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Dokumentenidentifikation DE10104661B4 11.03.2004
Titel Aufhängevorrichtung für sich in vertikaler Richtung verschiebende Lasten, insbesondere Rohrleitungen und dergleichen
Anmelder Pischzik, Bruno, 40880 Ratingen, DE;
Schneiderat, Johann, 46509 Xanten, DE
Erfinder Pischzik, Bruno, 40880 Ratingen, DE;
Schneiderat, Johann, 46509 Xanten, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Dipl.-Ing. P.-C. Sroka, Jan Sroka, 40545 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 02.02.2001
DE-Aktenzeichen 10104661
Offenlegungstag 08.08.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.2004
IPC-Hauptklasse F16L 3/21
IPC-Nebenklasse F16F 15/00   F22B 37/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Aufhängevorrichtung für sich in vertikaler Richtung verschiebende Lasten, insbesondere Rohrleitungen und dergleichen, mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine derartige Aufhängevorrichtung ist in der älteren, nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung DE 100 35 233 A1.

Weiterhin ist eine Aufhängevorrichtung aus EP 0 188 654 B1 bekannt. Bei dieser bekannten Aushängevorrichtung besteht die Zusatzfederung aus zwei Schraubenfedern oder Blattfedern, die jeweils neben der Hauptfederung angeordnet sind, deren Kräfte über ebenfalls neben der Hauptfederung angeordnete Koppelelemente übertragen werden, wobei als Koppelelemente mit Kurventeilen versehene Schwenkhebel dienen, auf denen sich die Zusatzfedern abstützen und die über Rollen am beweglichen Federteller anliegen. Um die Zusatzfederungen und Schwenkhebel ortsfest anbringen zu können, ist ein geräumiges Gehäuse erforderlich, das sich insbesondere im Falle der Ausführung mit Schraubenfedern sehr in die Breite erstreckt. Im Falle der Anwendung von Blattfedern wird das Gehäuse zusätzlich mit Momenten aus den als Freiträger angeordneten Blattfedern belastet, was eine Verstärkung des Gehäuses erfordert. Bei beiden Ausführungsformen ist die Konstruktion aufwendig und teuer. Weiterhin ist sie sperrig und nimmt daher viel Platz in Anspruch.

Bei der in der älteren Anmeldung beschriebenen Lösung ist einerseits das Koppelelement als Spreizelement ausgebildet und auf der Hauptachse der Hauptfederung unmittelbar vor einem Ende der Hauptfederung angeordnet und andererseits wird als Zusatzfederung eine einzige Blattfeder verwendet, die als Bogenfeder ausgebildet ist, welche um die Hauptfederung herumgeführt ist und deren beide Enden durch das Spreizelement auseinandergedrückt werden.

Durch diese Mittel wird bereits eine erhebliche Vereinfachung der Konstruktion erreicht und es können alle Bauelemente der Aushängevorrichtung, mit Ausnahme der Bogenfeder, innerhalb eines relativ schmal ausgeführten Gehäuses angeordnet werden. Die Bogenfeder, die im wesentlichen als kreisförmiger Ring ausgebildet ist, ist durch das Gehäuse hindurch und an beiden Seiten des Gehäuses außen herum bis unter das Gehäuse geführt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aushängevorrichtung mit den eingangs und dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen so auszugestalten, daß die Konstruktion weiter vereinfacht und verkleinert wird, wobei es ermöglicht werden sollte, auch die gesamte Zusatzfederung innerhalb eines relativ schmal gehaltenen Gehäuses unterzubringen. Dabei sollten die bereits erreichten Vorteile bezüglich einer stabilen und ruhigen Arbeitsweise des ganzen Federsystems bei Änderungen des Lastfalles beibehalten werden und Pendelbewegungen sollten vermieden werden.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, zur Erzielung der Zusatzfederung eine Blattfeder zu verwenden, die zwar ebenfalls im Bereich ihrer Längsmitte am Aufhängeteil geführt ist und die Hauptfederung umfassend mit ihren freien, einander gegenüberliegenden Enden zu dem vor dem anderen Ende der Hauptfederung liegenden Koppelelement geführt ist, die aber nicht als kreisringförmige Bogenfeder ausgebildet ist, sondern eine sehr viel schmalere Bauart besitzt, so daß sie zusammen mit den anderen Bauelementen der Aufhängevorrichtung innerhalb eines schmalen Gehäuses zwischen der Hauptfederung und der Gehäusewand angeordnet werden kann. Die erfindungsgemäße Blattfeder besitzt ein Mittelteil, das im wesentlichen U-förmig ausgebildet ist und am Aufhängeteil derart angeordnet ist, daß die Basis des U quer zur Hauptachse der Hauptfederung verläuft und die Schenkel des U das obere Ende der Hauptfederung umfassen. An die Schenkel dieses U-förmigen Mittelteils schließen sich Endabschnitte der Blattfeder an, die zu beiden Seiten der Hauptfederung bis zu dem am anderen Ende der Hauptfederung liegenden Koppelelement geführt und an dieses angeschlossen sind. Die erfindungsgemäße Blattfeder besitzt eine spezielle Formgebung, indem sich die Endabschnitte an die Schenkel des U-förmigen Mittelteils derart anschließen, daß sie in Bezug auf die Symmetrieachse des U konkav gekrümmt nach innen verlaufen.

