CMP-(chemisch/mechanische Polier-)Aufschlämmungen, die schnell eine Target-Schicht entfernen können und wirksam einen Polier-Stopper mit hoher Selektivität passivieren können. In einem Aspekt umfaßt die CMP-Aufschlämmung Metalloxid-Abrasivteilchen, einen Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger, ein anionisches polymeres Passivierungsmittel mit einem Molekulargewicht in einem Bereich von etwa 1000 bis etwa 100000, ein anionisches C1- bis C12-Passivierungsmittel und Wasser.
Beschreibung[de]
Verweis auf verwandte Anmeldung
Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der Koreanischen
Patentanmeldung Nr. 2002-48403, eingereicht am 16. August 2002. Diese Anmeldung
wird durch die Inbezugnahme vollständig in den vorliegenden Text aufgenommen.
Technischer Bereich der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Breie bzw. Aufschlämmungen
für CMP (chemical/mechanical polishing; chemisch-mechanisches Polieren) zur Verwendung
bei der Herstellung mikroelektronischer Vorrichtungen. Noch spezieller betrifft
die vorliegende Erfindung CMP-Breie bzw. -Aufschlämmungen, mit denen schnell eine
Target-Schicht entfernt werden kann und mit hoher Selektivität wirksam ein Polier-Stopper
passiviert werden kann.
Hintergrund
Halbleitervorrichtungen wurden in zunehmendem Maße stärker integriert
und kleiner und zwar bei Verbindungen mehrerer Schichten. Folglich nahm die Menge
der Verfahrensschritte zu, um mehrfach leitende Schichten oder isolierende Schichten
auf einem Wafer auszubilden. Um Schritte bei der Herstellung von Halbleitervorrichtungen
zu eliminieren, wird CMP (chemical/mechanical polishing; chemisch/mechanisches Polieren)
verwendet, welches eine Kombination von chemischen und mechanischen Verfahrensschritten
ist. CMP wurde in den späten 1980ern durch International Business Machines Corporation
entwickelt. Seit seiner Einführung wurde CMP als Kerntechnik für Mikroprozessoren
bei nahezu allen Stufen von Herstellungsverfahren von Speicher-Vorrichtungen und
Nicht-Speicher-Vorrichtungen mit 64 Mbit oder größer angewendet. Zur Zeit erhält
CMP große Beachtung zur Verwendung bei der Herstellung von DRAM-Speicher-Vorrichtungen
mit Gigabit-Level der nächsten Generation oder Nicht-Speicher-Vorrichtungen eines
äquivalenten Levels.
Das CMP-Verfahren ist ein Typ des Einebnungs-Verfahrens. Bei dem CMP-Verfahren
wird eine Wafer-Oberfläche, die Unregelmäßigkeiten aufweist, gegen ein Polier-Kissen
in relativer Rotation gepreßt, während man eine Abrasiv-Aufschlämmung zu einer Kontaktfläche
zwischen dem Wafer und dem Polier-Kissen fließen läßt. Das CMP-Verfahren ebnet die
unregelmäßige Wafer-Oberfläche mittels chemischer und physikalischer Reaktionen
ein. Die Leistungsfähigkeit des CMP-Verfahrens wird bestimmt durch Faktoren wie
beispielsweise den Betriebsbedingungen einer CMP-Vorrichtung, des Typs der Aufschlämmung
und des Typs des Polier-Kissens.
Unter solchen Faktoren ist der Typ der Aufschlämmung, die in dem CMP-Verfahren
verwendet wird, der kritischste Faktor, der die Polierleistung beeinflußt. Jedoch
liegt bei herkömmlichen CMP-Aufschlämmungen, die bei der Bildung einer Flach-Einschnitt-Isolierung
(STI) oder der Bildung einer dielektrischen Zwischenschicht (ILD) verwendet werden,
wobei ein selbstausrichtendes Kontaktloch gebildet wird, das einen Source-/Drain-Bereich
eines DRAM freilegt, die Selektivität der zu polierenden Target-Schicht (z.B. einer
Oxidschicht) in Bezug auf den Polier-Stopper (z.B. eine Siliciumnitridschicht) bei
einem Verhältnis von 4:1, was als schlechte Selektivität angesehen wird. Als Folge
wird der Polier-Stopper übermäßig poliert. Um das übermäßige Polieren des Stoppers
zu bekämpfen, muß die Dicke des Polier-Stoppers erhöht werden. Darüber hinaus weist
bei herkömmlichen Aufschlämmungen der verbleibende Polier-Stopper nach dem CMP-Verfahren
Abweichungen in der Dicke auf, was zu einer unebenen Wafer-Oberfläche führt und
den Spielraum für das nachfolgende Herstellungsverfahren der Vorrichtung reduziert.
Als Folge können die Eigenschaften der Halbleitervorrichtung verschlechtert werden.
Demgemäß besteht ein Bedarf für eine neue, hoch-selektive CMP-Aufschlämmung.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung ist gerichtet auf Verfahren zur Herstellung
von CMP-Aufschlämmungen mit hoher Selektivität. Eine CMP-Aufschlämmung gemäß der
vorliegenden Erfindung stellt eine schnelle Entfernung einer Target-Schicht und
eine wirksame Passivierung eines Polier-Stoppers mit hoher Selektivität sicher.
Eine CMP-Aufschlämmung gemäß der Erfindung kann eine Selektivität der Target-Schicht
zu dem Polier-Stopper in einem Bereich von etwa 30:1 bis etwa 50:1 bereitstellen.
In einem Aspekt der Erfindung umfaßt die Aufschlämmung Metalloxid-Abrasivteilchen,
einen Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger, ein anionisches polymeres Passivierungsmittel
mit einem Molekulargewicht in einem Bereich von etwa 1.000 bis etwa 100.000, ein
anionisches C1- bis C12-Passivierungsmittel und Wasser.
Vorzugsweise umfassen die Metalloxid-Abrasivteilchen Ceroxid, Siliciumoxid,
Aluminiumoxid, Titanoxid, Zirconiumoxid oder Germaniumoxid oder irgendeine Kombination
der vorangehenden Materialien. Vorzugsweise umfaßt der Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger
eine Phosphat-Verbindung oder eine Phosphit-Verbindung. Vorzugsweise umfaßt das
anionische polymere Passivierungsmittel Poly(acrylsäure), Poly(methacrylsäure),
Poly(acrylsäure-maleinsäure), Poly(methacrylsäuremaleinsäure), Poly(acrylsäure-acrylamid),
Poly(acrylnitril-butadien-acrylsäure) oder Poly(acrylnitril-butadien-methacrylsäure)
oder ein Derivat oder Salz der vorangehenden Materialien oder irgendeine Kombination
der vorangehenden Materialien.
Eine Aufschlämmung gemäß der Erfindung kann weiter einen pH-Regler
umfassen. Die Aufschlämmung hat vorzugsweise einen pH-Wert in einem Bereich von
etwa 3 bis etwa 6.
In einem weiteren Aspekt wird eine CMP-Aufschlämmung gemäß der Erfindung
in einem chemisch/mechanischen Polier-Verfahren verwendet. Beispielsweise kann die
Aufschlämmung für ein chemisch/mechanisches Polieren eines Wafers verwendet werden,
auf dem ein Polier-Stopper und eine zu polierende Target-Schicht abgeschieden sind.
Die zu polierende Target-Schicht kann eine Oxidschicht sein, und der Polier-Stopper
kann eine Siliciumnitridschicht sein. Ein CMP-Verfahren umfaßt das Einlegen des
Wafers in eine CMP-Vorrichtung und die Durchführung des CMP-Verfahrens auf der Target-Schicht
auf der Oberfläche des Wafers, während eine CMP-Aufschlämmung gemäß der Erfindung
zwischen der Oberfläche der Target-Schicht auf dem Wafer und einem Polier-Kissen
zugeführt wird.
