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Be- und Entlüftungsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug - Dokument DE10206912B4
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10206912B4 11.03.2004
Titel Be- und Entlüftungsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Webasto Vehicle Systems International GmbH, 82131 Stockdorf, DE
Erfinder Pfalzgraf, Manfred, 82211 Herrsching, DE;
Schätzler, Walter, 82319 Starnberg, DE
Vertreter Hannke, C., Dipl.-Phys. Univ., Pat.-Anw., 93047 Regensburg
DE-Anmeldedatum 19.02.2002
DE-Aktenzeichen 10206912
Offenlegungstag 04.09.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.2004
IPC-Hauptklasse B60H 1/26
IPC-Nebenklasse B60J 7/00   B60J 7/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Be- und Entlüftungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem Fahrzeugdach und mindestens einer lichtdurchlässigen Seitenscheibe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Be- und Entlüftungsvorrichtungen für Kraftfahrzeuge mit einem Fahrzeugdach sind in vielfältiger Weise bekannt. In der US 5 672 101 A wird eine solarbetriebene Ventilatorabdeckung zum außenseitigen Abdecken einer dachseitigen Öffnung gezeigt. Diese Abdeckung beinhaltet u.a. eine Öffnung, durch die ein Luftstrom aus dem Fahrzeuginneren mittels des Ventilators nach außen geleitet wird. Derartige Abdeckungen setzen voraus, daß eine unverschlossene Öffnung im Dach zur Ableitung der innenseitigen Luft vorhanden ist. Desweiteren ist ein separater Aufbau auf dem Fahrzeugdach für das Bereitstellen einer derartigen Abdeckung notwendig, wodurch sich ein erhöhter Strömungswiderstand des fahrenden Fahrzeuges und der Umbau des Fahrzeugdaches für das Anbringen der Abdeckung ergibt.

Sofern eine Öffnung im Fahrzeugdach mit einer lichtdurchlässigen Dachscheibe versehen ist, welche nicht von einer fahrzeugaußenseitigen Abdeckung überdeckt wird, erwärmt sich die fahrzeuginnenseitige Luft unterhalb einer derartigen geschlossenen Dachscheibe durch den Einfall des Sonnenlichts überdurchschnittlich stark. Es entsteht hier eine unangenehme Direktabstrahlung von Stauwärme im Kopfbereich und darunter. Dies hat zur Folge, daß insbesondere großgewachsene Personen eine unerwünschte Aufwärmung im Oberkörperbereich erfahren. Dies kann als Folgen u.a. einen Schwitzeffekt und im extremen Fall eine Beeinträchtigung des Sehvermögens mit sich ziehen.

Üblicherweise ist unterhalb der lichtdurchlässigen Scheibe, die aus Glas oder Kunststoff bestehen kann, ein Abdeckelement, beispielsweise ein Schiebehimmel oder eine Rollo-Anordnung, wie . sie in DE 195 00 367 C1 gezeigt wird, angeordnet, um es den Fahrzeugbenutzern zu ermöglichen, den Lichteinfall durch Abdecken der lichtdurchlässigen Scheibe zu regulieren.

Alternativ kann die lichtdurchlässige Scheibe derart ausgestaltet sein, daß sich die Transmission von Licht durch die Scheibe hindurch einstellen läßt. Zu diesem Zweck ist es bekannt, die Scheibe beispielsweise mit einer Flüssigkristallschicht zu versehen, deren Transparenz in Abhängigkeit von der daran angelegten elektrischen Spannung steuerbar ist, wie es in der DE 38 17 946 A1 gezeigt wird. Ferner ist es bekannt, die lichtdurchlässige Scheibe mit einer elektrochromen Beschichtung zu versehen, um die Licht-Transparenz der Scheibe durch die angelegte Spannung zu steuern. Dies wird in der DE 196 30 812 A1 gezeigt.

