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Dokumentenidentifikation DE10239707A1 11.03.2004
Titel Einrichtung zur Ablage von Bogen im Ausleger einer bogenverarbeitenden Maschine
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Koch, Michael, Dr.-Ing., 01462 Cossebaude, DE;
Steinborn, Tilo, Dipl.-Ing., 01662 Meißen, DE;
Reber, Jörg, Dr.-Ing., 01219 Dresden, DE
DE-Anmeldedatum 29.08.2002
DE-Aktenzeichen 10239707
Offenlegungstag 11.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.2004
IPC-Hauptklasse B65H 29/04
IPC-Nebenklasse B65H 29/68   B65H 29/24   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Ablage von Bogen auf einem Stapel, die im Ausleger einer bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere Druckmaschine, entlang eines Bogenförderweges transportiert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Ablage von Bogen auf einem Stapel zu schaffen, bei der die Bogen auch bei großen Verarbeitungsgeschwindigkeiten schonend und zuverlässig abgebremst sowie kantengenau abgelegt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass als Bogenbremseinrichtung ein Greifersystem (5) vorgesehen ist, das den jeweiligen Bogen (1) im Bereich seiner Hinterkante in einem Bogenübernahmepunkt (6) erfasst und auf den Auslegerstapel (3) überführt, wobei das Greifersystem (5) nach Erreichen des Bogenübernahmepunktes (6) abgebremst wird und die Bogenleiteinrichtung (4) zur Abstimmung des Bogenförderweges auf den Bogenübernahmepunkt (6) höhenverstellbar angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Ablage von Bogen auf einem Stapel, die im Ausleger einer bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere Druckmaschine, entlang eines Bogenförderweges transportiert werden, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Die in den Druckwerken der Druckmaschine verarbeiteten Bogen werden von dem letzten bogenführenden Zylinder der Druckmaschine abgenommen und von umlaufenden Transportsystemen zu einem Auslegerstapel transportiert, wo sie möglichst kantengenau aufeinander abgelegt werden. Zur Führung der einseitig oder beidseitig bedruckten Bogen sind entlang des Bogentransportweges Bogenleiteinrichtungen angeordnet, die mit Einrichtungen zum Abbremsen der abzulegenden Bogen zusammenwirken.

Zum Zweck des Auslegens von Bogen sind Vorrichtungen, wie die in der DE PS 394 052 dargestellte, bekannt, bei der Bogen von einer Zuführeinrichtung zum Auslegerstapel transportiert und nach Freigabe der Bogen an ihrer Hinterkante von Greifern erfasst und entgegen der Richtung der Bewegung der Zuführeinrichtung auf dem Auslegerstapel abgelegt werden. Der Nachteil einer derartigen Vorrichtung besteht in der starken Beanspruchung der Bogen auf Zug, die mit der Bewegungsumkehr verbunden ist.

Die DE PS 627 851 beschreibt eine Auslegevorrichtung für Bogendruckmaschinen, bei der die Bogen mit von Vordergreifern fixierten Vorderkanten in Richtung auf einen Auslagestapel zu transportiert und vor dem Ablegen auf diesem an ihrer Hinterkante von Nachgreifern erfasst werden. Die Nachgreifer bewegen sich nach der Freigabe der Bogenvorderkanten mit verzögerter Geschwindigkeit, so dass auch der jeweilige Bogen abgebremst wird, bis dieser annähernd die Horizontalgeschwindigkeit Null erreicht. Im Ausleger sind unterhalb des Transportweges der Bogenleitung dienende Stahlschienen vorgesehen. Ist der jeweilige Bogen erfasst, wird er in schonender Weise abgebremst.

Das Erfassen der Bogenhinterkante erfolgt jedoch nicht mit ausreichender Sicherheit. Insbesondere bei schnelllaufenden bogenverarbeitenden Maschinen und/oder bei der Verarbeitung großer Bogenformate entsteht zwischen dem jeweiligen Bogen und den Stahlschienen ein Luftpolster, wodurch die Bogenhinterkante von den Stahlschienen abgehoben und nicht mehr sicher erfasst werden kann.

Für einen Einsatz in Druckmaschinen, die auch in der Betriebsart Schön- und Widerdruck arbeiten, erweist sich die Auslegevorrichtung als ungeeignet. Bei der Verarbeitung von im Schön- und Widerdruck bedruckten Bogen kommt es infolge der Relativbewegungen zwischen den bewegten Bogen und den feststehenden Stahlschienen zu Abschmiererscheinungen auf der den Stahlschienen zugewandten Bogenseite.

