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Dokumentenidentifikation DE10234915A1 19.02.2004
Titel Beschichtungsanlage mit einer verfahrbaren Beschichtungsmaschine
Anmelder Dürr Systems GmbH, 70435 Stuttgart, DE
Erfinder Rasch, Harald, 70435 Stuttgart, DE;
Klein, Stefan, 71254 Ditzingen, DE
Vertreter v. Bezold & Sozien, 80799 München
DE-Anmeldedatum 31.07.2002
DE-Aktenzeichen 10234915
Offenlegungstag 19.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2004
IPC-Hauptklasse B05B 13/00
IPC-Nebenklasse B65G 49/02   
Zusammenfassung In dem in die Wand der Sprühkabine integrierten Schutzgehäuse der Verfahrachse eines Lackierroboters ist ein aus dem Schutzgehäuse nach außen herausklappbarer Schrank für Applikationseinrichtungen des Applikationsorgans des Roboters gelagert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Beschichtungsanlage für die Serienbeschichtung von Werkstücken gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Insbesondere handelt es sich um die Serienbeschichtung von Werkstücken wie z.B. Fahrzeugkarossen mit Robotern, deren üblicherweise als Achse 7 bezeichnete Verfahrachse durch eine längs der Innenseite der Kabinenwand verlaufende Schienenkonstruktion gebildet wird (DE 101 34 914, EP-Anmeldung Nr. 02 007 053.8). Die Verfahrachse des Roboters ist über ihre gesamte Länge zum Schutz von Personen und gegen Verschmutzung mit einem als "Doghouse" bekannten Schutzgehäuse verkleidet.

Zur Versorgung und Steuerung des an dem Roboter montierten Zerstäubers führen flexible Leitungen für Beschichtungs- und Spülmedien, Betriebsluft, pneumatische Signale usw. zu einem ortsfest in de Kabine angeordneten Schrank, in dem die zugehörigen Applikationseinrichtungen wie z.B. Farbdruckregler, Dosierpumpen, Farbwechsler usw. zur Versorgung des Zerstäubers und/oder Pneumatikeinrichtungen einschließlich Ventilen und Reglern untergebracht sind. Dieser Schrank ist bei bekannten Anlagen feststehend auf einer stationären Montageplatte angeordnet, die sich hinter einer Tür des Schutzgehäuses vor der die Verfahrachse bildenden Schienenkonstruktion oder auch an einem Ende der Verfahrachse befinden kann. Die Anordnung der Montageplatte vor der Schiene hat den Nachteil, dass der dahinterliegende Teil der Schienenkonstruktion nicht mehr beispielsweise für Wartungsarbeiten zugänglich ist. Wenn deshalb die Montageplatte mit den darauf befindlichen Applikationseinrichtungen abmontiert werden soll, müssen alle Versorgungs- und Steuerleitungen abgetrennt werden. Bei Anordnung der Montageplatte am Schienenende entstehen u.a. Probleme hinsichtlich der notwendigen Länge der zu dem Roboter führenden Schläuche und Kabel.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Beschichtungsanlage anzugeben, in der das Schutzgehäuse der Verfahrachse mit einem Schrank für die erwähnten Applikationseinrichtungen verbunden sind, der die Zugänglichkeit der Schienenkonstruktion nicht beeinträchtigt.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche gelöst.

Die Erfindung ermöglicht gute Zugänglichkeit zu den hinter dem Schrank der Applikationseinrichtung befindlichen Teile eines Roboters und seiner Verfahrachse. Diese Teile sind auch schnell und einfach zugänglich, weil die angeschlossenen Schläuche und Kabel beim Schwenken des Schrankes nicht abgetrennt werden müssen. Im Übrigen hat die Erfindung den Vorteil, dass der schwenkbare Schrank bei undichten Applikationseinrichtungen eine Verschmutzung seiner Umgebung verhindert und außerdem als funktional von anderen Zonen der Beschichtungsanlage getrennter Raum dienen kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, die den aus dem Schutzgehäuse der Schienenkonstruktion herausgeklappten Schrank zeigt.

Die in der Zeichnung dargestellte Rahmenkonstruktion 1 des in der Fachsprache als "Doghouse" bezeichneten Schutzgehäuses dient in an sich üblicher Weise zur Verkleidung der als Verfahrachse (Achse 7) für mindestens eine mehrachsige Beschichtungsmaschine wie z.B. einen Lackierroboter vorgesehenen, nicht dargestellten Schienenkonstruktion. Das Schutzgehäuse ist in die Sprühkabine als Teil der bei 2 angedeuteten Kabinenwand integriert, beispielsweise in Form einer nach außen vorspringenden Ausbuchtung.

