| Dokumentenidentifikation |
DE10330023A1 05.02.2004 |
| Titel |
Wirbelgenerator mit kontrollierter Nachlaufströmung |
| Anmelder |
ALSTOM (Switzerland) Ltd., Baden, CH |
| Erfinder |
Flohr, Peter, Dr., Birmenstorf, CH; Gutmark, Ephraim, Prof. Dr., Cincinnati, Ohio, US; Paikert, Bettina, Dr., Oberrohrdorf, CH; Paschereit, Christian Oliver, Prof. Dr., Baden, CH |
| Vertreter |
Rösler, U., Dipl.-Phys.Univ., Pat.-Anw., 81241 München |
| DE-Anmeldedatum |
03.07.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10330023 |
| Offenlegungstag |
05.02.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
05.02.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
F15D 1/02
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| IPC-Nebenklasse |
F23D 14/02
F23D 11/40
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft einen Wirbelgenerator in einem von einem fluiden Medium beaufschlagten Strömungskanal sowie ein Verfahren zur Kontrolle der Nachlaufströmung eines solchen Wirbelgenerators. Die Aufgabe, die Bildung einer Rückströmzone im Kern des Nachlaufwirbels (11) auch unter wechselnden Strömungsbedingungen sicher zu vermeiden, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in die Kernströmung des Nachlaufwirbels (11) gezielt ein Axialimpuls eingebracht wird. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zu diesem Zweck über Austrittsöffnungen (12) am Wirbelgenerator (2) eine Sekundärströmung wenigstens annähernd in Richtung der Hauptströmung in die Kernströmung des Nachlaufwirbels (11) eingebracht.
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| Beschreibung[de] |
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TECHNISCHES GEBIET
Die Erfindung betrifft einen Wirbelgenerator in einem von einem fluiden
Medium beaufschlagten Strömungskanal sowie ein Verfahren zur Kontrolle der Nachlaufströmung
eines solchen Wirbelgenerators. Ein besonderes Anwendungsgebiet der Erfindung ist
die Verwirbelung und Durchmischung von Brennstoff/Luft-Gemischen in Vormischbrennern.
STAND DER TECHNIK
Statische Mischer zur Verkürzung der Mischstrecke strömender fluider
Medien sind in vielfältiger Gestaltung bekannt.
Eine Gestaltungsform derartiger Mischer, die eine intensive Vermischung
strömender fluider Medien bei vergleichsweise geringem Druckverlust erlaubt, ist
Gegenstand von EP 0 623 786. Die an dieser
Stelle diskutierten statischen Mischer, nachfolgend Wirbelgeneratoren genannt, stellen
tetraederähnliche Körper dar, welche an mindestens einer Mantelfläche eines von
dem fluiden Medium beaufschlagten Strömungskanals angeordnet sind. Sie umfassen
drei frei umströmte, sich in Strömungsrichtung erstreckende Wirkflächen, eine in
den Strömungskanal weisende Dachfläche und zwei Seitenflächen. Die mit der Wand
des Strömungskanals verbundenen Seitenflächen schliessen untereinander einen Pfeilwinkel
&agr; ein, wohingegen die Dachfläche unter einem Anstellwinkel &thgr; zur Kanalwand
verläuft.
Durch die Erzeugung von Längswirbeln ohne Rezirkulationsgebiet wird
bereits nach einer äusserst kurzen Mischstrecke von einer Wirbelumdrehung eine Grobdurchmischung
erzielt, während nach einer Strecke von wenigen Kanalhöhen infolge der turbulenten
Strömung eine Feinmischung vorliegt.
Diese Wirbelgeneratoren zeichnen sich durch eine besondere Einfachheit
sowohl im Hinblick auf ihre Herstellung wie auch ihre technische Wirksamkeit aus.
