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Dokumentenidentifikation DE10119889B4 19.02.2004
Titel Wälzlager
Anmelder Aktiebolaget SKF, Göteborg/Gotenburg, SE
Erfinder Weidinger, Alfred, 97464 Niederwerrn, DE;
Rößner, Sonja, 97516 Oberschwarzach, DE;
Reichert, Jürgen, 97499 Donnersdorf, DE;
Müller, Thomas, 97440 Werneck, DE;
Heemskerk, Rut, 97490 Poppenhausen, DE
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Ass., 97422 Schweinfurt
DE-Anmeldedatum 24.04.2001
DE-Aktenzeichen 10119889
Offenlegungstag 21.11.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2004
IPC-Hauptklasse F16C 33/46
IPC-Nebenklasse F16C 33/49   F16C 33/56   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Wälzlager, nämlich ein Zylindenollenlager, bestehend aus einem Außenring und einem Innenring, wobei mindestens einer der Ringe mindestens einen sich radial erstreckenden Bord aufweist, einer Vielzahl von zwischen Außenring und Innenring angeordneten Wälzkörpern mit einer Länge, die sich über einen axialen Bereich erstrecken, sowie mindestens einem Käfig mit einer im wesentlichen flachen, ringförmigen Basiskontur, der eine der Anzahl der Wälzkörper entsprechende Anzahl Aufnahmetaschen aufweist.

Wälzlager, insbesondere Zylindenollenlager, der gattungsgemäßen Art sind bekannt. Zur Führung der Zylinderrollen werden mitunter sogenannte Scheibenkäfige eingesetzt. Diese haben eine im wesentlichen flache, ringförmige Basiskontur. Entsprechende Lager mit Scheibenkäfigen sind beispielsweise aus der DE 42 44 091 A1 und der DE 197 36 374 A1 bekannt.

Käfige ähnlicher Art sind beispielsweise aus der DE 29619 498 U1 , der DE 198 45 051 A1, der DE 24 41 121 C3 , der DE 91 16 584 U1 , der DE 1 675 042 A, der DE 1 078 381 B , der DE 1 105 668 B , der DE 2 136 364 A1 und der FR 2 460 416 A1 bekannt.

Der Einsatz von Scheibenkäfigen hat sich bei Zylinderrollenlagern bewährt. Allerdings weisen derartige Käfige den Nachteil auf, dass ihre Montage mitunter sehr schwierig ist und nur mit besonderen Maßnahmen bewerkstelligt werden kann. Der Scheibenkäfig wird nämlich in der Regel in einer Nut in der Laufbahn des Innen- oder Außenrings geführt. Daher muss der Käfig bei seiner Montage einer starken Verformung unterzogen werden, um ihn in die Nut einsetzen zu können. Alternativ dazu ist es auch bekannt geworden, den Außenring des Lagers in einem Axialschnitt, in dem sich die Nut befindet, zu sprengen, den Scheibenkäfig in die Nut einzulegen und den Außenring anschließend wieder zusammenzusetzen.

All dies erhöht nicht nur den Montageaufwand des Käfigs erheblich, Käfig bzw. Ringe sind auch einer erheblichen Schwächung ausgesetzt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Zylinderrollenlager der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, dass es möglich ist, einer ringartigen Käfig einzusetzen, ohne die bislang im Stand der Technik bekannten Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Insbesondere soll es möglich sein, den Scheibenkäfig ohne Einbringung einer Nut in die Laufbahnen des Innen- bzw. Außenringes führen zu können. Damit soll die Tragfähigkeit des Lagers erhöht werden. Weiterhin soll es möglich sein, in besonders einfacher Weise den Käfig und damit das gesamte Lager montieren zu können.

Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist bei einem Käfig mit einer im wesentlichen flachen, ringförmigen Basiskontur dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig mindestens einen ringförmigen Abschnitt aufweist, der im montierten Zustand des Wälzlagers in einem axialen Bereich angeordnet ist, der außerhalb des axialen Bereichs der Wälzkörper liegt, dass der Käfig eine Anzahl von Taschenabschnitten aufweist, die jeweils mit dem mindestens einen ringförmigen Abschnitt verbunden sind und die in einem axialen Bereich angeordnet sind, der innerhalb des axialen Bereichs der Wälzkörper liegt, dass der Käfig durch radiale Anlage der Taschenabschnitte an die Laufbahn des Außen- oder Innenrings geführt wird und dass der ringförmige Abschnitt des Käfigs an mindestens einer Umfangsstelle eine Unterbrechung aufweist.

Mit dieser Ausgestaltung wird es möglich, einen scheiben- bzw. ringförmigen Käfig für die Führung der Zylinderrollen in einem Zylinderrollenlager zu schaffen, der keine Nut im Innen- bzw. Außenring des Lagers benötigt. Die Führung der einzelnen Zylinderrollen erfolgt mit Taschenabschnitten, die in den axialen Bereich der Zylinderrollen hineinreichen. Die einzelnen Taschenabschnitte sind indes mit einem ringförmigen Abschnitt des Käfigs verbunden, der sich außerhalb des axialen Bereichs der Zylinderrollen befindet.

Nach einer ersten Weiterbildung ist vorgesehen, dass an der Stelle der Unterbrechung Mittel zum formschlüssigen Verbinden der beiden Enden des ringförmigen Abschnitts angeordnet sind.

Die Unterbrechungsstelle kann nach der Montage des Käfigs auch bleibend verschlossen werden, z.B. durch Verschweißen oder Verkleben.

Weiterhin kann vorgesehen werden, dass der äußere Radius aller Taschenabschnitte größer ist als der innere Radius des Bords des Außenrings.

Eine besonders stabile Führung ergibt sich, wenn zwei der beschriebenen Käfige bei einem Zylinderrollenlager eingesetzt werden, wobei sich die beiden Käfige dann bevorzugt jeweils im axialen Endbereich der Wälzkörper befinden.

Werden zwei Käfige vorgesehen, kann weiterhin ins Auge gefasst werden, dass die beiden Käfige in Bezug auf ihre relative Umfangsposition so zueinander angeordnet sind, dass sich ihre Unterbrechungen im wesentlichen diametral gegenüberliegen.

Die Montage des beschriebenen Käfigs kann wie folgt erleichtert werden. Hiernach ist vorgesehen, dass zwei diametral gegenüberliegende radial äußere Abschnitte des Käfigs eine Durchmesserverkleinerung derart aufweisen, dass die radial äußeren Enden der Taschenabschnitte gegenüber deren Nominaldurchmesser verkleinert sind. Zusätzlich kann vorgesehen werden, dass zwei weitere diametral gegenüberliegende äußere Abschnitte des Käfigs eine Durchmesserverkleinerung derart aufweisen, dass die radial äußeren Enden der Taschenabschnitte gegenüber deren Nominaldurchmesser verkleinert sind, wobei die Abschnitte und die weiteren Abschnitte im Bezug auf den Mittelpunkt des Käfigs senkrecht zueinander angeordnet sind.

Die Taschenabschnitte zur Bildung der Aufnahmetaschen für die Wälzkörper können aus zwei nebeneinander angeordneten Abschnitten aus unterschiedlichen Material bestehen, wobei insbesondere an Materialien mit unterschiedlicher Formstabilität und Härte gedacht ist. Insbesondere kann das eine Material Kunststoff mit einem niedrigen Gehalt an Glasfasern und das andere Material Kunststoff mit einem höheren Gehalt an Glasfasern sein. Die ringförmigen Abschnitte bestehen indes bevorzugt aus elastischem Material.

Die Funktionalität des Käfigs kann dadurch verbessert werden, dass an dem ringförmigen Abschnitt mindestens ein Dichtelement, vorzugsweise durch gemeinsames Spritzgießen mit dem Abschnitt angebracht ist.

