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Dokumentenidentifikation DE69530032T2 19.02.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000696631
Titel Demulgator für Öl-in-Wasser-Emulsionen und Verfahren zu seiner Anwendung
Anmelder Ondeo Nalco Energy Services, L.P., Sugarland, Texas, US
Erfinder Taylor, Grahame N., Houston, Texas 77040, US
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69530032
Vertragsstaaten BE, DE, DK, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.08.1995
EP-Aktenzeichen 953054467
EP-Offenlegungsdatum 14.02.1996
EP date of grant 26.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2004
IPC-Hauptklasse C10G 33/04
IPC-Nebenklasse B01D 17/05   C08G 65/32   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Diese Erfindung betrifft im Allgemeinen ein Verfahren zum Demulgieren von Wasser-in-Öl-Emulsionen unter Verwendung von Polyalkylenglykolderivaten. Gemäß einem Aspekt betrifft das Verfahren das Demulgieren von Emulsion aus Rohöl und Wasser.

Bei der Ölproduktion aus Ölquellen enthalten die produzierten Flüssigkeiten häufig Wasser in Form von freiem Wasser oder als Emulsion. Damit das Öl Pipelinequalität hat, muss der Wassergehalt auf unterhalb einer spezifizierten Menge (z. B. unter 1,0%). verringert werden.

Es wird eine Vielfalt von mechanischen, elektrischen und chemischen Verfahren zur Dehydratisierung produzierter Flüssigkeiten verwendet. Die vorliegende Erfindung betrifft speziell die chemische Behandlung unter Verwendung von Chemikalien, die als Demulgatoren bezeichnet werden. Ein Demulgator ist als einzelne Tensidverbindung oder als Gemisch von Tensidverbindungen in einem geeigneten Lösungsmittelsystem definiert, das formuliert ist, um eine spezielle Emulsion auf optimaler Kosten/Leistungsbasis zu behandeln. Das erfindungsgemäße verfahren verwendet Demulgatoren zur Behandlung von Wasser-in-Öl-Emulsionen, dem häufigsten Emulsionstyp, der bei der Produktion auf dem Ölfeld vorliegt. Die Behandlung von Emulsionen vom Typ Öl in Wasser (d. h. Umkehremulsionen) ist spezifisch ausgeschlossen.

Aus dem Stand der Technik sind viele unterschiedliche Demulgatoren bekannt, einschließlich jener, die von Alkoholen, Fettsäuren, Fettaminen, Glykolen und Alkylphenol/Formaldehyd-Kondensationsprodukt abgeleitet sind.

Wie bereits angemerkt, beinhaltet das erfindungsgemäße Verfahren die Verwendung bestimmter Polyalkylenglykolderivate, speziell Addukte von Polyalkylenglykol mit hohem Molekulargewicht und Ethylenoxid, das unter Bildung eines neuen Wasser-in-Öl-Demulgators verestert worden ist.

Wie durch die folgenden Druckschriften veranschaulicht wird, sind Polyalkylenglykol und seine Derivate schon seit langem zum Demulgieren von Ölen verwendet worden:

  • (a) Die US-A-4 374 734 offenbart die Verwendung von Polyoxypropylenglykol (Molekulargewicht 2000 bis 4500) zum Brechen von Wasser-in-Öl-Emulsionen, wobei die Emulsion durch Tensidflutung produziert wird.
  • (b) Die US-A-3 835 060 lehrt, dass konventionelle Demulgatoren Polyoxyalkylenglykol und Blockpolymere von Polyoxyethylen/ Polyoxypropylen einschließen.
  • (c) Die US-A-2 754 271 offenbart Behandlungsmittel, die ein Additionsprodukt eines Alkylenoxids mit aliphatischem zweiwertigen Alkohol (Polyoxypropylendiole) umfassen, und beschreibt ferner, dass zweiwertige Alkohole (Polyoxypropylendiole) bekanntermaßen Molekulargewichte bis zu etwa 3000 haben.
  • (d) Die US-A-3 557 017 offenbart Wasser-in-Öl-Demulgatoren, die Polymere mit ultrahohem Molekulargewicht (Molekulargewicht von mindestens 100 000) umfassen. Die Polymere sind ausgewählt aus einer Gruppe, die Polyoxyalkylenpolymereund -copolymere monomerer Alkylenoxide mit einer einzigen vicinalen Epoxygruppe einschließt.
  • (e) Das kanadische Patent Nr. 10 10 740 offenbart einen Wasserin-Öl-Emulsionsbrecher; der das Reaktionsprodukt eines Polyoxyalkylenalkohols und eines ungesättigten Reaktanten ist, wobei das Produkt ferner mit einem Vinyladditionsmonomer umgesetzt wird. In einer Ausführungsform wird dieses Produkt weiter mit einem Polyoxyalkylenalkohol umgesetzt.

