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Dokumentenidentifikation DE10237436A1 11.03.2004
Titel Fahrzeugtür
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Schlamp, Konrad, Dipl.-Ing., 85116 Egweil, DE
DE-Anmeldedatum 16.08.2002
DE-Aktenzeichen 10237436
Offenlegungstag 11.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.2004
IPC-Hauptklasse B60J 5/04
IPC-Nebenklasse B60J 5/00   B60J 1/17   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugtür (1) mit einem Türkasten (2), einem Fensterrahmen (3) und einer Fensterscheibe (4). Der Türkasten (2) weist einen Türkastenrahmen (5) mit einem oberen Türkasten-Längsträger (6) und eine im Türkörper (2) enthaltene Fensterhebereinrichtung (14) auf. Der Fensterrahmen (3) ist U-förmig ausgebildet mit zwei seitlichen Fensterrahmenholmen (9) und (10) als U-Schenkel mit Fensterscheibenführungen (11, 12). Die Fensterscheibe (4) ist mittels der Fensterhebereinrichtung (14) zwischen einer Geschlossen-Stellung und einer in den Türkasten (2) abgesenkten Offen-Stellung verlagerbar. Erfindungsgemäß ist am Fensterrahmen (3) etwa in Höhe des Türkasten-Längsträgers (6) eine mit den seitlichen Fensterrahmenholmen (9) und (10) jeweils fest verbundene Fensterrahmen-Querstrebe (13) vorgesehen. Die Fensterhebereinrichtung (14) ist mit der Fensterrahmen-Querstrebe (13) fest verbunden, so dass der Fensterrahmen (3), die Fensterrahmen-Querstrebe (13) und die Fensterhebereinrichtung (14) ein starres Fensterrahmenmodul (17) bilden. Der Türkasten-Längsträger (6) und die Fensterrahmen-Querstrebe (13) sind voneinander durch einen Einstellungsspalt (23) beabstandet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugtür nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine durch offenkundige Vorbenutzung bekannte Fahrzeugtür umfasst einen Türkasten, einen Fensterrahmen und eine Fensterscheibe. Der Türkasten weist einen Türkastenrahmen mit einem oberen Türkasten-Längsträger und eine im Türkörper enthaltene Fensterhebereinrichtung auf. Der Fensterrahmen ist U-förmig ausgebildet mit zwei seitlichen Fensterrahmenholmen als U-Schenkel mit Fensterscheibenführungen, die mit dem Türkasten an Bereichen der oberen Türkasten-Längsträgerenden verbunden sind. Die Fensterscheibe ist mittels der Fensterhebereinrichtung zwischen einer Geschlossen-Stellung und einer in den Türkasten abgesenkten Offen-Stellung verlagerbar.

Der Türkasten bildet aufgrund des Türkastenrahmens mit dem oberen Türkasten-Längsträger eine stabile Rohbautür, die während der Produktion und bei sich anschließenden Zwischenmontageschritten eine gewünschte Steifigkeit liefert. Zur Fahrzeuginnenseite hin ist am Türkastenrahmen ein Türinnenblech angebracht, das ein oder mehrere große Montagelöcher aufweist. Diese werden mit Abdichtmatten oder mit Montageplatten, die als Montagemodule eingesetzt sind, verschlossen. Das Montagemodul dient unter anderem zur Aufnahme der Fensterhebereinrichtung. Daneben können noch z.B. Lautsprecher oder div. Zusatzteile am Montagemodul angeordnet sein.

Zur Fertigstellung der Fahrzeugtür wird die Fensterscheibe in die Fensterscheibenführungen der U-Schenkel des Fensterrahmens eingeführt und in der Geschlossen-Stellung mittels einer separaten Fensterscheibenmontage-Halteeinrichtung gehalten. Anschließend werden die U-Schenkel des Fensterrahmens in den Türkasten eingesteckt und an den Bereichen der oberen Türkasten-Längsträgerenden verbunden. Die Fensterscheibe wird mit der Fensterhebereinrichtung, die am Türkasten befestigt ist, verbunden.