Wie weiter unten anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert ist es möglich, diese Blattfeder so auszubilden, daß sie in ihrer Kennlinie derart an die Kennlinie der Hauptfederung angepaßt werden kann, daß eine vollständige Kompensation der Zug-Druckkraft der Hauptfederung erreicht werden kann. Als Koppelelement kann bei der erfindungsgemäßen Aufhängevorrichtung grundsätzlich ein Koppelelement in den Ausführungsformen verwendet werden, wie sie in der oben erwähnten älteren Anmeldung beschrieben sind. Es hat sich aber als besonders vorteilhaft erwiesen ein Koppelelement zu verwenden, wie es beispielsweise in Patentanspruch 10 beschrieben ist und das besonders wenig Raum in Querrichtung zur Hauptachse der Hauptfederung beansprucht. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Aufhängevorrichtung besteht in der weiteren starken Vereinfachung der Gesamtkonstruktion, insbesondere im Hinblick auf die Zusatzfederung, die so ausgeführt werden kann, daß beispielsweise keine besondere Aufhängung der freien Enden der Blattfeder, beispielsweise mittels Pendelstützen erforderlich ist; weiterhin kann auf zusätzliche Führungsmaßnahmen des beweglichen Federtellers der Hauptfederung am Gehäuse verzichtet werden.

Im folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel für eine Aufhängevorrichtung nach der Erfindung und deren Wirkungsweise näher erläutert.

In den Zeichnungen zeigen:

1 eine Aufhängevorrichtung in einem vertikalen Schnitt nach der Linie I-I in 3 in einem Zustand, in dem sich der bewegliche Federteller in der oberen Stellung befindet;

2 einen Schnitt nach der Linie II-II in 3;

3 einen Schnitt nach der Linie III-III in 1;

4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in 1;

5 eine Darstellung der Aufhängevorrichtung analog 1, wobei sich der bewegliche Federteller in einer mittleren Stellung befindet;

6 eine Darstellung der Aufhängevorrichtung analog 1, wobei sich der bewegliche Federteller in der unteren Stellung befindet;

7 ein Schnitt nach der Linie VII-VII in 5;

8 eine Darstellung der Blattfeder der Ausführungsform nach 1 bis 7 in Seitenansicht im leicht vorgespannten Zustand;

9 in einer Darstellung analog 8 die Blattfeder nach 8 im stärker vorgespannten Zustand;

10 eine Abwicklung der Blattfeder nach 8 und 9 in die Ebene;

11 die Blattfeder nach 8 und 9 in Seitenansicht im gestreckten Zustand;

12 die Blattfeder nach 8 bis 10 in Seitenansicht im in einen Spannrahmen eingespannten Zustand.

Im folgenden wird zunächst die Aushängevorrichtung anhand der 1 bis 7 genauer erläutert.

