Die Erfindung/Neuerung betrifft eine vergrößernde optische Einrichtung,
nämlich eine optische Sehhilfe zur Betrachtung von Schriftstücken. Eine bekannte
optische Einrichtung z.B. in Form einer Handlupe besteht aus einem Lupenkörper sowie
einer damit verbundenen Beleuchtungseinrichtung, die eine Mehrzahl von Leuchtquellen
aufweisen kann. Darüber hinaus ist aus EP 1 045 362
eine sogenannte Visolett-Lupe bekannt, die auf Ihrer dem zu betrachtenden Objekt
zugewandten Flachseite einen Bereich des Schriftstückes zeilenartig hervorhebende
Elemente aufweist, die so gestaltet sind, daß beidseitig von dem zeilenartigen Bereich
das Beobachtungsfeld abdunkelnde Beschichtungen vorgesehen sind. Dem fehlsichtigen
Benutzer einer solchen Visolett-Lupe wird damit die Konzentration auf einen zeilenmäßig
zu erfassenden Bereich erleichtert, ohne daß der darüber und darunter liegende Bereich
des Beobachtungsfeldes völlig abgedunkelt wird.
Aus DE G 92 17 484
ist außerdem ein Lesegerät bekannt, das eine optische Leselinse zur Vergrößerung
des Lesegutes und eine Markierung zur Hervorhebung einer Zeile des Lesegutes umfaßt,
wobei die Markierung ein auf das Lesegut projizierter Leuchtbalken ist. Die Erzeugung
des Leuchtbalkens geschieht durch herkömmliche Glühlampen, wozu lichtleitende Vorsätze
vor den Glühlampen erforderlich sind, um den auf das Lesegut projizierten Leuchtbalken
zu erzeugen.
Davon ausgehend liegt der Erfindung/Neuerung die Aufgabe zugrunde,
eine vergrößernde optische Einrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches
1 derart auszubilden, daß der Leuchtbalken durch kompaktere und unempfindlichere
Elemente erzeugt werden kann und auf komplizierte lichtleitende Elemente verzichtet
werden kann. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst, vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Als Kern der Erfindung wird es angesehen, sich gegenüberliegende Leuchtquellen
in Form von LEDs angrenzend an die dem betrachteten Objekt zugewandte Seite des
Lupenkörpers sich diagonal gegenüberliegend anzuordnen und die Anordnung so zu treffen,
daß die Strahlung der LEDs den gegenüber dem übrigen Beobachtungsfeld streifenartig
erhellten, das Sehfeld etwa mittig durchsetzenden Bereich bildet. Damit nutzt die
Erfindung erstmals die Erkenntnis, daß man mit zwei sich gegenüberliegenden LEDs
besonderer Anordnung durch Streiflicht einen zeilenartig erhellten, das Sehfeld
etwa mittig durchsetzenden Bereich bilden kann, der gegenüber den darüber und darunter
liegenden Bereichen optisch hervorgehoben ist und damit dem fehlsichtigen Betrachter
des Objektes die Konzentration auf eben diesen streifenartig erhellten Bereich erleichtert.
Von besonderem Vorteil ist dabei, daß die Vorrichtung auch bei schlechter Raumausleuchtung
benutzt werden kann, da durch die Erfindung der streifenartig erhellte Bereich durch
ein in die vergrößernde optische Einrichtung integriertes Leuchtelement ohnehin
erhellt ist.
Besonders vorteilhaft läßt sich die Erfindung an einer Hellfeld-Lupe
üblicher Form und Ausbildung einsetzen, insbesondere dann, wenn die Unterseite der
Hellfeld-Lupe flach oder geringfügig konkav gewölbt ausgebildet ist und die sich
gegenüberliegenden LEDs unmittelbar an die Unterseite angrenzen sowie die Strahlung
der LEDs streiflichtartig auf die Oberfläche des betrachteten Objektes fällt.
Vorteilhafterweise ist im Bereich der Unterseite der Hellfeld-Lupe
ein nach unten überstehender Rand angeordnet, in dem die LEDs nach innen weisend
angeordnet sind. Der Einfallswinkel zwischen der Oberfläche des betrachteten Objektes
und der Hauptstrahlrichtung der LEDs ist dabei sehr klein, vorzugsweise unter 10°.
Eine besonders klare streifenartige Ausbildung des erhellten Bereiches wird dann
erzielt, wenn die Leuchtkörper der beiden LEDs aufeinander zuweisen, wobei auf jeder
Seite auch zwei oder drei unmittelbar nebeneinander liegende LEDs vorgesehen werden
können, die aufeinander zustrahlen. Wenn die Leuchtkörper der LEDs mit linsenartigen
Vorsätzen versehen werden, ist es möglich, nahezu das gesamte Leuchtvermögen der
LEDs auf den zu erhellenden streifenartigen Bereich zu fokussieren.
Um die Vorrichtung an die individuellen Bedürfnisse und insbesondere
an unterschiedliche Umgebungslichtverhältnisse anzupassen, ist es vorteilhaft, wenn
die Leuchtkraft der LEDs durch ein manuell bedienbares Element verstellbar ist.
Mit besonderem Vorteil kann die Farbe der LEDs variierbar sein. So ist es möglich,
daß der fehlsichtige Betrachter eine für ihn angenehme Farbe individuell einstellen
kann. Zweckmäßigerweise kann die Farbe der jeweiligen LED stufenlos durchstimmbar
sein. Dazu können Farbwahlschalter zur Farbeinstellung der LEDs vorgesehen sein.