Bei der Montage der nun fertig vormontierten Fahrzeugtür wird der Türkasten zu den angrenzenden Karosseriebereichen so eingestellt, dass ein einwandfreies Öffnen und Schließen der Fahrzeugtür gewährleistet ist. Durch toleranzbedingte Abweichungen kann ein Einstellen des Fensterrahmens zum Karosserie-Türausschnitt notwendig werden. Dadurch werden die Fensterscheibenführungen in den U-Schenkeln des Fensterrahmens mit verstellt, wodurch die darin geführte Fensterscheibe gegenüber der Fensterhebereinrichtung in eine nachteilig unangepasste Position gebracht wird. Die von der Bewegung der Fensterhebereinrichtung vorgegebene Bewegungsrichtung für die Fensterscheibe passt nun nicht mehr zu der durch die Fensterscheibenführungen vorgegebenen Bewegungsrichtung für die Fensterscheibe des Fensterrahmens. Somit ist beim Öffnen bzw. Schließen der Fensterscheibe ein nachteiliges Klemmen oder Reversieren möglich. Bei den vorhandenen Gegebenheiten kann nur entweder die Fahrzeugtür optimal zur Karosserie im speziellen zum Karosserie-Türausschnitt oder die Fensterscheibe optimal zum Fensterrahmen eingestellt werden.

Ist die Fahrzeugtür optimal zur Karosserie eingestellt, kann nur in einem weiteren Arbeitsgang durch ein aufwendiges Lockern der Befestigung der Fensterhebereinrichtung und im Türkasten ein anschließendes Nachstellen der Fensterhebereinrichtung, so dass die Bewegungsrichtung der Fensterhebereinrichtung für die Fensterscheibe der durch die Fensterscheibenführungen des Fensterrahmens vorgegebenen entspricht, eingestellt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fahrzeugtür zu schaffen, bei der mit der Einstellung der Fahrzeugtür zur Karosserie auch die Einstellung der Fensterscheibe zum Fensterrahmen ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Gemäß Anspruch 1 ist am Fensterrahmen etwa in Höhe des Türkasten-Längsträgers eine mit den seitlichen Fensterrahmenholmen jeweils fest verbundene Fensterrahmen-Querstrebe vorgesehen. Die Fensterhebereinrichtung ist mit der Fensterrahmen-Querstrebe unmittelbar oder mittelbar fest verbunden, so dass der Fensterrahmen, die Fensterrahmen-Querstrebe und die Fensterhebereinrichtung ein starres und in sich stabiles Fensterrahmenmodul bilden. Der Türkasten-Längsträger und die Fensterrahmen-Querstrebe sind voneinander durch einen Einstellungsspalt beabstandet. Auch der Türkasten ist insbesondere durch den Türkasten-Längsträger, der ebenfalls als Strebe wirkt, ein in sich stabiles Bauteil. Sowohl das in sich stabile Fensterrahmenmodul als auch der in sich stabile Türkasten können als separate Bauteile vor ihrem Zusammenbau problemlos gehandhabt werden und die Gesamtsteifigkeit der Fahrzeugtür ergibt sich nach dem Zusammenbau durch die Kombination bieder Bauteile.

Vorteilhaft bei dieser Fahrzeugtür ist, dass die Fensterhebereinrichtung zusammen mit dem Fensterrahmen und der Fensterrahmen-Querstrebe ein starres Fensterrahmenmodul bildet. Dadurch wird bei potentiell notwendigen Einstellarbeiten des Fensterrahmens gegenüber dem Türkasten die Fensterhebereinrichtung ebenfalls mit dem Fensterrahmen verstellt, so dass die Bewegungsrichtung der Fensterhebereinrichtung für die Fensterscheibe immer mit den Fensterscheibenführungen des Fensterrahmens bezüglich der Bewegungsrichtung zusammenpasst. Der zwischen Türkasten-Längsträger und Fensterrahmen-Querstrebe vorhandene Einstellungsspalt muss so dimensioniert sein, dass auch im ungünstigsten Toleranzfall die notwendigen Einstellarbeiten zwischen dem Fensterrahmen und dem Türkasten durchgeführt werden können. Die Fensterrahmen-Querstrebe verleiht dem Fensterrahmen, der U-förmig ausgeführt ist, eine zusätzliche Stabilität, wodurch die Montage des Fensterrahmens an den Türkasten vereinfacht ist.

