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Dokumentenidentifikation DE69812918T2 12.02.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000972104
Titel ENTFERNUNG VON FLECKEN
Anmelder The Procter & Gamble Company, Cincinnati, Ohio, US
Erfinder SADLOWSKI, Quintana, Janice, Cincinnati, US
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69812918
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.01.1998
EP-Aktenzeichen 989035530
WO-Anmeldetag 16.01.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/00947
WO-Veröffentlichungsnummer 0098031867
WO-Veröffentlichungsdatum 23.07.1998
EP-Offenlegungsdatum 19.01.2000
EP date of grant 02.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.02.2004
IPC-Hauptklasse D06L 1/02
IPC-Nebenklasse A47L 25/08   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Flecken von Textilien in einem Fleckenreinigungsprozess.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Textilreinigungs- und Auffrischverfahren wie zum Beispiel Wäsche- und Trockenreinigungsoperationen werden typischerweise dazu verwendet, vollständige Bekleidungsstücke zu reinigen. Unter gewissen Umständen wünscht der Benutzer jedoch lediglich, lokalisierte Bereiche des Textils zu reinigen. Alternativ kann der Benutzter wünschen, verschmutzte lokalisierte Bereiche von Flecken zu reinigen, bevor er das gesamte Textilbekleidungsstück einer allumfassenden Trockenreinigungs- oder Waschoperation aussetzt.

Ein mit Fleckreinigungsverfahren verbundenes Problem ist das Risiko, das Textil zu beschädigen. So können, wenn rasches Bürsten während des Verfahrens verwendet wird, die resultierenden Scherkräfte die Textilien zerreißen und verschleißen, was zu einem abgenutzten Aussehen führt. In dem von dem Fleck gereinigten Bereich können Farbstoffe entfärbt oder teilweise entfernt werden. Bei manchen Gelegenheiten kann die Fleckreinigung selbst „Ringe" oder unansehnliche Rückstände auf den Textilien hinterlassen. Verschiedene Mittel und spezielle Hilfsmittel zur Vermeidung oder Minimierung solcher Probleme stehen professionellen Reinigern zur Verfügung. Für die Verwendung zuhause durch relativ ungeübte Benutzer gibt es jedoch eine weitergehende Suche nach einfachen, sicheren und doch wirksamen Verfahren zur Fleckreinigung von Textilien.

Die vorliegende Erfindung befriedigt die vorstehenden Notwendigkeiten, wie aus der folgenden Offenbarung zu ersehen ist.

STAND DER TECHNIK

Trockenreinigungsprozesse sind offenbart in: EP 429,172 A1, veröffentlicht 29.05.91, Leigh et al., und in US 5,238,587, erteilt 8/24/93, Smith et al. Andere Referenzen, die sich auf Trockenreinigungs-Zusammensetzungen und -verfahren als auch Faltenbehandlungen für Textilien beziehen, umfassen: GB 1,598,911; und die U.S. Patente 4,126,563, 3,949,137, 3,593,544, 3,647,354; 3,432,253 und 1,747,324; und die deutschen Anmeldungen 2,021,561 und 2,460,239, 2,208,989 und 4,007,362. Reinigungs-/Detachier-Zusammensetzungen und Verfahren sind bspw. auch offenbart in den U.S.

Patenten 5,101,573; 5,041,230; 4,909,962; 4,115,061; 4,886,615; 4,139,475; 4,849,257; 5,112,358; 4,659,496; 4,806,254; 5, 213,624; 4,130,392; 5,122,158 und 4,395,261, und EP-A-036,833. Blattförmige Substrate zur Verwendung in einem Wäschetrockner sind offenbart im kanadischen 1,005,204. U.S. 3,956,556 und 4,007,300 betreffen perforierte Blätter zur Textilkonditionierung in einem Kleidertrockner. U.S. 4,692,277 offenbart die Verwendung von 1,2-Oktandiol in fluiden Reinigern. Vgl. auch U.S. Patente 3,591,510; 3,737,387; 3,764,544; 3,882,038; 3,907,496; 4,097,397; 4,102,824; 4,336,024; 4,606,842; 4,758, 641; 4,797,310; 4,802,997; 4,966,724; 4,983,317; 5,004,557; 5,062,973; 5,080,822; 5,173,200; EP 0 213 500; EP 0 261 718; G. B. 1,297,475; WO 91/09104; WO 91/13145; WO 93/25654 und Hunt, D. G. und N. H. Morris, „PnB and DPnB Glycol Ethers", HAPPI, April 1989, Seiten 78–82.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung umfasst ein Verfahren zum Entfernen von Flecken von einem lokalisierten verschmutzten Bereich auf einer Textilie gemäß Anspruch 1.

In diesem Verfahren kann die Fläche der Distalspitze der Mündung konkav, konvex, flach oder dgl. sein.

Die hierin verwendeten Zusammensetzungen können weiterhin ein Tensid umfassen. Oder die Zusammensetzung kann weiterhin ein Co-Lösungsmittel, insbesondere ein organisches Reinigungslösungsmittel enthalten.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst diese Zusammensetzung eine wässrige Lösung von H2O2. Solche peroxidhaltigen Zusammensetzungen beinhalten vorzugsweise auch ein Tensid, und umfassen, höchst vorzugsweise, auch ein organisches Reinigungslösungsmittel.

Es ist klar, dass die in Schritt (c) enthaltene physikalische Manipulation entweder gleichzeitig mit oder folgend auf die Anwendung der Reinigungslösung durchgeführt werden kann. Bei einer Art kann die Reinigungszusammensetzung zum Beispiel auftröpfeln gelassen oder anderweitig auf den Fleck aus einer geringen Höhe ausgestoßen werden, und die Distalspitze wird dann dazu verwendet, die Lösung in den Fleck zu reiben oder zu pressen. Bei einer anderen Art kann die Reinigungslösung aus der Öffnung der Spitze getröpfelt werden, während das Reiben oder Pressen durchgeführt wird, allerdings mit geringer hydraulischer Kraft, wenn überhaupt. Falls gewünscht, kann der Benutzer damit fortfahren, die Zusammensetzung auf und in den Fleck zu spenden, während der Kontakt zwischen der Distalspitze und dem verschmutzten Bereich auf der Textilie beibehalten wird.

Alle Prozentangaben, Verhältnisse und Proportionen hierin sind in Gewichtsprozent, soweit nicht anders angegeben. Alle zitierten Dokumente sind mit ihrem relevanten Anteil durch Bezugnahme hierin aufgenommen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung umfasst die Verwendung eines absorbierenden Fleckenaufnehmers in Kombination mit einer fluiden Reinigungs- („Detachier")-Zusammensetzung, die freisetzbar innerhalb eines Behälters aufbewahrt wird, der mit Spendermitteln versehen ist. (Die Kombination von Behälter und seinen Spendermitteln wird hierin gemeinsam als der „Spender" bezeichnet). Im Verfahren der vorliegenden Erfindung wird eine Textilie auf irgendeinen lokalisierten Fleckenbereich untersucht. Der verschmutzte Bereich wird dann in engen Kontakt mit einem absorbierenden Fleckenaufnehmer gebracht und mittels des Spenders behandelt.

