Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das technische Gebiet,
welches das Pumpen und die Verteilung von brennbarem Gas (zur Verwendung im Haushalt)
betrifft, und noch spezifischer bezieht sie sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Odorierung eines normalerweise geruchlosen Gases, um im Falle irgendwelcher
undichter Stellen in von Personen bewohnten Räumen sofort dessen Vorhandensein bemerken
zu können.
Heutzutage wird Gas unter Anwendung verschiedener Verfahren odoriert,
unter denen das sogenannte Bespülverfahren bekannt ist. Dieses Verfahren wird durchgeführt
mit Hilfe von Anlagen und Vorrichtungen, in denen das Gas durch einen Behälter geleitet
wird, welcher eine odorierende Flüssigkeit in einer Menge enthält, die eine weite
freie Oberfläche bildet, über welche das durchlaufende Gas strömt. Das über die
freie Oberfläche strömende Gas wird mit den von der darunter liegenden Flüssigkeit
freigegebenen Dämpfen imprägniert und wird in diesem Zustand dann an das Verteilernetz
geleitet.
Die mit der Bespültechnik arbeitenden Anlagen und Vorrichtungen ermöglichen
nur eine eher ungenaue Kontrolle der Konzentration des Odoriermittels; ausserdem
kann in diesen die Konzentration des Odoriermittels auch deutlich variieren, was
von der Durchflussmenge des Gases abhängig ist.
Eine andere Odoriertechnik dagegen sieht das Einspritzen und die Dispersion
der odorierenden Flüssigkeit in kontrollierten Mengen vor, welche direkt in den
zu pumpenden Gasstrom eingespritzt wird.
Ein Verfahren zum Durchführen dieser Technik, im wesentlichen entsprechend
dem Oberbegriff in Anspruch 1, wird direkt in der Gas-Pumpstation durchgeführt,
welche bekannterweise mit einer Leitung zur Entnahme des Gases aus einem Verteilernetz,
mit einem Zähler und mit einer Leitung zum Liefern des Gases an einen Verbraucher
versehen ist, angeordnet in gegenseitiger Folge, und es enthält eine Phase, in welcher
die odorierende Flüssigkeit in dem durch die Auslassleitung strömenden Gas dispergiert
wird, und zwar durch eine gesteuerte Einspritzvorrichtung der Flüssigkeit.
Die Einspritzvorrichtung der odorierenden Flüssigkeit ist in diesem
Falle einer elektronisch gesteuerten Pumpe zugeordnet.
Die Kontrolle der Konzentration des Odoriermittels ist in diesem Falle
genauer im Verhältnis zu dem Bespülsystem, da sie bis zu einem gewissen Umfang auch
mit der Durchflussmenge des gerade durch die Auslassleitung strömenden Gases in
Zusammenhang gebracht werden kann.
Die zur Durchführung dieser Technik verwendeten Vorrichtungen sind
jedoch konstruktionsmässig kompliziert, erfordern ein umfangreicheres elektrisches
Speisungssystem und sind empfindlich in der Verwaltung; ausserdem ist die Genauigkeit,
mit welcher die Konzentration des Odoriermittels bestimmt wird, stark von dem momentanen
Betriebsbereich der Pumpe abhängig. Ihre Zuverlässigkeit ist ausserdem verhältnismässig
gering.
Alles dies führt zu verschiedenen Nachteilen, so wie die Notwendigkeit
häufiger Wartungsarbeiten, und wirkt sich im Falle eines nicht korrekten Betriebes
negativ auf den Grad der Sicherheit im Bereich der Räume aus, in denen die das gepumpte
Gas verbrauchenden Geräte installiert sind. Was insbesondere die Wartungsarbeiten
betrifft, müssen den offensichtlichen Nachteilen, die sich aus den Kosten und Ausfällen
durch den Stillstand der Anlagen ergeben, notwendigerweise noch die weiteren Nachteile
hinzugefügt werden, die sich durch die Unannehmlichkeiten für das Wartungspersonal
ergeben, und zwar als Folge des unangenehmen Geruches, der von den mit der odorierenden
Flüssigkeit in Kontakt gekommenen Teile ausgeht.
Ein erster Zweck der vorliegenden Erfindung ist, hohe Bedingungen
der Umweltsicherheit im Bereich der Verteilung von Erdgas für Haushaltszwecke zu
erreichen, was sich praktisch in der Wiederherstellung der Voraussetzungen ausdrückt,
welche das Vorhandensein von Gas erfassbar machen, auch bei kleinsten Gasverslusten.