Weiterhin tritt bei Dach- und Seitenscheiben eines Fahrzeuges insbesondere im Winter häufig das Problem auf, daß erstens eine stetig nachströmende, sehr unangenehme Ausstrahlkälte unmittelbar in der Nähe der Scheiben entsteht und zweitens diese nur unzureichend und örtlich begrenzt von der Innenseite aus mit Warmluft versorgt werden, die dazu dienen kann, daß die beschlagene oder mit Eis außenseitig bedeckte Seitenscheibe für den Fahrzeugbenutzer nicht durchsehbar ist oder durch eine im Armaturenbrett angeordnete Lüfteröffnung ein sehr starker, störender und zugiger Luftstrom entsteht. Diese Ausführungen gelten insbesondere auch für die Dachscheibe, die in der Regel nicht von einem speziellen Belüftungssystem zum Zuführen von warmer Luft umgeben ist.

DE 24 26 946 A1 betrifft ein Fahrzeug mit luftdurchströmtem Zwischendach und Dachverkleidung. Das hierbei zugrunde liegende Luftzirkulationsprinzip ist mit Luftaustrittsöffnungen verbunden, die zum Auslassen von Luft aus einem zwischen einer Dachverkleidung und einer Dachhaut angeordneten Zwischenraum in einen Fahrzeuginnenraum hinein dienen, wobei die Luft im Bereich der Heckscheibe in den Zwischenraum hineingesaugt wird. Bei dem Gegenstand der DE 24 26 946 A1 ist vorrangig angestrebt, ohne zusätzlichen Heizaufwand und möglichst ohne die Notwendigkeit des Vorsehens von Gebläsen einen erheblich verbesserten Heizeffekt bezüglich des Fahrgastraumes zu erreichen. Demzufolge wird eine Beheizung des Fahrgastraumes allgemein, jedoch nicht eine gezielte Erwärmung bestimmter Fahrzeugteile, wie beispielsweise Fahrzeugscheiben, beschrieben.

Auch in der DE 40 22 928 C1, die ein Lüfterdach für Fahrzeuge mit einem in der Dachhaut ausgebildeten Dachausschnitt, der mittels eines Deckels verschließbar ist, betrifft, ist eine gezielte Be- und Entlüftung von im Fahrzeugdach oder im Seitenbereich angeordneten lichtdurchlässigen Scheiben nicht vorgesehen.

Demzufolge liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Be- und Entlüftungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit mindestens einer Dachscheibe und mindestens einer Seitenscheibe zur Verfügung zu stellen, welche eine ausreichende Be- und Entlüftung im Fahrzeuginneren im Bereich der Dachscheibe und wahlweise zusätzlich im Bereich der Seitenscheiben sicherstellt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Kerngedanke der Erfindung ist die Ausbildung von nahe dem Fahrzeugdach fahrzeuginnenseitig angeordneten Luftauslaßöffnungen eines Luftführungskanals auch als Lufteinlaßöffnungen des Luftführungskanals zum wahlweisen gezielten Zu- oder Abführen von Luft zu oder von der Innenseite mindestens einer in dem Fahrzeugdach angeordneten lichtdurchlässigen Dachscheibe, die Anordnung mindestens eines Lüfters innerhalb des Luftführungskanals zum Anblasen oder Ansaugen der Luft und die Anordnung des Luftführungskanals parallel entlang fahrzeuglängsseitigen Rändern der Dachscheibe. Auf diese Weise kann im Sommer, wenn sich die Luft unterhalb der Dachscheibe aufgrund der Sonneneinstrahlung erwärmt hat und sich demzufolge eine Stauwärme in diesem Bereich bildet, diese mittels der Luftein- und -auslaßöffnungen und des Luftführungskanals mit dem Lüfter abgeführt werden. Somit wird die Umgebung im Bereich der Köpfe der das Fahrzeug benutzenden Personen entlüftet.