Diese und andere Aspekte, Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden offensichtlich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung, die in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen zu lesen ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist ein Fließdiagramm, das ein Verfahren
zur Herstellung einer chemisch/mechanischen Polier-Aufschlämmung (CMP) gemäß der
vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
2 ist eine schematische Wiedergabe einer
CMP-Vorrichtung, die verwendet werden kann, um ein CMP-Verfahren unter Verwendung
einer CMP-Aufschlämmung gemäß der vorliegenden Erfindung durchzuführen.
3 ist ein Fließdiagramm, das ein CMP-Verfahren
gemäß einem Aspekt der Erfindung veranschaulicht.
4 ist ein Diagramm, das eine Abweichung
der Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit (PE-TEOS) als Funktion der Menge von Ammoniumhydrogenphosphat
veranschaulicht.
5, 6
und 7 sind Diagramme, die die Abweichungen
der Siliciumnitrid(SiN-) und der PE-TEOX-Entfernungsgeschwindigkeiten und Selektivität
als Funktion von zugesetzter Menge der verwendeten verschiedenen Additive für verschiedene
Aufschlämmungen gemäß der Erfindung veranschaulicht.
8 ist ein Diagramm, das Abweichungen
bei den SiN- und PE-TEOS-Entfernungsgeschwindigkeiten und der Selektivität als Funktion
des pH-Wertes der Aufschlämmung veranschaulicht.
9 ist ein Diagramm, das das Zeta-Potential
von SiN und PE-TEOS als Funktion des pH-Wertes der Aufschlämmung veranschaulicht.
10, 11 und
12 sind Schnittansichten, die ein Verfahren
zur Herstellung einer Wafer-Probe veranschaulichen, die mit einer CMP-Aufschlämmung
gemäß der vorliegenden Erfindung zu polieren ist.
13 ist eine Schnittansicht der Wafer-Probe
nach dem CMP-Verfahren unter Verwendung einer Aufschlämmung gemäß der vorliegenden
Erfindung.
14 ist ein Diagramm, das die Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit
als Funktion der Selektivität der CMP-Aufschlämmung veranschaulicht.
15 ist ein beispielhaftes Diagramm eines
Reaktionsschemas, welches ein Verfahren zum Lösen eines anionischen polymeren Passivierungsmittels
veranschaulicht, um anionische Polymere herzustellen.
Detaillierte Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
Chemisch/mechanische Polier- (CMP-) Aufschlämmungen gemäß verschiedenen
Ausführungsformen der Erfindung und CMP-Verfahren, die solche Aufschlämmungen verwenden,
werden nun näher beschrieben unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen. Es
versteht sich, daß die Erfindung in vielen verschiedenen Formen ausgebildet sein
kann, und daß die in der Beschreibung beschriebenen Ausführungsformen nicht als
Begrenzung des Schutzbereichs der Erfindung gedeutet werden sollen. Tatsächlich
werden beispielhafte Ausführungsformen bereitgestellt, so daß die Offenbarung genau
und vollständig wird, und daß die Idee der Erfindung denjenigen voll deutlich gemacht
wird, die Fachmann auf diesem Gebiet der Technik sind. Es versteht sich weiterhin,
daß in den Zeichnungen die Dicke der Schichten und Bereiche vereinfacht oder aus
Gründen der Klarheit übertrieben dargestellt sind und daß gleiche Bezugszeichen
verwendet werden, um auf dieselben oder ähnliche Elemente in den verschiedenen Ansichten
hinzuweisen.
Im allgemeinen umfaßt eine CMP-Aufschlämmung mit hoher Selektivität
gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise eine Mischung aus Abrasivteilchen
und ersten, zweiten und dritten Zusatzstoffen, um Anpassungen der Aufschlämmungseigenschaften
bereitzustellen. Insbesondere umfaßt eine CMP-Aufschlämmung gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Metalloxid als Abrasivteilchen. Geeignete Metalloxide umfassen Ceroxid,
Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Titanoxid, Zirconiumoxid, Germaniumoxid oder ähnliche
Materialien oder Mischungen der vorgenannten Materialien. Vorzugsweise werden die
Metalloxid-Abrasivteilchen mit entionisiertem Wasser in einer Konzentration von
etwa 0,5 Gewichtsprozent bis etwa 25 Gewichtsprozent (nachfolgend Gew.-%) gemischt,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Aufschlämmung. Wenn die Menge der Metalloxid-Abrasivteilchen
geringer ist als 0,5 Gew.-%, wird die Poliergeschwindigkeit zu niedrig. Wenn die
Menge der Metalloxid-Abrasivteilchen größer ist als 25 Gew.-%, wird die Stabilität
in der Aufschlämmungsdispersion nicht sichergestellt. Aus diesen Gründen ist der
obengenannte Konzentrationsbereich bevorzugt für die Abrasivteilchen.
Ein Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger wird vorzugsweise als
erster Zusatzstoff verwendet. Vorzugsweise umfaßt ein Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger
ein Material, das in der Lage ist, die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit der eine
zu polierende Target-Schicht entfernt wird. Geeignete Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger
schließen beispielsweise Phosphat-Verbindungen oder Phosphit-Verbindungen ein. Bevorzugte
Phosphat-Verbindungen schließen beispielsweise ein Ammoniumhydrogenphosphat, Ammoniumdihydrogenphosphat,
Kaliumdihydrogenphosphat, Bis(2-ethylhexyl-)phosphat, 2-Aminoethyldihydrogenphosphat,
4-Chlorbenzoldiazoniumhexafluorphosphat, Nitrobenzoldiazoniumhexafluorphosphat,
Ammoniumhexafluorphosphat, Bis-(2,4-dichlorphenyl-)chlorphosphat, Bis-(2-ethylhexyl-)hydrogenphosphat,
Calciumfluorphosphate, Diethylchlorphosphat, Diethylchlorthiophosphat, Kaliumhexafluorphosphat,
Pyrophosphat, Tetrabutylammoniumhexafluorphosphat, Tetraethylammoniumhexafluorphosphat
oder irgendeine Kombination der vorgenannten Materialien. Eine bevorzugte Phosphit-Verbindung
schließt beispielsweise Bis(2-ethylhexyl)phosphit ein.
In einer Ausführungsform wird der Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger
vorzugsweise in einer Konzentration im Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10
Gew.-% zugesetzt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aufschlämmung. Wenn die Menge
des Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleunigers geringer ist als 0,001 Gew.-%, wird
die Poliergeschwindigkeit zu niedrig. Wenn die Menge des Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleunigers
größer ist als 10 Gew.-%, wird die Stabilität der Aufschlämmungsdispersion schlecht,
und die Poliergeschwindigkeit ist nicht steuerbar. Aus diesen Gründen ist der obengenannte
Konzentrationsbereich bevorzugt für den Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger.
In einer weiteren Ausführungsform wird der Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger
vorzugsweise in einer Menge in einem Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-%
zugesetzt.
Als zweiter Zusatzstoff wird vorzugsweise ein Passivierungsmittel
für den Polier-Stopper verwendet, das ebenso in der Lage ist, die Dispersionsstabilität
der Abrasivteilchen zu verbessern und die Fluidität der Aufschlämmung einzustellen.
Wenn der Polier-Stopper eine Siliciumnitrid-Schicht ist, und die Target-Schicht
eine Oxidschicht ist, ist es bevorzugt, ein anionisches polymeres Passivierungsmittels
als zweiten Zusatzstoff zu verwenden. Das anionische polymere Passivierungsmittel
hat vorzugsweise ein Molekulargewicht von etwa 1.000 bis etwa 100.000, angegeben
als Aufschlämmungs-Fluidität. Geeignete anionische polymere Passivierungsmittel
schließen beispielsweise ein Monopolymere (z.B. Poly(acrylsäure) und Poly(methacrylsäure)),
Copolymere (z.B. Poly(acrylsäure-maleinsäure), Poly(methacrylsäure-maleinsäure)
und Poly(acrylsäureacrylamid)), Terpolymere (z.B. Poly(acrylnitril-butadien-acrylsäure),
Poly(acrylnitrilbutadien-methacrylsäure)), Derivate oder Salze der vorangehenden
Materialien oder irgendeine Kombination der vorangehenden Materialien.