Die in der DE 197 39 893 A1 offenbarte Bogenleiteinrichtung ist in Bogentransportrichtung einer Leiteinrichtung nachgeordnet und erstreckt sich bis zu einer dem Abbremsen der geförderten Bogen dienenden Saugwalze. Die Bogenleiteinrichtung ist gelenkig um eine Drehachse schwenkbar mit einem im Schöndruck in Höhe der Saugwalze liegenden und einem im Schön- und Widerdruck von Drehachse in Richtung Saugwalze abgesenkten Niveau gelagert. Im Schöndruck kann sie mit einem Unterdruck beaufschlagt werden.

Der Nachteil einer derartigen Anordnung besteht darin, dass der jeweilige Bogen beim Abbremsen auf der der Saugwalze zugewandten Seite infolge des sich zwischen Saugwalze und Bogenoberfläche ergebenden Schlupfes mechanisch beansprucht wird. Besonders bei dünnen Papieren besteht, verstärkt dann wenn sie mit großen Geschwindigkeiten verarbeitet werden, die Gefahr der Zerstörung der Bogen infolge des Durchsaugens.

Wenn der Bogen den Bereich verlässt, in dem er der Bremswirkung der Saugwalze ausgesetzt wird, muss er, um seine Endlage auf dem Auslegerstapel zu erreichen, noch eine Wegstrecke in vertikaler und horizontaler Richtung zurücklegen, in der er nicht zwangsgeführt wird. Das führt zu einer ungleichmäßigen Bogenablage auf dem Auslegerstapel und erfordert zusätzliche Einrichtungen zum Ausrichten der Bogenkanten, z.B. in Form von Anschlägen.

Bedingt durch die Restgeschwindigkeit, mit der die Bogen gegen derartige Anschläge prallen, können die Bogenvorderkanten beschädigt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile eine Einrichtung zur Ablage von Bogen auf einem Stapel zu schaffen, bei der die Bogen auch bei großen Verarbeitungsgeschwindigkeiten schonend und zuverlässig abgebremst sowie kantengenau abgelegt werden.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Einrichtung der eingangs genannten Art gelöst, die die Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Zeichnungen und der Beschreibung enthalten und Gegenstand der Unteransprüche.

Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass sie sich sowohl für die Ablage von im Schöndruck als auch von im Schön- und Widerdruck bedruckten Bogen eignet und ein korridorfreies Bedrucken ermöglicht.

Dazu sind im Ausleger einer bogenverarbeitenden Maschine eine Bogenleiteinrichtung mit Bogenleitfläche und ein Greifersystem vorgesehen, das den jeweiligen Bogen im Bereich seiner Hinterkante in einem Bogenübernahmepunkt erfasst und auf den Auslegerstapel überführt, wobei das Greifersystem nach dem Erreichen des Bogenübernahmepunktes abgebremst wird und die Bogenleiteinrichtung zur Abstimmung des Bogenförderweges auf den Bogenübernahmepunkt höhenverstellbar angeordnet ist.

Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann die Bogenleiteinrichtung als Bogenleitblech ausgebildet sein, das mit Blasluft beaufschlagbare Öffnungen aufweist.

Damit wird unter den Bogen ein Luftpolster erzeugt, auf dem der jeweilige Bogen schwebend und damit abschmierfrei geführt wird, was neben der Verarbeitung von nur im Schöndruck bedruckten Bogen auch die Verarbeitung von im Schön- und Widerdruck bedruckten Bogen ermöglicht. Auch Bogen, die auf ihrer Unterseite keine druckfreien Korridore aufweisen, können auf diese Art ohne Beschädigungen des Druckbildes gehandhabt werden, da das Greifersystem mit den Bogen nur im Bereich der Bogenkante in Kontakt tritt.

Alternativ zur Blasluftvariante können die Öffnungen des Bogenleitblechs auch mit Saugluft beaufschlagt sein, was bei der Verarbeitung von nur im Schöndruck bedruckten Bogen, die damit in Art einer Zwangsführung geführt und entgegen der Bewegungsrichtung gestrafft werden, von Vorteil ist.