Weiterhin ergibt sich eine Verbesserung der Laufzeit des Lagers, wenn mindestens ein ringförmiger Abschnitt des Käfigs mit einem Verstärkungselement, insbesondere aus hochfestem Material, verbunden ist. Dieses Verstärkungselement kann ein Stahlxing sein. Alternativ dazu kann aber auch vorgesehen werden, dass es ein Ringelement mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt ist. Die Verbindung zwischen ringförmigem Abschnitt und Verstärkungselement wird bevorzugt mittels einer Clip-Verbindung hergestellt. Das Verstärkungselement kann im axialen Seitenbereich oder im radial innen- oder außenliegenden Bereich des ringförmigen Abschnitts angeordnet sein.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Wälzlagers mit dem erfindungsgemäßen Käfig dargestellt. Es zeigen:

1 schematisch den Radialschnitt durch ein Zylindenollenlager,

2 den Ausschnitt aus der Seitenansicht des in der Mitte geschnittenen Lagers,

3 eine zu 1 alternative Ausgestaltung,

4a bis 4c die Seitenansicht des Käfigs im Bereich einer Unterbrechungsstelle,

5 den Ausschnitt aus der Seitenansicht des Käfigs gemäß einer alternativen Ausführungsform,

6 eine zu 5 analoge Darstellung, jedoch während der Montage des Käfigs,

7 die Seitenansicht des Käfigs mit Durchmesseneduzierungen zwecks vereinfachter Montagemöglichkeit,

8 schematisch eine Möglichkeit des Montagevorgangs des Käfigs,

9 einen Käfig mit integrierter Dichtung und

10 bis 15 den Käfig mit verschiedenartig ausgebildeten Verstärkungselementen.

In 1 ist im Schnitt ein Zylindenollenlager 1 zu sehen. Dieses weist einen Außenring 2 auf, der mit zwei sich radial erstreckenden Borden 10 ausgestattet ist. Zwischen dem Außenring 2 und dem Innenring 3 sind die Zylindenollen 4 angeordnet. Für deren Führung sind zwei Käfige 5 und 5' vorgesehen, die jeweils im axialen Endbereich der Wälzkörper 4 positioniert sind.

Die Käfige 5, 5' weisen jeweils einen ringförmigen Abschnitt 7 bzw. 7' auf. Im montierten Zustand des Lagers befinden sich diese ringförmigen Abschnitte 7, 7' in einem malen Bereich B7, der sich außerhalb des axialen Bereichs B4 befindet, der durch die axiale Erstreckung der Wälzkörper 4 definiert ist (Länge L der Wälzkörper). Mit dem ringförmigen Abschnitt 7, 7' verbunden sind Taschenabschnitte 8, 8', die im axialen Bereich B8 angeordnet sind, der sich innerhalb des axialen Bereichs B4 der Wälzkörper befindet.

Wie aus der Darstellung gemäß 2 zu erkennen ist, definieren die Taschenabschnitte 8 bzw. 8' Aufnahmetaschen 6 zur Aufnahme und Führung der Wälzkörper 4.

Damit ergibt sich insgesamt eine Struktur, die durch die ringförmig verlaufenden Abschnitte 7 bzw. T gekennzeichnet ist, von denen aus sich Taschenabschnitte 8 bzw. 8' in den axialen Bereich B4 der Wälzkörper hinein erstrecken. Damit sind Führungsnuten für den insgesamt im wesentlichen flachen, ringförmig ausgebildeten Käfig in der Außen- bzw. Innenlaufbahn des Lagers entbehrlich.

Zur verbesserten Führung können weiterhin zusätzliche Taschenabschnitte 9 bzw. 9' vorgesehen werden, die mit dem ringförmigen Abschnitt 7, 7' verbunden sind und – wie die Taschenabschnitte 8, 8' – in den axialen Bereich B4 der Wälzkörper hineinreichen.

Während die 1 bzw. 2 die typische Ausführungsform für einen Blechkäfig darstellen, ist 3 zu entnehmen, wie üblicherweise die geometrische Ausgestaltung im Falle eines Kunststoffkäfigs aussieht.

