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Dokumentenidentifikation DE10237619A1 11.03.2004
Titel Liegedreirad
Anmelder Joachimsthaler, Günther, 88348 Bad Saulgau, DE
Erfinder Joachimsthaler, Günther, 88348 Bad Saulgau, DE
Vertreter Bender, E., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 88400 Biberach
DE-Anmeldedatum 16.08.2002
DE-Aktenzeichen 10237619
Offenlegungstag 11.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.2004
IPC-Hauptklasse B62K 5/06
Zusammenfassung Bei einem längenverstellbaren Liegedreirad mit einem Hinterräder (7, 8) tragenden ersten Fahrgestellteil (2) und einem mit einem Vorderrad (13) verbundenen zweiten Fahrgestellteil (3), wobei die Fahrgestellteile (2, 3) an zwei getrennten Lagerstellen (4, 5) mittels Lagerelementen (20, 29) verbunden sind und die Fahrgestellteile (2, 3) zueinander um eine zur Fahrtrichtung (F) geneigten Drehachse (6) schwenkbar angeordnet sind, wird eine einfache und schnelle Verstellung der Rahmengeometrie für unterschiedlich große Fahrer dadurch erreicht, dass das Gabelrohr (12) im Bereich dessen einen Endes das Tretlager (17) befestigt ist, geradlinig ausgeführt ist, wobei die vordere Gabel (11) so ausgebildet ist, dass das Gabelrohr (12) bezüglich der Gabel (11) verschiebbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein längenverstellbares Liegedreirad mit einem Hinterräder tragenden ersten Fahrgestellteil und einem mit einem Vorderrad verbundenen zweiten Fahrgestellteil, wobei die Fahrgestellteile an zwei getrennten Lagerstellen mittels Lagerelementen verbunden sind und die Fahrgestellteile zueinander um eine zur Fahrtrichtung geneigten Drehachse schwenkbar angeordnet sind.

Liegedreiräder sind in einer Vielfalt unterschiedlicher Ausführungsformen im Stand der Technik bekannt. Die bekannten Liegedreiräder sind dabei in zwei Gruppen zu unterscheiden: Bei einer ersten Gruppe von Liegedreirädern sind Bauteile wie Lenker, Sitz und Pedale bzw. Tretlager fest installiert und können an die individuellen Körpermaße wie insbesondere die Größe des Fahrers nicht angepasst werden. Diese Gruppe von Liegefreirädern wird hier nicht weiter diskutiert. Bei einer zweiten Gruppe von Liegedreirädern (z.B. DE 100 54 273 A1) sind die Bauteile wie Lenker, Sitz und Pedale bzw. Tretlager justierbar angeordnet und können an die individuellen Körpermaße des Fahrers angepasst werden. Diese letztere Gruppe von Liegefreirädern weist jedoch den prinzipiellen Nachteil auf, dass bei einer sich bei einer Änderung der Längen der betreffenden Bauteile im Wege einer Adaptierung eines Liegedreirades auf die individuellen Körpermaße einer Fahrers die Fahreigenschaften des Liegedreirades in nicht unerheblichem Ausmaße geändert werden.

In der Patentschrift DE 195 11 629 C2 wird ein Liegedreirad offenbart. Dieses besitzt ein die Hinterräder tragendes erstes Fahrgestellteil und ein zweites Fahrgestellteil, das mit dem ersten verbunden ist und ein Vorderrad mit Tretantrieb umfasst. Das zweite Fahrgestellteil ist in seiner Länge teleskopisch verstellbar und weist weiterhin die Möglichkeit auf, eine am zweiten Fahrgestell drehbar um eine horizontale Achse befestigte Gabel zur Halterung des Vorderrades in ihrem Winkel zum zweiten Fahrgestellteil zu verstellen. Das erste und das zweite Fahrgestellteil sind über flexible Gummikörper miteinander verbunden, so dass die Fahrgestellteile um eine durch die Gummikörper verlaufende Drehachse gegeneinander verdrehbar sind. Gewünschte, neutrale Fahreigenschaften des Liegedreirads ergeben sich, wenn die Drehachse durch den Auflagepunkt des Vorderrades auf der Fahrbahn verläuft. Um dies auch bei einer Längenverstellung des zweiten Fahrgestellteils zu gewährleisten, muss der Winkel, den die Gabel zum zweiten Fahrgestellteil einnimmt, so angepasst werden, dass der Auflagepunkt des Vorderrads unverändert bleibt. Im Hinblick auf die für die Längenverstellung erforderliche Verstellmechanik soll die dargelegte Konstruktion weiter vereinfacht werden.

