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Dokumentenidentifikation DE10236251A1 04.03.2004
Titel Kartusche
Anmelder Anisi, Abuolhaffan, 67661 Kaiserslautern, DE
Erfinder Anisi, Abuolhaffan, 67661 Kaiserslautern, DE
Vertreter Ullrich & Naumann, 69115 Heidelberg
DE-Anmeldedatum 07.08.2002
DE-Aktenzeichen 10236251
Offenlegungstag 04.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.03.2004
IPC-Hauptklasse B65D 83/76
IPC-Nebenklasse B65D 81/32   B05C 17/005   B05B 1/00   
Zusammenfassung Eine Kartusche mit zwei pastösen Massen, mit einem vorzugsweise zylindrischen Gehäuse (2), einer auf der einen Seite des Gehäuses (2) ausgebildeten Auslassöffnung (3) und einem auf der anderen Seite des Gehäuses (2) in dem Gehäuse (2) angeordneten Kolben (4) zum gleichzeitigen Auspressen der Massen, wobei innerhalb des Gehäuses (2) zwei voneinander getrennte Kammern (5, 6) für die Massen vorgesehen sind und die Massen gleichzeitig durch die Auslassöffnung (3) in vorgebbarem Verhältnis zueinander ausbringbar sind, ist im Hinblick auf die Aufgabe eine Kartusche derart auszugestalten und weiterzubilden, dass ein problemloser Einsatz zweier Komponenten bzw. Massen bei einfacher Konstruktion möglich ist, wobei das gleichzeitige Ausbringen der Massen in einem herkömmlichen Auspressgerät möglich sein sollte, durch eine in oder an der Auslassöffnung (3) angeordnete Düse (7) mit zwei voneinander getrennten Durchgängen (8, 9), wobei ein Durchgang (8) mit einer der Düse (7) zugeordneten Kammer (5) kommuniziert, gekennzeichnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kartusche mit zwei pastösen Massen, mit einem vorzugsweise zylindrischen Gehäuse, einer auf der einen Seite des Gehäuses ausgebildeten Auslassöffnung und einem auf der anderen Seite des Gehäuses in dem Gehäuse angeordneten Kolben zum gleichzeitigen Auspressen der Massen, wobei innerhalb des Gehäuses zwei voneinander getrennte Kammern für die Massen vorgesehen sind und die Massen gleichzeitig durch die Auslassöffnung in vorgebbarem Verhältnis zueinander ausbringbar sind.

Kartuschen der hier in Rede stehenden Art finden vor allem auf Baustellen Verwendung. Sie werden insbesondere zum Erzeugen chemischer Verankerungen und dabei zum Hinterfüllen von Hohlräumen verwendet. Zweikomponentenkartuschen enthalten in der Regel eine Binder- und eine Härterkomponente, die nach Zusammenbringen eine chemische Verbindung eingehen, die exotherm aushärtet.

Bei der Anwendung solcher Kartuschen ist insbesondere problematisch, dass die zwei Komponenten erst im Augenblick des Verarbeitens miteinander in Kontakt kommen dürfen, da sie sonst bereits im Lagerzustand aushärten würden und nicht mehr verarbeitbar wären. Es muss daher besondere Sorge dafür getragen werden, dass die Komponenten in der Kartusche getrennt voneinander sind und erst kurz vor dem Auf- oder Einbringen über einen Mischer miteinander vermengt werden.

Die Trennung der Komponenten erfordert die Vorkehrung zweier separater Kammern innerhalb der Kartusche. Dabei ist insbesondere problematisch, dass solche Kartuschen üblicherweise nur mit speziell für den jeweiligen Kartuschentyp gefertigten Auspressgeräten auspressbar sind. Aus der Praxis sind beispielsweise konzentrisch angeordnete Kammern bekannt, die mittels zweier Stempel ausgepresst werden. Dabei hat der eine Stempel eine kreisförmige und der andere Stempel eine ringförmige Grundfläche. Vor dem Hintergrund dieser Problematik offenbart die DE 39 13 409 A1 eine Zweikomponentenkartusche der eingangs beschriebenen Art, wobei die Kammern durch eine flexible, in Längsrichtung verlaufende Trennwand voneinander getrennt sind. Bei diesem Kartuschentyp ist es möglich, die Kartusche mit einem Stempel mit kreisförmiger Grundfläche auszupressen, wobei der Stempel gleichzeitig auf beide Kammern wirkt und die flexible Trennwand zusammenfaltet.