Spender – Der hierin verwendete Spender beinhaltet einen Behälter für die fluide Detachierzusammensetzung, wobei der Behälter Spendermittel aufweist, die eine Mündung, vorzugsweise in Form eines hohlen Röhrchens umfasst, die mit dem Behälter verbunden ist und mit dem Inneren des Behälters in Verbindung steht. Bei Benutzung fließt ein Teil der fluiden Zusammensetzung im Inneren des Behälters von dem Behälter durch die Mündung, aus der Distalspitze der Mündung, und auf den Fleck, der behandelt wird. Der Benutzer manipuliert die Zusammensetzung durch Verwischen, Verschmieren, Pressen oder dergleichen unter Verwendung der Distalspitze, um die Zusammensetzung in den Fleck einzuarbeiten. Eine kreisförmige, reibende Bewegung ist typisch. Dadurch kann die Zusammensetzung auf dem verschmutzten Bereich konzentriert werden. Wenn der Fleck durch die kombinierte Verwendung der vorher beschriebenen mechanischen Manipulation und der Detachierzusammensetzung gelöst wird, werden die Fleckrückstände und die Detachierzusammensetzung von der Textilie weg und in den darunter liegenden Fleckenaufnehmer transferiert. Die Textilie wird dann vorzugsweise repositioniert, so dass ein frischer Bereich an Fleckenaufnehmer unter anderen verschmutzte Bereichen zu liegen kommt, und das Verfahren wird wiederholt, bis die Detachieroperation beendet ist. Die Textilien können dann wie gewünscht verwendet oder auf andere Art und Weise gewaschen oder trocken gereinigt werden.

Zusammensetzungen – Dem Benutzer des vorliegenden Verfahrens können verschiedene Zusammensetzungen zur Verwendung als Fleckentferner zur Verfügung gestellt werden. Ein mit bekannten Detachierzusammensetzungen verbundenes Problem ist ihre Tendenz, sichtbare Rückstände auf Oberflächen von Textilien zurück zu lassen. Solche Rückstände sind problematisch und sollten vorzugsweise hierin vermieden werden, da das vorliegende Verfahren keine herkömmlichen Einweich- und Spülschritte beinhaltet. Folglich sollten die Detachierzusammensetzungen hierin höchst vorzugsweise im Wesentlichen frei von verschiedenen Polyacrylat-basierten Emulgiermitteln, polymeren Antistatik-Mitteln, anorganischen Bildungssalzen und anderen, Rückstände bildenden Materialien sein, ausgenommen bei niedrigen Leveln von ungefähr 0,1–0,3%, und vorzugsweise 0% der Endzusammensetzung. Anders ausgedrückt sollten die Zusammensetzungen hierin so formuliert sein, dass sie im Wesentlichen keine sichtbaren Rückstände auf zu behandelnden Textilien gemäß der Praxis der vorliegenden Erfindung zurücklassen.

Folglich werden in einer bevorzugten Ausführungsform dieser Endung fluide Vorreinigungs- (d. h., Detachier-) Zusammensetzungen bereit gestellt, die im Wesentlichen frei von Materialien sind, die sichtbare Rückstände auf den behandelten Textilien zurück lassen. Das heißt notwendigerweise, dass die bevorzugten Detachierzusammensetzungen so formuliert sind, dass sie den höchstmöglichen Gehalt an flüchtigen Materialien aufweisen, vorzugsweise Wasser, typischerweise ungefähr 95%, vorzugsweise ungefähr 97,7%, ein Reinigungslösungsmittel wie zum Beispiel BPP bei einem niedrigen, aber wirkungsvollen Gehalt, typischerweise ungefähr 1 bis ungefähr 4%, vorzugsweise ungefähr 2%, und Tenside bei Gehalten von ungefähr 0,1 bis ungefähr 0,7%. Vorteilhafterweise liegen solche Zusammensetzungen, wenn sie so formuliert sind, eher als wässrige Lösungen als als Suspensionen oder Emulsionen vor. Auf diese Weise erfordern solche Zusammensetzungen nicht den Gebrauch von zusätzlichen Emulgiermitteln, Verdickungsmitteln, Suspendiermittel und dergleichen, die alle zur Bildung von unerwünschten, sichtbare Rückständen auf der Textilie beitragen können.

In der Tat enthalten alle der chemischen Zusammensetzungen, die dazu verwendet werden, die Detachierfunktion hierin bereit zu stellen, als allgemeiner Vorschlag Bestandteile, die sicher und wirkungsvoll für ihre beabsichtigte Verwendung sind, und, wie oben erwähnt, vorzugsweise keine inakzeptablen Mengen an sichtbaren Rückständen auf der Textilie hinterlassen. Während herkömmliche Wäschedetergenzien typischerweise so formuliert sind, dass sie eine gute Reinigung von Baumwoll- und Baumwolle/Polyester-gemischten Textilien gestatten, müssen die Zusammensetzungen hierin auch so formuliert sein, dass sie auch sicher und wirkungsvoll solche Textilien wie Wolle, Seide, Viskose, Viskoseacetat und dergleichen reinigen und wieder auffrischen. Zudem beinhalten die Zusammensetzungen hierin Bestandteile, die speziell ausgewählt und formuliert sind, um Farbstoffentfernung oder Migration von flüchtigem, freiem Farbstoff aus dem zu reinigenden Textil zu minimieren. In dieser Hinsicht ist es anerkannt, dass die typischerweise in Einweich-Trockenreinigungsverfahren verwendeten Lösungsmittel einen gewissen Anteil von bestimmten Arten an Farbstoffen von bestimmten Arten von Textilien entfernen können. Eine solche Entfernung ist jedoch in Einweichverfahren nicht tolerabel, da der Farbstoff relativ gleichmäßig über die Oberfläche des Textils entfernt wird. Im Gegensatz dazu wurde nun bestimmt, dass hohe Konzentrationen von bestimmten Arten von Reinigungsbestandteilen an speziellen Stellen auf Textiloberflächen zu inakzeptabler lokalisierter Farbstoffentfernung führen können. Die bevorzugten Zusammensetzungen hierin sind formuliert, um diese Problem zu minimieren oder zu vermeiden.

Die Farbstoffentfernungs-Attribute der vorliegenden Zusammensetzungen können mit im Stand der Technik offenbarten Reinigern unter Verwendung photographischer oder photometrischer Messungen verglichen werden, oder mittels eines einfachen aber wirkungsvollen visuellen Einstufungstests. Es können numerische Treffereinheiten zugeordnet werden, um die visuelle Einstufung zu unterstützen und, falls gewünscht, eine statistische Behandlung der Daten zu gestatten. So wird in einem solchen Test ein farbiges Kleidungsstück (typischerweise Seide, die mehr dazu neigt, Farbstoff zu verlieren als die meisten Woll- oder Viskosetextilien) durch Auftragen von Reiniger/Auffrischer unter Verwendung eines absorbierenden weißen Papierhandtuches behandelt. Es wird Handdruck aufgebracht, und die Menge an Farbstoff, der auf das weiße Handtuch übertragen wird, wird visuell ermittelt. Numerische Einheiten, die von: (1) „Ich denke, ich sehe ein bisschen Farbstoff auf dem Handtuch"; (2) „Ich weiß, dass ich etwas Farbstoff auf dem Handtuch sehe"; (3) „Ich sehe viel Farbstoff auf dem Handtuch"; bis (4) Ich weiß, ich sehe ziemlich viel Farbstoff auf dem Handtuch" reichen, werden durch die Teilnehmer zugeordnet.

Zusätzlich zu den vorherigen Überlegungen werden die hierin verwendeten Zusammensetzungen so formuliert, dass sie leicht gespendet werden können und nicht so anhaften, dass sie das Spenden aus dem Behälter unhandlich oder schwierig gestalten. Die hierin offenbarten bevorzugten Zusammensetzungen, die nicht als die vorliegende Erfindung beschränkend anzusehen sind, erfordern jedoch ein Detachierverfahren, das sowohl wirksam als auch ästhetisch zufriedenstellend ist, wenn es in der hierin offenbarten Art und Weise verwendet wird.

