Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine flüssige Zusammensetzung,
die als ein Tränengas brauchbar ist. Spezieller befaßt sich die Erfindung mit einem
Tränengas, welches Capsaicinoide und einen nicht brennbaren Träger auf Wasserbasis
umfaßt.
Hintergrund der Erfindung
Der Stand der Technik liefert verschiedene Zusammensetzungen, die
starke Reizmittel für die Augen, den Mund und die Nase eines Menschen und anderer
Tiere darstellen. Solche Zusammensetzungen werden allgemein als Tränengase eingestuft.
Tränengase sind besser als „tear gas" oder „riot gas" bekannt und
werden allgemein so bezeichnet. Tränengase spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft,
da sie es der Polizei, dem Militär und anderen Dienststellen erlauben, widersetzliche
oder zersprengte Personen einschließlich solcher unter dem Einfluß von Alkohol oder
anderen bewußtseinsverändernden Drogen unter Kontrolle zu bringen, ohne zu physischen
Mitteln greifen zu müssen, die lang andauernde oder permanente körperliche Schäden
oder Störungen beibringen.
Bei Anwendung eines Tränengases bekommt der Rezipient des Tränengases
Augen-, Nasen- und Mundreizung und wird ungefährlich gemacht. Spezieller wird bei
der Anwendung der Rezipient zeitweilig mit intensivem Augenbrennen, Blepharospasmus,
akuter Bronchitis und Atemwegreizung außerstande gesetzt. Der Stand der Technik
liefert verschiedene Mittel, Tränengase abzugeben oder anzuwenden, wie beispielsweise
unter Druck stehende Behälter, Handgranaten und Munitionsgeschosse.
Der Bedarf an einem Aerosolreizspray oder Lachgas für Vollstreckungs-
und Verteidigungszwecke ist historisch wie auch heutzutage evident. Soziale Unruhe,
Demonstrationen und Ausschreitungen während der Sechziger Jahre bewirkten die umfangreiche
Verwendung von militärischen Tränengasmitteln, die typischerweise als die Chemikalien
CN (Chloracetophenon) und CS (ortho-Chlorbenzalmalononitril) bekannt sind. Diese
Tränengase sind tatsächlich Reizmittel, die Schmerzen und Unwohlbefinden an den
Tränendrüsen (Tränengängen) und dem oberen Atemsystem verursachen. Abgabesysteme
für diese Mittel waren hauptsächlich Granaten und Geschosse, die gemeinsam als pyrotechnische
(brennende) Einrichtungen bezeichnet werden. In Wortley, Jr. et al, US-Patentschrift
3,192,105, ist ein Verfahren zur Kombination von CN mit einer kolloidalen Kieselsäure,
um ein Tränengas in fester Phase zu erzeugen, beschrieben. Wie in dem Patent 3,192,105
offenbart, ist dieses Tränengas in fester Phase gut geeignet für die Verwendung
in Munitionen, die das Tränengas durch eine Explosion oder ähnliche Einrichtung
verteilen.
1966 führten Smith und Wesson durch Erwerb der General Ordance Equipment
Company Tränengas „Chemical Mace"®, eine chemische CN-Rezeptur auf flüssiger
Basis ein, welche in unter Druck stehende Aerosolsprühbehälter eingefüllt wurde.
Tränengas „Chemical Mace"® war der Vorgänger aller derartiger Produkte
seit seiner Einführung in 1966. Seine Verwendung vermindert stark die Menge an physikalischer
Kraft, die notwendigerweise durch einen das Gesetz durchsetzenden Beamten, Strafvollzugsbeamten
oder Sicherheitsbeamten aufgewendet werden müßte, wenn er versuchte, eine verdächtige
Person aufzuhalten oder eine Menge ungesetzlicher Personen zu zerstreuen. Lachgase
werden allgemein als „nicht tödliche Waffen" eingestuft.
