PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10153117B4 04.03.2004
Titel Ständer für eine Rollkartei
Anmelder "Durable" Hunke & Jochheim GmbH & Co KG, 58636 Iserlohn, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 14050 Berlin
DE-Anmeldedatum 23.10.2001
DE-Aktenzeichen 10153117
Offenlegungstag 08.05.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.03.2004
IPC-Hauptklasse B42F 17/28

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Ständer für eine Rollkartei mit einer walzenförmigen Halterung für blattförmige Informationsträger, die zwei umlaufende, zum Einhängen der Informationsträger dienende T-Profilstege aufweist, in die durch Handräder Drehbewegungen einleitbar sind und die durch Rastelemente in unterschiedlichen Winkelpositionen fixierbar ist.

Bekannt ist ein Ständer der vorstehenden Art, der aus einem mehrfach gebogenen Rohr besteht, in dessen parallel zueinander orientierten Enden eine einseitig abgeflachte Welle drehbar gelagert ist. Die Welle trägt zwei in Richtung ihrer Längsachse verschieblich auf ihr geführte, die walzenförmige Halterung bildende Kunststoffkörper, die durch die Informationsträger gegen axiale Relativbewegungen zueinander gesichert sind. An den abgeflachten Rohrenden sind außerdem topfförmige Widerlager angeordnet, die den an den Enden der Welle befestigten Handrädern zugewandte Stirnflächen aufweisen. Zwischen einer diesen Stirnflächen und einem der Handräder befindet sich ein unter der Einwirkung einer Federkraft stehende Stahlkugeln aufweisender Rastmechanismus zur Fixierung der Halterung in unterschiedlichen Positionen.

Der Aufbau des bekannten Ständers ist aufgrund der Vielzahl seiner Teile und ihrer Ausbildung vergleichsweise aufwendig und mithin kostenintensiv. Nicht voll zu befriedigen vermag im Übrigen die axiale Verschiebbarkeit der Halterung auf der sie tragenden Stahlwelle. Diese Verschiebbarkeit kann nämlich bei längerer Benutzung der bekannten Rollkartei aufgrund einer Reibung zwischen den Rändern der topfförmigen Widerlager und den seitlichen Kanten der Informationsträger zu unerwünschten Gebrauchsspuren an den Informationsträgern führen.

Einfacher ausgebildete Ständer, bei denen allerdings Rastelemente zur Arretierung der Halterungen für die Informationsträger in unterschiedlichen Winkellagen fehlen, sind aus der DE 84 16 419 U1 und der DE 85 00 270 U1 bekannt. Beide bekannten Ständerweisen ein U-förmiges Gehäuse auf, in dessen Seitenwände bildenden Schenkeln Handräder gelagert sind, die die zwischen den Seitenwänden gelegenen, als Hohlwellwellen ausgebildeten Halterungen halten. Im Falle des Ständers nach der DE 84 16 419 U1 ist in das eine Ende der Hohlwelle der Bund einer Kappe geschoben, die wie das andere Ende der Hohlwelle einen topfförmigen Ringflansch aufweist. Um bei diesem Ständer Informationsträger mit der Halterung zu verbinden, muss die Halterung nach der Demontage der Handräder aus dem Gehäuse entfernt und die Kappe gegenüber der Hohlwelle um einen Betrag verschoben werden, der der Tiefe von Nuten entspricht, die im Bereich der Seitenränder der Informationsträger angeordnet sind. Der Austausch von Informationsträgern ist bei diesem Ständer folglich aufwändig und mühsam. Bei dem Ständer nach der DE 85 00 270 U1 wird die Hohlwelle ebenfalls von den in den Seitenwänden des Gehäuses gelagerten Handrädern gehalten, In diesem Fall erfolgt die Befestigung der Informationsträger jedoch wie beim Ständer der zuerst beschriebenen Art mittels umlaufender T-Profilstege.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ständer der in Betracht gezogenen Gattung zu schaffen, der sich durch einen einfachen und kostengünstigen Aufbau auszeichnet und bei dem die Halterung keine Axialbewegung gegenüber den sie tragenden Stützen ausführen kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Halterung aus zwei durch Kuppelungselemente miteinander zu einer Einheit verbundenen Teilen besteht, die an ihren der Kupplungsstelle abgewandten Enden als in jeweils einer Stütze geführte und gegenüber dieser gegen Axialverschiebungen gesicherte Lagerzapfen ausgebildet sind.

