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Dokumentenidentifikation DE19901556B4 19.02.2004
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Entfernen von Überbeton im Bereich einer Schlitzwandfuge
Anmelder Brückner Grundbau GmbH, 45356 Essen, DE
Vertreter Andrejewski, Honke & Sozien, 45127 Essen
DE-Anmeldedatum 16.01.1999
DE-Aktenzeichen 19901556
Offenlegungstag 03.08.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2004
IPC-Hauptklasse E02D 5/18
IPC-Nebenklasse E02D 19/18   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Überbeton im Bereich einer sich stirnseitig und vertikal an einem Schlitzwandabschnitt einer Schlitzwand befindenden Schlitzwandfuge, mit einem Schlitzwandmeißel, welcher entlang der Schlitzwandfuge arbeitet und zum Entfernen des Überbetons ein oder mehrere Meißelschneiden aufweist.

Schlitzwände dienen im Tiefbau als Stützmauern, beispielsweise zur Sicherung von Baugrubenwänden, als Außenwände von Tunneln, Kellern oder dergleichen. Sie werden abschnittsweise in einzelnen Schlitzwandabschnitten hergestellt, die auch als Schlitzwandsegmente oder Lamellen bezeichnet werden. Die einzelnen Schlitzwandabschnitte werden von der Oberfläche aus im anstehenden Untergrund zunächst als Schlitz bis zur jeweils festgelegten Endtiefe ausgehoben. Anschließend wird, gegebenenfalls nach Einbau einer Bewehrung, der Schlitz mit einem härtenden Baustoff, beispielsweise Beton, aufgefüllt. Die Herstellung von Schlitzwänden in Ortbeton erfolgt demzufolge in zwei Herstellungsphasen. In der ersten Phase wird der Schlitzwandabschnitt im Untergrund ausgehoben, wobei die Aushubwände mit einer Suspension, beispielsweise Betonitsuspension, gegen Einbruch geschützt werden. In der zweiten Phase erfolgt nach dem Einbau der Bewehrung das Einfüllen des härtenden Baustoffs unter gleichzeitiger Verdrängung der Suspension. Die abschnittsweise Herstellung der Schlitzwände ist unter anderem deshalb erforderlich, weil aufgrund der Eigenschaften des anstehenden Untergrundes belastungsbedingt nur begrenzte und oft relativ kurze Schlitzlängen in der Aushubphase standsicher sind. Zwischen den einzelnen Schlitzwandabschnitten bilden sich deshalb zwangsläufig Schlitzwandfugen. Für die Ausbildung der Schlitzwandfugen werden in der Praxis die Stirnseiten der Schlitzwandabschnitte im Schlitz abgeschalt. Dieses geschieht mit Hilfe von Schalungselementen, deren Ausbildung unter anderem von der Schlitzwandbreite und -tiefe und/oder der gewünschten Form der Schlitzwandfuge abhängt. Üblicherweise bestehen die Schalungselemente bei Schlitzbreiten bis zu einem Meter aus zylindrichen oder im Querschnitt polygonalen großformatigen Stahlrohren. Bei größeren Schlitzwandbreiten werden regelmäßig Schalungselemente verwendet, die aus mehreren nebeneinander angeordneten Schalungsrohren mit einem kleineren Durchmesser bestehen, die miteinander mit Stegen zu einer Einheit zusammengefaßt sind (vergl. DE 43 15 837). Die Verbindungsstege der bekannten Schalungselemente weisen Öffnungen auf, die einen Betondurchfluß während des Betonierens ermöglichen. Auf diese Weise wird zwischen den beiden Seiten des Schalungselementes, also zwischen dem ausgehobenen Schlitzwandabschnitt einerseits und der Erdseite andererseits ein Druckausgleich bewirkt, so daß sich die Abschnitte der Schalungselemente nicht gegenseitig verkannten können. Eine Verkanntung hätte zur Folge, daß die Schlitzwandfugen zwischen benachbarten Schlitzwandabschnitten mit der Tiefe nicht geradlinig verlaufen würden, wodurch der Ausbau der Schalungselemente erschwert bzw. verhindert und die Integrität der Schlitzwandfugen möglicherweise beeinträchtigt werden könnte. Die Schalungselemente werden in der Regel vier bis sechs Stunden nach Beendigung des Betoniervorgangs des Schlitzwandabschnittes mittels einer hydraulischen Ziehvorrichtung gezogen und ausgebaut. Dabei verbleibt der beim Betoniervorgang des Schlitzwandabschnittes zum Druckausgleich durch die in den Schalungselementen vorhandenen Öffnungen geflossene Beton im Bereich der Schlitzwandfuge als Überbeton. Dieser Überbeton ist beim Ausheben des anschließenden Schlitzwandabschnittes zu zerstören und auszugreifen.

Eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Entfernen von Überbeton ist aus der EP 0 048 444 bekannt. Diese wird bei noch in der Schlitzwand eingesetztem Schalungselement verwendet. Der Schlitzwandmeißel ist dazu mit Zahnleisten bestückt, die den an der Rückseite des Schalungselemtes anhaftenden Überbeton abmeißeln. Dabei ist der Schlitzwandmeißel mit einer geneigten Auflauffläche versehen, die dafür sorgt, daß die Zahnleisten an die glatte Rückseite des Schalungselementes angedrückt werden. Nach dem Putzen der Rückseite des Schalungselementes wird das Schalungselement entfernt.

Der Überbeton wird folglich im Zuge des Aushebens oder nach dem Ausheben des angrenzenden Schlitzwandabschnittes entfernt. Dabei dient der Schlitzwandmeißel zum einen dem Zerkleinern des auszuhebenden Erdreichs und zum anderen der Bearbeitung der Schlitzwandfuge. Allerdings besteht bei den bekannten Vorrichtungen die Gefahr, daß der Schlitzwandmeißel über größere Betonbrücken hinwegrutscht. Dieses tritt insbesondere dann häufig auf, wenn der Überbeton mehrere Tage alt ist und an Festigkeit zugenommen hat. Verbleiben solche Brücken aus Überbeton im Fugenbereich, so können bei der Herstellung des nachfolgenden Schlitzwandabschnittes unmittelbar an der Stirnseite der Schlitzwandfuge sogenannte Nester entstehen. In solchen Nestern kann sich im Verlauf des Aushubes des anschließenden Schlitzwandabschnittes Aushubmaterial oder Betonitschlamm festsetzten, der weder durch den Schlitzwandgreifer noch durch den Schlitzwandmeißel beim Aushub oder Putzen der Fuge vor dem Betonieren des Folgeabschnittes erfaßt wird. Folglich treten beim Betonieren des Folgeabschnittes Fehlstellen im Schlitzwandfugenbereich auf. Beim späteren Aushub der Baugrube können solche Fehlstellen aufgrund der dann gegebenen unterschiedlichen Druckverhältnisse zwischen Schlitzwandaußen- und Innenseite durchbrechen. Das Durchbrechen der Fehlstellen stellt stets einen großen Schadensfall dar, da aufgrund der Druckunterschiede große Wasser- und Erdmassen in die Baugrube eindringen können. Innerhalb der ausgehobenen Baugrube sind dann unverhältnismäßige Not-Maßnahmen durchzuführen, zum Beispiel das Fluten der Baugrube, oder das Aufschütten von Stützböschungen. Ferner können in an die Baugrube angrenzenden Bereichen durch Bodenentzug Setzungen entstehen, die ihrerseits Gebäude, Versorgungseinrichtungen, Straßen usw. gefährden und beschädigen. Auch kann die Stabilität der Wand selbst unbefriedigend sein. Im Ergebnis ist ein sorgfältiges Entfernen des Überbetons im Bereich der Schlitzwandfugen unbedingt notwendig, um die Bildung folgeschwerer Fehlstellen zu vermeiden. – Hier setzt die Erfindung ein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, mit der in einfacher und funktionsgerechter Weise zuverlässig Überbeton im Bereich einer Schlitzwandfuge entfernt werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß der Schlitzwandmeißel auf der der Schlitzwandfuge zugewandten Seite zumindest ein Führungselement aufweist, welches nach dem Entfernen eines die Schlitzwandfuge abdeckenden Schalungselementes in die profilierte Schlitzwandfuge derart eingreift, daß der Schlitzwandmeißel im Zuge einer Absenk- und/oder Hubbewegung mit dem Führungselement in der Schlitzwandfuge geführt ist. – Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß eine sichere Führung des Schlitzwandmeißels im Zuge des Entfernens des Überbetons verhindert, daß der Schlitzwandmeißel über größere Betonbrücken hinwegrutscht. Folglich wird durch die Führung des Schlitzwandmeißels gewährleistet, daß sämtlicher Überbeton von der Schlitzwandfuge entfernt wird. Dabei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß die Schlitzwandfuge selbst durch das Profil des Schalungselementes nach dem Entfernen des Schalungselementes profiliert ist. In dieses Profil greifen die Führungselemente des Schlitzwandmeißels ein. Ein aufwendiges Einbringen von Führungskonstruktionen im Bereich der Schlitzwandfuge in welchen dann die Führungselemente des Schlitzwandmeißels geführt sind, ist nicht notwendig.

