Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von
Flecken von Textilien in einem Fleckenreinigungsprozess.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Textilreinigungs- und Auffrischverfahren wie zum Beispiel Wäsche-
und Trockenreinigungsoperationen werden typischerweise dazu verwendet, vollständige
Bekleidungsstücke zu reinigen. Unter gewissen Umständen wünscht der Benutzer jedoch
lediglich, lokalisierte Bereiche des Textils zu reinigen. Alternativ kann der Benutzter
wünschen, verschmutzte lokalisierte Bereiche von Flecken zu reinigen, bevor er das
gesamte Textilbekleidungsstück einer allumfassenden Trockenreinigungs- oder Waschoperation
aussetzt.
Ein mit Fleckreinigungsverfahren verbundenes Problem ist das Risiko,
das Textil zu beschädigen. So können, wenn rasches Bürsten während des Verfahrens
verwendet wird, die resultierenden Scherkräfte die Textilien zerreißen und verschleißen,
was zu einem abgenutzten Aussehen führt. In dem von dem Fleck gereinigten Bereich
können Farbstoffe entfärbt oder teilweise entfernt werden. Bei manchen Gelegenheiten
kann die Fleckreinigung selbst „Ringe" oder unansehnliche Rückstände auf
den Textilien hinterlassen. Verschiedene Mittel und spezielle Hilfsmittel zur Vermeidung
oder Minimierung solcher Probleme stehen professionellen Reinigern zur Verfügung.
Für die Verwendung zuhause durch relativ ungeübte Benutzer gibt es jedoch eine weitergehende
Suche nach einfachen, sicheren und doch wirksamen Verfahren zur Fleckreinigung von
Textilien.
Die vorliegende Erfindung befriedigt die vorstehenden Notwendigkeiten,
wie aus der folgenden Offenbarung zu ersehen ist.
STAND DER TECHNIK
Trockenreinigungsprozesse sind offenbart in: EP
429,172 A1, veröffentlicht 29.05.91, Leigh et al., und in US
5,238,587, erteilt 8/24/93, Smith et al. Andere Referenzen, die sich auf
Trockenreinigungs-Zusammensetzungen und -verfahren als auch Faltenbehandlungen für
Textilien beziehen, umfassen: GB 1,598,911; und die U.S. Patente 4,126,563, 3,949,137,
3,593,544, 3,647,354; 3,432,253 und 1,747,324; und die deutschen Anmeldungen 2,021,561
und 2,460,239, 2,208,989 und 4,007,362. Reinigungs-/Detachier-Zusammensetzungen
und Verfahren sind bspw. auch offenbart in den U.S.
Patenten 5,101,573; 5,041,230; 4,909,962; 4,115,061; 4,886,615; 4,139,475;
4,849,257; 5,112,358; 4,659,496; 4,806,254; 5, 213,624; 4,130,392; 5,122,158 und
4,395,261, und EP-A-036,833. Blattförmige Substrate zur Verwendung in einem Wäschetrockner
sind offenbart im kanadischen 1,005,204. U.S. 3,956,556 und 4,007,300 betreffen
perforierte Blätter zur Textilkonditionierung in einem Kleidertrockner. U.S. 4,692,277
offenbart die Verwendung von 1,2-Oktandiol in fluiden Reinigern. Vgl. auch U.S.
Patente 3,591,510; 3,737,387; 3,764,544; 3,882,038; 3,907,496; 4,097,397; 4,102,824;
4,336,024; 4,606,842; 4,758, 641; 4,797,310; 4,802,997; 4,966,724; 4,983,317; 5,004,557;
5,062,973; 5,080,822; 5,173,200; EP 0 213 500;
EP 0 261 718; G. B. 1,297,475; WO 91/09104;
WO 91/13145; WO 93/25654 und Hunt, D. G. und N. H. Morris, „PnB and DPnB
Glycol Ethers", HAPPI, April 1989, Seiten 78–82.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung umfasst ein Verfahren zum Entfernen von
Flecken von einem lokalisierten verschmutzten Bereich auf einer Textilie gemäß Anspruch
1.
In diesem Verfahren kann die Fläche der Distalspitze der Mündung konkav,
konvex, flach oder dgl. sein.
Die hierin verwendeten Zusammensetzungen können weiterhin ein Tensid
umfassen. Oder die Zusammensetzung kann weiterhin ein Co-Lösungsmittel, insbesondere
ein organisches Reinigungslösungsmittel enthalten.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst diese Zusammensetzung
eine wässrige Lösung von H2O2. Solche peroxidhaltigen Zusammensetzungen
beinhalten vorzugsweise auch ein Tensid, und umfassen, höchst vorzugsweise, auch
ein organisches Reinigungslösungsmittel.
Es ist klar, dass die in Schritt (c) enthaltene physikalische Manipulation
entweder gleichzeitig mit oder folgend auf die Anwendung der Reinigungslösung durchgeführt
werden kann. Bei einer Art kann die Reinigungszusammensetzung zum Beispiel auftröpfeln
gelassen oder anderweitig auf den Fleck aus einer geringen Höhe ausgestoßen werden,
und die Distalspitze wird dann dazu verwendet, die Lösung in den Fleck zu reiben
oder zu pressen. Bei einer anderen Art kann die Reinigungslösung aus der Öffnung
der Spitze getröpfelt werden, während das Reiben oder Pressen durchgeführt
wird, allerdings mit geringer hydraulischer Kraft, wenn überhaupt. Falls gewünscht,
kann der Benutzer damit fortfahren, die Zusammensetzung auf und in den Fleck zu
spenden, während der Kontakt zwischen der Distalspitze und dem verschmutzten Bereich
auf der Textilie beibehalten wird.
Alle Prozentangaben, Verhältnisse und Proportionen hierin sind in
Gewichtsprozent, soweit nicht anders angegeben. Alle zitierten Dokumente sind mit
ihrem relevanten Anteil durch Bezugnahme hierin aufgenommen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung umfasst die Verwendung eines absorbierenden
Fleckenaufnehmers in Kombination mit einer fluiden Reinigungs- („Detachier")-Zusammensetzung,
die freisetzbar innerhalb eines Behälters aufbewahrt wird, der mit Spendermitteln
versehen ist. (Die Kombination von Behälter und seinen Spendermitteln wird hierin
gemeinsam als der „Spender" bezeichnet). Im Verfahren der vorliegenden Erfindung
wird eine Textilie auf irgendeinen lokalisierten Fleckenbereich untersucht. Der
verschmutzte Bereich wird dann in engen Kontakt mit einem absorbierenden Fleckenaufnehmer
gebracht und mittels des Spenders behandelt.
Spender – Der hierin verwendete Spender beinhaltet einen Behälter
für die fluide Detachierzusammensetzung, wobei der Behälter Spendermittel aufweist,
die eine Mündung, vorzugsweise in Form eines hohlen Röhrchens umfasst, die mit dem
Behälter verbunden ist und mit dem Inneren des Behälters in Verbindung steht. Bei
Benutzung fließt ein Teil der fluiden Zusammensetzung im Inneren des Behälters von
dem Behälter durch die Mündung, aus der Distalspitze der Mündung, und auf den Fleck,
der behandelt wird. Der Benutzer manipuliert die Zusammensetzung durch Verwischen,
Verschmieren, Pressen oder dergleichen unter Verwendung der Distalspitze, um die
Zusammensetzung in den Fleck einzuarbeiten. Eine kreisförmige, reibende Bewegung
ist typisch. Dadurch kann die Zusammensetzung auf dem verschmutzten Bereich konzentriert
werden. Wenn der Fleck durch die kombinierte Verwendung der vorher beschriebenen
mechanischen Manipulation und der Detachierzusammensetzung gelöst wird, werden die
Fleckrückstände und die Detachierzusammensetzung von der Textilie weg und in den
darunter liegenden Fleckenaufnehmer transferiert. Die Textilie wird dann vorzugsweise
repositioniert, so dass ein frischer Bereich an Fleckenaufnehmer unter anderen verschmutzte
Bereichen zu liegen kommt, und das Verfahren wird wiederholt, bis die Detachieroperation
beendet ist. Die Textilien können dann wie gewünscht verwendet oder auf andere Art
und Weise gewaschen oder trocken gereinigt werden.