Da die Taschenabschnitte 8 bzw. 8' zur Montage des Käfigs in der Regel in ihrem Durchmesser reduziert werden müssen, kann der Käfig 5, 5' an einer Umfangsstelle unterbrochen sein. In den 4a bis 4c sind entsprechende Ausgestaltungen zu erkennen. Die Unterbrechung ist mit der Bezugsziffer 11 gekennzeichnet, wobei jedoch an den beiden sich gegenüberliegenden Endstellen des ringförmigen Abschnitts 7 Mittel 12 zum formschlüssigen Verbinden der beiden Enden des ringförmigen Abschnitts vorgesehen werden können. In 4a ist hierfür ein einfacher Clip vorgesehen, während in 4b ein sägezahnförmiges Profil angeordnet ist. Bei der Lösung gemäß 4c ist auf Mittel zum formschlüssigen Verbinden verzichtet; hier liegen die beiden Enden an der Unterbrechungsstelle 11 im montierten Zustand ohne weitere Maßnahmen nebeneinander.

Der Käfig 5, 5' kann jedoch auch montiert werden ohne dass eine Unterbrechungsstelle 11 gemäß der 4a bis 4c vorgesehen wird. Hierzu wird auf die 5 und 6 verwiesen. Der ringförmige Abschnitt 7 verläuft hier über den Umfang wellenförmig. In 5 ist die Käfiggeometrie zu sehen, wie sie sich im montierten Zustand ergibt. 6 zeigt indes die Konstellation, wie sie sich während des Montagevorgangs ergibt. Hierzu kann ein Montagewerkzeug mit einer Vielzahl von radial verschiebbaren Krallen eingesetzt werden, die den Käfig radial zusammenziehen. Der strichpunktierte Kreis gibt dabei an, welcher Minimaldurchmesser des Bordes 10 überwunden werden muss, bevor der Käfig in Position gebracht werden kann. Hierzu wird der Käfig mit dem Werkzeug allseits radial komprimiert, wobei sich der wellenförmige Abschnitt 7 entsprechend verformt (siehe Vergleich der 5 und 6). Nach Einführen des derart verformten Käfigs in den gewünschten Endbereich federt er wieder in die in 5 skizzierte Position auf und ist hinter dem Bord fixiert.

Bei hinreichender axialer Länge des Käfigs kann der Montagevorgang auch ohne radiale Verformung durch Verschränkung des Käfigs während der Montage bewerkstelligt werden, wie es aus 7 hervorgeht. Die Taschenabschnitte 8 weisen hier in zwei jeweils zueinander senkrecht angeordneten Bereichen durchmesseneduzierte Abschnitte 13 bzw. 14 auf. Hierunter ist zu verstehen, dass dieser Bereich der Taschenabschnitte gegenüber dem eigentlichen Nominaldurchmesser zurückgenommen ist. Durch verschränktes Einschwenken des Käfigs 5 in den Außenring 2 ist damit eine Montage möglich, ohne dass der Käfig in irgendeiner Weise deformiert werden muss.

Die Montage des beschriebenen Käfigs kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen; verschiedene Maßnahmen, die dies erleichtern, wurden bereits vorstehend beschrieben. Eine Möglichkeit der Montage ist, dass der Käfig oval gedrückt wird und auf diese Art und Weise über den Bord 10 des Lagenings geschoben wird.

