to removal to an electrical
field of high field strength produced by a number of electrodes (11, 12, 13) directed
towards respective different surface segments (18, 19, 23) and the electrical field
is maintained at least until the plastic part (9) is removed from the tool, wherein
the surface of the plastic part (9) is acted upon during the removal operation by
an electrical field issuing from at least one electrode (11, 12, 13) arranged on
the removal member (25).
- A method according to claim 17 characterised in that at least one pair
(14, 16, 21, 24) of electrodes (11, 12) of differing polarity and/or an individual
element (15, 17, 21, 26) of the electrode (13) is moved in the configuration of
bipotential polarity sequence together with a tool half (second mould part (7))
of the tool.
- A method according to claim 17 or claim 18 characterised in that the
plastic parts (9) are treated during a subsequent step in the process for refinement
purposes with pairs (14, 16, 21, 24) of electrodes (11, 12) and/or individual elements
(15, 17, 22, 26) of the electrode (13).
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| Anspruch[fr] |
- Dispositif pour réduire à un minimum ou supprimer les charges positives et /
ou négatives sur une surface d'une pièce en plastique qui peut être réalisée par
injection, matriçage ou emboutissage dans un outil comportant une pièce d'extraction
(25) pour la pièce en plastique (9),
caractérisé en ce que
au moins une électrode (11, 12, 13) est prévue, qui est dirigée
sur une arête de la pièce de plastique (9), et en ce que l'électrode est
commandée par une unité de commande, de telle sorte qu'un champ électrique variable
de haute intensité va de l'électrode (11, 12, 13) à l'arête de la pièce de plastique
(9), moyennant quoi la pièce d'extraction (25) comprend au moins une électrode (11,
12, 13), qui est dirigée sur la surface de la pièce de plastique (9).
- Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
au moins une électrode (13) ou une paire d'électrodes (11, 12)
sont affectées à la pièce de plastique (9), moyennant quoi les électrodes (11, 12,
13) sont soumises alternativement par l'unité de commande à une haute tension.
- Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les électrodes (11, 12) peuvent être excitées par l'unité de
commande l'une après l'autre, et l'électrode (13) alternativement, avec une polarité
différente.
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les électrodes (11, 12, 13) sont disposées respectivement à angle
droit par rapport à une arête de la pièce de plastique (9).
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé par
un nombre d'électrodes (11, 12) de polarités différentes disposées
par paires à une distance prédéfinie les unes des autres, moyennant quoi, dans une
conception de base électriquement différente, les paires d'électrodes sont remplacées
le cas échéant en partie ou en totalité par une électrode (13) unique, qui peut
transmettre des polarités rythmiquement variables d'un champ de tension, moyennant
quoi les paires (14, 16, 21) ainsi formées et / ou les éléments simples d'électrodes
(11, 12, 13) sont positionnés sur l'outil (2, 3) répartis spatialement, et moyennant
quoi les paires (14, 16, 21, 24) d'électrodes (11, 12) et / ou les éléments simples
de l'électrode (13) sont orientés dans différentes directions, adaptées à la configuration
de forme de la pièce de plastique (9).
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
la surface (10) de la pièce de plastique (9) consiste en plusieurs
segments de surface (18, 19, 23) limités par des droites ou des arcs, et
en ce qu'à un segment de surface (18, 19, 23) respectivement est affectée
au moins une paire (14, 16, 21, 24) d'électrodes (11, 12) et / ou un élément simple
avec l'électrode (13).
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
au moins une partie des paires (14, 16, 21, 24) d'électrodes
(11, 12) et / ou une partie de l'élément simple (15, 17, 22, 26) de l'électrode
(13) sont disposés du côté du bord dans un plan de l'outil (2, 3) ou des pièces
de plastique (9) et en ce que les électrodes (11, 12, 13) d'une paire (14,
16, 21, 24) sont disposées à une telle distance les unes des autres, qui est plus
petite que l'étendue longitudinale du segment de surface (18, 23) affecté aux paires
(14, 16, 21, 24) respectives.
