| Dokumentenidentifikation |
DE10139823B4 26.02.2004 |
| Titel |
Verfahren zum Umschalten eines Stereoempfängers von Stereo- auf Mono- und von Mono- auf Stereowiedergabe und Stereoempfänger |
| Anmelder |
Harman Becker Automotive Systems (Becker Division) GmbH, 76307 Karlsbad, DE |
| Erfinder |
Benz, Christoph, 77797 Ohlsbach, DE; Gierl, Stefan, 76133 Karlsruhe, DE |
| Vertreter |
Patentanwälte Westphal Mussgnug & Partner, 78048 Villingen-Schwenningen |
| DE-Anmeldedatum |
14.08.2001 |
| DE-Aktenzeichen |
10139823 |
| Offenlegungstag |
03.04.2003 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
26.02.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
26.02.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
H04H 5/00
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umschalten eines Stereoempfängers
von Stereo- auf Mono- und von Mono- auf Stereowiedergabe in Abhängigkeit von der
Empfangsqualität.
Die Erfindung betrifft weiter einen Stereoempfänger, der in Abhängigkeit
von der Empfangsqualität von Stereo- auf Mono- und von Mono- auf Stereowiedergabe
umschaltbar ist.
Hochwertige Stereoempfänger sind z. B. mit einer Steuerung ausgerüstet,
die in Abhängigkeit von der Empfangsqualität den Stereo- und den Monoanteil im Ausgangssignal
steuert. Man spricht von einer sog. Kanaltrennung, die insbesondere für Stereoempfänger
in Fahrzeugen geeignet ist, weil die Empfangsqualität für Stereoempfang in Folge
der Beschaffenheit des gerade befahrenen Geländes häufig nicht mehr ausreicht. Aus
diesem Grund wird bei sich verschlechternden Empfangsbedingungen der Stereoanteil
im Wiedergabesignal verringert, während gleichzeitig der Monoanteil erhöht wird.
Diese stufenlose Verschiebung von Stereo zu Mono kann bei schlechten Empfangsbedingungen
bis zur vollständigen Monowiedergabe gehen. Verbessert sich die Empfangsqualität,
so wird der Stereoanteil wieder erhöht, während gleichzeitig der Monoanteil verringert
wird, bis schließlich bei ausreichender Empfangsqualität vollständige Stereowiedergabe
erfolgt. Bei Stereoempfängern einfacherer Bauart kann dagegen nur zwischen Mono-
und Stereowiedergabe umgeschaltet werden. Ein gleitender Übergang zwischen den beiden
Wiedergabearten ist nich vorgesehen.
In der beispielhaft genannten DE
197 07 573 A1 wird ein technischer Sachverhalt beschrieben, wonach ein
Stereoempfänger in Abhängigkeit von der Empfangsqualität von Stereo- auf Mono- und
von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird. Außerdem wird dort ein Verfahren
beschrieben bei dem das Umschalten zwischen Stereo- und Monowiedergabe zusätzlich
durch ein die Zahl von Empfangsstörungen pro Zeiteinheit kennzeichnendes Stör-Hilfssignal
(PSTÖR) beeinflusst wird. Dieses Stör-Hilfssignal (PSTÖR)
wird mit Hilfe eines weiten Stör-Hilfssignals (S) aus dem Rundfunksignal abgeleitet.
Bei starken Einbrüchen der Empfangsqualität, die für Stereowiedergabe
nicht mehr ausreichen, wird ständig zwischen Stereo- und Monowiedergabe hin- und
hergeschaltet. Bei häufig wechselnden Empfangsbedingungen, wie sie z. B. während
der Fahrt in einer Gebirgslandschaft mit Tälern oder in den Stra ßsenschluchten
einer Großstadt mit hohen Gebäuden auftreten, kann unter ungünstigen Bedingungen
daher ständig zwischen Stereo- und Monowiedergabe hin- und hergeschaltet werden.
Ständiges Umschalten von Stereo- auf Mono- und von Mono- auf Stereowiedergabe
wird aber vom Zuhörer eher als lästig empfunden als eine stetige Monowiedergabe.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Beeinträchtigung des Klangbildes
durch zu häufiges Hin- und Herschalten zwischen Stereo- und Monowiedergabe zu verhindern.