In einer Ausführungsformn wird das anionische polymere Passivierungsmittel
vorzugsweise in einer Menge in einem Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-%
zugesetzt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aufschlämmung. Wenn die Menge des anionischen
polymeren Passivierungsmittels geringer ist als etwa 0,001 Gew.-%, ist die Passivierung
nicht wirksam. Wenn die Menge des anionischen polymeren Passivierungsmittels größer
ist als etwa 10 Gew.-%, wird die Poliergeschwindigkeit zu niedrig. In einer weiteren
Ausführungsform wird das anionische polymere Passivierungsmittel in einer Menge
in einem Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-% zugesetzt; bezogen auf das
Gesamtgewicht der Aufschlämmung.
Ein Passivierungsmittel wird vorzugsweise als dritter Zusatzstoff
zur Verbesserung des Passivierungseffekts auf dem Polier-Stopper verwendet. Wenn
der Polier-Stopper eine Siliciumnitrid-Schicht ist, wird vorzugsweise ein anionisches
C1- bis C12-Passivierungsmittel verwendet. Geeignete anionische C1- bis C12-Passivierungsmittel
schließen beispielsweise ein Phthalat-Verbindungen, wie beispielsweise Calciumhydrogenphthalat.
In einer Ausführungsform wird ein anionisches Cl- bis C12-Passivierungsmittel
vorzugsweise in einer Menge in einem Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-%
zugesetzt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aufschlämmung. Wenn die Menge des anionischen
C1- bis C12-Passivierungsmittels geringer ist als etwa 0,001 Gew.-%, wird eine hohe
Polierselektivität nicht sichergestellt. Wenn die Menge des anionischen Cl- bis
C12-Passivierungsmittels größer ist als etwa 10 Gew.-%, wird die Poliergeschwindigkeit
zu niedrig. Aus diesen Gründen ist der oben angegebene Konzentrationsbereich
bevorzugt für das Passivierungsmittel. In einer weiteren Ausführungsform wird das
Passivierungsmittel (dritter Zusatzstoff) vorzugsweise in einer Menge in einem Bereich
von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-% zugesetzt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Eine CMP-Aufschlämmung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
umfaßt weiterhin einen pH-Regler, um einen optimalen pH-Wert der Aufschlämmung bereitzustellen.
Der pH-Wert der Aufschlämmung variiert in Abhängigkeit von den Bestandteilen der
Target-Schicht und des Polier-Stoppers. Wenn die zu polierende Target-Schicht eine
Oxidschicht ist, und der Polier-Stopper eine Siliciumnitrid-Schicht ist, ist es
bevorzugt, den pH-Wert der Aufschlämmung im Bereich von etwa 3 bis etwa 6 einzustellen.
Ein geeigneter pH-Regler schließt eine Base ein, wie beispielsweise
Kaliumhydroxid (KOH), Ammoniumhydroxid (NH4OH), Natriumhydroxid (NaOH),
Tetramethylammoniumhydroxid (TMAH) oder Cholin. Alternativ dazu schließt ein geeigneter
pH-Regler ein Säure ein, wie beispielsweise Schwefelsäure (H2SO4),
Chlorwasserstoffsäure (HCl), Phosphorsäure (H3PO4), Salpetersäure
(HNO3) oder Essigsäure (CH3COOH).
Vorteilhafterweise wird in einer wäßrigen CMP-Aufschlämmung gemäß
der vorliegenden Erfindung aufgrund der Wechselwirkungen der ersten, zweiten und
dritten Zusatzstoffe die Geschwindigkeit zur Entfernung der Target-Schicht erhöht,
und der Polier-Stopper wird wirksamer passiviert, was zu einer hohen Selektivität
beim Polieren führt. Beispielsweise kann unter Verwendung eines Entfemungsgeschwindigkeits-Beschleunigers
als erster Zusatzstoff eine Entfernungsgeschwindigkeit der zu polierenden Target-Schicht
(beispielsweise einer Oxidschicht) in einem Bereich von etwa 2.000 bis etwa 6.000
Å/min eingestellt werden.
Weiter fungiert bei Verwendung eines anionischen polymeren Passivierungsmittels
(vorzugsweise mit einem Molekulargewicht in einem Bereich von etwa 1.000 bis etwa
100.000) als zweitem Zusatzstoff, das anionische Polymer, das in der wäßrigen CMP-Aufschlämmung
gelöst ist, als Passivierungsmittel und beschränkt ebenso die Mobilität der Abrasivteilchen
in der Bulkphase, und beeinflußt so die Fluidität der Aufschlämmung.
Das anionische polymere Passivierungsmittel, das in einer wäßrigen
Aufschlämmung gelöst ist, erzeugt eine große Menge anionischer Polymere, wie dies
in dem Reaktionsschema veranschaulicht ist, das in 15
dargestellt ist. Anionische Polymere werden stark an der positiv geladenen Oberfläche
durch elektrostatische Anziehungskräfte adsorbiert. Im Gegensatz dazu, werden anionische
Polymere durch eine negativ geladene Oberfläche aufgrund elektrostatischer Abstoßungskräfte
abgestoßen. Dementsprechend werden die anionischen Polymere in der CMP-Aufschlämmung
auf einer positiv geladenen Oberfläche zur Passivierung adsorbiert. Als Folge kann
ein negativ geladener Bereich des Wafers selektiv poliert werden, während der positiv
geladene Bereich davor geschützt wird, poliert zu werden. Wie oben angegeben, fungiert
das anonische Polymer, das in der wäßrigen CMP-Aufschlämmung gelöst ist, als Passivierungsmittel
und beschränkt ebenso die Mobilität der Abrasivteilchen in der Bulkphase, und beeinflußt
so die Fluidität der Aufschlämmung. Wenn ein Wafer verschiedene Abstufungen auf
seiner Oberfläche aufweist, kann der Bereich des Wafers mit großen Abstufungen schnell
entfernt werden, während ein Bereich mit kleinen Abstufungen langsam durch das anionische
polymere Passivierungsmittel entfernt werden kann.
Ein anionisches C1- bis C12-Passivierungsmittel wird vorzugsweise
als dritter Zusatzstoff verwendet, um den Passivierungseffekt des oben beschriebenen
anionischen polymeren Passivierungsmittels zu verbessern. In der Tat wird vorzugsweise
ein anionisches C1- bis C12-Passivierungsmittel in der wäßrigen Aufschlämmung gelöst
und negativ geladen, beispielsweise als C8H4O42–, wenn Kaliumhydrogenphthalat
verwendet wird.
Um die Selektivität beim Polieren unter Verwendung der Wirkungsweise
der Passivierungsmittel zu erhöhen, sollte die zu polierende Oxid-Target-Schicht
in der wäßrigen Aufschlämmung negativ geladen sein, und der Nitrid-Polier-Stopper
sollte in der wäßrigen Aufschlämmung positiv geladen sein. Die Filmoberfläche in
der wäßrigen Aufschlämmung ist positiv geladen, wenn der pH-Wert der Aufschlämmung
niedriger ist als der isoelektrische Punkt und ist negativ geladen, wenn der pH-Wert
der Aufschlämmung größer ist als der isoelektrische Punkt. Dementsprechend ist es
durch Steuerung des pH-Wertes der Aufschlämmung möglich, zwei verschiedene Filme
mit gegensätzlichen Polaritäten zu laden. Deshalb wird in einer Ausführungsform
der Erfindung der pH-Wert der Aufschlämmung vorzugsweise auf einen optimalen Bereich
unter Verwendung eines pH-Reglers eingestellt.