Wässrige Fleckreinigungszusammensetzung
  • (a) Bleiche – Die Zusammensetzungen hierin können optional zumindest ungefähr 0,35% an Wasserstoffperoxid umfassen. Bevorzugte Fleckenreiniger werden 0,5 bis ungefähr 3% Wasserstoffperoxid umfassen. Es ist klar, dass andere Peroxidquellen als H2O2 hierin verwendet werden können. So können verschiedene aus der Detergenzwissenschaft bekannte Persäuren, Persalze, Perbleichen und dergleichen verwendet werden. Solche Materialien sind jedoch teuer, schwierig in fluide Produkte zu formulieren, können Rückstände auf Textilien hinterlassen und bieten keine besonderen Vorteile gegenüber H2O2, wenn sie in der vorliegenden Weise verwendet werde.
  • (b) Lösungsmittel – Die Zusammensetzungen hierin können bis zu 5 Gew.-% an Butoxypropoxypropanol (BPP)-Lösungsmittel und, wie hierin offenbart, andere optionale Lösungsmittel enthalten. Bevorzugte Fleckenreiniger beinhalten 1–4% BPP.
  • (c) Wasser – Die Niedrigrückstand-Zusammensetzungen hierin umfassen zumindest 95%, vorzugsweise zwischen 95,5 und 99 Gew.-% Wasser.
  • (d) Tensid – Die Zusammensetzungen hierin können optional zwischen ungefähr 0,05% bis ungefähr 2 Gew.-% an Tensiden, wie zum Beispiel MgAES und NH4AES, Aminoxide, ethoxylierte Alkohole oder Alkylalkohole oder Alkylphenole, Alkylsulfate und Mischungen davon beinhalten. Wie oben angemerkt ist die Verwendung von auf das untere Ende des Bereichs beschränkten Tensiden für einige Farbstoffe und Textilarten bevorzugt. Typischerweise liegt das Gewichtsverhältnis von BPP-Lösungsmittel:Tensid(en) im Bereich von ungefähr 10 : 1 bis ungefähr 1 : 1. Eine bevorzugte Zusammensetzung umfasst 2% BPP/0,25% Neodol 23 6.5. Eine andere bevorzugte Zusammensetzung umfasst 4% BPP/0,4% AS.
  • (e) Optionale Bestandteile – Die Zusammensetzungen hierin können geringe Mengen an verschiedenen optionalen Bestandteilen einschließlich Bleichstabilisatoren, Parfüms, Konservierungsstoffen und dergleichen beinhalten. Wenn verwendet, umfassen solche optionalen Bestandteile typischerweise zwischen ungefähr 0,05 und ungefähr 2 Gew.-% der Zusammensetzungen, unter Rücksichtnahme auf Rückstände auf den gereinigten Textilien.
  • (f) Komplexbildner – Zusammensetzungen, die H2O2 enthalten, enthalten typischerweise auch einen Komplexbildner. Der Komplexbildner ist ausgewählt aus denen, die selbst in wässrigem H2O2 stabil sind und die das H2O2 durch Komplexierung wandernder Metallionen stabilisieren. Solche Komplexbildner sind typischerweise bereits in niedrigen, Peroxid-stabilisierenden Mengen (0,01–1%) in herkömmlichen Wasserstoffperoxidquellen vorhanden. Eine Mehrzahl an Phosphonatkomplexbildnern sind für die Stabilisierung von H2O3 bekannt. Für diesen Zweck besonders hilfreich sind die Aminophosphonate. Verschiedene Aminophosphonate sind erhältlich unter dem Handelsnamen DEQUEST® von Monsanto Company, St. Louis. Missouri. Repräsentative, aber nicht beschränkende Beispiele beinhalten Ethylendiamintetrakismethylenphosphonsäure, Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure, und die wasserlöslichen Salze davon. Aminotrismethylenphosphonsäure oder seine wasserlöslichen Salze (wie DEQUEST 2000®) ist ein bevorzugter Komplexbildner.

Der pH-Bereich der Detachierzusammensetzungen hilft, um Stabilität für das Wasserstoffperoxid bereit zu stellen und liegt typischerweise im sauren-leicht basischen Bereich zwischen ungefähr 3 und ungefähr 8, vorzugsweise ungefähr 6.

Organisches Lösungsmittel – Das Reinigungs- (insbesondere Detachierung beinhaltend) Lösungsmittel hierin ist Butoxypropoxypropanol (BPP), das in kommerziellen Mengen als Mischung von Isomeren in ungefähr gleichen Mengen erhältlich ist. Die Isomeren und Mischungen davon sind hilfreich hierin. Die Isomeren Formeln sind wie folgt:

Obwohl die Detachierzusammensetzungen hierin ganz gut mit nur dem BPP, Wasser und Tensid funktionieren, können sie optional auch andere Bestandteile enthalten, um ihre Stabilität weiter zu verbessern. Hydrotope wie zum Beispiel Natriumtoluensulfonat und Natriumcumensulfonat, kurzkettige Alkohole wie zum Beispiel Ethanol und Isopropanol und dergleichen, können in den Zusammensetzungen vorhanden sein.

Tenside – Nichtionische Stoffe, wie zum Beispiel die ethoxylierten C10-C16-Alkohole, z. B. NEODOL 23-6.5, können in den Zusammensetzungen verwendet werden. Die Alkylsulfonat-Tenside, die hierin als Reiniger und zur Stabilisierung wässriger Zusammensetzungen verwende werden können, sind sowohl die primären C8-C18 („AS“; vorzugsweise C10-C14, Natriumsalz) als auch verzweigtkettige und zufällige C10-C20-Alkylsulfate und sekundäre C10-C18 (2,3) Alkylsulfate der Formel CH3(CH2)x(CHOSO3 M+CH3 und CH3(CH2)y(CHOSO3 M+CH2CH3, in denen x und (y + 1) ganze Zahlen von mindestens 7, vorzugsweise mindestens ungefähr 9 sind, und M ein wasserlösliches Kation, insbesondere Natrium ist, als auch ungesättigte Sulfate wie zum Beispiel Oleylsulfat. Hierin verwendete Alkylethoxysulfat (AES)-Tenside werden herkömmlich bezeichnet als die Formel R(EO)xSO3Z aufweisend, in der R C10-C16-Alkyl, EO -CH2CH2-O-, und x 1–10 ist, und können Mischungen beinhalten, die herkömmlicherweise als Mittelwerte berichtet werden, z. B. (EO)2,5, (EO)6,5 und dergleichen, und in der Z ein Kation wie zum Beispiel Natriumammonium oder Magnesium (MgAES) ist. Die C12-C16-Alkyldimethylaminoxid-Tenside können ebenfalls verwendet werden. Eine bevorzugte Mischung enthält MgAE1S/C12-dimethylaminoxid bei einem Gewichtsverhältnis von ungefähr 10 : 1. Andere Tenside, die die Phasenstabilität verbessern, und die optional hierin verwendet werden können, beinhalten die Polyhydroxyfettsäureamide, z. B., C12-C14-N-Methylglucamid. AS stabilisierte Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise 0,1–0,5 Gew.-% der Zusammensetzungen hierin. MgAES und Aminoxide können, wenn verwendet, 0,01–2 Gew.-% der Zusammensetzungen enthalten. Die anderen Tenside können bei gleichen Gehalten verwendet werden.

