HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf mikrobearbeitete Elektrofluidik-Module,
ihre Verbindung mit einem separaten Teil oder einer separaten Montagevorrichtung
sowie ihre Verwendung in einem Multiplex-System.
Bisher gab es verschiedene und zahlreiche Anordnungen von elektronischen
Komponenten und Fluidik-Komponenten. Derartige Anordnungen haben mehr oder weniger
versucht, ein Zusammenwirken zwischen den Elektronik- und/oder den Fluidik-Komponenten
zu erreichen, um Elektrofluidik-Eigenschaften zu schaffen. Komponenten wurden in
einem Gehäuse oder in modularer Form montiert.
Derartige modulare Anordnungen weisen normalerweise einen inneren
Solenoid, eine elektrische Wicklung, ein elektrothermisches Element oder einen elektrisch
ansprechenden Sensor, wie er beispielsweise in einem Wandler verwendet wird, auf
und enthalten mindestens einen Fluidkanal. Elektrofluidik-Ventile weisen normalerweise
sowohl einen Fluidikeinlaß als auch einen Fluidikauslaß auf, die üblicherweise durch
Fluidikschläuche oder Fluidikrohre verbunden sind, und besitzen daran angebrachte
elektrische Leitungen zur Verbindung mit einer Steuerschaltung.
Solenoidgesteuerte Fluidikventile sind normalerweise recht groß, obwohl
Miniatur-Solenoidventile zur Verfügung stehen, wie dies nachfolgend noch beschrieben
wird. Wie ebenfalls nachfolgend noch beschrieben wird, gibt es eine begrenzte Verwendung
von neueren mikrobearbeiteten Ventilen, die eine viel geringere Größe aufweisen
und ein bewegliches Element in ihrem Inneren verwenden, um die Fluidikströmung durch
diese hindurch zu modulieren.
Obwohl kleine mikrobearbeitete Ventile verfügbar sind, sind diese
zur Ausnutzung ihrer Größe nicht effektiv untergebracht, wenn eine große Anzahl
solcher Ventile erforderlich ist, wie zum Beispiel in einem komplexen Fluidiksystem,
wie einem Fluidik-Multiplexsystem.
Solenoidventile haben eine Reihe von Nachteilen, wenn sie bei Anwendungen
zum Einsatz kommen, in denen Größe, Wärme, Gewicht und Betriebsgeräusch wichtig
sind, wie zum Beispiel in einem Dialysesystem, bei dem über zwanzig Solenoidventile
zum Einsatz kommen.
Derartige Dialysesysteme sind offenbart in dem US-Patent 5 324 422
mit dem Titel "Benutzerschnittstelle für automatisierte Peritonealdialysesysteme",
erteilt für Colleran et al. und übertragen auf Baxter International Inc., sowie
in dem US-Patent 5 350 357 mit dem Titel "Peritonealdialysesysteme, die eine Flüssigkeitsverteilungs-
und Pumpkassette verwenden, die Schwerkraftströmung emuliert", erteilt für Kamen
et al. und übertragen an die Deka Products Limited Partnership. Das pneumatische
Druckverteilungsmodul in den Colleran/Kamen-Patenten (s. 9)
besitzt über zwanzig Solenoidventile in zwei Leitungen, wobei sich Fluidikschläuche
zwischen den Einlässen/Auslässen der Ventile und dem Kolbenkörper erstrecken.
Während das bei Colleran/Kamen offenbarte pneumatische Druckverteilungsmodul
seinen beabsichtigten Zweck erfüllt, pneumatische Betätigungssignale für die Flüssigkeitsventile
bereitzustellen, besitzt das Modul in der Praxis mehrere Nachteile.
Das Modul ist relativ groß und schwer, indem es eine ungefähre Größe
von 12 Inch mal 4 Inch mal 2 Inch aufweist und ein Gewicht von etwa fünf Pfund hat.
Das Modul beinhaltet über 20 solenoidbetätigte elektromechanische Ventile, von denen
viele Dreiwegventile sind, die in beträchtlichem Umfang Elektrizität benötigen und
Wärme sowie auch beträchtliches Geräusch erzeugen. Die Geräuschprobleme sind besonders
hervortretend und machen eine Schallumschließung sowie eine entfernte Montage der
Ventile in einem separaten Gehäuse erforderlich.
Die Größe des Colleran-Moduls führte auch zu einer Montage entfernt
von dem Kolbenelement. Die entfernte Montage verursacht eine Verzögerung bei den
pneumatischen Betätigungssignalen und der Flüssigventil-Ansprechzeit und erhöht
ferner die Kosten, die Größe sowie die Komplexität des Systems insgesamt. An dem
Modul und an dem Kolben muß eine große Anzahl von Leitungen und Installationsverbindungen
vorgenommen werden, so daß sich die Größe, das Volumen und die Komplexität des Dialysegeräts
erhöhen.
Die Nachteile des Verteilungsmoduls sind somit die Kosten, die Größe,
das Gewicht, das Rauschen, die Wärme sowie die Energieerfordernisse. Die Nachteile
werden durch die Tatsache verschärft, daß die Colleran-/Kamen-Systeme für die Behandlung
von Nieren-Dialysepatienten zu Hause gedacht sind, und zwar im allgemeinen, während
der Patient schläft.
Man hat erkannt, daß es unter Aufrechterhaltung der Patientensicherheit
weiter wünschenswert wäre, die Größe und die Kosten des pneumatischen Verteilungsmoduls
zu reduzieren, das bei der Peritoneal-Behandlungsvorrichtung verwendet wird. Leider
hat sich herausgestellt, daß bei anderen Anwendungen verwendete Komponenten zum
Erreichen dieser Zielsetzungen häufig ungeeignet waren, insbesondere wenn diese
in Peritoneal- und Nieren-Behandlungsvorrichtungen oder anderen medizinischen Behandlungsvorrichtungen
des vorstehend beschriebenen Typs verwendet werden.
Weiterhin können die Peritoneal-Behandlungssysteme des bei Colleran
et al. dargestellten Typs aufgrund der Tatsache relativ geräuschbehaftet sein, daß
die pneumatischen Ventile während der gesamten Nacht betätigt werden, während der
Patient zu schlafen versucht, während er oder sie an das Peritoneal-Behandlungssystem
angeschlossen ist.
Eine einfache Miniaturisierung der Ventile unter weiterer Verwendung
von Solenoidventilen würde die bestehenden Nachteile nicht vollständig überwinden,
da das relative Volumen der Verteilereinrichtungen im Hinblick auf die damit verbundenen
Ventile relativ groß bleiben würde und sich somit die gewünschten Größen- und Kosteneinsparungen
nicht erreichen lassen würden.
Man hat erkannt, daß man einen Verteilungsmodul herstellen könnte,
indem man versucht, die größeren Solenoidventile durch kleinere, miniaturisierte
Solenoidventile beispielsweise des Typs zu ersetzen, der von SMC erhältlich ist
und die Modellnummer NVJ124A hat. Jedes dieser Dreiweg-Miniventile ist etwa einen
Inch lang, drei Achtel (3/8) Inch breit und drei Viertel (3/4) Inch hoch. Sehr kleine
rohrförmige, solenoidbetätigte Ventile sind von der Lee Company erhältlich und tragen
die Seriennummer LHDX0500700AA.
Vier bis zehn der Lee-Dreiwegventile sind in Verteilersystemen an
einem Kunststoffverteilerblock konfiguriert worden, der ein Paar Primäreinlässe
sowie eine Anzahl von Auslässen entsprechend der Anzahl von Ventilen aufweist. Leider
konnten jedoch keine sehr wesentlichen dimensionsmäßigen Einsparungen mit Solenoidventilen
erzielt werden, und zwar aufgrund der Tatsache, daß Solenoidventile bei ihrer Betätigung
häufig eine beträchtliche Menge an elektrischem Strom ziehen, so daß Abwärme erzeugt
wird, die abgeführt werden muß.
Der Stand der Technik ist reich an verschiedenartigen und zahlreichen
Elektrofluidik-Schaltungen, die elektrische Schaltungen, elektromechanische Ventile
und Fluidikverteiler aufweisen. Siehe zum Beispiel US-Patent 4 095 863 von Hardin
mit dem Titel "Verteilereinrichtung und System für elektrische und/oder pneumatische
Steuervorrichtungen und Verfahren dafür"; US-Patent 4 165 139 von Asbill III, mit
dem Titel "Verteilereinrichtung und System für elektrische und/oder pneumatische
Steuervorrichtungen und Verfahren dafür"; US-Patent 3 547 139 von Van Berkum, mit
dem Titel "Fluidlogikbaustein"; US-Patent 3 646 963 von Klee, mit dem Titel "Kanalsystem
für durch Fluiddruckmedium betätigte Regel-, Steuer- und Meßvorrichtung"; und US-Patent
4 549 248 von Stoll, mit dem Titel "Elektrofluidik-Leiterplattenanordnung mit Fluidkanälen
und elektrischen Verbindungen". Jede der vorstehend genannten Schriften besitzt
bestimmte Nachteile hinsichtlich ihrer großen Größe, ihres hohen Gewichts sowie
ihrer anwendungsspezifischen Ausbildungen.
In den letzten Jahren ist es in der Technik bekannt geworden, daß
mikrobearbeitete Ventile, beispielsweise des in dem US-Patent Nr. 5 069 419 von
Jerman offenbarten Typs, kommerziell verfügbar sind. Derartige Ventile sind in einzelnen
Gehäusen untergebracht worden, die einen einzigen Einlaß und einen einzigen Auslaß
zur Steuerung von geringen Mengen an Fluidströmung durch diese hindurch aufweisen.