Die Fertigung dieser Zweikomponentenkartusche ist jedoch in konstruktiver Hinsicht äußerst aufwendig, da die flexible Trennwand sowohl dem Innendurchmesser des Gehäuses, als auch dem der Auslassöffnung angepasst sein muss. Außerdem muss die Trennwand innerhalb der Kartusche mit der Innenwandung verklebt oder auf sonstige Weise fest verbunden werden, um ein Durchmischen der Komponenten im Lagerzustand zu verhindern.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kartusche der eingangs genannten Art derart auszugestalten und weiterzubilden, dass ein problemloser Einsatz zweier Komponenten bzw. Massen bei einfacher Konstruktion möglich ist, wobei das gleichzeitige Ausbringen der Massen in einem herkömmlichen Auspressgerät möglich sein sollte.

Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Danach ist eine gattungsbildende Kartusche mit zwei pastösen Massen gekennzeichnet durch eine in oder an der Auslassöffnung angeordnete Düse mit zwei voneinander getrennten Durchgängen, wobei ein Durchgang mit einer der Düse zugeordneten Kammer kommuniziert.

In erfindungsgemäßer Weise ist erkannt worden, dass zwei Komponenten in einer Kartusche getrennt voneinander aufbewahrt werden können. Des Weiteren ist erkannt worden, dass das gleichzeitige Ausbringen der Komponenten mit einem herkömmlichen Auspressgerät mit einem Stempel dann möglich ist, wenn sich die Kammern gleichzeitig entleeren lassen. Dies ist dadurch realisiert, dass in oder an der Auslassöffnung eine Düse mit zwei voneinander getrennten Durchgängen angeordnet ist, wobei ein Durchgang mit einer der Düse zugeordneten Kammer kommuniziert.

In ganz besonders vorteilhafter Weise könnte der Durchgang, der nicht mit der der Düse zugeordneten Kammer kommuniziert, mit einer durch das Gehäuse gebildeten Kammer kommunizieren. Hierdurch kann vorteilhaft ein gängiges Kartuschengehäuse einer Einkomponentenkartusche zu einem Kartuschengehäuse für zwei Komponenten umfunktioniert werden.

Es ist auch denkbar, dass zwei Durchgänge mit den ihnen zugeordneten Kammern kommunizieren, wobei beide Kammern der Düse zugeordnet sind. Diese Ausgestaltung realisiert vorteilhaft eine Trennung beider Kammern vom Gehäuse, so dass die Düse im Verbund mit zwei ihr zugeordneten Kammern in einem Gehäuse positionierbar ist.

In ganz besonders vorteilhafter Weise könnten die der Düse zugeordneten Kammern aus leicht deformierbarem Material gefertigt sein. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Kammern gemeinsam durch Druckbeaufschlagung verformbar und die Komponenten problemlos ausbringbar sind.

Es ist denkbar, mindestens eine der Kammern als Beutel, vorzugsweise als Kunststoff- oder Plastikbeutel, auszubilden. Die Ausbildung der Kammern als Beutel ist besonders kostengünstig, da Kunststoff- oder Plastikbeutel kommerziell leicht verfügbar sind.

Mindestens eine Kammer könnte schlauchförmig ausgebildet sein. Die Ausbildung einer Kammer als vorzugsweise zylindrischer Schlauch ermöglicht eine konzentrische Anordnung einer Kammer innerhalb eines zylindrischen Gehäuses. Hierdurch kann die Druckkraft des Stempels gleichmäßig auf beide Kammern aufgebracht werden.