Bei dem erfindungsgemäßen Ständer dient die walzenförmige Halterung gleichzeitig als Halterung und als Welle, so dass axiale Relativbewegungen zwischen ihr und einer gesonderten, sie tragenden Welle ausscheiden und es folglich nicht zu unerwünschten Reibkontakten zwischen den Kanten der Informationsträger und den Stützen kommen kann.

Da die Hohlwelle selbst in den Stützen gelagert ist, d. h. nicht von den Handrädern gehalten wird, entfallen Probleme, die aus der Instabilität der Verbindung zwischen den Handrädern und der Halterung resultieren können.

Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die Lagerzapfen an ihren Stirnseiten Haltezungen aufweisen, die mit Rastanschläge im Innern der Handräder hintergreifenden Rastnasen versehen sind. Die Rastverbindung ermöglicht einen schnellen Zusammenbau von Handrädern, Stützen und Halterung.

Weiterbildende Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachstehenden Beschreibung einer in der beigefügten Zeichnung dargestellten, besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:

1 die perspektivische Ansicht eines Ständers für eine Rollkartei,

2 eine Seitenansicht des Ständers gemäß 1,

3 eine Draufsicht auf den Ständer gemäß 1,

4 eine Stirnansicht des Ständers gemäß 1,

5 einen Schnitt längs der Linie V – V in 2,

6 eine erste Seitenansicht eines der beiden, die in den 1 bis 5 erkennbare Halterung für blattförmige Informationsträger bildenden Teile,

7 das in 6 gezeigte Teil in einer um 180° gedrehten Position,

8 die Stirnansicht des Scheitelbereiches einer Stütze des Ständers gemäß 1 bis 7,

9 eine Rasterscheibe für den Rastmechanismus zur Fixierung der Halterung des Ständers in unterschiedlichen Winkelpositionen und

10 einen Schnitt durch die Rasterscheibe gemäß 9 längs der Linie X – X in 9.

Der in den Figuren dargestellte Ständer weist zwei Stützen 1 und 2 auf , in denen drehbar eine walzenförmige, aus zwei durch Kupplungselemente miteinander verbundenen identisch ausgebildeten Teilen 3 und 4 bestehende Halterung für in der Zeichnung nicht dargestellte blattförmige Informationsträger gelagert ist. Die Informationsträger haben an ihrem unteren Rand T-förmige Aussparungen, mit deren Hilfe sie an umlaufenden T-förmigen Profilstegen 5, 6 der Halterung 3, 4 verankerbar sind. Zwei Handräder 7, 8 dienen zur Einleitung einer Drehbewegung in die Halterung 3, 4.

Einzelheiten des Aufbaus des Ständers ergeben sich aus den 5 bis 10. Aus der Schnittdarstellung gemäß 5 ist erkennbar, dass die als hohle Kunststoff Spritzgussteile ausgebildeten Teile 3 und 4 sich im zentralen Bereich der Halterung partiell überlappen. Jedes der beiden Teile 3 und 4 weist – wie anhand des Teiles 4 erläutert – im Kupplungsbereich eine Halbschale 9 auf, die in eine ebenfalls halbschalenförmige Aussparung 10 im Innern des jeweils anderen Teiles 3 bzw. 4 einführbar ist.