Zusammensetzungen – Dem Benutzer des vorliegenden Verfahrens
können verschiedene Zusammensetzungen zur Verwendung als Fleckentferner zur Verfügung
gestellt werden. Ein mit bekannten Detachierzusammensetzungen verbundenes Problem
ist ihre Tendenz, sichtbare Rückstände auf Oberflächen von Textilien zurück zu lassen.
Solche Rückstände sind problematisch und sollten vorzugsweise hierin vermieden werden,
da das vorliegende Verfahren keine herkömmlichen Einweich- und Spülschritte beinhaltet.
Folglich sollten die Detachierzusammensetzungen hierin höchst vorzugsweise im Wesentlichen
frei von verschiedenen Polyacrylat-basierten Emulgiermitteln, polymeren Antistatik-Mitteln,
anorganischen Bildungssalzen und anderen, Rückstände bildenden Materialien sein,
ausgenommen bei niedrigen Leveln von ungefähr 0,1–0,3%, und vorzugsweise 0%
der Endzusammensetzung. Anders ausgedrückt sollten die Zusammensetzungen hierin
so formuliert sein, dass sie im Wesentlichen keine sichtbaren Rückstände auf zu
behandelnden Textilien gemäß der Praxis der vorliegenden Erfindung zurücklassen.
Folglich werden in einer bevorzugten Ausführungsform dieser Endung
fluide Vorreinigungs- (d. h., Detachier-) Zusammensetzungen bereit gestellt, die
im Wesentlichen frei von Materialien sind, die sichtbare Rückstände auf den behandelten
Textilien zurück lassen. Das heißt notwendigerweise, dass die bevorzugten Detachierzusammensetzungen
so formuliert sind, dass sie den höchstmöglichen Gehalt an flüchtigen Materialien
aufweisen, vorzugsweise Wasser, typischerweise ungefähr 95%, vorzugsweise ungefähr
97,7%, ein Reinigungslösungsmittel wie zum Beispiel BPP bei einem niedrigen, aber
wirkungsvollen Gehalt, typischerweise ungefähr 1 bis ungefähr 4%, vorzugsweise ungefähr
2%, und Tenside bei Gehalten von ungefähr 0,1 bis ungefähr 0,7%. Vorteilhafterweise
liegen solche Zusammensetzungen, wenn sie so formuliert sind, eher als wässrige
Lösungen als als Suspensionen oder Emulsionen vor. Auf diese Weise erfordern solche
Zusammensetzungen nicht den Gebrauch von zusätzlichen Emulgiermitteln, Verdickungsmitteln,
Suspendiermittel und dergleichen, die alle zur Bildung von unerwünschten, sichtbare
Rückständen auf der Textilie beitragen können.
In der Tat enthalten alle der chemischen Zusammensetzungen, die dazu
verwendet werden, die Detachierfunktion hierin bereit zu stellen, als allgemeiner
Vorschlag Bestandteile, die sicher und wirkungsvoll für ihre beabsichtigte Verwendung
sind, und, wie oben erwähnt, vorzugsweise keine inakzeptablen Mengen an sichtbaren
Rückständen auf der Textilie hinterlassen. Während herkömmliche Wäschedetergenzien
typischerweise so formuliert sind, dass sie eine gute Reinigung von Baumwoll- und
Baumwolle/Polyester-gemischten Textilien gestatten, müssen die Zusammensetzungen
hierin auch so formuliert sein, dass sie auch sicher und wirkungsvoll solche Textilien
wie Wolle, Seide, Viskose, Viskoseacetat und dergleichen reinigen und wieder auffrischen.
Zudem beinhalten die Zusammensetzungen hierin Bestandteile, die speziell ausgewählt
und formuliert sind, um Farbstoffentfernung oder Migration von flüchtigem, freiem
Farbstoff aus dem zu reinigenden Textil zu minimieren. In dieser Hinsicht ist es
anerkannt, dass die typischerweise in Einweich-Trockenreinigungsverfahren verwendeten
Lösungsmittel einen gewissen Anteil von bestimmten Arten an Farbstoffen von bestimmten
Arten von Textilien entfernen können. Eine solche Entfernung ist jedoch in Einweichverfahren
nicht tolerabel, da der Farbstoff relativ gleichmäßig über die Oberfläche des Textils
entfernt wird. Im Gegensatz dazu wurde nun bestimmt, dass hohe Konzentrationen von
bestimmten Arten von Reinigungsbestandteilen an speziellen Stellen auf Textiloberflächen
zu inakzeptabler lokalisierter Farbstoffentfernung führen können. Die bevorzugten
Zusammensetzungen hierin sind formuliert, um diese Problem zu minimieren oder zu
vermeiden.
Die Farbstoffentfernungs-Attribute der vorliegenden Zusammensetzungen
können mit im Stand der Technik offenbarten Reinigern unter Verwendung photographischer
oder photometrischer Messungen verglichen werden, oder mittels eines einfachen aber
wirkungsvollen visuellen Einstufungstests. Es können numerische Treffereinheiten
zugeordnet werden, um die visuelle Einstufung zu unterstützen und, falls gewünscht,
eine statistische Behandlung der Daten zu gestatten. So wird in einem solchen Test
ein farbiges Kleidungsstück (typischerweise Seide, die mehr dazu neigt, Farbstoff
zu verlieren als die meisten Woll- oder Viskosetextilien) durch Auftragen von Reiniger/Auffrischer
unter Verwendung eines absorbierenden weißen Papierhandtuches behandelt. Es wird
Handdruck aufgebracht, und die Menge an Farbstoff, der auf das weiße Handtuch übertragen
wird, wird visuell ermittelt. Numerische Einheiten, die von: (1) „Ich denke,
ich sehe ein bisschen Farbstoff auf dem Handtuch"; (2) „Ich weiß, dass ich
etwas Farbstoff auf dem Handtuch sehe"; (3) „Ich sehe viel Farbstoff auf
dem Handtuch"; bis (4) Ich weiß, ich sehe ziemlich viel Farbstoff auf dem Handtuch"
reichen, werden durch die Teilnehmer zugeordnet.
Zusätzlich zu den vorherigen Überlegungen werden die hierin verwendeten
Zusammensetzungen so formuliert, dass sie leicht gespendet werden können und nicht
so anhaften, dass sie das Spenden aus dem Behälter unhandlich oder schwierig gestalten.
Die hierin offenbarten bevorzugten Zusammensetzungen, die nicht als die vorliegende
Erfindung beschränkend anzusehen sind, erfordern jedoch ein Detachierverfahren,
das sowohl wirksam als auch ästhetisch zufriedenstellend ist, wenn es in der hierin
offenbarten Art und Weise verwendet wird.