Andere Druckschriften, die mehrwertige Polyalkylenalkohole mit niedrigem Molekulargewicht offenbaren, die mit anderen Verb ndungen umgesetzt werden, schließen die US-A-3 383 326, die US-A-3 511 882 und die US-A-3 676 501 ein. Andere Druckschriften, die mehrwertige Alkohole, jedoch keine Glykole offenbaren, schließen die US-A-2 996 551, die US-A-3 078 271 und die US-A-4 305 835 ein. Druckschriften, die Wasser-in-Öl-Demulgatoren offenbaren, schließen die US-A-3 383 325, die US-A-4 117 031, die US-A-4 420,413, die US-A-4 465 817 und die US-A-5 039 450 ein.

Zusammenfassung der Erfindung

Das erfindungsgemäße Verfahren beinhaltet das Behandeln von Wasser-in-Öl-Emulsionen von Erdölverfahrensschritten mit einem Demulgator, um die Emulsion zu brechen und das Öl und Wasser zu trennen. Der Demulgator ist ein Derivat oder Addukt eines zweiwertigen Polyalkylenglykols (PAG) mit hohem Molekulargewicht und Ethylenoxid (EO) und wird unter Verwendung der folgenden Reaktanten hergestellt:

  • (a), PAG, einem Diol, mit einem Molekulargewicht von mindestens 6000,
  • (b) EO,
  • (c) einer ungesättigten Disäure, einem ungesättigten Diester oder einem ungesättigten Disäureanhydrid, vorzugsweise Maleinsäureanhydrid,
  • (d) einem Vinylmonomer, vorzugsweise Acrylsäure, und
  • (e) einem Polyoxyalkylenalkohol, vorzugsweise einem oxyalkylierten Phenol/Formaldehyd-Harz, am meisten bevorzugt einem oxyalkylierten p-Nonylphenol/Formaldehyd-Harz.

Diese Verbindungen werden in der folgenden Reihenfolge umgesetzt:

  • Stufe 1 Additionsreaktion
  • Stufe 2 Veresterung
  • Stufe 3 Radikalvinylpolymer sationsreaktion mit Vinylmonomer
  • Stufe 4 Zusätzliche Veresterung mit einem polyoxyalkylierten Alkohol (z. B. oxyalkyliertem Phenol/Formaldehyd-Harz).

Ein neues Merkmal der vorliegenden Erfindung ist das hohe Molekulargewicht des zweiwertiges Vorläufer-Polyalkylenglykols [Polypropylenglykol (PPG) oder Polybutylenglykol (PBG)]. PPG-Diole und PBG-Diole mit einem Molekulargewicht größer als 4000 bis 5000 sind zuvor nicht zur Synthese von Wasser-in-Öl-Demulgatoren verwendet worden. Das hohe Molekulargewicht des PAG-Derivat-Demulgators bietet den Vorteil von hervorragendem Anfangswasserverlust und hervorragender Öldehydratisierung, wenn er allein oder mit anderen konventionellen Demulgatoren wirkt.

Ein weiteres neues Merkmal einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Verwendung von zwei separaten Hydroxyverbindungen für die Veresterung in den Stufen 2 beziehungsweise 4 (z. B. PAG und oxyalkyliertes Phenol/Formaldehyd-Harz).

Außerdem beinhaltet die vorliegende Erfindung die Verwendung der oben beschriebenen Addukte in Kombination mit anderen Demulgatoren, insbesondere oxyalkylierten Phenol/Formaldehyd-Harzen, Polyalkylenglykolen und Estern.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen:

Wie bereits erwähnt ist der erfindungsgemäße Demulgator das Reaktionsprodukt von fünf Verbindungen. Jede der Verbindungen und ihre Reaktionen werden nachfolgend ausführlich beschrieben.

