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Dokumentenidentifikation DE10238389A1 04.03.2004
Titel Vergrößernde optische Einrichtung
Anmelder A. Schweizer GmbH Optische Fabrik, 91301 Forchheim, DE
Vertreter Dr. Hafner & Stippl, 90491 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 16.08.2002
DE-Aktenzeichen 10238389
Offenlegungstag 04.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.03.2004
IPC-Hauptklasse G02B 25/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine vergrößernde optische Einrichtung (1), nämlich optische Sehhilfe zur Betrachtung von Schriftstücken, bestehend aus einem Lupenkörper (2) sowie einer damit verbundenen Beleuchtungseinrichtung (3), die eine Leuchtquelle aufweist, deren Strahlung einen gegenüber dem übrigen Beobachtungsfeld streifenartig erhellten, das Beobachtungsfeld etwa mittig durchsetzenden Bereich bildet, wobei die Leuchtquelle in Form von mindestens zwei LEDs (7) ausgebildet ist, die angrenzend an die dem betrachteten Objekt zugewandte Unterseite (4) des Lupenkörpers (2) sich diagonal gegenüberliegend angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung/Neuerung betrifft eine vergrößernde optische Einrichtung, nämlich eine optische Sehhilfe zur Betrachtung von Schriftstücken. Eine bekannte optische Einrichtung z.B. in Form einer Handlupe besteht aus einem Lupenkörper sowie einer damit verbundenen Beleuchtungseinrichtung, die eine Mehrzahl von Leuchtquellen aufweisen kann. Darüber hinaus ist aus EP 1 045 362 eine sogenannte Visolett-Lupe bekannt, die auf Ihrer dem zu betrachtenden Objekt zugewandten Flachseite einen Bereich des Schriftstückes zeilenartig hervorhebende Elemente aufweist, die so gestaltet sind, daß beidseitig von dem zeilenartigen Bereich das Beobachtungsfeld abdunkelnde Beschichtungen vorgesehen sind. Dem fehlsichtigen Benutzer einer solchen Visolett-Lupe wird damit die Konzentration auf einen zeilenmäßig zu erfassenden Bereich erleichtert, ohne daß der darüber und darunter liegende Bereich des Beobachtungsfeldes völlig abgedunkelt wird.

Aus DE G 92 17 484 ist außerdem ein Lesegerät bekannt, das eine optische Leselinse zur Vergrößerung des Lesegutes und eine Markierung zur Hervorhebung einer Zeile des Lesegutes umfaßt, wobei die Markierung ein auf das Lesegut projizierter Leuchtbalken ist. Die Erzeugung des Leuchtbalkens geschieht durch herkömmliche Glühlampen, wozu lichtleitende Vorsätze vor den Glühlampen erforderlich sind, um den auf das Lesegut projizierten Leuchtbalken zu erzeugen.

Davon ausgehend liegt der Erfindung/Neuerung die Aufgabe zugrunde, eine vergrößernde optische Einrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1 derart auszubilden, daß der Leuchtbalken durch kompaktere und unempfindlichere Elemente erzeugt werden kann und auf komplizierte lichtleitende Elemente verzichtet werden kann. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst, vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Als Kern der Erfindung wird es angesehen, sich gegenüberliegende Leuchtquellen in Form von LEDs angrenzend an die dem betrachteten Objekt zugewandte Seite des Lupenkörpers sich diagonal gegenüberliegend anzuordnen und die Anordnung so zu treffen, daß die Strahlung der LEDs den gegenüber dem übrigen Beobachtungsfeld streifenartig erhellten, das Sehfeld etwa mittig durchsetzenden Bereich bildet. Damit nutzt die Erfindung erstmals die Erkenntnis, daß man mit zwei sich gegenüberliegenden LEDs besonderer Anordnung durch Streiflicht einen zeilenartig erhellten, das Sehfeld etwa mittig durchsetzenden Bereich bilden kann, der gegenüber den darüber und darunter liegenden Bereichen optisch hervorgehoben ist und damit dem fehlsichtigen Betrachter des Objektes die Konzentration auf eben diesen streifenartig erhellten Bereich erleichtert. Von besonderem Vorteil ist dabei, daß die Vorrichtung auch bei schlechter Raumausleuchtung benutzt werden kann, da durch die Erfindung der streifenartig erhellte Bereich durch ein in die vergrößernde optische Einrichtung integriertes Leuchtelement ohnehin erhellt ist.

Besonders vorteilhaft läßt sich die Erfindung an einer Hellfeld-Lupe üblicher Form und Ausbildung einsetzen, insbesondere dann, wenn die Unterseite der Hellfeld-Lupe flach oder geringfügig konkav gewölbt ausgebildet ist und die sich gegenüberliegenden LEDs unmittelbar an die Unterseite angrenzen sowie die Strahlung der LEDs streiflichtartig auf die Oberfläche des betrachteten Objektes fällt.