Die mikrobearbeiteten Siliziumventile sind recht klein, indem sie
auf quadratischen oder rechteckigen Siliziumscheiben ausgebildet sind, die sich
in Bruchteilen eines Inch messen lassen und nur wenige Tausendstel dick sind. Die
Gehäuse, in die die mikrobearbeiteten Ventile eingeschlossen worden sind, sind jedoch
Größenordnungen größer als die eigentlichen Ventile und sind im Vergleich zu dem
eigentlichen mikrobearbeiteten Ventil relativ sperrig. Außerdem sind mikrobearbeitete
Ventile im Vergleich zu Solenoidventilen relativ fragil.
Sie ziehen jedoch keine großen Mengen an Strom, da sie normalerweise
durch die Erwärmung aktiviert werden, die durch den elektrischen Strom hervorgerufen
wird, der durch einen dotierten Bereich fließt, so daß eine unterschiedliche Expansion
von Schichten in dem mikrobearbeiteten Ventil hervorgerufen wird und dadurch eine
Bewegung zwischen einer Erhebung und einem Ventilsitz bewerkstelligt wird. Derartige
Ventile sind zum Beispiel von IC Sensors unter der Modellnummer ICS 4425 erhältlich.
Ähnliche Ventile sind erhältlich von Redwood Systems und werden unter der Handelsbezeichnung
"FLUISTOR®" vertrieben.
Die Ventile sind jeweils einzeln in einem Gehäuse untergebracht, wobei
die speziell in einem TO8-Behältnis untergebrachten Ventile einen einzigen Gaseinlaß
und einen einzigen Gasauslaß aufweisen. Das TO8-Behältnis kann von einer gedruckten
Leiterplatte nach oben wegragend angebracht sein, auf der elektrische Leiterbahnen
ausgebildet sein können, um eine elektrische Verbindung zu dem Ventil herzustellen,
so daß dem Ventil elektrische Signale zum Steuern seines Zustands und somit zum
Steuern der Fluidströmung durch das Ventil zugeführt werden können.
In ähnlicher Weise offenbart das durch eine Schicht mit Formerinnerungsvermögen
betätigte Mikroventil, das in dem US-Patent 5 325 880 von Johnson offenbart ist,
die Unterbringung eines Mikroventils in einem TO8-Behältnis, siehe 2.
Das US-Patent 5 329 965 von Gordon, mit dem Titel "Hybridventilsystem zum Variieren
der Fluidströmungsrate", offenbart eine schematische Darstellung eines Fluidströmung-Ventilsystems,
das ein FLUISTOR®-Mikroventil beinhaltet, wobei als Alternative ein Gas-Mikroventil
Modell Nr. 4425 offenbart ist, das von IC Sensors vertrieben wird. Das '965-Patent
von Gordon erfordert offensichtlich die Verwendung eines separaten Einlaßrohrs und
Auslaßrohrs sowie einer Leiterplatte.
Zusätzlich zu dem Jerman-Patent 5 969 419 sind weitere mikrobearbeitete
Vorrichtungen offenbart in dem US-Patent 5 325 880 von Johnson et al., mit dem Titel
"Durch Schicht mit Formerinnerungsvermögen betätigtes Mikroventil"; US-Patent 5
180 623 von Ohnstein, mit dem Titel "Elektronische Mikroventilvorrichtung sowie
Herstellung davon"; US-Patent 4 821 997 von Zdeblick, mit dem Titel "Integrierter
Mikrominiatur-Elektrik/Fluidik-Ventil und Druck/Strömungsregler";
sowie US-Patent 5 322 258 von Bosch et al., mit dem Titel "Mikromechanische Betätigungseinrichtung".
Es versteht sich, daß der Begriff mikrobearbeitete Einrichtungen,
wie er hier verwendet wird, allgemein verwendet wird und nicht nur mikrobearbeitete
Elektrofluidik-Ventile umfaßt, sondern auch andere mikrobearbeitete Einrichtungen,
wie zum Beispiel Elektrofluidik-Druckwandler. Ein Beispiel für einen im Handel erhältlichen
mikrobearbeiteten Druckwandler ist die Modellnummer FPM-15PG, der von Fujikura,
Japan, erhältlich ist.
Der Druckwandlerkörper weist eine einzige Fluidik-Eingangsleitung
für einen einzelnen darin vorhandenen Wandler sowie elektrische Verbindungen für
den einzelnen Wandler zum Einstecken in geeignete elektrische Einrichtungen auf.
Der vorstehend genannten Fujikura-Druckwandler ist kommerziell bei dem Druckverteilungsmodul
verwendet worden, das in dem '422-Patent von Colleran offenbart ist, siehe Bezugszeichen
178 in 18.
Die beiden anderen Patente, das '258-Patent von Bosch und das '997-Patent
von Zdeblick, offenbaren Anordnungen von Mikroventilen, siehe 6
bei Bosch und 66 bei Zdeblick. Weder Bosch noch Zdeblick offenbaren
jedoch die elektrischen Schaltungseinrichtungen und die Fluidikverbindungen, die
für die Handhabung der Fluidikeingänge und -ausgänge für die Ventile in den Anordnungen
erforderlich sind.
Die EP-A-518 524 beschreibt Gasventile, die in der Lage sind, in eine
Vakuumkammer einzuleitende Gase mit hoher Geschwindigkeit zu schalten. Diese Gasventile
können extern mit Gaszuführrohren, Gasaustrittsrohren und Leitungsdrähten, die zum
Anlegen einer Spannung zum Öffnen und Schließen der Ventile ausgebildet sind, verbunden
sein.
Die US-A-5 350 357 beschreibt ein System zum Ausführen einer Peritonealdialyse,
das ein Druckverteilungssystem beinhaltet. Das Druckverteilungssystem beinhaltet
eine Einrichtungsschicht, die Druckwandler enthält, eine Verbindungsplatte und eine
Verteileranordnung. Die Verteileranordnung weist eine obere Platte und eine untere
Platte auf. Die untere Platte trägt Ventile, die eine Steuerung von Luftöffnungen
in der Bodenplatte bewirken. Die Ventile sind durch Flachkabel mit einer Steuerung
an der Einrichtungsschicht über Kontakte an der Verbindungsplatte elektrisch verbunden.
Die Verwendung von elektrostatisch betätigten Mikroventilen, die eine
Schicht mit Formerinnerungsvermögen unter Ausnutzung des martensitischen Umwandlungsphänomens
verwenden können, in einer matrixartigen Anordnung, ist in dem US-Patent 5 284 179
von Shikida et al., mit dem Titel "Ventil und Halbleiterherstellungseinrichtung
unter Verwendung eines solchen Ventils" offenbart.
Das '179-Patent von Shikida offenbart mehrere Einlässe und mehrere
Auslässe zusammen mit mehreren Mikroventilen mit Formerinnerungsvermögen, die in
einer einzelnen Schicht in einem Fluidikverteiler angeordnet sein können oder auf
mehreren Ebenen in einem komplexeren Fluidikverteiler angeordnet sein können, siehe
7b, 8 und 18.
Das Shikida-Patent hat die Nachteile, daß es ein in der Herstellung
kompliziertes und schwieriges System zu sein scheint und daß ein Zugang zu den Mikroventilen
für eine Reparatur oder ein Austauschen derselben schwierig oder unmöglich ist.
Ferner dient die Shikida-Offenbarung für eine anwendungsspezifische Ausbildung,
und es handelt sich nicht um ein Gehäuse oder ein Modul von elektrischen Komponenten
und Fluidikkomponenten mit allgemeiner Anwendbarkeit.
Das heißt, im Gegensatz zu einzelnen Ventilen, die angebracht oder
ausgebaut werden können, wenn eines davon fehlerhaft wird, muß die gesamte Matrix
weggeworfen werden, wenn ein einziges Ventil fehlerhaft wird. Ferner weisen die
Mikroventile keine standardmäßigen Fluidikverbinder und elektrischen Verbinder auf,
wie dies bei Solenoidventilen der Fall ist, bei denen eine Neuanordnung der Ventile
für verschiedene Funktionen möglich ist.
Wie vorstehend erwähnt wurde, ist das Mikroventil im Inneren des TO8-Behältnisses
des ICS 4425 oder des FLUISTORS®-Ventils zwar sehr klein, jedoch ist das Gehäuse
recht groß, und jedes Gehäuse benötigt separate Fluidikverbindungen und elektrische
Verbindungen. Es ist zu erkennen, daß zur Bereitstellung einer Vielzahl von Ventilen,
wie bei dem '422-Patent von Colleran, eine große Anzahl von Fluidikleitungen und
eine große Anzahl von elektrischen Verbindungen erforderlich wären, was zu einer
sehr komplexen und verwirrenden Anordnung einzelner Elemente führt, die Ventile,
Fluidikleitungen und -verbinder sowie elektrische Leitungen und Verbinder beinhalten.
Es besteht daher ein Bedarf für ein Elektrofluidik-Modul, insbesondere
ein in hohem Maßen miniaturisiertes Elektrofluidik-Modul, das die Funktion eines
Multiplex-Systems ausführen kann, das in der Lage ist, einen oder mehrere einer
Vielzahl von Fluidikeinlässen mit einem oder mehreren einer Vielzahl von Fluidikauslässen
selektiv zu verbinden, das jedoch nur ein sehr kleines Volumen einnimmt, sehr wenig
elektrischen Strom für die Steuerung verbraucht und somit wenig Abwärme erzeugt
und das zuverlässig ist und sich kostengünstig herstellen läßt. Vorzugsweise sollte
ein solches Modul eine einfache Montage und ein einfaches Austauschen ermöglichen,
und es sollte mit einer Standard-Fluidikschnittstelle und einer Standard-Elektronikschnittstelle
ausgestattet sein.
KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein in hohem Ausmaß miniaturisiertes
Elektrofluidik-Modul zur Aufnahme eines Fluids und Herstellung einer elektrischen
Verbindung angegeben.
Das Modul besitzt eine im wesentlichen flache Verteilerschicht, die
mindestens einen Fluidikeinlaß und einen inneren Fluidikkanal hat, der mit dem Einlaß
zur Aufnahme von Fluid verbunden ist; eine im wesentlichen flache elektrische Schicht,
die eine elektrische Schaltung trägt; und eine im wesentlichen flache Einrichtungsschicht,
die eine Vielzahl von mikrobearbeiteten Einrichtungen darauf in Fluidverbindung
mit dem Fluidikkanal in der Verteilerschicht und in direkter elektrischer Verbindung
mit der elektrischen Schaltung auf der elektrischen Schicht hat.
Das Modul kann ferner eine zweite flache Verteilerschicht aufweisen,
die Fluidikkeingänge und innere Fluidikkanäle hat. Die zweite Schicht ist an einer
Seite der mikrobearbeiteten Einrichtungsschicht angeordnet, die der Seite gegenüberliegt,
an der die erste Verteilerschicht angeordnet ist, um die Fluidströmung zu der ersten
Verteilerschicht zurückzuleiten, wobei die elektrische Schaltung Leiterbahnen darauf
aufweist, wobei die elektrische Schicht zwischen der Einrichtungsschicht und der
ersten Verteilerschicht angeordnet ist, wobei in der elektrischen Schicht Fluidikkanäle
ausgebildet sind, um die Strömung von Fluid von der ersten Verteilerschicht und
durch die elektrische Schicht zu ermöglichen.
Bei der Einrichtungsschicht kann es sich um eine mittlere Schicht
handeln, wobei die genannte Verteilerschicht an einer Seite der Einrichtungsschicht
angeordnet ist. Das Modul kann eine zweite Verteilerschicht aufweisen, die an einer
der ersten Verteilerschicht gegenüberliegenden Seite der Einrichtungsschicht angeordnet
ist, wobei die zweite Verteilerschicht Fluidikkänäle zum Zurückleiten der Fluidströmung
zu der ersten Verteilerschicht hat und wobei die mikrobearbeiteten Einrichtungen
auf der Einrichtungsschicht Elektrofluidikventile aufweisen.
Das Modul kann ferner einen modularen Flachgehäuse-Schichtkörper aufweisen,
der eine Fläche hat, wobei die Verteilerschicht eine Einlaß-/Auslaßverteilerschicht
ist, die mindestens einen Einlaß für die Einlaßfluidströmung in der einen Richtung
und mindestens einen Auslaß für die Fluidrückströmung in einer Rückflußrichtung
hat und an der Fläche vorhanden ist.
Bei der Einrichtungsschicht kann es sich um eine mittlere Schicht
des Körpers handeln, und die Fluidikkanäle der Einrichtungsschicht können die Fluidströmung
modulieren. Die elektrische Schicht kann in dem Körper den mikrobearbeiteten Einrichtungen
benachbart vorhanden sein und elektrische Schaltungen zum Betätigen der mikrobearbeiteten
Einrichtungen aufweisen.
Das Modul kann ferner einen Rückleitungsverteiler an dem modularen
Körper an einer anderen Seite der Einrichtungsschicht aufweisen, um die Fluidströmung
von einem Teil der Einlaß-/Auslaßverteilerschicht aufzunehmen und die Fluidströmung
zu einem anderen Teil der Einlaß-/Auslaßverteilerschicht umzuleiten.
Das Modul kann für eine Multiplex-Aufgabe verwendet werden, die ein
sehr geringes Volumen einnimmt und vorzugsweise sehr kleine mikrobearbeitete Elektrofluidik-Einrichtungen,
beispielsweise Elektrofluidik-Ventile, verwendet. Dies wird zum Teil erreicht durch
Bereitstellung einer Vielzahl von mikrobearbeiteten Elektrofluidik-Einrichtungen
in einem einzigen, kleinen, flachen Modul, anstatt einer separaten Bereitstellung
der gleichen Anzahl von einzeln in Gehäuse untergebrachten Einrichtungen.
Auch ist das Gewicht dieser mehreren mikrobearbeiteten Einrichtungen
aufgrund ihrer Kombination in einem einzigen, kleinen, flachen Schichtgehäuse beträchtlich
geringer. Ferner werden die Kosten des Elektrofluidiksystems aufgrund der Tatsache
beträchtlich vermindert, daß mehrere Ventilmodule aus standardmäßigem Leiterplattenmaterial
(FR-4) unter Verwendung herkömmlicher, kostengünstiger Mehrschicht-Leiterplattenherstellungstechniken
hergestellt werden können.
Die gehäusemäßige Unterbringung von mehreren mikrobearbeiteten Einrichtungen
in einem gemeinsamen, einzigen, miniaturisierten Schichtkörper bzw. Schichtgehäuse
ohne zahlreiche individuelle Luftleitungen und zugehörige Verbindungen führt zu
beträchtlichen Einsparungen bei der Größe, dem Gewicht und den Kosten.
Vorteile bei der Montage und der Instandhaltung ergeben sich, da das
standardmäßige Schichtmodul mit vorbestimmten Standard-Fluidikeinlässen und -auslässen
sowie mit einem elektrischen Standardverbinder zur Verbindung mit einem Elektrofluidik-Montageelement,
wie zum Beispiel einer Elektrofluidik-Platte, versehen sein kann, die Fluidikkanäle
sowie einen dazu passenden elektrischen Verbinder aufweist.
Der elektrische Verbinder an dem standardmäßigen Schichtmodul kann
an einem dazu passenden elektrischen Verbinder unter Verwendung einer beliebigen
geeigneten Verbindungseinrichtung angebracht werden, wie zum Beispiel einer standardmäßigen,
dazu passenden Zwischenverbindung-Stift- und -Fassungs-Anordnung, die minimale Einführkraft
benötigt.
Dies macht das Modul ideal für eine rasche Montage oder für ein Austauschen
hinsichtlich des Elektrofluidik-Elements im Fall eines Ventildefekts in dem Modul.
Dadurch werden die Nachteile von Mikroventilen des Standes der Technik überwunden,
die häufig schwalbenschwanzartige elektrische Drahtleitungen aufweisen, die einzeln
verlötet werden müssen, was zeitaufwendig ist und das Silikonmaterial beschädigen
kann, wenn beim Löten kein Kühlkörper verwendet wird.
Zusätzlich dazu wird das von dem Standardmodul eingenommene Volumen
reduziert, indem an dem Modul eine Rückströmungseinrichtung vorgesehen ist, um die
ankommende Fluidströmung in einer umgekehrten Rückflußrichtung umzuleiten, so daß
sowohl die Fluidikeinlässe als auch die Fluidikauslässe an einer gemeinsamen Fläche
des Standardmoduls für eine bündige Anbringung an einer Fläche
eines Elektrofluidik-Elements, beispielsweise einer Elektrofluidik-Leiterplatte,
vorgesehen sein können.
Das heißt, anstatt große und separate Einlaßrohre oder Einlaßschläuche
mit gegenüberliegenden Seiten von jedem der mehreren mikrobearbeiteten Ventile zu
verbinden, wird ein gemeinsamer Rückleitungsverteiler zum Zurückleiten der Fluidströmung
zu der Einlaß-/Auslaßfläche des Moduls vorgesehen. Somit werden die Höhe und das
Volumen des Standardmoduls durch Eliminieren einer Reihe linearer anschließender
Verbindungen reduziert.
Vorzugsweise ist die bündig anbringbare Fläche des Standardmoduls
bündig an dem Elektrofluidik-Element oder der Elektrofluidik-Leiterplatte angebracht,
das bzw. die Fluidikkanäle in ihrer Fläche aufweist, so daß keine Fluidikrohre oder
Fluidikschläuche zwischen der Leiterplatte und dem Modul vorgesehen sind.
Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung ist es in entsprechender
Weise bevorzugt, daß ein Elektrofluidik-Element oder eine Elektrofluidik-Leiterplatte
bündig an einer separaten Montagevorrichtung angebracht wird und daß die Montagevorrichtung
Fluidikkanäle darin aufweist, so daß Fluid direkt von der Montagevorrichtung durch
Öffnungen und Fluidikkanäle in der Leiterplatte ohne Verwendung von Rohren oder
Schläuchen zwischen der Leiterplatte und der Montagevorrichtung zu und von den Standardmodulen
strömen kann.
Beispielsweise wird der Kolbenkörper der Dialysevorrichtung mit Fluidikkanälen
versehen und wird das Elektrofluidik-Element oder die Elektrofluidik-Leiterplatte
an dem Kolbenkörper angebracht, wobei Öffnungen in der Leiterplatte Fluid ohne die
Verwendung von irgendwelchen Fluidikrohren oder Fluidikschläuchen in Bezug auf die
Kolben-Fluidikkanäle aufnehmen und zurückleiten. Das Standardmodul wird gleichermaßen
bündig angebracht, wobei seine Fluidikeinlässe und Fluidikauslässe an seiner Verteilerschichtfläche
mit den Fluidikkanäle in der Leiterplatte verbunden werden.