Zwischen einem in 1 allgemein mit A bezeichneten Aufhängeteil und einem mit L bezeichneten Lasttrageteil, welches die Last aufnimmt, ist eine Hauptfederung und eine Zusatzfederung zur Kompensation der sich ändernden Zug-Druckkraft der Hauptfederung in Abhängigkeit vom Federweg vorgesehen. Die Hauptfederung besitzt eine Schraubendruckfeder 1, die auf einem in einem Gehäuse 7 fest angeordneten Federwiderlager 1.2 aufsitzt und an ihrem oberen Ende einen beweglichen Federteller 1.1 trägt. An der Unterseite des beweglichen Federtellers 1.1 greift eine in ihrer Länge verstellbare Gestängekupplung an, die im wesentlichen auf der Hauptachse der Schraubendruckfeder 1 verlaufend, durch diese hindurchgeführt ist, wobei ihr unteres Ende durch das Federwiderlager 1.2 hindurchgeführt ist und eine Aufhängebohrung 1.34 zur Aufhängung der Last aufweist. Die Gestängekupplung ist zweiteilig aufgebaut mit einem Unterteil 1 .31 und einem in das Unterteil einschraubbaren Oberteil 1.32, wobei zwischen Oberteil 1.32 und Unterteil eine als Schraube ausgebildete Verdrehsicherung 1.33 angeordnet ist. Die Zusatzfederung weist eine Blattfeder 2 auf, deren genauere Ausbildung auch den 8 bis 12 zu entnehmen ist und in ihrer Wirkungsweise weiter unten noch genauer erläutert wird. Die Blattfeder 2 besitzt ein im wesentlichen U-förmig ausgebildetes Mittelteil 2.1, an dessen Schenkel sich jeweils in Bezug auf die Symmetrieachse des U konkav gekrümmt nach innen verlaufende Endabschnitte 2.2 und 2.3 anschließen. Sie ist so angeordnet, daß die Basis ihres Mittelteils 2.1 vor dem in 1 oberen Ende der Schraubendruckfeder 1 liegt und in Querrichtung zur Hauptachse der Schraubendruckfeder 1 geführt ist. In diesem Bereich ist die Blattfeder 2 am Aufhängeteil A befestigt. Die Endabschnitte 2.2 und 2.3 verlaufen zu beiden Seiten der Schraubendruckfeder 1 innerhalb des Gehäuses 7 zum unteren Ende der Schraubendruckfeder 1. Die freien einander gegenüberliegenden Enden der Endabschnitte 2.2 und 2.3 sind mit Befestigungsösen 2.21 bzw. 2.31 für Bolzenverbindungen versehen. An diesen freien Enden ist die Blattfeder 2 an ein Koppelelement angeschlossen zur Übertragung der Kompensationskräfte von der Zusatzfederung auf die Hauptfederung. Dieses Koppelelement besitzt zwei Schwenkhebel 3.1 und 3.2 die jeweils an den Enden von fest mit dem Unterteil 1.31 der Gestängekupplung verbundenen und quer zu ihr verlaufenden Ansätzen 4.1 und 4.2 über Gelenkverbindungen 4.3 und 4.4 gelagert sind. Die Schwenkhebel 3.1 und 3.2 sind an ihren anderen Enden über Gelenkverbindungen 3.3 und 3.4 an die Befestigungsösen 2.31 und 2.21 der Endabschnitte 2.3 und 2.2 der Blattfeder 2 angeschlossen. Die Schwenkhebel 3.1 und 3.2 sind einander überkreuzend so angeordnet, daß jeder Schwenkhebel mit dem freien Ende eines Endabschnittes der Blattfeder gelenkig verbunden ist, der dem jeweils anderen Ansatz zugewandt ist. Wie 1 unmittelbar zu entnehmen, ist also der Schwenkhebel 3.1 an einem Ende mit dem Ansatz 4.1 verbunden, welcher dem Endabschnitt 2.2 der Blattfeder 2 zugewandt ist, während sein anderes Ende mit dem Endabschnitt 2.3 der Blattfeder 2 verbunden ist. Der Schwenkhebel 3.2 dagegen ist an einem Ende mit dem Ansatz 4.2 verbunden, welcher dem Endabschnitt 2.3 der Blattfeder 2 zugewandt ist, während sein anderes Ende mit dem Endabschnitt 2.2 der Blattfeder 2 verbunden ist.