Wässrige Fleckreinigungszusammensetzung
(a) Bleiche – Die Zusammensetzungen hierin können optional zumindest ungefähr
0,35% an Wasserstoffperoxid umfassen. Bevorzugte Fleckenreiniger werden 0,5 bis
ungefähr 3% Wasserstoffperoxid umfassen. Es ist klar, dass andere Peroxidquellen
als H2O2 hierin verwendet werden können. So können verschiedene
aus der Detergenzwissenschaft bekannte Persäuren, Persalze, Perbleichen und dergleichen
verwendet werden. Solche Materialien sind jedoch teuer, schwierig in fluide Produkte
zu formulieren, können Rückstände auf Textilien hinterlassen und bieten keine besonderen
Vorteile gegenüber H2O2, wenn sie in der vorliegenden Weise
verwendet werde.
(b) Lösungsmittel – Die Zusammensetzungen hierin können bis zu 5 Gew.-%
an Butoxypropoxypropanol (BPP)-Lösungsmittel und, wie hierin offenbart, andere optionale
Lösungsmittel enthalten. Bevorzugte Fleckenreiniger beinhalten 1–4% BPP.
(c) Wasser – Die Niedrigrückstand-Zusammensetzungen hierin umfassen zumindest
95%, vorzugsweise zwischen 95,5 und 99 Gew.-% Wasser.
(d) Tensid – Die Zusammensetzungen hierin können optional zwischen ungefähr
0,05% bis ungefähr 2 Gew.-% an Tensiden, wie zum Beispiel MgAES und NH4AES,
Aminoxide, ethoxylierte Alkohole oder Alkylalkohole oder Alkylphenole, Alkylsulfate
und Mischungen davon beinhalten. Wie oben angemerkt ist die Verwendung von auf das
untere Ende des Bereichs beschränkten Tensiden für einige Farbstoffe und Textilarten
bevorzugt. Typischerweise liegt das Gewichtsverhältnis von BPP-Lösungsmittel:Tensid(en)
im Bereich von ungefähr 10 : 1 bis ungefähr 1 : 1. Eine bevorzugte Zusammensetzung
umfasst 2% BPP/0,25% Neodol 23 6.5. Eine andere bevorzugte Zusammensetzung umfasst
4% BPP/0,4% AS.
(e) Optionale Bestandteile – Die Zusammensetzungen hierin können geringe
Mengen an verschiedenen optionalen Bestandteilen einschließlich Bleichstabilisatoren,
Parfüms, Konservierungsstoffen und dergleichen beinhalten. Wenn verwendet, umfassen
solche optionalen Bestandteile typischerweise zwischen ungefähr 0,05 und ungefähr
2 Gew.-% der Zusammensetzungen, unter Rücksichtnahme auf Rückstände auf den gereinigten
Textilien.
(f) Komplexbildner – Zusammensetzungen, die H2O2
enthalten, enthalten typischerweise auch einen Komplexbildner. Der Komplexbildner
ist ausgewählt aus denen, die selbst in wässrigem H2O2 stabil
sind und die das H2O2 durch Komplexierung wandernder Metallionen
stabilisieren. Solche Komplexbildner sind typischerweise bereits in niedrigen, Peroxid-stabilisierenden
Mengen (0,01–1%) in herkömmlichen Wasserstoffperoxidquellen vorhanden. Eine
Mehrzahl an Phosphonatkomplexbildnern sind für die Stabilisierung von H2O3
bekannt. Für diesen Zweck besonders hilfreich sind die Aminophosphonate. Verschiedene
Aminophosphonate sind erhältlich unter dem Handelsnamen DEQUEST®
von Monsanto Company, St. Louis. Missouri. Repräsentative, aber nicht beschränkende
Beispiele beinhalten Ethylendiamintetrakismethylenphosphonsäure, Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure,
und die wasserlöslichen Salze davon. Aminotrismethylenphosphonsäure oder seine wasserlöslichen
Salze (wie DEQUEST 2000®) ist ein bevorzugter Komplexbildner.
Der pH-Bereich der Detachierzusammensetzungen hilft, um Stabilität
für das Wasserstoffperoxid bereit zu stellen und liegt typischerweise im sauren-leicht
basischen Bereich zwischen ungefähr 3 und ungefähr 8, vorzugsweise ungefähr 6.
Organisches Lösungsmittel – Das Reinigungs- (insbesondere Detachierung
beinhaltend) Lösungsmittel hierin ist Butoxypropoxypropanol (BPP), das in kommerziellen
Mengen als Mischung von Isomeren in ungefähr gleichen Mengen erhältlich ist. Die
Isomeren und Mischungen davon sind hilfreich hierin. Die Isomeren Formeln sind wie
folgt:
Obwohl die Detachierzusammensetzungen hierin ganz gut mit nur dem
BPP, Wasser und Tensid funktionieren, können sie optional auch andere Bestandteile
enthalten, um ihre Stabilität weiter zu verbessern. Hydrotope wie zum Beispiel Natriumtoluensulfonat
und Natriumcumensulfonat, kurzkettige Alkohole wie zum Beispiel Ethanol und Isopropanol
und dergleichen, können in den Zusammensetzungen vorhanden sein.
Tenside – Nichtionische Stoffe, wie zum Beispiel die ethoxylierten
C10-C16-Alkohole, z. B. NEODOL 23-6.5, können in den Zusammensetzungen
verwendet werden. Die Alkylsulfonat-Tenside, die hierin als Reiniger und zur Stabilisierung
wässriger Zusammensetzungen verwende werden können, sind sowohl die primären C8-C18
(„AS“; vorzugsweise C10-C14, Natriumsalz) als
auch verzweigtkettige und zufällige C10-C20-Alkylsulfate und
sekundäre C10-C18 (2,3) Alkylsulfate der Formel CH3(CH2)x(CHOSO3–M+CH3
und CH3(CH2)y(CHOSO3–M+CH2CH3,
in denen x und (y + 1) ganze Zahlen von mindestens 7, vorzugsweise mindestens ungefähr
9 sind, und M ein wasserlösliches Kation, insbesondere Natrium ist, als auch ungesättigte
Sulfate wie zum Beispiel Oleylsulfat. Hierin verwendete Alkylethoxysulfat (AES)-Tenside
werden herkömmlich bezeichnet als die Formel R(EO)xSO3Z aufweisend,
in der R C10-C16-Alkyl, EO -CH2CH2-O-,
und x 1–10 ist, und können Mischungen beinhalten, die herkömmlicherweise als
Mittelwerte berichtet werden, z. B. (EO)2,5, (EO)6,5 und dergleichen,
und in der Z ein Kation wie zum Beispiel Natriumammonium oder Magnesium (MgAES)
ist. Die C12-C16-Alkyldimethylaminoxid-Tenside können ebenfalls
verwendet werden. Eine bevorzugte Mischung enthält MgAE1S/C12-dimethylaminoxid
bei einem Gewichtsverhältnis von ungefähr 10 : 1. Andere Tenside, die die Phasenstabilität
verbessern, und die optional hierin verwendet werden können, beinhalten die Polyhydroxyfettsäureamide,
z. B., C12-C14-N-Methylglucamid. AS stabilisierte Zusammensetzungen
enthalten vorzugsweise 0,1–0,5 Gew.-% der Zusammensetzungen hierin. MgAES
und Aminoxide können, wenn verwendet, 0,01–2 Gew.-% der Zusammensetzungen
enthalten. Die anderen Tenside können bei gleichen Gehalten verwendet werden.
