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Dokumentenidentifikation DE10238810A1 04.03.2004
Titel Sensorsystem für Einklemmschutz elektrisch betätigbarer Kfz-Komponenten
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Pruessel, Holger, 77830 Bühlertal, DE;
Fischer, Thomas, 76532 Baden-Baden, DE
Vertreter Patentanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, Isenbruck, 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 23.08.2002
DE-Aktenzeichen 10238810
Offenlegungstag 04.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.03.2004
IPC-Hauptklasse H02P 5/00
IPC-Nebenklasse G01D 5/26   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erfassung der Motordrehzahl eines elektrischen Stellantriebes für eine Komponente in einem Kraftfahrzeug, wie z. B. einen Fensterheber oder ein Hub-/Schiebedach. Auf der Motorachse (1) des elektrischen Stellantriebes ist ein Kennungen enthaltendes Kodierelement (8, 31, 36) angeordnet. Das Kodierelement (8, 31, 36) wird durch ein auf einer Leiterplatte (3) angeordnetes Lichtsensorsystem (5, 6, 7) auf Kennungen (9, 10, 18, 18.1, 18.2) der Scheibenfläche (15) des Kodierelementes (8, 31, 36) abgetastet.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

In der Automobilindustrie müssen Fensterheber-/Schiebedächer, die elektrisch betätigbar sind, mit Einklemmschutz-Funktionen versehen werden. Dadurch sollen Verletzungen der Fahrzeuginsassen an Hals, Kopf, Unterarmen oder Fingern vorgebeugt werden. Bei heute in Großserie gefertigten Einklemmschutzsystemen, die die Einklemmkraft indirekt messen, wird als Messsignal die Motordrehzahl bzw. die Stromaufnahme des elektrischen Verstellantriebes benutzt.

Stand der Technik

Bei heute in Großserie gefertigten Einklemmschutzsystemen wird die Motordrehzahl des elektrischen Verstellmotores erfasst. Dazu dient eine Magnet-/Hallsensor-Anordnung, die im Bereich der Achse des elektrischen Verstellantriebes angebracht wird. Der Einsatz einer Magnet-/Hallsensoranordnung stellt derzeit die effektivste und wirtschaftlichste Ausführungsform eines Einklemmschutzes an einer elektrisch betätigten Fensterscheibe bzw. an einem elektrisch betätigten Hub-/Schiebedach im Automobilbereich dar.

US 4,215,301 offenbart eine digital arbeitende Positionierungsschaltung. Gemäß der in US 4,215,301 offenbarten Lösung wird eine auf ein zu bewegendes Bauteil auszuübende Kraft auf einen Minimalwert gesetzt. Dieser Minimalwert wird durch Multiplikation eines Abweichwertes mit einem Linearfaktor bestimmt. Der Abweichungsfaktor stellt die Unterschiede zwischen der gewünschten Endposition und der tatsächlichen Endposition des mittels eines elektrischen Verstellantriebes zu bewegenden Bauteiles dar. Bei Betätigung des zu bewegenden Bauteiles mit der Minimalkraft kommt dieses zum Halt, wenn die auf das zu bewegende Bauteil einwirkende Reibungskraft gleich der Minimalkraft ist. Um die Kraft, die auf das zu bewegende Bauteil wirkt, zu erhöhen, wird der Faktor, der mit dem Abweichungsfaktor zu multiplizieren ist, erhöht, solange, bis das zu bewegende Bauteil in die gewünschte Position gefahren ist. Danach erfolgt ein stufenweises Zurücksetzen des Multiplikationsfaktors, bis dieser wieder seinen minimalen Wert annimmt.

Bei bisher eingesetzten Einklemmschutzsystemen, bei denen auf der Motorachse des Stellantriebes angeordnete Magnete zum Einsatz gekommen sind, mit denen eine Drehzahlerfassung erfolgt, ergeben sich bei höheren Polteilungen zwar höhere Auflösungen, dafür jedoch prozentual größere Messwertfehler, die hinsichtlich neuer geforderter Richtlinien auf dem Gebiet der Schliesskraftbegrenzung nicht mehr zulässig sind.

Darstellung der Erfindung

Mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung wird zur Erfassung der Motordrehzahl des elektrischen Stellantriebes auf dessen Motorachse eine Kodierscheibe befestigt. Die Kodierscheibe wird von einer Lichtquelle mit zugehörigen Lichtsensoren, die auf einer Leiterplatte der Steuerelektronik des Fensterhebers/Schiebedachsystemes angeordnet sind, hinsichtlich auf der Kodierscheibe aufgebrachter Kennungen abgetastet.

Bei der Abtastung der auf der Motorachse befestigten Kodierscheibe kann sowohl das Durchlichtverfahren als auch das Reflexionsverfahren eingesetzt werden. Beim Durchlichtverfahren wird das Licht durch Kodierungsaussparungen auf der Kodierscheibe geführt und auf der anderen Seite der Kodierscheibe von zwei dort angeordneten Lichtsensoren aufgefangen. Gemäß des Reflexionsverfahrens wird das ausgesandte Licht auf der Kodierscheibe reflektiert und von zwei Lichtsensoren aufgefangen, die auf der Seite der Kodierscheibe angeordnet sind, auf der sich auch die Lichtquelle befindet.

Die die Steuerelektronik und das Lichtsensorsystem aufnehmende Leiterplatte kann sowohl senkrecht (hochkant) wie auch sich parallel zur Motorachse des Stellantriebes erstreckend, angeordnet werden.

Die Kodierscheibe kann als 2-Loch- oder als 1-Loch-Kodierscheibe ausgestaltet sein. Bei einer 2-Loch-Kodierscheibe lassen sich beispielsweise die beiden Lichtsensorelemente radial zur Scheibenfläche anordnen. Es ergibt sich ein radialer Versatz der beiden Lichtsensorelemente in bezug auf die Scheibenfläche der Kodierscheibe. Bei einer 1-Loch-Kodierscheibe können die beiden Lichtsensorelemente in tangentialer Richtung versetzt zueinander in bezug auf die Scheibenfläche der Kodierscheibe angeordnet werden. Daneben können die beiden Lichtsensorelemente sowohl in radialer Richtung als auch in tangentialer Richtung versetzt relativ zur Scheibenfläche der Kodierscheibe angeordnet werden.