Im Aufhängeteil A ist ein zu beiden Seiten aus dem Gehäuse 7 herausgeführter Querträger 8 fest angeordnet. Weiterhin besitzt der bewegliche Federteller 1.1 der Schraubendruckfeder 1 zwei parallel zum Querträger 8 verlaufende und durch Schlitze 7.1 und 7.2 aus dem Gehäuse 7 herausgeführte Nasen 1.11 und 1.12. Sowohl die Enden des Querträgers 8 als auch die Nasen sind mit entsprechenden Durchgangslöchern versehen und dies eröffnet die Möglichkeit, zwischen dem Querträger 8 und den Nasen 1.11, 1.12 nicht dargestellte Blockierbolzen anzuordnen, durch die über entsprechende Schraubenmuttern die Stellung des beweglichen Federtellers in jeder Lage stufenlos nach beiden Richtungen festgelegt werden kann.

Weiterhin besteht bei der dargestellten Aufhängevorrichtung die Möglichkeit durch Verstellen des beweglichen Federtellers 1.1 und die damit einhergehende Verlängerung oder Verkürzung der Gestängekupplung 1.31-1.32 die Vorspannung der Schraubendruckfeder 1 zu verändern. Hierzu ist oberhalb des beweglichen Federtellers 1.1 und koaxial zu ihm ein mit dem Federteller 1.1 fest verbundenes Zahnrad 9 angeordnet, in das, wie aus den 2 und 4 zu entnehmen, an einer Seite eine lösbare Verdrehsicherung 9.1 und an einer anderen Seite ein von außen mittels eines Werkzeugs, beispielsweise eines Sechskantschlüssels betätigbares Lastverstellzahnrad 9.2 eingreift. Nach dem Lösen der Verdrehsicherung 9.1 und der Verdrehsicherung 1 .33 an der Gestängekupplung kann über das Lastverstellzahnrad 9.2 das Zahnrad 9 verdreht werden.

Im folgenden wird zunächst anhand der 8 bis 12 in Verbindung mit den 1 und 2 der Ausbau und die Wirkungsweise der Blattfeder 2 näher erläutert.