Andere optionale Stoffe – Zusätzlich zu dem oben offenbarten
Wasser, dem BPP-Lösungsmittel dem optionalen H2O2 und den
Tensiden können hierin verwendete fluide Zusammensetzungen verschiedene optionale
Bestandteile, wie zum Beispiel Parfüms, Konservierungsstoffe, Aufheller, Salze zur
Viskositätskontrolle, pH-Einstellmittel oder Puffer und dergleichen enthalten. Das
folgende zeigt bevorzugte Bereiche für Reinigungszusammensetzungen zur Verwendung
hierin, ist aber nicht als diese beschränkend gedacht.
Andere Lösungsmittel oder Co-Lösungsmittel, die optional hierin verwendet
werden können, beinhalten verschiedene Glycolether, einschließlich Materialien,
die unter Handelsnamen wie zum Beispiel Carbitol, Methylcarbitol, Butylcarbitol,
Butylcarbitol, Propylcarbitol und Hexylcarbitol und Hexylcellosolve vertrieben werden,
und insbesondere Methoxypropanol (MPP), Ethoxypropanol (EPP), Propoxypropoxypropanol
(PPP), und alle Isomere beziehungsweise Mischungen von MPP, EPP und BPP, als auch
Butoxypropanol (BP) und dergleichen, und Mischungen davon. Solche Lösungsmittel
oder Co-Lösungsmittel können, wenn verwendet, typischerweise zwischen ungefähr 0,5
bis ungefähr 2,5 Gew.% der wässrigen Zusammensetzungen hierin enthalten.
Fleckenaufnehmer – Der Fleckenaufnehmer, der in der Detachieroperation
verwendet hierin wird, kann jedes absorbierende Material sein, das die in der Detachieroperation
verwendete fluide Zusammensetzung aufsaugt. Wegwerfbare Papiertaschentücher, Tuchhandtücher
wie zum Beispiel BOUNTYTM Markenhandtücher, saubere Lappen, etc. können
verwendet werden. In einer bevorzugten Art ist der Fleckenaufnehmer jedoch speziell
gestaltet, um die fluide Zusammensetzung von dem verschmutzten Gebiet aufzusaugen
oder wegzuziehen. Ein bevorzugter Aufnehmer besteht aus einer Vliesstoffunterlage.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der gesamte Vliesstoff eine absorbierende
Struktur bestehend aus ungefähr 72% Holzfasern und ungefähr 28% zweikomponentigem
Stapelfaser-Polyethylenpropylen (PE/PP). Es ist ungefähr 60 Mil dick. Es weist optional,
aber vorzugsweise, einen Sperrfilm auf seiner rückwärtigen Oberfläche auf, um zu
verhindern, dass die Reinigungsflüssigkeit auf die Oberfläche gelangt, auf der die
Detachieroperation durchgeführt wird. Die Struktur des Aufnehmers stellt einen kapillaren
Gradienten von ihrer oberen, flüssigkeitsaufnehmenden Schicht zu ihrer unteren Schicht
bereit. Der Gradient wird durch das Steuern der Dichte des Gesamtmaterials und durch
Schichtenbildung der Verbindungen in der Weise erreicht, dass eine niedrigere kapillare
Saugwirkung in der oberen Schicht und eine größere kapillare Saugkraft innerhalb
der unteren Schicht vorliegt. Die niedrigere kapillare Saugwirkung rührt davon her,
dass ein größerer Synthetik-Stapelfaserinhalt in der oberen Schicht (diese Fasern
weisen Oberflächen mit höheren Kontaktwinkeln und dementsprechend geringere Affinität
für Wasser als Holzfasern auf existiert als in der unteren Schicht.
Genauer gesagt kann der absorbierende Fleckenaufnehmer hierin auf
einfache Weise unter Verwendung im Stand der Technik bekannter Verfahren zur Herstellung
vliesförmiger, thermisch verbundener lufteingesetzter Strukturen (thermally bonded
air laid structures – „TBAL") hergestellt werden. Als allgemeiner Vorschlag
umfassen TBAL-Herstellungsverfahren typischerweise das Niederlegen eines Netzes
von absorbierenden Fasern, wie zum Beispiel relativ kurze (4–5 mm) Holzfasern,
in denen relativ lange (30–50 mm) zweikomponentige Fasern verwoben sind, die
langsam mit der Anwendung von Wärme schmelzen, um eine thermische Bindung zu erzielen.
Die zweikomponentigen zwischen den Holzfasern vermischten Fasern wirken dabei so,
um die gesamte Matte zusammen zu „kleben". Im Unterschied zu herkömmlichen
TBAL-Strukturen ist die Verteilung der zweikomponentigen Fasern in den oberen und
unteren Schichten des Fleckenaufnehmers hierin nicht gleichmäßig. Vielmehr ist die
obere (Flüssigkeit aufnehmende) Schicht der Faser, die den Fleckenaufnehmer enthält,
relativ reicher an zweikomponentigen Fasern als in Holzfasern (oder anderen zelluloseartigen)
Fasern. Da die zweikomponentigen Fasern aus synthetischen Polymeren hergestellt
sind, die relativ hydrophob sind, tendiert die obere Schicht von Fasern in dem Fleckenaufnehmer
im Vergleich mit der unteren Schicht der Fasern dazu, hydrophiler zu sein, da sie
einen hohen Anteil an Holzfasern enthält. Dieser Unterschied in Hydrophobie/Hydrophilie
zwischen den unteren und oberen Faserschichten in dem Fleckenaufnehmer hilft dabei,
Wasser (z. B., die wässrigen Zusammensetzungen hierin) und Fleckenmaterialien aus
den Textilien zu ziehen, die in der Art und Weise wie hierin offenbart behandelt
werden.
Um das Vorangehende detaillierter zu beschreiben, besteht bei dem
vorliegenden Fleckenaufnehmer in einer Art die oberste (Flüssigkeit aufnehmende)
Schicht (die gegen das verschmutzte Kleidungsstück platziert werden soll) aus ungefähr
50 Gew.% zweikomponentiger Faser und ungefähr 50 Gew.-% Holzfaser, mit einem Basisgewicht
von ungefähr 50 Gramm/m2 (gsm). Die untere Schicht ist eine 80/20 (Gew.-%)-Mischung
von Holzfaser und zweikomponentigen Stapelfasern mit einem Basisgewicht von ungefähr
150 gsm. Diese Verhältnisse können variiert werden, so lange die obere Schicht hydrophober
als die untere Schicht ist. Beispielsweise können obere Schichten von 60/49, 70/30,
etc. Holz/Zweikomponente verwendet werden. Untere Schichten von 90/10, 65/35, 70/30,
etc. Holz/Zweikomponente können verwendet werden.
Fussel-Kontroll-Binderspray – Ein wärmevernetzbarer Latexbinder
kann optional auf die obere Schicht des Fleckenaufnehmerartikels gesprüht werden,
um dabei zu helfen, ein Fusseln zu kontrollieren und die Stärke zu vergrößern. Eine
Mehrzahl von alternativen Harzen kann zu diesem Zweck verwendet werden. So kann
die Oberfläche der obersten Schicht mit einem vernetzbaren Latexbinder (Airflex
124, geliefert von Air Products) bei einer Konzentration von ungefähr 3 bis 6 Gramm
pro Quadratmeter besprüht werden. Dieser Binder hat keine große Affinität zu Wasser
relativ zu Holzfasern, und beeinflusst auf diese Weise nicht sehr die relative Hydrophobie
der oberen Schicht. Kalt- oder Heißkräuseln, Schallkleben, Heißkleben und/oder Nähen
kann ebenfalls entlang aller Kanten des Aufnehmers verwendet werden, um die Fusseltendenz
weiter zu reduzieren.