Demgegenüber kann im Winter gezielt Luft, die zuvor erwärmt worden ist, auf die Dachscheibe der Fahrzeuginnenseite geleitet werden, so daß ein Beschlagen und/oder Vereisen der Dachscheibe verhindert werden kann bzw. eine zugfreie Enteisung der Dachscheibe und Seitenscheiben durchgeführt werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Be- und Entlüftungsvorrichtung derart ausgebildet, daß zusätzlich Luftein- und -auslaßöffnungen oberhalb der Seitenscheibe fahrzeuginnenseitig angeordnet sind, die dazu dienen, flächendeckend warme Luft über den Luftführungskanal mittels des mindestens einen Lüfters auf die Innenseite der Scheitenscheiben. zu leiten. Hierdurch wird ein Beschlagen und Vereisen der Seitenscheiben weitestgehend zugfrei verhindert bzw. eine Enteisung der Seitenscheiben bewirkt.

Vorzugsweise kann die aus dem Bereich der Dachscheibe abgeführte Warmluft mittels der Lüfters und des Luftführungskanals den Innenseiten der Seitenscheiben zugeführt werden. Eine derartige Ab- und Zuführung von Luft wird durch die Anordnung des Luftführungskanals zwischen den Längsseitenrändern der Seitenscheiben und einem Seitenrand der Dachscheibe erreicht. Hierbei kann die Luft auf dem Weg zwischen den dachscheibenseitigen Luftein- und -auslaßöffnungen und den seitenscheibenseitigen Luftein- und -auslaßöffnungen innerhalb des Luftführungskanals mittels einer Vorrichtung zum Erwärmen der Luft, insbesondere eines PTC-Elements in Kombination mit einem Wärmetauscher, zusätzlich erwärmt werden. Auf diese Weise ist die Bildung eines Wärmevorhangs an den Innenseiten der Seitenscheiben sichergestellt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann in dem Luftführungskanal und/oder an den Luftein- und -auslaßöffnungen eine Vorrichtung zum Abkühlen von Luft, beispielsweise in Form eines Peltier-Kühlelements, angeordnet werden, um während der Sommerzeit im Bereich der Dachscheibe und/oder im Bereich der Seitenscheiben kühlende luft zur optimalen Klimatisierung des Fahrzeuginnenraumes zuzuführen.

Der in dem Luftführungskanal angeordnete Lüfter ist derart ausgebildet, daß er durch Umkehr der Drehrichtung seines Lüfterrads oder durch Verschwenken des Lüfters um beispielsweise 180° Luft entweder in das Fahrzeuginnere bläst oder aus dem Fahrzeuginneren absaugt. Eine derartige Umstellung von Be- auf Entlüften des Fahrzeuginnenraumes kann ebenso durch die Anordnung von zwei Lüftern innerhalb des Luftführungskanals sichergestellt werden, wobei nur einer der Lüfter entweder für die Be- oder die Entlüftung des Fahrzeuginnenraums jeweils betrieben wird.

Der bzw. die Lüfter sind entweder als Axiallüfter mit einem Lüfterrad, welches sich um eine in Längsrichtung des Luftführungskanals verlaufende Drehachse dreht, oder als Radiallüfter mit einem um eine in Querrichtung des Luftführungskanals verlaufende Drehachse drehbaren Lüfterrad ausgebildet.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung können innerhalb des Luftführungskanals Leitschaufeln dazu angeordnet sein, daß die in dem Luftführungskanal befindliche Luft jeweils einer Luftein- und -auslaßöffnung zugeleitet wird. Ebenso können die Leitschaufeln dazu dienen, die aus dem Fahrzeuginnenraum über die Luftein- und -auslaßöffnungen angesaugte Luft gezielt in den Luftführungskanal einzuleiten.