Die ursprüngliche Tränengasrezeptur „Chemical Mace"® bestand
aus Trichlortrifluorethanen (CFC's 111, 113) und kosmetischem Kerosin als Trägermittel/Lösungsmittel,
vermischt mit dem aktiven Bestandteil (CN) und unter Druck gesetzt mit Kohlendioxid
als Treibmittel. Diese Zusammensetzung wurde in großem Umfang bis etwa 1990 verwendet,
doch gab es etwa 1990 beginnend zunehmenden Druck auf die chemische Industrie, ozonverarmende
Substanzen (d. h. Chlorfluorkohlenstoffe-CFC's) unter den Bestimmungen des Gesetzes
für saubere Luft wegzulassen.
Die CFC's, die als ein nicht brennbarer Träger dienen, ergeben einen
wesentlichen Vorteil für die Tränengaslösung. Speziell sind Tränengaslösungen, die
CFC-Träger verwenden, weniger leicht entzündbar. Spezieller gibt es immer, wenn
ein Tränengas abgegeben wird, die Möglichkeit, daß eine offene Flamme oder eine
andere Zündungsquelle vorhanden sein kann, die den Träger des Gemisches entzünden
könnte, was zu ernsthafter körperlicher Schädigung sowohl für den Benutzer als auch
für den beabsichtigten Rezipienten des Tränengases führen kann. Ein nicht brennbarer
Träger ist weniger entzündbar, wenn er solchen Zündungsquellen ausgesetzt wird und
ist somit ein bevorzugter Träger für die Verwendung in Tränengasen.
Behördliche Aktionen führten jedoch weltweit dazu, die Verwendung
von CFC's zu vermindern und auszuschalten wegen der Schädigung, die für die Ozonschicht
verursacht wird. Es ist wahrscheinlich, daß CFC's vor dem Jahr 2000 völlig untersagt
werden.
Die Hersteller von CFC-Substanzen erforschten unerbittlich weiter
akzeptable Ersatzstoffe. Bis heute waren Hersteller jedoch nur in der Lage, Lösungsmittelaustauschstoffe
zu liefern, die das Problem nicht vollständig beseitigen. Der aus jüngster Zeit
stammende Ersatzstoff, der angeboten wird, ist ein halogenierter Fluorkohlenwasserstoff,
HCFC-141 b (oftmals als weicher CFC bezeichnet). Weiche CFC's haben jedoch noch
einen nachteiligen Effekt auf die Ozonschicht, und ihr Druck setzte die weitere Entwicklung
von Trägersystemen für Tränengase fort, die keine CFC's oder HCFC's verwenden.
Capsicum (auch als Cayennepfeffer bezeichnet) und dessen chemische
Elemente, wie Capsaicin (C18H27NO2) wurden benutzt,
um Tränengase für viele Jahre zu erzeugen. Solche Tränengase werden gewöhnlich in
der flüssigen Phase benutzt und aus Druckbehältern oder Druckflaschen abgegeben.
Bekannte Capsicum enthaltende Tränengase enthielten ein Gemisch von Capsicum, Sojabohnenöl
und eines Lösungsmittels vom Alkoholtyp. Capsicumhaltige Tränengase werden von einigen
Verwendern bevorzugt. Spezieller glauben einige Benutzer, daß capsicumhaltige Tränengase
wirksamer als andere bekannte Tränengase sind. Außerdem bevorzugen einige Verwender
Capsicum, da es ein „natürliches" Material ist, gegenüber den synthetischen
Chemikalien CS und CN.
Da die bekannten capsicumhaltigen Tränengase auch Träger enthalten,
die hauptsächlich Alkohol sind, werden sie leider von einigen Benutzern als unannehmbar
angesehen, da sie eine zu große Feuergefahr darstellen. Außerdem betrachten einige
Personen die bekannten capsicumhaltigen Tränengase als unannehmbar, da sie glauben,
daß der Träger, der primär Alkohol ist, einen nachteiligen Einfluß bei Versuchen
haben kann, die benutzt werden, um den Blutalkoholspiegel einer dem Tränengas ausgesetzten
Person zu bestimmen. So gibt es eine Notwendigkeit für ein Trägersystem, welches
nicht nachteilig auf den Blutalkoholspiegel eines Rezipienten einwirkt, geeignet
für die Verwendung mit Capsicum ist, keine CFC's enthält und nicht entflammbar ist.
