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Dokumentenidentifikation DE10211654B4 05.02.2004
Titel Transparentes Dachelement eines Fahrzeugs
Anmelder Webasto Vehicle Systems International GmbH, 82131 Stockdorf, DE
Erfinder Gaillard, Francois de, Mouilleron en pareds, FR;
Teschner, Helmut, 86923 Finning, DE
Vertreter Patentanwälte Wiese & Konnerth, 82152 Planegg
DE-Anmeldedatum 15.03.2002
DE-Aktenzeichen 10211654
Offenlegungstag 09.10.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.02.2004
IPC-Hauptklasse B60J 7/043
IPC-Nebenklasse B62D 25/06   

Beschreibung[de]

i Die Erfindung betrifft ein transparentes Dachelement eines Fahrzeugs nach Oberbegriff des Anspruch 1 oder 10.

Transparente Dachelemente wie z. B. Glasschiebedachdeckel von Fahrzeugen erscheinen bei außenseitiger Betrachtung des Fahrzeugs sehr dunkel bis nahezu schwarz. Dieses dunkle Erscheinungsbild steht in deutlichem Kontrast zu einer hellen, weißen oder farbigen Fahrzeuglackierung und kann als störend empfunden werden.

Aus der WO 93/23262 A1 ist eine gefärbte Folie bekannt geworden die eine Vielzahl von Öffnungen aufweist und auf diese Weise semitransparent ist, so daß sie als Abschattungseinrichtung dienen kann, wenn sie an ein Fahrzeugfenster angebracht wird, wobei dennoch eine gewisse Durchsicht erhalten bleibt. Die Folie wird lediglich an das Fenster, insbesondere ein Seitenfenster, angedrückt und hält daran durch elektrostatische Kräfte. Wenn die Abschattungseinrichtung nicht mehr benötigt wird, wird die Folie vom Fenster abgezogen, und sie kann danach wieder verwendet werden. Bevorzugt ist die Folie bzw. die Abschattungseinrichtung kleiner als das Fenster, an dem sie angebracht ist, so daß sie bei Nichtgebrauch am Rand leicht angefaßt und vom Fenster abgelöst werden kann. Die Folie ist bevorzugt dunkelblau eingefärbt, um einen angenehmen Farbeindruck für eine im Fahrzeug sitzende Person zu erhalten. Die Druckschrift gibt keine Anweisung, ob die Folie an der Innenseite oder der Außenseite des Fensters anzubringen ist. Da die Folie jedoch ohne Verwendung von Klebstoff an dem Fenster angedrückt wird und lediglich durch elektrostatische Kräfte daran gehalten wird, ist nur eine Anbringung des Folie an der Fensterinnenseite praktikabel, da an der Fensteraußenseite die Folie durch Umwelteinflüsse wie Nässe und Verschmutzung beeinträchtigt und beschädigt würde, wodurch eine Wiederverwendung der Folie nur eingeschränkt oder nicht möglich wäre.

Aus DE 37 13 854 A1 ist es bekannt, eine Verkleidung in Form von Solarzellen auf der Außenseite einer Scheibenoberfläche, jedoch unter einem Kunststoffilm anzuordnen. D. h., es sind zwei Elemente auf der Scheibe angebracht: zum einen die Verkleidung, die ein bestimmtes Muster wie beispielsweise ein dargestelltes gittertörmiges Muster aufweist, und zum anderen der Kunststofffilm.

Die DE 89 01 830 U1 offenbart ein transparentes Glasdach, auf dessen Innenseite unter Zwischenlage einer transparenten Kunststoffschicht zum Schutz der Insassen vor Splittern bei einem Unfall und/oder vor dem Eindringen von Wasser nach einem Bruch der Scheibe eine teilweise lichtundurchlässige, schachbrettartig ausgebildete Schicht aufgebracht ist. Das außenliegende Glas führt zu einer starken Verspiegelung, insbesondere bei Betrachtung unter spitzem Winkel.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein eingangs genanntes transparentes Dachelement zu schaffen, das durch einfache Gestaltung in seinem Erscheinungsbild veränderbar ist und insbesondere an das Fahrzeug bzw. das Fahrzeugdach anpaßbar ist, wobei der optische Eindruck der Färbung vollständig erhalten bleiben soll, auch wenn das Dachelement unter einem spitzen Winkel betrachtet wird, sowie ein Fahrzeug mit einem derartigen Dachelement zu schaffen.

