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Dokumentenidentifikation DE10202182B4 12.02.2004
Titel Arbeitsverfahren zum Walzen von Draht oder Feineisen
Anmelder SMS Meer GmbH, 41069 Mönchengladbach, DE
Erfinder Hoffmann, Klaus, 40489 Düsseldorf, DE;
Plociennik, Uwe, 40882 Ratingen, DE
Vertreter Hemmerich und Kollegen, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 22.01.2002
DE-Aktenzeichen 10202182
Offenlegungstag 07.08.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.02.2004
IPC-Hauptklasse B21B 1/16
IPC-Nebenklasse B21B 37/16   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Arbeitsverfahren zum Walzen von Draht oder Feineisen in einer Walzstraße, die eine Vorstraße, eine Zwischenwalzstraße und eine an diese anschließende Fertigstraße aufweist, wobei die Zwischenwalzstraße eine Mehzahl aufeinanderfolgender Walzgerüste mit anstellba ren Walzen, aufweist und die Anstellwerte zur Anstellung der Walzspalte der einzelnen Walzgerüste mit Bezug auf Einlauf- und Auslaufquerschnitt und auf die Werkstoffeigenschaften des zu walzenden Drahtes sowie auf das Belastungsverhalten (Modul) der einzelnen Walzgerüste voraus-berechnet und die Walzspalte dieser Vorausberechnung entsprechend angestellt werden.

Beim Betrieb, dieser Zwischenwalzstraßen, die eine verhältnismäßig große Zahl von hintereinander angeordneten einzelnen Walzgerüsten aufweisen, ergibt sich, insbesondere beim thermomechanischen Walzen (TM-Walzen) mit unterschiedlichen Walztemperaturen über die Walzstrecke, für die erforderlichen Anstellungen bzw. Anstellungsänderungen der Walzspalte der einzelnen Walzgerüste der Straße ein sehr großer Aufwand an Steuertechnik, Bedienung und Überwachung, der sich beim Übergang auf das Walzen eines Walzgutstranges mit anderem Drahtdurchmesser und/oder mit einem anderen Drahtwerkstoff wiederholt.

Aus der DE 198 31 481 A1 ist eine einer Zwischenstraße nachgeordnete Fertigstraße bekannt, bei welcher die Anstellvorrichtungen der einzelnen Gerüste vor Beginn des Walzvorgangs und vor Eintritt des Walzgutstranges auf vorberechnete Werte eingestellt werden. Nachdem der Anfang des Walzgutstranges in die Straße eingetreten ist, werden dann aber laufend aufgrund von Korrekturwerten Änderungen vorgenommen, die auf während des Durchlaufs erfassten unterschiedlichen Messwerten, wie Ist -Walzkräfte, Walzspaltauffederung, Ist – Breite und Ist – Höhe des Walzgutquerschnitts vor, in bzw. hinter dem Walzspalt beruhen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Aufwand für die Steuertechnik Bedienung und Wartung zu verringern. Sie geht dabei von der Erkenntnis aus, dass es beim Übergang des Walzens auf einen Draht mit anderen Abmessungen und/oder anderem Werkstoff nicht, wie bisher als notwendig angesehen, erforderlich ist, die Anstellwerte der Walzspalte aller Walzgerüste der Straße neu einzustellen. Die jeweiligen notwendigen Formänderungen des durchlaufenden Drahtes können vielmehr erfindungsgemäß je nach den Verhältnissen bereits von einer kleineren Zahl von aus der Gesamtzahl der Walzgerüste der Zwischenwalzstraße ausgewählten Walzgerüsten bewirkt werden.

Gelöst wird die Aufgabe durch ein Arbeitsverfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 derart, dass für das Walzen eines Walzgutstranges, der aus einem anderen Werkstoff besteht, als der vorhergehend gewalzte Walzgutstrang und/oder in einen von dem vorhergehend gewalzten Walzgutstrang abweichenden Querschnitt gebracht werden soll, aus der Reihe der Walzgerüste der Zwischenwalzstraße einige Walzgerüste positionsbestimmt ausgewählt und nur für diese Walzgerüste solche Änderungen der Anstellwerte ihrer Walzspalte errechnet und vorgenommen werden, die bereits das toleranzhaltige Walzen des Walzgutstranges im Durchgang durch alle Walzgerüste der Zwischenwalzstraße ermöglichen. Dabei können bei einer Zwischenwalzstraße, hinter der eine Fertigstraße mit Fertigblöcken angeordnet ist, vorteilhaft die Walzspalte der ersten zwei oder vier Walzgerüste und der letzten zwei oder vier Walzgerüste vor der Fertigstraße anstellgeändert werden.

Die Anzahl der anzustellenden Gerüste und deren Position ist abhängig von der Produktionspalette (Abmessung, Werkstoff und Walzguttemperaturen, z. B. bei temperaturkontrolliertem Walzen).

Die erfindungsgemäße Anordnung und Anordnung der Walzgerüste erlaubt es dabei, nur an diesen ausgewählten Gerüsten aufwendige, motorisch antreibbare und steuerbare Anstelleinrichtungen vorzusehen und damit den erforderlichen technischen Aufwand auf diese kleine Zahl von Gerüsten zu beschränken.


Anspruch[de]
  1. Arbeitsverfahren zum Walzen von Draht oder Feineisen in einer Walzstraße, die eine Vorstraße, eine Zwischenwalzstraße und eine an diese anschließende Fertigstraße aufweist, wobei die Zwischenwalzstraße eine Mehrzahl aufeinanderfolgender Walzgerüste mit anstellbaren Walzen aufweist und die Anstellwerte zur Anstellung der Walzspalte der einzelnen Walzgerüste mit Bezug auf Einlauf- und Auslaufquerschnitt und auf die Werkstoffeigenschaften des zu walzenden Drahtes sowie auf das Belastungsverhalten (Modul) der einzelnen Walzgerüste vorausberechnet und die Walzspalte dieser Vorausberechnung entsprechend angestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass für das Walzen eines Walzgutstranges, der aus einem anderen Werkstoff besteht als der vorhergehend gewalzte Walzgutstrang und/oder in einen von dem vorhergehend gewalzten Walzgutstrang abweichenden Querschnitt gebracht werden soll, aus der Reihe der Walzgerüste der Zwischenwalzstraße einige Walzgerüste positionsbestimmt ausgewählt und nur für diese Walzgerüste solche Änderungen der Anstellwerte ihrer Walzspalte errechnet und vorgenommen werden, die bereits das toleranzhaltige Walzen des Walzgutstranges im Durchgang durch alle Walzgerüste der Zwischenwalzstraße ermöglichen.
  2. Arbeitsverfahren nach Anspruch 1 für Drahtwalzstraßen, bei denen hinter der Zwischenwalzstraße Fertigblöcke angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzspalte der ersten zwei oder vier Walzgerüste und die der letzten zwei oder vier Walzgerüste vor der anschließenden Fertigstraße anstellgeändert werden.
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