Vorteilhafterweise könnte mindestens eine Kammer ausschließlich an der Düse befestigt sein. Dies ermöglicht eine ganz besonders einfache Fertigung der Kartusche, da die Kammer an nur einer Stelle, nämlich an der Düse, festgelegt werden muss.

Mindestens eine Kammer könnte an oder in die Düse gesteckt sein. Diese Form der Befestigung ist dahingehend vorteilhaft, dass zwei vorgefertigte Teile, nämlich die Kammer und die Düse, in einem einfachen Arbeitsschritt miteinander verbindbar sind.

Im Sinne einer besonders kompakten Ausgestaltung könnten mindestens eine Kammer und die Düse integral ausgebildet sein. Die integrale Ausbildung ermöglicht einen besonders einfachen Herstellungsprozess sowohl der Düse als auch der Kammern und vermeidet Nahtstellen, aus denen die Komponenten austreten können.

Die Düse könnte in oder an die Auslassöffnung gesteckt sein. Dabei ist denkbar, dass die Düse von vorne in oder an die Auslassöffnung gesteckt ist. Es ist ebenso denkbar, dass die Düse am kolbenseitigen Ende des Gehäuses einführbar und in der Auslassöffnung positioniert ist.

Im Sinne einer schnell herzustellenden Verbindung der Düse mit dem Gehäuse könnte die Düse durch einen Bajonettverschluss in oder an der Auslassöffnung befestigt sein. Die Vorkehrung eines Bajonettverschlusses ist außerdem dahingehend vorteilhaft, dass die Düse fest und stabil verankert werden kann, wodurch ein fester Halt an der Auslassöffnung gewährleistet ist.

Die Düse könnte durch einen Schraubverschluss in oder an der Auslassöffnung befestigt sein. Die Verschraubung der Düse mit der Auslassöffnung ermöglicht eine reversible Befestigung der Düse an der Auslassöffnung, die zugleich einen festen Verbund der Düse mit dem Gehäuse realisiert. Vor allem beim Auspressen der Komponenten wird die Düse je nach ihrer Geometrie unterschiedlich stark mit Druckkräften beaufschlagt, so dass ein fester Verbund mit dem Gehäuse von großem Vorteil ist.

Vorteilhaft könnte die Düse durch ein selbstschneidendes Gewinde in oder an der Auslassöffnung befestigt sein. Die Vorkehrung eines selbstschneidenden Gewindes an der Düse oder an der Auslassöffnung ermöglicht eine einfachere Fertigung der Kartusche, da nur ein Teil, nämlich entweder das Gehäuse oder die Düse, mit einem Gewinde versehen werden muss.

Die Düse könnte durch eine Überwurfmutter in oder an der Auslassöffnung befestigt sein. Diese spezielle Befestigung der Düse ermöglicht, dass verschiedene Düsen, deren Dimensionen nicht exakt auf die Auslassöffnung abgestimmt sind, am Gehäuse befestigbar sind, weil die Überwurfmutter eventuelles Spiel der Düse in der Auslassöffnung durch Anpressen der Düse gegen das Gehäuse kompensiert.

In der Düse könnte ein Durchgang für die ihr zugeordnete Kammer ausgebildet sein und die Düse könnte zusammen mit der Auslassöffnung des Gehäuses mindestens einen Durchgang für die andere Kammer definieren. In vorteilhafter Weisse dient dabei die bereits bestehende Auslassöffnung als Durchgang für die Komponente, die in der durch das Gehäuse gebildeten Kammer gelagert ist, indem der andere Durchgang in der Auslassöffnung positioniert ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht vorteilhaft die Verwendung einer einzigen Auslassöffnung als Düse für eine Zweikomponentenkartusche.