Abdeckblatt – Wenn sie auf diese Weise hergestellt wurde, ist
die Zweischichten-Struktur, die den Fleckenaufnehmer enthält, ausreichend stabil,
um als solche verwendet zu werden. Um jedoch ein Auslaufen der Flüssigkeit
auf die Tischoberfläche oder eine andere durch den Benutzer ausgewählte Behandlungsfläche
zu verhindern, ist es bevorzugt, ein flüssigkeits-undurchlässiges Spenblatt auf
der bodennächsten Fläche der unteren Schicht zu befestigen. Dieses Abdeckblatt verbessert
auch die Integrität des gesamten Fleckenaufnehmerartikels. Die bodennächste Fläche
der unteren Schicht kann mit einer 0,5–2,0 Mil, vorzugsweise 0,75 Mil dicken
Schicht von PE- oder PP-Film unter Verwendung herkömmlicher Verfahren extrusionsbeschichtet
sein. Die Filmschicht ist so ausgebildet, dass sie eine Pinhole-freie Barriere darstellt,
um jedes unerwünschte Auslaufen der fluiden Zusammensetzung über den Aufnehmer hinaus
zu verhindern. Dieses Abdeckblatt kann entsprechend den Wünschen des Formulierers
mit Verwendungshinweisen bedruckt, geprägt und/oder dekoriert sein. Der Fleckenaufnehmer
ist für eine Verwendung außerhalb des Trockners gedacht. Da der Aufnehmer jedoch
unbeabsichtigt im Trockner platziert und hohen Temperaturen ausgesetzt werden kann,
ist es bevorzugt, dass das Abdeckblatt aus einem hitzebeständigen Film wie zum Beispiel
Polypropylen oder Nylon hergestellt ist.
Basisgewicht – Dieses kann abhängig von der bereit gestellten
antizipierten Menge an Reiniger/Auffrischungslösung variieren, die absorbiert werden
soll. Die bevorzugte Fleckenaufnehmerstruktur zeigt eine horizontale Saugfähigkeit
von ungefähr 4–15 Gramm Wasser für jedes Gramm an Vliesstoff. Ein typischer
Aufnehmer von 90 mm × 140 mm absorbiert ungefähr 10–20 Gramm Wasser.
Da in dem typischen Fleckentfernungsverfahren sehr wenig Flüssigkeit verwendet wird,
ist tatsächlich eine viel geringere Kapazität erforderlich. Ein praktikabler Bereich
liegt daher ungefähr 10 g bis ungefähr 50 g.
Größe – Die Größe des bevorzugten Aufnehmers liegt bei ungefähr
90 mm mal 140 mm, es können jedoch andere Größen verwendet werden. Die Form kann
variiert werden.
Fasern – Konventionell erhältliche 2–3 denier (0,0075–0,021
mm) Polyethylen-/Polypropylen PE/PP-Zweikomponentenstapel und Standard-Holzfasern
(in der Hammermühle bearbeitet) werden zur Herstellung des bevorzugten Aufnehmers
verwendet. Andere übliche Stapelfasern wie zum Beispiel Polyester, Acryl, Nylon
und Zweikomponentenfasern von diesen können als synthetische Komponenten verwendet
werden. Wiederum müssen kapillare Saugerfordernisse bei der Auswahl dieser Fasern
und ihrer Größen oder Deniers beachtet werden. Größere Denier-Werte beeinträchtigen
die kapillare Saugkraft wie es Oberflächenhydrophobie tut. Die absorbierende Holzfaser
kann auch durch Baumwolle, Hanf, Viskose und andere ersetzt werden. Wenn gewünscht,
kann die untere Schicht auch die sogenannten „Supersorber" absorbierende
gelierende Materialien (AGM) enthalten, die für die Verwendung in der Windel- und
Hygienebindentechnik bekannt sind. Solche AGMs können 1 bis 20 Gew.-% der unteren
Schicht umfassen.
Dicke – Die Gesamtdicke (uneingeschränkt gemessen) des Fleckenaufnehmers
liegt bei etwa 60 Mil, kann aber weit variieren. Das untere Ende kann durch den
Wunsch beschränkt sein, eine Saugfähigkeitsauflage bereit zu stellen. 25 Mil bis
200 Mil (0,6 mm –5,1 mm) ist ein vernünftiger Bereich.
Kapillare Saugfähigkeit/Dichte – Die Gesamtdichte des Fleckenaufnehmers
beeinflusst sowohl die Absorptionsvermögensrate als auch die Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit.
Typische Holzfaser enthaltende absorbierende Artikel weisen eine Dichte auf (uneingeschränkt
gemessen), die im Bereich von ungefähr 0,12–0,15 g/ks +/– 0,05 liegt.
Der bevorzugte Zweischichten-Fleckenaufnehmer hierin weist ebenfalls eine Dichte
im gleichen Bereich auf, kann aber außerhalb dieses Bereichs eingestellt werden.
Eine höhere Dichte erhöht die Steilheit; eine niedrigere Dichte verringert die Gesamtfestigkeit
und macht ein Stauben wahrscheinlicher. Die kapillare Saugfähigkeit wird durch die
Art und die Größe der Fasern und der Dichte der Struktur bestimmt. Textilien gibt
es in vielen Spielarten und zeigen selbst einen großen Bereich an kapillarer Saugfähigkeit.
Es ist wünschenswert, einen Aufnehmer zu konstruieren, der eine größere kapillare
Oberflächensaugfähigkeit als die des behandelten verschmutzten Kleidungsstücks aufweist.
Farben – Weiß ist die bevorzugte Farbe, da sie am besten zeigt,
wenn Flecken von der behandelten Textilie entfernt werden. Es gibt jedoch keine
andere funktionale Grenze bezüglich der Farbe.
Prägung – Die bevorzugte Fleckenaufnehmerstruktur ist mit jedwedem
gewünschten Muster oder Logo prägbar.
Optionale Vliesstoff (NW)-Arten – Obwohl die TBAL-Fleckenaufnehmerstruktur
bevorzugt ist, um eine Dichtekontrolle, gute Dickeempfindung, gutes Saugfähigkeit
und gute Elastizität zu gestatten, sind andere Arten von NWs, die verlässlich verwendet
werden können, hydro-verwickelte, thermisch kardierte, manget-gebundene, und andere
Verfahren, die gut abstreifende Substrate herstellen (einschließlich thermisch gebundene
nassgelegte und andere).
Herstellung – Die Herstellung des bevorzugten Zweischichten-Fleckenaufnehmers
wird unter Verwendung herkömmlicher TBAL-Verfahren durchgeführt. In einer Betriebsart
wird zunächst die untere holzfaserreiche Schicht abgelegt und die obere, an synthetischen
Fasern reiche Schicht wird darauf abgelegt. Das optionale Binderspray wird zu geeigneter
Zeit auf die obere Schicht aufgetragen. Die resultierende Zweischichtenstruktur
wird auf Rollen gesammelt (was die Gesamtstruktur etwas kompakter werden lässt).
Im großen und ganzen weist die Zweischichtenstruktur (unbeschränkt) eine Dicke von
ungefähr 60 Mil und eine Dichte von ungefähr 0,13–0,15 g/cc auf. Die Dichte
kann geringfügig variieren, anhängig von den Gebrauchsraten des Bindersprays. Das
optionale Abdeckblatt wird durch ein Durchführen der Struktur in Bogenform zusammen
mit einem Bogen des Abdeckmaterials durch Andruckwalzen, aufgebracht.