Um den Herstellungsspielraum zu erhöhen und das Auftreten eines Dishing-Phänomens
zu verringern, ist es bevorzugt, die CMP-Aufschlämmung gemäß der vorliegenden Erfindung
so einzustellen, daß die Selektivität von der Target-Schicht zu dem Polier-Stopper
im Bereich von etwa 30:1 bis etwa 50:1 liegt.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung einer CMP-Aufschlämmung
mit hoher Selektivität gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter
Bezugnahme auf 1 beschrieben. Zunächst werden Abrasivteilchen
in einen Mischer mit hoher Scherung, der entionisiertes Wasser (Schritt F10) enthält,
gegeben. Das entionisierte Wasser und die Abrasivteilchen werden vorläufig gemischt
(Schritt F12). In dem vorläufigen Mischschritt (Schritt S 12) wird die Menge der
Abrasivteilchen so eingestellt, daß sie in einem Bereich von etwa 0,5 Gew.-% bis
etwa 0,25 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht der fertigen Aufschlämmung,
und der pH-Wert der Aufschlämmung wird so eingestellt, daß er entweder in einem
schwach sauren Bereich oder in einem schwach alkalischen Bereich
liegt.
Die Aufschlämmungsmischung wird in eine geeignete Dispersionsvorrichtung
(z.B. eine Media-Mühle- oder eine Ultrahochdruck-Dispersionsvorrichtung) unter Verwendung
einer Pumpe überführt und anschließend unter hohem Druck gründlich dispergiert (Schritt
S14). Jede Dispersionsvorrichtung kann verwendet werden. Jedoch ist unter Berücksichtigung
einer Vielzahl von Faktoren wie beispielsweise der Reproduzierbarkeit der Dispersionsbildung,
der Verringerung der Kontamination während des Dispergierens, der mittleren Teilchengröße
und der Dispergierbarkeit nach dem Dispergieren die Verwendung einer Ultrahochdruck-Dispergiervorrichtung
bevorzugt. In diesem Fall ist es unter Berücksichtigung der Haltbarkeit bevorzugt,
daß eine ultraharte Dispersionskammer, die das Kernstück einer Ultrahochdruck-Dispersionsvorrichtung
ist, aus Diamant hergestellt ist. Während des Dispersionsverfahrens unter hohem
Druck wird ein passender Druck im Bereich von etwa 10.000 psi bis etwa 20.000 psi
angewendet. Wenn der Druck niedriger ist als dieser Bereich, wird die Effizienz
des Dispergierens zu niedrig. Wenn der Druck höher ist als dieser Bereich, beeinflußt
er nachteilig die Effizienz des Systems und die Kammerhaltbarkeit.
Nach der Überprüfung der mittleren Teilchengröße der Aufschlämmung
über die Ultrahochdruck-Dispersion kann entionisiertes Wasser weiter zugesetzt werden,
um die Konzentration der Abrasivteilchen in der Aufschlämmung passend zu regulieren.
Als nächstes werden der erste, zweite und dritte Zusatzstoff zugesetzt,
um die erwünschten Eigenschaften der Aufschlämmung zu erhalten (Schritt S16). Insbesondere
wird ein Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger, der die Entfernung der zu polierenden
Target-Schicht erleichtert, in einer Menge in einem Bereich von etwa 0,001 Gew.-%
bis etwa 10 Gew.-% zugesetzt. Ein anionisches polymeres Passivierungsmittel und
ein anionisches Cl- bis C12-Passivierungsmittel werden zugesetzt, jeweils in einer
Menge im Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-%.
Wenn ein optimaler pH-Wert der Aufschlämmung mit dem Zusatz des ersten,
zweiten und dritten Zusatzmittels nicht erreicht wird, kann gegebenenfalls ein pH-Regler
zugesetzt werden, um einen optimalen pH-Wert zu erreichen.
Die Mengen der Zusatzstoffe und/oder die Menge des pH-Reglers, die
bei der Herstellung einer CMP-Aufschlämmung gemäß der vorliegenden Erfindung zugesetzt
werden, werden vorzugsweise bestimmt durch die Wechselwirkung zwischen ihnen in
der wäßrigen CMP-Aufschlämmung und werden optimiert, um die beste Polierwirkung
zu erhalten.
Nachdem die Zusatzstoffe gemischt sind und der pH-Wert der Aufschlämmung
eingestellt ist, läßt man die Aufschlämmung durch ein Filter laufen, um schnell
relativ große Teilchen zu entfernen (Schritt S18). Dieses Filtrationsverfahren verringert
das Auftreten von Kratzern auf der Oberfläche der Target-Schicht während des Polierens.
Nach dem Aufschlämmungs-Filtrationsverfahren wird die Aufschlämmung analysiert,
um allgemeine physikalische Eigenschaften und die Leistung zu bestimmen.
Nachfolgend werden CMP-Verfahren gemäß verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beispielsweise unter Bezugnahme auf die 2
und 3 beschrieben.
Unter Bezugnahme auf 2 wird in einer
CMP-Vorrichtung eine Polierplatte 20 mit einem darauf befindlichen Polierkissen
21 in Verbindung mit und um eine erste Rotationswelle 22 in Rotation
versetzt, die mittels eines Motors (nicht gezeigt) in Rotation versetzt wird. Ein
Polierkopf 30 ist über dem Polierkissen 21 angeordnet und hängt
an einer zweiten Rotationswelle 32, die mittels eines Motors (nicht gezeigt)
in Rotation versetzt wird. Der Polierkopf 30 rotiert in Gegenrichtung zu
der Rotation der Polierplatte 20. Ein Wafer 36 (der dem CMP-Verfahren
unterzogen werden soll) wird abnehmbar an dem Polierkopf 30 mittels einer
Klammer 34 befestigt, die an der Oberfläche des Polierkopfs 30
befestigt ist. Eine Aufschlämmung 42 gemäß der Erfindung wird über eine
Aufschlämmungs-Zufuhrleitung 40 auf eine Seite der Polierplatte
20 zugeführt.
In einem CMP-Verfahren gemäß der Erfindung werden unter Bezugnahme
auf die 2 und 3
der Wafer 36, der dem CMP-Verfahren unterworfen werden soll, und die CMP-Aufschlämmung
42 hergestellt (Schritt S50). Als nächstes wird der Wafer 36 an dem Polierkopf
30 befestigt, und die CMP-Aufschlämmung 42 wird auf den Wafer
36 zugeführt (Schritt S52). Der Wafer 36 kann eine Oxidschicht
als zu polierende Target-Schicht und eine Siliciumnitrid-Schicht als Polier-Stopper
einschließen. Eine CMP-Aufschlämmung mit hoher Selektivität gemäß der vorliegenden
Erfindung kann auf den Wafer aufgebracht werden, auf dem eine Flach-Einschnitt-Isolierung
(STI) und die Bildung eines dielektrischen Zwischenschichtfilms (ILD) durchgeführt
werden. In gegenwärtigen STI- und ILD-Filmbildungs-Verfahren wird eine Oxidschicht,
wie beispielsweise eine Plasmaoxid-Schicht hoher Dichte, die durch chemische Abscheidung
aus der Dampfphase mittels Hochdichte-Plasma (HDPCVD) hergestellt wird, oder eine
plasmaverstärkte Tetraethylorthosilicat-Schicht (PE-TEOS), die durch chemische Abscheidung
aus der Dampfphase unter Plasmaverstärkung (PECVD) hergestellt wird, eine zu polierende
Target-Schicht, und eine Siliciumnitrid-Schicht, die durch chemische Abscheidung
aus der Dampfphase bei niedrigem Druck (LPCVD) bei einem Druck von Hunderten mTorr
oder weniger oder durch PECVD bei einer hohen Temperatur von etwa 500 bis etwa 600
°C hergestellt wird, fungiert als Polier-Stopper.