Bei dem dargestellten Beispiel hat die Rahmenkonstruktion 1 einen von der vertikalen Ebene der angrenzenden Kabinenwand 2 rechtwinklig horizontal nach außen vorspringenden oberen Seitenschenkel 4, an dessen der Umgebung der Kabine zugewandtes Ende sich ein rechteckiges Rahmenteil 5 anschließt, dessen Ebene parallel zu der Ebene der angrenzenden Kabinenwand 2 und zu der Verfahrachse liegt und vertikal auf der Ebene des Kabinenbodens steht. Der untere horizontale Schenkel 6 des Rahmenteils 5 kann ungefähr auf der Ebene des Kabinenbodens liegen. Die von dem vertikalen Schenkel 7 des Rahmenteils 5, dem oberen Seitenschenkel 4 und der angrenzenden Kabinenwand 2 begrenzte Seitenfläche 3 ist durch eine Seitenwand des Schutzgehäuses, hier also der erwähnten Ausbuchtung dicht verschlossen. Entsprechendes gilt für die in der Zeichnung rechte Seite der Rahmenkonstruktion 1. Das rechteckige Rahmenteil 3 selbst bildet eine Öffnung 9, die während des Beschichtungsbetriebes durch beispielsweise zwei an dem linken vertikalen Schenkel 7 bzw. an dem rechten vertikalen Schenkel 7' angelenkte Türen (nicht dargestellt) verschlossen wird, die den Innenraum des Schutzgehäuses und damit der Sprühkabine gegen deren Umgebung abdichten.

In dem Innenraum des durch die Rahmenkonstruktion 1 gebildeten Schutzgehäuses ist ein Schrank 10 der der Zeichnung zu entnehmenden rechteckigen Form angeordnet, der dem Zerstäuber des Lackierroboters od. dgl. zugeordnete Applikationseinrichtungen der eingangs erwähnten Art enthält. In der Normalstellung des Schrankes 10 während des Beschichtungsbetriebes stehen seine in der Zeichnung vorderen und hinteren Hauptflächen 11 und 11' parallel zu der Verfahrachse und senkrecht zu der Ebene des Kabinenbodens, wobei sich die Schienenkonstruktion auf der Rückseite des Schrankes 10 zwischen dessen Hauptfläche 11' und dem Innenraum der Kabine befindet, so dass die Schienenkonstruktion von der Außenseite der Kabine her gesehen von dem Schrank verdeckt wird.

^^Damit nach Öffnen der erwähnten Außentüren der Rahmenkonstruktion 1 die von ihr verkleidete Schienenkonstruktion und ggf. ebenfalls hinter dem Schrank liegende Teile des Lackierroboters von außen her zugänglich werden, ist der Schrank 10 an seinem unteren Ende an der Rahmenkonstruktion 1 um eine z.B. horizontale Achse schwenkbar gelagert, die in der Nähe des unteren horizontalen Schenkels 6 des Rahmenteils 5 parallel zu diesem und zu der Verfahrachse liegen kann. Infolgedessen kann der Schrank 10 darstellungsgemäß durch die Öffnung 9 aus der Rahmenkonstruktion 1 und somit aus der von dem Schutzgehäuse gebildeten Ausbuchtung der Kabinenwand in den außerhalb der Kabine liegenden Raum herausgeklappt werden.

Die Schläuche, Kabel und sonstigen flexiblen Leitungen für Beschichtungs-, Spül- und Verdünnermedien, Druckluft, elektrische Leistung und Signale, Lichtsignale usw., die die in dem Schrank 10 befindlichen Applikationseinrichtungen mit dem Roboter und dem Applikationsorgan verbinden, sind durch eine Öffnung 12 vorzugsweise so aus dem Schrank herausgeführt, dass sie beim Herausklappen des Schrankes nicht getrennt werden müssen, sondern mit den Applikationseinrichtungen und mit dem Applikationsorgan verbunden bleiben können. Zweckmäßig befindet sich die Öffnung 12 daher in der Nähe der Schwenkachse, bei dem dargestellten Beispiel am unteren Ende einer der Seitenflächen 13 des Schrankes 10.

Bei einer anderen Ausführungsform könnte die Schwenkachse auch vertikal in der Nähe eines der vertikalen Schenkel 7 oder 7' verlaufen.