Da eine Rückleitungsverteilerschicht an dem Modul auf der Seite einer
Schicht von mikrobearbeiteten Einrichtungen in dem Modul Fluid zu der Verteilerschicht
zurückleitet, erfolgen sowohl die Fluideintrittsströmung als auch die Fluidaustrittsströmung
durch die gleiche Verteilerschicht sowie durch die gleiche Fläche.
Die Qualität des Elektrofluidik-Standardmoduls ist gegenüber der einer
herkömmlichen Fluidikschaltung mit ähnlicher Funktionalität verbessert. Der Grund
hierfür liegt darin, daß sich die Reduzierung der Anzahl von Teilen direkt in einer
verbesserten Qualität niederschlägt. Vorteile in der Qualitätskontrolle sind ebenfalls
durch die Erfindung bedingt, da die standardisierten Elektronik- und Fluidik-Zwischenverbindungen
einfache Qualitätskontrolltests des Moduls nach der Montage ermöglichen.
Das erfindungsgemäße Modul schafft ferner einen einheitlichen Verbindungsstandard,
so daß standardisierte Elektronik- und Fluidik-Zwischenverbindungen sowie eine geradlinige
Anpassung des Moduls bei einer großen Anzahl verschiedener Anwendungen ermöglicht
werden.
Die Funktionalität des Elektrofluidik-Standardmoduls und der kundenspezifischen
Leiterplattenanordnung ist ganz anders und in der Lage, Elektronik- und Fluidikkomponenten
zur Ausführung einer großen Anzahl verschiedener Funktionen Rechnung zu tragen.
Diese Komponenten können jede gewünschte Kombination von Zweiwegventilen, Dreiwegventilen,
Druck-/Strömungs/Temperatursensoren, Druck-/Strömungsreglern, programmierbaren Fluidikkomponenten,
Kombinations-Fluidikschaltungen, Transistoren, mikrobearbeiteten Pumpen, Verstärkern
sowie anderen Elektronik- und/oder Fluidikkomponenten beinhalten. Die vorstehend
genannten Komponenten und Funktionen sind als Beispiele genannt und sollen nicht
die Auswahlmöglichkeiten begrenzen, die in der Technik verfügbar sind oder verfügbar
werden.
Das bevorzugte Elektrofluidik-Modul ist gebildet aus flachen Schichten,
die eine Schicht mit mindestens einer mikrobearbeiteten Einrichtung beinhalten,
wie zum Beispiel eine Vielzahl von mikrobearbeiteten Ventilen, die einander benachbart
angeordnet sind und mit Schaltungen auf einer benachbarten elektrischen Schicht,
die die Ventilelemente betätigt, elektrisch verbunden sind.
Das Modul weist ferner eine Verteilerschicht mit Fluidikkanälen sowie
Fluidikeinlässen und Fluidikauslässen an einer Fläche des Moduls auf, wobei die
Fluidikkanäle in der Verteilerschicht in Fluidverbindung mit den Fluidikkanälen
in den mikrobearbeiteten Ventilen sind.
Vorzugsweise weist die elektrische Schicht eine elektrische Leiterplatte
mit darauf vorhandenen elektrischen Leiterbahnen auf, die elektrische Schaltungen
zum Betätigen jedes der mikrobearbeiteten Ventile bilden. Diese elektrischen Schaltungen
sind mit einem elektrischen Verbinder zur Herstellung einer mechanischen und elektrischen
Verbindung mit einem dazu passenden elektrischen Verbinder an dem Elektrofluidik-Leiterplattenelement
ohne die Verwendung von Löttechniken elektrisch verbunden.
Aus dem Vorstehenden ist zu erkennen, daß ein neues und verbessertes
Verfahren zum Herstellen und/oder Unterbringen einer Vielzahl von miniaturisierten
oder mikrobearbeiteten Fluidik- und Elektronikkomponenten in einem äußerst miniaturisierten,
kostengünstigen Flachgehäuse-Modul geschaffen wird.
Die in der vorliegenden Erfindung offenbarte Verfahrensweise ermöglicht
die bündige Anbringung eines solchen Flachgehäuse-Moduls für Fluidikverbindungen
in einem größeren Fluidiksystem sowie eine Verbindung desselben durch dazu passende
elektrische Verbinder mit einer elektrischen Steuereinheit zum Betreiben der Mikroeinrichtungen
in dem Flachgehäuse-Modul.
Auf diese Weise kann ein Flachgehäuse-Modul, das eine Vielzahl von
Mikroventilen aufweist, in ein größeres Elektrofluidik-System mit zusätzlichen Fluidikkomponenten
als Teil einer separaten Montagevorrichtung integriert werden. Bei den Fluiden kann
es sich um Gase, wie zum Beispiel Luft unter Druck oder Unterdruck, oder um Flüssigkeiten
handeln. Die Mikroventile sind proportional und können zum Einstellen der Strömungsraten
sowie zum Öffnen und Schließen der Strömungswege verwendet werden.
Aus dem Vorstehenden ist zu erkennen, daß das Modul Fluidikleitungen
und elektronische Schaltungen auf einer Basis zum Abstützen der Fluidik- und Elektronikkomponenten
sowie Fluidik-Schnittstellenverbindungen für Fluidverbindungen zwischen der Basis
und einer separaten Montagevorrichtung, elektronische Schnittstellenverbindungen
zur Herstellung einer Verbindung von elektrischen Signalen und/oder Energie zwischen
der Basis und der separaten Montagevorrichtung sowie eine mechanische Schnittstellenverbindung
zum Befestigen der Basis an der separaten Montagevorrichtung aufweist.
Das bevorzugte Modul kann auch eine Rückleitungsverteiler-Abdeckschicht
zum Schützen der Fluidik- und Elektronikkomponenten sowie zum Zurückführen der Fluide
zu der Basis und zu den mikrobearbeiteten elektrischen Einrichtungen aufweisen.
Ferner ist zu erkennen, daß die vorliegende Erfindung eines Elektrofluidik-Moduls
die Nachteile des Standes der Technik überwindet, die die große Größe, das hohe
Gewicht, die Wärme, das Geräusch, die Ineffizienz sowie den Mangel der generellen
Anwendbarkeit von herkömmliche Komponenten verwendenden Elektrofluidik-Systemen
des Standes der Technik beinhalten.
In vielen Fällen kann das Elektrofluidik-Element oder die Elektrofluidik-Leiterplatte
mehrere daran angebrachte, lösbare Module aufweisen, und die Leiterplatte kann einen
zusätzlichen Verbinder zur Verbindung mit einem Flachkabel aufweisen, das zu einer
elektrischen Steuereinheit zum Betätigen der Sequenz der Mikrofluidik-Ventile zur
Ausführung des erforderlichen Multiplex-Betriebs führt.
Alternativ hierzu kann eine Steuereinheit direkt an dem Elektrofluidik-Element
angebracht sein, um eine Verbindung durch Schaltungen herzustellen, die zu diesem
Zweck vorgesehen sind. In anderen Fällen kann ein einziges Modul an einem bestimmten
Elektrofluidik-Element angebracht sein, um eine Anordnung zu bilden, die mit verschiedenen
Montagevorrichtungen verwendet werden kann.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine Montagevorrichtung
mit Fluidikkanälen vorgesehen, und ein Elektrofluidik-Element, wie zum Beispiel
eine Elektrofluidik-Leiterplatte, ist an der Montagevorrichtung derart angebracht,
daß sich Fluidikeinlässe und Fluidikauslässe in der Leiterplatte in Fluidverbindung
mit Fluid in der Montagevorrichtung befinden.
Mindestens eine mikrobearbeitete Einrichtung ist an der Leiterplatte
angebracht, und Fluidikkanäle in der Einrichtung stehen in Fluidverbindung mit den
Fluidikeinlässen und -auslässen in der Leiterplatte und somit mit den Fluidikkanälen
in dem Kolben. Ein elektrischer Verbinder in der Leiterplatte ist an einem elektrischen
Verbinder an der mikrobearbeiteten Einrichtung angebracht.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung beinhaltet die Verwendung
des Elektrofluidik-Moduls für die Steuerung von mehreren Flüssigkeitsventilen, indem
das Standardmodul in ein Kolbenelement integriert sein kann, so daß die Ausgänge
des Standardmoduls durch ein kundenspezifisches Elektrofluidik-Element oder eine
kundenspezifische Elektrofluidik-Leiterplatte geführt werden können und in einer
vorbestimmten Anzahl und Konfiguration von pneumatischen Betätigungseinrichtungen
für Flüssigkeitsventile verteilt werden können.
Eine spezielle Anwendung für die vorliegende Erfindung besteht in
der Verwendung in einem automatisierten Peritonealdialysesystem, wie es in dem '422-Patent
von Colleran offenbart ist, wobei der große, separate Fluidik-Steuerverteiler mit
über zwanzig Solenoidventilen und vierzehn Fluidikschläuchen zu sowie von dem Kolbenkörper
weg zum größten Teil durch eine kleine gedruckte Leiterplatte ersetzt worden ist,
die an dem Kolbenkörper angebracht ist und einige wenige Standardmodule aufweist,
die jeweils mehrere mikrobearbeitete Elektrofluidik-Ventile enthalten.
Die Nähe der Steuermodule zu den pneumatischen Betätigungseinrichtungen
eliminiert längere Abschnitte von Schlauchmaterial, so daß die Verzögerungszeit
in dem System reduziert wird, die früher durch die notwendige Zeit zum Erreichen
des gewünschten Drucks und der gewünschten Strömungsrate in den Schlauchabschnitten
verursacht wurde.