10 zeigt die Blattfeder in einer Abwicklung in die Ebene. Hieraus ist zu erkennen, daß sie aus einem Flachstahlstück besteht, das eine aus zwei gleichförmigen Trapezen, deren längere Grundlinien zusammenfallen, gebildete Form aufweist. Selbstverständlich kann die Blattfeder grundsätzlich auch aus mehreren aufeinandergelegten Flachstahlstücken bestehen. Auf der Quermittelachse des Flachstahlstücks befinden sich drei Bohrungen 2.12, 2.13 und 2.14. Wie aus den 8 und 11 zu entnehmen, besitzt die Basis des Mittelteils 2.1 der Blattfeder 2 in einem auf der Symmetrieachse liegenden Bereich einen zum inneren des U der Blattfeder hin gekrümmten, quasi als "Knick" ausgebildeten Teilabschnitt 2 .11. Im in die Aushängevorrichtung eingebauten Zustand der Blattfeder 2 sind durch die Bohrungen 2 .12 und 2.13 Verstellschrauben 6.1 und 6.2 derart geführt, daß ihre Schraubenköpfe an der Innenseite der Basis des Mittelteils 2.1 anliegen und die Schraubenbolzen in ein an der Außenseite angeordnetes Anschlagstück verstellbar eingeschraubt sind, welches zum Aufhängeteil A gehört. In den Eckbereichen des Mittelteils 2.1 ist die Blattfeder 2 über fest mit dem Gehäuse 7 verbundene Bolzen 5.1 und 5.2 geführt. Die Bohrungen 2 .12, 2.13 und 2.14 im Flachstahlstück der Blattfeder 2 stellen gewollte Schwächungspunkte dar, die zur Veränderung der Vorspannung der Blattfeder 2 eingesetzt werden können. Werden die Verstellschrauben 6.1 und 6.2 angezogen, so verändert sich der Knickwinkel 2.11 des Mittelteils 2.1 beispielsweise derart, daß die Feder die in 9 dargestellte Gestalt annimmt. Ein Vergleich der 8 und 9 zeigt, daß sich in diesem Zustand auch die Krümmung der Endabschnitte 2.2 und 2.3 verringert hat und sich die Vorspannung erhöht hat, was bewirkt, daß die aufeinanderliegenden Ösen 2 .21 und 2.31 der Blattfeder mit einer erhöhten Kraft aufeinandergedrückt werden. Anhand von 12 läßt sich weiterhin feststellen, daß bei der Blattfeder 2 in dem in 9 dargestellten, noch nicht eingebauten Zustand die Vorspannungskapazität am Mittelteil 2.1 über die Verstellung des Knickwinkels keineswegs voll ausgeschöpft ist, also noch eine Reserve der Federverstellung zur Angleichung der Federkräfte besteht. In 12 ist der Endabschnitt 2.2 in einen Spannrahmen SP eingespannt und damit gerade gerichtet. Man erkennt, daß dann der andere Endabschnitt 2.3 im entspannten Zustand so liegt, daß sich die Öse 2 .31 jenseits der Mittellinie M befindet. In strichpunktierten Linien ist die Stellung des Endabschnitts 2.3' in dem Zustand angedeutet, in dem beide Endabschnitte freigegeben sind. Gestrichelt ist noch die Lage des Endabschnitts 2.3'' bei größter Aufweitung der Blattfeder 2 angedeutet. Die in 12 eingetragene Größe x stellt die elastische Federverformung einer Hälfte der Blattfeder dar vom entspannten Zustand bis zur vorgesehenen maximalen Aufweitung. Auf diesem Federweg soll die Blattfeder 2 eine lineare Kennlinie besitzen. Diese Kennlinie muß zur Kompensation an die Kennlinie der Schraubendruckfeder 1 angepaßt sein und für die Einhaltung dieser Anpassung ist von Bedeutung, daß die Größe x der Länge der Schwenkhebel 3.1 und 3.2 des Koppelelements entspricht.

Die dargestellte Ausführungsform der Aufhängevorrichtung mit der besonderen platzsparenden Ausbildung der Blattfeder und der ebenfalls platzsparenden Ausbildung des Koppelelements macht es möglich, die gesamte Aufhängevorrichtung, wie den Zeichnungen zu entnehmen, in einem relativ schmal gebauten rechteckigen Gehäuse anzuordnen.

Im folgenden wird anhand der 1, 5 und 6 die Wirkungsweise der oben beschriebenen Aufhängevorrichtung erläutert.

Das Funktionsprinzip der Aufhängevorrichtung fußt auf der Gesetzmäßigkeit des Kräfteparallelogramms. Auf das Lasttrageteil L wirkt die Kraft F der Last, die über die Gestängekupplung 1.31-1.32 und den beweglichen Federteller 1.1 auf die Schraubendruckfeder 1 übertragen wird und diese zusammendrückt. Die Kraft der als Druckfeder ausgebildeten Blattfeder 2 wirkt über das Koppelelement mit den Schwenkhebeln 3.1 und 3.2 ebenfalls auf das Kupplungsgestänge 1 .31-1.32 und damit den beweglichen Federteller 1.1. Diese Ausgleichskräfte werden je nach der Stellung des Koppelelements und damit der Winkelstellung der Schwenkhebel 3.1 und 3.2 in unterschiedlicher Weise auf die Gestängekupplung übertragen. Wie aus den 1, 5 und 6 leicht abzulesen, entsteht in dem in 1 dargestellten Zustand der Schraubendruckfeder 1, bei welchem sich der bewegliche Federteller 1.1 in der oberen Stellung befindet, aufgrund der eingeleiteten Zusatzkräfte eine die Kraft der Schraubendruckfeder 1 unterstützende resultierende Zusatzkraft. Bei zunehmender Belastung und entsprechend stärkerer Einfederung der Schraubendruckfeder 1 gelangt diese in den in 5 dargestellten Zustand, bei der sich die von der Blattfeder 2 eingeleiteten Kräfte gegenseitig aufheben und die resultierende Zusatzkraft den Wert 0 annimmt. Bei noch stärkerer Belastung und Einfederung der Schraubendruckfeder 1 entsteht, wie in 6 dargestellt, eine resultierende Zusatzkraft mit umgekehrter Wirkungsrichtung zur Kraft der Schraubendruckfeder 1, so daß die resultierende Zusatzkraft mindernd auf die Hauptfederkraft wirkt. Die einzelnen Komponenten des oben beschriebenen Federsystems sind so aufeinander abgestimmt, daß die Veränderung der Ausgleichskraft genau der Kennlinie der Schraubendruckfeder 1 entspricht. Dadurch kann die Kraft der Schraubendruckfeder 1 stufenlos zu einer konstanten Stützkraft ausgeglichen werden.