Die Lichtsensorelemente können – beim Einsatz im Zusammenhang mit den Reflexionsverfahren – in einem Gehäuse integriert sein. Es lässt sich eine kompakte, senkrecht stehende Ausführung der Lichtsensoren erreichen, wobei zwischen den beiden in vertikaler Richtung übereinander liegend angeordneten Lichtsensorelementen die Lichtquelle angeordnet werden kann. Diese Anordnung kann auch als eine waagerechte Anordnung ausgebildet sein, bei der zwischen die beiden nebeneinander liegend angeordneten Lichtsensorelemente die Lichtquelle angeordnet wird. Die waagerechte Ausbildung von Lichtsensor und Lichtquelle, die in einem Gehäuse integriert sind, kann sowohl waagerecht stehend als auch waagerecht liegend ausgebildet werden. Daneben lassen sich die Lichtsensorelemente und die Lichtquelle in einem Gehäuse integrieren, wobei die beiden Lichtsensorelemente bei senkrecht stehender Anordnung des integrierten Gehäuses versetzt zueinander angeordnet sind. Neben der senkrecht stehenden Anordnung des integrierten Gehäuse kann dieses auch waagerecht liegend ausgebildet sein wobei die beiden Lichtsensorelemente nicht hinsichtlich keinen vertikalen sondern einen seitlichen Versatz zueinander aufweisen können.

Daneben ist es auch möglich, Lichtsensoren und Lichtquelle getrennt aufzubauen, was beispielsweise bei Anwendung des Durchlichtverfahrens, bei dem das ausgesandte Licht durch Aussparungen in der Scheibenfläche der Kodierscheibe geführt wird, in vorteilhafter Weise zum Einsatz kommen kann.

Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.

Es zeigt:

1 eine Kodierscheibe, welche von Lichtstrahlen an Kodierungsaussparungen durchsetzt wird und Lichtquelle und Lichtsensoren einander gegenüberliegend angeordnet sind,

2 eine Kodierscheibe, an der die Lichtstrahlen reflektiert werden und Lichtquelle sowie Lichtsensoren auf einer Seite der Scheibenfläche der Kodierscheibe angeordnet sind,

3 eine erste Ausführungsvariante einer Kodierscheibe,

4 eine zweite Ausführungsvariante einer Kodierscheibe,

5 eine weitere Ausführungsvariante der Kodierscheibe,

6.1 bis 6.6 Aufbauvarianten von Lichtsensorelementen beim Reflexionsverfahren,

7.1 die Anordnung einer Leiterplatte senkrecht zur Motorachse und

7.2 die Anordnung der Leiterplatte waagerecht (parallel) zur Motorachse sich erstreckend.

Ausführungsvarianten

Der Darstellung gemäß 1 ist eine Kodierscheibe entnehmbar, welche von Lichtstrahlen an Kodierungsaussparungen durchsetzt wird, wobei die Lichtquelle und die dieser zugeordnete Lichtsensoren an einer Leiterplatte einander gegenüberliegend angeordnet werden.

Die in 1 dargestellte Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zur Anwendung des Durchlichtverfahrens geeignet. Am Umfang einer Motorachse 1 eines hier nicht näher dargestellten elektrischen Antriebes für eine Kfz-Komponente wie z.B. eine Fensterscheibe oder ein Hub-/Schiebedach ist eine Kodierscheibe 8 aufgenommen. Die Kodierscheibe 8 wird von einer Aussparung 4 umschlossen, die in einer Leiterplatte 3 zur Aufnahme der Steuerungselektronik des elektrischen Stellantriebes aufgenommen ist. Auf den Randbereichen, die einer ersten Seite 11 der Kodierscheibe 8 bzw. einer zweiten Seite 12 der Kodierscheibe 8 zuweisen, ist ein Lichtsensorsystem angeordnet, welches in der Draufsicht gemäß 1 auf der Oberseite der Leiterplatte 3 aufgebracht ist. Das Lichtsensorsystem umfasst eine Lichtquelle 7, welche gegenüber der ersten Seite 11 der Kodierscheibe 8 angeordnet ist, sowie zwei der zweiten Seite 12 der Kodierscheibe 8 zuweisende Lichtsensoren 5 bzw. 6. Zur Durchführung des Durchlichtverfahrens ist die Scheibenfläche 15 der Kodierscheibe 8 von einer ersten Aussparung 9 und einer zweiten Aussparung 10 durchsetzt. Von der Lichtquelle 7 ausgesandte Strahlung – hier angedeutet durch einen ersten ausgesandten Lichtstrahl 13 sowie einen zweiten ausgesandten Lichtstrahl 14 – durchsetzt die erste Aussparung 9 bzw. die zweite Aussparung 10 und wird auf der der Lichtquelle 7 gegenüberliegenden Seite angeordneten Lichtsensoren 5 bzw. 6 aufgefangen.

Die in der Draufsicht gemäß 1 dargestellte Leiterplatte 3 enthält das Lichtsensorsystem, die Komponenten Lichtquelle 7 sowie Lichtsensoren 5 und 6 enthaltend auf der Oberseite. Selbstverständlich können die Komponenten 5, 6 und 7 des Lichtsensorsystems gemäß der vorliegenden Erfindung auch auf der Unterseite der hier in der Draufsicht dargestellten Leiterplatte 3 angeordnet sein. Mittels des Durchlichtverfahrens kann bei Einbringung in radialer Richtung versetzt zueinander angeordneter Aussparungen 9 bzw. 10 in der Scheibenfläche 15 der Kodierscheibe 8 detektiert werden, Drehzal Drehzahl die Motorachse 1 eines in 1 nicht dargestellten elektrischen Antriebes aufweist, der in eine der mit dem Doppelpfeil (Bezugszeichen 2) angedeuteten Richtungen zu rotieren vermag. In der in 1 dargestellten ersten Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung ist die Leiterplatte 3 waagerecht, d.h. sich parallel zur Motorachse 1 des elektrischen Verstellantriebes erstreckend, angeordnet. Die beiden Lichtsensoren 5 und 6 können (vergleiche Darstellungen der 6.1, 6.2, 6.4 und 6.5) in einem gemeinsamen Gehäuse aufgenommen sein, welches jedoch die Lichtquelle nicht enthält, die gemäß des Durchlichtverfahrens auf der den Lichtsensoren 5 bzw. 6 gegenüberliegenden Seite der Kodierscheibe 8 aufgenommen ist.