Die Erfindung bietet somit eine schnellere Ansprechzeit sowie eine
verbesserte Herstellbarkeit, Montage und Instandhaltbarkeit unter gleichzeitiger
Reduzierung der Größe, des Gewichts, des Geräusches, der Wärme, der Energieerfordernisse
sowie der Kosten des Systems.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die 23 und 24
sind lediglich zum Zweck der Erläuterung beigefügt und bilden keinen Bestandteil
der vorliegenden Erfindung.
Es zeigen:
1 eine Perspektivansicht eines Elektrofluidik-Moduls
gemäß der vorliegenden Erfindung;
2 eine Perspektivansicht des in
1 gezeigten Elektrofluidik-Moduls zur Erläuterung von
Details an dessen Boden;
3 eine auseinandergezogene Perspektivansicht
von Komponenten des in 1 gezeigten Elektrofluidik-Moduls
zur weiteren Erläuterung einer darunter befindlichen, separaten
Montagevorrichtung, wobei die Kombination aus dem Modul und der Montagevorrichtung
eine Elektrofluidik-Anordnung bildet;
4 eine Draufsicht auf eine Basisschicht
des in 1 gezeigten Elektrofluidik-Moduls;
5 eine Draufsicht auf eine erste zwischengeordnete
Schicht des in 1 gezeigten Elekrofluidik-Moduls;
6 eine Draufsicht auf eine Schaltungsschicht
mit einer darüber angeordneten Einrichtungsschicht, die eine Vielzahl von auf der
Schaltungsschicht positionierten Mikroventilen beinhaltet, wobei diese Komponenten
in das in 1 gezeigte Elektrofluidik-Modul integriert
sind;
7 eine Draufsicht auf eine Fluidik-Rückleitungsabdeckung
zur Positionierung über der Einrichtungsschicht und der Schaltungsschicht;
8 eine Draufsicht auf das in
1 gezeigte Elektrofluidik-Modul;
9 eine Schnittdarstellung entlang der
Linie 9-9 der 8, wobei Bereiche auseinandergezogen
dargestellt sind, um Details eines ersten Fluidströmungsweges durch das Modul zu
veranschaulichen;
10 eine Schnittdarstellung entlang der
Linie 10-10 der 8, wobei Teile auseinandergezogen
dargestellt sind, um Details eines zweiten Fluidströmungsweges durch das Modul zu
veranschaulichen;
11 eine auseinandergezogene Perspektivansicht
des in 1 gezeigten Elektrofluidik-Moduls, die teilweise
schematisch dargestellt ist, um zwei gleichzeitige Strömungswege durch jeweilige
Bereiche des Moduls zu veranschaulichen;
12 eine schematische Darstellung des
in 1 gezeigten Elektrofluidik-Moduls zur Erläuterung
der Verbindungen mit einem Paar elektrischer Sockel und einem Paar Fluidquellen;
13 eine von hinten gesehene Aufrißansicht
eines Kolbenkörpers für ein Peritonealdialysesystem, wobei der Kolbenkörper mit
Kanälen zum Zuführen von pneumatischen Signalen für die Steuerung einer Kassette
versehen ist, die Teil einer Patientenschaltung bildet;
14 eine weitere von hinten gesehene Aufrißansicht
des Kolbenkörpers der 13, die auch eine Basisplatte
und in unterbrochenen Linien die Positionierung von drei Elektrofluidik-Modulen
sowie ihren fluidischen, elektrischen und mechanischen Verbindungen mit der Basisplatte
und dem Kolbenkörper veranschaulicht;
15 eine weitere von hinten gesehene Aufrißansicht
des Kolbenkörpers und der Basisplatte der 14, wobei
drei Elektrofluidik-Module positioniert sind;
16 eine Seitenaufrißansicht einer gedruckten
Schaltungsplatte zur Verwendung in einer Montagevorrichtung eines Elektrofluidik-Moduls;
17 eine Draufsicht auf die in
16 gezeigte gedruckte Schaltung unter Darstellung von
Details einer Vielzahl darauf vorhandener Leiterbahnen;
18 eine Seitenaufrißansicht einer Basisschicht
zum Tragen der in 16 und 17
gezeigten Leiterplatte;
19 eine Draufsicht auf die in
18 dargestellte Basisschicht zur Erläuterung von Details
einer Vielzahl von darin vorhandenen Fluidikkanälen;
20 eine Perspektivansicht des in
1 gezeigten Elektrofluidik-Moduls, das auf der Montagevorrichtung
angebracht ist;
21 eine Perspektivansicht der in
20 gezeigten Montagevorrichtung;
22 eine auseinandergezogene Perspektivansicht
der in 21 gezeigten Montagevorrichtung;
23 eine Draufsicht auf ein mikrobearbeitetes
Siliziumventil;
24 eine Schnittdarstellung im wesentlichen
entlang der Linie 24-24 der 23 zur Erläuterung
von Details im Inneren des mikrobearbeiteten Siliziumventils; und
25 eine auseinandergezogene Perspektivansicht
eines alternativen Ausführungsbeispiels des Elektrofluidik-Moduls, das vier Mikroventile
enthält.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen und insbesondere die
1 bis 3 ist
ein Elektrofluidik-Miniaturmodul gemäß der vorliegenden Erfindung darin allgemein
dargestellt und mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Wie in den
3 und 20 zu
sehen ist, kann das Elektrofluidik-Modul 10 auf einer separaten Elektrofluidik-Montagevorrichtung
250 angebracht sein, um eine fluidische und elektronische Verbindung zwischen
dem Modul und der Montagevorrichtung herzustellen.
Das Elektrofluidik-Miniaturmodul 10 kann um eine Basiseinheit
oder ein Elektrofluidik-Element 12 herum aufgebaut sein, das drei Schichten
24, 64, 80 aufweisen kann, wie dies nachfolgend noch
ausführlicher erläutert wird. Das Elektrofluidik-Element 12 trägt eine
vorzugsweise im wesentlichen flache oder planare Einrichtungsschicht 13,
die eine Vielzahl von mikrobearbeiteten Einrichtungen 14 beinhaltet.
Eine Vielzahl elektrischer Schaltungen 16 ist an dem Elektrofluidik-Element
12 ausgebildet, und die Schaltungen sind mit den mikrobearbeiteten Einrichtungen
14 verbunden, um diese zu betreiben und dadurch die Fluidströmung von einer
Vielzahl von Einlässen oder Auslässen 18 durch die mikrobearbeiteten Einrichtungen
14 sowie durch eine Vielzahl von bidirektionalen Öffnungen 20
zu modulieren, deren jede so ausgewählt sein kann, daß sie entweder als Einlaß oder
als Auslaß dient, wobei dies von den Fluidverteilungs-Verteilerwegen, dem Zustand
der jeweiligen Mikrobetätigungselementen 14 sowie dem
positiven oder negativen relativen Druck an jeder Öffnung 20 in Bezug auf
den Druck an dem zugehörigen Einlaß oder Auslaß 18 abhängig ist.
Eine Rückleitungs-Fluidströmungs-Lenkeinrichtungs- oder Verteilerabdeckung
22 vervollständigt einen Fluidströmungsweg zwischen den Fluidikeinlässen
oder – auslässen 18 und den Fluidikeinlässen/-auslässen
20. Die Verteilerabdeckung 22 kann über der Einrichtungsschicht
13 angebracht sein und von der oberen Schicht 80 des Elektrofluidik-Elements
und somit von dem eigentlichen Elektrofluidik-Element 12 abgestützt sein.
Ein Paar elektrischer Verbinder 23, die jeweils fünf Anschlußstifte aufweisen
können, ermöglicht eine elektrische Kopplung zwischen den elektrischen Schaltungen
16 und der Umgebung, in der das Elektrodfluidik-Miniaturmodul
10 arbeitet.
Das Modul 10 und die Montagevorrichtung 250 können
aus Leiterplattenmaterial, wie zum Beispiel FR-4, oder aus Keramiksubstraten, wie
zum Beispiel Aluminiumoxid oder anderen Keramikmaterialien, oder aus anderen geeigneten
Materialien hergestellt sein. Das Material kann unter angemessener Berücksichtigung
seiner Eigenschaften ausgewählt werden, wie zum Beispiel der bequemen Herstellbarkeit
(im Fall von FR-4), seiner inhärenten Reinheit und chemischen Beständigkeit (im
Fall von Aluminiumoxid und anderen üblichen Keramikmaterialien) sowie weiteren Eigenschaften,
wie zum Beispiel den Isoliereigenschaften, dem geringen Gewicht, der mechanischen
Bearbeitbarkeit, der Festigkeit, der Kostengünstigkeit sowie weiteren derartigen
Faktoren, wie diese für die speziellen Anwendungen relevant sein können.
Das Elektrofluidik-Element 12 weist eine im wesentlichen
quaderförmige Basisschicht 24 auf, die ein Paar rechteckige Seitenwände
26 und 28 sowie vier abgeschrägte Ecken 30,
32, 34 und 36 hat. Die Einlässe oder Auslässe
18 können einen Druckeinlaß 58 und einen Subatmosphärendruck-Auslaß
oder Unterdruckauslaß 60 aufweisen. Ein Druckeinlaßkanal 58 kann
mit einer Druckeinlaß-Blindbohrung 40 versehen sein, während der Unterdruckauslasskanal
60 mit einer Unterdruckauslaß-Blindbohrung 42 versehen sein kann.