Die Luftein- und -auslaßöffnungen weisen zusätzlich Schließeinrichtungen auf, um einzeln oder zusammen geschlossen oder geöffnet werden zu können. Auf diese Weise können beispielsweise die dem Luftführungskanal unterseitig zugeordneten Lufteinund -auslaßöffnungen für die Seitenscheiben verschlossen werden, um die aus dem Bereich der Dachscheibe abgesaugte Luft über den Luftführungskanal fahrzeugaußenseitig abzuleiten.

Vorzugsweise weist die Be- und Entlüftungsvorrichtung eine Einrichtung zum Steuern eines Luftstromes im Bereich der Dachscheibe und/oder der Seitenscheibe durch Betätigung des/der Lüfter und der Schließvorrichtungen auf. Somit ist eine Koordination zwischen einem Be- und Entlüftungsvorgang und dem Be- und Entlüftungsort, nämlich den zu be- bzw. entlüftenden Dachscheiben- oder Seitenscheibenbereich, möglich. Beispielsweise kann sowohl in dem Bereich der Dachscheibe als auch im Bereich der Seitenscheiben warme Luft in das Fahrzeuginnere eingeleitet werden, um eine Enteisung sowohl der Dach- als auch der Seitenscheiben zu erreichen. Alternativ kann Stauwärmeluft aus dem Bereich der Dachscheibe über die dachscheibennahen Luftein- und -auslaßöffnungen in den Luftführungskanal eingesaugt werden und nach einer Erwärmung mittels des PTC-Elements und des Wärmetauschers der Seitenscheibe zugeführt werden, um dadurch eine beschlagfreie Seitenscheibe zu erhalten.

Um zusätzlich die Erwärmung und die Abkühlung des innerhalb des Luftführungskanals vorhandenen Luftstroms mit der Betätigung der Schließvorrichtungen und den Zu- und Abführvorgängen der Luft zu koordinieren, weist die Einrichtung zum Steuern des Luftstroms zusätzlich eine Steuerschaltung zum wahlweisen Ansteuern der Vorrichtungen zum Erwärmen und/oder Abkühlen der Luft auf.

Weitere Vorteile und Zweckmäßigkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Hierbei zeigen:

1 eine schematische perspektivische Ansicht von unten auf ein Fahrzeugdach während der Montage von Teilen der erfindungsgemäßen Be- und Entlüftungsvorrichtung;

2 eine schematische perspektivische Ansicht eines Fahrzeugs mit einem Fahrzeugdach und Seitenscheiben und mit der erfindungsgemäßen Be- und Entlüftungsvorrichtung, und

3 eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Be- und Entlüftungsvorrichtung.

Das in 1 schematisch dargestellte Fahrzeugdach 1 setzt sich aus lichtdurchlässigen Dachteilen in Form von Dachscheiben 2 und einen diese Dachscheiben umgebenden Dachrahmen 3 zusammen. Die Dachscheiben 2 sind in dem Dachrahmen 3 entweder fest oder mittels eines Antriebs in bekannter Weise verstellbar montiert.

Die als Deckel ausgebildeten Dachscheiben 2 bestehen aus einem transparenten Glas- oder Kunststoffmaterial, das in seinem Randbereich umschäumt und mit hier nicht dargestellten Befestigungselementen versehen ist. Die Dachscheibe kann vorzugsweise derart ausgebildet sein, daß die Lichtdurchlässigkeit in den Fahrzeuginnenraum einstellbar ist.

Ein dachscheibenunterseitig angeordnete Abdeckanordnung in Form eines Schiebehimmels oder einer Rollo-Anordnung kann sich bei einem Fahrzeug mit der erfindungsgemäßen Be- und Entlüftungsvorrichtung erübrigen, so daß der Bauraumbedarf des Fahrzeugdaches erheblich verringert werden kann. Demzufolge steht der das Fahrzeug benutzenden Person mehr Kopffreiheit zur Verfügung.