Die feste Verbindung zwischen der Fensterhebereinrichtung und der Fensterrahmen-Querstrebe ist gemäß Anspruch 2 in einem Zwischenmontagezustand hergestellt. Nach einer Einstellung des Fensterrahmenmoduls bezüglich des Türkastens zur Anpassung an den Karosserie-Türausschnitt ist die Fensterhebereinrichtung unmittelbar oder mittelbar am Türkasten fixiert. Dadurch ist die Fensterhebereinrichtung nach Beendigung aller Einstellarbeiten neben der festen Verbindung zur Fensterrahmen-Querstrebe zusätzlich noch am Türkasten fixiert, so dass die Fensterhebereinrichtung stabil mit der Fahrzeugtür verbunden ist. Damit sind eine schwingungsfreie Halterung der Fensterhebereinrichtung und eine einwandfreie Verlagerung der Fensterscheibe mittels der Fensterhebereinrichtung zwischen der Geschlossen-Stellung und der in den Türkasten abgesenkten Offen-Stellung gewährleistet.

Die Fensterhebereinrichtung weist gemäß Anspruch 3 wenigstens eine Fensterheberführungsschiene auf, die parallel zu den Fensterscheibenführungen des Fensterrahmens ausgerichtet ist. Dadurch ist die Fensterscheibe während ihrer Bewegung mittels der Fensterhebereinrichtung zwischen der Geschlossen-Stellung und der Offen-Stellung einerseits durch die Fensterscheibenführungen des Fensterrahmens und andererseits mittelbar oder unmittelbar durch die Fensterheberführungsschiene geführt. Je nach Ausbildung der Fensterhebereinrichtung kann an der Fensterhebereinrichtung entweder die Fensterscheibe direkt in der Fensterheberführungsschiene geführt sein oder ein mit der Fensterscheibe verbundenes und damit mitbewegtes Bauteil der Fensterhebereinrichtung ist in der Fensterheberführungsschiene geführt. Bei etwaigen Einstellungen des Fensterrahmens gegenüber dem Türkasten wird die Fensterheberführungsschiene ebenfalls mit verstellt, so dass die Parallelität zwischen der Fensterheberführungsschiene und der Fensterscheibenführungen des Fensterrahmens aufrecht erhalten bleibt.

Gemäß Anspruch 4 ist die Fensterhebereinrichtung direkt mit der Fensterrahmen-Querstrebe verschraubt und/oder vernietet. Alternativ dazu ist die Fensterhebereinrichtung gemäß Anspruch 5 mit einem von der Fensterrahmen-Querstrebe in den Türkasten wegragenden Querstreben-Fortsatz verschraubt und/oder vernietet. Je nach zur Verfügung stehenden Bauraums bzw. nach Geometrie der Fahrzeugtür ist eine Variante zu wählen. Grundsätzlich muss die Fensterhebereinrichtung so mit der Fensterrahmen-Querstrebe verbunden sein, dass ein starres Fensterrahmenmodul gebildet ist, wozu auch andere an sich bekannte Verbindungsarten, wie z.B. Verschweißen oder Verkleben, möglich sind.

In einer einfachen Ausführung sind die Fensterrahmen-Querstrebe und der Türkasten-Längsträger gemäß Anspruch 6 im Querschnitt gesehen jeweils rechteckförmig ausgebildet. Je eine Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe und des Türkasten-Längsträgers sind einander so zugeordnet, dass dazwischen der Einstellungsspalt ausgebildet ist. Damit ist sowohl für die Fensterrahmen-Querstrebe als auch für den Türkasten-Längsträger eine einfach herzustellende Geometrie gewählt, die den geforderten Ansprüchen genügt. Ist die Fensterhebereinrichtung direkt mit der Fensterrahmen-Querstrebe verbunden, so ist durch die dementsprechende Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe eine glatte Anlagefläche für die Fensterhebereinrichtung geschaffen.