Verfahrensmäßig wird diese Aufgabe mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen dadurch gelöst, daß das Umschalten von Mono- auf Stereowiedergabe sowohl
in Abhängigkeit von der Empfangsqualität als auch von der Anzahl der im jeweils
letzten vergangenen Zeitabschnitt vorgebbarer Länge erfolgten Umschaltvorgänge gesteuert
wird.
Schaltungsmäßig wird diese Aufgabe bei einem in Abhängigkeit von der
Empfangsqualität von Stereo- auf Mono- und von Mono- auf Stereowiedergabe umschaltbaren
Stereoempfänger mit den im Anspruch 10 angegebenen Merkmalen dadurch gelöst, daß
das Umschalten von Mono- auf Stereowiedergabe sowohl in Abhängigkeit von der Empfangsqualität
als auch von der Anzahl der im jeweils letzten vergangenen Zeitabschnitt vorgebbarer
Länge erfolgten Umschaltvorgänge steuerbar ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und Stereoempfänger erfolgt die
Umschaltung von Mono- zu Stereowiedergabe nicht nur in Abhängigkeit von der Empfangsqualität,
sondern auch von der Anzahl der in der Vergangenheit durchgeführten Umschaltvorgänge,
die in dem jeweils unmittelbar hinter der Gegenwart zurückliegenden vergangenen
Zeitabschnitt vorgebbarer Länge gezählt werden. Eine Verbesserung der Empfangsqualität
auf einen für Stereowiedergabe ausreichend hohen Wert führt bei der Erfindung daher
nicht immer automatisch zu einer Umschaltung von Mono- auf Stereowiedergabe. Vielmehr
wird noch zusätzlich geprüft, wie viele Umschaltvorgänge in dem erwähnten vergangenen
Zeitabschnitt durchgeführt worden sind. Je nach der ermittelten Anzahl der Umschaltvorgänge
wird sofort oder nach einer vorgebbaren Verzögerung von Mono- auf Stereowiedergabe
umgeschaltet.
Alternativ oder auch zusätzlich zur Verzögerungszeit kann vorgesehen
werden, den Schwellwert bei dem von Mono- auf Stereowiedergabe umzuschalten ist,
in Abhängigkeit von der Anzahl der im jeweils vergangenen Zeitabschnitt gezählten
Umschaltvorgänge zu erhöhen, so daß die Umschaltvorgänge gemäß einer Hysterese erfolgen,
die mit steigender Anzahl der gezählten Umschaltvorgänge ebenfalls erhöht werden
kann.
Der Schwellwert für die Umschaltung von Mono- auf Stereowiedergabe
kann z. B. ebenso groß gewählt werden wie der Schwellwert zur Umschaltung von Stereo-
auf Monowiedergabe. Die Hysterese wird erst dann eingeführt, wenn die Anzahl der
im vergangenen Zeitabschnitt erfolgten Umschaltvorgänge eine vorgebbare Anzahl überschreitet.
Es kann aber auch grundsätzlich von vornherein eine Hysterese vorgesehen
werden.
Die Verzögerungszeit, nach welcher bei Erreichen einer für Stereowiedergabe
ausreichenden Empfangsqualität von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird,
kann z. B. ebenfalls mit der Anzahl der im vergangenen Zeitabschnitt gezählten Umschaltvorgänge
erhöht werden. Vorzugsweise werden die Umschaltvorgänge von einem Zähler gezählt.
Die Empfangsqualität kann z. B. aus der Empfangsfeldstärke oder aus
einem vom Tuner des Stereoempfängers erzeugten Qualitätssignal abgeleitet werden,
Das erfindungsgemäße Verfahren und der erfindungsgemäße Stereoempfänger
werden anhand des in der Figur gezeigten Ausführungsbeispieles näher beschrieben
und erläutert.