Andere optionale Stoffe – Zusätzlich zu dem oben offenbarten Wasser, dem BPP-Lösungsmittel dem optionalen H2O2 und den Tensiden können hierin verwendete fluide Zusammensetzungen verschiedene optionale Bestandteile, wie zum Beispiel Parfüms, Konservierungsstoffe, Aufheller, Salze zur Viskositätskontrolle, pH-Einstellmittel oder Puffer und dergleichen enthalten. Das folgende zeigt bevorzugte Bereiche für Reinigungszusammensetzungen zur Verwendung hierin, ist aber nicht als diese beschränkend gedacht. Bestandteil Gew.-% Formelbereich BPP (Lösungsmittel) 0,05–5 Tensid 0–2 Parfüm 0,01–1,5 Wasser Ausgleich


pH-Bereich zwischen ungefähr 6 und ungefähr B.

Andere Lösungsmittel oder Co-Lösungsmittel, die optional hierin verwendet werden können, beinhalten verschiedene Glycolether, einschließlich Materialien, die unter Handelsnamen wie zum Beispiel Carbitol, Methylcarbitol, Butylcarbitol, Butylcarbitol, Propylcarbitol und Hexylcarbitol und Hexylcellosolve vertrieben werden, und insbesondere Methoxypropanol (MPP), Ethoxypropanol (EPP), Propoxypropoxypropanol (PPP), und alle Isomere beziehungsweise Mischungen von MPP, EPP und BPP, als auch Butoxypropanol (BP) und dergleichen, und Mischungen davon. Solche Lösungsmittel oder Co-Lösungsmittel können, wenn verwendet, typischerweise zwischen ungefähr 0,5 bis ungefähr 2,5 Gew.% der wässrigen Zusammensetzungen hierin enthalten.

Fleckenaufnehmer – Der Fleckenaufnehmer, der in der Detachieroperation verwendet hierin wird, kann jedes absorbierende Material sein, das die in der Detachieroperation verwendete fluide Zusammensetzung aufsaugt. Wegwerfbare Papiertaschentücher, Tuchhandtücher wie zum Beispiel BOUNTYTM Markenhandtücher, saubere Lappen, etc. können verwendet werden. In einer bevorzugten Art ist der Fleckenaufnehmer jedoch speziell gestaltet, um die fluide Zusammensetzung von dem verschmutzten Gebiet aufzusaugen oder wegzuziehen. Ein bevorzugter Aufnehmer besteht aus einer Vliesstoffunterlage. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der gesamte Vliesstoff eine absorbierende Struktur bestehend aus ungefähr 72% Holzfasern und ungefähr 28% zweikomponentigem Stapelfaser-Polyethylenpropylen (PE/PP). Es ist ungefähr 60 Mil dick. Es weist optional, aber vorzugsweise, einen Sperrfilm auf seiner rückwärtigen Oberfläche auf, um zu verhindern, dass die Reinigungsflüssigkeit auf die Oberfläche gelangt, auf der die Detachieroperation durchgeführt wird. Die Struktur des Aufnehmers stellt einen kapillaren Gradienten von ihrer oberen, flüssigkeitsaufnehmenden Schicht zu ihrer unteren Schicht bereit. Der Gradient wird durch das Steuern der Dichte des Gesamtmaterials und durch Schichtenbildung der Verbindungen in der Weise erreicht, dass eine niedrigere kapillare Saugwirkung in der oberen Schicht und eine größere kapillare Saugkraft innerhalb der unteren Schicht vorliegt. Die niedrigere kapillare Saugwirkung rührt davon her, dass ein größerer Synthetik-Stapelfaserinhalt in der oberen Schicht (diese Fasern weisen Oberflächen mit höheren Kontaktwinkeln und dementsprechend geringere Affinität für Wasser als Holzfasern auf existiert als in der unteren Schicht.

Genauer gesagt kann der absorbierende Fleckenaufnehmer hierin auf einfache Weise unter Verwendung im Stand der Technik bekannter Verfahren zur Herstellung vliesförmiger, thermisch verbundener lufteingesetzter Strukturen (thermally bonded air laid structures – „TBAL") hergestellt werden. Als allgemeiner Vorschlag umfassen TBAL-Herstellungsverfahren typischerweise das Niederlegen eines Netzes von absorbierenden Fasern, wie zum Beispiel relativ kurze (4–5 mm) Holzfasern, in denen relativ lange (30–50 mm) zweikomponentige Fasern verwoben sind, die langsam mit der Anwendung von Wärme schmelzen, um eine thermische Bindung zu erzielen. Die zweikomponentigen zwischen den Holzfasern vermischten Fasern wirken dabei so, um die gesamte Matte zusammen zu „kleben". Im Unterschied zu herkömmlichen TBAL-Strukturen ist die Verteilung der zweikomponentigen Fasern in den oberen und unteren Schichten des Fleckenaufnehmers hierin nicht gleichmäßig. Vielmehr ist die obere (Flüssigkeit aufnehmende) Schicht der Faser, die den Fleckenaufnehmer enthält, relativ reicher an zweikomponentigen Fasern als in Holzfasern (oder anderen zelluloseartigen) Fasern. Da die zweikomponentigen Fasern aus synthetischen Polymeren hergestellt sind, die relativ hydrophob sind, tendiert die obere Schicht von Fasern in dem Fleckenaufnehmer im Vergleich mit der unteren Schicht der Fasern dazu, hydrophiler zu sein, da sie einen hohen Anteil an Holzfasern enthält. Dieser Unterschied in Hydrophobie/Hydrophilie zwischen den unteren und oberen Faserschichten in dem Fleckenaufnehmer hilft dabei, Wasser (z. B., die wässrigen Zusammensetzungen hierin) und Fleckenmaterialien aus den Textilien zu ziehen, die in der Art und Weise wie hierin offenbart behandelt werden.

Um das Vorangehende detaillierter zu beschreiben, besteht bei dem vorliegenden Fleckenaufnehmer in einer Art die oberste (Flüssigkeit aufnehmende) Schicht (die gegen das verschmutzte Kleidungsstück platziert werden soll) aus ungefähr 50 Gew.% zweikomponentiger Faser und ungefähr 50 Gew.-% Holzfaser, mit einem Basisgewicht von ungefähr 50 Gramm/m2 (gsm). Die untere Schicht ist eine 80/20 (Gew.-%)-Mischung von Holzfaser und zweikomponentigen Stapelfasern mit einem Basisgewicht von ungefähr 150 gsm. Diese Verhältnisse können variiert werden, so lange die obere Schicht hydrophober als die untere Schicht ist. Beispielsweise können obere Schichten von 60/49, 70/30, etc. Holz/Zweikomponente verwendet werden. Untere Schichten von 90/10, 65/35, 70/30, etc. Holz/Zweikomponente können verwendet werden.

Fussel-Kontroll-Binderspray – Ein wärmevernetzbarer Latexbinder kann optional auf die obere Schicht des Fleckenaufnehmerartikels gesprüht werden, um dabei zu helfen, ein Fusseln zu kontrollieren und die Stärke zu vergrößern. Eine Mehrzahl von alternativen Harzen kann zu diesem Zweck verwendet werden. So kann die Oberfläche der obersten Schicht mit einem vernetzbaren Latexbinder (Airflex 124, geliefert von Air Products) bei einer Konzentration von ungefähr 3 bis 6 Gramm pro Quadratmeter besprüht werden. Dieser Binder hat keine große Affinität zu Wasser relativ zu Holzfasern, und beeinflusst auf diese Weise nicht sehr die relative Hydrophobie der oberen Schicht. Kalt- oder Heißkräuseln, Schallkleben, Heißkleben und/oder Nähen kann ebenfalls entlang aller Kanten des Aufnehmers verwendet werden, um die Fusseltendenz weiter zu reduzieren.