2 zeigt ein Kodierelement, an welchem emittierte Lichtstrahlen reflektiert werden und Lichtquelle sowie die Lichtsensoren auf einer Seite der Kodierscheibe angeordnet sind.

Die in 2 dargestellte zweite Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einrichtung eignet sich besonders für das Detektieren der Drehzahl der Motorachse 1 in eine Drehrichtung 2 mittels des Refexionsverfahrens. Gemäß dieses Verfahrens werden die von dem der Lichtquelle 7 emittierten Lichtstrahlen 16 an einen oder mehreren Reflexionsbereichen 18 auf der ersten Seite 11 der Kodierscheibe reflektiert und von den auf der gleichen Seite wie die Lichtquelle 7 angeordneten Lichtsensoren 5 bzw. 6 aufgefangen. Die von dem einen oder mehreren Reflexionsbereichen 18 reflektierten Strahlen sind mit Bezugszeichen 17 gekennzeichnet. Im Unterschied zur in 1 dargestellten ersten Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung liegen sämtliche Komponenten des Lichtsensorsystmes auf ein und derselben Seite in bezug auf die an der Motorachse 1 aufgenommene Kodierscheibe 8.

In der Darstellung gemäß 2 sind die Komponenten 5, 6 und 7 des Lichtsensorsystems als separate Bauelemente ausgebildet; diese können jedoch auch in ein gemeinsames Gehäuse integriert an auf der Oberseite oder der Unterseite der Leiterplatte 3 zur Aufnahme der Steuerelektronik fü den elektrischen Verstellantrieb aufgenommen sein. Bei der in 2 dargestellten zweiten Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung bedarf es nicht notwendigerweise der Aussparung 4 in der Fläche der Leiterplatte 3. Das in 2 in seinen einzelnen Komponenten schematisch dargestellte Lichtsensorsystem, die Komponenten 5, 6 und 7 umfassend, kann auch auf einer auf einem Randbereich der vollflächigen Leiterplatte 3 ausgebildet sein, da die Lichtquelle 7 und Lichtsensoren 5, 6 auf ein und derselben Seite in bezug auf die an der Motorachse 1 aufgenommene Kodierscheibe 8 angeordnet sind. Gemäß dieser Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung bedarf es keiner die Scheibenfläche 15 der Kodierscheiben 8 durchbrechenden Aussparungen 9 bzw. 10, wie in der Darstellung gemäß 1 wiedergegeben, sondern der eine Reflexionsbereich oder die mehreren Reflexionsbereiche 18 lassen sich einfach auf der dem Lichtsensorsystem 5, 6, 7 zuweisenden ersten Seite 12 der Scheibenfläche 15 der Kodierscheibe 8 anordnen. Die in 2 dargestellte Leiterplatte 3 ist analog zur in 1 dargestellten ersten Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung waagerecht, d.h. sich parallel zur Motorachse 1 des elektrischen Stellantriebes erstreckend, angeordnet. Die Leiterplatte 3 kann in der zweiten Ausführungsvariante gemäß 2 auch um 90° gekippt, d.h. senkrecht zur Zeichenebene orientiert, angeordnet sein. Auch gemäß dieser Ausführungsvariante können die Lichtsensoren 5 bzw. 6 sowie die Lichtquelle 7 sowohl an der Unterseite der Leiterplatte 3 wie auch an deren Oberseite – wie in 2 dargestellt – aufgenommen sein. Die übrigen elektronischen Bauelemente, deren Steuerung des elektrischen Stellantriebes dienen, der die Motorachse 1 antreibt, können in SMD-Technik ausgebildet sein und sind aus Gründen der Vereinfachung in den 1 und 2 nicht näher dargestellt.

3 zeigt eine erste Ausführungsvariante eines als Kodierscheibe ausgebildeten Kodierelementes.

Am Umfang der Motorachse 1, die von einem elektrischen Stellantrieb angetrieben wird, ist ein hier flügelartig ausgebildetes Segment eines Kodierelementes 8 dargestellt. Das in 3 dargestellte Segment des Kodierelementes 8 ist ein Teil des in den 1 und 2 dargestellten scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes. Alternativ kann als Kodierelement 8 auch ein Kodierkranz eingesetzt werden, an dessen seiner Rotationsachse zuweisenden Kranzseite in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Segmente ausgebildet sein können.

Aus der Draufsicht auf das in 3 dargestellte Kodierelement 8 geht hervor, dass auf einer Scheibenfläche 15 des Kodierelementes 8, welches hier als Segment einer 2-Loch-Scheibe 31 ausgebildet ist, in einem radialen Abstand voneinander erste Aussparungen 9 sowie zweite Aussparungen 10 ausgebildet sind. Auch die Lichtsensoren 5 bzw. 6 sind in einer radial versetzten Anordnung 30 positioniert, wobei in bezug auf das Zentrum der Motorachse 1 des elektrischen Stellantriebes der erste Lichtsensor 5 in einem ersten Radius 32 und der zweite Lichtsensor 6 in einem den ersten Radius 32 übersteigenden zweiten Radius 33 angeordnet ist. Demnach tastet der erste Lichtsensor 5 das durch die ersten Aussparungen 9 durchtretende Licht ab, während durch den zweiten Lichtsensor 6 das die zweiten Aussparungen 10 durchtretende Licht aufgefangen wird. Der erste Lichtsensor 5 sowie der zweite Lichtsensor 6 sind in identischem radialem Versatz 30 zu den ersten Aussparungen 9 bzw. den zweiten Aussparungen 10 an der Scheibenfläche des Kodierelementes 8 aufgenommen. Das in 3 als 2-Loch-Scheibe 31 ausgeführte Kodierelement 8 lässt sich für das in Zusammenhang mit 1 beschriebene Durchlichtverfahren einsetzen. In Abwandlung dazu können die in 3 als Aussparung 9 bzw. 10 ausgebildeten Durchbrüche in der Scheibenfläche der 2-Loch-Scheibe 31 auch als Refexionszonen ausgebildet werden, so dass mittels der in 3 dargestellten Ausführungsvariante eines Kodierelementes auch das Reflexionsverfahren angewendet werden kann. Wenn auch in 3 nicht explizit dargestellt, befinden sich der erste Lichtsensor 5 sowie der zweite Lichtsensor 6 auf der Ober- oder der Unterseite einer in 3 nicht dargestellten Leiterplatte 3 zur Aufnahme der Steuerelektronik für den elektrischen Stellantrieb, von dem lediglich die Motorachse 1 samt ihrer Symmetrieachse 35 dargestellt ist. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass mit Bezugszeichen 34 der Umfang des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 bezeichnet ist. Besonders gute Signalergebnisse werden dann erhalten, wenn in der Scheibenfläche 15 der Kodierscheibe des Kodierelementes 8 – sei es eine 2-Loch-Scheibe 31, sei es ein 2-Loch-Scheibensegment-rechteckförmige Aussparungen 9, 10 eingebracht werden. Die Aussparungen 9 bzw. 10 können durchaus in anderen Geometrien ausgebildet sein.