Die Bahn der von der Bogenleiteinrichtung geführten Bogenhinterkante kann durch Höhenverstellung der Bogenleiteinrichtung auf die Bewegung des zum Erfassen der Bogenhinterkante vorgesehenen Greifersystem abgestimmt werden. Damit verläuft die Bahn der Bogenhinterkante stets durch den Bogenübernahmepunkt und das Greifersystem erfasst die Bogenhinterkante mit großer Zuverlässigkeit. Das ist besonders bei der Verarbeitung von schwebend geführten und im Schön- und Widerdruck bedruckten Bogen von Bedeutung, deren Bogenhinterkante frei beweglich und damit schwer zu erfassen ist.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind in der Bogenleitfläche mit dem Greifersystem korrespondierende Aussparungen vorgesehen, die das Greifersystem passiert, während es den jeweiligen Bogen erfasst. Damit wird der jeweilige Bogen noch von der Bogenleiteinrichtung geführt, während seine Hinterkante von dem Greifersystem erfasst wird, was die Zuverlässigkeit, mit der die Bogen abgebremst werden, weiter verbessert.

Das Nachgreifersystem überführt die erfassten Bogen auf den Auslegerstapel, wobei sie in schonender Weise abgebremst und anschließend kantengenau abgelegt werden. Dadurch können zusätzliche Einrichtungen zum Ausrichten der Bogen auf dem Auslegerstapel entfallen. Das sichere Erfassen und beschädigungsfreie Ablegen der Bogen ist damit unabhängig von Grammatur, Format, Verarbeitungsgeschwindigkeit oder der Dicke der in der bogenverarbeitenden Maschine aufgebrachten Farb- und Lackschichten gewährleistet.

Die vorliegende Erfindung eignet sich demzufolge besonders für den Einsatz in schnelllaufenden Druckmaschinen und/oder für den Einsatz in Druckmaschinen, die für die Verarbeitung großformatiger Bogen vorgesehen sind.

Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die nachfolgende Erfindung näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigt:

1 die schematische Darstellung eines Teilbereich des Auslegers einer Bogendruckmaschine, mit höhenverstellbarer Bogenleiteinrichtung 4 und

2 eine Draufsicht auf die Bogenleitfläche mit nachgeordnetem Hinterkantennachgreifersystem.

Im Ausleger einer Druckmaschine werden Bogen 1 vom letzten Druck- oder Lackwerk abgenommen und zu einem Auslegerstapel 3 transportiert. Zum Transport der Bogen 1 sind an Ketten 12 angeordnete, mit diesen über vordere und hintere Kettenräder umlaufende Fördermittel 2 vorgesehen, die als Greiferwagen ausgebildet sind und Greifer umfassen. Die Greifer fixieren die Vorderkanten der Bogen 1 während des Transportes in Richtung des Auslegerstapels 3.

Unterhalb des Bogenförderweges ist eine sich über die Breite des Auslegers erstreckende Bogenleiteinrichtung 4 angeordnet, die auf ihrer dem Bogenförderweg zugewandten Seite eine ebene Bogenleitfläche aufweist. In der Bogenleittläche sind Öffnungen 13 ausgebildet, die mit Blasluft- oder Saugluft beaufschlagbar sind. Die Öffnungen 13 sind über eine unterhalb der Bogenleitfläche angeordnete Wanne miteinander verbunden. Zur Erzeugung der Saugluft oder der Blasluft ist eine mit der Wanne verbundene Luftversorgungseinrichtung vorgesehen. Die Luftversorgungseinrichtung kann auch in der Wanne angeordnet sein.

Zur Führung von im Schöndruck bedruckten Bogen 1 ist eine Beaufschlagung mit Saugluft und zum Führen von im Schön- und Widerdruck bedruckten Bogen 1 eine Blasluftbeaufschlagung vorgesehen.

In Bogenlaufrichtung vor dem Auslegerstapel 3 ist ein der Bogenbremsung dienendes Greifersystem 5 angeordnet, das Sauggreifer oder gegenüber diesen bevorzugte Zangengreifer umfasst, die, angetrieben von einem Kurvenkoppelgetriebe 8, nach dem Takt der ankommenden Bogen 1 eine elliptische Bahn beschreiben. Das Kurvenkoppelgetriebe 8 weist zwei Antriebsglieder in Form einer Kurvenscheibe 11, deren Bewegung vom Antrieb der Druckmaschine abgenommen wird, und einer vom einem Mechatronikantrieb angetriebenen Kurbel auf. Das Greifersystem 5 vermag die ankommenden Bogen 1 nur zu erfassen, wenn sich ihre Hinterkanten durch einen Bogenübernahmepunkt 6 bewegen. Der Bogenübernahmepunkt 6 ist durch den mit dem Kurvenkoppelgetriebe 8 realisierten Bewegungsablauf und die Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen der Zangengreifer bzw. die Zeitverläufe des am Sauggreifer angelegten Unterdrucks vorgegeben.