Die US-Patentschrift 5,217,708 beschreibt eine Capsicum-Tränengaslösung
und einen Behälter zur Speicherung und Anwendung solcher Lösungen. Die Lösungen
umfassen Capsicum (allgemein etwa 0,1 Gew.% bis etwa 0,8 Gew.%), etwa 7 bis etwa
23 Gew.% Glykol, etwa 31 bis etwa 39 Gew.% Ethylalkohol und etwa 46 bis etwa 54
Gew.% Wasser.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung liefert eine neue und brauchbare Capsicum
enthaltende flüssige Tränengaslösung, die Capsaicinoide und einen nicht brennbaren
Träger umfaßt, wobei diese Lösung 0,1 bis 0,5 Gew.% Capsaicinoide, 7 bis 23 Gew.%
eines Glykols, 20 bis 30 Gew.% Ethanol und 56 bis 65 Gew.% Wasser umfaßt.
Beschreibung der Erfindung
Das Tränengas der vorliegenden Erfindung enthält einen nicht brennbaren
Träger, der allgemein für eine Verwendung um und in Nachbarschaft von möglichen
Zündungsquellen annehmbar ist, wie beispielsweise bei brennenden Zigaretten oder
Zigarren, Kerzen und Heizgeräten. Außerdem enthält der nicht brennbare Träger keine
CFC's. Auch neigt das Tränengas nicht dazu, nachteilig den Blutalkoholspiegel eines
Rezipienten zu beeinflussen. Außerdem ist das Tränengas für die Verwendung in herkömmlichen
unter Druck stehenden Aerosolsprühdosen oder -behältern geeignet und braucht daher
nicht durch eine Wärmequelle thermisch verdampft zu werden, um geeignet zu wirken.
Außerdem ist das Tränengas im wesentlichen auf Wasserbasis und dennoch sehr beständig,
da es nicht bei einem normalen Temperaturbereich gefriert und über lange Zeitdauer
sich nicht trennt. Das Tränengas ist auch beständig, da es über lange Zeitdauer
nicht zerstört wird oder seine Wirksamkeit verliert und da keine nachteiligen Wechselwirkungen
oder Reaktionen zwischen verschiedenen Komponenten des Tränengases beobachtet wurden.
Außerdem kann das Tränengas in einer herkömmlichen Weise entsorgt werden.
Eine Tränengaslösung, die gemäß den Prinzipien der vorliegenden Erfindung
hergestellt wurde, umfaßt Capsaicinoide und einen nicht brennbaren Träger. Der nicht
brennbare Träger umfaßt Wasser, Ethylalkohol und Glykol. Das Glykol kann Ethylenglykol
oder Propylenglykol oder ein Gemisch hiervon umfassen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Glykol Propylenglykol. Wie in dieser Beschreibung und den Ansprüchen verwendet,
werden die in der Beschreibung benutzten folgenden Ausdrücke wie folgt definiert:
„Capsicum" schließt Capsicum und chemische Äquivalente, wie Capsaicin, ein.
„Tränengas" soll in einer breiten Interpretation verwendet werden, einschließlich
eines Reizmittelproduktes, das für Verteidigungszwecke benutzt werden kann, und
„nicht brennbar" bedeutet, daß es einen Flammpunkt oberhalb etwa 100°F
(38°C) oder einen Zündungspunkt oberhalb 500°F (260°C) hat.
Das Tränengas der vorliegenden Erfindung wird unter Verwendung eines
Gemisches von Capsaicinoiden und eines nicht brennbaren Trägers hergestellt. Spezieller
umfassen die Tränengaslösungen nach der vorliegenden Erfindung 0,1 bis 0,5 Gew.%
Capsaicinoide, 7 bis 23 Gew.% eines Glykols, 20 bis 30 Gew.% Ethanol und 56 bis
65 Gew.% Wasser. In anderen Ausführungsformen umfassen die Tränengaslösungen der
vorliegenden Erfindung 0,1 oder 0,15 bis etwa 0,25 oder 0,3 oder 0,4 Gew.% Capsaicinoide,
etwa 10 oder 12 bis etwa 16 oder 20 Gew.% eines Glykols, etwa 26 oder 27 bis 29
oder 30 Gew.% Ethanol und 56 bis 60 Gew.% Wasser. In einer stärker bevorzugten Ausführungsform
umfassen die als Tränengase brauchbaren Lösungen etwa 0,18 bis etwa 0,22 Gew.% Capsaicinoide,
etwa 12 bis etwa 16 Gew.% Propylenglykol, etwa 27 bis etwa 29 Gew.% Ethanol und
etwa 57 bis etwa 59 Gew.% Wasser.