Wiederum werden herkömmliche Verfahren verwendet. Falls gewünscht, und aus Kostenersparnis,
kann die relative Dicke der unteren und oberen Schichten variiert werden. Auf diese
Weise kann sich, da Holzfasern weniger teuer als Zweikomponenten-Fasern sind, der
Hersteller dazu entscheiden, eine relativ dickere untere und eine relativ dünnere
obere Schicht abzulegen. So kann man, eher als eine Struktur, deren Verhältnis von
unterer/oberer Schichtdicke ungefähr 1 : 1 beträgt, Bereiche von 0,2 : 1, 0,3 :
1, 0,5 : 1, etc. auswählen.
Falls mehr Absorptionsvermögen notwendig ist, können die Verhältnisse
umgekehrt werden. Solche Betrachtungen liegen innerhalb des Ermessens des Herstellers.
Es ist beabsichtigt, dass der Zweilagen-Fleckenaufnehmer so preisgünstig
hergestellt werden soll, dass er nach einer einzigen Verwendung weggeworfen werden
kann. Die Strukturen sind jedoch ausreichend robust, dass eine mehrfache Wiederverwendung
möglich ist. Auf jeden Fall sollte der Benutzer den Artikel so positionieren, dass
„saubere" Gebiete unter den verschmutzten Gebieten der zu behandelnden Textilie
zu liegen kommen, um die Freisetzung von alten Flecken aus dem Fleckenaufnehmer
zurück auf die Textilie zu verhindern.
Eine andere Art von Fleckenaufnehmer zur Verwendung hierin umfasst
funktionale Absorber-Materialien („FAMs"), die in Form von wasser-absorbierenden
Schäumen mit einer kontrollierten kapillaren Größe vorliegen. Die physikalische
Struktur und resultierende hohe Kapillarität von FAMartigen Schäumen stellen eine
sehr wirkungsvolle Wasserabsorption zur Verfügung, während sie gleichzeitig die
chemische Zusammensetzung des FAM typischerweise hoch lipophil macht. Auf diese
Weise kann das FAM tatsächlich sowohl Hydrophilie als auch Lipophilie gleichzeitig
zur Verfügung stellen. (FAM-Schäume können so behandelt werden, dass sie hydrophil
werden. Sowohl hydrophobe als auch hydrophile FAM können hierin verwendet werden.)
Zur Fleckenvorbehandlung wird der verschmutzte Bereich des Kleidungsstücks
oder Textilabschnitts über einen Abschnitt des FAM platziert, gefolgt von einer
Behandlung mit der fluiden Reinigungslösung in Verbindung mit der Spitze der Spendenöhre,
um mechanische Bewegung bereit zu stellen. Wiederholte Manipulation mit der Spitze
und der Detergenz-Effekt der Lösung dienen dazu, den Schmutz zu lösen und ihn zu
dem FAM zu transportieren. Während das Fleckreinigungsverfahren fortschreitet, veranlassen
die Saugeffekte der FAM-Kapillaren, dass die Reinigungslösung und Fleckenablagerungen
in das FAM transportiert werden, wo die Fleckenablagerungen größtenteils zurück
gehalten werden. Am Ende dieses Schritts wird beobachtet, dass sowohl der Fleck
als auch fast die gesamte Reinigungslösung von dem behandelten Textil entfernt und
in das FAM transportiert wurde. Das hinterlässt lediglich eine feuchte Textiloberfläche
mit einem minimalen Rückstand an Reinigungslösung/Fleckenablagerung, was zu unerwünschten
Ringen auf dem Textil führen kann.
Die Herstellung von FAM-artigen Schäumen zur Verwendung als Fleckenaufnehmer
hierin bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung. Die Herstellung von FAM-Schaum
ist in der Patentliteratur sehr ausführlich beschrieben, vgl. zum Beispiel: U.S.
5,260,345 von DesMarais, Stone, Thompson, Young, LaVon und Dyer, erteilt am 9. November
1993; U.S. 5,268,224 von DesMarais, Stone, Thompson, Young, LaVon und Dyer, erteilt
am 7. Dezember 1993; U.S. 5,147,345 von Young, LaVon und Taylor, erteilt am 15.
September 1992, und das Begleitpatent U.S. 5,318,554 erteilt am 7. Juni 1994; U.S.
5,149,720 von DesMarais, Dick und Shively, erteilt am 22. September 1992, und die
Begleitpatente U.S. 5,198,472, erteilt am 30. März 1993 und U.S. 5,250,576, erteilt
am 5. Oktober 1993; U.S. 5,352,711 von DesMarais, erteilt am 4. Oktober 1994; PCT-Anmeldung
93/04115, veröffentlicht am 4. März 1993, und U.S. 5,292,777 von DesMarais und Stone,
erteilt am B. März 1994; U.S. 5,387,207 von Dyer, DesMarais, LaVon, Stone, Taylor
und Young, erteilt am 7. Februar 1995; U.S. 5,500,451 von Golduran und Scheibel,
erteilt am 19. März 1996; und U.S. 5,550,167 von DesMarais, erteilt am 27. August
1996.
Die folgenden Beispiele illustrieren die Fleckentfernungsoperation
der vorliegenden Erfindung weiter, sind aber nicht als diese beschränkend gedacht.
BEISPIEL I
Die Detachieroperation hierin zum Entfernen von Flecken von einem
lokalisierten Bereich auf einer Textilie wird durchgeführt durch:
(a) Unterlegen des den Fleck enthaltenen Bereiches mit einem absorbierenden
Fleckenaufnehmer;
(b) Aufbringen einer fluiden Reinigungszusammensetzung (Vorreiniger) auf den
Fleck aus einem Behälter mit einer Spendermündung; und
(c) Reiben oder Pressen der Reinigungszusammensetzung in den Fleck unter Verwendung
der Distalspitze der Mündung, wodurch der Fleck in den Fleckenaufnehmer übertragen
wird.
In diesem Verfahren kann die Fläche der Distalspitze der Mündung konkav,
konvex, flach oder dgl. sein. Die Kombination von Behälter plus Mündung wird hierin
gemeinschaftlich als „Spender" bezeichnet.
Ein typischer hierin weist die folgenden Dimensionen auf, die nicht
als diese beschränkend anzusehen sind. Das Volumen der auf dem
Spender verwendeten Behälterflasche ist typischerweise 2 oz.–4 oz. (Milliliter;
59 bis 118 ml). Die Flasche größerer Kapazität des Behälters kann aus hochdichtem
Polyethylen bestehen. Polyethylen von niedriger Dichte wird vorzugsweise für die
kleinere Flaschengröße verwendet, da sie leichter zusammen zu drücken ist. Die Gesamtlänge
der Mündung beträgt ungefähr 0,747 inches (1,89 cm). Die Mündung weist eine im Allgemeinen
konische Form auf mit einem Durchmesser an ihrer proximalen Basis (wo sie mit der
Behälterflasche zusammengefügt ist) von ungefähr 0,596 inches (1,51 cm) und an ihrem
distalen von 0,182 inches (4,6 mm). Der Durchmesser des Kanals innerhalb der Mündung,
durch den die Vorreinigungsflüssigkeit fließt, beträgt annähernd 0,062 inches (1,57
mm). In dieser Ausführungsform verläuft der Kanal von der Behälterflasche über eine
Entfernung von ungefähr 0,474 inches (1,2 cm) und verbreitert sich dann geringfügig,
wenn er mit der Wölbung kommuniziert, um die Austrittsöffnung am distalen Ende der
Mündung zu bilden.
Ein Vorreinigungsrezept zur Verwendung hierin mit dem oben genannten
Spender und einem TBALoder FAM-Schaum-Fleckenaufnehmer ist wie folgt.