Diese Kanäle dienen für die Verbindung von druckbeaufschlagter oder
verdünnter Luft bei einem Druck über oder unter Atmosphärendruck, jedoch normalerweise
im Bereich von +1,5 bis 10 psig (Überdruck in psi), vorzugsweise etwa +5 psig. Das
Elektrofluidik-Modul 10 kann zum Übertragen von pneumatischen Signalen
zum Betätigen von Flüssigkeitsventilen verwendet werden, wie zum Beispiel in medizinischen
Vorrichtungen, wie automatisierten Peritonealdialyse-Behandlungssystemen.
Ein Paar Einlaß- oder Auslaß-O-Ringe 48 und 50 sind
in den Bohrungen 40 bzw. 42 angeordnet. Die Einlaß- oder Auslaß-O-Ringe
48 und 50 sorgen für eine Abdichtung zwischen jedweder pneumatischen
Zufuhreinrichtung, die in Fluidverbindung mit dem Einlaß 58 und dem Auslaß
60 angeschlossen ist. Der Einlaßkanal 58 und der Auslaßkanal
60 koppeln jeweils entweder eine Quelle an druckbeaufschlagter Luft oder
eine Quelle an unter Atmosphärendruck befindlicher Luft über weitere Schichten mit
den mikrobearbeiteten Ventilen 14.
Eine zwischengeordnete Verteilerschicht 64 ist über der Basisschicht
24 angeordnet, wobei sich Kanäle in Fluidverbindung mit den Einlässen oder
Auslässen 18 sowie den Einlässen/Auslässen 20 befinden. Genauer
gesagt schafft die zwischengeordnete Verteilerschicht 64 eine verallgemeinerte
Routenführung zwischen den Mikroventilen 14 und den Einlässen oder Auslässen
18 sowie den Einlässen/Auslässen 20.
Die zwischengeordnete Verteilerschicht 64 ist im wesentlichen
flach und planar und weist eine Vielzahl darin ausgebildeter Schlitze auf. Diese
Schlitze beinhalten einen länglichen Druckeinlaßschlitz 66, einen im wesentlichen
H-förmigen Unterdruck-Auslaßschlitz 68 sowie vier Einlaß-/Auslaßschlitze
70, 72, 74 und 76, wie dies in den
3 und 5 zu sehen
ist.
Eine gedruckte Leiterplatte 80 ist über der zwischengeordneten
Verteilerschicht 64 angeordnet und weist eine Vielzahl von elektrischen
Bahnen oder Leiterbahnen 16 auf, die zwei Bereiche 82 und
84 beinhalten können, die darauf durch ein beliebiges herkömmliches Verfahren
zum Bilden von elektrischen Leiterbahnen auf einer Leiterplatte gebildet sind, wie
dies in den 6 und 11
zu sehen ist.
Die Basisschicht 24 ist ferner mit vier Einlässen oder Auslässen
20 versehen, die alle mit den Bezugszeichen 20a bis
20d bezeichnet sind. Wie in den 2 und
3 zu sehen ist, sind die Einlässe/Auslässe
20a bis 20d jeweils mit Blindbohrungen 21a bis
21d zum Aufnehmen von O-Ringen 51 versehen, die für eine Abdichtung
für externe Verbindungen oder Kanäle sorgen, die zum Übertragen von Fluiden verwendet
werden, wie zum Beispiel für pneumatische Betätigungssignale.
Die O-Ringe 51 sorgen für eine effektive Fortsetzung der
Strömungskanäle 20a bis 20d durch die gesamte Dicke der Basisschicht
24 hindurch. Falls gewünscht, kann der Innendurchmesser der O-Ringe im
wesentlichen gleich dem Innendurchmesser der Kanäle 20a bis 20d
und dem Innendurchmesser von dazu passenden Kanälen 252a bis
252d in einer separaten Montagevorrichtung sein, an der das Modul
10 angebracht werden kann, wie dies in 3 gezeigt
ist und auch in 14 zu sehen ist.
Auf diese Weise kann jeder Fluidströmungsweg zwischen den Kanälen
des Moduls und den Kanälen der Montagevorrichtung im wesentlichen gerade, glatt
und ohne Hindernisse ausgebildet sein und sich durch einen relativ gleichmäßigen
Querschnitt oder Durchmesser auszeichnen.
Die Schichten 24, 64, 80 des Elektrofluidik-Elements
12 können mittels eines geeigneten Haftmittels oder Haftdichtungen
(nicht gezeigt) haftend miteinander verbunden sein, um wünschenswerte fluiddichte,
luftdichte und vakuumdichte Eigenschaften zu schaffen. Die mikrobearbeiteten Einrichtungen
14 können an einer Leiterplatte 80 durch Oberflächenmontage angebracht
sein. Die Rückleitungsverteiler-Abdeckung 22 kann an der Leiterplatte
80 wiederum durch ein beliebiges geeignetes Haftmittel oder beliebige geeignete
Befestigungseinrichtungen angebracht sein, und zwar vorzugsweise luftdicht und vakuumdicht
um die Abdeckungs-/Leiterplatten-Grenzfläche.
Das Element 12 und somit das Modul 10 können unter
Verwendung von beliebigen geeigneten Befestigungseinrichtungen, wie zum Beispiel
Gewindebolzen 54 oder mittels einer Schnappsitz-Verbindung oder dergleichen
an einer separaten Montagevorrichtung 200, 250 (3,
14) befestigt sein. Die Bolzen
54 können durch Bolzenöffnungen 81a bis 81d in der Leiterplatte
80, Bolzenöffnungen 85a bis 85d in der zwischengeordneten
Verteilerschicht 64 sowie durch Bolzenöffnungen 25a bis
25d in der Basisschicht 24 hindurch eingeführt sein, wie dies
in den 4–6
zu sehen ist. Die Gewinde an den Bolzen 54 treten mit Gewindeeinsätzen
277 in der Montagevorrichtung 250, 3, oder in
Gewindebolzenöffnungen BH in der Montagevorrichtung 200,
14, in Eingriff.
Ventilkanäle 86 bis 100 kommunizieren im allgemeinen
zwischen den in der mittleren Verteilerschicht 64 ausgebildeten Schlitzen
sowie der Vielzahl von Ventilen 14, siehe 11.
Die Ventile befinden sich vorzugsweise in einer allgemein flachen, planaren Schicht
13. Die Vielzahl der Ventile 14 beinhaltet Ventile 110,
112, 114, 116, 118, 120,
122 und 124. Die Ventile bilden paarweise Kombinationen
116 und 118, 114 und 120, 112 und
122 sowie 110 und 124, wobei jedes der Ventilpaare über
die jeweiligen Einlaß-/Auslaßschlitze 70, 72, 74 und
76 den Einlaß-/Auslaßöffnungen 20a, 20b, 20c
und 20d zugeordnet ist.
Die Abdeckung bzw. der Rückleitungsverteiler 22 ist über
den Ventilen positioniert und weist einen darin ausgebildeten, langgestreckten,
rechteckigen Druckverteilerbereich 130 sowie eine Vielzahl einzelner Vakuumverteilerbereiche
132, 134, 136 und 138 auf. Vorzugsweise ist
die Abdeckung 22 aus klarem Polycarbonat oder einem anderen geeigneten
klaren Material hergestellt, um eine visuelle Überprüfung der Mikroventile und in
manchen Fällen auch der Fluide zu ermöglichen.
Wie am besten in 11 zu sehen ist, sind
Beispiele eines typischen Druckluft-Strömungsweges 128 sowie eines typischen
Unterdruckluft-Strömungsweges 126 dargestellt. Siehe auch 9
und 10.
Unter Beschreibung zuerst der Unterdruckkommunikation in dem Modul
10 ist eine Unterdruckquelle an einen Luftauslaß bzw. eine Austrittsöffnung
60 angeschlossen, um ein Vakuum bzw. Unterdruck zu bilden. Der Unterdruck
befindet sich stromaufwärts von der Unterdruckquelle in Verbindung mit den Kanälen
und Komponenten, wie dies im Folgenden beschrieben wird. Beginnend mit der Unterdruckquelle,
die in die Austrittsöffnung 60 eingebracht ist, befindet sich der Unterdruck
in Verbindung mit dem Unterdruckschlitz 68 in der zwischengeordneten Verteilerschicht
64 und sodann mit den darüberliegenden Unterdruckkanälen 97 bis
100 in der Leiterplatte 80.
Die Unterdruckkanäle 97, 98, 99,
100 verbinden den Unterdruck mit den darüberliegenden unterdruckseitigen
Ventilen 116, 114, 112 bzw. 110, so daß ein
Unterdruck auf die Unterseiten dieser Ventile aufgebracht wird (11).
Wenn ein typisches unterdruckseitiges Ventil 110 zum Öffnen
veranlaßt wird, indem ein geeignetes elektrisches Signal auf den Leiterbahnen
84 zugeführt wird, wird Unterdruck von dem Ventil 110 mit der
Unterdruckverteilerkammer 138 und von dort zu der Öffnung 96,
zu dem einen Kanal aufweisenden Einlaß-/Auslaßschlitz 76 und letztendlich
zu der Einlaß-/Auslaßöffnung 20d geführt.
Es ist zu erkennen, daß bei dem vorstehend beschriebenen Beispiel
die Luftströmung von der relativ höheren Druck aufweisenden Einlaß-/Auslassöffnung
20d fortschreitend entlang des typischen unterdruckseitigen Luftweges
126 zu der Unterdruck-Austrittsöffnung 60 erfolgt, wo Luft mit
einem Druck unter dem Atmosphärendruck an die Unterdruckquelle ausgeleitet wird.
Unter weiterer Bezugnahme auf 11 sowie auch auf
9 ist ein typischer unterdruckseitiger Luftströmungsweg
126 dargestellt, wobei die Pfeilspitzen die Richtung der Luftströmung bezeichnen.