Als alternative Ausführung ist gemäß Anspruch 7 der Türkasten-Längsträger im Querschnitt gesehen L-förmig ausgebildet und die Fensterrahmen-Querstrebe im Querschnitt gesehen rechteckförmig. Eine erste Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe ist einem L-Schenkel des Türkasten-Längsträgers zugeordnet und eine zweite, der ersten direkt benachbarte Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe ist dem anderen L-Schenkel des Türkasten-Längsträgers so zugeordnet, dass zwischen den einander zugeordneten Seiten des Türkasten-Längsträgers und der Fensterrahmen-Querstrebe der Einstellungsspalt ausgebildet ist. Grundsätzlich können je nach den konkreten Gegebenheiten auch andere geometrische Formen für den Querschnitt des Türkasten-Längsträgers und den Querschnitt der Fensterrahmen-Querstrebe zur Herstellung einer stabilen Struktur verwendet werden. Im montierten Zustand des Fensterrahmens am Türkasten muss zwischen dem Türkasten-Längsträger und der Fensterrahmen-Querstrebe der Einstellungsspalt verbleiben, der so dimensioniert sein muss, dass auch bei ungünstiger Toleranzlage der beiden beteiligten Bauteile eine Einstellung des Fensterrahmens gegenüber dem Türkasten möglich ist.

Für eine Abdichtung des Türkastens gegenüber dem Fahrzeuginnenraum ist gemäß Anspruch 8 wenigstens bereichsweise wenigstens ein Dichtelement im Bereich des Einstellungsspalts angeordnet, dergestalt, dass der Einstellungsspalt abgedichtet ist. Das Dichtelement muss so ausgelegt sein, dass auch nach der Einstellung des Fensterrahmenmoduls bezüglich des Türkastens eine Abdichtfunktion vorhanden ist.

Für eine einfache Ausführung der Abdichtung des Einstellungsspalts ist gemäß Anspruch 9 an der Oberseite der Fensterrahmen-Querstrebe wenigstens bereichsweise ein Querstreben-Flanschüberstand ausgebildet, dergestalt, dass der Querstreben-Flanschüberstand wenigstens den Einstellungsspalt überdeckt und dass am Querstreben-Flanschüberstand das Dichtelement angeordnet ist. Das Dichtelement kann am Querstreben-Flanschüberstand an der Unterseite angeklebt werden oder auf dem Querstreben-Flanschüberstand aufgesteckt sein. Es ist darauf zu achten, dass der Querstreben-Flanschüberstand auch nach der Einstellung des Fensterrahmenmoduls bezüglich des Türkastens den Einstellungsspalt sicher überdeckt, so dass das Dichtelement eine Abdichtung des Einstellungsspalts bewirkt.

Gemäß Anspruch 10 ist am Türkasten-Längsträger und/oder an der Fensterrahmen-Querstrebe ein in den Einstellungsspalt ragender Flansch ausgebildet, an den ein Dichtelement anbringbar, vorzugsweise aufsteckbar, ist. Damit ist ein gängiges Schlauchprofil als Dichtelement verwendbar, das auf den in den Einstellungsspalt ragenden Flansch aufgesteckt wird.

Für die Anbringung weiterer Bauteile, wie z.B. eines Lautsprechers, ist gemäß Anspruch 11 der Türkasten zur Fahrzeuginnenseite hin mit einer Montageplatte abdeckbar, so dass die Fixierung der Fensterhebereinrichtung nach der Einstellung des Fensterrahmenmoduls an der Montageplatte erfolgt. Somit können an der Montageplatte einerseits zusätzliche Bauteile angebracht werden und andererseits ist die Fensterhebereinrichtung nach der Einstellung des Fensterrahmenmoduls bezüglich des Türkastens an der Montageplatte fixierbar.

Gemäß Anspruch 12 ist der Türkasten-Längsträger und/oder die Fensterrahmen-Querstrebe aus einem Metallmaterial hergestellt, vorzugsweise aus Aluminium oder Stahl. Damit ist ein im Automobilbau gebräuchliches Material verwendet, womit auch die im Bereich der Fahrzeugtür geforderte Steifigkeit gewährleistet ist.

In einer Weiterbildung sind gemäß Anspruch 13 der Türkasten-Längsträger und/oder die Fensterrahmen-Querstrebe jeweils als Hohlprofil ausgeführt. Dies führt einerseits zu einer optimalen Steifigkeit des Türkasten-Längsträgers und/oder der Fensterrahmen-Querstrebe und ist andererseits eine gewichtssparende Ausführung, so dass das Gesamtgewicht der Fahrzeugtür dadurch vorteilhaft gesenkt wird.