Die Fertigung und Zusammenfügung der drei Wirkflächen sowie die Verbindung mit einer
ebenen oder gekrümmten Kanalwand kann ohne weiteres durch einfache Fügemethoden,
in aller Regel Schweissen, erfolgen. Vom strömungstechnischen Standpunkt her weisen
diese Generatoren einen sehr geringen Druckverlust auf und erzeugen bei entsprechender
Auslegung Nachlaufwirbel ohne Totwassergebiet. Grösse und Stärke der Nachlaufwirbel
sind Funktionen der Elementhöhe h, der Elementlänge l, des Anstellwinkels &thgr;
sowie des Pfeilwinkels &agr;.
Durch Variation dieser Parameter ist damit ein einfaches Mittel zur
aerodynamischen Stabilisierung einer Strömung an die Hand gegeben.
Bei relativ grossen Anstellwinkeln &thgr; und/oder Pfeilwinkeln &agr;
steigt die Wirbelstärke der Nachlaufwirbel in einem solchen Masse an, dass sich
in deren Kern ein Gebiet mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit ausbildet, welches
unter wechselnden Strömungsbedingungen die Gefahr eines Zusammenbruchs des Wirbels
unter Ausbildung einer Rückströmung in sich birgt. Die Auslegung der Wirbelgeneratoren
stellt daher stets einen Kompromiss dar, einerseits die Wirbel so stark auszubilden,
dass in möglichst kurzem Nachlauf eine maximale Durchmischung der beteiligten Komponenten
erfolgt, andererseits aber wiederum die Wirbel nicht so stark auszubilden, dass
sich im Kern ein Gebiet niedriger Strömungsgeschwindigkeit oder sogar eine Rückströmung
ausprägt.
Da es sich bei der Einbindung dieser Wirbelgeneratoren in den Strömungsweg
um apparative Massnahmen handelt, sind diese, einmal installiert, unveränderlich.
Das heisst, eine aktive Einflussnahme auf dauerhaft oder vorübergehend veränderte
Strömungsbedingungen ist nicht ohne weiteres möglich.
Gerade bei einem Einsatz dieser Wirbelgeneratoren in modernen Gasturbinenanlagen
zur Durchmischung und Verwirbelung eines Brennstoff-/Luftgemisches kann dieses Verhalten
negative Auswirkungen auf die Flammenstabilität haben und zu einer unerwünschten
Verschiebung der Flammenlage führen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
In Weiterentwicklung des genannten Standes der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen Wirbelgenerator bereitzustellen, der die genannten Nachteile
vermeidet und die Ausbildung einer Rückströmzone im Kern des Nachlaufwirbels auch
unter wechselnden Strömungsverhältnissen im Strömungskanal sicher ausschliesst und
es damit gestattet, Einsatzbereich und Variabilität dieser Wirbelgeneratoren zu
erweitern. Des weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Kontrolle der Nachlaufströmung solcher Wirbelgeneratoren bereitzustellen.
Erfindungsgemäss werden diese Aufgaben durch einen Wirbelgenerator
sowie ein Verfahren gemäss der in den unabhängigen Ansprüchen genannten Art gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen des Wirbelgenerators und des Verfahrens
geben die abhängigen Ansprüche wieder.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, durch gezieltes Einbringen
eines Axialimpulses in die Kernströmung des Nachlaufwirbels die Axialgeschwindigkeit
im Wirbelkern zu erhöhen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird dieser Axialimpuls
mittels Einleitung einer zumindest annähernd in Strömungsrichtung ausgerichteten
Sekundärströmung im unmittelbaren Bereich der Kernströmung eingebracht.
In vorzugsweiser Ausgestaltung wird eine der zu mischenden Komponenten
als Sekundärströmung in den Strömungskanal eingeleitet.
Als vorteilhaft hat es sich dabei erwiesen, die Sekundärströmung über
Austrittsöffnungen am Wirbelgenerator in die Kernströmung des Nachlaufwirbels einzuleiten.
In zweckmässiger Weise werden die Austrittsöffnungen des Sekundärmediums im Bereich
der Seitenflächen des Wirbelgenerators oder an dessen stromabwärtiger Kante angeordnet.