Die Düse könnte an ihrem auslassseitigen Ende einen halbzylindrisch geformten Kanal für den Durchgang der ihr zugeordneten Kammer und eine halbzylindrische Ausnehmung als Durchgang für die andere Kammer aufweisen. Diese Ausgestaltung ermöglicht einen besonders passgenauen Halt der Düse in einer zylindrischen Auslassöffnung, da der halbzylindrisch geformte Kanal an der Innenwand der Auslassöffnung zur Anlage kommt. Zugleich wird durch eine halbzylindrische Ausnehmung ein Durchgang für die andere Kammer definiert. Hierbei ist selbstverständlich denkbar, dass der Kanal viertelzylindrisch, dreiviertelzylindrisch oder einen sonstigen Bruchteil eines Zylinders umfasst. Insofern ist es möglich, die Querschnittsfläche der jeweiligen Durchgänge in beliebigem Verhältnis zueinander abzustimmen.

Längs des halbzylindrischen Kanals und in der halbzylindrischen Ausnehmung könnte ein Steg zur Positionierung und Befestigung der Düse in der Auslassöffnung ausgebildet sein. Der Steg realisiert vorteilhaft eine spielfreie Anlage der Düse an der Innenwand der Auslassöffnung, da er sich vom halbzylindrischen Kanal zur Innenwand der Auslassöffnung erstreckt und die Düse in der Auslassöffnung abstützt.

Die Düse könnte an ihrem auslassseitigen Ende eine vorzugsweise trapezförmige Zunge aufweisen. Die Vorkehrung einer trapezförmigen Zunge ermöglicht, dass die zwei Komponenten beim Verlassen der Durchgänge getrennt sind und erst nach Passieren der Zunge, beispielsweise in einer der Zunge folgenden Mischvorrichtung, miteinander in Kontakt kommen. Gerade bei hochreaktiven Komponenten kann durch diese konkrete Ausgestaltung verhindert werden, dass die Komponenten zu früh miteinander reagieren und es zu unerwünschten chemischen Reaktionen kommt.

Die Querschnittsflächen der Durchgänge der Düse könnten auf die Viskositäten der Massen abgestimmt sein. Die pastösen Massen in den Kammern sind aufgrund ihrer jeweiligen Viskositäten bei vorgegebener Druckbeaufschlagung problemlos nur durch geeignet dimensionierte Querschnittsflächen ausbringbar. Die Abstimmung der Querschnittsflächen auf die Viskositäten ist dahingehend vorteilhaft, dass beim Auspressen der Massen Verklumpungen und Stauungen in den Durchgängen oder in den Kammern vermieden werden.

Die Querschnittsflächen der Durchgänge könnten variabel sein. Hierdurch ist vorteilhaft gewährleistet, dass der Anwender beim Auspressen der Massen Verklumpungen und Stauungen der Massen durch Vergrößern oder Verkleinern der Querschnittsflächen der Durchgänge entgegenwirken kann. Dies ist insbesondere vorteilhaft bei der Verwendung von Kartuschen, deren Massen bei längerer Lagerung eine Viskositätszunahme zeigen.

Die Düse könnte spritzgusstechnisch hergestellt sein. Diese Herstellungsmethode ermöglicht eine besonders kostengünstige und exakte Fertigung.

Die Düse und/oder das Gehäuse könnten aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Die Verwendung von Metall hat den Vorteil großer Druckstabilität, die Verwendung von Kunststoff gewährleistet eine hohe Resistenz gegen chemisch agressive Stoffe.

An der die Düse enthaltenden Auslassöffnung könnte eine Spritzkanüle befestigt sein. Hierdurch ist vorteilhaft gewährleistet, dass die ausgebrachten Massen besonders definiert in Strängen ausgebracht werden können. Je nach Wahl des Durchmessers der Auslasssöffnung der Spritzkanüle können so unterschiedlich dicke Stränge ausgebracht werden.

Die Spritzkanüle könnte auf die Auslassöffnung aufgeschraubt sein. Hierdurch ist vorteilhaft gewährleistet, dass die Spritzkanüle auch bei hoher Druckbeaufschlagung der Massen beim Auspressen, fest mit dem Gehäuse verbunden bleibt.