Dieser Zweck ist erreicht durch das Einhalten eines konstanten Wertes der Konzentration
des Odoriermittels für jeden Wert der Durchflussmenge des in der Verteilerstation
gepumpten Gases: auch bei ausgesprochen bescheidenen und/oder ausgesprochen veränderbaren
Durchflussmengen. Ein zweiter Zweck der Erfindung ist, die Zuverlässigkeit der Anlagen
zu verbessern und die Wartungsarbeiten zu reduzieren, indem deren Ausführung, falls
erforderlich, einfacher und schneller gestaltet wird.
Ein dritter Zweck ist, eine Vorrichtung zu haben, die einfach zu bedienen
ist und eine gewisse Zuverlässigkeit unter allen heutigen Betriebsbedingungen bietet.
In Übereinstimmung mit der Erfindung werden diese Zwecke erreicht
durch ein Verfahren nach dem Oberbegriff aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass es die zyklischen Phasen des Speisens des Einspritzvorrichtung mit einer odorierenden
Flüssigkeit umfasst, die in einem unter Druck setzbaren Behälter von einem bestimmten
Volumen enthalten ist, und zwar mit Hilfe eines Druckes, welcher auf die odorierende
Flüssigkeit durch einen Gasstrom ausgeübt wird, entnommen aus der Einlassleitung
und eingegeben in den unter Druck setzbaren Behälter; Wiedereinführen des Gasstromes
in die Einlassleitung, stromaufwärts des Zählers; und Nachfüllen des unter Druck
setzbaren Behälters der odorierenden Flüssigkeit mit einem Flüssigkeitsvolumen,
das dem entnommenen Volumen entspricht.
Die vorgenannten Zwecke werden alle erreicht durch eine Vorrichtung
zum Durchführen des vorgenannten Verfahrens, welche nach dem Oberbegriff in Anspruch
4 realisiert ist und wie folgt enthält: einen unter Druck setzbaren
Behälter von einem bestimmten Volumen, angeschlossen an die Einspritzvorrichtung;
eine erste Leitung, welche einen stromaufwärts des Zählers aus der Einlassleitung
der Pumpstation entnommenen Gasstrom in den unter Druck setzbaren Behälter leitet;
eine zweite Leitung, welche den unter Druck setzbaren Behälter mit der Einlassleitung
verbindet, und welche den Gasstrom stromaufwärts des Zählers wieder in diese eingibt.
Das Verfahren nach der Erfindung erlaubt die Verwirklichung von Anlagen,
die in der Lage sind, allen den vorgenannten Zwecken zu entsprechen, und zwar mit
volumetrisch-physikalischen Vorrichtungen, welche leichter herzustellen sind und
eine ausgezeichnete Zuverlässigkeit bieten, welche, wenn mit geeigneten Verwaltungs-
und Steuermitteln kombiniert, die zum Beispiel aus einer elektronischen Mikroprozessoreinheit
bestehen können, das Erhalten von odorierenden Anlagen von hoher Betriebspräzision
und ausgezeichneten Fähigkeiten der Selbstregulierung erlauben.
Die das beschriebene Verfahren durchführenden Vorrichtungen erfordern
nur minimale Wartungsarbeiten, unterbrochen durch lange Zeitintervalle, und welche,
falls notwendig, sehr schnell ausgeführt sind.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist auch durch die ausgesprochene
Einfachheit gegeben, mit welcher sie herkömmlichen Bespülvorrichtungen zugeordnet
werden kann, die vorteilhafterweise zusammen mit der Vorrichtung nach der Erfindung
existieren können, wobei sie als Vorrichtungen zum Zuführen der odorierenden Flüssigkeit
und gleichzeitig als Hilfssysteme dienen, welche aktiviert werden können, falls
der Betrieb der Hauptanlage unterbrochen werden sollte.
Die technischen Eigenschaften der Erfindung, in Übereinstimmung mit
den vorgenannten Zwecken, können klar aus dem Inhalt der nachstehenden Ansprüche
ersehen werden, und ihre Vorteile gehen deutlicher aus der nachstehenden detaillierten
Beschreibung hervor, ausgeführt unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen,
welche eine Ausführung rein als ein nicht begrenzendes Beispiel darstellen, worin
1 schematisch eine Vorrichtung zur Odorierung zum
Durchführen des Verfahrens nach der Erfindung zeigt, die ebenfalls Gegenstand der
Erfindung bildet und in eine herkömmliche Gas-Pumpstation eingesetzt werden kann.