Nach einer besonders günstigen Ausführungsart ist die Austrittsöffnung
in halber Sehnenlänge der Seitenfläche unterhalb der Abströmkante angeordnet.
Dabei kann die Sekundärströmung aus einer Einzelöffnung am Wirbelgenerator
in die Kernströmung eingeleitet werden oder aus einer Anzahl von Austrittsöffnungen,
welche auf den Wirbelkern ausgerichtet sind.
Nach einer zweckmässigen Ergänzung der Erfindung wird ferner vorgeschlagen,
die an oder nahe den Wirbelgeneratoren angeordneten Kühlbohrungen gezielt zur Einbringung
eines zusätzlichen Axialimpulses heranzuziehen. Dies kann dadurch erreicht werden,
dass ein Teil der Kühlbohrungen derart modifiziert wird, dass ein erhöhter Axialimpuls
in die Kernströmung der Nachlaufwirbel eingebracht wird. Zu diesem Zweck werden
die Austrittsöffnungen in ihrer Geometrie entsprechend konfiguriert, beispielsweise
hinsichtlich ihrer Ausrichtung und/oder ihres Durchsatzes.
Die erfindungsgemässen Massnahmen eignen sich ohne weiteres auch als
Retrofit-Massnahme zum Nachrüsten bereits installierter Wirbelgeneratoren nach dem
Stand der Technik, indem entsprechende Austrittsöffnungen eingebracht sowie Mittel
zur Zufuhr eines Sekundärfluids in den hohlen Innenraum der Wirbelgeneratoren vorgesehen
werden. Wirbelgeneratoren, die zu Kühl- oder Zumischzwecken bereits mit Mitteln
zur Zuleitung eines Sekundärfluids sowie mit Austrittsöffnungen ausgerüstet sind,
können durch eine modifizierte Gestaltung der Geometrie der Austrittsöffnungen nachgerüstet
werden (4b; 5b).
Indem die Menge an einspeisbarem Sekundärfluid variabel einstellbar ist, erlaubt
es die Erfindung, aktiv auf vorübergehend oder dauerhaft veränderte Strömungsverhältnisse
zu reagieren.
Der Massenstrom der Sekundärströmung ist dabei sehr gering. Er liegt
in einer Grössenordnung zwischen 0,1% und 5%, insbesondere zwischen 0,5% und 1,5%,
bezogen auf den Gesamtmassenstrom.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung seien nachfolgend
anhand der Zeichnungen erläutert. Es werden nur die für die Erfindung wesentlichen
Elemente dargestellt. Gleiche oder einander entsprechende Elemente figurieren unter
demselben Bezugszeichen.
Hierbei zeigen
1 Wirbelgenerator nach dem Stand der
Technik
2 Geschwindigkeitsfeld (normierte axiale
Geschwindigkeit) einer Kanalströmung im Nachlauf eines Wirbelgenerators nach dem
Stand der Technik
3 Prinzipskizze der Wirkungsweise der
Erfindung
4a,b eine
erste Ausführungsvariante eines erfindungsgemässen Wirbelgenerators
5a,b eine
weitere Ausführungsvariante eins erfindungsgemässen Wirbelgenerators
6 Geschwindigkeitsfeld (normierte axiale
Geschwindigkeit) einer Kanalströmung im Nachlauf eines Wirbelgenerators nach der
Erfindung
7 Massengemittelte Wirbelstärke stromab
des Wirbelgenerators
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Die l und 2
geben in prinzipieller Weise die Wirkungsweise eines von einer Strömung (1)
beaufschlagten Wirbelgenerators (2) nach dem Stand der Technik wieder.