4 zeigt eine weitere Ausführungsvariante eines scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes.

Bei dem in 4 dargestellten Segment eines scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 handelt es sich um ein als 1-Loch-Scheibe 36 ausgebildetes Kodierelement. Dieses ist an der Motorachse 1 eines in 4 nicht dargestellten elektrischen Verstellantriebes aufgenommen. Die Symmetrieachse der Motorachse 1 des elektrischen Verstellantriebes ist mit Bezugszeichen 35 identifiziert. Im Unterschied zur Darstellung einer 2-Loch-Scheibe 31 gemäß 3, kann das scheibenförmig ausgebildete Kodierelement 8 auch als 1-Loch-Scheibe 36 ausgebildet werden, an deren Scheibenfläche in tangential versetzter Anordnung 37 Reflexionsbereiche 18.1 bzw. 18.2 angeordnet sein können. Der Rand der Umfangsfläche des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 ist mit Bezugszeichen 34 gekennzeichnet. Die in tangentialen Versatz zueinander an der Scheibenfläche der 1-Loch-Scheibe 36 angeordneten Reflexionszonen 18.1 bzw. 18.2 abtastenden Lichtsensoren 5 bzw. 6 sind in unterschiedlichen Winkeln 38 bzw. 39 zueinander angeordnet. Der erste Lichtsensor 5 bzw. der zweite Lichtsensor 6, die in 4 dargestellt sind, können an der Ober- oder Unterseite einer senkrecht zur Längserstreckung der Motorachse 1 aufgenommenen Leiterplatten 3 aufgenommen sein, welches in der Darstellung gemäß 4 jedoch nicht wiedergegeben ist.

5 zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit des erfindungsgemäß vorgeschlagenen scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes.

Auch gemäß dieser Ausführungsvariante kann das scheibenförmig ausgebildete Kodierelement 8 als Vollscheibe oder als flügelartiges Segment ausgebildet sein, was im übrigen auch für die in 3 bzw. 4 dargestellten Ausführungsvarianten des Kodierelementes 8 gilt.

Gemäß dieser Ausführungsvariante umfasst die den Lichtsensoren 5 bzw. 6 zuweisende Seite 11 eines in 1-Loch-Bauweise 36 ausgebildeten Kodierelementes 8 einzelne Reflexionszonen 18.1 bzw. 18.2, die am Umfang des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 tangential versetzt zueinander ausgebildet sind. Die Reflexionszonen 18.1 bzw. 18.2 auf der den Lichtsensoren 5 bzw. 6 zuweisenden ersten Seite 11 des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 werden von den Lichtsensoren 5 bzw. 6 des Lichtsensorsystems 5, 6, 7 abgetastet, die sowohl einen radialen als auch einen tangentialen Versatz in bezug zueinander aufweisen. Diese Anordnung ist mit Bezugszeichen 41 gekennzeichnet, wobei der erste Lichtsensor 5. in einem ersten Radius 32 bezogen auf die Symmetrieachse 35 der Motorachse 1 positioniert ist und sich der zweite Lichtsensor 6 in einem Abstand 33, der den ersten Radius 32 übersteigt, in bezug auf die Symmetrieachse 35 der Motorachse 1 des elektrischen Stellantriebes, angeordnet ist. In Umfangsrichtung gesehen, ist zwischen dem ersten Lichtsensor 5 und dem zweiten Lichtsensor 6 des Lichtsensorsystems 5, 6, 7 ein Winkelversatz 40 verwirklicht, welcher aus der Differenz zwischen dem zweiten Winkel 39 der Umfangslage des zweiten Lichtsensors 6 und dem ersten Winkel 38, d.h. der Winkellage des ersten Lichtsensors 5 bezüglich eines Bezugswinkels liegt.

Während bei Anwendung des in 1 skizzierten Durchlichtverfahrens beidseits des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 Komponenten angeordnet sind, d.h. die Lichtsensoren 5 und 6 und die Lichtquelle 7, lassen sich bei dem in 2 dargestellten Reflexionsverfahren die Komponenten 5, 6, 7 des Lichtsensorsystems in einem gemeinsamen Gehäuse 57 unterbringen, welches auf die Ober- bzw. Unterseite elektrisch mit der Leiterplatte 3 verbindbar ist. Die elektrische Verbindung des gemeinsamen Gehäuses 57 mit der Leiterplatte 3 kann durch Durchstecken von elektrischen Anschlüssen 56 durch das Leiterplattenmaterial, durch Auflöten, durch Klebung oder in SMD-Technik erreicht werden.

In den 6.1 bis 6.6 sind Aufbauvarianten von Lichtsensorsystemen dargestellt, die sich besonders für das Reflexionsverfahren eignen und eine Lichtquelle in einem gemeinsamen Gehäuse 57 aufweisen. Sie sind darüber hinaus ebensogut für Lichtsensorsysteme geeignet, die sich gemäß des Durchlichtverfahrens eignen, wenn die Lichtquelle 7 aus dem gemeinsamen Gehäuse 57 entfällt.