Nach bevorzugter Ausführungsform ist das Führungselement gegenüber den Meißelschneiden in Absenkrichtung voreilend angeordnet. Damit wird eine sichere Führung des Schlitzwandmeißels insbesondere in dem Bereich gewährleistet, in dem die Meißelschneiden auf den Überbeton wirken. Das Führungselement kann mit dem Schlitzwandmeißel dauerhaft verbunden, z. B. verschweißt sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, daß das Führungselement mit dem Schlitzwandmeißel lösbar verbunden ist. Zum einen ist der Schlitzwandmeißel damit auch ohne Führungselement für seine ursprüngliche Bestimmung, z. B. im Zuge des Aushebens des Schlitzwandabschnittes, verwendbar. Dazu sind regelmäßig auf der Unterseite des Schlitzwandmeißels weitere Meißelschneiden zum Zerkleinern des auszuhebenden Erdreichs angeordnet. Zum anderen besteht die Möglichkeit, das Führungselement in unterschiedlichen Positionen am Schlitzwandmeißel zu befestigen und damit unterschiedlich große Voreilungen zu realisieren. Die lösbare Verbindung kann dabei als Steck- oder Schraubverbindung ausgebildet sein. In zweckmäßiger Weise ist vorgesehen, daß das Führungselement eine Mehrzahl von vertikal nebeneinander angeordneten Führungsrohren mit vorzugsweise rundem Querschnitt aufweist, die über Verbindungsstege miteinander verbunden sind. Folglich ist der Aufbau des Führungselementes an das Profil der bekannten Schalungselemente angepaßt. Es lassen sich folglich herkömmliche Schalungselemente bei der Herstellung der Schlitzwände verwenden. Grundsätzlich können im Rahmen der Erfindung Führungselemente montiert werden, die der jeweiligen Profilierung des zuvor gezogenen Schalungselementes entsprechen. Ferner ist vorgesehen, daß an den außenliegenden Führungsrohren des Führungselementes den Verbindungsstegen gegenüberliegende Abstandsleisten angeordnet sind. Damit wird auch eine seitliche Führung des Schlitzwandmeißels im Schlitzwandabschnitt gewährleistet. Vorzugsweise weist das Führungselement eine in Absenkrichtung zumindest teilweise keilförmig oder kegelförmig zulaufende Form auf. Auf diese Weise läßt sich das Führungselement besonders einfach in die Schlitzwandfuge einfädeln, so daß das Einbringen des Schlitzwandmeißels in den Schlitzwandabschnitt vereinfacht wird.