Übliche Capsaicinoid-Quellen, die bei dieser Erfindung brauchbar sind,
schließen Pfeffer, wie Cayennepfeffer oder Chilipfeffer, ein. Das Verfahren umfaßt
gewöhnlich ein Trocknen und Vermahlen von Pfeffer zu einem feinen Pulver. Weichharz-Capsicum,
das in dem Pulver allgemein vorhanden ist, wird unter Verwendung
eines organischen Lösungsmittels, wie Hexan, extrahiert. Dieses Gemisch von Pulver
und Lösungsmittel wird als Miscella bezeichnet. Wenn die Weichharzextraktion beendet
ist, wird das Lösungsmittel durch Verdampfen oder Destillation entfernt. Nach der
Entfernung des Lösungsmittels aus der Miscella ist die restliche ölige Substanz
rohes Weichharzcapsicum, dessen Stärke von der Qualität des Pfeffers abhängt, welcher
benutzt wurde. Das rohe Weichharzcapsicum wird allgemein auf verschiedene Stärken
nach den Angaben des Kunden unter Verwendung eines Glykols und von Wasser verdünnt,
wenn das verdünnte Produkt wasserlöslich sein soll. Emulgatoren und oberflächenaktive
Mittel können in dem verdünnten Gemisch enthalten sein, um die Stabilität des Gemisches
(allgemein einer Suspension) zu verbessern. Diese verdünnten Produkte werden allgemein
in der Industrie als Weichharz-Capsicum bezeichnet, ungeachtet der Konzentration
oder Stärke des rohen Weichharzcapsicum, das in den Gemischen enthalten ist.
Weichharzcapsicum besteht aus drei Hauptkomponenten, die die Schmerzhaftigkeit
oder das Hitzeempfinden verursachen. Diese Komponenten sind als Capsaicinoide bekannt,
und die drei Hauptcapsaicinoide in Weichharzcapsicum sind Capsaicin, Dihydrocapsaicin
und Nordihydrocapsaicin. Kleinere Mengen von in Weichharzcapsicum vorhandenen Capsaicinoiden
schließen Homocapsaicin und Homodihydrocapsaicin ein. Der Capsaicinoidgehalt einer
bestimmten Lösung oder eines bestimmten Gemisches ist der bestimmende Faktor, wie
heiß ein Produkt sein wird. Beispielsweise ist das Produkt um so heißer, je höher
die Capsaicinoidkonzentration ist, und umgekehrt. Die Capsaicinoidkonzentration
ist die Bestimmung der aktiven Komponenten in dem Weichharzcapsicum. So liefert
eine Messung der Menge an Capsaicinoiden in Weichharzcapsicum einen genauen Wert
der Schmerzhaftigkeit. Die Mengen und die Identifizierung der Capsaicinoide in Weichharzcapsicum
können unter Verwendung von Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) bestimmt
werden.
Ein Beispiel eines Gemisches von Capsicum und Propylenglykol, das
für die Verwendung in der vorliegenden Erfindung geeignet ist und welches handelsüblich
ist, ist ein Weichharzcapsicum, das von der Kalsec, Inc. von Kalamazoo, Michigan,
unter der Bezeichnung „Weichharzcapsicum, W/S, entfärbtes 2% MC" erhältlich
ist. Diese spezielle Weichharzcapsicumlösung mit Propylenglykol und auf Wasserbasis
enthält etwa 5% Weichharzcapsicum mit einem Gehalt von etwa 2,0 Gew.% Capsainicoiden.