Nachdem eine Aufschlämmung mit hoher Selektivität gemäß der vorliegenden
Erfindung auf den Wafer aufgebracht wurde (Schritt S52), wird die die Vertiefungen
füllende Oxidschicht oder die ILD-Schicht poliert (Schritt S54).
Die Erfindung wird nun noch mehr im Detail unter Bezugnahme auf die
nachfolgenden Versuchsbeispiele beschrieben. Technische Informationen, die Fachleuten
auf diesem Gebiet der Technik vertraut sind und von diesen leicht abgeleitet werden
können, werden in den folgenden Versuchsbeispielen nicht vollständig beschrieben.
Die folgenden Versuchsbeispiele dienen nur veranschaulichenden Zwecken und es ist
mit ihnen nicht beabsichtigt, den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung zu beschränken.
Versuchsbeispiel 1
Basierend auf dem Verfahren, das im Hinblick auf 1
beschrieben wurde, wurden in diesem Versuch verschiedene Aufschlämmungen hergestellt
durch Zugabe von Ammoniumhydrogenphosphat (AHP) als Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger
(als erster Zusatzstoff) in verschiedenen Mengen zu einer wäßrigen Lösung, die 1
Gew.-% Ceroxid (Metalloxid-Abrasivteilchen) enthielt.
Wafer mit einer PE-TEOS-Deckschicht, die jeweils eine 8.000 Å dicke
Oxid-Schicht (PE-TEOS) aufwiesen, wurden als Proben-Wafer hergestellt. Das CMP-Verfahren
wurde danach an den Proben-Wafern durchgeführt, während die Auschlämmungen, die
verschiedene Mengen an AHP (wie in Tabelle 1 gezeigt) enthielten, darauf zugeführt
wurden, und die Oxid-Entfernungsgeschwindigkeiten wurden gemessen. Das CMP-Verfahren
wurde durchgeführt unter Verwendung einer MIRRA_MESA-Vorrichtung (RODEL Co., Ltd.)
unter den folgenden Bedingungen: ein IC1000-Stapelkissen bei einer Membrankraft
von 3,5 psi, einer verbleibenden Ringkraft von 4,5 psi, einer Innenschlauchkraft
von 3,5 psi, einer Tischgeschwindigkeit von 110 upm, einer Kopfgeschwindigkeit von
104 upm, einer Aufschlämmungs-Fließgeschwindigkeit von 3.000 ml/min. Die Ergebnisse
des CMP-Verfahrens sind in Tabelle 1 gezeigt. 4 ist
eine graphische Veranschaulichung der Ergebnisse.
Tabelle 1
Wie aus Tabelle 1 und 4 ersichtlich ist,
steigt die Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit, wenn AHP zugesetzt wurde, verglichen
mit dem Fall, in dem kein AHP zugesetzt wurde. Jedoch sinkt die Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit,
wenn die zugesetzte Menge an AHP weiter erhöht wurde. Es wird angenommen, daß dieses
Ergebnis auf die überschüssigen Phosphat-Gruppen zurückzuführen ist, die in der
Aufschlämmung gelöst sind und an die Abrasivteilchen adsorbiert sind, und so das
CMP-Verfahren behindern, wie dies aus der Tatsache geschlossen werden kann, daß
die Abrasivteilchen ausgefällt wurden, wenn AHP im Überschuß zugesetzt wurde. Unter
Berücksichtigung einer passenden Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit und einer Verhinderung
der Abrasivteilchen-Fällung wurde bestimmt, daß die bevorzugte Menge an zugesetztem
AHP etwa 10 Gew.-% oder weniger und bevorzugt etwa 1 Gew.-% ist.
Versuchsbeispiel 2
In diesem Versuch wurden verschiedene Aufschlämmungen hergestellt
durch Zugabe von 0,25 Gew.-% AHP und verschiedenen Mengen an Poly(methacrylsäure)
(PMA) als anionisches polymeres Passivierungsmittel zu einer wäßrigen 1 Gew-%igen
Ceroxid-Lösung.
PE-TEOS- und Siliciumnitrid (Si3N4)-Deckschicht-Wafer,
auf die eine Oxid(PETEOS)-Schicht und eine Siliciumnitrid-Schicht in einer Dicke
von 8.000 Å bzw. 2.000 Å abgeschieden worden waren, wurden als Proben-Wafer hergestellt.
Das CMP-Verfahren wurde an den Proben-Wafern durchgeführt, während
die Aufschlämmungen, die mit den Zusammensetzungen aus Tabelle 2 hergestellt worden
waren, zugeführt wurden unter Verwendung derselben CMP-Vorrichtung und unter denselben
Betriebsbedingungen wie in Versuchsbeispiel 1. Die Oxid- und Siliciumnitrid-Entfernungsgeschwindigkeiten
und die Selektivität wurden während des CMP-Verfahrens gemessen. Die Ergebnisse
sind in der nachfolgenden Tabelle 2 gezeigt. 5 ist
eine graphische Veranschaulichung der Ergebnisse.
Tabelle 2
Wie aus Tabelle 2 und 5 ersichtlich ist,
erniedrigt sich die Siliciumnitrid-Entfernungsgeschwindigkeit, wenn die Menge an
PMA, das als anionisches polymeres Passivierungsmittel verwendet wurde, erhöht wurde.
Der Effekt des anionischen polymeren Passivierungsmittels ist offensichtlich. Wie
gezeigt, verringert jedoch eine Erhöhung der Menge des anionischen polymeren Passivierungsmittels
linear die Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit. In allen Proben-Wafern, in denen nur
PMA als Passivierungsmittel verwendet wurde, war die Selektivität relativ niedrig.
Versuchsbeispiel 3
In diesem Versuch wurden verschiedene Aufschlämmungen hergestellt
durch Zugabe von 0,2 Gew.-% AHP und verschiedenen Mengen an Kaliumhydrogrenphthalat
(PHP) als anionisches C1- bis C12-Passivierungsmittel zu einer wäßrigen 1 Gew.-%igen
Ceroxid-Lösung.
Dieselben Proben-Wafer wie in Versuchsbeispiel 2 wurden hergestellt,
und das CMP-Verfahren wurde in derselben CMP-Vorrichtung und unter denselben Betriebsbedingungen
wie in Versuchsbeispiel 2 durchgeführt. Die Oxid- und Siliciumnitrid-Entfernungsgeschwindigkeiten
und die Selektivität wurden während des CMP-Verfahrens gemessen. Die Ergebnisse
sind in der nachfolgenden Tabelle 3 gezeigt. 6 ist
eine graphische Veranschaulichung der Ergebnisse.
Tabelle 3
Wie aus Tabelle 3 und 6 ersichtlich ist,
sinkt die Siliciumnitrid-Entfernungsgeschwindigkeit, wenn die Menge an PHP, das
als anionisches C1- bis C12-Passivierungsmittel verwendet wird, steigt. Der Passivierungseffekt
des anionischen Passivierungsmittels ist offensichtlich. Eine Erhöhung der Menge
des anionischen Passivierungsmittels erhöht auch leicht die Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit,
verglichen mit dem Fall, in dem kein anionisches Passivierungsmittel zugesetzt wurde.
Ähnlich zu Versuchsbeispiel 2, in dem nur eine Art des Passivierungsmittels, PMA,
verwendet wurde, ist die Selektivität in allen Testproben, in denen nur PHP als
Passivierungsmittel zugesetzt wurde, relativ niedrig.
Versuchsbeispiel 4
In diesem Versuch wurden – basierend auf den Ergebnissen von
den Versuchsbeispielen 1, 2 und 3 – verschiedene Aufschlämmungen
hergestellt unter Zugabe von 0,05 Gew.-% AHP, PMA und PHP zu einer wäßrigen 1 Gew.-%igen
Ceroxid-Lösung. Die Menge an PMA wurde auf 0,05 Gew.-% eingestellt, und die Menge
an PHP wurde variiert, um verschiedene Aufschlämmungen herzustellen.