Dieses Beispiel zeigt einen Fleckenaufnehmer vom FAM-Schaum-Typ zur
Verwendung in dem Vorreinigungsverfahren hierin. Die Erfassung und das Absorptionsvermögen
des FAM in bezog auf die fluiden Detachierzusammensetzungen hierin ist besser als
die meisten anderen Arten von absorbierenden Materialien. Das FAM hat zum Beispiel
eine Kapazität von ungefähr 6 g (H2O) pro Gramm Schaum bei einem Saugdruck
von 100 cm Wasser. Demgegenüber weisen Celluloseholzfaserstrukturen im Wesentlichen
keine Kapazität oberhalb von ungefähr 80 cm Wasser auf. Da im vorliegenden Verfahren
das verwendete Volumen an fluidem Vorreiniger relativ niedrig ist (ein paar Milliliter
sind typisch), kann die Menge an verwendetem FAM klein sein. Das bedeutet, dass
die Unterlage von FAM, das unter dem verschmutzten Bereich der Textilie liegt, ziemlich
dünn und trotzdem wirkungsvoll sein kann. Wenn es jedoch zu dünn ist, kann die Unterlage
dazu neigen, während des Gebrauchs zu zerbröckeln. (Wie oben erwähnt kann ein Abdeckblatt
an dem FAM angebracht werden, um dabei zu helfen, seine Unversehrtheit zu bewahren.)
Aus FAM hergestellte Fleckenaufnehmerunterlagen können auf zwei verschiedene Art
und Weisen verwendet werden. In einer Weise wird der nicht komprimierte Schaum verwendet.
Unterlagen aus nicht komprimiertem Schaum mit einer Dicke im Bereich von ungefähr
0, 3 bis ungefähr 15 mm sind verwendbar. In einer anderen Art kann der FAM-Schaum
in einer komprimierten Form verwendet werden, die aufquillt, wenn fluider Vorreiniger
mit seiner Last an Fleckenmaterial absorbiert wird. Komprimierte FAM-Schäume mit
Dicken im Bereich von ungefähr 0,02 inches (0,5 mm) bis ungefähr 0,135 inches (3,4
mm) sind hierin geeignet.
Die Herstellung von FAM-Schaum (die auch manchmal in der Literatur
als „HIPE", d. h., hohe interne Phasenemulsion, bezeichnet wird) wird in
den oben genannten Patenten beschrieben. Das folgende Beispiel zeigt die Herstellung
eines komprimierten Schaums zur Verwendung hierin mit einer Dicke von ungefähr 0,025
inches (0,063 cm). Solche komprimierten Schäume im bereich von 0,025 in. –0,027
in. (0,063 cm –0,068 cm) sind insbesondere als Fleckenaufnehmer hierin verwendbar.
Herstellung der Emulsion und FAM-Schäumen davonA) Emulsionsherstellung
Wasserfreies Calciumchlorid (36,32 kg) und Kaliumpersulfat (189 g)
werden in 378 Liter Wasser gelöst. Dies stellet den Wasserphasenstrom zur Verwendung
in einem kontinuierlichen Verfahren zur Herstellung der Emulsion zur Verfügung.
Zu einer Monomerkombination, enthaltend destilliertes Divinylbenzol
(42,4% Divinylbenzol und 57,6% Ethylstyren) (1980 g), 2-Ethylhexylacrylat (3300
g), und Hexandioldiacrylat (720 g) wird ein Diglycerolmonooleat-Emulgator (360 g),
Ditallcumdimethylammoniummethylsulfat (60 g) und Tinuvin 765 (15 g) gegeben. Der
Diglycerolmonooleat-Emulgator (Grindsted Products; Braband, Dänemark) umfasst ungefähr
81% Diglycerolmonooleat, 1% andere Digylcerohnonoester, 3% Polyole
und 15% andere Polyglycerolester, verleiht einen Mindest-Öl/Wasser-Grenzflächenspannungswert
von ungefähr 2,7 dyn/cm, und weist eine kritische Öl/Wasser-Aggregationskonzentration
von annähernd 2,8 Gew.-% auf. Nach dem Mischen wird dieser Materialienkombination
erlaubt, sich über Nacht zu beruhigen. Es wird kein sichtbarer Rückstand gebildet
und die gesamte Mischung wird abgezogen und als Ölphase in einem kontinuierlichen
Verfahren zur Bildung der Emulsion verwendet.
Getrennte Ströme der Ölphase (25°C) und der Wasserphase (53–55°C)
werden einer dynamischen Mischvorrichtung zugeführt. Gründliches Mischen der vereinigten
Ströme in der dynamischen Mischvorrichtung wird mittels eines Scherstift-Flügelrads
erreicht. Das Scherstift-Flügekad umfasst einen zylindrischen Schaft von ungefähr
36,8 cm Länge mit einem Durchmesser von ungefähr 2,5 cm. Der Schaft weist 6 Reihen
von Scherstiften auf, wobei 3 Reihen 33 Scherstifte und 3 Reihen 32 Scherstifte
aufweisen, die jeweils einen Durchmesser von 0,5 cm haben und sich von der Zentralachse
des Schaftes mit einer Länge von 2,5 cm nach außen erstrecken. Das Scherstift-Flügelrad
ist in einer zylindrischen Hülse befestigt, die die dynamische Mischvorrichtung
bildet, und die Scherstifte haben einen Abstand von 1,5 mm von dem Wänden der zylindrischen
Hülse.
Ein geringer Anteil des aus der dynamischen Mischvorrichtung ausströmenden
Ausflusses wird abgezogen und tritt in eine Rückführungszone ein; vgl. PCT U.S.
96/00082, veröffentlicht am 18. Juli 96 und EPA 96/905110.1, angemeldet am 11. Januar
96. Die Waukesha-Pumpe in der Rückführungszone führt den geringen Anteil zum Eintrittspunkt
der Stromflüsse von Öl- und Wasserphase zu der dynamischen Mischungszone zurück.
Die kombinierte Mischungs- und Rückführungszonenanordnung wird mit
Öl- und Wasserphase im Verhältnis von 4 Teilen Wasser zu 1 Teil Öl gefüllt. Die
dynamische Mischvorrichtung wird entlüftet, um der Luft zu gestatten, zu entweichen,
während die Vorrichtung vollständig gefüllt wird. Die Durchflussgeschwindigkeiten
während des Füllens betragen 7,6 g/sec Ölphase und 30,3 g/sec Wasserphase.
Ist die Vorrichtungsanordnung gefüllt, wird die Abzugsöffnung geschlossen.
In dem dynamischen Mischer wird dann das Rühren begonnen, wobei das Flügelrad sich
mit 1450 U/min dreht und die Rückführung wird mit einer Rate von 30 cc/sec begonnen.
Die Durchflussgeschwindigkeit der Wasserphase wird dann stetig über einen Zeitabschnitt
von ungefähr 1 Min. bis zu einer Rate von 151 cc/sec erhöht, und die Ölphasen-Dwchflussgeschwindigkeit
wird über einen Zeitraum von ungefähr 3 Min. auf 3 g/sec erniedrigt. Die Rückführungsrate
wird stetig bis ungefähr 150 cc/sec während des letzteren Zeitraums erhöht. Der
durch den dynamischen Mischer und die statische Mischzone (TAH Industries Modell
Nummer 101–212) erzeugte Gegendruck an diesem Punkt beträgt etwa 14,7 PSI
(101,4 kPa), was den gesamten Gegendruck des Systems darstellt. Die Geschwindigkeit
der Waukesha-Pumpe wird dann stetig verringert, um eine Rückführungsrate von ungefähr
75 cc/sec zu erzielen. Die Geschwindigkeit des Flügelrads wird dann über einen Zeitraum
von ungefähr 10 Sekunden stetig auf 1550 U/min erhöht. Der Gegendruck wächst bis
ungefähr 16,3 PSI (112 kPa) an.