Abdeckblatt – Wenn sie auf diese Weise hergestellt wurde, ist die Zweischichten-Struktur, die den Fleckenaufnehmer enthält, ausreichend stabil, um als solche verwendet zu werden. Um jedoch ein Auslaufen der Flüssigkeit auf die Tischoberfläche oder eine andere durch den Benutzer ausgewählte Behandlungsfläche zu verhindern, ist es bevorzugt, ein flüssigkeits-undurchlässiges Spenblatt auf der bodennächsten Fläche der unteren Schicht zu befestigen. Dieses Abdeckblatt verbessert auch die Integrität des gesamten Fleckenaufnehmerartikels. Die bodennächste Fläche der unteren Schicht kann mit einer 0,5–2,0 Mil, vorzugsweise 0,75 Mil dicken Schicht von PE- oder PP-Film unter Verwendung herkömmlicher Verfahren extrusionsbeschichtet sein. Die Filmschicht ist so ausgebildet, dass sie eine Pinhole-freie Barriere darstellt, um jedes unerwünschte Auslaufen der fluiden Zusammensetzung über den Aufnehmer hinaus zu verhindern. Dieses Abdeckblatt kann entsprechend den Wünschen des Formulierers mit Verwendungshinweisen bedruckt, geprägt und/oder dekoriert sein. Der Fleckenaufnehmer ist für eine Verwendung außerhalb des Trockners gedacht. Da der Aufnehmer jedoch unbeabsichtigt im Trockner platziert und hohen Temperaturen ausgesetzt werden kann, ist es bevorzugt, dass das Abdeckblatt aus einem hitzebeständigen Film wie zum Beispiel Polypropylen oder Nylon hergestellt ist.

Basisgewicht – Dieses kann abhängig von der bereit gestellten antizipierten Menge an Reiniger/Auffrischungslösung variieren, die absorbiert werden soll. Die bevorzugte Fleckenaufnehmerstruktur zeigt eine horizontale Saugfähigkeit von ungefähr 4–15 Gramm Wasser für jedes Gramm an Vliesstoff. Ein typischer Aufnehmer von 90 mm × 140 mm absorbiert ungefähr 10–20 Gramm Wasser. Da in dem typischen Fleckentfernungsverfahren sehr wenig Flüssigkeit verwendet wird, ist tatsächlich eine viel geringere Kapazität erforderlich. Ein praktikabler Bereich liegt daher ungefähr 10 g bis ungefähr 50 g.

Größe – Die Größe des bevorzugten Aufnehmers liegt bei ungefähr 90 mm mal 140 mm, es können jedoch andere Größen verwendet werden. Die Form kann variiert werden.

Fasern – Konventionell erhältliche 2–3 denier (0,0075–0,021 mm) Polyethylen-/Polypropylen PE/PP-Zweikomponentenstapel und Standard-Holzfasern (in der Hammermühle bearbeitet) werden zur Herstellung des bevorzugten Aufnehmers verwendet. Andere übliche Stapelfasern wie zum Beispiel Polyester, Acryl, Nylon und Zweikomponentenfasern von diesen können als synthetische Komponenten verwendet werden. Wiederum müssen kapillare Saugerfordernisse bei der Auswahl dieser Fasern und ihrer Größen oder Deniers beachtet werden. Größere Denier-Werte beeinträchtigen die kapillare Saugkraft wie es Oberflächenhydrophobie tut. Die absorbierende Holzfaser kann auch durch Baumwolle, Hanf, Viskose und andere ersetzt werden. Wenn gewünscht, kann die untere Schicht auch die sogenannten „Supersorber" absorbierende gelierende Materialien (AGM) enthalten, die für die Verwendung in der Windel- und Hygienebindentechnik bekannt sind. Solche AGMs können 1 bis 20 Gew.-% der unteren Schicht umfassen.

Dicke – Die Gesamtdicke (uneingeschränkt gemessen) des Fleckenaufnehmers liegt bei etwa 60 Mil, kann aber weit variieren. Das untere Ende kann durch den Wunsch beschränkt sein, eine Saugfähigkeitsauflage bereit zu stellen. 25 Mil bis 200 Mil (0,6 mm –5,1 mm) ist ein vernünftiger Bereich.

Kapillare Saugfähigkeit/Dichte – Die Gesamtdichte des Fleckenaufnehmers beeinflusst sowohl die Absorptionsvermögensrate als auch die Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit. Typische Holzfaser enthaltende absorbierende Artikel weisen eine Dichte auf (uneingeschränkt gemessen), die im Bereich von ungefähr 0,12–0,15 g/ks +/– 0,05 liegt. Der bevorzugte Zweischichten-Fleckenaufnehmer hierin weist ebenfalls eine Dichte im gleichen Bereich auf, kann aber außerhalb dieses Bereichs eingestellt werden. Eine höhere Dichte erhöht die Steilheit; eine niedrigere Dichte verringert die Gesamtfestigkeit und macht ein Stauben wahrscheinlicher. Die kapillare Saugfähigkeit wird durch die Art und die Größe der Fasern und der Dichte der Struktur bestimmt. Textilien gibt es in vielen Spielarten und zeigen selbst einen großen Bereich an kapillarer Saugfähigkeit. Es ist wünschenswert, einen Aufnehmer zu konstruieren, der eine größere kapillare Oberflächensaugfähigkeit als die des behandelten verschmutzten Kleidungsstücks aufweist.

Farben – Weiß ist die bevorzugte Farbe, da sie am besten zeigt, wenn Flecken von der behandelten Textilie entfernt werden. Es gibt jedoch keine andere funktionale Grenze bezüglich der Farbe.

Prägung – Die bevorzugte Fleckenaufnehmerstruktur ist mit jedwedem gewünschten Muster oder Logo prägbar.

Optionale Vliesstoff (NW)-Arten – Obwohl die TBAL-Fleckenaufnehmerstruktur bevorzugt ist, um eine Dichtekontrolle, gute Dickeempfindung, gutes Saugfähigkeit und gute Elastizität zu gestatten, sind andere Arten von NWs, die verlässlich verwendet werden können, hydro-verwickelte, thermisch kardierte, manget-gebundene, und andere Verfahren, die gut abstreifende Substrate herstellen (einschließlich thermisch gebundene nassgelegte und andere).

Herstellung – Die Herstellung des bevorzugten Zweischichten-Fleckenaufnehmers wird unter Verwendung herkömmlicher TBAL-Verfahren durchgeführt. In einer Betriebsart wird zunächst die untere holzfaserreiche Schicht abgelegt und die obere, an synthetischen Fasern reiche Schicht wird darauf abgelegt. Das optionale Binderspray wird zu geeigneter Zeit auf die obere Schicht aufgetragen. Die resultierende Zweischichtenstruktur wird auf Rollen gesammelt (was die Gesamtstruktur etwas kompakter werden lässt). Im großen und ganzen weist die Zweischichtenstruktur (unbeschränkt) eine Dicke von ungefähr 60 Mil und eine Dichte von ungefähr 0,13–0,15 g/cc auf. Die Dichte kann geringfügig variieren, anhängig von den Gebrauchsraten des Bindersprays. Das optionale Abdeckblatt wird durch ein Durchführen der Struktur in Bogenform zusammen mit einem Bogen des Abdeckmaterials durch Andruckwalzen, aufgebracht. Wiederum werden herkömmliche Verfahren verwendet. Falls gewünscht, und aus Kostenersparnis, kann die relative Dicke der unteren und oberen Schichten variiert werden. Auf diese Weise kann sich, da Holzfasern weniger teuer als Zweikomponenten-Fasern sind, der Hersteller dazu entscheiden, eine relativ dickere untere und eine relativ dünnere obere Schicht abzulegen. So kann man, eher als eine Struktur, deren Verhältnis von unterer/oberer Schichtdicke ungefähr 1 : 1 beträgt, Bereiche von 0,2 : 1, 0,3 : 1, 0,5 : 1, etc. auswählen.