In der 1 der beiliegenden Zeichnung ist
eine Pumpstation 1 für Erdgas (vorwiegend für Haushaltszwecke) gezeigt,
die im wesentlichen wie folgt enthält: eine Einlassleitung 2 zum Entnehmen
des Gases aus einem Verteilernetz für Erdgas; einen Zähler 3 zum Messen
der Durchflussmenge des Gases; und eine Auslassleitung 4 zur Abgabe des
Gases an einen Verbraucher, angeordnet in gegenseitiger Folge und verbunden in Schleifen
mit zwei getrennten Odoriervorrichtungen für das Gas, die parallel arbeiten und
jeweils aus einer herkömmlichen, insgesamt mit „A" bezeichneten
Bespülanlage bestehen – sichtbar im mittleren Teil der Abbildung -, sowie
aus einer Anlage zum Einspritzen der odorierenden Flüssigkeit, insgesamt mit „B"
bezeichnet und sichtbar im rechten Teil der Abbildung.
Die Bespülanlage „A", die auf vollkommen herkömmliche
Weise strukturiert ist und arbeitet, und die betrieblich gesehen neben der Einspritzanlage
„B" als Hilfseinrichtung vorhanden ist, also für den Notfall, enthält:
einen horizontalen, zylindrischen Behälter 17; einen Behälter
18 zum Nachfüllen der odorierenden Flüssigkeit, angeschlossen mit Hilfe
einer Speisungsleitung 19 an den zylindrischen Behälter 17, und
Rohrleitungen 20a, 20b und 7, welche jeweils den zylindrischen
Behälter 17 mit der Auslassleitung 4 der Pumpstation
1 und der Einspritzanlage „B" zur Odorierung des Gases
verbinden.
Die Anlage „B", welche insbesondere eine vorzuziehende
Ausführung der vorliegenden Erfindung darstellt, enthält den ersten Druckluftschleifenteil
B1, der zur Betätigung einer Einspritzvorrichtung 10 dient, angeschlossen
mit Hilfe einer entsprechenden Leitung 10a an die Auslassleitung
4 und montiert an einer Platte, sowie Verwaltungs- und Steuermittel, die
in einer Position entfernt von der Platte angeordnet und eigensicher sind und durch
eine betriebsmässig mit dem Zähler 3 und mit dem Druckluftschleifenteil
B1 zusammengeschaltete Elektronikeinheit 9 dargestellt werden.
Die Anlage B enthält einen unter Druck setzbaren Behälter
5 von einem bestimmten Volumen, welcher an einer Seite an die Einspritzvorrichtung
10 angeschlossen ist – die er mit einer entsprechenden Zuführleitung
21 speist – und an der anderen Seite an drei zusätzliche Leitungen
11, 12 und 7.
Eine erste Leitung 11 entnimmt aus der Einlassleitung
2 der Pumpstation 1 stromaufwärts des Zählers 3 einen
Gasstrom 6 und leitet ihn in den unter Druck setzbaren Behälter
5. Eine zweite Leitung 12 verbindet den unter Druck setzbaren
Behälter 5 mit der Einlassleitung 2, ebenfalls stromaufwärts des
Zählers 3, und gibt den Gasstrom 6 wieder in diese ein, wobei
er ihn vollständig in die Auslassleitung 4 zurückgibt. Die dritte Leitung
7 ist eine Leitung zum Laden der odorierenden Flüssigkeit, die zum Füllen
des unter Druck setzbaren Behälters 5 dient.
Genauer gesagt ist die erste Leitung 11 mit Druckreduziermitteln
13, 14 versehen, welche den Druck des erhaltenen, einströmenden
Gases bis auf einen bestimmten Druckwert des ausströmenden Gases reduzieren, welcher
um eine bestimmte Differenz den Druck des Gases überschreitet, das durch die Auslassleitung
4 strömt, und welcher, sich der Einspritzung der odorierenden Flüssigkeit
widersetzend, durch die Einspritzvorrichtung 10 im Augenblick des Einspritzens
der Flüssigkeit überwunden werden muss.
Die Druckreduziermittel bestehen aus zwei Reduzierfiltern
13, 14, die in gegenseitiger Folge an der ersten
Leitung 11 angeordnet sind. Der erste Reduzierfilter 13 reduziert
den Gasdruck von einem Druckwert P1 von beispielsweise etwa 100 bar bis auf einen
Ausgangswert P2, der dem Druck des Gases in der Auslassleitung 4 entspricht,
erhöht um einen Wert &Dgr;p von etwa 3 bar. Der zweite Reduzierfilter
14 dagegen reduziert den Druck P2 des am Einlass erhaltenen Gases auf einen
Ausgangsdruck P3, welcher dem Druck des durch die Auslassleitung 4 strömenden
Gases entspricht, erhöht um einen Druckwert &Dgr;p1 von etwa 0.6 bar.