Die Bogenleiteinrichtung 4 ist zur Abstimmung des Bogenförderweges auf den Bogenübernahmepunkt 6 höhenverstellbar angeordnet. Dazu kann die Bogenleiteinrichtung 4 als starres Bauteil ausgeführt sein, dass im Ganzen vertikal verschiebbar angeordnet ist.

Bei einer anderen Ausführungsform wird eine stufenlose Höhenverstellbarkeit ermöglicht, indem die Bogenleiteinrichtung 4 gelenkig drehbar um eine in der Ebene des Förderwegs quer zur Bogenförderrichtung verlaufende Drehachse angeordnet wird.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Bogenleiteinrichtung 4 elastisch biegsam um eine in der Ebene des Bogenfördeweges quer zur Bogenförderrichtung verlaufende Biegeachse ausgeführt. Allen Ausführungsformen ist gemeinsam, dass zur Höhenverstellung zumindest die dem Greifersystem 5 zugewandte Seite der Bogenleiteinrichtung 4 vertikal bewegbar ist.

Durch Verstellung der Bogenleiteinrichtung 4 wird die vertikale Komponente der Bewegung der Bogen 1 so beeinflusst, dass sich die Hinterkanten der Bogen 1 durch den Bogenübernahmepunkt 6 bewegen.

Zur Erfassung der Istwerte der Bewegung der Bogenhinterkante kann an der Bogenleitfläche oder am Greifersystem 5 ein Sensor 9 angeordnet sein. Die vom Sensors 9 erfassten Werte werden einer dem Sensor 9 nachgeschalteten, nicht dargestellten Auswertungseinrichtung zugeleitet, die einen Sollwerte der Bewegung der Bogenhinterkante speichernden Speicher umfasst. Die Auswertungseinrichtung führt einen Soll-Istwertvergleich durch und leitet die Ergebnisse einer Anzeigeeinrichtung zu. Damit wird die Bedienperson in die Lage versetzt, auch kleinste Abweichungen der tatsächlichen Bewegung der Hinterkanten der Bogen 1 von der idealen, durch die Sollwerte repräsentierten Bewegung einer Bogenhinterkante zu erkennen und durch Verstellung der Bogenleiteinrichtung 4 Einfluss nehmen.

Die Verstellung der Bogenleiteinrichtung 4 kann bei einer einfachen Ausführungsform der Erfindung manuell vorgenommen werden. Bei einer anderen Ausführungsform ist ein elektromotorischer Antrieb 10 zur Verstellung der Bogenleiteinrichtung 4 vorgesehen, der über einen Steller von der Bedienperson in Betrieb genommen werden kann.

Die demgegenüber bevorzugte Ausführungsform umfasst einen als Mechatronikantrieb ausgebildeten elektromotorischer Antrieb 10, der Bestandteil einer Regeleinrichtung ist, die abhängig von einem von der Auswertungseinrichtung aufgrund des Soll-Istwertvergleich erzeugten Stellsignals angesteuert wird. Dabei erzeugt der Mechatronikantrieb eine Antriebsbewegung, die übertragen auf die Bogenleiteinrichtung 4 deren Verstellung bewirkt.

Die Auswertungseinrichtung, der Sensor 9 und die Stelleinrichtung sind Bestandteile eines Regelkreises.

Der Regelkreis kann so ausgeführt sein, dass ausgehend von den für einen bestimmten Bogen 1 ermittelten, die Bewegung des Bogens 1 repräsentierenden Werten ein Stellsignal erzeugt und durch Höhenverstellung der Bogenleiteinrichtung 4 Einfluss auf den Bogenförderweg dieses Bogens 1 genommen wird.

Alternativ dazu kann für eine Folge von Bogen 1 von der Auswertungseinrichtung ein aufgrund des Soll-Istwertvergleich für den ersten Bogen 1 der Bogenfolge erzeugtes Stellsignal an die Stelleinrichtung zur Höhenverstellung der Bogenleiteinrichtung 4 für einen oder mehrere dem ersten Bogen 1 folgende Bogen 1 ausgegeben werden.

Nachdem das Greifersystem 5 die Hinterkante des jeweiligen Bogens 1 ergriffen hat, wird die Bogenvorderkante freigegeben und das Greifersystem 5 überführt den jeweiligen Bogen 1 auf den Auslegerstapel 3, wo er abgelegt wird.