Zu beiden Seiten der Dachscheiben 2 ist jeweils ein Verkleidungsteil 5 vorgesehen, welches sich in Fahrzeugslängsrichtung erstreckt und einen in Längsrichtung verlaufenden Luftführungskanal 8 und senkrecht zu dem Luftführungskanal 8 abzweigenden Luftein- und -auslaßöffnungen 6 und 7 aufweist. Die Verkleidungsteile 5 werden vormontiert und können dann bei der Endmontage in der in 1 mit Pfeilen angedeuteten Weise am Fahrzeugdach angebracht werden.

Die seitenscheibenseitigen Luftein- und -auslaßöffnungen 7 sind an der Unterseite des Verkleidungsteils 5 angebracht, um den Innenseiten der Seitenscheiben flächendeckend Luft zu- oder abzuführen.

Die dachseitigen Luftein- und -auslaßöffnungen 6 hingegen sind seitlich zu den Dachscheiben hingewandt, wodurch ein Zu- und Abführen von Luft im Bereich der Dachscheibe gezielt möglich ist.

In 2 wird ein Fahrzeuginnenraum mit eingebauten Verkleidungen 5 und darin angeordneten dach- und seitenscheibenseitigen Luftein- und -auslaßöffnungen 6 und 7 zur Be- und Entlüftung der Bereiche der Dachscheibe und Seitenscheiben gezeigt. Das Fahrzeugdach 1 besteht aus zwei voneinander getrennten Dachscheiben 2, die in dem Rahmen 3 angeordnet sind. Die in Fahrtrichtung des Fahrzeuges vorne befindliche Dachscheibe 2 ist in einem an sich bekannten Schiebe-Hebedach angeordnet, während die im Fondbereich des Fahrzeuges befindliche Scheibe 2 in dem Rahmen 3 unbeweglich befestigt ist.

Die links- und rechtsseitig verlaufenden Verkleidungen 5 weisen jeweils zwei dachseitige Luftein- und -auslaßöffnungen 6 auf, wobei sich jeweils eine dachseitige Luftein- und -auslaßöffnung 6 im vorderen Bereich und jeweils eine dachseitige Luftein- und auslaßöffnung 6 im Fondbereich des Fahrzeuges befinden.

Zudem weisen die Verkleidungen 5 unterseitig angeordnete seitenscheibenseitige Lufteinund -auslaßöffnungen 7 auf, die dazu dienen, Luft den Seitenscheiben flächendeckend zuzuführen oder von diesen abzusaugen. Für eine effektive und flächendeckende Bildung eines Wärmevorhangs entlang der Innenseite der Seitenscheiben sind die Luftein- und -auslaßöffnungen 7 parallel zu den Seitenscheiben ausgerichtet.

Durch die zusätzliche Anordnung einer Anzahl von Lüftungsgittern 11, die bewegbar angeordnet sind, kann die aus dem Luftführungskanal ausströmende Luft in verschiedene Richtungen ausgeblasen werden. Durch Ausrichten der Lüftungsgitter 11, entweder von Hand oder elektrisch, kann erreicht werden, daß ein Teil der aus der dachseitigen Luftein- und -auslaßöffnung 6 ausströmenden Luft gegen die vorderseitige Dachscheibe 2 und ein weiterer Teil in Richtung des Fahrersitzes 12, insbesondere in Richtung des Kopfes eines hier nicht gezeigten Fahrers, gelenkt wird.

Mittels hier nicht gezeigter mit den Lüftungsgittern verbundener Schließvorrichtungen an den dach- und seitenscheibenseitigen Luftein- und -auslaßöffnungen 6 und 7 ist es möglich, für jede Luftein- und -auslaßöffnung 6 und 7 individuell zu bestimmen, ob ein Luftstrom austreten bzw. eingesaugt werden soll oder nicht. Derartige Schließvorrichtungen werden mittels einer Einrichtung zur Steuerung des Luftstroms und der Schließvorrichtungen betätigt. Eine derartige Einrichtung zur Steuerung kann zentral im vorderen Bereich des Fahrzeuges innerhalb des Armaturenbrettes angeordnet sein.