Zwei um 90° zueinander versetzten Rastnasen 11, 12 am Umfang einer jeden Halbschale 9 sind ebenfalls um 90° zueinander versetzte Rastlöcher 13, 14 am jeweils anderen Teil 3 bzw. 4 der Halterung zugeordnet. Die Teile 3 und 4 werden mit anderen Worten durch eine nach Art eines Schnappverschlusses ausgebildeten Steckverbindung zusammengehalten.

An ihren der Steckverbindung abgewandten Enden sind die Teile 3 und 4 mit Lagerzapfen 15 versehen, mit denen sie im Scheitelbereich der Stützen 1, 2 gelagert sind, wobei die Länge der Lagerzapfen 15 im Wesentlichen gleich der Breite der Stützen 1, 2 in der Lagerzone ist. Über die Stirnseiten 16 der Lagerzapfen 15 stehen paarweise angeordnete Haltezungen 17, 18 und ebenfalls paarweise angeordnete Passstifte 19, 20 vor. Die Haltezungen 17, 18 weisen Rastnasen 21, 22 auf, die Rastanschläge 23, 24 im Innern des Grundkörpers 25 jeweils eines der beiden, ebenso wie die Stützen 1, 2 und die Teile 3, 4 identisch ausgebildeten Handräder 7, 8 hintergreifen. Den nicht zwingend erforderlichen Passstiften 19, 20 sind Passbohrungen 26, 27 im Grundkörper 25 zugeordnet. Durch die identische Ausbildung der vorteilhafterweise als Kunststoffspritzgussteile ausgebildeten Teile 1, 2, 3, 4, 7 und 8 lassen sich die Werkzeugkosten, durch die beschriebenen Steck- bzw. Rastverbindungen die Montagekosten niedrig halten.

Um die Teile notfalls wieder demontieren zu können, sind die Haltezungen 17, 18 von der Außenseite der Handräder 7, 8 zugänglich. Die Zugänglichkeit wird dadurch erreicht, dass dem Grundkörper 25 eines jeden Handrades eine aus einer formstabilen, korbartigen Außenschale 28 und einer weichelastischen Einlage 29 bestehende Abdeckkappe zugeordnet ist.

Zwischen dem in 5 linken Handrad 7 und der Stirnseite 16 des Lagerzapfens 15 des Teils 3 der wellenförmigen Halterung 3, 4 ist eine Rasterscheibe 30 angeordnet, deren Aufbau sich aus den 9 und 10 ergibt. Die Rasterscheibe 30 weist im Bereich ihres scheibenförmigen Hauptteils eine Ausnehmung 31 für die Haltezungen 17, 18 und Bohrungen 32, 33 für die Passstifte 19, 20 auf . Über den Umfang des Hauptteils stehen sechs Auslegerarme 34 vor, die an ihren freien Enden mit halbkugelförmigen Rastvorsprüngen 35 versehen sind. An der den Rastvorsprüngen 35 zugewandten Stirnfläche 36 der Stütze 1 sind acht Rastmulden 37 angeordnet, zwischen denen sich Führungsnuten 38 befinden, deren Tiefe zu ihren Enden unter Bildung schmaler Querstege abnimmt. Zwei Rastvorsprünge 35 der Rasterscheibe 30 und zwei Rastnulden 37 an der Stirnfläche 36 der Stütze 1 liegen sich jeweils diametral gegenüber und treten jeweils paarweise miteinander in Eingriff, um die Halterung 3, 4 in unterschiedlichen Winkelpositionen zu fixieren. Dadurch, dass die jeweils aufeinanderfolgenden Rastmulden 37 einen Winkelabstand von 45° zueinander haben, während der Winkelabstand zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Rastvorsprüngen 35 jeweils 60° beträgt, rasten die Rastvorsprungpaare bei einer Umdrehung der Handräder 7, 8 vierundzwanzigmal in ihnen zugeordnete Rastmuldenpaare ein.