Gemäß Anspruch 14 sind der Türkasten-Längsträger und/oder die Fensterrahmen-Querstrebe als Strangprofilteil oder als Gussteil oder als Blechteil hergestellt. Damit sind die gängigen Herstellungsmethoden beansprucht, wobei grundsätzlich jedoch jede technisch mögliche Variante bei der Herstellung des Türkasten-Längsträgers und/oder der Fensterrahmen-Querstrebe einsetzbar ist.

Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische, perspektivische Darstellung einer Fahrzeugtür,

2 eine schematische Schnittdarstellung des Schnittes A-A aus 1,

3 eine schematische Darstellung einer alternativen Ausführung eines Türkasten-Längsträgers und einer Fensterrahmen-Querstrebe,

4 eine schematische Seitenansicht der Fahrzeugtür mit einer Montageplatte, und

5 eine schematische Schnittdarstellung des Schnittes B-B aus 4.

In 1 ist eine schematische Perspektivdarstellung einer Fahrzeugtür 1 gezeigt. Die Fahrzeugtür 1 besteht aus einem Türkasten 2, einem Fensterrahmen 3 und einer Fensterscheibe 4. Der Türkasten 2 weist einen Türkastenrahmen 5 mit einem oberen Türkasten-Längsträger 6 auf. Ein auf der Fahrzeugtür-Außenseite 7 angeordnetes Türaußenblech 8 (sh. 2) ist in 1 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit dargestellt. Der Fensterrahmen 3 ist U-förmig ausgebildet mit zwei seitlichen Fensterrahmenholmen 9 und 10 als U-Schenkel, in die Fensterscheibenführungen 11 und 12 eingebracht sind. Zwischen den beiden Fensterrahmenholmen 9 und 10 ist eine Fensterrahmen-Querstrebe 13, die in Fahrzeuglängsrichtung ausgerichtet ist, angeordnet. An der Fensterrahmen-Querstrebe 13 ist eine Fensterhebereinrichtung 14 mit zwei Verschraubungen 15 und 16 befestigt. Der Fensterrahmen 3, die Fensterrahmen-Querstrebe 13 und die Fensterhebereinrichtung 14 bilden zusammen ein starres Fensterrahmenmodul 17. Die Fensterscheibe 4 ist mit der Fensterhebereinrichtung 14 an einem Kontaktpunkt 18 verbunden und in den Fensterscheibenführungen 11 und 12 der Fensterrahmenholme 9 und 10 geführt. Der Kontaktpunkt 18 ist in einer Fensterheberführungsschiene 19 geführt, wobei der Antrieb für die Bewegung der Fensterscheibe 4 zwischen einer Geschlossen-Stellung und einer in den Türkasten abgesenkten Offen-Stellung aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit dargestellt ist. Die Bewegungsrichtung der Fensterscheibe 4 ist mit einem Pfeil 20 in 1 eingezeichnet. Das Fensterrahmenmodul 17 incl. der Fensterscheibe 4 ist zur Verdeutlichung der Anordnung der Fensterhebereinrichtung 14 als Explosionsdarstellung oberhalb des Türkastens 2 in 1 dargestellt. Zur Montage der Fahrzeugtür 1 werden die Fensterrahmenholme 9 und 10 in die Bereiche der oberen Türkasten-Längsträgerenden 21 und 22 eingeführt, so dass die Fensterrahmen-Querstrebe 13 in Höhe des Türkasten-Längsträgers 6 angeordnet ist und dazwischen ein Einstellungsspalt 23 (sh. 2) gebildet ist.