Auf der der Schlitzwandfuge zugeordneten Seite des Schlitzwandmeißels können, z. B. oberhalb des Führungselementes, Hochdruckstrahldüsen einer Hochdruckreinigungseinrichtung angeordnet sein. Außerdem können auf der der Schlitzwandfuge zugeordneten Seite des Schlitzwandmeißels Putzbürsten angeordnet sein. Diese Maßnahmen haben zur Folge, daß die Meißelschneiden beim Entfernen des Überbetons unterstützt werden und so eine besonders effektive Bearbeitung der Schlitzwandfuge erfolgt. Als Reinigungsmittel für die Hochdruckreinigungseinrichtung kann eine Frischbetonit-Suspension oder gegebenenfalls auch Wasser verwendet werden. Ferner ist vorgesehen, daß der Schlitzwandmeißel ein hydraulisches Schlagwerk oder einen Vibrator aufweist, welche eine pulsierende Schlagbewegung der Meißelschneiden erzeugen. Der bekannte Schlitzwandmeißel weist regelmäßig einen Meißelkopf mit einer Aufhängung auf, mit welcher der Schlitzwandmeißel an einem Trägergerät, zum Beispiel einem Raupenseilbagger, angeschlossen wird. Durch eine exzentrische Aufhängung des Schlitzwandmeißels wird eine Anpressung der Vorrichtung gegen die Schlitzwandfuge des bereits hergestellten Schlitzwandabschnittes erreicht. Dadurch wird eine sichere Führung im Zuge des Entfernens des Überbetons erreicht und die Putzeigenschaften verbessert. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Aufhängung mehrere horizontal nebeneinander angeordnete Aufhängepunkte, zum Beispiel Bohrungen, aufweist, an die das Trägergerät wahlweise angeschlossen werden kann. Durch Umstecken der Aufhängung kann folglich der Anpressdruck des Schlitzwandmeißels an die Schlitzwandfuge variiert werden. Im übrigen besteht die Möglichkeit, Ballastplatten auf einer Seite des Schlitzwandmeißels anzuordnen, um auch bei zentrischer Aufhängung die Anpressung des Schlitzwandmeißels an die Schlitzwandfuge zu erhöhen.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Entfernen von Überbeton im Bereich einer sich stirnseitig und vertikal an einen Schlitzwandabschnitt einer Schlitzwand befindenden Schlitzwandfuge, wonach der Überbeton mittels eines entlang der Schlitzwandfuge arbeitenden Schlitzwandmeißels mit Meißelschneiden entfernt wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß der Überbeton nach dem Entfernen eines die Schlitzwandfuge abdeckenden Schalungselementes mit dem Schlitzwandmeißel entfernt und dazu der Schlitzwandmeißel im Zuge einer Absenk- und/oder Hubbewegung in der durch das Schalungselement profilierten Schlitzwandfuge geführt wird. Es ist folglich nicht länger notwendig, den Überbeton bei noch in der Schlitzwand befindlichem Schalungselement zu entfernen. Durch die Führung des Schlitzwandmeißels läßt sich der Überbeton zuverlässig entfernen, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Schlitzwandfuge selbst beschädigt wird.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen

1 eine Schlitzwand in einer Draufsicht,

2 einen Längsschnitt durch die Schlitzwand nach 1 mit eingebrachtem Schlitzwandmeißel,

3 einen Schlitzwandmeißel in einer Seitenansicht,

4 den Gegenstand nach 3 in Stirnansicht und

5 einen Schnitt durch den Gegenstand nach 3 im Bereich der Meißelschneiden.

In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Entfernen von Überbeton 1 im Bereich einer sich stirnseitig und vertikal an einen Schlitzwandabschnitt 2 einer Schlitzwand befindenden Schlitzwandfuge 3 dargestellt. Die 1 und 2 zeigen jeweils im linken Bereich einen Schlitzwandabschnitt 2 einer Schlitzwand. Dieser wird beidseitig durch Leitwände 4 und stirnseitig durch die Schlitzwandfuge 3 begrenzt. An die Schlitzwandfuge 3 schließt sich der bereits ausgegriffene Bereich eines angrenzenden weiteren Schlitzwandabschnittes 5 an, der in das Erdreich 6 übergeht. Ferner ist in 2 erkennbar, daß ein Schlitzwandmeißel 7 entlang der Schlitzwandfuge 3 arbeitet und zum Entfernen des Überbetons 1 Meißelschneiden 8 aufweist. Der Schlitzwandmeißel 7 weist auf der der Schlitzwandfuge 3 zugewandten Seite ein Führungselement 9 auf, daß in die Schlitzwandfuge 3 derart eingreift, daß der Schlitzwandmeißel 7 im Zuge einer Absenk- und/oder Hubbewegung mit dem Führungselement 9 in der Schlitzwandfuge 3 geführt ist. Der Aufbau des Schlitzwandmeißels 7 ist im Einzelnen den 3 bis 5 zu entnehmen. Das Führungselement 9 ist gegenüber den Meißelschneiden 8 in Absenkrichtung um ein vorgegebenes Maß A voreilend angeordnet. Im Ausführungsbeispiel ist das Führungselement 9 mit dem Schlitzwandmeißel 7 verschweißt. 4 und 5 zeigen, daß das Führungselement 9 aus drei vertikal nebeneinander angeordneten Führungsrohren 10 mit rundem Querschnitt besteht. Die Führungsrohre 10 sind über zwei Verbindungsstege 11 miteinander verbunden. Damit entspricht die Form des Führungselementes 9 dem Profil der Schlitzwandfuge 3, welches wiederum durch das Profil des in den Zeichnungen nicht dargestellten Schalungselementes bestimmt wird. Ferner zeigt 5, daß an den beiden außenliegenden Führungsrohren 10 den Verbindungsstegen 11 gegenüberliegende Abstandsleisten 12 angeordnet sind. Die Führungsrohre 10 des Führungselementes 9 weisen in Absenkrichtung teilweise eine keilförmig zulaufende Form auf. Insbesondere der 3 ist zu entnehmen, daß der Schlitzwandmeißel 7 einen Meißelkopf 13 mit einer Aufhängung 14 aufweist. Mit der Aufhängung 14 ist der Schlitzwandmeißel 7 an ein nicht dargestelltes Trägergerät anschließbar. Die Aufhängung 14 weist mehrere horizontal nebeneinander angeordnete Aufhängepunkte 15 auf, die als Bohrungen 15 ausgebildet sind. An diesen Bohrungen 15 ist das Trägergerät wahlweise anschließbar. Damit läßt sich eine exzentrische Aufhängung des Schlitzwandmeißels 7 realisieren, wie sie in 2 angedeutet ist.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Entfernen von Überbeton (1) im Bereich einer sich stirnseitig und vertikal an einem Schlitzwandabschnitt (2) einer Schlitzwand befindlichen Schlitzwandfuge (3),