Weiterhin ist aus der US 5,240,267 ein dreirädriges Fahrrad bekannt, das hinten zwei Räder und vorne ein Rad besitzt. Der Abstand der beiden Hinterräder ist durch eine Veränderung des Winkels, den die Radaufhängungen zu einer Längsachse des dreirädrigen Fahrrads einnehmen, verstellbar. Nachteilig an dieser bekannten Verstellmöglichkeit ist, dass diese konstruktiv sehr aufwendig ist, da pro Rad zwei Gelenke erforderlich sind. Neben dem durch die Gelenke erhöhten Eigengewicht des dreirädrigen Fahrrads ist die Einstellung der Spurbreite aufwendig und somit nachteilig, da bei einer Verstellung der Spurbreite immer auch die Ausrichtung der Räder neu eingestellt werden muss.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kompaktes Liegedreirad bereit zu stellen, das mit einfachen technischen Mitteln eine Einstellung der Fahreigenschaften bei einer Verstellung der Rahmengeometrie für unterschiedlich große Fahrer erlaubt, ohne dass dabei die Fahreigenschaften verändert werden.

Für eine Liegedreirad der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass eine der Lagerstellen in eine von der Drehachse abweichende Richtung verschiebbar angeordnet ist, wobei die Rohrführung der ersten Schiebeführung in einem Winkel von 5° bis 20° zur Horizontalen angeordnet ist.

Das erfindungsgemäße Liegedreirad sieht eine Lagerstelle vor, die an den Fahrgestellteilen in eine von der Drehachse abweichende Richtung verschiebbar ist. Hierdurch ist es möglich, die Ausrichtung, insbesondere Neigung, der Drehachse zu verändern. Damit kann die Drehachse bei einer Längenverstellung des Liegedreirads dem Auflagepunkt des Vorderrades auf der Fahrbahn nachgeführt werden. So kann ein neutrales Fahrverhalten, das sich bei einem Verlauf der Drehachse durch den Auflagepunkt des Vorderrades ergibt, für jede Einstellung des Liegedreirads erreicht werden. Eine derartige Verstelleinrichtung kann mechanisch besonders einfach verwirklicht werden, wenn hierfür nur einfache Schiebeführungen Anwendung finden.

Durch die Verschiebung einer der Lagerstellung ist neben der Neigung der Drehachse auch die Neigung des ersten Fahrgestellteils in Fahrtrichtung verstellbar. Hierdurch kann eine Verstellung der Neigung ausgeglichen werden, die bei einer Verschiebung des Vorderrades eintritt, wenn der Rahmen auf die Größe eines Fahrers angepasst wird. Es ist also möglich, die Neigung des ersten Fahrgestellteils auch nach Rahmengeometrieveränderungen im Wesentlichen beizubehalten. Dies erlaubt bei den am ersten Fahrgestellteil befestigten Hinterrändern einen Sturz zur Verbesserung der Fahreigenschaften des Liegedreirads vorzusehen. Denn bei einer Längenverstellung des Liegendreirads tritt kein Drehen des hinteren Fahrgestellteils um die Achse der Hinterräder auf, womit es zu keiner negativen Beeinflussung der Fahreigenschaften, wie z.B. Radieren der Hinterräder bei Geradeauslauf kommt.

Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung sieht vor, das erste Fahrgestellteil durch eine Verschiebung der vorderen Lagerstelle in Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn um einen etwa im Bereich der hinteren Lagerstelle liegenden Drehpunkt zu drehen. Weiterhin ist es vorgesehen, durch eine Verschiebung der vorderen Lagerstelle gegen die Fahrtrichtung eine Drehung des ersten Fahrgestellteils um den etwa im Bereich der hinteren Lagerstelle liegenden Drehpunkt zu bewirken. Somit kann die Neigung des hinteren Rahmenteils in zwei entgegengesetzte Richtungen verstellt werden, was einen Ausgleich von allen "Fehlstellungen" des Rahmens ermöglicht.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist es vorgesehen, eines der Lagerelemente an beiden Fahrgestellteilen mittels Verschiebelagereinheiten verschiebbar anzuordnen, wobei die Verschiebelinien der Schiebelager einen Schnittpunkt aufweisen. Hierdurch wird erreicht, dass eine Verschiebung des Lagerelements bei sonst unveränderten Rahmenteilen eine Veränderung der Position der beiden Rahmenteile zueinander bewirkt.

Bei einer überdies günstigen Ausführungsform ist es vorgesehen, das Lagerelement als Gummilager auszubilden, dessen Gummikörper zwischen zwei Platten angeordnet ist, die durch ein flexibles verbindungsmittel, insbesondere ein Drahtseil, verbunden sind. Hierdurch entsteht ein Dämpfungsmittel, das in der Lage ist, die verschiedensten Bewegungen, insbesondere auch Querverschiebungen, aufzunehmen und zu dämpfen. Gleichzeitig sind mit diesem Lagerkörper hohe Sicherheitsanforderungen verwirklicht, da die Platten bei einer Fehlfunktion des Gummikörpers über das Verbindungsmittel miteinander verbunden sind, ohne dass das Verbindungsmittel die Wirkung des Gummikörpers im Normalbetrieb beeinflusse.

Es ist von besonderem Vorteil, wenn die Drehachse einen Verlauf aufweist, bei dem sie den Körper eines Fahrers an einer Stelle schneidet, die von der Längeneinstellung des Liegedreirads abhängt. Hierdurch lassen sich bei Lagerelementen mit gleichen Eigenschaften sowohl für kleine, leichte und große, schwere Fahrer ähnliche Fahreigenschaften erreichen, obwohl die Fahrer mit unterschiedlichen Hebeln eine Rotation um die Drehachse hervorrufen. Denn bei großen, schweren Fahrern kann die Drehachse näher beim Körperschwerpunkt positioniert werden als bei kleinen, leichten Fahrern. Damit ist der Einfluss von Gewicht und Größe des Fahrers bis zu einem bestimmten Maß neutralisiert.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Hinterräder Aufhängungen aufweisen, die eine Verschiebung quer zur Fahrtrichtung erlauben. Hierdurch können die Fahreigenschaften durch Einstellung der Spurbreite insbesondere auf das Gewicht und die Größe des Fahrers, jedoch auch im Hinblick auf den bevorzugten "Fahrstil" angepasst werden. Außerdem erlaubt eine derartige, einfache Verstellung auch die platzsparende Aufbewahrung des Liegedreirads.

Durch ein Einschieben und Ausschieben der Hinterradaufhängung in ein zum ersten Fahrgestellteil gehörendes Rohr, insbesondere Vierkantrohr bzw. eine Fixierung in diesem, liegt eine baulich besonders einfach zu verwirklichende Lösung vor.

Durch eine Aufhängung des Hinterrades über zwei Gabeln, die in zwei Rohren des hinteren Fahrgestellteils geführt sind, ist eine konstruktiv einfache, besonders stabile Rad-Rahmen-Kombination verwirklicht.

Im Weiteren wird eine Ausführungsform vorgeschlagen, bei welcher am Liegedreirad ein Anhänger anordenbar ist, der an einem vom Liegedreirad wegweisenden Ende eine Lenkrolle aufweist, die frei um eine Längsachse drehbar ist. Hierdurch wird ein großer Teil des Gewichts des Anhängers vom Liegedreirad aufgenommen und der Anhänger erlaubt ein Rückwärtsfahren, bei dem das Eigenlenkverhalten des Anhängers vom Fahrer nicht beachtet werden muss, da die Lenkrolle ihrer Lenkachse immer nachläuft und der Anhänger somit der vorgegebenen Bewegung durch das Liegedreirad folgt.

Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes liegt vor, wenn der Anhänger zwischen an den Hinterradaufhängungen angeordnete Halteelementen, wie z.B. Bolzen, drehbar eingespannt ist. Bei einer derartigen Anordnung kann der Anhänger durch eine einfache Spurbreitenverstellung an- und abgekuppelt werden, wobei die optimale Spurbreite für den Anhängerbetrieb durch den Anhänger vorgegeben ist, so dass keine Fehleinstellungen vorgenommen werden können.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass das Gabelrohr 12, an dem das Tretlager 17 befestigt ist, geradlinig ausgeführt ist, wobei das Tretlager im Bereich eines Endes des Gabelrohres 12 vorgesehen ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass im ersten Fahrgestellteil 2 anstelle von zwei in einem vorgegebenen Winkel angeordneten Gabeln 42, 43 lediglich eine verstärkt ausgebildete Gabel vorgesehen ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass das Rückenpolster unmittelbar mit dem ersten Fahrgestelltei 2 verbunden ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass die zwei Streben vorgesehen sind, deren jeweil eines Ende mit der ersten Schiebeführung 22 verbunden ist und deren jeweils anderes Ende mit der Gabel 43 verbunden ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass zwischen den Flanschplatten 30, 31 der hinteren Lagerstelle 5 sowie zwischen den Flanschplatten 21, 23 der vorderen Lagerstelle 4 jeweils Gummipuffer vorgesehen sind, die jeweils nicht einstückig sondern aus zwei Einheiten gleicher Bauform zusammengesetzt ausgeführt sind, wobei die Einheiten unterschiedliche Elastizitäten aufweisen und austauschbar und unterschiedlich kombinierbar sind. Eine Einheit kann dabei beispielsweise eine Elastizität von 60 Shore und eine andere Einheit eine Elastizität von 45 Shore aufweisen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass im Bereich der hinteren Lagerstelle 5 sowie der vorderen Lagerstelle 4 drehbar gelagerte Achsen vorgesehen sind, die ein sicheres, achsgeführtes Ausschwenken des zweiten Fahrgestellteiles 3 gegenüber dem ersten Fahrgestellteiles 2 ermöglichen und damit die Fahreigenschaften des Liegedreirades verbessern und insbesondre die Kurvensicherheit des Liegedreirades erhöhen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass das Tretlager 17 in einer drehbar angeordneten Exzenterhülse angeordnet ist, wobei die Spannung einer Kette, mit der das Vorderrad 13 getrieben ist, über ein Drehen der Exzenterhülse einstellbar ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass ein durchsichtiges Dach vorgesehen ist, dessen Trägerkonstruktion einerseits mit dem Gabelrohr 12 und andererseits mit dem ersten Fahrgestellteil 2 verbunden ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirades ist vorgesehen, dass zwei seitlich des Rückenpolsters angeordnete und mit dem ersten Fahrgestellteil 2 verbundene Schulterstützen vorgesehen sind.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Anhänger zwischen am ersten Fahrgestellteil angeordneten Halteelementen eingespannt ist, wobei wenigstens ein Halteelement zum Entkuppeln des Anhängers längs beweglich ist. Somit ist ein einfaches und schnelles Kuppeln des Anhängers gewährleistet.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben. Hierbei zeigt:

1 eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Liegedreirads in einer schematische Seitenansicht;

2 der erste Teil des in 1 dargestellten Liegedreirads unter Weglassung einzelner Teile in einer Ansicht von hinten;

3 das in 1 dargestellte Liegedreirad mit zusätzlichem Ständer in einer Seitenansicht;

4 den Sitz des in 1 dargestellten Liegedreirads in einer Ansicht von vorne;

5 eine Lagerstelle des in 1 dargestellten Liegedreirads in einer schematischen Seitenansicht;

6 die in 5 dargestellte Lagerstelle in einer Ansicht von oben;

7 die Lagerung der Gabel des Vorderrades des in 1 dargestellten erfindungsgemäßen Liegedreirads;

8 eine durchsichtige Schutzscheibe zur Anbringung an dem in der 1 dargestellten Liegerad.