Nach Einbau der Fahrzeugtür 1 an das zugehörige Fahrzeug (nicht dargestellt) wird der Türkasten 2 gemäß den Scharnieranbindungen und dem Fahrzeugtürschloss ausgerichtet. Toleranzbedingt kann das Fensterrahmenmodul 17 mit der Fensterscheibe 4 nun nicht mehr zum Verlauf des Karosserie-Türausschnitts passen, so dass eine Einstellung des Fensterrahmenmoduls 17 bezüglich des Türkastens 2 zur Anpassung an den Karosserie-Türausschnitt durchgeführt werden muss. Steht z.B. das Fensterrahmenmodul 17 zu weit aus dem Karosserie-Türausschnitt, entstehen unerwünscht nachteilige Windgeräusche im Fahrbetrieb, die durch die Einstellung des Fensterrahmenmoduls 17 bezüglich des Türkastens 2 beseitigt werden können. Nach Beendigung der Einstellarbeiten wird das Fensterrahmenmodul 17 an den beiden Türkasten-Längsträgerenden 21 und 22 fest verbunden. Da die Fensterhebereinrichtung 14 mit der daran befindlichen Fensterheberführungsschiene 19 zum starren Fensterrahmenmodul 17 gehörig ist, ist diese bei den Einstellarbeiten mit verstellt worden. Somit ist auch nach den Einstellarbeiten eine Parallelität der Fensterheberführungsschiene 19 zu den Fensterscheibenführungen 11 und 12 im Fensterrahmen 3 gegeben, was ein einwandfreies Öffnen und Schließen der Fensterscheibe 4 mittels der Fensterhebereinrichtung 14 gewährleistet. Der Einstellungsspalt 23 muss so dimensioniert sein, dass alle toleranzbedingten, theoretisch möglichen Einstellungen des Fensterrahmenmoduls 17 bezüglich des Türkastens 2 durchführbar sind. Die Fensterhebereinrichtung 14 wird nach der Einstellung des Fensterrahmenmoduls 17 bezüglich des Türkastens 2 unmittelbar oder mittelbar am Türkasten fixiert (sh. 5).

In 2 ist schematisch eine Schnittdarstellung des Schnittes A-A aus 1 dargestellt. Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Der Türkasten-Längsträger 6 ist im Querschnitt gesehen L-förmig ausgebildet und die Fensterrahmen-Querstrebe 13 ist im Querschnitt gesehen rechteckförmig ausgebildet. Eine erste Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe 13 ist einem L-Schenkel des Türkasten-Längsträgers 6 zugeordnet und eine zweite, der ersten direkt benachbarte Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe 13 ist dem anderen L-Schenkel des Türkasten-Längsträgers 6 zugeordnet, so dass zwischen den einander zugeordneten Seiten des Türkasten-Längsträgers 6 und der Fensterrahmen-Querstrebe 13 der Einstellungsspalt 23 ausgebildet ist. An der Oberseite der Fensterrahmen-Querstrebe 13 ist ein Querstreben-Flanschüberstand 24 ausgebildet, der den Einstellungsspalt 23 überdeckt. Die Dimensionierung des Querstreben-Flanschüberstandes 24 ist so gewählt, dass auch nach Beendigung der Einstellung des Fensterrahmenmoduls 17 bezüglich des Türkastens 2 eine Überdeckung des Einstellungsspalts 23 durch den Querstreben-Flanschüberstand 24 gewährleistet ist. Um eine Wasser- und Dampfdichtigkeit der Fahrzeugtür 1 im Bereich des Türkasten-Längsträgers 6 und der Fensterrahmen-Querstrebe 13 zu gewährleisten, ist an der Unterseite des Querstreben-Flanschüberstandes 24 ein Dichtelement 25 angeordnet. Das Dichtelement 25 ist ebenfalls so ausgelegt, dass auch nach der Einstellung des Fensterrahmenmoduls 17 bezüglich des Türkastens 2 eine Dichtigkeit zwischen dem Türkasten-Längsträger 6 und der Fensterrahmen-Querstrebe 13 gewährleistet ist. Sowohl der Türkasten-Längsträger 6 als auch die Fensterrahmen-Querstrebe 13 sind als Hohlprofile ausgeführt, was einerseits eine gute Steifigkeit und andererseits ein geringes Gewicht der Bauteile bewirkt. Die Fensterhebereinrichtung 14 mit zugehöriger Fensterheberführungsschiene 19 ist mit der Verschraubung 16 an die Fensterrahmen-Querstrebe 13 direkt angeschraubt. An der Fensterheberführungsschiene ist über den hier nicht mit dargestellten Kontaktpunkt 18 eine Verbindung zur Fensterscheibe 4 hergestellt. Die Fensterscheibe 4 ist gegenüber dem Türaußenblech 8 an der Fahrzeugtür-Außenseite 7 und gegenüber der Fensterrahmen-Querstrebe 13 und damit gegenüber der Fahrzeugtür-Innenseite 26 mit Dichtungen 27 und 28 abgedichtet.