Über ein im Außenbereich des Randes angeordnetes Schaltelement können
die LEDs ein- und ausgeschaltet werden, es ist aber auch möglich, zur Einschaltung
der LEDs einen Berührungssensor oder einen Bewegungssensor vorzusehen und den Leuchtbetrieb
der LEDs mittels einer elektronischen Verzögerungsschaltung über einen gewissen
gegebenenfalls voreinstellbaren Zeitraum aufrechtzuerhalten. In einer alternativen
Ausführungsvariante kann zur Einschaltung der LEDs auch ein optischer Sensor, z.
B. ein Infrarot-Sensor, vorgesehen sein. Die LEDs können auch mittels eines induktiven
Sensors eingeschaltet werden.
Werden mehrere von nebeneinander liegenden LEDs auf beiden Seiten
des Lupenkörpers vorgesehen und sind diese gruppenweise einschaltbar, dann kann
die Breite des streifenartig ausgeleuchteten Bereiches variiert werden.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen
in den Zeichnungsfiguren näher erläutert. Diese zeigen:
1 eine vergrößernde optische Einrichtung
in Form einer Hellfeld-Lupe mit je drei LEDs, die sich diagonal gegenüberliegen,
um einen gegenüber dem übrigen Beobachtungsfeld streifenartig erhellten, das Beobachtungsfeld
etwa mittig durchsetzenden Bereich zu bilden,
2 eine Seitenansicht der Einrichtung
gemäß 1,
3 eine perspektivische Ansicht einer
Hellfeld-Lupe, bei der zwei sich gegenüberliegende LEDs vorgesehen sind.
Die in den Zeichnungsfiguren dargestellte vergrößernde optische Einrichtung
1 in Form einer optischen Sehhilfe zur Betrachtung von Schriftstücken besteht
aus einem Lupenkörper 2, dessen Oberseite 3 kuppelartig gewölbt
ist und dessen Unterseite 4 mit geringem Abstand über der Ebene
5 des zu betrachtenden Gegenstandes angeordnet ist.
Mit dem Lupenkörper ist eine Beleuchtungseinrichtung 6 verbunden,
die eine Mehrzahl von LEDs 7 umfaßt, die an der Unterseite 4 des
Lupenkörpers 2 sich diagonal gegenüberliegend angeordnet sind und deren
Strahlung einen gegenüber dem übrigen Beobachtungsfeld 8 streifenartig
erhellten, das Beobachtungsfeld 8 etwa mittig durchsetzenden Bereich
9 bildet.
Die Einrichtung ist als Hellfeld-Lupe ausgebildet, an ihre flache
oder geringfügig konkav gewölbte Unterseite 4 grenzen die sich gegenüberliegenden
LEDs 7 an, wodurch die Strahlung der LEDs 7 streiflichtartig auf
die Oberfläche des zu betrachtenden Objektes fällt.
Im Bereich der Unterseite 4 der Hellfeld-Lupe ist ein nach
unten überstehender Rand 10 angeordnet, die LEDs 7 sind innerhalb
des Randes 10 nach innen weisend befestigt. Der Winkel zwischen der Oberfläche
des zu betrachtenden Objektes und der Hauptstrahlrichtung 11 ist spitzwinklig,
insbesondere kleiner als 10°. Die Leuchtkörper 12 der LEDs
7 weisen radial aufeinander zu, und sind mit linsenartigen Vorsätzen
13 versehen.
Die Leuchtkraft der LEDs 7 ist durch ein manuell bedienbares
Element verstellbar, das im Außenbereich 14 des Randes 10 in Form
eines Schaltelementes 15 ausgebildet ist. Außerdem ist die Farbe der LEDs
7 varüerbar. Die Farbe der jeweiligen LED 7 ist dabei stufenlos
durchstimmbar, so daß der Benutzer eine für ihn angenehme Farbe einstellen kann.
Dafür sind Farbwahlschalter vorgesehen, die jedoch in den Zeichnungsfiguren nicht
näher dargestellt sind. Es ist möglich, zur Einschaltung der LEDs 7 als
Schaltelement 15 einen Berührungssensor oder einen Bewegungssensor zu verwenden.
Im Falle eines Bewegungssensors wird eine Einschaltung der LEDs 7 über
einen gewissen Zeitraum immer dann bewirkt, wenn die Einrichtung zur Benutzung beispielsweise
in die Hand genommen oder bewegt wird.
Zur Einschaltung der LEDs kann auch ein optischer Sensor, z. B. ein
Infrarot-Sensor, vorgesehen sein. Es ist auch möglich, daß die Einschaltung der
LEDs mittels eines induktiven Sensors erfolgt.
In den Rand 10 ist außerdem eine die Beleuchtungseinrichtung
6 versorgende Spannungsquelle 16 in Form von zwei Knopfzellen
integriert.
In 1 wird deutlich, daß sich beidseitig
innerhalb des Randes 10 eine Mehrzahl von unmittelbar nebeneinanderliegenden
LEDs 7 gruppenweise gegenüberliegen. Die nebeneinanderliegenden LEDs können
zur Variation der Breite des streifenartig ausgeleuchteten Bereiches 9
eingeschaltet werden, beispielsweise nur die LEDs 7a und/oder die LEDs
7b oder zusätzlich die LEDs 7c. Es ist auch möglich, die LED
7b auf einer Seite mit der LED 7c der anderen Seite einzuschalten.
Jedenfalls bilden die Strahlungen der sich gegenüberliegenden LEDs eine bezüglich
ihrer Breite variierbare Hellfeldlesezeile.