Das in den 1 bis 7 dargestellte erfindungsgemäße längenverstellbare Liegedreirad 100 enthält einen Hinterräder 7, 8 tragenden ersten Fahrgestellteil 2 und einem mit einem Vorderrad 13 verbundenen zweiten Fahrgestellteil 3, wobei die Fahrgestellteile 2, 3 an zwei getrennten Lagerstellen 4, 5 mittels Lagerelementen 20, 29 verbunden sind und die Fahrgestellteile 2, 3 zueinander um eine zur Fahrtrichtung F geneigten Drehachse 6 schwenkbar angeordnet sind. Erfindungswesentlich ist dabei das Gabelrohr 12, im Bereich dessen einen Endes das Tretlager 17 befestigt ist, geradlinig ausgeführt ist, wobei die vordere Gabel 11 so ausgebildet ist, dass das Gabelrohr 12 bezüglich der Gabel 11 verschiebbar ist.

Die Gabel 11 von ist zwei Segmenten 11', 11'' gebildet, deren in der Nachbarschaft des Gabelrohres 12 angeordnete Enden jeweils mit einem Flansch 91', 91'' versehen sind, dessen den Segmenten 11', 11'' gegenüberstehende Flächen jeweils eine Führungsnut 92', 92'' zum geführten reziprozierbaren Verschieben des Gabelrohres 12 aufweisen sowie Bohrungen 93', 93''; 94', 94'' für Schrauben 95, 96 aufweisen, mit denen die Flansche 91', 91'' über Muttern 95', 96' in einen lösbar festen Presssitz mit dem Gabelrohr 12 bringbar sind, um das Gabelrohr 12 bezüglich den Gabelsegmenten lösbar zu fixieren.

In der Lagerstellen 4 ist eine Rohrführung 25 der ersten Schiebeführung 22 in einem Winkel von 5° zur Horizontalen in einer von der Drehachse 6 abweichenden Richtung verschiebbar angeordnet.

In dem ersten Fahrgestellteil 2 ist eine Gabel 43 ausgebildet, wobei zwei Streben 43', 43'' vorgesehen sind, deren jeweil eines Ende mit der ersten Schiebeführung 22 verbunden ist und deren jeweils anderes Ende mit der Gabel 43 verbunden ist.

Zwischen Flanschplatten 30, 31 der hinteren Lagerstelle 5 sowie zwischen Flanschplatten 21, 23 der vorderen Lagerstelle 4 sind jeweils Gummipuffer vorgesehen, die jeweils nicht einstückig sondern aus zwei Einheiten 110, 120 gleicher Bauform zusammengesetzt ausgeführt sind, wobei die Einheiten unterschiedliche Elastizitäten aufweisen und austauschbar und unterschiedlich kombinierbar sind. Die Bauform der Lagerstelle 5 ist dabei in 4 detailliert dargestellt, wobei die Bauweise der Lagerstelle 4 dieser Bauweise prinzipiell entspricht. Die Gummipuffer bzw. deren Einheiten 110, 120 weisen dabei im Bereich ihrer Stirnflächen hohlzylindrische Aussparungen 111, 112; 121, 122 auf, die zum Zweck einer fixierten Lagerung in an den Flanschplatten vorgesehenen von Schrauben 113, 114; 123, 124 gebildeten Zapfen eingreifen.

Zwischen den Flanschplatten 30, 31 der hinteren Lagerstelle 5 sowie zwischen den Flanschplatten 21, 23 der vorderen Lagerstelle 4 sind an die Stirenflächen der Gummipuffer angrenzende Schenkel 130, 140 mit jeweils abgewinkelten Bereichen vorgesehen, die über eine in einem Langloch 136 geführte Schraube 135 miteinander verbunden sind, um eine lösbar Fixierung der Gummipuffer zwischen den Flanschplatten zu bewirken. Die Schraube wirkt als drehbar gelagerte Achse, die ein sicheres, achsgeführtes Ausschwenken des zweiten Fahrgestellteiles 3 gegenüber dem ersten Fahrgestellteil 2 ermöglichen und damit die Fahreigenschaften des Liegedreirades verbessern und insbesondre die Kurvensicherheit des Liegedreirades erhöhen.