Dieselben Proben-Wafer wie in Versuchsbeispiel 2 wurden hergestellt,
und das CMP-Verfahren wurde durchgeführt unter Verwendung derselben CMP-Vorrichtung
und unter denselben Betriebsbedingungen wie in Versuchsbeispiel 2. Die Oxid- und
Siliciumnitrid-Entfernungsgeschwindigkeiten und die Selektivität wurden während
des CMP-Verfahrens gemessen. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 4
gezeigt. 7 ist eine graphische Veranschaulichung der
Ergebnisse.
Tabelle 4
Wie aus Tabelle 4 und 7 ersichtlich ist,
wurde dann, wenn zwei Arten anionische Passivierungsmittel, PMA und PHP, zusammen
verwendet wurden, eine hohe Selektivität von Oxid zu Siliciumnitrid erreicht.
Versuchsbeispiel 5
In diesem Versuch wurden verschiedene Aufschlämmungen mit unterschiedlichen
pH-Werten hergestellt durch Zugabe von 0,05 Gew.-% AHP, 0,05 Gew.-% PMA und 0,05
Gew.-% PHP zu einer wäßrigen 1 Gew.-%igen Ceroxid-Lösung. Anschließend wurde der
pH-Wert eingestellt mit einer 1M H2SO4-Lösung und einer Kaliumhydroxid-Standardlösung.
Dieselben Proben-Wafer wie in Versuchsbeispiel 2 wurden hergestellt, und das CMP-Verfahren
wurde durchgeführt unter Verwendung derselben CMP-Vorrichtung und unter denselben
Betriebsbedingungen wie in Versuchsbeispiel 2. Die Oxid- und Siliciumnitrid-Entfernungsgeschwindigkeiten
und die Selektivität wurden während des CMP-Verfahrens gemessen. Die Ergebnisse
sind in der nachfolgenden Tabelle 5 gezeigt. 8 ist
eine graphische Veranschaulichung der Ergebnisse.
Tabelle 5
Wie aus Tabelle 5 und 8 ersichtlich ist,
steigt die Entfernunggeschwindigkeit des Oxids (PE-TEOS) und des Siliciumnitrids,
wenn der pH-Wert der Aufschlämmung steigt, und die Entfernungsgeschwindigkeit des
Siliciumnitrids steigt signifikant, wenn der pH-Wert etwa 6 erreicht oder überschreitet.
Darüber hinaus sinkt die Selektivität abrupt bei einem pH-Wert von
etwa 6 oder mehr. Offensichtlich ist eine CMP-Aufschlämmung mit einem pH-Wert von
6 oder weniger wirksam, die Selektivität von dem Oxid zu dem Siliciumnitrid zu erhöhen.
Die Verringerung dieser Selektivität bei einem höheren pH-Wert ist auf weniger Passivierungsmittel
zurückzuführen, das an die Siliciumnitrid-Schicht adsorbiert ist. Dies ist grundsätzlich deswegen
der Fall, weil der Dissoziationsgrad der Passivierungsmittels und die Oberflächenladungen
der Siliciumnitrid-Schicht mit dem pH-Wert variieren.
Im Hinblick auf den Dissoziationsgrad hat die funktionelle Gruppe
-COOH von PHP und PMA eine Dissoziationskonstante von etwa 4,2, so daß sie vollständig
dissoziiert ist bei einem pH-Wert von 5 oder weniger. Wenn jedoch der pH-Wert einen
neutralen oder alkalischen pH-Wert erreicht, sinkt der Dissoziationsgrad. Dementsprechend
werden weniger negative Ladungen, die an der Passivierung beteiligt sind, von den
Passivierungsmitteln erzeugt und reduzieren die Selektivität.
Eine Verringerung der Selektivität kann im Hinblick auf Oberflächenladungen
von Siliciumnitrid wie nachfolgend erklärt werden. Die inhärente Oberflächenladung
einer Schicht kann ausgedrückt werden als Zeta(&zgr;)-Potential in mV. Der pH-Wert
einer Lösung, bei dem sich der Wert des Zeta-Potentials in einer Schicht ändert,
wird isoelektrischer Punkt genannt. Wie in 9 gezeigt
ist, ist der isoelektrische Punkt einer HDPCVD- oder PECVD-Oxid-Schicht etwa pH
3, und der einer LPCVD- oder Hochtemperatur-PECVD-Siliciumnitrid-Schicht ist etwa
pH 6. Wenn der pH-Wert einer Aufschlämmung niedriger ist als der isoelektrische
Punkt einer Schicht, ist die Oberfläche der Schicht in der Aufschlämmung positiv
geladen. Wenn der pH-Wert einer Aufschlämmung größer ist als der isoelektrische
Punkt einer Schicht, ist die Oberfläche der Schicht in der Aufschlämmung negativ
geladen. Dementsprechend ist dann, wenn der pH-Wert einer Aufschlämmung im Bereich
von etwa 3 bis etwa 6 liegt, die Oberfläche der Siliciumnitrid-Schicht positiv geladen,
und die Oberfläche der Oxid-Schicht ist negativ geladen. Da das anionische polymere
Passivierungsmittel und das anionische C1- bis C12-Passivierungsmittel dissoziiert
und negativ geladen sind, werden deshalb die Passivierungsmittel an der Oberfläche
der Silicumnitrid-Schicht adsorbiert und passivieren diese wirksam.
Versuchsbeispiel 6
In diesem Versuch wurden verschiedene Aufschlämmungen hergestellt
durch Zugabe von 0,05 Gew.-% AHP, 0,05 Gew.-% PHP und eines anionischen polymeren
Passivierungsmittels zu einer wäßrigen 1 Gew.-%igen Ceroxid-Lösung. Anionische polymere
Passivierungsmittel mit unterschiedlichen Molekulargewichten wurden verwendet, um
verschiedene Aufschlämmungen herzustellen.
Dieselben Proben-Wafer, wie in Versuchsbeispiel 2, wurden hergestellt,
und das CMP-Verfahren wurde durchgeführt unter Verwendung derselben CMP-Vorrichtung
und unter denselben Betriebsbedingungen wie in Versuchsbeispiel 2. Die Oxid- und
Siliciumnitrid-Entfernungsgeschwindigkeiten und die Selektivität wurden während
des CMP-Verfahrens gemessen. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 6
gezeigt.
Tabelle 6
In Tabelle 6 ist "PAA" die Abkürzung für Poly(acrylsäure), ist "PAA-co-MA"
die Abkürzung für Poly(acrylsäure-maleinsäure) und "Mw" gibt das Molekulargewicht
an. Wie aus Tabelle 6 ersichtlich ist, verringert sich die Selektivität von Oxid
zu Siliciumnitrid, wenn das Molekulargewicht des anionischen polymeren Passivierungsmittels
steigt. Ein bevorzugter Selektivitätsbereich, angegeben als Verarbeitungsspielraum,
liegt im Bereich von etwa 30:1 bis etwa 50:1. Dementsprechend ist es bevorzugt,
ein anionisches polymeres Passivierungsmittel mit einem Molekulargewicht von etwa
1.000 bis etwa 100.000 zu verwenden.
Versuchsbeispiel 7
In diesem Versuch wurden Proben-Wafer, die jeweils insgesamt 39 Chips
umfaßten, durch ein STI-Verfahren für DRAMS mit einem Bereich von 0,12 &mgr;m hergestellt.