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
au moins une paire (14, 16, 21, 24) des électrodes (11, 12) et
/ ou des éléments (15, 17, 22, 26) de l'électrode (13) sont disposés à une telle
distance les uns des autres, qui est mesurée au-delà de l'étendue longitudinale,
transversale et verticale du segment de surface (18, 19, 23) affecté aux paires
(14, 16, 21, 24) respectives ou d'un plan d'arête de la pièce de plastique (9).
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
un élément (15, 17, 22, 26) conçu comme électrode (13) bifonctionnelle
est disposé de telle sorte dans le champ avoisinant la pièce de plastique (9) que
l'électrode (13) peut, d'une telle position, avoir simultanément pour but l'ensemble
de la structure des deux côtés de tous les segments de surface (18, 19, 23) dans
la somme (10) de l'ensemble de la pièce de plastique (9), une neutralisation de
toute la face à la face supérieure et inférieure de ladite pièce.
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
au moins une paire (14, 16, 21, 24) d'électrodes (11, 12) et
/ ou un élément simple (15, 17, 22, 26) de l'électrode (13) sont disposés sur une
pièce mobile (deuxième partie du moule (7)) de l'outil.
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
au moins un élément d'électrode (15, 17, 22, 26) est disposé
sur une pièce support stationnaire ou sur la pièce fixe du moule (5) .
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
au moins une des paires (14, 16, 21, 24) et / ou un des éléments
simples (15, 17, 22, 26) est disposé sur un bras support mobile en dehors de la
presse d'injection (1) sans segment d'extraction.
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
les éléments simples (15, 17, 22, 26) de l'électrode (13) sont
branchés à une source haute commune de courant continu.
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
les paires (14, 16, 21, 24) d'électrodes (11, 13) et / ou les
éléments simples (15, 17, 22, 26) de l'électrode (13) sont branchés à une source
haute commune de courant alternatif.
- Dispositif selon la revendication 1 ou 14,
caractérisé en ce que
les paires (14, 16, 21, 24) d'électrodes (11, 12) et / ou les
éléments simples (15, 17, 22, 26) de l'électrode (13) sont branchés à une source
de haute tension qui délivre une haute tension pulsée avec une fréquence comprise
dans un intervalle de 0,5 Hz à 10 Hz, ou une haute tension statique.
- Dispositif selon l'une des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce que
les électrodes (11, 12, 13) comportent des extrémités en forme
d'aiguilles (27)
- Procédé pour réduire à un minimum ou supprimer les charges positives et / ou
négatives sur une surface d'une pièce en plastique, la pièce en plastique étant
moulée par injection ou matricée dans un outil et est ensuite extraite de l'outil
par une pièce d'extraction,
caractérisé en ce que
la pièce de plastique (9) est soumise dès avant le démoulage
à un champ électrique de haute intensité de champ causé par un nombre d'électrodes
(11, 12, 13) orientées respectivement sur différents segments de la surface (18,
19, 23), et en ce que le champ électrique est maintenu au moins jusqu'à l'extraction
de la pièce de plastique (9) hors de l'outil, moyennant quoi la surface de la pièce
de plastique (9) est soumise pendant l'extraction à un champ électrique dû à au
moins une électrode (11, 12, 13) disposée sur la pièce d'extraction (25).
- Procédé selon la revendication 17,
caractérisé en ce que,
dans la conception de séquence de polarités bipotentielles, au
moins une paire (14, 16, 21, 24) d'électrodes (11, 12) de différentes polarités
et / ou un élément simple (15, 17, 22, 26) de l'électrode (13) sont déplacés ensemble
avec un demi-outil (deuxième pièce de moule (7)) de l'outil.
- Procédé selon la revendication 17 ou 18,
caractérisé en ce que
les pièces de plastique (9) sont traitées pour amélioration pendant
une étape suivante du processus par des paires (14, 16, 21, 24) d'électrodes (11,
12) et / ou des éléments simples (15, 17, 22, 26) de l'électrode (13).
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