Auf ihrer dem Auslegerstapel 3 zugewandten Seite weist die Bogenleitfläche, wie in 2 dargestellt, mit dem Greifersystem 5 korrespondierende Aussparungen 7 auf, die geringfügig größer sind als die Zangengreifer des Greifersystems 5 und die das Greifersystem 5 passiert, während es den jeweiligen Bogen 1 erfasst. Senkrecht zum Bogenförderweg betrachtet, verläuft die Kontur der Bogenleitfläche 4 damit invers zur Kontur des Greifersystems 5. Durch eine derartige Gestaltung der Bogenleitfläche 4 können die Zangengreifer die Hinterkanten der Bogen 1 erfassen, während die Bogen 1 noch von der Bogenleitfläche geführt werden. Die Anordnung von Aussparungen 7 ermöglicht damit die Kombination einer schwebenden und abschmierfreien Bogenführung über einer Bogenleitfläche 4, mit einer die Bogen 1 schonend abbremsenden und kantengenau auf dem Auslegerstapel 3 ablegenden Bremseinrichtung in Form eines als Hinterkantennachgreifer wirkenden Greifersystems 5.

1 Bogen 2 Fördermittel 3 Auslegerstapel 4 Bogenleiteinrichtung 5 Greifersystem 6 Bogenübernahmepunkt 7 Aussparungen 8 Kurvenkoppelgetriebe 9 Sensor 10 elektromotorischer Antrieb 11 Kurvenscheibe 12 Kette 13 Öffnungen

Anspruch[de]
  1. Einrichtung zur Ablage von Bogen auf einem Stapel, die im Ausleger einer bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere Druckmaschine, entlang eines Bogenförderweges transportiert werden, wenigstens umfassend eine Bogenbremseinrichtung und eine unterhalb des Bogenförderweges höhenverstellbar angeordnete Bogenleiteinrichtung (4) mit einer Bogenleitfläche, dadurch gekennzeichnet, dass als Bogenbremseinrichtung ein Greifersystem (5) vorgesehen ist, das den jeweiligen Bogen (1) im Bereich seiner Hinterkante in einem Bogenübernahmepunkt (6) erfasst und auf den Auslegerstapel (3) überführt, wobei das Greifersystem (5) nach Erreichen des Bogenübernahmepunktes (6) abgebremst wird und die Bogenleiteinrichtung (4) zur Abstimmung des Bogenförderweges auf den Bogenübernahmepunkt (6) höhenverstellbar angeordnet ist.
  2. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Bogenleiteinrichtung (4) ein mit Blasluft- oder Saugluft beaufschlagbares, Öffnungen (13) aufweisendes Bogenleitblech vorgesehen ist.
  3. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenleiteinrichtung (4) stufenlos höhenverstellbar angeordnet ist.
  4. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenleiteinrichtung (4) gelenkig um eine Drehachse schwenkbar gelagert oder elastisch biegsam um eine Biegeachse ausgebildet ist.
  5. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Istwerte einer Bewegung der Bogenhinterkante erfassender Sensor (9) vorgesehen ist.
  6. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (9) an der Bogenleitfläche (4) oder am Greifersystem (5) angeordnet ist.
  7. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Höhenverstellung der Bogenleiteinrichtung (4) ein elektromotorischer Antrieb (10), insbesondere ein Mechatronikantrieb vorgesehen ist.
  8. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Sensor (9) eine Auswertungseinrichtung nachgeschaltet ist, die einen Sollwerte der Bewegung der Bogen (1) speichernden Speicher umfasst und einen Soll-Istwertvergleich durchführt.
  9. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Soll-Istwertabweichung anzeigende Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist.
  10. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass von der Auswertungseinrichtung ein aufgrund des Soll-Istwertvergleich erzeugtes Stellsignal an eine nachgeschaltete Stelleinrichtung zur Höhenverstellung der Bogenleiteinrichtung (4) ausgebbar ist.
  11. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach Anspruch 7 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinrichtung den elektromotorischen Antrieb (10), insbesondere Mechatronikantrieb umfasst.
  12. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Folge von Bogen (1) von der Auswertungseinrichtung ein aufgrund des Soll-Istwertvergleich für den ersten Bogen (1) der Bogenfolge erzeugtes Stellsignal an die Stelleinrichtung zur Höhenverstellung der Bogenleiteinrichtung (4) für einen oder mehrere dem ersten Bogen (1) folgende Bogen (1) ausgebbar ist.
  13. Einrichtung zur Ablage von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenleitfläche mit dem Greifersystem (5) korrespondierende Aussparungen (7) aufweist, die das Greifersystem (5) passiert, während es den jeweiligen Bogen (1) erfasst.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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