Unter Bezugnahme auf 10 wurden eine Polster-Oxid-Schicht
102 und eine Siliciumnitrid-Schicht 104 aufeinanderfolgend auf
einem Wafer 100 abgeschieden. Die Siliciumnitrid-Schicht 104 wurde
abgeschieden in einer Dicke von 550 Å durch LPCVD bei einem Druck von Hunderten
von mTorr oder weniger oder durch PECVD bei einer hohen Temperatur im Bereich von
etwa 500 bis etwa 600 °C, unter Verwendung von Dichlorsilan und Ammoniak (NH3)
als Reaktionsgasen. Nach der Bildung eines Photoresist-Musters 106, um
einen Bereich mit Vertiefungen zu definieren, wurde die Siliciumnitrid-Schicht
104 geätzt unter Verwendung des Photoresist-Musters 106 als Ätzmaske,
um ein Siliciumnitrid-Schicht-Muster 104 zu bilden, das als Hartmaske und
Polier-Stopper fungierte. Wie in 11 gezeigt, wurde als nächstes
das Photoresist-Muster 106 entfernt, und die Polster-Oxid-Schicht
102 und der Wafer 100 wurden teilweise geätzt unter Verwendung
des Siliciumnitrid-Schicht-Musters 104 als Ätzmaske, wodurch eine Mehrzahl
an flachen Vertiefungen 107 gebildet wurde. Wie in 12
gezeigt, wurde als nächstes eine Oxid-Schicht 108 in einer Dicke von 5.500
Å abgeschieden, um die Vertiefungen 107 zu füllen und die Oberfläche des
Siliciumnitrid-Schicht-Musters 104 zu bedecken. In diesem Fall wurde die
Oxid-Schicht 108 aus einer PE-TEOS-Schicht unter Verwendung von PECVD gebildet.
Eine Aufschlämmung mit hoher Selektivität gemäß der vorliegenden Erfindung
wurde hergestellt durch Zugabe von 0,05 Gew.-% AHP, 0,05 Gew.-% PMA und 0,05 Gew.-%
PHP zu einer wäßrigen 1 Gew.-%igen Ceroxid-Lösung; danach wurde der pH-Wert auf
5 eingestellt.
Das CMP-Verfahren wurde an den Proben-Wafern unter Verwendung der
Aufschlämmung durchgeführt, und ein Siliciumnitrid-Schicht-Muster 104 auf dem Proben-Wafer
wurde verwendet als Polier-Stopper. Das CMP-Verfahren wurde durchgeführt unter Verwendung
einer 6ED-Vorrichtung (Strasbaugh Co., Ltd.), unter Verwendung eines IC1000-Ober-Pads
und eines Suba4-Unter-Pads. Die erhaltene Endstruktur ist in 13
dargestellt.
Im Hinblick auf die resultierende Struktur wurde die Restdicke des
Siliciumnitrid-Schicht-Musters 104 als Polier-Stopper gemessen. Der Durchschnitt
der Restdicke und ihre Abweichungen wurden berechnet, und die Dish-Tiefe in einem
Bereich von 100 &mgr;m × 100 &mgr;m wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in
der nachfolgenden Tabelle 7 gezeigt.
Tabelle 7
Wie aus Tabelle 7 ersichlich ist, wurde der Nitrid-Polier-Stopper
entfernt auf 30 bis 50 Pi, wenn eine Aufschlämmung gemäß der Erfindung aufgebracht
wurde. Auch die Dicken-Abweichung der verbleibenden Nitrid-Schicht war mit 50 bis
60 Å niedrig. Offensichtlich stellt eine Aufschlämmung gemäß der vorliegenden Erfindung
eine hohe Selektivität von Oxid zu Nitrid bereit. Wie aus Tabelle 7 ersichtlich
ist, kann eine Aufschlämmung gemäß der Erfindung das Dish-Phänomen, abhängig von
den CMP-Bedingungen, verringern.
Versuchsbeispiel 8
In diesem Versuch wurde die Oxid(PE-TEOS)-Entfemungsgeschwindigkeit
unter Verwendung von Aufschlämmungen mit unterschiedlichen Selektivitäten von Oxid
zu Nitrid gemessen. Die Proben-Wafer-Herstellung und das CMP-Verfahren wurden wie
in Versuchsbeispiel 7 durchgeführt, und die Oxid(PE-TEOS)-Entfernungsgeschwindigkeit
wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 und 14
gezeigt.
Tabelle 8
Wie aus Tabelle 8 und 14 ersichtlich
ist, lag die Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit im Bereich von etwa 1.000 bis etwa
1.500 Å/min, wenn die Aufschlämmung eine Selektivität im Bereich von etwa 30:1 bis
etwa 50:1 aufwies. Unter Berücksichtigung sowohl der Nitrid-Entfernungsgeschwindigkeit
(die Ergebnisse sind in 7 wiedergegeben) als auch der
Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit, um das Dish-Phänomen zu verringem, liegt eine bevorzugte
Oxid-Entfernungsgeschwindigkeit in einem Bereich von etwa 1.000 bis etwa 1.500 Å/min.
Dementsprechend ist es bevorzugt, eine Aufschlämmung gemäß der vorliegenden Erfindung
zu verwenden, die eine Selektivität im Bereich von etwa 30:1 bis etwa 50:1 aufweist,
um das Dish-Phänomen zu verringern.
Wie oben beschrieben, ist dann, wenn eine Aufschlämmung mit hoher
Selektivität gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, die Dicken-Abweichung
des Polier-Stoppers sehr gering, und die Wafer-Oberfläche ist sehr eben ohne ein
Dish-Phänomen. Dementsprechend ist der Spielraum für nachfolgende Verfahren erhöht.
Darüber hinaus können die anfänglichen Dicken des Polier-Stoppers und einer zu polierenden
Schicht verringert werden, verglichen mit herkömmlich verwendeten CMP-Aufschlämmungen.
Obwohl die vorliegende Erfindung insbesondere unter Bezugnahme auf
bevorzugte Ausführungsformen gezeigt und beschrieben wurde, ist es für einen Fachmann
auf diesem Gebiet der Technik verständlich, daß verschiedene Änderungen in der Form
und den Details gemacht werden können, ohne vom Geist und Umfang der vorliegenden
Erfindung, die durch die angefügten Ansprüche definiert ist, abzuweichen.
Anspruch[de]
Aufschlämmung zur Verwendung beim chemisch/mechanischen Polieren eines Wafers,
wobei die Aufschlämmung umfaßt:
Metalloxid-Abrasivteilchen;
einen Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger;
ein anionisches polymeres Passivierungsmittel mit einem Molekulargewicht im Bereich
von etwa 1.000 bis etwa 100.000;
ein anionisches C1- bis C12-Passivierungsmittel; und Wasser.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Metalloxid-Abrasivteilchen eine Verbindung
umfassen, ausgewählt aus Ceroxid, Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Titanoxid, Zirconiumoxid,
Germaniumoxid und irgendeiner Kombination daraus.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Menge der Metalloxid-Abrasivteilchen
in einem Bereich von etwa 0,5 Gew.-% bis etwa 25 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin der Entfemungsgeschwindigkeits-Beschleuniger
eine Verbindung umfaßt, ausgewählt aus einer Phosphat-Verbindung und einer Phosphit-Verbindung.
Aufschlämmung nach Anspruch 4, worin die Phosphat-Verbindung eine Verbindung
umfaßt, ausgewählt aus Ammoniumhydrogenphosphat, Ammoniumdihydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat,
Bis-(2-ethylhexyl-)phosphat, 2-Aminoethyldihydrogenphosphat, 4-Chlorbenzoldiazoniumhexafluorphosphat,
Nitrobenzoldiazoniumhexafluorphosphat, Ammoniumhexafluorphosphat, Bis-(2,4-dichlorphenyl-)chlorphosphat,
Bis-(2-ethylhexyl-)hydrogenphosphat, Calciumfluorphosphate, Diethylchlorphosphat,
Diethylchlorthiophosphat, Kaliumhexafluorphosphat, Pyrophosphat, Tetrabutylammoniumhexafluorphosphat,
Tetraethylammoniumhexafluorphosphat und irgendeine Kombination daraus.