Ein Dreiwege-Schaltventil 15 verbindet die erste Leitung
11 und die zweite Leitung 12 mit einer Einlassleitung
22 des unter Druck setzbaren Behälters 5. Das Schaltventil
15 fängt das aus den Druckreduziermitteln 13, 14 austretende
Gas ab und erlaubt in einem seiner Betriebszustände, wie deutlicher aus der nachstehenden
Betriebsbeschreibung hervorgeht, den unter Druck setzbaren Behälter 5,
der unter normalen Betriebsbedingungen die odorierende Flüssigkeit enthält, unter
Druck zu setzen. Diese Funktion wird während der Nachfüllphase des unter Druck setzbaren
Behälters 5 ausgesetzt. In dieser Phase strömt das in dem unter Druck setzbaren
Behälter 5 vorhandene Gas durch die Leitung 22, das Ventil
15 und die Leitung 12 stromaufwärts des Zählers 3 heraus.
Die Leitung 7 zum Laden der odorierenden Flüssigkeit ist
mit einem Ventil 16 versehen, ebenfalls durch die Elektronikeinheit
9 gesteuert, dessen Öffnen es erlaubt, durch natürliche Schwerkraft und
dank des Prinzips der in Verbindung stehenden Gefässe, odorierende Flüssigkeit zwischen
dem horizontalen Behälter 17 der Bespülanlage A und dem unter
Druck setzbaren Behälter 5 der Einspritzanlage B zu zuzuführen.
Das Schliessen des Ventils 16 erlaubt es dagegen, den unter Druck setzbaren
Behälter 5 unter Druck zu setzen und die darin enthaltene odorierende Flüssigkeit
in die Auslassleitung 4 der Pumpstation 1 zu (ihren.
Was die Verwaltungs- und Steuermittel betrifft, so zeigt die
1, dass die Elektronikeinheit 9 mit dem Zähler
3 auf solche Weise verbunden ist, dass sie ein Eingangssignal
s1 empfängt, welches der Durchflussmenge des im Moment durch den Zähler
3 selbst strömenden Gases entspricht, und am Ausgang Regelsignale
s2, s3 aussendet, welche vorteilhafterweise das Steuern der Ventile
15 und 16 erlauben, welche wiederum jeweils den Behälter
5 unter Druck setzen und drucklos machen, und zwar mit Hilfe des Gasstromes
6 und der entsprechenden Zusammenschaltung der Leitungen 11,
12 und 22.
Im praktischen Betrieb der Einspritzanlage B verarbeitet
die Elektronikeinheit 9 das korrekte elektrische Signal so, dass es an
die Einspritzvorrichtung 10 gesandt werden kann, um das Konzentrationsverhältnis
der odorierenden Flüssigkeit konstant zu halten, auch bei Veränderungen in dem digitalen
Eingangssignal s1 von dem Zähler 3, welcher Moment für Moment
die volumetrische Durchflussmenge der durchströmenden Gases misst.
Die Einheit 9 versieht auch die verschiedenen Anlagenteile
mit den geeigneten Spannungen und Stromstärken, enthält Trennbarrieren für die Eigensicherheit
und sichert, im Falle von Funktionsstörungen oder Ausfall des elektrischen Stroms,
die Programmierdaten mit Hilfe einer Pufferbatterie; schliesslich löst sie ein Relais
aus, um eine mögliche Notvorrichtung zu aktivieren, welche in dem hier beschriebenen
Beispiel einer nicht begrenzenden Ausführung vorzugsweise aus der Bespülanlage
A bestehen kann.
Der Betrieb der Verteilerstation 1 wird nur begrenzt auf
die Einspritzanlage B beschrieben. Die Beschreibung des Betriebes der Bespülanlage
A wird unterlassen, da diese den Fachleuten auf diesem Gebiet ausreichend
bekannt ist. In Bezug auf das Zusammenwirken letzterer Vorrichtung mit der Einspritzanlage
B genügt es zu bemerken – unter Bezugnahme auf die Abbildung -, dass
mit Hilfe eines Druckluftventils 23, angeordnet an der Leitung
20b, welche den zylindrischen Behälter 17 mit der Auslassleitung
4 der Verteilerstation 1 verbindet, die Elektronikeinheit
9 im Falle eines anomalen Betriebes der Einspritzanlage B oder
eines Stromausfalls den Betrieb der Bespülanlage A aktivieren oder entaktivieren
kann.