Darstellungsgemäß trägt der an den oberen Rand des Rahmenteils 5 anstoßende horizontale Schenkel 4 der Rahmenkonstruktion 1 ein weiteres Schrankgehäuse 15, in dem sich weitere Applikations- und sonstige Einrichtungen für den Roboter und/oder dessen Applikationsorgan befinden können. Das Schrankgehäuse 15, das die Oberseite der erwähnten Ausbuchtung der Kabinenwand bilden kann, hat horizontal, also parallel zu dem Kabinenboden liegende Hauptflächen, wobei die obere Hauptfläche durch einen aufklappbaren Deckel 16 gebildet wird, der sich mit einem mit Griffen 18 versehenen vertikal abgewinkelten Ansatz 17 bis über die vordere, dem Raum außerhalb der Kabine zugewandten Stirnseite des Schrankgehäuses 15 erstrecken kann. In der einen Seitenfläche des Schrankgehäuses 15 kann sich die erforderliche Öffnung 17 für die zu dem Roboter und dessen Applikationsorgan führenden Leitungen befinden.

Seitlich neben der dargestellten Rahmenkonstruktion 1 können in die Kabinenwand für weitere Beschichtungsmaschinen vorgesehene ähnliche Rahmen- und Schrankkonstruktionen integriert sein.


Anspruch[de]
  1. Beschichtungsanlage für die Serienbeschichtung von Werkstücken in einer Sprühkabine

    mit mindestens einer programmgesteuerten mehrachsigen Beschichtungsmaschine, die längs einer in der Kabine oder in einem mit dem Innenraum der Kabine in offener Verbindung stehenden Raum angeordneten Schienenkonstruktion verfahrbar ist,

    mit einem die Schienenkonstruktion verkleidenden Schutzgehäuse (1),

    und mit einem in der Kabine oder in einem mit dem Innenraum der Kabine in offener Verbindung stehenden Raum befindlichen, mit dem Schutzgehäuse der Schienenkonstruktion verbundenen Schrank (10) für Applikationseinrichtungen, die über bewegbare Leitungen mit dem Applikationsorgan der Beschichtungsmaschine verbunden sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass der Schrank (10) an dem Schutzgehäuse (1) der Schienenkonstruktion schwenkbar gelagert ist.
  2. Beschichtungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schrank (10) in das Schutzgehäuse (1) eingebaut und aus ihm herausklappbar ist.
  3. Beschichtungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schrank (10) in einer einen Tel des Schutzgehäuses bildenden Rahmenkonstruktion (1) gelagert ist, deren in einer zu der Verfahrachse der Beschichtungsmaschine und zu einer benachbarten Kabinenwand parallelen Ebene liegende, der Umgebung der Kabine zugewandte Außenseite durch eine Türanordnung dicht verschließbar ist, und dass bei geöffneter Türanordnung der schwenkbare Schrank (10) von außerhalb der Kabine her zugänglich ist.
  4. Beschichtungsanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse (1) eine Ausbuchtung der Kabinenwand bildet und der Schrank (10) aus der Ausbuchtung in den außerhalb der Kabine liegenden Raum herausklappbar ist.
  5. Beschichtungsanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse des Schrankes (10) parallel zu der Verfahrachse der Beschichtungsmaschine liegt oder vertikal auf der Ebene des Kabinenbodens steht.
  6. Beschichtungsanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der schwenkbare Schrank (10) der Schienenkonstruktion zu- bzw. abgewandte Hauptflächen (11, 11') hat, die in der Normalstellung des Schrankes während des Beschichtungsbetriebes parallel zu der Verfahrachse der Beschichtungsmaschine und senkrecht zu der Ebene des Kabinenbodens stehen.
  7. Beschichtungsanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schrank (10) Applikationseinrichtungen für die Versorgung des Applikationsorgans der Beschichtungsmaschine mit dem Beschichtungsmaterial und/oder für die pneumatische und/oder elektrische Steuerung des Applikationsorgans enthält.
  8. Beschichtungsanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich weitere Applikationseinrichtungen in einem mit dem Schutzgehäuse (1) der Schienenkonstruktion verbundenen weiteren Schrankgehäuse (15) befinden.
  9. Beschichtungsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Schrankgehäuse (15) oberhalb des schwenkbaren Schrankes (10) angeordnet ist.
  10. Beschichtungsanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Schrankgehäuse (15) parallel zu dem Kabinenboden liegende Hauptflächen hat und seine obere Hauptfläche durch einen aufklappbaren Deckel (16) gebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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