Aus der Darstellung gemäß 6.1 geht hervor, dass ein gemeinsames Gehäuse 57 durch elektrische Anschlüsse 56 mit einer Leiterplatte 3 beispielsweise durch einfaches Aufstekken verbindbar ist. Anstelle eines Durchsteckens bzw. des Aufsteckens des gemeinsamen Gehäuses 57 auf Ober- bzw. Unterseite der Leiterplatte 3 kann das gemeinsame Gehäuse 57 auch durch Klebung, Auflötung oder in SMD-Technik mit der Leiterplatte 3 verbunden werden. Im gemeinsamen Gehäuse 57 ist eine Lichtquelle 7 angeordnet, die zwischen zwei Lichtsensoren 5 bzw. 6 aufgenommen ist, die in vertikaler, senkrechter Anordnung 50 übereinander liegend positioniert sind. In dieser Ausführungsvariante ist das gemeinsame Gehäuse 57 des Lichtsensorsystems 5, 6, 7 hochkant auf die Ober- bzw. die Unterseite einer Leiterplatte 3 aufsteckbar. Anstelle der in 6.1 dargestellten Elektrische Anschlüsse 56 an der Unterseite des gemeinsamen Gehäuses 57 des Lichtsensorsystems 5, 6, 7 können auch andere Anschlüsse 58 am gemeinsamen Gehäuse 57 ausgebildet werden.

6.2 zeigt ein gemeinsames Gehäuse 57 für ein Lichtsensorsystem 5, 6, 7, welches ebenfalls über elektrische Anschlüsse 56 mit der Ober- bzw. der Unterseite der Leiterplatte 3 verbunden werden kann. In dieser Ausführungsvariante des gemeinsamen Gehäuses 57 ist das in der Mitte zwischen einem ersten Lichtsensor 5 und einem zweiten Lichtsensor 6 angeordnete Lichtquelle 7 dargestellt, wobei die Sensoranordnung 51 so gewählt ist, dass der erste Lichtsensor 5 und der zweite Lichtsensor 6 waagerecht nebeneinander liegen. Durch die Ausbildung der elektrischen Anschlüsse 56 an der Unterseite des gemeinsamen Gehäuses 57 kann das gemeinsame Gehäuse 57 durchaus in einem Abstand von der Oberseite bzw. der Unterseite der Leiterplatte 3 vorstehen, was bei speziellen Einsatzzwecken wünschenswert sein kann.

Aus der Ausführungsvariante gemäß 6.3 geht ein gemeinsames Gehäuse 57 hervor, an dem sowohl an der Unterseite als auch an der Oberseite elektrische Anschlüsse 56 aufgenommen sind. Auch in dieser Ausführungsvariante eines gemeinsamen Gehäuses 57 für ein Lichtsensorsystem 5, 6, 7 liegen der erste Lichtsensor 5 und der zweite Lichtsensor 6 beidseits der Lichtquelle 7, d.h. im wesentlichen waagerecht nebeneinander. Das gemeinsame Gehäuse 57 ist in der Ausführungsvariante gemäß 6.3 mit seiner Längsseite liegend auf der Leiterplatte 3 montiert.

Aus der in 6.4 dargestellten Ausführungsvariante eines gemeinsamen Gehäuses 57 geht hervor, dass dieses mittels elektrischer Anschlüsse 56 hochkant stehend auf der Ober- bzw. der Unterseite einer Leiterplatte 3 montiert werden kann. Im Unterschied zu den Ausführungsvarianten des gemeinsamen Gehäuses 57 gemäß 6.1, 6.2 und 6.3 sind der erste Lichtsensor 5 und der zweite Lichtsensor 6 in Bezug auf die Lichtquelle 7 mit senkrechtem Versatz 53 zueinander aufgenommen.

Die in 6.5 dargestellte Ausführungsvariante eines gemeinsamen Gehäuses 57 für ein Lichtsensorsystem 5, 6, 7 ist dadurch charakterisiert, dass das gemeinsame Gehäuse 57 an einer Längsseite elektrische Anschlüsse 56 zur Montage auf der Ober- bzw. der Unterseite einer Leiterplatte 3 aufweist. Gemäß dieser Ausführungsvariante eines gemeinsamen Gehäuses 57 für ein Lichtsensorsystem 5, 6, 7 befinden sich der erste Lichtsensor 5 sowie der zweite Lichtsensor 6 in Bezug auf die Lichtquelle 7 in waagerechtem Versatz 54 zueinander. Durch die Ausbildung von elektrische Anschlüsse 56 an der Unterseite des gemeinsamen Gehäuses 57 gemäß der Darstellung in 6.5, kann das gemeinsame Gehäuse 57 erhaben vorstehend in Bezug auf die Ober- bzw. die Unterseite der Leiterplatte 3 zur Aufnahme der Steuerungselektronik eines elektrischen Verstellantriebes montiert werden.

Im Gegensatz dazu zeigt 6.6 die Ausführungsvariante eines gemeinsamen Gehäuses 57 zur Aufnahme eines Lichtsensorsystems 5, 6, 7, bei dem statt elektrische Anschlüsse 56 lediglich an der Unterseite des gemeinsamen Gehäuses 57 ausgebildet sind. Die Anordnung des ersten Lichtsensors 5 und des zweiten Lichtsensors 6 entspricht im wesentlichen der Anordnung der Lichtsensoren 5 und 6 der Ausführungsvariante gemäß 6.5, d.h. in der Variante gemäß 6.6 ist ein Versatz 55 des ersten Lichtsensors 5 zum zweiten Lichtsensor 6 verwirklicht, wobei das gemeinsame Gehäuse 57 in liegender Anordnung auf der Ober- bzw. der Unterseite einer Leiterplatte 3 der Steuerungselektronik eines elektrischen Verstellantriebes aufgenommen werden kann.

Die elektrischen Anschlüsse 56 können sowohl als Durchsteckanschlüsse, in SMD-Technik, durch Lötverfahren sowie durch Kleben (Bonding) erzeugt werden.