Zwischen den Flanschplatten bzw. Schenkeln 130, 140 der hinteren Lagerstelle 5 sowie zwischen den Flanschplatten bzw. Schenkeln der vorderen Lagerstelle 4 ist zusätzlich jeweils ein gespanntes Drahtseil 140 vorgesehen, um bei Defekt eines Gummipuffers eine zusätzliche Sicherheitsverbindung zwischen den Flanschplatten 30, 31 herzustellen. Das Drahtseil 140 ist dabei über Bohrungen 32, 33 der Flanschplatten 30, 31 eingebracht und über Falze 141, 142 an den Schenkel 130, 140 verschweißt.

Eine erste Einheit 110 der Gummipuffer weist dabei eine Elastizität von 60 Shore und eine andere Einheit 120 eine Elastizität von 45 Shore auf.

Das Tretlager 17 ist in einer drehbar angeordneten Exzenterhülse 117 angeordnet, wobei die Spannung einer Kette 118, mit der das Vorderrad 13 über Pedale 113, 113' getrieben ist, über ein Drehen der Exzenterhülse einstellbar ist. Die Kette 118 ist dabei mit einer Achse 130 des Vorderrades 13 verbunden.

Sowohl das Sitzpolster 180 als auch das Rückenpolster 190 sind zum Fahrer hin konkav abgerundet ausgebildet. Das Rückenpolster ist dabei mit dem ersten Fahrgestellteil 2 verbunden ist.

Das Liegedreirad ist wie in 3 dargestellt mit einem teilweise an der Flanschplatte 23 und teilweise an der Rohrführung 25 befestigten Ständer 200 versehen.

8 zeigt ein durchsichtiges Dach, das an dem erfindungsgemäßen Liegerad lösbar fixierbar ist.