Stufe 1: Herstellung des PAG/EO-Addukts

Das Vorläufer-PAG hat gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die folgende Formel:

HO [RCH-CH2-O]n-H

in der R CH3 oder C2H5 ist; und

n im Bereich von 120 bis 350, vorzugsweise 135 bis 260 und am meisten bevorzugt 150 bis 200 liegt; wobei

die Verbindung ein Molekulargewicht größer als 6000 und bis zu 26 000 aufweist. R ist vorzugsweise CH3, und das Molekulargewicht des Polyalkylenglykols liegt zwischen 7000 und 20 000 und am meisten bevorzugt 8000 bis 18 000. Das Molekulargewicht bezieht sich auf dasjenige, das aus Hydroxylzahlmessungen berechnet worden ist.

Das Vorläufer-PAG mit dem geeigneten Molekulargewicht zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung kann unter Verwendung eines Katalysators ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Barium, Strontium und deren Oxiden, Hydroxiden, hydratisierten Hydroxiden oder Monohydroxidsalzen oder Mischungen derselben oder einer Doppelmetallcyanidkomplexverbindung hergestellt werden, worbei eines der Metalle der Komplexverbindung aus der Gruppe bestehend aus Zn(II) , Fe(II), Fe(III), Co(II), Ni(II), Mo(IV , Mo(VI), Al(III), V(IV), V(V), Sr(II), W(IV), W(VI) , Mn(II) und Cr(III) und Mischungen derselben ausgewählt ist, und wobei das andere Metal der Komplexverbindung ein Metall ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Fe(II), Fe(III), Co(II), Co(III), Cr(II), Cr(III,), Mn(II), Mn(III), V(IV) und V(V) und Mischungen derselnen ist. Diese Verfahren sind im Detail in der US-A-5 010 187 und der US-A-3 278 457 beschrieben, deren Offenbarungen hier durch Bezugnahme darauf eingeführt wird.

Die Additionsreaktion des PAG mit Ethylenoxid bildet ein Addukt mit der folgenden Formel (Formel I):

HO-(CH2CH2O)m-(RCHCH2O)n-(CH2CH2O)m-H (I),

in der R und n wie oben definiert sind und m im Bereich von 1 bis 100, vorzugsweise 3 bis 60, am meisten bevorzugt 5 bis 50 liegt. Der Bequemlichkeit halber wird dieses Addukt durch die Formel HO-X-H dargestellt, in der X die Polyoxyalkylengruppen darstellt.

Diese Reaktion kann unter den folgenden Bedingungen durchgeführt werden: Das Polyalkylenglykol wird in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel gelöst und mit Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxid katalysiert. Das partielle Alkoxid des Polyalkylenglykols wird bei 150°C bei 50 psi mit Ethylenoxid ungefähr 2 Stunden lang umgesetzt.

Stufe 2: Veresterung des PAG/FO-Addukts mit Disäureanhydrid uner Bildung von PAG/EO-Adduktdiestern

Die Veresterungsreaktion der Hydroxylgruppen des Addukts der Formel I mit einem Disäureanhydrid verlängert die Molekülkette. Die Reaktion erzeugt Produkt mit der Formel II:

in der X die oben definierten Polyoxyalkylengruppen sind und R1 H oder Alkyl- oder Asylgruppe mit 1 bis 50 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 2 bis 25 Kohlenstoffatomen ist, und a eine Zahl im Bereich von 1 bis 100, vorzugsweise 5 bis 50 ist.

Der bevorzugte Reaktant ist Maleinsäureanhydrid, das nach Reaktion mit dem Addukt der Formel I das Produkt der Formel II erzeugt, in der R1 H ist. Andere brauchbare Verbindungen schließen jene mit (a) einer Disäure- oder Disäureanhydridfunktionalität und (b) mindestens einer olefinischen Ungesättigtheit ein Solche Verbindungen sind im Handel erhältlich. Diese schließen beispielsweise Fumarsäure, Maleinsäureanhydridaddukt von Tallöl-fettsäure und 5,6-Carboxy-4-hexyl-2-cyclohexen-1-octansäure ein.

Die Ester der Formel I und des Disäureanhydrids können wie folgt hergestellt werden:

Das Addukt wird in Kohlenwasserstoff gelöst und unter Verwendung einer Säure wie p-Toluosulfon- oder Dodecylbenzolsulfonsäure katalysiert. Das Polyalkylenglykol wird bei 150°C mit der geeigneten Disäure oder dem geeigneten Disäureanhydrid unter azeotroper Dean-Stark-Destillation zur Wasserentfernung unter Rückfluss gehalten.

Das Molverhältnis der Verbindung der Formel I und des Disäureanhydrids kann im Bereich zwischen 0,5 und 3, vorzugsweise zwischen 0,8 und 1,2 liegen.