Zurückkehrend zu der Beschreibung der Einspritzanlage B muss
vorausgesetzt werden, dass die genannte Anlage das Gas mit Hilfe einer zyklischen
Folge von Phasen odoriert, welche im wesentlichen umfassen: Speisen der Einspritzvorrichtung
10 mit der in dem unter Druck setzbaren Behälter 5 enthaltenen
odorierenden Flüssigkeit, und zwar mit Hilfe eines Druckes, der auf die odorierende
Flüssigkeit durch den Gasstrom 6 ausgeübt wird, welcher aus der Einlassleitung
2 entnommen und in den unter Druck setzbaren Behälter 5 geleitet
ist; erneutes Eingeben des Gasstromes 6 zurück in die Einlassleitung
2 stromaufwärts des Zählers 3; und Nachfüllen des unter Druck
setzbaren Behälters 5 mit odorierender Flüssigkeit mit einem Flüssigkeitsvolumen,
das dem abgeleiteten Volumen entspricht, und zwar durch direktes Entnehmen aus dem
Behälter 17 der Bespülanlage A, welche in diesem Kontext als Vorratsbehälter
der odorierenden Flüssigkeit dient.
Während dieses Vorgangs wird der unter Druck setzbare Behälter
5 zyklisch und wechselweise mit odorierender Flüssigkeit gefüllt und dann
entleert durch den Gasstrom 6, welcher die notwendige Energie um Unterstützen
des Einspritzverfahrens liefert.
Genauer gesagt, wird durch die Aktivierung der Einspritzvorrichtung
10 die odorierende Flüssigkeit in die Auslassleitung 4 der Verteilerstation
1 gespritzt, und ihr Volumen wird durch eine gleiche Menge von Erdgas ersetzt,
welches ihren Platz im Inneren des unter Druck setzbaren Behälters 5 einnimmt.
Sobald die nötige Menge an Flüssigkeit je nach der augenblicklichen Durchflussmenge
des in der Auslassleitung 4 strömenden Gases eingespritzt
worden ist, wird die Einspritzphase unterbrochen, die Schaltventile 15
und 16 werden geöffnet und folglich wird der in dem unter Druck setzbaren
Behälter 5 vorhandene Überdruck &Dgr;a1 von 0.6 bar in die Auslassleitung
4 abgelassen: stromabwärts eines Druckregelgerätes 24, mit welchem
die Auslassleitung 4 versehen ist, aber stromaufwärts des Zählers
3, wobei stets eine reguläre und korrekte Berechnung beibehalten wird.
Da der unter Druck setzbare Behälter 5 der Einspritzanlage
B und der horizontale Behälter 17 der Bespülanlage den gleichen
Druck haben, und da zwischen den beiden Behältern 5 und 17 eine
bestimmte Differenz der Ebene H vorgesehen ist, fliesst an diesem Punkt
die odorierende Flüssigkeit durch das Ventil 16 aus und füllt allmählich
den unter Druck setzbaren Behälter 5 der Einspritzanlage B. Das
darin enthaltene Gas wird dann aus dem unter Druck setzbaren Behälter
5 heraus gedrückt und strömt durch die Leitung 12 in die Auslassleitung
4.
In der Füllphase des unter Druck setzbaren Behälters 5 wird
ein entsprechendes Volumen an Flüssigkeit aus dem Behälter 17 der Bespülanlage
A entnommen, welcher mit einem identischen Volumen an Gas aufgefüllt wird,
entnommen aus der Auslassleitung 4 stromaufwärts ihrer Zusammenschaltung
mit der Einspritzanlage B.
Sobald das bestimmte Volumen an Flüssigkeit geladen ist, werden die
beiden Schaltventile 15 und 16 zurück in ihre Ruhestellung gebracht,
der unter Druck setzbare Behälter 5 wird erneut unter Druck gesetzt und
die Einspritzanlage B beginnt wieder mit dem Einspritzen der berechneten
Mengen.
Die Erfindung erreicht vollkommen ihre Zwecke und ist auf eine verhältnismässig
einfache und wirtschaftliche Weise zur industriellen Anwendung geeignet. Die so
ausgelegte Erfindung kann auch zahlreichen Änderungen und Varianten unterliegen,
ohne dabei aus dem Zweckbereich der nachstehenden Ansprüche herauszugehen.