Diese Aufgabe wird bei dem oben genannten Dachelement erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß es eine Folie enthält, die an der Außenseite des Dachelements fest angebracht ist und über ihre Fläche gefärbte Bereiche und transparente Bereiche aufweist, die im wesentlichen abwechselnd angeordnet sind. Da die Folie an der Außenseite des Dachelements angebracht ist, bleibt der optische Eindruck der Färbung vollständig erhalten, auch wenn das Dachelement unter einem spitzen Winkel betrachtet wird. Durch die transparenten Bereiche bleibt eine Lichtdurchlässigkeit bestehen, und Fahrzeuginsassen können durch das Dachelement nach oben hindurchsehen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Dachelements sind in den Unteransprüchen angegeben.

Vorzugsweise ist das Dachelement ein bewegbarer transparenter Deckel, insbesondere ein Glasdeckel, eines öffnungsfähigen Fahrzeugdaches, insbesondere eines Schiebedaches, eines Schiebehebedaches oder eines Spoilerdaches. Das Dachelement kann auch eine Lamelle eines Lamellendaches sein. Die Folie kann jedoch auch an einem am Fahrzeugdach fest angebrachten transparenten Dachelement befestigt sein bzw. ein Glasfestelement eines Fahrzeugdaches sein.

Besonders bevorzugt ist eine Gestaltung, bei der das Dachelement ein an seinem Außenrand angebrachtes Randelement, insbesondere eine Randumschäumung oder eine Randdichtung, enthält und die Folie das Randelement zumindest teilweise überdeckt. Auf diese Weise wird die im Randbereich bisher uneinheitliche Oberfläche des Dachelements einheitlich gestaltet und mit einer einheitlichen Färbung versehen. Somit wird der optisch unterschiedliche Übergangsbereich vom Dachelement zur angrenzenden Dachfläche, der z. B. eine Dichtung enthält, wesentlich schmaler gestaltet. Das einheitliche Erscheinungsbild des Fahrzeugdaches kann damit verbessert werden.

Zweckmäßigerweise sind die transparenten Bereiche punktförmig oder linienförmig gebildet und sie sind im wesentlichen gleichmäßig über die Fläche der Folie verteilt. Insbesondere sind die transparenten Bereiche als Öffnungen und insbesondere als Löcher in der Folie gebildet, die z. B. durchgehend gefärbt ist.

Andererseits können die gefärbten Bereiche auch von einer auf die Oberfläche der Folie aufgebrachten Farbschicht gebildet sein, die z. B. in Punkt- oder Linienform oder in anderen Formen in Mustern oder beliebigen Verteilungen vorgesehen ist. Die gefärbten Bereiche sind vorzugsweise einfarbig, z. B. weiß oder rot, und insbesondere in der Farbe der das Dachelement umgebenden Dachfläche bzw. des Fahrzeugs gefärbt.

Zweckmäßigerweise ist die Folie an dem Dachelement festgeklebt und damit dauerhaft angebracht, so daß auch Umwelteinflüsse oder das Waschen des Dachelements bzw. des Fahrzeugs die Folie nicht ablösen können.

Die Aufgabe wird auch durch ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Dabei kann die Folie in der Farbe des Fahrzeugdaches bzw. des Fahrzeugs gefärbt sein. Vorzugsweise ist das Dachelement nach einer der oben beschriebenen Varianten gebildet.

Nachfolgend wird das Dachelement anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

1 in einer Schnittansicht ein erfindungsgemäßes Dachelement mit einer Folie in einer Anordnung an einem Übergang zu einer Dachfläche; und

2 in einer Draufsicht das Dachelement in seiner Anordnung gemäß 1.

Ein nicht näher dargestelltes Kraftfahrzeug enthält ein Fahrzeugdach 1 und eine Dachöffnung 2 im Fahrzeugdach, die von einem bewegbaren Dachelement 3 in Form eines Glas-Schiebedachdeckels in bekannter Weise verschließbar und zumindest teilweise freilegbar ist. Der Schiebedachdeckel 3 enthält randseitig eine umlaufende Umschäumung 4, an der ein elastisches Dichtungsprofil 5 angebracht ist. Das Dichtungsprofil 5 dichtet den Schiebedachdeckel 3 gegen einen Dichtungsflansch 6 des Fahrzeugdaches 1 ab.