In 3 ist eine alternative Ausführung eines Türkasten-Längsträgers 29 und einer Fensterrahmen-Querstrebe 30 schematisch im Querschnitt dargestellt. Auf einem in einen Einstellungsspalt 31 ragenden Flansch 32, der an der Fensterrahmen-Querstrebe 30 ausgebildet ist, ist ein Dichtelement 33 zur Abdichtung des Einstellungsspalts 31 aufgesteckt. Das Dichtelement 33 ist als Schlauchdichtung ausgeführt, wobei die Dimensionierung des Schlauches so erfolgt, dass auch nach einer Einstellung des Fensterrahmenmoduls bezüglich des Türkastens eine Dichtigkeit zwischen dem Türkasten-Längsträger 29 und der Fensterrahmen-Querstrebe 30 gewährleistet ist. Grundsätzlich kann die geometrische Form des Türkasten-Längsträgers 29 und der Fensterrahmen-Querstrebe 30 und die Abdichtung des Einstellungsspalts 31 mit dem Dichtelement 33 je nach Gegebenheiten einer Fahrzeugtür ausgeführt sein.

In 4 ist die Fahrzeugtür 1 in einer Seitenansicht schematisch dargestellt, wobei nach der Montage und Einstellung des Fensterrahmenmoduls 17 am Türkasten 2 eine Montageplatte 34 auf die Fahrzeugtür-Innenseite 26 angebracht ist. Die durch die Montageplatte 34 verdeckte Fensterhebereinrichtung 14 ist an zwei Montagelöchern 35 und 36, die jeweils mit einer Abdeckung 37 und 38 abgedeckt sind, nach der Einstellung des Fensterrahmenmoduls 17 bezüglich dem Türkasten 2 mit der Montageplatte 34 und somit mit dem Türkasten 2 verschraubt.

In 5 ist schematisch eine Schnittdarstellung des Schnittes B-B aus 4 dargestellt. Die Verschraubung durch das Montageloch 36 mittels einer Schraube 39 erfolgt in eine an der Fensterhebereinrichtung 14 angebrachten Schweißmutter 40. Die mitverschraubte Abdeckung 38 ist an den Bereichen zur Montageplatte 34 mit einer Abdichtung 41 abgedichtet, so dass auch in diesem Bereich des Montagelochs 36 eine Wasser- und Dampfdichtigkeit der Fahrzeugtür 1 zur Fahrzeugtür-Innenseite 26 hin gewährleistet ist.


Anspruch[de]
  1. Fahrzeugtür,

    mit einem Türkasten, einem Fensterrahmen und einer Fensterscheibe, wobei

    der Türkasten einen Türkastenrahmen mit einem oberen Türkasten-Längsträger und eine im Türkörper enthaltene Fensterhebereinrichtung aufweist,

    der Fensterrahmen U-förmig ausgebildet ist mit zwei seitlichen Fensterrahmenholmen als U-Schenkel mit Fensterscheibenführungen, die mit dem Türkasten an Bereichen der oberen Türkasten-Längsträgerenden verbunden sind, und

    die Fensterscheibe mittels der Fensterhebereinrichtung zwischen einer Geschlossen-Stellung und einer in den Türkasten abgesenkten Offen-Stellung verlagerbar ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass am Fensterrahmen (3) etwa in Höhe des Türkasten-Längsträgers (6) eine mit den seitlichen Fensterrahmenholmen (9, 10) jeweils fest verbundene Fensterrahmen-Querstrebe (13) vorgesehen ist,

    dass die Fensterhebereinrichtung (14) mit der Fensterrahmen-Querstrebe (13) unmittelbar oder mittelbar fest verbunden ist, so dass der Fensterrahmen (3), die Fensterrahmen-Querstrebe (13) und die Fensterhebereinrichtung (14) ein starres Fensterrahmenmodul (17) bilden, und