Ein Beispiel einer geeigneten Quelle von Ethylalkohol für die Verwendung
in der vorliegenden Erfindung ist ein denaturierter Ethylalkohol, der unter der
Handelsbezeichnung SDA-40-B von der Midwest Grain Products, Inc., Weston, Missouri
64098, verkauft wird. Denaturierter Ethylalkohol SDA-40-B enthält etwa 99,9 Gew.%
Ethylalkohol und etwa 0,1 Gew.% Tertiärbutylalkohol und BITREX (Denatoniumbenzoat).
Ein Beispiel einer geeigneten Propylenglykolquelle ist ein Propylenglykol
USP von Nahrungsmittelqualität, das unter der Produktbezeichnung 70531 von Dow Chemical
Company, Midland, Michigan 48674, vertrieben wird.
Wenn man die Tränengase nach der Erfindung herstellt, werden die angegebenen
Komponenten in einem Behältnis unter Verwendung eines Rührers während mindestens
etwa 10 bis 15 Minuten miteinander vermischt. Bei einer Ausführungsform wird zunächst
das Weichharzcapsicum mit dem Ethanol vermischt, worauf die Zugabe des Glykols und
Wassers erfolgt. Wenn man große Mengen der Rezepturen herstellt, wie in den folgenden
Beispielen gezeigt ist, können die Komponenten in einem Anteil miteinander vermischt
werden, der für eine Zeitdauer von etwa 1 Stunde in Trommeln von 55 Gallonen unter
Verwendung von Mischern gezeigt ist. Sorgfältiges Vermischen ist erforderlich, um
die Trennung der Komponenten der Lösung auszuschalten, was zusätzliches Vermischen
der Lösung zu einer späteren Zeit erfordern würde. Bei Beendigung der Mischstufe
sollte die Lösung klar und homogen erscheinen, wenn man sie mit einem Blitzlicht
betrachtet.
Die folgenden Beispiele erläutern die Tränengaslösungen nach der vorliegenden
Erfindung. Wenn in den folgenden Beispielen und sonstwo in der Beschreibung und
den Ansprüchen nichts anderes angegeben ist, sind alle Teile und Prozentsätze Gewichtsteile
und Gewichtsprozentsätze, die Temperaturen Celsiusgrade und die Drücke bei oder
nahe Atmosphärendruck.
Beispiel 1
Denaturierter Ethylalkohol (114 Teile) wird in einen Mischbehälter
eingefüllt, gefolgt von der Zugabe von 42 Teilen der Weichharzcapsicumlösung Kalsec,
die oben beschrieben wurde (mit einem Gehalt von etwa 2,0% Capsaicinoiden) und die
zunächst sorgfältig vermischt wird, um die Homogenität wiederherzustellen, bevor
sie zu dem Ethylalkohol zugesetzt wird. Nachdem das Weichharzcapsicum sorgfältig
mit dem Ethanol vermischt wurde, werden 19,5 Teile Propylenglykol von USP-Qualität
zu dem Mischbehälter zugesetzt, gefolgt von 209,6 Teile destilliertem Wasser. Der
Behälterinhalt wird weitere 15 Minuten vermischt. Das Gemisch ist das erwünschte
Produkt, welches analysiert wird und für welches man fand, daß es etwa 0,20 Gew.%
Capsaicinoide, 14 Gew.% Propylenglykol, 28 Gew.% Ethanol und 58 Gew.% Wasser enthielt.
In den folgenden Beispielen 2 bis 5 ist die Menge der Weichharzcapsicumlösung
Kalsec, die in den Beispielen verwendet wird, eine ausreichende Menge, um die angegebene
Menge an Capsaicinoiden zu bekommen.