Die Einrichtung zur Steuerung des Luftstroms steuert, wenn gewünscht, nach einem vorbestimmten Programm den Luftstrom, der derart ausgerichtet sein kann, daß er entweder aus dem Bereich der Dachscheibe in die dachseitigen Luftein- und -auslaßöffnungen 6 hineinführt, um dann innerhalb des Luftführungskanals entweder an die Luftein- und -auslaßöffnungen weitergeleitet zu werden oder aus dem Fahrzeug herausgeleitet zu werden, oder der in das Fahrzeuginnere über die seitenscheibenseitigen Luftein- und -auslaßöffnungen 6 und/oder 7 hineinführt, um eine Erwärmung und/oder Abkühlung des Fahrzeuginnenraumes zu erreichen.

Eine hier nicht dargestellte Steuerschaltung steht in Verbindung mit der Einrichtung zur Steuerung des Luftstromes und bewirkt eine Koordination zwischen den Ent- und Belüftungsvorgängen und den Erwärmungs- bzw. Abkühlungsvorgängen der Luft.

3 zeigt eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform einer Be- und Entlüftungsvorrichtung. Das Fahrzeugdach 1 beinhaltet u.a. einen als Dachscheibe ausgebildeten Deckel 2. Der in dieser Querschnittsansicht mittels Pfeilen dargestellte Luftstrom verläuft von dem Bereich der Dachscheibe durch die dachseitige Luftein- und -auslaßöffnung 6 hindurch zu einem Lüfter 10, der die unter dem Dach angestaute Warmluft ansaugt. Der Lüfter 10 leitet den Luftstrom unter Hinzuführung zusätzlicher aus dem Luftführungskanal 8 kommenden Luft an einem Wärmetauscher mit einem PTC-Heizelement vorbei, welches die vorbeiströmende Luft auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt. Ein derartiger Wärmetauscher mit einem Heizelement kann ebenso an den Luftein- und -auslaßöffnungen 6 und 7 angeordnet sein, wie es beispielsweise hier an der dachseitigen Luftein- und -auslaßöffnung 6 gezeigt wird.

Die Luft tritt anschließend aus der seitenscheibenseitigen Luftein- und -auslaßöffnung 7 aus, um als Wärmevorhang an der Innenseite der Seitenscheibe 4 flächendeckend zu wirken. Auf diese Weise wird warme Luft, die sich im Bereich der Dachscheibe fahrzeuginnenseitig ansammelt, dazu verwendet, unter nochmaliger Erwärmung die Seitenscheiben 4 flächendeckend zu enteisen.

Fahrzeuginnenseitig ist zur Verkleidung der erfindungsgemäßen Be- und Entlüftungsvorrichtung ein Fahrzeughimmel 13 angeordnet.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarte Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

1 Fahrzeugdach 2 Dachscheibe 3 Dachrahmen 4 Seitenscheibe 5 Verkleidung 6 dachseitige Luftein- und -auslaßöffnung 7 Seitenscheibenseitige Luftein- und -auslaßöffnung 8 Luftführungskanal 9 Vorrichtung zum Erwärmen und/oder Abkühlen der Luft 10. Lüfter 11 Lüftungsgitter 12 Fahrzeugsitz 13 Fahrzeughimmel