Eine alternative Vorgehensweise ist in 8 skizziert. Die Taschenabschnitte 8 bzw. 8' sind hier aus zwei nebeneinander angeordneten Teilabschnitten 20 und 21 gebildet. Der Abschnitt 20 besteht aus Kunststoff mit einem hohen Gehalt an Glasfasern. Dadurch ist dieser Abschnitt verschleißfest und formstabil. Indes ist der benachbart angeordnete Abschnitt 21 aus Kunststoff mit geringem oder gar keinem Gehalt an Glasfasern gebildet. Dieser Abschnitt ist daher flexibel. Durch diese Flexibilität kann die Montierbarkeit verbessert werden. Wie in 8 gesehen werden kann, kann der Käfig über ein rechts dargestelltes, mit einer Abschrägung versehenes Werkzeug, über den gesamten Umfang komprimiert werden, so dass sich die Abschnitte 20 und 21 zur Seite stülpen (siehe rechten Bereich der 8, in dem das Werkzeug dargestellt ist). Der Käfig wird dann nach links über den Bord 10 des Lagerrings 2 weiter geschoben, bis er in seine Endposition gerät. Der links dargestellte Käfig befindet sich kurz vor seiner Endposition.

In 9 ist zu sehen, dass am ringförmigen Abschnitt 7 bzw. 7' des Käfigs ein Dichtelement 22 angeordnet sein kann, das am Innenring 3 anläuft und so eine Abdichtung des Lagers bewerkstelligt. Dabei kann insbesondere vorgesehen werden, dass der ringförmige Abschnitt 7 bzw. T und das Dichtelement 22 in situ durch einen gemeinsamen Spritzgießvorgang gebildet werden.

Der Formstabilität des erfindungsgemäßen Käfigs kommt eine nicht unerhebliche Bedeutung zu. Deswegen sind die in den 10 bis 15 teilweise nur schematisch skizzierten Käfige mit Verstärkungselementen versehen, die die Stabilität erhöhen.

In 10 ist zu sehen, dass der ringförmige Abschnitt 7 bzw. 7' mit einer kreisförmigen Ausnehmung versehen ist, in die ein Verstärkungselement 23 in Form eines Stahlrings eingeclipt wird. Der Stahlring kann dabei geschlossen sein oder eine Unterbrechungsstelle aufweisen, was für die Montage des Käfigs von Bedeutung sein kann. Während in 10 der Stahlring im seitlichen Bereich des ringförmigen Abschnitts 7, 7' angeordnet ist, kann 11 entnommen werden, dass er genauso auch im radial innenliegenden Bereich des Abschnitts 7, 7' plaziert werden kann. Nicht dargestellt ist, dass der Stahlring auch im radial außenliegenden Bereich des Abschnitts 7, 7' positioniert sein kann.

In 12 ist zu sehen, dass das Verstärkungselement 23 aus einer seitlich an den ringförmigen Abschnitt 7, 7' angeordneten Ringscheibe bestehen kann, die über eine Nut-Feder-Verbindung mit dem Abschnitt 7, 7' verbunden wird. Zusätzlich kann vorgesehen werden, dass das Verstärkungselement 23 mit dem Abschnitt 7, 7' verklebt oder verschweißt wird.

In 13 ist eine entsprechende Darstellung zu sehen, wobei hier jedoch eine formschlüssige Verbindung zwischen Abschnitt 7, 7' und Verstärkungselement 23 vorgesehen ist, der einen Hinterschnitt aufweist und insofern einen verbesserten Halt der beiden Teile 7, 7' und 23 sicherstellt.

Eine zu 13 ähnliche Ausgestaltung ist in 14 skizziert. Hier ist das Verstärkungselement 23 jedoch als radial positionierter Ring zum ringförmigen Abschnitt 7, 7' ausgeführt, der dort mit einer Schnappverbindung am Abschnitt 7, 7' sicher angeordnet ist. Zur Montage einer solchen Ausgestaltung muss freilich entweder das Verstärkungselement 23 und/oder der ringförmige Abschnitt 7, 7' eine Unterbrechungsstelle 11 (siehe 4) aufweisen.

In 15 ist schließlich noch zu sehen, wie das Verstärkungselement 23 – hier in Form eines Rings mit rechteckförmigem Querschnitt – in eine Aussparung im ringförmigen Abschnitt 7, 7' eingeclipt ist. Auch hierdurch kann eine hohe Stabilität des ringförmigen Abschnitts 7, 7' erreicht werden.