Eine Folie 7 ist auf der Oberseite oder Außenfläche des Schiebedachdeckels 3 aufgeklebt, wobei sie die randseitige Umschäumung 4 vollständig oder, wie dargestellt, nahezu vollständig überdeckt. Die Folie 7, die z. B. aus transparentem Kunststoff hergestellt ist, enthält ein Muster aus einer Vielzahl von punktförmigen Bereichen 8, die eine Färbung aufweisen. Die Bereiche 8 sind z. B. im Siebdruckverfahren aufgetragene farbige Punkte. Die Farbe entspricht zweckmäßigerweise der Farbe der Fahrzeuglackierung bzw. der Farbe des Fahrzeugdaches 1. Zwischen den farbigen Bereichen 8 bzw. Punkten verbleiben die transparenten Bereiche 9 der Folie 7. Aufgrund der transparenten Bereiche 9 ist die Folie 7 trotz der Farbpunkte durchsichtig bzw. semitransparent, so daß Licht durch den Glas-Schiebedachdeckel 3 in den Fahrzeuginnenraum gelangen kann. Dabei bildet die Folie 7 auch eine Abschattungseinrichtung, deren Wirkung von dem Verhältnis der Flächen der transparenten Bereiche 9 zu den nicht transparenten, farbigen Bereichen 8 abhängt.

Die Folie 7 kann auch aus einer dünnen Kunststoff- oder Metallfolie gebildet sein, auf der Farbe aufgetragen ist und in der mittels Öffnungen transparente Bereiche geschaffen sind. Die Öffnungen können punkt-, linien- oder flächenfömig gebildet sein oder auch andere regelmäßige oder unregelmäßige Formen aufweisen.

Statt der randseitigen Umschäumung 4 kann auch eine Dichtung unmittelbar auf den Rand des Schiebedachdeckels 3 aufgeschoben sein und die Folie 7 ist auf einem Teil der Dichtung aufgeklebt.

1 Fahrzeugdach 2 Dachöffnung 3 Dachelement, Schiebedachdeckel 4 Umschäumung 5 Dichtungsprofil 6 Dichtungsflansch 7 Folie 8 gefärbter Bereich 9 transparenter Bereich

Anspruch[de]
  1. Transparentes Dachelement eines Fahrzeugs, gekennzeichnet durch eine Folie (7), die an der Außenseite des Dachelements (3) fest angebracht ist und über ihre Fläche gefärbte Bereiche (8) und transparente Bereiche (9) aufweist, die im wesentlichen abwechselnd angeordnet sind.
  2. Dachelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dachelement (3) ein transparenter Dekkel, insbesondere ein Glasdeckel, eines öffnungsfähigen Fahrzeugdaches (1), insbesondere eines Schiebedaches, oder ein Glasfestelement eines Fahrzeugdaches ist.
  3. Dachelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dachelement (3) ein an seinem Außenrand angebrachtes Randelement (4), insbesondere eine Randumschäumung oder Randdichtung, enthält und die Folie (7) das Randelement (4) zumindest teilweise überdeckt.
  4. Dachelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die transparenten Bereiche (9) punkt-, lininen- oder flächenförmig gebildet sind und im wesentlichen gleichmäßig über die. Fläche der Folie (7) verteilt sind.
  5. Dachelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die transparenten Bereiche (9) Öffnungen und insbesondere Löcher in der Folie (7) sind.
  6. Dachelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (7) durchgehend gefärbt ist und die transparenten Bereiche (9) Aussparungen in der Folie (7) sind.
  7. Dachelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die gefärbten Bereiche (8) von einer auf die Oberfläche der Folie (7) aufgebrachten. Farbschicht gebildet sind.
  8. Dachelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die gefärbten Bereiche (8) einfarbig gefärbt sind.
  9. Dachelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (7) an dem Dachelement (3) festgeklebt ist.
  10. Fahrzeug mit einem transparenten Dachelement, dadurch gekennzeichnet, daß das Dachelement (3) eine Folie (7) aufweist, die an der Außenseite des Dachelements (3) fest angebracht ist und über ihre Fläche gefärbte Bereiche (8) und transparente Bereiche (9) aufweist, die im wesentlichen abwechselnd angeordnet sind.
  11. Fahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (7) in der Farbe des Fahrzeugdaches (1) bzw. des Fahrzeugs gefärbt ist.
  12. Fahrzeug nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Dachelement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 gebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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