Aufschlämmung nach Anspruch 4, worin die Phosphit-Verbindung Bis-(2-ethylhexyl-)phosphit
umfaßt.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Menge des Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleunigers
in einem Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% liegt, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Aufschlämmung.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Menge des Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleunigers
im Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin das anionische polymere Passivierungsmittel
eine Verbindung umfaßt, ausgewählt aus Poly(acrylsäure), Poly(methacrylsäure), Poly(acrylsäure-maleinsäure),
Poly(methacrylsäure-maleinsäure), Poly(acrylsäure-acrylamid), Poly(acrylnitril-butadien-acrylsäure),
Poly(acrylnitril-butadien-methacrylsäure) einem Derivat oder einem Salz irgendeines
der vorangehenden Materialien und irgendeiner Kombination daraus.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Menge des anionischen polymeren Passivierungsmittels
im Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Menge des anionischen polymeren Passivierungsmittels
im Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin das anionische C1- bis C12-Passivierungsmittel
Phthalat umfaßt.
Aufschlämmung nach Anspruch 12, worin das Phthalat Kaliumhydrogenphthalat umfaßt.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Menge des anionischen C1- bis C12-Passivierungsmittels
in einem Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% liegt, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Aufschlämmung.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Menge des anionischen Cl- bis C12-Passivierungsmittels
in einem Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, die weiter einen pH-Regler umfaßt.
Aufschlämmung nach Anspruch 16, worin der pH-Regler eine Verbindung umfaßt,
ausgewählt aus einer Base, die Kaliumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Natriumhydroxid,
Tetramethylammoniumhydroxid oder Cholin umfaßt; und einer Säure, die Schwefelsäure,
Chlorwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure oder Essigsäure umfaßt.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Aufschlämmung einen pH-Wert in einem
Bereich von etwa 3 bis etwa 6 aufweist.
CMP-Verfahren (chemisch/mechanisches Polierverfahren) unter Verwendung der Aufschlämmung
gemäß Anspruch 1, worin der Wafer eine zu polierende Target-Schicht und einen Polier-Stopper
umfaßt, worin die Target-Schicht eine Oxidschicht umfaßt, und der Polier-Stopper
eine Siliciumnitridschicht umfaßt.
CMP-Verfahren unter Verwendung der Aufschlämmung gemäß Anspruch 1, worin der
Wafer eine zu polierende Target-Schicht und einen Polier-Stopper
umfaßt, worin die Target-Schicht eine Oxidschicht umfaßt, und der Polier-Stopper
eine Siliciumnitridschicht umfaßt, und worin die Oxidschicht eine HDPCVD- oder PECVD-Oxidschicht
umfaßt, und die Siliciumnitridschicht eine LDCVD- oder Hochtemperatur-PECVD-Siliciumnitridschicht
umfaßt.
Aufschlämmung nach Anspruch 1, worin die Aufschlämmung eine Selektivität der
Target-Schicht zu dem Polier-Stopper bereitstellt, die in einem Bereich von etwa
30:1 bis etwa 50:1 liegt.
CMP-Verfahren (chemisch/mechanisches Polierverfahren), das die Schritte umfaßt:
Einlegen eines Wafers in eine chemisch/mechanische Polier-Vorrichtung, wobei der
Wafer einen Polier-Stopper und eine zu polierende Target-Schicht, die darauf abgeschieden
ist, umfaßt; und
Durchführen des CMP-Verfahrens auf der Target-Schicht auf dem Wafer, während eine
CMP-Aufschlämmung zwischen der Oberfläche der Target-Schicht und einem Polier-Kissen
zugeführt wird;
worin die CMP-Aufschlämmung umfaßt: Metalloxid-Abrasivteilchen, einen Entfemungsgeschwindigkeits-Beschleuniger,
ein anionisches polymeres Passivierungsmittel mit einem Molekulargewicht in einem
Bereich von etwa 1.000 bis etwa 100.000, ein anionisches C1- bis C12-Passivierungsmittel
und Wasser.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Metalloxid-Abrasivteilchen eine Verbindung
umfassen, ausgewählt aus Ceroxid, Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Titanoxid, Zirconiumoxid,
Germaniumoxid und irgendeiner Kombination daraus.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Menge der Metalloxid-Abrasivteilchen in
einem Bereich von etwa 0,5 Gew.-% bis etwa 25 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Verfahren nach Anspruch 22, worin der Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleuniger
eine Verbindung umfaßt, ausgewählt aus einer Phosphat-Verbindung und einer Phosphit-Verbindung.
Verfahren nach Anspruch 25, worin die Phosphat-Verbindung eine Verbindung umfaßt,
ausgewählt aus Ammoniumhydrogenphosphat, Ammoniumdihydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat,
Bis-(2-ethylhexyl-)phosphat, 2-Aminoethyldihydrogenphosphat, 4-Chlorbenzoldiazoniumhexafluorphosphat,
Nitrobenzoldiazoniumhexafluorphosphat, Ammoniumhexafluorphosphat, Bis-(2,4-dichlorphenyl-)chlorphosphat,
Bis-(2-ethylhexyl-)hydrogenphosphat, Calciumfluorphosphate, Diethylchlorphosphat,
Diethylchlorthiophosphat, Kaliumhexafluorphosphat, Pyrophosphat, Tetrabutylammoniumhexafluorphosphat,
Tetraethylammoniumhexafluorphosphat und irgendeiner Kombination daraus.
Verfahren nach Anspruch 25, worin die Phosphit-Verbindung Bis-(2-ethylhexyl)phosphit
umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Menge des Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleunigers
in einem Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% liegt, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Aufschlämmung.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Menge des Entfernungsgeschwindigkeits-Beschleunigers
in einem Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Verfahren nach Anspruch 22, worin das anionische polymere Passivierungsmittel
eine Verbindung umfaßt, ausgewählt aus Poly(acrylsäure), Poly(methacrylsäure), Poly(acrylsäure-maleinsäure),
Poly(methacrylsäure-maleinsäure), Poly(acrylsäure-acrylamid), Poly(acrylnitril-butadien-acrylsäure),
Poly(acrylnitrilbutadien-methacrylsäure) einem Derivat oder einem Salz irgendeines
der vorangehenden Materialien und irgendeine Kombination daraus.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Menge des anionischen polymeren Passivierungsmittels
in einem Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% liegt, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Aufschlämmung.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Menge des anionischen polymeren Passivierungsmittels
in einem Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Verfahren nach Anspruch 22, worin das anionische C1- bis C12-Passivierungsmittel
Phthalat umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 33, worin das Phthalat Kaliumhydrogenphthalat umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Menge des anionischen C1- bis C12-Passivierungsmittels
in einem Bereich von etwa 0,001 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% liegt, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Aufschlämmung.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Menge des anionischen Cl- bis C12-Passivierungsmittels
in einem Bereich von etwa 0,01 Gew.-% bis etwa 1 Gew.-% liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Aufschlämmung.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Aufschlämmung weiter einen pH-Regler umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 37, worin der pH-Regler eine Verbindung umfaßt, ausgewählt
aus einer Base, die Kaliumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Natriumhydroxid, Tetramethylammoniumhydroxid
oder Cholin umfaßt; und einer Säure, die Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure, Phosphorsäure,
Salpetersäure oder Essigsäure umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Aufschlämmung einen pH-Wert in einem Bereich
von etwa 3 bis etwa 6 aufweist.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die zu polierende Target-Schicht eine Isolierschicht,
die einen Einschnitt in dem Wafer ausfüllt, oder eine dielektrische Zwischenschicht,
die auf dem Wafer ausgebildet ist, der darunterliegende Strukturen aufweist, umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die zu polierende Target-Schicht eine Oxidschicht
umfaßt, und der Polier-Stopper eine Siliciumnitridschicht umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 41, worin die Oxidschicht eine HDPCVD- oder eine PECVD-Oxidschicht
umfaßt, und die Siliciumnitridschicht eine LDCVD- oder eine Hochtemperatur-PECVD-Siliciumnitridschicht
umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 22, worin die Aufschlämmung eine Selektivität der Target-Schicht
zu dem Polier-Stopper in einem Bereich von etwa 30:1 bis etwa 50:1 bereitstellt.