Aus den oben geschilderten Zusammenhängen ergibt sich, daß die Summe aus der Kraft der Schraubendruckfeder 1, also der Hauptfederung, und der aus der Blattfeder 2 abgeleiteten resultierenden Ausgleichskraft gleich der Stützkraft einer bestimmten Last in jedem Punkt des Bewegungsbereiches ist. Damit ist eine konstant bleibende Zugkraft sichergestellt.


Anspruch[de]
  1. Aushängevorrichtung für sich in vertikaler Richtung verschiebende Lasten, insbesondere Rohrleitungen und dergleichen, mit konstant bleibender Zugkraft, bei der zu der zwischen einem Aufhängeteil und einem Lasttrageteil angeordneten, die Last aufnehmenden Hauptfederung eine Zusatzfederung zur Kompensation der sich ändernden Zug-Druckkraft der Hauptfederung vorgesehen ist, die als Druckfederung ausgebildet ist und von der die Kompensationskräfte von zwei Seiten her und symmetrisch und quer zur Hauptachse der Hauptfederung über ein Koppelelement auf das Lasttrageteil übertragen werden, wobei das Koppelelement so ausgebildet ist, daß es die Kompensationskräfte mit der Wirkung eines Kräfteparallelogramms in die Richtung der Hauptachse der Hauptfederung derart überträgt, daß, je nach dem Federweg der Hauptfederung eine Unterstützung oder Kompensation der auf das Lasttrageteil wirkenden Kräfte erfolgt, wobei das als Spreizelement ausgebildete Koppelelement im wesentlichen auf der Hauptachse der Hauptfederung unmittelbar vor einem Ende der Hauptfederung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzfederung eine Blattfeder (2) aufweist, die ein im wesentlichen U-förmig ausgebildetes Mittelteil (2.1) besitzt, an dessen Schenkel sich jeweils in Bezug auf die Symmetrieachse des U konkav gekrümmt nach innen verlaufende Endabschnitte (2.2, 2.3) anschließen, wobei die Blattfeder (2) so angeordnet ist, daß die Basis ihres Mittelteils (2.1) vor dem anderen Ende der Hauptfederung (1) am Aufhängeteil (A) in Querrichtung zur Hauptachse der Hauptfederung (1) geführt ist und die Schenkel des Mittelteils (2.1) und die Endabschnitte (2.2, 2.3) zu beiden Seiten der Hauptfederung (1) entlanggeführt sind und die freien, einander gegenüberliegenden Enden der Endabschnitte (2.2, 2.3) der Blattfeder (2) an das im Bereich zwischen diesen freien Enden angeordnete Koppelelement (3.1, 3.2) angeschlossen sind.
  2. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis des Mittelteils (2.1) der Blattfeder (2) mindestens auf einem Teil ihrer Länge einen zum Inneren des U-förmigen Mittelteils hin gekrümmten Teilabschnitt (2.11) aufweist.
  3. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis des Mittelteils (2.1) der Blattfeder (2) auf ihrer Quermittelachse mindestens zwei zu beiden Seiten der Längsmittelachse angeordnete Bohrungen (2 .12, 2.13) aufweist, durch die jeweils Verstellschrauben (6.1, 6.2) derart geführt sind, daß ihre Schraubenköpfe an der Innenseite der Basis anliegen und die Schraubenbolzen in ein an der Außenseite der Basis angeordnetes Anschlagstück (6.3) verstellbar eingeschraubt sind.
  4. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (2) so ausgebildet und/oder mit einer solchen Vorspannung versehen ist, daß im vom Koppelelement (3.1, 3.2) getrennten Zustand minimaler Aufweitung der Blattfeder (2) die freien Enden der Endabschnitte (2.2, 2.3) mit vorgegebener Kraft aneinander anliegen.
  5. Aushängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (2) im an das Koppelelement (3.1, 3.2) angeschlossenen Zustand mindestens auf dem Federweg zwischen einer Stellung minimaler Aufweitung und einer Stellung maximaler Aufweitung durch das Koppelelement eine lineare Kennlinie besitzt.