Falls mehr Absorptionsvermögen notwendig ist, können die Verhältnisse umgekehrt werden. Solche Betrachtungen liegen innerhalb des Ermessens des Herstellers.

Es ist beabsichtigt, dass der Zweilagen-Fleckenaufnehmer so preisgünstig hergestellt werden soll, dass er nach einer einzigen Verwendung weggeworfen werden kann. Die Strukturen sind jedoch ausreichend robust, dass eine mehrfache Wiederverwendung möglich ist. Auf jeden Fall sollte der Benutzer den Artikel so positionieren, dass „saubere" Gebiete unter den verschmutzten Gebieten der zu behandelnden Textilie zu liegen kommen, um die Freisetzung von alten Flecken aus dem Fleckenaufnehmer zurück auf die Textilie zu verhindern.

Eine andere Art von Fleckenaufnehmer zur Verwendung hierin umfasst funktionale Absorber-Materialien („FAMs"), die in Form von wasser-absorbierenden Schäumen mit einer kontrollierten kapillaren Größe vorliegen. Die physikalische Struktur und resultierende hohe Kapillarität von FAMartigen Schäumen stellen eine sehr wirkungsvolle Wasserabsorption zur Verfügung, während sie gleichzeitig die chemische Zusammensetzung des FAM typischerweise hoch lipophil macht. Auf diese Weise kann das FAM tatsächlich sowohl Hydrophilie als auch Lipophilie gleichzeitig zur Verfügung stellen. (FAM-Schäume können so behandelt werden, dass sie hydrophil werden. Sowohl hydrophobe als auch hydrophile FAM können hierin verwendet werden.)

Zur Fleckenvorbehandlung wird der verschmutzte Bereich des Kleidungsstücks oder Textilabschnitts über einen Abschnitt des FAM platziert, gefolgt von einer Behandlung mit der fluiden Reinigungslösung in Verbindung mit der Spitze der Spendenöhre, um mechanische Bewegung bereit zu stellen. Wiederholte Manipulation mit der Spitze und der Detergenz-Effekt der Lösung dienen dazu, den Schmutz zu lösen und ihn zu dem FAM zu transportieren. Während das Fleckreinigungsverfahren fortschreitet, veranlassen die Saugeffekte der FAM-Kapillaren, dass die Reinigungslösung und Fleckenablagerungen in das FAM transportiert werden, wo die Fleckenablagerungen größtenteils zurück gehalten werden. Am Ende dieses Schritts wird beobachtet, dass sowohl der Fleck als auch fast die gesamte Reinigungslösung von dem behandelten Textil entfernt und in das FAM transportiert wurde. Das hinterlässt lediglich eine feuchte Textiloberfläche mit einem minimalen Rückstand an Reinigungslösung/Fleckenablagerung, was zu unerwünschten Ringen auf dem Textil führen kann.

Die Herstellung von FAM-artigen Schäumen zur Verwendung als Fleckenaufnehmer hierin bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung. Die Herstellung von FAM-Schaum ist in der Patentliteratur sehr ausführlich beschrieben, vgl. zum Beispiel: U.S. 5,260,345 von DesMarais, Stone, Thompson, Young, LaVon und Dyer, erteilt am 9. November 1993; U.S. 5,268,224 von DesMarais, Stone, Thompson, Young, LaVon und Dyer, erteilt am 7. Dezember 1993; U.S. 5,147,345 von Young, LaVon und Taylor, erteilt am 15. September 1992, und das Begleitpatent U.S. 5,318,554 erteilt am 7. Juni 1994; U.S. 5,149,720 von DesMarais, Dick und Shively, erteilt am 22. September 1992, und die Begleitpatente U.S. 5,198,472, erteilt am 30. März 1993 und U.S. 5,250,576, erteilt am 5. Oktober 1993; U.S. 5,352,711 von DesMarais, erteilt am 4. Oktober 1994; PCT-Anmeldung 93/04115, veröffentlicht am 4. März 1993, und U.S. 5,292,777 von DesMarais und Stone, erteilt am B. März 1994; U.S. 5,387,207 von Dyer, DesMarais, LaVon, Stone, Taylor und Young, erteilt am 7. Februar 1995; U.S. 5,500,451 von Golduran und Scheibel, erteilt am 19. März 1996; und U.S. 5,550,167 von DesMarais, erteilt am 27. August 1996.

Die folgenden Beispiele illustrieren die Fleckentfernungsoperation der vorliegenden Erfindung weiter, sind aber nicht als diese beschränkend gedacht.

BEISPIEL I

Die Detachieroperation hierin zum Entfernen von Flecken von einem lokalisierten Bereich auf einer Textilie wird durchgeführt durch:

  • (a) Unterlegen des den Fleck enthaltenen Bereiches mit einem absorbierenden Fleckenaufnehmer;
  • (b) Aufbringen einer fluiden Reinigungszusammensetzung (Vorreiniger) auf den Fleck aus einem Behälter mit einer Spendermündung; und
  • (c) Reiben oder Pressen der Reinigungszusammensetzung in den Fleck unter Verwendung der Distalspitze der Mündung, wodurch der Fleck in den Fleckenaufnehmer übertragen wird.

In diesem Verfahren kann die Fläche der Distalspitze der Mündung konkav, konvex, flach oder dgl. sein. Die Kombination von Behälter plus Mündung wird hierin gemeinschaftlich als „Spender" bezeichnet.

Ein typischer hierin weist die folgenden Dimensionen auf, die nicht als diese beschränkend anzusehen sind. Das Volumen der auf dem Spender verwendeten Behälterflasche ist typischerweise 2 oz.–4 oz. (Milliliter; 59 bis 118 ml). Die Flasche größerer Kapazität des Behälters kann aus hochdichtem Polyethylen bestehen. Polyethylen von niedriger Dichte wird vorzugsweise für die kleinere Flaschengröße verwendet, da sie leichter zusammen zu drücken ist. Die Gesamtlänge der Mündung beträgt ungefähr 0,747 inches (1,89 cm). Die Mündung weist eine im Allgemeinen konische Form auf mit einem Durchmesser an ihrer proximalen Basis (wo sie mit der Behälterflasche zusammengefügt ist) von ungefähr 0,596 inches (1,51 cm) und an ihrem distalen von 0,182 inches (4,6 mm). Der Durchmesser des Kanals innerhalb der Mündung, durch den die Vorreinigungsflüssigkeit fließt, beträgt annähernd 0,062 inches (1,57 mm). In dieser Ausführungsform verläuft der Kanal von der Behälterflasche über eine Entfernung von ungefähr 0,474 inches (1,2 cm) und verbreitert sich dann geringfügig, wenn er mit der Wölbung kommuniziert, um die Austrittsöffnung am distalen Ende der Mündung zu bilden.