Der Ausgang einer die Umschaltvorgänge steuernden Einheit U ist mit
dem Zähleingang eines Zählers Z verbunden, dessen Ausgang mit dem Stelleingang eines
Schwellwertschalters S verbunden ist, dessen Schwellwert einstellbar ist. Der Ausgang
einer die Empfangsqualität messenden Einheit Q ist mit dem Steuereingang des Schwellwertschalters
S verbunden, dessen Ausgang mit dem Steuereingang einer Stereomatrix M verbunden
ist, an deren Eingänge die Ausgänge eines Stereodecoders D angeschlossen sind. Dem
Stereodecoder D, der das (L+R)- und das (L-R)-Signal erzeugt, wird das Stereomultiplexsignal
MPX zugeführt. Aus dem vom Stereodecoder D empfangenen (L+R)- und (L-R)-Signal erzeugt
die Stereomatrix M das R- und das L-Signal, die an deren Ausgängen abgreifbar sind.
Die die Empfangsqualität bestimmende Einheit Q erzeugt ein Qualitätssignal
QS, das den Schwellwertschalter S steuert, der die Stereomatrix M von Stereo- auf
Mono- und von Mono- auf Stereowiedergabe umschaltet. Der Zählerstand des Zählers
Z, der die von der Umschalteinheit U bewirkten Umschaltvorgänge zählt, bestimmt
im Schwellwertschalter S den Schwellwert, bei welchem von Mono- wieder auf Stereowiedergabe
zurückgeschaltet wird.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß bei ständig wechselnden Empfangsverhältnissen
nicht ebenso den Schwankungen der Empfangsverhältnisse folgend zwischen Stereo-
und Monowiedergabe hin- und hergeschaltet wird. Erst wenn eine vorgebbare Zeit ununterbrochen
wieder günstige Stereoempfangsverhältnisse herrschen, wird von Mono- auf Stereowiedergabe
umgeschaltet. Dies kann durch verzögertes Umschalten von Mono- auf Stereowiedergabe
oder durch Einführen einer Hysterese oder durch beides bewirkt werden.
D
- Stereodemodulator
L
- L-Signal
L+R
- (L+R)-Signal
L-R
- (L-R) -Signal
M
- Stereomatrix
MPX
- Stereomultiplexsignal
Q
- die Empfangsqualität messende Einheit
QS
- Qualitätssignal
R
- R-Signal
S
- Schwellwertschalter
U
- die Umschaltvorgänge steuernde Einheit
Z
- Zähler
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zum Umschalten eines Stereoempfängers von Stereo- auf Mono- und von
Mono- auf Stereowiedergabe in Abhängigkeit von der Empfangsqualität, dadurch
gekennzeichnet, daß das Umschalten von Mono- auf Stereowiedergabe sowohl in
Abhängigkeit von der Empfangsqualität als auch von der Anzahl der im jeweils letzten
vergangenen Zeitabschnitt vorgebbarer Länge erfolgten Umschaltvorgänge gesteuert
wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschalten derart
gemäß einer Hysterese erfolgt, daß der Schwellwert der Empfangsqualität, bei welchem
von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird, größer gewählt wird als der Schwellwert,
bei welchem von Stereo- auf Monowiedergabe umgeschaltet wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellwert
der Empfangsqualität, bei dem von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird,
mit steigender Anzahl der im jeweils vergangenen Zeitabschnitt erfolgten Umschaltvorgänge
erhöht wird, so daß die Hysterese vergrößert wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellwert
der Empfangsqualität, bei welchem von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird,
größer gewählt wird als der Schwellwert der Empfangsqualität, bei dem von Stereo-
auf Monowiedergabe umgeschaltet wird, wenn die Anzahl der im jeweils vergangenen
Zeitabschnitt erfolgten Umschaltvorgänge eine vorgebbare Anzahl überschreitet.
- Verfahren mach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung
von Mono- auf Stereowiedergabe um eine vorgebbare Verzögerungszeit verzögert erfolgt,
die von der Anzahl im jeweils letzten vergangenen Zeitabschnitt erfolgten
Umschaltvorgänge abhängt, wenn die Empfangsqualität einen vorgebbaren Schwellwert
übersteigt.
- Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit
mit zunehmender Anzahl der Umschaltvorgänge ansteigt.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche l – 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umschaltvorgänge von einem Zähler (Z) gezählt werden, von dessen Zählerstand
die vorgebbare Verzögerungszeit und/oder der Schwellwert der Empfangsgualität abhängt,
bei welchem von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Empfangsqualität aus der Empfangsfeldstärke ermittelt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 – 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Empfangsqualität aus einem vom Tuner des Stereoempfängers erzeugten Qualitätssignal
(QS) abgeleitet wird.
- Stereoempfänger, der in Abhängigkeit von der Empfangsqualität von Stereo- auf
Mono- und von Mono- auf Stereowiedergabe umschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Umschalten von Mono- auf Stereowiedergabe sowohl in Abhängigkeit von der
Empfangsqualität als auch von der Anzahl der im jeweils letzten vergangenen Zeitabschnitt
vorgebbarer Länge erfolgten Umschaltvorgänge steuerbar ist.
- Stereoempfänger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschalten
derart gemäß einer Hysterese erfolgt, daß der Schwellwert der Empfangsqualität bei
welchem von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird, größer gewählt ist als
der Schwellwert, bei welchem von Stereo- auf Monowiedergabe umgeschaltet wird.
- Stereoempfänger nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellwert
der Empfangsqualität, bei welchem von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird,
mit steigender Anzahl der im jeweils vergangenen Zeitabschnitt erfolgten Umschaltvorgänge
erhöhbar ist, so daß die Hysterese vergrößerbar ist.
- Stereoempfänger nach Anspruch 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwellwert der Empfangsqualität, bei welchem von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet
wird, größer gewählt ist als der Schwellwert der Empfangsqualität, bei welchem von
Stereo- auf Monowiedergabe umgeschaltet wird, wenn die Anzahl der im jeweils vergangenen
Zeitabschnitt erfolgten Umschaltvorgänge eine vorgebbare Anzahl übersteigt.
- Stereoempfänger nach Anspruch 10, 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umschaltung von Mono- auf Stereowiedergabe um eine vorgebbare von der Anzahl
der im jeweils letzten vorgangenen Zeitabschnitt vorggebbarer Länge erfolgten Umschaltvorgänge
abhängige Verzögerungszeit verzögerbar ist, wenn die Empfangsqualität einen vorgebbaren
Schwellwert übersteigt.
- Stereoempfänger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit
mit zunehmender Anzahl der Umschaltvorgänge verlängerbar ist.
- Stereoempfänger nach einem der Ansprüche 10 - 15, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Zählen der Umschaltvorgänge ein Zähler (Z) vorgesehen ist, von dessen Zählerstand
die vorgebbare Verzögerungszeit und/oder der Schwellwert der Empfangsqualität abhängt,
bei dem von Mono- auf Stereowiedergabe umgeschaltet wird.
- Stereoempfänger nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ausgang einer
die Umschaltvorgänge steuernden Einheit (U) mit dem Zähleingang des Zählers (Z)
verbunden ist, dessen Ausgang mit dem Stelleingang eines einstellbaren Schwellwertschalters
(S) verbunden ist, daß der Ausgang einer die Empfangsqualität messenden Einheit
(Q), an dem ein Qualitätssignal (QS) abnehmbar ist, mit dem Eingang des Schwellwertschalters
(S) verbunden ist, dessen Ausgang mit dem Steuereingang einer Stereomatrix (M) verbunden
ist, daß das Stereomultiplexsignal (MPX) am Eingang eines Stereodemodulators (D)
liegt, dessen beide Ausgänge, an denen das (L+R)-Signal und das (L-R)-Signal abgreifbar
sind, mit den Eingängen der Stereomatrix (M) verbunden sind, an deren Ausgängen
das R-Signal (R) und das L-Signal (L) abnehmbar sind.
- Stereoempfänger nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Empfangsqualität aus der Empfangsfeldstärke ermittelt wird.
- Stereoempfänger nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Empfangsqualität aus einem vom Tuner des Stereoempfängers erzeugten Qualitätssignal
(QS) abgeleitet wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen
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