Die Düse und die Spritzkanüle könnten integral ausgebildet sein. Diese Ausgestaltung ermöglicht, dass die Düse und die Kanüle, vorzugsweise auch die der Düse zugeordnete Kammer, als Wegwerfteil ausgebildet werden, welches in ein bereits vorgefertigtes Kartuschengehäuse einführbar ist. Hierdurch wird bei der Produktion der Kartusche ein erheblicher Zeitgewinn realisiert, da die komplett einsatzfähige Kartusche lediglich durch Ineinanderstecken eines integralen Teils und eines Gehäuses herstellbar ist. Vor diesem Hintergrund ist selbstverständlich denkbar, dass eine bereits gefüllte Kammer, die mit der Düse und der Spritzkanüle als integrales Teil ausgebildet ist, in ein bereits gefülltes Kartuschengehäuse eingeschoben wird.

Die Spritzkanüle könnte eine Mischwendel, einen Statikmischer oder eine ähnliche Mischvorrichtung enthalten. Die Vorkehrung einer Mischvorrichtung innerhalb der Kanüle ist dahingehend vorteilhaft, dass die aus der Düse voneinander getrennt austretenden Massen beim Durchlaufen der Kanüle miteinander innig vermischt werden.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Kartusche anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung werden auch im allgemeinen bevorzugte Ausgetaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert.

In der Zeichnung zeigt

1 in einer schematischen Darstellung, geschnitten, ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kartusche,

2 in einer schematischen Darstellung, geschnitten, die Düse des Gegenstands aus 1 mit der ihr zugeordneten Kammer,

3 in einer schematischen Darstellung, geschnitten, ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kartusche mit Spritzkanüle,

4 in einer schematischen Darstellung einen Längsschnitt durch die Düse aus 3 und

5 in einer schematischen Darstellung, einen Schnitt der Düse aus 4 quer zu deren Längsache.

1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kartusche 1 mit zwei pastösen Massen mit einem vorzugsweise zylindrischen Gehäuse 2, einer auf der einen Seite des Gehäuses 2 ausgebildeten Auslassöffnung 3 und einem auf der anderen Seite des Gehäuses 2 in dem Gehäuse 2 angeordneten Kolben 4 zum gleichzeitigen Auspressen der Massen. Innerhalb des Gehäuses 2 sind zwei voneinander getrennte Kammern 5, 6 für die Massen vorgesehen.

In der Auslassöffnung 3 ist eine Düse 7 angeordnet, die zwei voneinander getrennte Durchgänge 8, 9 aufweist. Der Durchgang 8 kommuniziert mit der der Düse 7 zugeordneten Kammer 5. Der Durchgang 9 kommuniziert mit der durch das Gehäuse 2 gebildeten Kammer 6.

2 zeigt die Düse 7 aus 1 mit der ihr zugeordneten Kammer 5. Die der Düse 7 zugeordnete Kammer 5 ist als schlauchförmiger Beutel 10 ausgebildet. Der Beutel 10 ist aus leicht deformierbarem Material gefertigt. Der Beutel 10 ist ausschließlich an der Düse 7 befestigt. Der Beutel 10 und die Düse 7 sind aneinandergesteckt.

3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Kartusche 1 bei der die Düse 7 gemäß 4 und 5 in die Auslassöffnung 3 gesteckt ist. In der Düse 7 ist ein Durchgang 8 für die ihr zugeordnete Kammer 5 ausgebildet. Die Düse 7 definiert zusammen mit der Auslassöffnung 3 den Durchgang 9 für die Kammer 6. Die Düse 7 weist an ihrem auslassseitigen Ende einen halbzylindrisch geformten Kanal 11 für den Durchgang 8 der ihr zugeordneten Kammer 5 und eine halbzylindrische Ausnehmung 12 als Durchgang 9 für die Kammer 6 auf. Längs des halbzylindrischen Kanals 11 ist ein Steg 13 zur Positionierung und Befestigung der Düse 7 in der Auslassöffnung 3 ausgebildet.