Stufe 3: Additionsreaktion des Diesters mit Vinylmonomer

Der Ester der Formel II wird in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel gelöst, und eine katalytische Menge eines organischen Peroxids wird zugefügt. Die Lösung wird auf 100°C gebracht und das Vinylmonomer langsam zu der Lösung gegeben. Nach vollständiger Zugabe des Vinylmonomeren wird die Reaktionsmischung unter Rückfluss 1 bis 2 Stunden lang auf 150°C erhitzt.

Das Additionsreaktionsprodukt hängt von dem verwendeten Vinylmonomer ab. Die generische Formel kann durch Formel III dargestellt werden:



in der R1 und X wie oben definiert sind,

R2 COOH oder COOCn'H2n' + 1 ist,

R3 H, COOH, COOCn,H2n' + 1, O-Cn'H2n' + 1, CONH2 ist,

R4 H, COOH, COOCn,H2n' + 1, CN ist, wobei n' eine Zahl im Bereich von 1 bis 6 ist;

a und b jeweils Zahlen im Bereich von 1 bis 200 sind.

Das Molverhältnis des Esters der Formel II und des Vinylmonomeren kann im Bereich von 0,5 bis 3 liegen, vorzugsweise 0,8 b s 1,2 .

Das bevorzugte Vinylmonomer ist Acrylsäure, wobei in diesem Fall R2 in Formel III CO2H ist und R3 und R4 jeweils Wasserstoff sind.

Stufe 4: Zusätzliche Veresterung

Die Molekülkette des Produkts der Formel III (wobei R2 COOH ist) wird durch Umsetzung mit einem mehrwertigen Alkoholmaterial verlängert, wie einer oxyalkylierten Verbindung, die Produkt der Formel IV erzeugt:

in der X, R1, R3, R4, a und b wie oben definiert sind und

R5 CH3 oder CH2H5 ist,

Y eine Polyoxyalkylenalkoholgruppe ist,

c und d jeweils Zahlen im Bereich von 0 bis 20 sind,

sowie c + d 1 oder mehr ist.

Der bevorzugte Polyoxyalkylenalkohol ist ein oxyalkyliertes para-Alkylphenol/Formaldehyd-Harz, wobei Y in Formel IV

ist, wobei R6 eine Cl- bis C20-Kohlenwasserstoffgruppe ist, vorzugsweise C4 bis C9, und e 2 bis 25 ist.

Das Molverhältnis des Produkts der Formel III und des mehrwertigen Alkoholmaterials kann im Bereich von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5 liegen.

Demulgatorformulierung:

Wenn die Demulgatorformulierung für eine spezielle Behandlung maßgeschneidert wird, ist es in vielen derartigen Behandlungen möglicherweise bevorzugt, den oben beschriebenen Demulgator mit anderen Demulgatoren zu kombinieren. Der kommerziell erhältliche Demulgator, der in einem Gemisch mit den oben beschriebenen Addukten verwendet werden kann, schließt die folgenden ein:

  • (a) Polyfunktionale Polyalkylenglykole

Beispielformel:
in der n im Bereich von 1 bis 200 liegt.

  • (b) Oxyalkylierte Phenol/Formaldehyd-Harze mit einem Molekulargewicht zwischen 1000 und 20 000.
  • (c) Derivate der obigen.

Diese kommerziell erhältlichen Demulgatoren sind Oxyalkylierungsprodukte von Ethylen- oder Propylenoxid mit Fettsäuren, Fettaminen, Glykolen oder Phenol/Formaldehyd-Kondensationsverbindungen.

Die bevorzugten Demulgatoren, die mit dem erfindungsgemäßen Demulgator verwendbar sind, sind die oxyalkylierten Glykolester und/oder die oxyalkylierten Phenol/Formaldehyd-Harze.

Wenn Gemische verwendet werden, sollte der erfindungsgemäße Demulgator 5 bis 95 vol.% der wirksamen Bestandteile in einem geeigneten Lösungsmittel stellen.

Betriebsweise:

Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Produkt der Formel IV, gelöst in geeignetem Lösungsmittel, hergestellt. Die Formulierung kann andere Additive einschließen, die weitere Funktion oder Verstärkung der Wirksamkeit des Demulgators liefern. Lösungsmittel schließen aromatische Kohlenwasserstofflösungsmittel ein, wie Xylol, usw. Weitere Additive schließen oben beschriebene kommerzielle Demulgatoren, Polyalkylenglykolester und oxyalkylierte Phenol/Formaldehyd-Harze ein.