Anspruch[de]
  1. Ständer für eine Rollkartei mit einer walzenförmigen Halterung für blattförmige Informationsträger, die zwei umlaufende, zum Einhängen der Informationsträger dienende T-Profilstege aufweist, in die durch Handräder Drehbewegungen einleitbar sind und die durch Rastelemente in unterschiedlichen Winkelpositionen fixierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung aus zwei durch Kuppelungselemente miteinander zu einer Einheit verbundenen Teilen (3, 4) besteht, die an ihren der Kupplungsstelle abgewandten Enden als in jeweils einer Stütze (1 bzw. 2) geführte und gegenüber dieser gegen Axialverschiebungen gesicherte Lagerzapfen (15) ausgebildet sind.
  2. Ständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerzapfen (15) an ihren Stirnseiten (16) Haltezungen (17, 18) aufweisen, die mit Rastanschläge im Innern der Handräder (7, 8) hintergreifenden Rastnasen (21, 22) versehen sind.
  3. Ständer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerzapfen (15) an ihren Stirnseiten (16) mit in Passbohrungen (26, 27) der Handräder (7, 8) einführbaren Passstiften (19, 20) versehen sind.
  4. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mindestens einem Handrad (7) und einer ringförmigen Stirnfläche (36) der einen Lagerzapfen (15) umschließenden Stütze (1) eine drehfest mit der Halterung (3, 4) verbundenen Rasterscheibe (30) angeordnet ist.
  5. Ständer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterscheibe (30) mit einer Ausnehmung (31) für die Haltezungen (17, 18) und Bohrungen (32, 33) für die Passstifte (19, 20) versehen ist.
  6. Ständer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterscheibe (30) mit an ihren freien Enden im Wesentlichen halbkugelförmige Rastvorsprünge (35) aufweisenden federelastischen Auslegerarmen (34) versehen ist.
  7. Ständer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Rasterscheibe (30) zugewandten Stirnfläche (36) der den Lagerzapfen (15) umschließenden Stütze (1) Rastmulden (37) für die Rastvorssprünge (35) angeordnet sind.
  8. Ständer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Rastmulden (37) eine Führungsnut (38) für nicht in Rastmulden (37) eingerastete Rastvorsprünge (35) vorgesehen ist.
  9. Ständer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich jeweils zwei Rastvorsprünge (35) der Rasterscheibe (30) und jeweils zwei Rastmulden (37) an der Stirnfläche (36) der Stütze (1) diametral gegenüberliegen.
  10. Ständer nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Rastmulden (37) größer ist als die Zahl der Rastvorsprünge (35).
  11. Ständer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass acht gleichmäßig über den Umfang der den Lagerzapfen (15) umgebenden kreisringförmigen Stirnfläche (36) der Stütze (1) verteilten Rastmulden (37) sechs gleichmäßig über den Umfang der Rasterscheibe (30) verteilte Rastvorsprünge (35) zugeordnet sind.
  12. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die die Halterung bildenden Teile (3, 4), die Stützen (1, 2), die Rasterscheibe (30) und die Handräder (7, 8 ) als zusammensteckbare Kunststoffteile ausgebildet sind.
  13. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerzapfen (15) im Bereich des Scheitels jeweils einer im Wesentlichen V-förmigen Stütze (1, 2) gelagert sind.
  14. Ständer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die die Halterung bildenden Teile (3, 4) sich im Bereich ihrer Kupplungsstelle jeweils partiell überlappen.
  15. Ständer nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die die Halterung bildenden Teile (3, 4) im Überlappungsbereich durch in Rastlöcher (13, 14) greifende Rastnasen (11, 12) miteinander verbunden sind.
  16. Ständer nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen (11, 12) der Haltezungen (17, 18) und die Rastanschläge (23, 24) der Handräder (7, 8) von der Außenseite der Handräder (7, 8) zugänglich sind.
  17. Ständer nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Handräder (7, 8) einen Grundkörper (25) und eine Abdeckkappe aufweisen.
  18. Ständer nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckkappe aus einem Außenschale (28) und einer Einlage (29) besteht.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com