Warning: fopen(111data/log202007091431.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Walzenstraße zum Walzen von Draht oder Feineisen - Dokument DE10200441B4
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10200441B4 05.02.2004
Titel Walzenstraße zum Walzen von Draht oder Feineisen
Anmelder SMS Meer GmbH, 41069 Mönchengladbach, DE
Erfinder Lemke, Jürgen, Dr., 19294 Malliß, DE
Vertreter Patentanwälte Valentin, Gihske, Große, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 09.01.2002
DE-Aktenzeichen 10200441
Offenlegungstag 24.07.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.02.2004
IPC-Hauptklasse B21B 1/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Walzenstraße für das Walzen von Draht oder Feineisen, deren Vor- und/oder Zwischenstraßen aus einer Folgereihe von Walzgerüsten mit, abwechselnd horizontal und vertikal gelagerten Kaliberwalzenpaaren besteht. Kontinuierlich arbeitenden Walzenstraßen dieser Art (EP 0 313 930 B1) werden durchweg mit einer Kaliberanstichfolge oval-rund betrieben, obgleich der Betrieb mit einer Anstichlage oval-oval unter anderem Vorteile bei dem Abnahme- und dem Streckungsverhalten des Walzgutstranges mit sich brächte.

Der Grund für den Verzicht auf solche Vorteile ist darin zu suchen, daß die Betriebsweise mit einer Kaliberfolge oval-rund es erlaubt, mit der Walzenstraße Walzgutstränge unterschiedlicher Größen von Runddurchmessern zu walzen, indem der Walzgutstrang innerhalb der Walzenstraße in einer mehr oder wertiger großen Anzahl der in der Straße vorhandenen Walzgerüste geformt wird und, nachdem die gewünschte Rundabmessung erreicht worden ist, die folgenden Walzgerüste der Straße ohne weitere Formbeeinflussung durchläuft und dann der Weiterverarbeitung zugeführt werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Walzenstraße dieser gattungsgemäßen Art zu schaffen, die es erlaubt, die Vorteile der Betriebsweise mit einer oval-oval Kaliberfolge als auch die der oval-rund Kaliberfolge zu nutzen und darüber hinaus auch andere Kaliberfolgen zusammen zu stellen, ohne daß es dazu besonderer Umstellungen in der Straße bedarf.

Ausgehend von einer bekannten Walzgerüstausbildung für das reversierende Walzen von Stäben (EP 290 710 A1) mit Walzenpaaren, die eine Mehrzahl von axial nebeneinander liegenden Kaliberrinnen aufweisen, die durch axiale Verschiebung der Walzen in die Walzlinie und aus dieser heraus gebracht werden und es erlauben, den Walzstab nach dem dieser eines der Kaliber durchlaufen hat, beim Reversierrücklauf in eine andere Kaliberrinne einzubringen, wird die genannte Aufgabe durch eine Walzenstraße nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 gelöst, bei der die Kaliberwalzen zwei nebeneinander liegende Kaliber, ein Oval- und ein Rundkaliber aufweisen, die durch axiale Verschiebung des Walzenpaares oder Verschiebung des Walzgerüstes quer zur Walzrichtung wahlweise in die Walzlinie ein- oder aus dieser heraus bringbar sind. Und es damit erlauben, den Walzgutstrang in einer vorbestimmbaren Folgereihe von Oval- bzw. Rundkalibern zu formen.

So können z.B. wie die Erfindung weiter vorsieht die nebeneinander liegenden Kaliber der Walzenpaare Folgereihen von Ovalkalibern und von Rundkalibern bilden. Der Folgereihe von Ovalkalibern kann auch jeweils ein Rundkaliber vor- und ein Rundkaliber nachgeordnet werden. In besonders gelagerten Fällen können auch die ersten zwei oder mehr Walzgerüste der Walzstraße nur ein Oval- oder ein Rundkaliber aufweisen.

Der wesentlichste, mit der Anwendung der Erfindung erzielbare Vorteil besteht neben der Ausnutzung der Vorteile der Anstichlagen oval-oval darin, daß in der, so ausgebildeten Walzstraße jedem Walzgerüst der Folgereihe der Walzgerüste ein Zwischenrund für eine anschließende Fertigwalzung erzeugt werden kann.

Die oval-oval Folge erlaubt es wegen der besseren Streckung je nach den Verhältnissen in der Vor- oder Zwischenstraße, mit vergleichsweise weniger Gerüsten auszukommen. Da jedes Gerüst der Straße neben dem Ovalkaliber ein Rundkaliber aufweist, steht vergleichsweise eine erheblich größere Zahl von Rundprofilen für die Fertigwalzung zur Verfügung. Diese kann dann ggfs. mit einer kleineren Anzahl von Fertiggerüsten durchgeführt werden.

Weitere Vorteile ergeben sich daraus, daß die Rundkaliber der Walzenpaare bei der erfindungsgemäßen Anordnung weniger stark verschleißen, weil sie nur zur Erzeugung der jeweils benötigten Größe eines Rundprofils beansprucht werden.

Schließlich kann die Gesamtzahl der Walzgerüste einer Walzenstraße sowohl gerade als auch ungerade gewählt werden, während diese Zahl bei der bekannten Oval-Rundkaliberfolge stets eine gerade Zahl sein muß.

Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen

1 eine Kaliberfolge Oval-Rund in einer Walzenstraße in schematischer Darstellung,

2 eine Kaliberfolge Oval-Oval mit parallel dazu verlaufender Kaliberfolge Rund-Rund und

3 eine Kaliberfolge, teilweise Oval-Rund, gefolgt von einer Kaliberfolge Oval-Oval mit einer parallel dazu verlaufenden Kaliberfolge Rund-Rund, ebenfalls in schematischer Darstellung

Wie aus 1 zu ersehen, werden vorprofilierte Walzgutstränge WSR bzw. WSQ der Walzenstraße WS I. zugeführt, deren, nicht dargestellte Walzgerüste eine Wechselfolge von Horizontal- und Vertikal-Walzenpaaren 1. N, 2. V, 3. H, 4. V, 5. N, 6. V, 7. H, 8. V aufweisen. Von diesen Walzenpaaren sind die Horizontalwalzenpaare 1. H, 3. H, 5. N, 7. N jeweils mit einem Ovalkaliber und die Vertikalwalzenpaare 2. V, 4. V, 6. V, 8. V jeweils mit einem Rundkaliber ausgestattet.

Das Rund- bzw. Quadratprofil WSR bzw. WSQ des, in das erste Horizontalwalzenpaar 1. N eingeführten Walzgutstrangs und darin zu einem Oval geformt, wird in den folgenden Walzenpaaren abwechselnd jeweils zu einem Rund und wieder zu einem Oval geformt und verläßt die Walzenstraße, vom Vertikalwalzenpaar 8. V geformt als, für die Fertigwalzung bestimmter Rundstab. Diese Kaliberanordnung der Walzenstraße WS I. erlaubt es, den Rundstab je nach den gewünschten Abmaßen jeweils, immer nach seinem Durchgang durch eines der Vertikalwalzenpaare 2. V bis 8. V bei Leerdurchgang durch die anschließenden Walzenpaare aus der Walzenstraße auszubringen und der Weiterverarbeitung zuzuführen.

Aus 2 geht hervor, daß der vorprofilierte Walzgutstrang WSR bzw. WSQ einer Walzenstraße WS II. zugeführt wird, deren, nicht dargestellte Walzgerüste eine Folge von Horizontal- und Vertikalwalzenpaaren 1. H, 2. V, 3. H, 4. V, 5. N, 6. V, 7. N, 8. V aufweisen. Diese Walzenpaare sind, bis auf das erste und letzte Walzenpaar 1. H. und 8. V sämtlich mit horizontal bzw. vertikal liegenden Ovalkalibern und, axial versetzt neben diesen angeordneten Rundkalibern ausgestattet. Das letzte der Walzenpaare weist hinter dieser Folge von Ovalkalibern ein Rundkaliber auf. Die, mit diesen beiden nebeneinander liegenden Kalibern ausgestatteten, nicht dargestellten Walzenpaare 2. V, 3. H, 4. V, 5. H, 6. V, und 7. H lassen sich auf nicht dargestellte Weise in Richtung des Doppelpfeils P1 quer zu der mit einem Pfeil WL angedeuteten Walzlinie in diese hinein und aus dieser heraus verschieben. Statt dessen können auch in Richtung dieser Walzlinie WL jeweils hinter den Ovalkalibern nicht dargestellte, mit Schrägpfeilen angedeutete Leitvorrichtungen angeordnet werden, die den aus diesen Kalibern austretenden Anfang des Walzgutstrangs in das, neben dem folgenden Ovalkaliber liegende Rundkaliber lenken.

Anders als bei der Anordnung nach 1, bei der der Rundstab nur nach einem Durchgang durch eines der Rundkaliber der Kaliberfolge aus dem Formprozeß herausgenommen und den Weiterverarbeitungsvorrichtungen zugeführt werden kann, ist es hier möglich den Walzstab hinter jedem der Ovalkaliber in einen Rundstab zu formen und den Weiterverarbeitungseinrichtungen zuzuführen.

Die Anordnung nach 3 unterscheidet sich von der nach 2 dadurch, daß die ersten Walzenpaare der Walzenstraße WS III. der Anordnung nach 1 entsprechend und die anschließenden Walzenpaare der Folge der Anordnung nach 2.


Anspruch[de]
  1. Walzenstraße für das Walzen von Draht oder Feineisen, deren Vor- und/oder Zwischenstraßen aus einer Folgereihe von Walzgerüsten mit abwechselnd horizontal und vertikal gelagerten Kaliberwalzen-Paaren besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Kaliberwalzen zwei nebeneinander liegende Kaliber, ein Oval- und ein Rundkaliber aufweisen, die durch axiale Verschiebung des Walzenpaares oder Verschiebung des Walzgerüstes quer zur Walzrichtung wahlweise in die Walzlinie ein- oder aus dieser heraus bringbar sind.
  2. Walzenstraße nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nebeneinander liegenden Kaliber der Walzenpaare der Folgereihe der Walzgerüste Folgereihen von Ovalkalibern und von Rundkalibern bilden.
  3. Walzenstraße nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Folgereihe von Ovalkalibern jeweils ein Rundkaliber vor- und nachgeordnet ist.
  4. Walzenstraße nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgereihen der Kaliber der ersten zwei oder mehr Walzgerüste jeweils nur ein Kaliber aufweisen.
  5. Walzenstraße nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch, eine, dem jeweiligem Ovalkaliber eines Walzenpaares nachgeordnete, den aus diesem austretenden Walzgutstrang wahlweise in das Ovalkaliber bzw. das Rundkaliber des folgenden Walzenpaares führende Lenkvorrichtung.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com