Der Prozentsatz des wirksamen Demulgators in der Formulierung kann innerhalb weiter Grenzwerte liegen, 5 bis 90 Gew.% sind jedoch bevorzugt, 25 bis 75 Gew.% sind am meisten bevorzugt.

Die Zusammensetzung und Konzentration der wirksamen Bestandteile in der Formulierung werden für eine spezielle Behandlung in der gleichen Weise maßgeschneidert, wie konventionelle Demulgatoren verwendet werden. Diese "Feinabstimmung" der Formulierung basiert oft auf Flaschentests. Zur Rohölbehandlung kann die Wasser-in-Rohöl-Emulsion im Bereich von 1 bis 99 Vol.% Wasser liegen. Bei der Behandlung raffinierter Erdölprodukte (z. B. Schmieröl; Benzin, Brennstofföl, Kerosin, usw.) ist der Gehalt an suspendiertem Wasser natürlich viel geringer, im Allgemeinen unter 1%. Die Behandlungskonzentrationen des hier beschriebenen Demulgators(wirksamer Bestandteil) kann im Bereich von 10 bis 1000 ppm, vorzugsweise 150 bis 500 pm wirksame Bestandteile in der Emulsion liegen; und kann mittels eines konventionellen Verfahrens und Geräts in das System injiziert werden: Injektion in das Bohrloch hinunter, Bohrkopfinjektion oder Chargenbehand- ung.

Versuche Flaschentests:

Flaschentests wurden durchgeführt, indem eine Wasser-in-Öl-Emulsionsprobe (100 ml) in eine Arzneimessflasche gegeben wurde und eine abgemessene Menge einer Demulgatorchemikalie zugesetzt wurde. Jede Flasche wurde verschlossen und dann für eine spezifische Zeitdauer (in der Regel 5 Minuten) geschüttelt, um die Inhalte zu durchmischen. Die Flaschen wurden in ein Heiflwasserbett zur Seite gestellt und der Wasserabfall beobachtet. Dies ist die Zeit der Trennung der Wasserphase der Emulsion von der Ölphase.

Nach dem Wasserabfalltest wurde jede Emulsionsprobe (frei von freiem Wasser) nach dem folgenden Verfahren einer Zentrifugierung (Ausschleifen) unterzogen:

  • (a) API Zentrifugenröhrchen wurden mit 50% Xylol und 50% der Emulsion (ohne freies Wasser) gefüllt.
  • (b) Die Proben wurden für eine aufgezeichnete Zeitspanne in ein Heißwasserbad gestellt.
  • (c) Die Proben wurden dann 3 Minuten lang bei 1800 UpM einer Zentrifugierung (Ausschleifen) unterzogen.
  • (d) Die Wassermenge in jedem Röhrchen wurde aufgezeichnet und der Prozentsatz des in dem Öl zurückgehaltenen Wassers bestimmt.

Die getesteten Demulgatoren wurden unter Verwendung der folgenden Materialien hergestellt:

  • (a) PPG mit einem MW zwischen 8000 und 18 000;
  • (b) die ungesättigte Disäure war Maleinsäureanhydrid;
  • (e) das Vinylmonomer war Acrylsäure;
  • (d) die oxyalkylierte Verbindung war para-Alkylphenol/Formaldehyd-Harz.

Die Demulgatorproben wurden wie folgt hergestellt:

Probe A

Formel IV, bei der

X PAG/EO-Addukt war (Formel I)

wobei n 190 war, m 5 war, R CH3 war, a und b jeweils zwischen 2

und 200 lagen, R1 H war; R3 H war, R4 H war, R5 CH3 war, c 4 war, d 6 war, y

war, R6 C9H19 war, e im Bereich von 2 bis 25 lag.

Probe B

Gleiche Zusammensetzung wie Probe A, außer dass c 0 war und d 3 war.

Probe C

Gleiche Zusammensetzung wie Probe A, außer dass m 15 war.

Probe D

Gleiche Zusammensetzung wie Probe B, außer dass m 15 war.

Probe E (Vergleich)

Wie bei Probe A, außer dass X ein Addukt von PAG mit niedrigem Molekulargewicht und EO war; wobei n 32 war und m 4 war.

Probe F (Vergleich)

Wie bei Probe B, außer dass X ein Addukt von PAG mit niedrigem Molekulargewicht und EO war, wobei n 32 war und m 4 war.