Anspruch[de]
  1. Be- und Entlüftungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem Fahrzeugdach (1), mindestens einer lichtdurchlässigen Seitenscheibe (4), mindestens einem Luftführungskanal (8) und nahe dem Fahrzeugdach (1) fahrzeuginnenseitig angeordneten Luftauslassöffnungen (6) des Luftführungskanals (8) zum Zuführen von Luft im Bereich des Fahrzeugdachs, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftauslassöffnungen (6) des Luftführungskanals (8) auch als Lufteinlassöffnungen (6) des Luftführungskanals (8) zum wahlweisen gezielten Zu- oder Abführen von Luft zu oder von der Innenseite mindestens einer in dem Fahrzeugdach (1) angeordneten lichtdurchlässigen Dachscheibe (2) ausgebildet sind und mindestens ein Lüfter (10) innerhalb des Luftführungskanals (8) zum Anblasen oder Ansaugen der Luft angeordnet ist, wobei der Luftführungskanal (8) parallel entlang fahrzeuglängsseitigen Rändern der Dachscheibe (2) angeordnet ist.
  2. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Seitenscheibe (4) fahrzeuginnenseitig Luftein- und -auslaßöffnungen (7) zum Zu- und Abführen von Luft im Bereich der Seitenscheibe (4) angeordnet sind.
  3. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftführungskanal (8) parallel zu dem Längsseitenrand der Seitenscheibe (4) und zu einem Seitenrand einer im Fahrzeugdach (1) angeordneten lichtdurchlässigen Dachscheibe (2) angeordnet ist, und die fahrzeuginnenseitig angeordneten Lufteinund -auslaßöffnungen (6) zu der Dachscheibe hin angeordnet sind.
  4. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lüfter derart ausgebildet ist, daß er vorzugsweise warme Luft aus dem Bereich der Dachscheibe (2) abführt.
  5. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Luftführungskanal (8) ein erster Lüfter zum Abführen von vorzugsweise warmer Luft aus dem Bereich der Dachscheibe (2) und ein zweiter Lüfter zum Zuführen der abgeführten Luft zu der Seitenscheibe (4) angeordnet sind.
  6. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Luftführungskanal (8) und/oder an den Luftein- und -auslaßöffnungen (6, 7) eine Vorrichtung zum Erwärmen von Luft und/oder eine Vorrichtung zum Abkühlen von Luft angeordnet sind/ist.
  7. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß die Vorrichtung zum Erwärmen von Luft mindestens ein PTC-Heizelement (9) und die Vorrichtung zum Abkühlen von Luft mindestens ein Peltier-Kühlelement umfaßt.
  8. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Lüfter (10) als Axiallüfter mit einem um eine in Längsrichtung des Luftführungskanals (8) verlaufende Drehachse drehbaren Lüftenad ausgebildet ist bzw. sind.
  9. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Lüfter (10) als Radiallüfter mit einem um eine in Querrichtung des Luftführungskanals (8) verlaufende Drehachse drehbaren Lüftenad ausgebildet ist bzw. sind.
  10. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftein- und -auslaßöffnungen (6, 7) sich seitlich und nach unten aus dem Luftführungskanal (8) erstrecken.
  11. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft mittels Leitschaufeln aus dem Luftführungskanal (8) zu den jeweiligen Lufteinund -auslaßöffnungen (6, 7) oder von den Luftein- und -auslaßöffnungen (6, 7) in den Luftführungskanal (8) geleitet wird.
  12. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Luftein- und -auslaßöffnungen (6, 7) im wesentlichen parallel zu den Scheibeninnenseiten erstrecken.
  13. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftführungskanal (8) als Verkleidungsteil ausgebildet ist, der dachseitig im Fahrzeuginneren angebracht ist.
  14. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Luftführungskanal (8) zum Anschluß an ein Fahrzeuggebläse ausgebildet ist.
  15. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Luftein- und -auslaußöffnung (6, 7) mittels einer Schließvorrichtung verschließbar ist.
  16. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Be- und Entlüftungsvorrichtung eine Einrichtung zum Steuern eines Luftstroms im Bereich der Dachscheibe (2) und/oder der Seitenscheibe (4) durch Betätigung des/der Lüfter (10) und der Schließvorrichtungen beinhaltet.
  17. Be- und Entlüftungsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Steuern eines Luftstroms eine Steuerschaltung zum wahlweisen Ansteuern der Vorrichtungen zum Erwärmen und/oder Abkühlen der Luft beinhaltet.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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