Vorteilhafterweise ist im Bereich der Unterseite der Hellfeld-Lupe ein nach unten überstehender Rand angeordnet, in dem die LEDs nach innen weisend angeordnet sind. Der Einfallswinkel zwischen der Oberfläche des betrachteten Objektes und der Hauptstrahlrichtung der LEDs ist dabei sehr klein, vorzugsweise unter 10°. Eine besonders klare streifenartige Ausbildung des erhellten Bereiches wird dann erzielt, wenn die Leuchtkörper der beiden LEDs aufeinander zuweisen, wobei auf jeder Seite auch zwei oder drei unmittelbar nebeneinander liegende LEDs vorgesehen werden können, die aufeinander zustrahlen. Wenn die Leuchtkörper der LEDs mit linsenartigen Vorsätzen versehen werden, ist es möglich, nahezu das gesamte Leuchtvermögen der LEDs auf den zu erhellenden streifenartigen Bereich zu fokussieren.

Um die Vorrichtung an die individuellen Bedürfnisse und insbesondere an unterschiedliche Umgebungslichtverhältnisse anzupassen, ist es vorteilhaft, wenn die Leuchtkraft der LEDs durch ein manuell bedienbares Element verstellbar ist. Mit besonderem Vorteil kann die Farbe der LEDs variierbar sein. So ist es möglich, daß der fehlsichtige Betrachter eine für ihn angenehme Farbe individuell einstellen kann. Zweckmäßigerweise kann die Farbe der jeweiligen LED stufenlos durchstimmbar sein. Dazu können Farbwahlschalter zur Farbeinstellung der LEDs vorgesehen sein.

Über ein im Außenbereich des Randes angeordnetes Schaltelement können die LEDs ein- und ausgeschaltet werden, es ist aber auch möglich, zur Einschaltung der LEDs einen Berührungssensor oder einen Bewegungssensor vorzusehen und den Leuchtbetrieb der LEDs mittels einer elektronischen Verzögerungsschaltung über einen gewissen gegebenenfalls voreinstellbaren Zeitraum aufrechtzuerhalten. In einer alternativen Ausführungsvariante kann zur Einschaltung der LEDs auch ein optischer Sensor, z. B. ein Infrarot-Sensor, vorgesehen sein. Die LEDs können auch mittels eines induktiven Sensors eingeschaltet werden.

Werden mehrere von nebeneinander liegenden LEDs auf beiden Seiten des Lupenkörpers vorgesehen und sind diese gruppenweise einschaltbar, dann kann die Breite des streifenartig ausgeleuchteten Bereiches variiert werden.

Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungsfiguren näher erläutert. Diese zeigen:

1 eine vergrößernde optische Einrichtung in Form einer Hellfeld-Lupe mit je drei LEDs, die sich diagonal gegenüberliegen, um einen gegenüber dem übrigen Beobachtungsfeld streifenartig erhellten, das Beobachtungsfeld etwa mittig durchsetzenden Bereich zu bilden,

2 eine Seitenansicht der Einrichtung gemäß 1,

3 eine perspektivische Ansicht einer Hellfeld-Lupe, bei der zwei sich gegenüberliegende LEDs vorgesehen sind.

Die in den Zeichnungsfiguren dargestellte vergrößernde optische Einrichtung 1 in Form einer optischen Sehhilfe zur Betrachtung von Schriftstücken besteht aus einem Lupenkörper 2, dessen Oberseite 3 kuppelartig gewölbt ist und dessen Unterseite 4 mit geringem Abstand über der Ebene 5 des zu betrachtenden Gegenstandes angeordnet ist.

Mit dem Lupenkörper ist eine Beleuchtungseinrichtung 6 verbunden, die eine Mehrzahl von LEDs 7 umfaßt, die an der Unterseite 4 des Lupenkörpers 2 sich diagonal gegenüberliegend angeordnet sind und deren Strahlung einen gegenüber dem übrigen Beobachtungsfeld 8 streifenartig erhellten, das Beobachtungsfeld 8 etwa mittig durchsetzenden Bereich 9 bildet.

Die Einrichtung ist als Hellfeld-Lupe ausgebildet, an ihre flache oder geringfügig konkav gewölbte Unterseite 4 grenzen die sich gegenüberliegenden LEDs 7 an, wodurch die Strahlung der LEDs 7 streiflichtartig auf die Oberfläche des zu betrachtenden Objektes fällt.

Im Bereich der Unterseite 4 der Hellfeld-Lupe ist ein nach unten überstehender Rand 10 angeordnet, die LEDs 7 sind innerhalb des Randes 10 nach innen weisend befestigt. Der Winkel zwischen der Oberfläche des zu betrachtenden Objektes und der Hauptstrahlrichtung 11 ist spitzwinklig, insbesondere kleiner als 10°. Die Leuchtkörper 12 der LEDs 7 weisen radial aufeinander zu, und sind mit linsenartigen Vorsätzen 13 versehen.