Beim Öffnen des typischen unterdruckseitigen Ventils 110
wird Luft in den Einlaß-/Auslaßkanal 20d, nach oben durch den Einlaß-/Auslaßschlitz
76, nach oben durch die Öffnung 96, nach oben durch den Unterdruckverteilerbereich
138 und sodann nach unten durch das Ventil 110, die Öffnung
100, den L-förmigen Unterdruck-Auslaßschlitz 68 sowie schließlich
durch den Unterdruck-Austrittskanal 60 nach außen ausgeleitet, wie dies
in den 9 und 11
zu sehen ist.
Es ist zu erkennen, daß die Installationsweise des Moduls
10 dazu führt, daß die Unterdruckventile 110 bis 116
den niedrigeren Druck an der Unterseite der Ventile anstatt an der Oberseite aufweisen,
so daß die Ventile 110 bis 116 in ihren geschlossenen Zustand
vorgespannt werden. Dies ist dadurch bedingt, daß die Ventile 110,
112, 114, 116 über den Unterdrucköffnungen
100, 99, 98 bzw. 97 angeordnet sind und die Öffnungen
mit dem Unterdruckschlitz 68 kommunizieren, auf dem ein Unterdruck durch
die Austrittsöffnung 60 gezogen wird. In entsprechender Weise spannt der
in dem Verteilerbereich 130 unterhaltene Druck die Ventile 118
bis 124 in den geschlossenen Zustand vor.
Wie in den 10 und 11
gezeigt ist, kann eine typische Druckluftströmung 128
durch den Druckeinlaß 58, nach oben durch den Druckeinlaßschlitz
66 und von dort nach oben durch Druckverteilungsöffnungen 86,
87 und 88 in den Drucksockel 130 geleitet werden und
von dort nach unten auf die Oberseiten der überdruckseitigen Ventile 118
bis 124 geleitet werden.
Wenn dem Ventil 118 durch die Leitungen 82 (6,
11) elektrische Energie zugeführt wird, öffnet
sich das Ventil 118, so daß ein Überdruck-Strömungsweg nach unten durch
die Öffnung 89 mit dem Einlaß-/Auslaßschlitz 70 verbunden wird, so daß
eine Austrittsdruckströmung 128 durch den Auslaß 20a geschaffen
wird (10, 11).
Im allgemeinen ist es für einen aus den Einlässen/Auslässen 20 ausgewählten,
bestimmten Einlaß/Auslaß wünschenswert, nur eines der beiden Mikroventile
14 zu aktivieren, die diesem Einlaß/Auslaß zugeordnet sind. Bei einem der
vorstehenden Beispiele führt somit die Entscheidung zum Öffnen des unterdruckseitigen
Mikroventils 110 dazu, daß die Strömung des Unterdruck-Luftstroms
126 in die Öffnung 20d hinein erfolgt. In diesem Fall bleibt das
überdruckseitige Mikroventil 124 (das ein Paar mit dem Mikroventil
110 bildet) geschlossen, um dadurch der Unterdruck-Luftströmung nicht entgegenzuwirken.
Es ist jedoch zu erkennen, daß bei Wunsch das Elektrofluidik-Modul
10 gemäß der Erfindung auch zum Mischen von zwei oder mehr Strömen verwendet
werden kann, wie zum Beispiel von zwei Gasen oder zwei Flüssigkeiten unterschiedlicher
Zusammensetzung, oder zum Hinzufügen oder Entfernen von Signalen, wie zum Beispiel
Luftdrücken. Falls gewünscht, kann das Mischen oder Hinzufügen durch Öffnen von
beiden der zwei paarweise vorgesehenen Mikroventile, zum Beispiel 110 und
124, erfolgen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bestünde der Effekt des
Öffnens der beiden Mikroventile 110, 124 darin, daß der einen
positiven Druckwert aufweisende Druck an dem Einlaß 58 zu dem einen negativen
Druckwert aufweisenden Druck an dem Auslaß 60 addiert wird, wobei die Summe
daraus in etwa dem erwarteten Druck an dem Einlaß-/Auslaß 20d entspricht,
der dem Ventilpaar zugeordnet ist.
In dieser Hinsicht kann das Modul 10 dazu verwendet werden,
Fluidik-Logikfähigkeiten zu schaffen. Andere Verwendungen der Erfindung für Fluidik-Logikzwecke
werden sich den Fachleuten erschließen.
In 12 ist eine schematische Darstellung
der elektrischen Schaltungseinrichtungen und der Fluidströmungswege in dem Modul
10 gezeigt. Es ist zu erkennen, daß die acht Zweiwegventile 14
des Moduls 10 derart konfiguriert sind, daß sie die äquivalente Funktion
von vier Dreiweg-Auswählventilen haben. Für jeden Einlaß-/Auslaß 20 ermöglicht
ein Paar zugeordneter Ventile eine Passage von einem von zwei Luftströmungen (zum
Beispiel druckbeaufschlagte Luft oder verdünnte Luft) durch den Einlaß/Auslaß
20.
In ähnlicher Weise steht eine beliebige Anzahl von Strömungskonfigurationen
für ein Elektrofluidik-Modul gemäß der Erfindung zur Verfügung. Die Basisschicht
24 kann mit einer beliebigen gewünschten Anzahl und Konfiguration von Einlässen
oder Auslässen versehen sein. Die zwischengeordnete Verteilerschicht 64
kann mit einer beliebigen, gewünschten Anzahl und Konfiguration von Kanälen oder
Schlitzen versehen sein. Die Leiterplatte 80, die Einrichtungsschicht
13 und die Rückleitungsverteiler-Abdeckung 22 sorgen für eine
ähnliche Flexibilität hinsichtlich ihrer Ausbildung und Arbeitsweise.
Es ist somit zu erkennen, daß die von der Erfindung geschaffenen Elektrofluidik-Schnittstellen
oder -verbindungen auf eine beliebige Anzahl von vorbestimmten Standards standardisiert
werden können. Bei einer dieser Standardschnittstellen handelt es sich um diejenige,
die für das bevorzugte Ausführungsbeispiel 10 offenbart ist. Eine Analogie
kann zu standardmäßigen elektronischen Komponenten gezogen werden, wie zum Beispiel
Transistoren, insbesondere solchen, die in einer standardmäßigen DIP-(Dual-in-Line)
Gehäusekonfiguration untergebracht sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel, wie es in 2
dargestellt ist, sind zwei zusätzliche Blindbohrungen oder Leerbohrungen
44 gezeigt. Diese werden dazu verwendet, die auf das Modul wirkende Belastung
symmetrisch im Gleichgewicht zu halten, wenn dieses an einer externen pneumatischen
Einrichtung angebracht ist.
In Abhängigkeit von der gewünschten, speziellen Strömungskonfiguration
und der gewünschten, spezifischen Standardschnittstelle könnten diese Bohrungen
44 mit sich durch diese hindurch auf die gegenüberliegende Seite der Basisschicht
24 erstreckenden Kanälen versehen sein, um eine Fluidverbindung zwischen
einer externen pneumatischen Einrichtung und den internen Komponenten zu schaffen,
wie zum Beispiel dem Verteiler 64 in dem Modul 10.
In ähnlicher Weise ermöglicht die Erfindung die Verwendung von nahezu
einer beliebigen Anzahl von Einlässen und Auslässen 18 und 20
sowie einer großen Anzahl verschiedener innerer Strömungswege, wie dies durch die
Konfiguration von jeder der verschiedenen Schichten 13, 22,
24, 64, 80 in dem Modul 10 bestimmt wird.
Vorzugsweise werden jegliche gewünschten zusätzlichen Kanäle oder
Variationen in der Strömungskonfiguration zum Zeitpunkt der Herstellung, Konstruktion
oder Montage des Moduls 10 gemäß einer vorbestimmten Ausbildung vorgesehen,
um Einsparungen bei den Maßstäben der Herstellung von großen Mengen des ausgewählten
Standardmoduls in vorteilhafter Weise zu nutzen.
Das Elektrofluidik-Miniaturmodul 10 kann in einem
Dialysesystem oder in einem Elektrofluidik-Dialysathandhabungssystem verwendet werden,
das einen Kolbenkörper 200 aufweist, wie dies am besten in den
13 bis 15 zu
sehen ist. Der Kolbenkörper 200 ist vorzugsweise aus DELRIN (einer Acetylverbindung)
oder einem anderen geeigneten Material hergestellt, das wiederholten Belastungen
standhalten kann.
Das Dialysathandhabungssystem ist in dem US-Patent 5 324 422 von Colleran
et al. und dem US-Patent 5 350 357 von Kamen et al. ausführlicher offenbart, wobei
beide dieser Patente durch Bezugnahme zu einem Bestandteil der vorliegenden Beschreibung
gemacht werden, als ob sie vorliegend vollständig wiedergegeben wären.
Wie in den 13 bis 15
gezeigt ist, ist eine Vielzahl von miniaturisierten Elektrofluidik-Modulen
10, die jeweils mit den Bezugszeichen 190, 192 bzw.
194 bezeichnet sind, auf einer Basisplatte 196 positioniert, und
zwar unter Bildung einer abdichtenden Verbindung über Fluidik führende Leitungen
oder Nuten 210g, 212g, 214g, 216g,
218g, 220g, 224g, 226g, 228g,
230g, 232g und 234g, wobei alle dieser Nuten in dem Kolbenkörper
200 ausgebildet sind. Die Kombination aus der Basisplatte oder Montagevorrichtung
196 und den Elektrofluidik-Modulen 190, 192 und
194 bildet eine Elektrofluidik-Anordnung 198.