Wenngleich die Erfindung am Beispiel eines Zylindenollenlagers dargestellt wurde, eignet sie sich generell für Wälzlager (Rollenlager), bei denen im wesentlichen langgestreckte Wälzkörper zum Einsatz kommen. Namentlich ist hierbei neben Zylindenollenlagern auch an Tonnenlager, Kegelrollenlager und Nadellager gedacht.

1 Zylindenollenlager 2 Außenring 3 Innenring 4 Wälzkörper 5, 5' Käfig 6 Aufnahmetaschen 7, 7' ringförmiger Abschnitt 8, 8' Taschenabschnitte 9, 9' Taschenabschnitte 10 Bord 11 Unterbrechung 12 Mittel zum formschlüssigen Verbinden 13 durchmesseneduzierte Abschnitte 14 weitere durchmesseneduzierte Abschnitte 20 erster Abschnitt 21 zweiter Abschnitt 22 Dichtelement 23 Verstärkungselement L Länge des Wälzkörpers 4 B4 axialer Bereich des Wälzkörpers B7 axialer Bereich des ringförmigen Abschnitts 7 B8 axialer Bereich der Taschenabschnitte

Anspruch[de]
  1. Wälzlager, nämlich Zylinderrollenlager (1), bestehend aus

    – einem Außenring (2) und einem Innenring (3), wobei mindestens einer der Ringe (2, 3) mindestens einen sich radial erstreckenden Bord (10) aufweist,

    – einer Vielzahl von zwischen Außenring (2) und Innenring (3) angeordneten Wälzkörpern (4) mit einer Länge (L), die sich über einen axialen Bereich (B4) erstrecken, sowie

    – mindestens einem Käfig (5, 5') mit einer im wesentlichen flachen, ringförmigen Basiskontur, der eine der Anzahl der Wälzkörper (4) entsprechende Anzahl Aufnahmetaschen (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (5, 5') mindestens einen ringförmigen Abschnitt (7, 7') aufweist, der im montierten Zustand des Wälzlagers (1) in einem axialen Bereich (B7) angeordnet ist, der außerhalb des axialen Bereichs (B4) der Wälzkörper (4) liegt, dass der Käfig (5, 5') eine Anzahl von Taschenabschnitten (8, 8') aufweist, die jeweils mit dem mindestens einen ringförmigen Abschnitt (7, 7') verbunden sind und die in einem axialen Bereich (B8) angeordnet sind, der innerhalb des axialen Bereichs (B4) der Wälzkörper (4) liegt, dass der Käfig (5, 5') durch radiale Anlage der Taschenabschnitte (8, 8', 9, 9') an die Laufbahn des Außen- (2) oder Innenrings (3) geführt wird und dass der ringförmige Abschnitt (7, 7') des Käfigs (5, 5') an mindestens einer Umfangsstelle eine Unterbrechung (11) aufweist.
  2. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stelle der Unterbrechung (11) Mittel (12) zum formschlüssigen Verbinden der beiden Enden des ringförmigen Abschnitts (7, 7') angeordnet sind.
  3. Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (12) zum formschlüssigen Verbinden der beiden Enden des ringförmigen Abschnitts (7, 7') ein Clip sind.
  4. Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (12) zum formschlüssigen Verbinden der beiden Enden des ringförmigen, Abschnitts (7, 7') ein sägezahnförmiges Profil aufweisen.
  5. Wälzlager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Radius aller Taschenabschnitte (8, 8') größer ist als der innere Radius des Bords (10) des Außenrings (2).
  6. Wälzlager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch zwei Käfige (5, 5').
  7. Wälzlager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Käfige (5, 5') jeweils im axialen Endbereich der Wälzkörper (4) angeordnet sind.
  8. Wälzlager nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Käfige (5, 5') in Bezug auf ihre relative Umfangsposition so zueinander angeordnet sind, dass sich die Unterbrechungen (11) im wesentlichen diametral gegenüberliegen.
  9. Wälzlager nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (5, 5') aus Blech besteht.
  10. Wälzlager nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (5, 5') aus Kunststoff besteht.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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