7.1 ist die Anordnung einer Leiterplatte senkrecht zur Motorachse eines elektrischen Verstellantriebes zu entnehmen. Aus dieser schematisch wiedergegebenen Darstellung geht hervor, dass an der Motorachse 1 eines hier nicht dargestellten elektrischen Verstellantriebes ein scheibenförmig ausgebildetes Kodierelement 8 aufgenommen ist, dessen Umfangsfläche mit Bezugszeichen 34 bezeichnet ist. Das Kodierelement 8 rotiert mit der Motorachse 1 im Drehsinn 2. Die Leiterplatte 3, an der die Elektronikkomponenten beispielsweise in SMD-Technik aufgebracht sein können, wird teilweise durch den Umfang des scheibenförmig ausgebildeten, an der Motorachse 1 aufgenommenen Kodierelementes 8 verdeckt. Gemäß der in 7.1 dargestellten Orientierung der Leiterplatte 3 kann insbesondere das Reflexionsverfahren – vergleiche Darstellung gemäß 2 – zum Einsatz kommen, bei dem die Komponenten 5, 6, 7 des Lichtsensorsystems an ein und derselben Seite in Bezug auf das rotierende, scheibenförmig ausgebildete Kodierelement 8 aufgenommen sein können. Da die Komponenten 5, 6 und 7 des Lichtsensorsystems auf ein und derselben Seite in Bezug auf das scheibenförmig ausgebildete Kodierelement 8 angeordnet werden, können die Komponenten 5, 6 und 7 in einem gemeinsamen Gehäuse 57 gemäß einer der Ausführungsvarianten aufgenommen sein, die in den 6.3 und 6.6 dargestellt sind.

Demgegenüber zeigt 7.2 die Anordnung der Leiterplatte zur Aufnahme der Steuerelektronik in waagerechter, d.h. in parallelem Verlauf zur Motorachse eines elektrischen Stellantriebes. Im Unterschied zur Darstellung gemäß 7.1 ist die in 7.2 dargestellte Leiterplatte 3 um 90° geschwenkt, d.h. erstreckt sich senkrecht zum Verlauf der Zeichenebene. Die in 7.2 dargestellte Leiterplatte 3 kann eine Aussparung 4 aufweisen, welche einen Umfangsbereich des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 umschließt. Die Herstellung einer Aussparung 4 in der Leiterplatte 3 bietet sich beim Einsatz des Durchlichtverfahrens an, um die Lichtsensoren 5 bzw. 6 auf einer Seite der Aussparung 4 und die Lichtquelle 7 auf der den Lichtsensoren 5 bzw. 6 gegenüberliegenden Seite der Aussparung 4 anzuordnen. Hingegen ist das Vorsehen einer Aussparung in einer Leiterplatte 3, die ein Lichtsensorsystem enthält, welches gemäß des Reflexionsverfahrens arbeitet (vergleiche 2), nicht erforderlich.

Mit dieser Anordnung (vergleiche Darstellung gemäß 1) kann das Durchlichtverfahren zum Einsatz kommen, bei dem die Lichtquelle 7 des Lichtsensorsystemes auf der einen Seite 11 des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 und die Lichtsensoren 5 bzw. 6 auf der anderen Seite 12 des scheibenförmig ausgebildeten als Ein- oder 2-Loch-Scheibe 31, 36 ausführbaren scheibenförmigen Kodierelementes 8 zum Einsatz kommen.

Ist die Leiterplatte 3, an der u.a. die Elektronikkomponenten der Steuerungselektronik für den elektrischen Verstellantrieb aufgenommen sind sowie die Komponenten 5, 6, 7 des Lichtsensorsystems, senkrecht zur Motorachse 1 (vergleiche 7.1) und des daran befestigten scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 aufgenommen, kann eine beispielsweise einen radialen Versatz von Aussparungen 9 bzw. 10 bzw. Reflexionszonen 18.1, 18.2 aufweisendes, Kodierelement 31, 36 über ein Lichtsensorsystem 5, 6, 7 abgetastet werden, bei dem die Lichtsensoren 5, 6 in Bezug auf die Lichtquelle 7 nebeneinanderliegend ausgebildet sind (vergleiche Darstellung gemäß 6.3). Bei den in 6.3 dargestellten gemeinsamen Gehäuse 57, welches mittels elektrischer Anschlüsse 56 an der Oberseite bzw. der Unterseite der Leiterplatte 3 montierbar ist, liegen der erste Lichtsensor 5 und der zweite Lichtsensor 6 nebeneinander in waagerechter Orientierung 52, wobei das gemeinsame Gehäuse 57 mit einer Längsseite, d.h. liegend an der Ober- bzw. der Unterseite der Leiterplatte 3 befestigbar ist.

Ein scheibenförmig ausgebildetes Kodierelement 8 gemäß der Darstellung in 5 lässt sich vorteilhafterweise durch eine in 6.6 dargestellte Ausführungsvariante eines Lichtsensorsystems 5, 6, 7 abtasten, wobei das gemeinsame Gehäuse 57 gemäß der Darstellung in 6.6 über Anschlüsse 58 an seiner Längsseite an der Oberseite bzw. der Unterseite der Leiterplatte 3 befestigbar ist. Zur Abtastung sowohl in radialem als auch in tangentialem Versatz 41 zueinander angeordneter Reflexionszonen 18.1 bzw. 18.2 an der Scheibenfläche 15 des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes eignet sich die in 6.6 dargestellte Ausführungsvariante eines gemeinsamen Gehäuses 57 für Lichtsensoren 5, 6 und Lichtquelle 7 besonders gut.

In den in 7.1 dargestellten senkrecht zur Motorachse angeordneten Leiterplatte 3 können sämtliche Varianten des Kodierelementes 8, so z.B. die 2-Loch-Scheibe 31 sowie die 1-Loch-Scheibe 36 eingesetzt werden. Als die Sensorelemente 5 bzw. 6 sowie die Lichtquelle 7 können in den Ausführungsvarianten eines gemeinsamen Gehäuses 57 gemäß der Darstellungen in 6.3 und 6.6 untergebracht werden die sich insbesondere für ein Betrieb des Lichtsensorsystems gemäß des Reflexionsverfahrens eignen.