  6. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (2) an den freien Enden der Endabschnitte (2.2, 2.3) mit Befestigungsösen (2 .21, 2.31) für Bolzenverbindungen versehen ist.
  7. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Innenraum der als Schraubenfeder (1) ausgebildeten Hauptfederung in Richtung von deren Hauptachse eine Gestängekupplung (1 .31, 1.32) geführt ist, die an ihrem oberen Ende mit dem das Lasttrageteil bildenden beweglichen Federteller der Hauptfederung verbunden ist, während ihr unteres, durch das feste Widerlager (1.2) der Hauptfederung hindurchgeführtes Ende das Koppelelement (3.1, 3.2) trägt.
  8. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (2) aus mindestens einem Flachstahlstück besteht, das eine aus zwei gleichförmigen Trapezen, deren längere Grundlinien zusammenfallen, gebildete Form aufweist.
  9. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Koppelelement zwei an der Gestängekupplung (1 .31, 1.32) gelagerte Schwenkhebel (3.1, 3.2) aufweist, die jeweils an ihren anderen Enden über Gelenkachsen (4.3, 4.4) mit den freien Enden der Endabschnitte (2.2, 2.3) der Blattfeder (2) verbunden sind.
  10. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebel (3.1, 3.2) jeweils an den Enden von fest mit der Gestängekupplung (1 .31, 1.32) verbundenen, quer zu ihr verlaufenden Ansätzen (4.1, 4.2) gelenkig gelagert sind und einander überkreuzend so angeordnet sind, daß jeder Schwenkhebel (3.1, 3.2) mit dem freien Ende eines Endabschnittes (2.3, 2.2) der Blattfeder (2) gelenkig verbunden ist, der dem jeweils anderen Ansatz (4.2, 4.1) zugewandt ist.
  11. Aushängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptfederung (1) innerhalb eines fest mit dem Aufhängeteil (A) verbundenen, rohrförmigen Gehäuses (7) mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt angeordnet ist.
  12. Aushängevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (2) als Ganzes innerhalb des Gehäuses (7) angeordnet ist.
  13. Aushängevorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) am oberen Ende einen Querträger (8) aufweist, dessen Enden über die Seitenwände des Gehäuses (7) hinausragen und am beweglichen Federteller (1.1) der Hauptfederung parallel zum Querträger (8) verlaufende, durch Schlitze (7.1, 7.2) aus den Gehäusewänden herausgeführten Nasen (1 .11, 1.12) angeordnet sind und zwischen dem Querträger (8) und den Nasen (1 .11, 1.12) jeweils Blockierbolzen angeordnet sind zur stufenlosen Blockierung des beweglichen Federtellers (1.1) in beiden Richtungen.
  14. Aushängevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gestängekupplung zweiteilig aufgebaut ist mit einem das Koppelelement (3.1, 3.2) tragenden Unterteil (1 .31) und einem am beweglichen Federteller (1.1) der Hauptfederung (1) befestigten, in das Unterteil (1 .31) einschraubbaren Oberteil (1 .32).
  15. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Oberteil (1 .32) und Unterteil (1 .31) der Gestängekupplung eine lösbare Verdrehsicherung (1 .33) angeordnet ist.
  16. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des und koaxial zum beweglichen Federteller (1.1) ein mit diesem fest verbundenes Zahnrad (9) angeordnet ist, in das an einer Seite eine lösbare Verdrehsicherung (9.1) und an einer anderen Seite ein von außen mittels eines Werkzeugs betätigbares Lastverstellzahnrad (9.2) eingreift.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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