Die Flaschentestergebnisse werden in der Tabelle wiedergegeben:

Tabelle

Die Daten in der obigen Tabelle zeigen, dass die erfindungsgemäßen Demulgatoren sowohl in den Wasserabfalltests als auch in den Zentrifugiertests erheblich wirksamer waren als die Demulgatoren, die mit dem PAG mit niedrigem Molekulargewicht (unter 2100) hergestellt worden waren.


Anspruch[de]
  1. Demulgator zum Brechen von Wasser-in-Öl-Emulsionen mit der Formel
    in der

    X (CH2CH2O)m -(RCHCH2O)n-(CH2CH2O)m ist, wobei

    m eine Zahl von 1 bis 1.00 ist,

    n eine Zahl von 120 bis 350 ist,

    R CH3 oder C2H5 ist,

    R1 H oder eine Alkyl- oder Arylgruppe mit 1 bis 50 Kohlenstoffatomen ist,

    R3 H, COOH, COOCn'H(2n' + 1), OCnH(2n' + 1) oder CONH2 ist,

    R4 H, COOH, COOCn'H(2n' + 1), oder CN ist,

    n' eine Zahl von 1 bis 6 ist,

    a eine Zahl von 1 bis 100 ist,

    b eine Zahl von 1 bis 200 ist,

    R5 CH3 oder C2H5 ist,

    c und d jeweils Zahlen von 0 bis 20 sind

    und c + d 1 oder größer ist, und

    Y eine Polyoxyalkylenalkoholgruppe ist.
  2. Demulgator nach Anspruch 1, bei dem Y
    ist, wobei e eine Zahl von 2 bis 25 ist und

    R6 eine. C4- bis C9-Alkylgruppe ist.
  3. Demulgator nach Anspruch 1 oder 2, bei dem in (a) n 135 bis 260 ist und das Polyalkylenglykol ein Molekulargewicht von 7000 bis 20000 aufweist.
  4. Demulgator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem R1 H ist.
  5. Demulgator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem R3 und R4 H sind.
  6. Demulgator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem R5 CH3 ist.
  7. Verfahren zur Herstellung eines Demulgators gemäß Anspruch 1, bei dem

    – ein Polyalkylenglykol mit hohem Molekulargewicht mit Ethylenoxid umgesetz wird, um ein Addukt mit der Formel:

    HO-X-H

    zu erhalten, in der x wie in Anspruch 1 definiert ist,

    – das Addukt von Schritt (a) mit einem ungesättigten Disäureanhydrid umgesetzt wird, um ein Produkt der Formel


    zu erhalten, in der X, a und R1 wie in Anspruch 1 definiert sind,

    – das Produkt von Schritt (b) mit einem Vinylmonomer umgesetzt wird, um ein Produkt mit der Formel:
    zu erhalten, in der X, R1, R3, R4, a und b wie in Anspruch 1 definiert sind und R2 COOH oder COOCn'H(2n' + 1) ist,

    – das Produkt von Schritt (c) mit einer oxyalkylierten Verbindung umgesetzt wird, um ein Produkt der Formel:
    zu erhalten, in der X, R1, R3, R4, R5, a, c, d und Y wie n Anspruch 1 definiert sind.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem R2 COOH ist, R3 H ist und R4 H ist .
  9. Verfahren zum Brechen einer Wasser-in-Öl-Emulsion, bei dem in die Wasser-in-Öl-Emulsion eine wirksame Menge eines Demulgators gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 eingeführt wird, um den Wassergehalt der Emulsion signifikant zu verringern.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem 1 bis 200 ppm Demulgator in die Emulsion eingeführt werden.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem der Demulgator hergestellt worden ist, indem

    – ein Polyalkylenglykol mit einem Molekulargewicht von 6000 bis 26000 mit Ethylenoxid umgesetzt wird, um ein Polyalkylen/Ethylenoxid-Addukt zu bilden,

    – das Addukt von Schritt (i) mit einem ungesättigten Disäureanhydrid umgesetzt wird, um einen Ester zu bilden,

    – der Ester von Schritt (ii) mit Acrylsäure umgesetzt wird, um ein Addukt zu bilden, und

    – das Addükt von Schritt (iii) mit einem oxyalkylierten Alkylphenolformaldehydharz verestert wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das Polyalkylenglykol ein Molekulargewicht von 8000 bis 20000 aufweist.
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