Anspruch[de]
  1. Längenverstellbares Liegedreirad mit einem Hinterräder (7, 8) tragenden ersten Fahrgestellteil (2) und einem mit einem Vorderrad (13) verbundenen zweiten Fahrgestellteil (3), wobei die Fahrgestellteile (2, 3) an zwei getrennten Lagerstellen (4, 5) mittels Lagerelementen (20, 29) verbunden sind und die Fahrgestellteile (2, 3) zueinander um eine zur Fahrtrichtung (F) geneigten Drehachse (6) schwenkbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Gabelrohr (12) im Bereich dessen einen Endes das Tretlager (17) befestigt ist, geradlinig ausgeführt ist, wobei die vordere Gabel (11) so ausgebildet ist, dass das Gabelrohr (12) bezüglich der Gabel (11) verschiebbar ist.
  2. Liegedreirad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabel (11) von zwei Segmenten gebildet ist, deren in der Nachbarschaft des Gabelrohres (12) angeordnete Enden jeweils mit einem Flansch versehen sind, dessen den Segmenten gegenüberstehende Flächen eine Führungsnut zum geführten reziprozierbaren Verschieben des Gabelrohres (12) aufweisen sowie Bohrungen für Schrauben aufweisen, mit denen die Flansche in einen lösbar festen Presssitz mit dem Gabelrohr (12) bringbar sind, um das Gabelrohr (12) bezüglich den Gabelsegmenten lösbar zu fixieren.
  3. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Lagerstellen (4, 5) in eine von der Drehachse (6) abweichende Richtung verschiebbar angeordnet ist, wobei die Rohrführung (25) der ersten Schiebeführung (22) in einem Winkel von 3° bis 7° zur Horizontalen angeordnet ist.
  4. Liegedreirad nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrführung (25) der ersten Schiebeführung (22) in einem Winkel von 5° zur Horizontalen angeordnet ist.
  5. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Fahrgestellteil (2) anstelle von zwei in einem vorgegebenen Winkel angeordneten Gabeln (42, 43) lediglich eine verstärkt ausgebildete Gabel vorgesehen ist.
  6. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückenpolster unmittelbar mit dem ersten Fahrgestelltei (2) verbunden ist.
  7. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Streben vorgesehen sind, deren jeweil eines Ende mit der ersten Schiebeführung (22) verbunden ist und deren jeweils anderes Ende mit der Gabel (43) verbunden ist.
  8. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Flanschplatten (30, 31) der hinteren Lagerstelle (5) sowie zwischen den Flanschplatten (21, 23) der vorderen Lagerstelle (4) jeweils Gummipuffer vorgesehen sind, die jeweils nicht einstückig sondern aus zwei Einheiten gleicher Bauform zusammengesetzt ausgeführt sind, wobei die Einheiten unterschiedliche Elastizitäten aufweisen und austauschbar und unterschiedlich kombinierbar sind.
  9. Liegedreirad nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummipuffer im Bereich ihrer Stirnflächen hohlzylindrische Aussparungen aufweisen, die zum Zweck einer fixierten Lagerung in an den Flanschplatten vorgesehenen Zapfen eingreifen.
  10. Liegedreirad nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen von Schrauben gebildet sind.
  11. Liegedreirad nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Flanschplatten (30, 31) der hinteren Lagerstelle (5) sowie zwischen den Flanschplatten (21, 23) der vorderen Lagerstelle (4) an die Stirenflächen der Gummipuffer angrenzende Schenkel mit jeweils abgewinkelten Bereichen vorgesehen sind, die über eine Schraube miteinander fest verbindbar sind, um eine lösbar feste Fixierung der Gummipuffer zwischen den Flanschplatten zu bewirken.
  12. Liegedreirad nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Flanschplatten (30, 31) der hinteren Lagerstelle (5) sowie zwischen den Flanschplatten (21, 23) der vorderen Lagerstelle (4) zusätzlich jeweils gespannte Drahtseile vorgesehen sind, um bei Defekt eines Gummipuffers eine zusätzliche Sicherheitsverbindung zwischen den Flanschplatten herzustellen.
  13. Liegedreirad nach einem der Ansprüche 8 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einheit eine Elastizität von 60 Shore und eine andere Einheit eine Elastizität von 45 Shore aufweist.
  14. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der hinteren Lagerstelle (5) sowie der vorderen Lagerstelle (4) drehbar gelagerte Achsen vorgesehen sind, die ein sicheres, achsgeführtes Ausschwenken des zweiten Fahrgestellteiles (3) gegenüber dem ersten Fahrgestellteiles (2) ermöglichen und damit die Fahreigenschaften des Liegedreirades verbessern und insbesondre die Kurvensicherheit des Liegedreirades erhöhen.
  15. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tretlager (17) in einer drehbar angeordneten Exzenterhülse angeordnet ist, wobei die Spannung einer Kette, mit der das Vorderrad (13) getrieben ist, über ein Drehen der Exzenterhülse einstellbar ist.
  16. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein durchsichtiges Dach vorgesehen ist, dessen Trägerkonstruktion einerseits mit dem Gabelrohr (12) und andererseits mit dem ersten Fahrgestellteil (2) verbunden ist.
  17. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei seitlich des Rückenpolsters angeordnete und mit dem ersten Fahrgestellteil (2) verbundene Schulterstützen vorgesehen sind.
  18. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das Sitzpolster (18) als auch das Rückenpolster (19) zum Fahrer hin konkav abgerundet ausgebildet sind.
  19. Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fussständer vorgesehen ist, der an der und an der befestigt ist.
  20. Anhänger für ein Liegedreirad nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Haltevorrichtung für die Anbringung an ein Liegedreirad und einer Lenkrolle, die an dem von der Haltevorrichtung wegweisenden Ende angebracht ist und frei um eine Lenkachse drehbar ist und dieser nachläuft.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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