Ein solcher Wirbelgenerator (2) besitzt drei frei umströmte,
in Strömungsrichtung verlaufende Flächen, zwei Seitenflächen (3) und (4)
sowie dazu senkrecht eine Dachfläche (5), wobei die Seitenflächen (3)
und (4) ein rechtwinkliges Dreieck und die Dachfläche (5) ein gleichschenkliges
Dreieck bilden. Die Seitenflächen (3) und (4) stehen im wesentlichen senkrecht
zur Kanalwand (6), ohne dass dies eine zwingende Voraussetzung darstellt,
und sind mit einer ihrer Kathetenseiten an der Kanalwand (6) vorzugsweise
gasdicht fixiert. Sie sind so orientiert, dass sie mit den zweiten Kathetenseiten
an einer Stosskante (7) unter Einschluss eines vorzugsweise spitzen Pfeilwinkels
&agr; zusammentreffen, welche Stosskante (7) gleichzeitig das stromabwärtige
Ende des Wirbelgenerators (2) darstellt und senkrecht zur Kanalwand (6)
ausgerichtet ist. Die Seitenflächen (3) und (4) sind im wesentlichen deckungsgleich
dimensioniert. Auf deren Hypotenusenseiten, die sich in Strömungsrichtung zunehmend
von der Kanalwand (6) entfernen, stützt sich die Dachfläche (5)
ab, welche gegenüber der Kanalwand (6) einen spitzen Anstellwinkel &thgr;
einnimmt. Mit einer quer zur Strömungsrichtung verlaufenden Stosskante (8)
liegt sie an der Kanalwandung (6) an. Die bündigen Stosskanten zwischen
den beiden Seitenflächen (3) und (4) und der Dachfläche (5) bilden
Abströmkanten (9) und (10).
Die Symmetrieachse der Wirbelgeneratoren (2) ist parallel
zur Strömungsrichtung ausgerichtet.
Selbstverständlich kann der Wirbelgenerator (2) auch mit
einer Bodenfläche versehen sein, mit deren Hilfe er auf geeignete Weise an der Kanalwand
(6) fixiert ist. Eine derartige Bodenfläche steht indes in keinem Zusammenhang
mit der Wirkungsweise des Wirbelgenerators.
Die Wirkungsweise des Wirbelgenerators (2) ist im wesentlichen
die nachfolgend dargelegte. Eine Kanalströmung (1) strömt den Wirbelgenerator
(2) an und wird durch dessen Dachfläche (5) abgelenkt. Durch die
plötzliche Querschnittserweiterung beim Überströmen der Abströmkanten (9)
und (10) bildet sich ein Paar gegenläufiger Nachlaufwirbel (11) aus, deren
Achsen in der Achse der Hauptströmung liegen. Wirbelstärke und Drallzahl werden
massgeblich von dem Anstellwinkel &thgr; und dem Pfeilwinkel &agr; bestimmt. Mit
steigenden Winkeln werden Wirbelstärke und Drallzahl erhöht und im Kern der Nachlaufwirbel
bildet sich unmittelbar hinter dem Wirbelgenerator (2) zunehmend ein Gebiet
niedrigerer Axialgeschwindigkeit (dunkle Flächen in 2),
das bis zu einem „vortex breakdown" führen kann.
3 stellt stark schematisiert das grundlegende
Prinzip der beschriebenen Lösung dar. Ausgehend von einer geeigneten Stelle am Wirbelgenerator
(2) wird in den Nachlaufwirbel (11) ein Axialimpuls zur Beeinflussung
der Kernströmung eingebracht. Dabei wird durch eine Sekundärströmung (13)
in der Nähe des Wirbelkerns ein zusätzlicher Impuls generiert, welcher durch die
induktive Wirkung der Drallströmung in den Bereich des Wirbelkerns eingezogen wird.
Richtet sich der Impuls parallel zur Hauptströmung, so stabilisiert sich der Wirbel
(11) und die Nachlaufströmung wird beschleunigt. Der Vortex-Breakdown verzögert
sich und wird stromabwärts verschoben.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform gemäss 4 ist
zu diesem Zweck der Wirbelgenerator (2) mit mindestens einer Austrittsöffnung
(12) für ein fluides Medium im Bereich der Seitenfläche (3) ausgerüstet.