Ein Vorreinigungsrezept zur Verwendung hierin mit dem oben genannten Spender und einem TBALoder FAM-Schaum-Fleckenaufnehmer ist wie folgt. BESTANDTEIL Gew.-% (Nichtionisch) Wasserstoffperoxid 1,000 Aminotris(methylenphosphonsäure)* 0,040 Butoxypropoxypropanol (BPP) 2,000 Neodol 23 6.5 0,250 Kathon Konservierungsstoff 0,0003 Wasser 96,710 pH-Vorgabe = 7; Bereich = 6–8
* Stabilisator für Wasserstoffperoxid

BEISPIEL &Pgr;

Dieses Beispiel zeigt einen Fleckenaufnehmer vom FAM-Schaum-Typ zur Verwendung in dem Vorreinigungsverfahren hierin. Die Erfassung und das Absorptionsvermögen des FAM in bezog auf die fluiden Detachierzusammensetzungen hierin ist besser als die meisten anderen Arten von absorbierenden Materialien. Das FAM hat zum Beispiel eine Kapazität von ungefähr 6 g (H2O) pro Gramm Schaum bei einem Saugdruck von 100 cm Wasser. Demgegenüber weisen Celluloseholzfaserstrukturen im Wesentlichen keine Kapazität oberhalb von ungefähr 80 cm Wasser auf. Da im vorliegenden Verfahren das verwendete Volumen an fluidem Vorreiniger relativ niedrig ist (ein paar Milliliter sind typisch), kann die Menge an verwendetem FAM klein sein. Das bedeutet, dass die Unterlage von FAM, das unter dem verschmutzten Bereich der Textilie liegt, ziemlich dünn und trotzdem wirkungsvoll sein kann. Wenn es jedoch zu dünn ist, kann die Unterlage dazu neigen, während des Gebrauchs zu zerbröckeln. (Wie oben erwähnt kann ein Abdeckblatt an dem FAM angebracht werden, um dabei zu helfen, seine Unversehrtheit zu bewahren.) Aus FAM hergestellte Fleckenaufnehmerunterlagen können auf zwei verschiedene Art und Weisen verwendet werden. In einer Weise wird der nicht komprimierte Schaum verwendet. Unterlagen aus nicht komprimiertem Schaum mit einer Dicke im Bereich von ungefähr 0, 3 bis ungefähr 15 mm sind verwendbar. In einer anderen Art kann der FAM-Schaum in einer komprimierten Form verwendet werden, die aufquillt, wenn fluider Vorreiniger mit seiner Last an Fleckenmaterial absorbiert wird. Komprimierte FAM-Schäume mit Dicken im Bereich von ungefähr 0,02 inches (0,5 mm) bis ungefähr 0,135 inches (3,4 mm) sind hierin geeignet.

Die Herstellung von FAM-Schaum (die auch manchmal in der Literatur als „HIPE", d. h., hohe interne Phasenemulsion, bezeichnet wird) wird in den oben genannten Patenten beschrieben. Das folgende Beispiel zeigt die Herstellung eines komprimierten Schaums zur Verwendung hierin mit einer Dicke von ungefähr 0,025 inches (0,063 cm). Solche komprimierten Schäume im bereich von 0,025 in. –0,027 in. (0,063 cm –0,068 cm) sind insbesondere als Fleckenaufnehmer hierin verwendbar.

Herstellung der Emulsion und FAM-Schäumen davon A) Emulsionsherstellung

Wasserfreies Calciumchlorid (36,32 kg) und Kaliumpersulfat (189 g) werden in 378 Liter Wasser gelöst. Dies stellet den Wasserphasenstrom zur Verwendung in einem kontinuierlichen Verfahren zur Herstellung der Emulsion zur Verfügung.

Zu einer Monomerkombination, enthaltend destilliertes Divinylbenzol (42,4% Divinylbenzol und 57,6% Ethylstyren) (1980 g), 2-Ethylhexylacrylat (3300 g), und Hexandioldiacrylat (720 g) wird ein Diglycerolmonooleat-Emulgator (360 g), Ditallcumdimethylammoniummethylsulfat (60 g) und Tinuvin 765 (15 g) gegeben. Der Diglycerolmonooleat-Emulgator (Grindsted Products; Braband, Dänemark) umfasst ungefähr 81% Diglycerolmonooleat, 1% andere Digylcerohnonoester, 3% Polyole und 15% andere Polyglycerolester, verleiht einen Mindest-Öl/Wasser-Grenzflächenspannungswert von ungefähr 2,7 dyn/cm, und weist eine kritische Öl/Wasser-Aggregationskonzentration von annähernd 2,8 Gew.-% auf. Nach dem Mischen wird dieser Materialienkombination erlaubt, sich über Nacht zu beruhigen. Es wird kein sichtbarer Rückstand gebildet und die gesamte Mischung wird abgezogen und als Ölphase in einem kontinuierlichen Verfahren zur Bildung der Emulsion verwendet.

Getrennte Ströme der Ölphase (25°C) und der Wasserphase (53–55°C) werden einer dynamischen Mischvorrichtung zugeführt. Gründliches Mischen der vereinigten Ströme in der dynamischen Mischvorrichtung wird mittels eines Scherstift-Flügelrads erreicht. Das Scherstift-Flügekad umfasst einen zylindrischen Schaft von ungefähr 36,8 cm Länge mit einem Durchmesser von ungefähr 2,5 cm. Der Schaft weist 6 Reihen von Scherstiften auf, wobei 3 Reihen 33 Scherstifte und 3 Reihen 32 Scherstifte aufweisen, die jeweils einen Durchmesser von 0,5 cm haben und sich von der Zentralachse des Schaftes mit einer Länge von 2,5 cm nach außen erstrecken. Das Scherstift-Flügelrad ist in einer zylindrischen Hülse befestigt, die die dynamische Mischvorrichtung bildet, und die Scherstifte haben einen Abstand von 1,5 mm von dem Wänden der zylindrischen Hülse.

Ein geringer Anteil des aus der dynamischen Mischvorrichtung ausströmenden Ausflusses wird abgezogen und tritt in eine Rückführungszone ein; vgl. PCT U.S. 96/00082, veröffentlicht am 18. Juli 96 und EPA 96/905110.1, angemeldet am 11. Januar 96. Die Waukesha-Pumpe in der Rückführungszone führt den geringen Anteil zum Eintrittspunkt der Stromflüsse von Öl- und Wasserphase zu der dynamischen Mischungszone zurück.

Die kombinierte Mischungs- und Rückführungszonenanordnung wird mit Öl- und Wasserphase im Verhältnis von 4 Teilen Wasser zu 1 Teil Öl gefüllt. Die dynamische Mischvorrichtung wird entlüftet, um der Luft zu gestatten, zu entweichen, während die Vorrichtung vollständig gefüllt wird. Die Durchflussgeschwindigkeiten während des Füllens betragen 7,6 g/sec Ölphase und 30,3 g/sec Wasserphase.

Ist die Vorrichtungsanordnung gefüllt, wird die Abzugsöffnung geschlossen. In dem dynamischen Mischer wird dann das Rühren begonnen, wobei das Flügelrad sich mit 1450 U/min dreht und die Rückführung wird mit einer Rate von 30 cc/sec begonnen. Die Durchflussgeschwindigkeit der Wasserphase wird dann stetig über einen Zeitabschnitt von ungefähr 1 Min. bis zu einer Rate von 151 cc/sec erhöht, und die Ölphasen-Dwchflussgeschwindigkeit wird über einen Zeitraum von ungefähr 3 Min. auf 3 g/sec erniedrigt. Die Rückführungsrate wird stetig bis ungefähr 150 cc/sec während des letzteren Zeitraums erhöht. Der durch den dynamischen Mischer und die statische Mischzone (TAH Industries Modell Nummer 101–212) erzeugte Gegendruck an diesem Punkt beträgt etwa 14,7 PSI (101,4 kPa), was den gesamten Gegendruck des Systems darstellt. Die Geschwindigkeit der Waukesha-Pumpe wird dann stetig verringert, um eine Rückführungsrate von ungefähr 75 cc/sec zu erzielen. Die Geschwindigkeit des Flügelrads wird dann über einen Zeitraum von ungefähr 10 Sekunden stetig auf 1550 U/min erhöht. Der Gegendruck wächst bis ungefähr 16,3 PSI (112 kPa) an.