    dass der Türkasten-Längsträger (6) und die Fensterrahmen-Querstrebe (13) voneinander durch einen Einstellungsspalt (23) beabstandet sind.
  2. Fahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    dass die feste Verbindung zwischen der Fensterhebereinrichtung (14) und der Fensterrahmen-Querstrebe (13) in einem Zwischenmontagezustand hergestellt ist, und

    dass nach einer Einstellung des Fensterrahmenmoduls (17) bezüglich des Türkastens (2) zur Anpassung an den Karosserie-Türausschnitt die Fensterhebereinrichtung (14) unmittelbar oder mittelbar am Türkasten (2) fixiert ist.
  3. Fahrzeugtür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterhebereinrichtung (14) wenigstens eine Fensterheberführungsschiene (19) aufweist, die parallel zu den Fensterscheibenführungen (11, 12) des Fensterrahmens (3) ausgerichtet ist.
  4. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterhebereinrichtung (14) direkt mit der Fensterrahmen-Querstrebe (13) verschraubt und/oder vernietet ist.
  5. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterhebereinrichtung (14) mit einen von der Fensterrahmen-Querstrebe (13) in den Türkasten (2) wegragenden Querstreben-Fortsatz verschraubt und/oder vernietet ist.
  6. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterrahmen-Querstrebe (30) und der Türkasten-Längsträger (29) im Querschnitt gesehen jeweils rechteckförmig ausgebildet sind dergestalt, dass je eine Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe (30) und des Türkasten-Längsträgers (29) einander zugeordnet sind, so dass dazwischen der Einstellungsspalt (31) ausgebildet ist.
  7. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Türkasten-Längsträger (6) im Querschnitt gesehen L-förmig ausgebildet ist und die Fensterrahmen-Querstrebe (13) im Querschnitt gesehen rechteckförmig ausgebildet ist dergestalt, dass eine erste Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe (13) einem L-Schenkel des Türkasten-Längsträgers (6) zugeordnet ist und eine zweite, der ersten direkt benachbarte Rechteckseite der Fensterrahmen-Querstrebe (13) dem anderen L-Schenkel des Türkasten-Längsträgers (6) zugeordnet ist, so dass zwischen den einander zugeordneten Seiten des Türkasten-Längsträgers (6) und der Fensterrahmen-Querstrebe (13) der Einstellungsspalt (23) ausgebildet ist.
  8. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens bereichsweise wenigstens ein Dichtelement (25, 33) im Bereich des Einstellungsspalts (23, 31) angeordnet ist dergestalt, dass der Einstellungsspalt (23, 31) abgedichtet ist.
  9. Fahrzeugtür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite der Fensterrahmen-Querstrebe (13) wenigstens bereichsweise ein Querstreben-Flanschüberstand (24) ausgebildet ist dergestalt, dass der Querstreben-Flanschüberstand (24) wenigstens den Einstellungsspalt (23) überdeckt und dass am Querstreben-Flanschüberstand (24) das Dichtelement (25) angeordnet ist.
  10. Fahrzeugtür nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Türkasten-Längsträger (29) und/oder an der Fensterrahmen-Querstrebe (30) ein in den Einstellungsspalt (31) ragender Flansch (32) ausgebildet ist, an den ein Dichtelement (33) anbringbar ist, vorzugsweise aufsteckbar ist.
  11. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Türkasten (2) zur Fahrzeuginnenseite (26) hin mit einer Montageplatte (34) abdeckbar ist, so dass die Fixierung der Fensterhebereinrichtung (14) nach der Einstellung des Fensterrahmenmoduls (17) an der Montageplatte (34) erfolgt.
  12. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Türkasten-Längsträger (6, 29) und/oder die Fensterrahmen-Querstrebe (13, 30) aus einem Metallmaterial hergestellt sind, vorzugsweise aus Aluminium oder Stahl.
  13. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Türkasten-Längsträger (6, 29) und/oder die Fensterrahmen-Querstrebe (13, 30) jeweils als Hohlprofil ausgeführt sind.
  14. Fahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Türkasten-Längsträger (6, 29) und/oder die Fensterrahmen-Querstrebe (13, 30) als Strangprofilteil oder als Gussteil oder als Blechteil hergestellt sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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