Beispiel 2
Gew.%
Capsaicinoide
0,3
Propylenglykol
14
Ethanol
2g
Wasser
59,7
Beispiel 3
Capsaicinoide 0,22
0,22
Propylenglykol
16
Ethanol
26
Wasser
57,78
Beispiel 4
Capsaicinoide
0,4
Propylenglykol
14
Ethanol
28
Wasser
57,6
Beispiel 5
Capsaicinoide
0,15
Propylenglykol
12
Ethanol
27,85
Wasser
60
Die Tränengaslösungen, die nach der vorliegenden Erfindung hergestellt
wurden, können in einer Anzahl herkömmlicher unter Druck stehender Aerosolsprühbehälter
oder -dosen benutzt werden. Um in einer unter Druck stehenden Dose benutzt zu werden,
sollte der nicht brennbare Träger eine Flüssigkeit oder ein Gas bei Umgebungstemperatur
(d. h. bei etwa 70°F (21°C) und bei Umgebungsdruck sein. Vorzugsweise hat
der Träger einen Siedepunkt von weniger als etwa 225°F (etwa 107°C), um
eine ausreichende Dispersion oder Verteilung des Capsicum zu gewährleisten, welches
bereits in der Lösung aus dem unter Druck stehenden Behältnis abgegeben wird. Zusätzlich
verfestigt sich der nicht brennbare Träger nicht und erstarrt auch nicht bei niedrigen
Temperaturen so niedrig wie –20°F. Außerdem müssen die Propylenglykol-,
Ethanol- und Wassermengen in der Lösung so sein, daß die Komponenten der Tränengaslösung
sich nicht abtrennen oder über längere Zeitdauer, wie 3 Tage, vorzugsweise etwa
3 bis 4 Wochen, aus der Lösung austreten.
Die Tränengaslösung der vorliegenden Erfindung bietet mehrere Vorteile
gegenüber den Tränengasen, die in der US-Patentschrift 5,217,708 beansprucht sind.
Beispielsweise sind diese Lösungen der vorliegenden Erfindung so gekennzeichnet,
daß sie einen höheren Flammpunkt und einen niedrigeren Dampfdruck haben. Beispielsweise
findet man, daß eine Tränengaslösung, die nach dem Verfahren des Beispiels XV in
der US-Patentschrift 5,217,708 hergestellt wurde, einen Flammpunkt von etwa 80°F
(25°C) hat. Eine gemäß dem Verfahren des Beispiels 1 der vorliegenden Anmeldung
hergestellte Tränengaslösung hat einen Flammpunkt, wie gefunden wurde, von 89°F
(31,6°C). Wegen erhöhter Sorge bezüglich der Entflammbarkeit ist diese Steigerung
des Flammpunktes eine wesentliche Verbesserung. Die Verminderung des Dampfdruckes,
die die Lösungen nach der vorliegenden Erfindung zeigen, führt zu stabileren Produkten
und Produkten, die höheren Extremtemperaturen widerstehen können.
Ein anderer Vorteil der Lösungen der vorliegenden Erfindung im Vergleich
mit den Lösungen, die in der US-Patentschrift 5,217,708 beschrieben und beansprucht
sind, ist das Vorhandensein größerer Tröpfchen, wenn das Produkt in ein Aerosol
überführt wird. Die ballistischen Tröpfchen, die von einem Aerosol-Tränengas erzeugt
werden, sind proportional zu den Produktbestandteilen aufgebaut. Wenn die Flüssigkeiten
und die Tröpfchen zu verdampfen beginnen, werden die Tröpfchen kleiner und lassen
kleinere Teilchen zurück. Je kleiner die aerodynamische Teilchengröße ist, desto
weiter in die Lungen können die Teilchen eindringen, wenn sie inhaliert werden,
und da Tränengase starke Reizmittel sind, sind kleinere Teilchengrößen nicht vorteilhaft,
da sie unerwünschte Wirkungen erzielen könnten. Die relativen Ethanolmenge und Wassermenge
in einem Aerosoltröpfchen hätte daher eine Wirkung auf die relative Größe der Tröpfchen
und die Teilchengröße. Da Ethanol leichter als Wasser verdampft, werden jene Tröpfchen,
die mehr Ethanol enthalten, kleiner und hinterlassen kleinere Teilchen. Da die Lösungen
der vorliegenden Erfindung relativ kleine Mengen an Ethanol als die in der US-Patentschrift
5,217,708 enthalten, werden somit die mehr Wasser und weniger Ethanol enthaltenden
Tröpfchen ihre Größe nicht so stark wie die Tröpfchen reduzieren, die aus der Lösung
nach der US-Patentschrift 5,217,708 gebildet sind, und die Teilchen sind größer.