B) Polymerisierung der Emulsion
Die aus dem statischen Mischer fließende Emulsion wird in einer runden
Polypropylenwanne von 17 in. (43 cm) Durchmesser und 7,5 in. (10 cm) Höhe mit einem
konzentrischen Einsatz aus Celcon-Kunststoff gesammelt. Der Einsatz hat einen Durchmesser
von 5 in. (12,7 cm) an seiner Basis und 4,75 in. (12 cm) an seiner Spitze und ist
6,75 in. (17,1 cm) hoch. Die Emulsion enthaltenden Wannen werden in einem Raum bei
18 Stunden bei 65°C aufbewahrt, um die Polymerisation zu bewirken und den Schaum
zu bilden.
C) Waschen des Schaums und Entwässerung
Der gehärtete FAM-Schaum wird aus den Härtungswannen entfernt. Der
Schaum besitzt an diesem Punkt eine restliche Wasserphase (enthaltend ungelöste
Emulgatoren, Elektrolyt, Initiatorrückstände und Initiator) von ungefähr 44–55
mal (45–55X) dem Gewicht an polymerisiertem Monomer. Der Schaum wird mit einem
scharfen, sich hin- und her bewegenden Sägeblatt in Bögen von 0,185 inches (0,47
cm) Dicke geschnitten. Diese Bögen werden dann einer Komprimierung in einer Reihe
von 2 porösen, mit Vakuum ausgestatteten Druckwalzen unterworfen, die den restlichen
Wasserphasengehalt des Schaums allmählich bis ungefähr 6 mal (6x) dem Gewicht des
polymerisierten Materials verringern. An diesem Punkt werden die Bögen dann mit
einer 1,5%igen CaCh2 -Lösung gesättigt und in einer Reihe von 3 porösen,
mit Vakuum ausgestatteten Druckwalzen zu einem Wasserphasengehalt von ungefähr 4X
ausgedrückt. Der CaCh-Gehalt des Schaums liegt zwischen 8 und 10%.
Der Schaum bleibt nach der letzten Druckwalze bei einer Dicke von
ungefähr 0,025 in. (0,063 cm) komprimiert. Der Schaum wird dann an der Luft etwa
16 Stunden lang getrocknet. Eine solche Trocknung verringert den Feuchtigkeitsgehalt
bis auf ungefähr 9–17 Gew.-% des polymerisierten Materials. An diesem Punkt
sind die Schaumbögen sehr drapierbar. In diesem kollabierten Zustand beträgt die
Dichte des Schaums ungefähr 0,14 g/cc.
Wie oben erwähnt wird ein Bogen des FAMs zur Verwendung als Fleckenaufnehmer
in der Detachieroperation hierin unterhalb und in engem Kontakt mit der Rückseite
des verschmutzten Bereichs einer Textilie platziert. Ein Teil der Detachierzusammensetzung
wird auf die Vorderseite der Textilie gespendet und mittels der Spenderspitze, wie
weiter oben offenbart, in den Fleck manipuliert. Die überschüssige Detachierzusammensetzung
und ihre Ladung an Fleckenmaterial werden dadurch durch die Textilie und in die
darunter liegende Schaumunterlage übertragen. Das gleiche gilt, wenn der TBAL-Typ
eines Fleckenaufnehmers in der gleichen Weise verwendet wird.
BEISPIEL III
Beispiele von bevorzugten Zusammensetzungen mit hohem Wassergehalt
und niedrigem Gehalt an Rückstand hierin sind wie folgt. Die Zusammensetzungen sind
als „nichtionisch" oder „anionisch" aufgelistet, abhängig von der
Art des hierin verwendeten Tensids. Diese Zusammensetzungen werden in der Art verwendet,
wie sie hierin offenbart wird, um Textilien und Kleidungsstücke vorzureinigen.
Vorzugsweise umfassen solche Zusammensetzungen, um das Potential für
eine Farbstoffschädigung, wie weiter oben offenbart, zu minimieren, das anionische
oder nichtionische Tensid in einer Menge (in Gewichtsprozent der Zusammensetzung),
die geringer ist als die Menge an H2O2. Vorzugsweise liegt
das Gewichtsverhältnis von Tensid: H2O2 im Bereich von ungefähr
1 : 10 bis ungefähr 1 : 1,5, höchst vorzugsweise ungefähr 1 : 4 bis ungefähr 1 :
3.
BEISPIEL IV
Eine fluide Detachierzusammensetzung wird durch Mischen der folgenden
Bestandteile formuliert.
BestandteilGew.%BPP4,0C12-C14 AS, Na-salz0,25H2O21,0Wasser und geringf. Bestandteile*Ausgleich
* enthält Konservierungsstoffe wie zum Beispiel KATHON® in gehalten
von 0,00001–1 Gew.-%.
Die zu behandelnde Textilie wird flach auf einen absorbierenden Fleckenaufnehmer
aus FAM-Schaum oder der TBAL-Art gelegt und 0,5–4 ml der Zusammensetzung wird
direkt auf den Fleck aufgetragen und mittels der Distalspitze des Spenders mit kreisförmiger
Bewegung eingearbeitet.
Andere verwendbare Zusammensetzungen, die in dieser Art und Weise
hierin verwendet werden können, sind wie folgt.
Eine hoch bevorzugte, nicht peroxidhaltige fluide Zusammensetzung
zur Verwendung hierin ist wie folgt.
BEISPIEL V
BESTANDTEILGewicht(%)Butoxypropoxypropanol (BPP)2,000NH4 Kokosnuss E, S0,285Dodecyldimethylaminoxid0,031MgCl20,018MgSO40,019Hydrotop, Parfüm, andere geringfügige Bestandteile0,101Kathon Konservierungsmittel0,0003Wasser97,547PH-Ziel = 7; Bereich = 6–8
Anspruch[de]
Verfahren zum Entfernen von Flecken von einem lokalisierten verschmutzten Bereich
auf Textilien, welches Verfahren umfaßt:
(a) Anordnen des verschmutzten Bereichs der Textilien über und in Kontakt mit einem
absorbierenden Fleckenaufnehmer;
(b) Aufbringen einer fluiden Reinigungszusammensetzung auf die Flecken aus einem
Behälter mit einer Spendermündung, und (c) gleichzeitig mit oder nachfolgend Schritt (b) Reiben oder
Pressen der Reinigungszusammensetzung in die Flecken unter Verwendung der Distalspitze
der Mündung, wodurch die Flecken in den Fleckeaufnehmer übertragen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungszusammensetzung ein Butoxypropoxypropanol-Lösungsmittel
und mindestens 95 Gew.-% Wasser und wahlweise ein Co-Lösungsmittel umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Spitze der Mündung konkav ist.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Spitze der Mündung konvex ist.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Spitze der Mündung flach ist.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reinigungszusammensetzung weiterhin ein
Tensid umfaßt, das eine Mischung aus MgAES-Tensid und Aminoxid-Tensid ist.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reinigungszusammensetzung weiterhin ein
Co-Lösungsmittel und ein Tensid umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reinigungszusammensetzung weiterhin eine
wäßrige Lösung von H2O2 umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei der absorbierende Fleckenaufnehmer ein FAM-Schaumaufnehmer
ist.