Ist die Leiterplatte 3 hingegen waagerecht, d.h. im wesentlichen parallel zur Motorachse 1 des elektrischen Verstellantriebes angeordnet, so kann ein radial zueinander versetzte erste und zweite Aussparung 9 bzw. 10 aufweisende 2-Loch-Kodierscheibe 31 durch das in 6.2 dargestellte gemeinsame Gehäuse 57 abgetastet werden, bei welchem beidseits einer mittig angeordneten Lichtquelle 7 der erste Lichtsensor 5 und der zweite Lichtsensor 6 nebeneinander liegend aufgenommen sind. Bei der in 4 dargestellten Ausführungsvariante des scheibenförmig ausgebildeten Kodierelementes 8 erfolgt die Abtastung von dem tangentialen Versatz zueinander angeordneten Reflexionsbereichen 18.1, 18.2 an der Scheibenfläche 15 des Kodierelementes 8 durch ein Lichtsensorsystem 5, 6, 7, welches in einem gemeinsamen Gehäuse 57 gemäß der in 6.1 dargestellten Ausführungsvariante untergebracht ist. Gemäß der senkrecht stehenden Anordnung 50 des ersten Lichtsensors 5 bzw. des zweiten Lichtsensors 6 im gemeinsamen Gehäuse 57 lassen sich die tangential voneinander in einem Winkelversatz 38, 39 angeordneten Reflexionsbereiche 18.1, 18.2 abtasten. Das in 5 dargestellte scheibenförmig ausgebildete Kodierelement 8 mit radialem und tangentialem Versatz 41 kann entweder durch die in 6.4 oder die in 6.5 dargestellte Ausführungsvariante eines gemeinsamen Gehäuses 57 für ein Lichtsensorsystem 5, 6, 7 abgetastet werden. Während die in Figur 6:4 dargestellte Ausführungsvariante eines gemeinsamen Gehäuses 57 einen geringeren seitlichen Versatz des ersten Lichtsensors 5 zum zweiten Lichtsensor 6 aufweist, liegen die seitlich zueinander versetzten Lichtsensoren 5 bzw. 6 im gemeinsamen Gehäuse 57 gemäß der Ausführungsvariante 6.5 in Bezug auf ihren seitlichen Versatz weiter auseinander. Dies kann im Einzelfalle je nach Anwendung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung zu einem Auflösungsvermögen führen.

In der Darstellung gemäß 7.2 ist die Leiterplatte 3 waagerecht in Bezug zur Motorachse 1 aufgenommen. In dieser Variante lassen sich alle in den 3, 4 und 5 dargestellten Kodierelemente 8, seien sie als 2-Loch-Scheibe 31 oder als 1-Loch-Scheibe 36 oder als Scheibensegment ausgeführt, einsetzen. Die gemeinsamen Gehäuse 57, die an einer gemäß 7.2 zur Motorachse 1 orientierten Leiterplatte 3 aufgenommen werden können, sind in den 6.2, 6.1, 6.4 und 6.5 dargestellt. Die Anordnung eines Lichtsensorsystems auf einer gemäß 7.2 waagerecht zur Motorachse 1 orientierten Leiterplatte 3 gestattet die Anwendung sowohl des Durchlichtverfahrens gemäß 1 als auch des Reflexionsverfahrens gemäß der Darstellung in 2.

Von den Einbau- bzw. Platzverhältnissen sowie auch abhängig vom Layout der Leiterplatte 3 hängt ab, ob die in 6.1 bis 6.6 dargestellten Ausführungsvarianten eines gemeinsamen Gehäuses 57 zur Aufnahme eines Lichtsensorsystems 5, 6, 7 zum Einsatz kommen. So beansprucht eine hochkant stehende Anordnung des gemeinsamen Gehäuses 57 weniger Bauraum in Bezug auf die Fläche der Leiterplatte 3 während eine liegende Anordnung, d.h. eine Anordnung des gemeinsamen Gehäuses 57 mit der Längsseite an der Ober- bzw. der Unterseite der Leiterplatte 3 weniger Bauraumbezug auf die Höhenausdehnung der Leiterplatte 3 beansprucht. Die Wahl, mit welcher Art von elektrischen Anschlüsse 56 das gemeinsame Gehäuse 57 mit der Leiterplatte 3 in Verbindung steht, ist ebenfalls abhängig von den zur Verfügung stehenden Platzverhältnissen.

Mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung kann sowohl das Durchlichtverfahren wie auch das Reflexionsverfahren zur Erfassung der Motordrehzahl einer Motorachse 1 eines elektrischen Stellantriebes eingesetzt werden. Mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren ist eine wesentlich höhere Auflösung möglich, wobei das eingesetzte Lichtsensorsystem 5, 6, 7 in besonders platzsparender Bauweise direkt auf der Leiterplatte 3 für die Steuerelektronik des elektrischen Steuerantriebes montiert werden kann.

1 Motorachse 2 Drehsinn 3 Leiterplatte 4 Aussparung 5 erster Lichtsensor 6 zweiter Lichtsensor 7 Lichtquelle 8 Kodierscheibe 9 erste Aussparung 10 zweite Aussparung 11 erste Seite Kodierscheibe 12 zweite Seite Kodierscheibe 13 Lichtstrahl 14 Lichtstrahl 15 Scheibenfläche 16 emittierte Lichtstrahlen 17 reflektierte Lichtstrahlen 18 Reflexionsbereich 18.1 erste Reflexionszone 18.2 zweite Reflexionszone 30 radial versetzte Sensoranordnung 31 2-Loch-Kodierelement 32 erster Radius 33 zweiter Radius 34 Umfang Kodierelement 35 Symmetrieachse 36 1-Loch-Kodierscheibe 37 tangential versetzte Anordnung 38 erster Winkel 39 zweiter Winkel 40 Winkelversatz 41 radial und tangential versetzte Sensoranordnung 50 Lichtsensoranordnung stehend senkrecht 51 Lichtsensoranordnung stehend waagerecht 52 Lichtsensoranordnung waagerecht liegend 53 Lichtsensoranordnung senkrecht versetzt 54 Lichtsensoranordnung stehend waagerecht versetzt 55 Lichtsensoranordnung liegend waagerecht versetzt 56 Elektrische Anschlüsse 57 gemeinsames Gehäuse

Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Erfassung der Motordrehzahl eines elektrischen Stellantriebes für eine Kraftfahrzeugkomponente, wobei auf einer Motorachse (1) ein Kennungen enthaltendes Kodierelement (8, 31, 36) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (8, 31, 36) durch ein auf einer Leiterplatte (3) angeordnetes Lichtsensorsystem (5, 6; 7) auf an einer Scheibenfläche (15) des Kodierelementes (8, 31, 36) angebrachte Kennungen (9, 10; 18, 18.1, 18.2) abgetastet wird.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das von einer Lichtquelle (7) ausgesandte Licht durch Kodierungsaussparungen (9, 10) des Kodierelementes (8, 31, 36) geführt und von Lichtsensoren (5, 6) auf der der Lichtquelle (7) gegenüberliegenden Seite aufgefangen wird.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das von einer Lichtquelle (7) ausgesandte Licht durch Reflexionszonen (18, 18.1, 18.2) an neben der Lichtquelle (7) angeordnete Lichtsensoren (5, 6) reflektiert wird.
  4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (7) und die Lichtsensoren (5, 6) des Lichtsensorsystems (5, 6, 7) auf dem Rand einer Aussparung (4) der Leiterplatte (3) oder dem Rand der Leiterplatte (3) angeordnet sind, welche an das auf der Motorachse (1) befestigte Kodierelement (8, 31, 36) angrenzen.
  5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die das Lichtsensorsystem (5, 6, 7) aufnehmende Leiterplatte (3) parallel zur Motorachse (1) des elektrischen Verstellantriebes angeordnet ist.
  6. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtsensorsystem (5, 6, 7) auf der Oberseite oder der Unterseite der Leiterplatte (3) angeordnet ist.
  7. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (8, 31, 36) als eine erste und eine zweite Aussparung (9, 10) aufweisende 2-Loch-Scheibe (31) ausgebildet ist.
  8. Vorrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtsensoren (5, 6) in bezug auf die ersten und die zweiten Aussparungen (9, 10) in der Scheibenfläche (15) des Kodierelementes (8, 31, 36) in radial versetzter Anordnung (30) positioniert sind.
  9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Ansprüche 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das auf der Motorachse (1) des elektrischen Verstellantriebes angeordnete Kodierelement (8, 31, 36) auf der einen Lichtsensorsystem (5, 6, 7) zuweisenden Seite (11) mindestens eine Reflexionszone (18, 18.1, 18.2) umfasst und Lichtsensoren (5, 6) sowie Lichtquelle (7) in einem gemeinsamen, an der Leiterplatte (3) montierbaren gemeinsamen Gehäuse (57) angeordnet sind.
  10. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (8, 31, 36) als 2-Loch-Scheibe ausgebildet ist und eine erste Reflexionszone (18.1) sowie eine zweite Reflexionszone (18.2) aufweist.
  11. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (8, 31, 36) als 1-Loch-Scheibe ausgebildet ist und auf der Scheibenfläche (15) diskrete, tangential versetzte Reflexionszonen (18, 18.1, 18.2) aufweist.
  12. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtsensoren (5, 6) im gemeinsamen Gehäuse (57) in übereinander liegender Anordnung (50) aufgenommen sind.
  13. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtsensoren (5, 6) im gemeinsamen Gehäuse (57) in waagerecht nebeneinander liegender Anordnung (51) aufgenommen sind.
  14. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtsensoren (5, 6) im gemeinsamen Gehäuse (57) in senkrecht versetzter Anordnung (53) aufgenommen sind.
  15. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtsensoren (5, 6) im gemeinsamen Gehäuse (57) in waagerecht versetzter Anordnugn (54) aufgenommen sind.
  16. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (3) senkrecht zur Motorachse (1) aufgenommen ist.
  17. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (3) waagerecht zur Motorachse (1) aufgenommen ist.
  18. Vorrichtung gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein als 2-Loch-Scheibe (31) ausgebildetes Kodierelement mit radialem Versatz (30) der Reflexionsbereiche (18.1, 18.2) ein Lichtsensorsystem (5, 6, 7) in einem gemeinsamen Gehäuse (57) mit waagrecht liegender Anordnung (52) der Lichtsensoren (5, 6) zugeordnet ist.
  19. Vorrichtung gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass einem als 1-Loch-Scheibe (36) ausgebildeten Kodierelement mit tangentialem Versatz (36) der Reflexionszonen (18, 18.1, 18.2) ein Lichtsensorsystem (5, 6, 7) in einem gemeinsamen Gehäuse (57) mit waagerecht liegender Anordnung (52) der Lichtsensoren (5, 6) zugeordnet ist.
  20. Vorrichtung gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass einem als 1-Loch-Scheibe (36) ausgebildeten Kodierelement ein Lichtsensorsystem (5, 6, 7) mit waagerecht versetzter Anordnung (54, 55) der Lichtsensoren (5, 6) in einem gemeinsamen Gehäuse (57) zugeordnet ist.
  21. Vorrichtung gemäß Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass einem als 2-Loch-Kodierscheibe (31) ausgebildeten Kodierelement mit radialem Versatz der Reflexionszonen (18, 18.1, 18.2) ein Lichtsensorsystem (5, 6, 7) mit waagerecht versetzter Anordnung (51, 52) der Lichtsensoren (5, 6) im gemeinsamen Gehäuse (57) zugeordnet ist.
  22. Vorrichtung gemäß Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass einem als 1-Loch-Scheibe (36) ausgebildeten Kodierelement ein tangentialer Versatz (37) der Reflexionszonen (18, 18.1, 18.2) ein Lichtsensorsystem (5, 6, 7) mit vertikal übereinander liegender Anordnung (50) der Lichtsensoren (5, 6) in einem gemeinsamen Gehäuse (57) zugeordnet ist.
  23. Vorrichtung gemäß Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass einem als 1-Loch-Scheibe (36) ausgeführten Kodierelement ein Lichtsensorsystem (5, 6, 7) mit senkrecht versetzter Anordnung (53) oder einer waagerecht versetzten Anordnung (54) der Lichtsensoren (5, 6) in einem gemeinsamen Gehäuse (57) zugeordnet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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