Die Austrittsöffnung (12) ist dabei derart angeordnet und ausgerichtet,
beispielsweise in halber Sehnenlänge unterhalb der Abströmkante (9), dass
der austretende Fluidstrahl (13) in die Kernströmung des Nachlaufwirbels
(11) eindringt und die Axialgeschwindigkeit in diesem Bereich verstärkt.
Durch Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit im Kernbereich des Nachlaufwirbels (11)
wird der Ort des Wirbelaufplatzens stromabwärts verschoben.
In 5 ist eine alternative Möglichkeit zur Einbringung
einer Sekundärströmung schematisch wiedergegeben. Danach ist die mindestens eine
Austrittsöffnung (12) zur Einbringung der Sekundärströmung im Bereich der
stromabwärtigen Stosskante (7) des Wirbelgenerators (2) angeordnet.
Hierbei kann es sich um eine kreisförmige Austrittsöffnung (12) in halber
Höhe des Wirbelerzeugers (2) handeln, eine Anzahl solcher Öffnungen in
diesem Bereich oder eine schlitzförmige Austrittsöffnung (12) .
Wie aus 6 zu erkennen ist, ist die Folge
der gezielten Eindüsung eines Sekundärfluids in die Wirbelkernströmung ein deutlich
ausgeglicheneres Geschwindigkeitsfeld im Nachlauf des Wirbelgenerators (2).
In 7 ist dargestellt, dass trotz Beschleunigung
des Wirbelkerns die Wirbelstärke nicht geschwächt wird. Im ausgeke stromab des Wirbelgenerators
sogar um bis zu 50%. Die Varinate A stellt dabei den Referenzfall eines Wirbelgenerators
dar, der so stark angestellt ist, dass sich im Nachlauf ein Gebiet niedriger Strömungsgeschwindigkeit
ausbildet. Die Varianten B und C geben die Verhältnisse bei einem Wirbelgenerator
gemäss der Erfindung wieder, bei dem ein Sekundärstrom in halber Sehnenlänge einer
Seitenfläche (Variante B) oder an der stromabwärtigen Stosskante (Variante C) aufgebracht
wird.
Es ist vorteilhaft, die hier dargestellten Wirbelgeneratoren (2)
symmetrisch und parallel zur Strömungsrichtung anzuordnen. Damit werden drallgleiche
Wirbel (11) erzeugt. Ungeachtet dessen liegt es selbstverständlich auch
im Rahmen der Erfindung, die Wirbelgeneratoren (2) asymmetrisch zu gestalten,
beispielsweise in Form eines halben Wirbelgenerators, bei welchem nur eine der beiden
Seitenflächen (3) oder (4) mit einem Pfeilwinkel &agr;/2 an der Kanalwand
(6) fixiert ist, wohingegen die andere Seitenfläche (3) oder (4)
parallel zur Strömungsrichtung ausgerichtet ist. Im Gegensatz zum symmetrischen
Wirbelgenerator (2) wird hierbei anstelle eines Paares gegenäufiger Wirbel
(11) nur ein Nachlaufwirbel (11) an der gepfeilten Seite erzeugt.
Im Ergebnis wird der Hauptströmung (1) ein Drall aufgezwungen.
1
- Hauptströmung
2
- Wirbelgenerator
3
- Seitenfläche
4
- Seitenfläche
5
- Dachfläche
6
- Kanalwand
7
- Stosskante
8
- Stosskante
9
- Abströmkante
10
- Abströmkante
11
- Nachlaufwirbel
12
- Austrittsöffnung
13
- Sekundärströmung
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| Anspruch[de] |
- Wirbelgenerator in einem von einem fluiden Medium beaufschlagten Strömungskanal,
welcher Wirbelgenerator (2) frei umströmte, sich in Richtung der Hauptströmung
(1) erstreckende Flächen aufweist, von denen wenigstens zwei Flächen sich
auf der Kanalwand (6) abstützende Seitenflächen (3) und (4)
bilden, welche Seitenflächen (3) und (4) sich in Strömungsrichtung annähern
und unter einem spitzen Winkel &agr; in einer gemeinsamen Kante (7), welche
die stromabwärtige Kante (7) des Wirbelgenerators (2) bildet,
zusammentreffen und von denen wenigstens eine Fläche eine Dachfläche (5)
bildet, welche sich in Strömungsrichtung in einem spitzen Winkel &thgr; von der
Kanalwand (6) entfernt und mit den Seitenflächen (3) und (4)
Abströmkanten (9) und (10) bildet, dadurch gekennzeich
net, dass der Wirbelgenerator (2) wenigstens eine Austrittsöffnung
(12) für eine gezielte Einbringung einer Sekundärströmung (13)
in die Kernströmung des sich ausbildenden Nachlaufwirbels (11) aufweist.
- Wirbelgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens
eine Austrittsöffnung (12) im Bereich der Seitenflächen (3) bzw.
(4) angeordnet ist.
- Wirbelgenerator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung
(12) in halber Sehnenlänge unmittelbar unterhalb der Abströmkante (9)
bzw. (10) angeordnet ist.
- Wirbelgenerator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine
Seitenfläche (3) oder (4) mit einer Mehrzahl von Austrittsöffnungen
(12) unterschiedlicher geometrischer Konfiguration ausgerüstet ist, beispielsweise
hinsichtlich Ausrichtung und/oder Durchsatz.
- Wirbelgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine
Austrittsöffnung (12) an der stromabwärtige Kante (7) des Wirbelgenerators
(2) angeordnet ist.
- Wirbelgenerator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die stromabwärtige
Kante (7) eine Mehrzahl von Austrittsöffnungen (12) aufweist.
- Wirbelgenerator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die stromabwärtige
Kante (7) eine Mehrzahl von Austrittsöffnungen unterschiedlicher geometrischer
Konfiguration aufweist.
- Wirbelgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens
eine Austrittsöffnung (12) mit einem kreisförmigen Querschnitt ausgebildet
ist.
- Wirbelgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens
eine Austrittsöffnung (12) schlitzförmig ausgebildet ist.
- Verfahren zur Kontrolle der Nachlaufströmung eines Wirbelgenerators in einem
von einem fluiden Medium beaufschlagten Strömungskanal, welcher Wirbelgenerator
im wesentlichen drei frei umströmte, sich in Strömungsrichtung erstreckende Flächen
umfasst, von denen wenigstens zwei Flächen sich auf der Kanalwand abstützende Seitenflächen
(3; 4) bilden, welche sich in Strömungsrichtung annähern und unter
einem spitzen Winkel &agr; in einer gemeinsamen Kante (7) zusammentreffen
und von denen wenigstens eine Fläche eine Dachfläche (5) bildet, die sich
in Strömungsrichtung in einem spitzen Winkel &thgr; von der Kanalwand entfernt und
mit den Seitenflächen (3; 4) Abströmkanten (9;
10) bildet, wobei das strömende Fluid stromab der Abströmkanten (9;
10) ein Paar gegenläufiger Wirbel (11) ausbildet, deren Wirbelachsen
in der Achse der Hauptströmung (1) liegen, dadurch gekennzeichnet, dass
in den Bereich der Kernströmung der sich ausbildenden Nachlaufwirbel (11)
ein Axialimpuls wenigstens annähernd in Richtung der Hauptströmung (1)
eingebracht wird.
- Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sekundärströmung
(13) gezielt in die Kernströmung des Nachlaufwirbels (11) eingebracht
wird.
- Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass über Austrittsöffnungen
(12) am Wirbelgenerator (2) ein Sekundärfluid in die Wirbelkernströmung
eingebracht wird.
- Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchsatz des Sekundärmediums
(13) variabel einstellbar ist.
- Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sekundärfluid eine
in die Hauptströmung (1) einzumischende Komponente ist.
- Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenanteil der
Sekundärströmung (13) gegenüber der Hauptströmung (1) 0,1% bis
5%, vorzugsweise 0,5% bis 1,5% beträgt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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