B) Polymerisierung der Emulsion

Die aus dem statischen Mischer fließende Emulsion wird in einer runden Polypropylenwanne von 17 in. (43 cm) Durchmesser und 7,5 in. (10 cm) Höhe mit einem konzentrischen Einsatz aus Celcon-Kunststoff gesammelt. Der Einsatz hat einen Durchmesser von 5 in. (12,7 cm) an seiner Basis und 4,75 in. (12 cm) an seiner Spitze und ist 6,75 in. (17,1 cm) hoch. Die Emulsion enthaltenden Wannen werden in einem Raum bei 18 Stunden bei 65°C aufbewahrt, um die Polymerisation zu bewirken und den Schaum zu bilden.

C) Waschen des Schaums und Entwässerung

Der gehärtete FAM-Schaum wird aus den Härtungswannen entfernt. Der Schaum besitzt an diesem Punkt eine restliche Wasserphase (enthaltend ungelöste Emulgatoren, Elektrolyt, Initiatorrückstände und Initiator) von ungefähr 44–55 mal (45–55X) dem Gewicht an polymerisiertem Monomer. Der Schaum wird mit einem scharfen, sich hin- und her bewegenden Sägeblatt in Bögen von 0,185 inches (0,47 cm) Dicke geschnitten. Diese Bögen werden dann einer Komprimierung in einer Reihe von 2 porösen, mit Vakuum ausgestatteten Druckwalzen unterworfen, die den restlichen Wasserphasengehalt des Schaums allmählich bis ungefähr 6 mal (6x) dem Gewicht des polymerisierten Materials verringern. An diesem Punkt werden die Bögen dann mit einer 1,5%igen CaCh2 -Lösung gesättigt und in einer Reihe von 3 porösen, mit Vakuum ausgestatteten Druckwalzen zu einem Wasserphasengehalt von ungefähr 4X ausgedrückt. Der CaCh-Gehalt des Schaums liegt zwischen 8 und 10%.

Der Schaum bleibt nach der letzten Druckwalze bei einer Dicke von ungefähr 0,025 in. (0,063 cm) komprimiert. Der Schaum wird dann an der Luft etwa 16 Stunden lang getrocknet. Eine solche Trocknung verringert den Feuchtigkeitsgehalt bis auf ungefähr 9–17 Gew.-% des polymerisierten Materials. An diesem Punkt sind die Schaumbögen sehr drapierbar. In diesem kollabierten Zustand beträgt die Dichte des Schaums ungefähr 0,14 g/cc.

Wie oben erwähnt wird ein Bogen des FAMs zur Verwendung als Fleckenaufnehmer in der Detachieroperation hierin unterhalb und in engem Kontakt mit der Rückseite des verschmutzten Bereichs einer Textilie platziert. Ein Teil der Detachierzusammensetzung wird auf die Vorderseite der Textilie gespendet und mittels der Spenderspitze, wie weiter oben offenbart, in den Fleck manipuliert. Die überschüssige Detachierzusammensetzung und ihre Ladung an Fleckenmaterial werden dadurch durch die Textilie und in die darunter liegende Schaumunterlage übertragen. Das gleiche gilt, wenn der TBAL-Typ eines Fleckenaufnehmers in der gleichen Weise verwendet wird.

BEISPIEL III

Beispiele von bevorzugten Zusammensetzungen mit hohem Wassergehalt und niedrigem Gehalt an Rückstand hierin sind wie folgt. Die Zusammensetzungen sind als „nichtionisch" oder „anionisch" aufgelistet, abhängig von der Art des hierin verwendeten Tensids. Diese Zusammensetzungen werden in der Art verwendet, wie sie hierin offenbart wird, um Textilien und Kleidungsstücke vorzureinigen.

Vorzugsweise umfassen solche Zusammensetzungen, um das Potential für eine Farbstoffschädigung, wie weiter oben offenbart, zu minimieren, das anionische oder nichtionische Tensid in einer Menge (in Gewichtsprozent der Zusammensetzung), die geringer ist als die Menge an H2O2. Vorzugsweise liegt das Gewichtsverhältnis von Tensid: H2O2 im Bereich von ungefähr 1 : 10 bis ungefähr 1 : 1,5, höchst vorzugsweise ungefähr 1 : 4 bis ungefähr 1 : 3.

BEISPIEL IV

Eine fluide Detachierzusammensetzung wird durch Mischen der folgenden Bestandteile formuliert. Bestandteil Gew.% BPP 4,0 C12-C14 AS, Na-salz 0,25 H2O2 1,0 Wasser und geringf. Bestandteile* Ausgleich
* enthält Konservierungsstoffe wie zum Beispiel KATHON® in gehalten von 0,00001–1 Gew.-%.

Die zu behandelnde Textilie wird flach auf einen absorbierenden Fleckenaufnehmer aus FAM-Schaum oder der TBAL-Art gelegt und 0,5–4 ml der Zusammensetzung wird direkt auf den Fleck aufgetragen und mittels der Distalspitze des Spenders mit kreisförmiger Bewegung eingearbeitet.

Andere verwendbare Zusammensetzungen, die in dieser Art und Weise hierin verwendet werden können, sind wie folgt.

Eine hoch bevorzugte, nicht peroxidhaltige fluide Zusammensetzung zur Verwendung hierin ist wie folgt.

BEISPIEL V

BESTANDTEIL Gewicht(%) Butoxypropoxypropanol (BPP) 2,000 NH4 Kokosnuss E, S 0,285 Dodecyldimethylaminoxid 0,031 MgCl2 0,018 MgSO4 0,019 Hydrotop, Parfüm, andere geringfügige Bestandteile 0,101 Kathon Konservierungsmittel 0,0003 Wasser 97,547 PH-Ziel = 7; Bereich = 6–8


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Entfernen von Flecken von einem lokalisierten verschmutzten Bereich auf Textilien, welches Verfahren umfaßt:

    (a) Anordnen des verschmutzten Bereichs der Textilien über und in Kontakt mit einem absorbierenden Fleckenaufnehmer;

    (b) Aufbringen einer fluiden Reinigungszusammensetzung auf die Flecken aus einem Behälter mit einer Spendermündung, und

    (c) gleichzeitig mit oder nachfolgend Schritt (b) Reiben oder Pressen der Reinigungszusammensetzung in die Flecken unter Verwendung der Distalspitze der Mündung, wodurch die Flecken in den Fleckeaufnehmer übertragen werden,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungszusammensetzung ein Butoxypropoxypropanol-Lösungsmittel und mindestens 95 Gew.-% Wasser und wahlweise ein Co-Lösungsmittel umfaßt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Spitze der Mündung konkav ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Spitze der Mündung konvex ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Spitze der Mündung flach ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reinigungszusammensetzung weiterhin ein Tensid umfaßt, das eine Mischung aus MgAES-Tensid und Aminoxid-Tensid ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reinigungszusammensetzung weiterhin ein Co-Lösungsmittel und ein Tensid umfaßt.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reinigungszusammensetzung weiterhin eine wäßrige Lösung von H2O2 umfaßt.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der absorbierende Fleckenaufnehmer ein FAM-Schaumaufnehmer ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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