Die Leuchtkraft der LEDs 7 ist durch ein manuell bedienbares Element verstellbar, das im Außenbereich 14 des Randes 10 in Form eines Schaltelementes 15 ausgebildet ist. Außerdem ist die Farbe der LEDs 7 varüerbar. Die Farbe der jeweiligen LED 7 ist dabei stufenlos durchstimmbar, so daß der Benutzer eine für ihn angenehme Farbe einstellen kann. Dafür sind Farbwahlschalter vorgesehen, die jedoch in den Zeichnungsfiguren nicht näher dargestellt sind. Es ist möglich, zur Einschaltung der LEDs 7 als Schaltelement 15 einen Berührungssensor oder einen Bewegungssensor zu verwenden. Im Falle eines Bewegungssensors wird eine Einschaltung der LEDs 7 über einen gewissen Zeitraum immer dann bewirkt, wenn die Einrichtung zur Benutzung beispielsweise in die Hand genommen oder bewegt wird.

Zur Einschaltung der LEDs kann auch ein optischer Sensor, z. B. ein Infrarot-Sensor, vorgesehen sein. Es ist auch möglich, daß die Einschaltung der LEDs mittels eines induktiven Sensors erfolgt.

In den Rand 10 ist außerdem eine die Beleuchtungseinrichtung 6 versorgende Spannungsquelle 16 in Form von zwei Knopfzellen integriert.

In 1 wird deutlich, daß sich beidseitig innerhalb des Randes 10 eine Mehrzahl von unmittelbar nebeneinanderliegenden LEDs 7 gruppenweise gegenüberliegen. Die nebeneinanderliegenden LEDs können zur Variation der Breite des streifenartig ausgeleuchteten Bereiches 9 eingeschaltet werden, beispielsweise nur die LEDs 7a und/oder die LEDs 7b oder zusätzlich die LEDs 7c. Es ist auch möglich, die LED 7b auf einer Seite mit der LED 7c der anderen Seite einzuschalten. Jedenfalls bilden die Strahlungen der sich gegenüberliegenden LEDs eine bezüglich ihrer Breite variierbare Hellfeldlesezeile.


Anspruch[de]
  1. Vergrößernde optische Einrichtung (1), nämlich optische Sehhilfe zur Betrachtung von Schriftstücken, bestehend aus einem Lupenkörper (2) sowie einer damit verbundenen Beleuchtungseinrichtung (3), die eine Leuchtquelle aufweist, deren Strahlung einen gegenüber dem übrigen Beobachtungsfeld streifenartig erhellten, das Beobachtungsfeld etwa mittig durchsetzenden Bereich bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtquelle in Form von mindestens zwei LEDs (7) ausgebildet ist, die angrenzend an die dem betrachteten Objekt zugewandten Unterseite (4) des Lupenkörpers (2) sich diagonal gegenüberliegend angeordnet sind.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß sie als Hellfeld-Lupe ausgebildet ist.
  3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (4) der Hellfeld-Lupe flach oder geringfügig konkav gewölbt ausgebildet ist und die sich gegenüberliegenden LEDs (7) unmittelbar an die Unterseite (4) angrenzen sowie die Strahlung der LEDs (7) streiflichtartig auf die Oberfläche des betrachteten Objektes fällt.
  4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Unterseite (4) der Hellfeld-Lupe ein nach unten überstehender Rand (10) angeordnet ist und die LEDs (7) nach innen weisend innerhalb des Randes (10) angeordnet sind.
  5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß, der Winkel zwischen der Oberfläche des betrachteten Objektes und der Hauptstrahlrichtung der LEDs (7) < 10° ist.
  6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtkörper (12) der LEDs (7) aufeinander zuweisen.
  7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtkörper (12) der LEDs (7) mit linsenartigen Vorsätzen (13) versehen sind.
  8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß, die Leuchtkraft der LEDs (7) durch ein manuell bedienbares Element verstellbar ist.
  9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe der LEDs (7) variierbar ist.
  10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe der jeweiligen LED (7) stufenlos durchstimmbar ist.
  11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß Farbwahlschalter zur Farbeinstellung der LEDs (7) vorgesehen sind.
  12. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Außenbereich (14) des Randes (10) ein Schaltelement (15) zur manuellen Ein- und Ausschaltung der LEDs (7) angeordnet ist.
  13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einschaltung der LEDs (7) ein Berührungssensor angeordnet ist.
  14. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einschaltung der LEDs (7) ein Bewegungssensor vorgesehen ist.
  15. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einschaltung der LEDs (7) ein optischer Sensor vorgesehen ist.
  16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß als optischer Sensor ein Infrarot-Sensor vorgesehen ist.
  17. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einschaltung der LEDs (7) ein induktiver Sensor vorgesehen ist.
  18. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Bewegungssensor oder dem Berührungssensor oder dem optischen oder induktiven Sensor zusammenwirkende Elektronikschaltung mit einer Verzögerungsschaltung versehen ist, die nach initiierter Einschaltung der LEDs (7) diese über einen gewissen Zeitraum eingeschaltet hält.
  19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitraum einstellbar ist.
  20. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Rand (10) eine die Beleuchtungseinrichtung (6) versorgende Spannungsquelle (16) integriert ist.
  21. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich jeweils eine Mehrzahl von nebeneinanderliegenden LEDs (7a, 7b, 7c) gruppenweise gegenüberliegen.
  22. Einrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die nebeneinanderliegenden LEDs (7a7c) gruppenweise zur Variation der Breite des streifenartig ausgeleuchteten Bereiches (9) einschaltbar sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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