4 zeigt in einem Längsschnitt der Düse 7 eine trapezförmige Zunge 14. Die trapezförmige Zunge bewirkt, dass die Massen beim Verlassen der Durchgänge 8, 9 voneinander beabstandet bleiben, bis sie in die Spritzkanüle 15 aus 3 eintreten. Die Spritzkanüle 15 ist auf die Auslassöffnung 3 des Gehäuses 2 aufgeschraubt. Die Spritzkanüle 15 enthält eine Mischvorrichtung 16 zum Vermischen der Massen.

Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die voranstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.


Anspruch[de]
  1. Kartusche (1) mit zwei pastösen Massen, mit einem vorzugsweise zylindrischen Gehäuse (2), einer auf der einen Seite des Gehäuses (2) ausgebildeten Auslassöffnung (3) und einem auf der anderen Seite des Gehäuses (2) in dem Gehäuse (2) angeordneten Kolben (4) zum gleichzeitigen Auspressen der Massen, wobei innerhalb des Gehäuses (2) zwei voneinander getrennte Kammern (5, 6) für die Massen vorgesehen sind und die Massen gleichzeitig durch die Auslassöffnung (3) in vorgebbarem Verhältnis zueinander ausbringbar sind, gekennzeichnet durch eine in oder an der Auslassöffnung (3) angeordnete Düse (7) mit zwei voneinander getrennten Durchgängen (5, 9), wobei ein Durchgang (8) mit einer der Düse (7) zugeordneten Kammer (5) kommuniziert.
  2. Kartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Durchgang (9) mit einer durch das Gehäuse (2) gebildeten Kammer (6) kommuniziert.
  3. Kartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Durchgang (9) mit einer der Düse (7) zugeordneten Kammer (6) kommuniziert.
  4. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kammern (5) oder (6) aus leicht deformierbarem Material gefertigt ist.
  5. Kartusche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kammern (5) oder (6) als Beutel (10), vorzugsweise als Plastik- oder Kunststoffbeutel, ausgebildet ist.
  6. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kammern (5) oder (6) schlauchförmig ist.
  7. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kammern (5) oder (6) ausschließlich an der Düse (7) befestigt ist.
  8. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kammern (5) oder (6) an oder in die Düse (7) gesteckt ist.
  9. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kammern (5) oder (6) und die Düse (7) integral ausgebildet sind.
  10. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) in oder an die Auslassöffnung (3) gesteckt ist.
  11. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) durch einen Bajonettverschluss in oder an der Auslassöffnung (3) befestigt ist.
  12. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) durch einen Schraubverschluss in oder an der Auslassöffnung (3) befestigt ist.
  13. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) durch ein selbstschneidendes Gewinde in oder an der Auslassöffnung (3) befestigt ist.
  14. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) durch eine Überwurfmutter in oder an der Auslassöffnung (3) befestigt ist.
  15. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der Düse (7) ein Durchgang (8) für die ihr zugeordnete Kammer (5) aus gebildet ist und dass die Düse (7) zusammen mit der Auslassöffnung (3) mindestens einen Durchgang {9) für die andere Kammer (6) definiert.
  16. Kartusche nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) an ihrem auslassseitigen Ende einen halbzylindrisch geformten Kanal (11) für den Durchgang (8) der Kammer (5) und eine halbzylindrische Ausnehmung (12) als Durchgang (9) für die andere Kammer (6) aufweist.
  17. Kartusche nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass längs des halbzylindrischen Kanals (11) ein Steg (13) zur Positionierung und Befestigung der Düse (7) in der Auslassöffnung (3) ausgebildet ist.
  18. Kartusche nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) an ihrem auslassseitigen Ende eine vorzugsweise trapezförmige Zunge (14) aufweist.
  19. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsflächen der Durchgänge (8, 9) der Düse (7) auf die Viskositäten der Massen abgestimmt sind.
  20. Kartusche nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsflächen der Durchgänge (8, 9) variabel sind.
  21. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) oder das Gehäuse (2) spritzgusstechnisch hergestellt sind.
  22. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) aus Metall gefertigt ist.
  23. Kartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (7) aus Kunststoff gefertigt ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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