    mit einem Schlitzwandmeißel (7), welcher entlang der Schlitzwandfuge (3) arbeitet und zum Entfernen des Überbetons (1) ein oder mehrere Meißelschneiden (8) aufweist,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß der Schlitzwandmeißel (7) auf der der Schlitzwandfuge (3) zugewandten Seite zumindest ein Führungselement (9) aufweist, welches nach dem Entfernen eines die Schlitzwandfuge abdeckenden Schalungselementes in die profilierte Schlitzwandfuge (3) derart eingreift, daß der Schlitzwandmeißel (7) im Zuge einer Absenk- und/oder Hubbewegung mit dem Führungselement (9) in der Schlitzwandfuge (3) geführt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (9) gegenüber den Meißelschneiden (8) in Absenkrichtung mit Voreilung, z. B. mit einer veränderbaren Voreilung angeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (9) mit dem Schlitzwandmeißel (7), z. B. mittels einer Schraub- oder Steckverbindung lösbar verbunden ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (9) eine Mehrzahl von vertikal nebeneinander angeordneten Führungsrohren (10) mit vorzugsweise rundem Querschnitt aufweist, die über Verbindungsstege (11) miteinander verbunden sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den außenliegenden Führungsrohren (10) den Verbindungsstegen (11) gegenüberliegende Abstandsleisten (12) angeordnet sind.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (7) eine in Absenkrichtung zumindest teilweise keilförmig oder kegelförmig zulaufende Form aufweist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Schlitzwandfuge (3) zugewandten Seite des Schlitzwandmeißels (7), z. B. oberhalb des Führungselementes (9), Hochdruckstrahldüsen einer Hochdruckreinigungseinrichtung angeordnet sind.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Schlitzwandfuge (3) zugewandten Seite des Schlitzwandmeißels (7) Putzeinrichtungen, z. B. Putzbürsten angeordnet sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitzwandmeißel (7) ein hydraulisches Schlagwerk oder einen Vibrator aufweist, welcher eine pulsierende Schlagbewegung der Meißelschneiden (8) erzeugt.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Schlitzwandmeißel (7) einen Meißelkopf (13) mit einer Aufhängung (14) aufweist, mit welcher der Schlitzwandmeißel (7) an ein Trägergerät anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung (14) mehrere horizontal nebeneinander angeordnete Aufhängepunkte (15) aufweist, an die das Trägergerät wahlweise anschließbar ist.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitzwandmeißel (7) exzentrisch angeordnete Ballastplatten aufweist.
  12. Verfahren zum Entfernen von Überbeton im Bereich einer sich stirnseitig und vertikal an einem Schlitzwandabschnitt einer Schlitzwand befindlichen Schlitzwandfuge,

    wonach der Überbeton mittels eines entlang der Schlitzwandfuge arbeitenden Schlitzwandmeißels. mit Meißelschneiden entfernt wird, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Überbeton nach dem Entfernen eines die Schlitzwandfuge abdeckenden Schalungselementes mit dem Schlitzwandmeißel entfernt und dazu der Schlitzwandmeißel im Zuge einer Absenk- und/oder Hubbewegung in der durch das Schalungselement profilierten Schlitzwandfuge geführt wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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