13 zeigt den Kolbenkörper 200
nach der spannenden Bearbeitung der Nuten. 14 zeigt
die Basisplatte 196, die auf der hinteren Oberfläche 201 des Kolbenkörpers
200 angebracht ist und die Nuten überdeckt (die in unterbrochenen Linien
dargestellt sind). Gewindebolzenöffnungen BH sind in die Basisplatte und
in den Kolbenkörper 200 geschnitten, um Gewindebolzen 54 zum Anbringen
der Module 190, 192, 194 aufzunehmen. Die Positionen
für die Module und ihrer in der Bodenfläche vorgesehenen Bohrungen 21a
bis 21d und ihrer elektrischen Verbinder 23 sind in unterbrochenen
Linien dargestellt.
Fluidkanäle, zum Beispiel für das Modul 194 die mit den Bezugszeichen
230a, 228b, 224c, 226d, HP und
LP bezeichneten Kanäle, sind durch die Basisplatte 196 gebohrt,
um Fluiden eine Verbindung zwischen dem Kolbenkörper 200 und jedem Modul
zu ermöglichen. Schließlich sind die Module in
15 auf der Basisplatte 196 und
dem Kolbenkörper 200 angebracht dargestellt.
Der Kolbenkörper 200 wird zum pneumatischen Betätigen einer
mehrere Komponenten aufweisenden Kassette (nicht gezeigt) verwendet, die zwei Membranpumpen
und zehn Flüssigkeitsventile beinhaltet. Die Pumpenbetätigungselemente
202, 204 erhalten pneumatische Betätigungssignale durch eine Öffnung
206 bzw. 208. Die zehn Flüssigkeitsventile (nicht gezeigt) werden
durch pneumatische Signale betätigt, die über zehn Anschlüsse 210p,
212p, 214p, 216p, 218p, 220p,
224p, 226p, 228p, 230p übertragen werden.
Diese Anschlüsse bzw. Öffnungen erstrecken sich von der Rückseite
des Kolbenkörpers 200 (13) zu der Kolbenvorderseite
(nicht gezeigt), wo sie pneumatische Signale zuführen, um jeweilige Bereiche einer
Membran in der Kassette zu veranlassen, sich auf die jeweiligen Flüssigkeitsventile
aufzusetzen oder diese freizugeben und diese somit zu betätigen.
Früher benötigte jede dieser zehn Öffnungen eine separate Länge flexiblen
Kunststoffschlauchs, der sich von einem entfernt angeordneten Gehäuse wegerstreckte,
wo positive oder negative Signale selektiv erzeugt und durch die separaten Schläuche
zu den jeweiligen Öffnungen übertragen wurden.
Gemäß einem Gesichtspunkt der Erfindung ist es wünschenswert, nur
eine einzige Überdruckleitung sowie eine einzige Unterdruckleitung in den Kolbenkörper
hinein zusammen mit elektrischen Signalen über ein Bandkabel oder dergleichen vorzusehen,
und die Einleitung der Überdruck- oder Unterdrucksignale an dem eigentlichen Kolbenkörper
zu steuern. (Die Pumpenbetätigungs- und Strömungsmeßvorgänge können wie bisher unter
Verwendung der separaten Schläuche durchgeführt werden.)
Zum Zuführen der gewünschten Überdruck- und Unterdrucksignale an die
zehn Ventilbetätigungsöffnungen sind ein Überdruck-Kanal oder eine Überdruck-Nut
232 und eine Unterdruck- oder Subatmosphärendruck-Nut 234 in die
hintere Oberfläche des Kolbenkörpers 200 eingearbeitet (13).
Verbindungen oder Dorne 236, 238 sind für die Verbindung mit einer
externen Überdruck- bzw. Unterdruck-Versorgung vorgesehen.
Der Kolbenkörper 200 ist ferner mit standardmäßigen Schnittstellenverbindungen
in einer vorbestimmten Geometrie versehen, um mit einem ausgewählten Elektrofluidik-Standardmodul
10 in Verbindung zu treten. Passende Aufnahmen a, b, c, d sind daher in
die hintere Oberfläche 201 des Kolbenkörpers eingebracht, um eine Verbindung
mit den Modul-Einlässen/Auslässen 20a, 20b, 20c bzw.
20d aufzunehmen, und zwar für so viele Verbindungen, wie diese erwünscht
sein können.
Im vorliegenden Fall sind die Öffnungen 230p, 228p,
224p und 226p über die Nuten 230g, 228g,
224g und 226g mit standardmäßig angeordneten Aufnahmen
230a, 228b, 224c bzw. 226d verbunden. In ähnlicher
Weise sind eine Verbindung HP mit relativ hohem Druck und eine Verbindung LP mit
relativ niedrigem Druck jeweils zur Verbindung mit Standardmodul-Einlässen oder
-auslässen 58, 60 positioniert.
In entsprechender Weise sind Öffnungen 220p, 218p,
214p und 216p über Nuten 220g, 218g,
214g und 216g jeweils mit standardmäßig angeordneten Aufnahmen
220a, 218b, 214c, 216d verbunden. Schließlich
sind die Öffnungen 210p und 212p über Nuten 210g und
212g mit Aufnahmen 210b und 212b verbunden.
Die Basisplatte 196 ist ferner mit einem elektrischen Stift-Hauptverbinder
240 zum Empfangen von elektrischen Signalen über ein
Bandkabel (nicht gezeigt) zum Aktivieren der Mikroeinrichtungen 14 versehen.
Leiterbahnen (nicht gezeigt) sind auf der Basisplatte 196 zur Verbindung
mit den elektrischen Stiftverbindern 23 der einzelnen Module zum Betätigen
der insgesamt zwanzig (20) Ventile 14 vorgesehen, die bei den drei Modulen
190, 192, 194 verwendet werden.
Die Versorgungsspannung kann etwa 3,5 bis 5,0 VDC betragen. Diese
Versorgung erfolgt über das Bandkabel und die Leiterbahnen. Die Schaltungseinrichtungen
für die Basisplatte 196 können ähnlich zu denen sein, die für die Montagevorrichtung
250 vorgesehen sind, siehe 3 und
21, wobei jedoch zusätzliche Leiterbahnen
vorhanden sind, um den drei Modulen 190, 192, 194 Rechnung
zu tragen.
Vorzugsweise werden die Ventile durch eine Reihe von Transistoren
oder verriegelten Treibern (nicht gezeigt) gesteuert, um dadurch die Anzahl von
Leitungen zu beschränken, die für die Verbindung mit einer externen Steuereinheit
erforderlich sind.
Zum Beispiel können verriegelte Treiber mit seriellem Eingang des
Typs BiMOS II 32-Bit bei einem 44 Leitungen aufweisenden Kunststoffchipträger gemäß
Modell Nr. UCN-5833EP, wie er von Allegro Microsystems erhältlich ist, verwendet
werden, wie sich dies dem Durchschnittsfachmann erschließt.
Für jedes Modul 10 mit den Bezugszeichen 190,
192, 194 ist der Boden des Moduls mit vier Einlaß-/Auslaß-Blindbohrungen
21a bis 21d versehen, die mit den inneren Teilen des Moduls jeweils
über Einlässe/Auslässe 20a bis 20d kommunizieren (1
bis 3). Ferner ist jedes Modul mit einer
Druckeinlaß-Blindbohrung 40 und einer Unterdruckauslaß-Blindbohrung
42 versehen, die mit den inneren Teilen des Moduls über einen Druckeinlaßkanal
58 und einen Unterdruckauslaßkanal 60 kommunizieren.
Jedes Modul 190, 192, 194 ist mit den Bohrungen
21a bis 21d, 40, 42 in Ausfluchtung mit den
darunter liegenden und entsprechenden Aufnahmen in dem Kolbenkörper angebracht.
Somit ist für das Modul 190 die Bohrung 21d mit der Aufnahme
210d ausgefluchtet sowie in Verbindung, und die Bohrung 21b ist
mit der Aufnahme 212b ausgefluchtet sowie in Verbindung. In dem Modul
190 werden die Blindbohrungen 21a und 21c nicht verwendet.
Die Druckeinlaß-Blindbohrung 40 steht in Verbindung mit dem
Druckanschluß HP, um eine Verbindung zwischen dem Modul 190 und
der Druckzufuhrnut 232 zu schaffen. Die Unterdruckauslaß-Blindbohrung
42 steht in Verbindung mit dem Unterdruckanschluß LP, um eine
Verbindung zwischen dem Modul 190 und der niedrigen Druck führenden Nut
234 herzustellen.
In ähnlicher Weise sind für das Modul 192 die Modulbohrungen
21a, 21b, 21c, 21d, 40 und
42 mit Kolbenkörper-Aufnahmen 220a, 218b, 214c,
216d, HP bzw. LP in Verbindung. Für das Modul
194 stehen die Modulbohrungen 21a, 21b, 21c,
21d, 40 und 42 mit Kolbenkörper-Aufnahmen 230a,
228b, 224c, 226d, HP bzw. LP in Verbindung.
Es versteht sich, daß die Basisplatte 196 mit Löchern oder
Öffnungen (nicht gezeigt) in Ausrichtung mit den Kolbenkörper-Aufnahmen versehen
ist, um eine Verbindung mit den Modulbohrungen zu ermöglichen.
Es ist somit zu erkennen, daß durch die Verwendung des Elektrofluidik-Moduls
10 und der Elektrofluidik-Anordnung 198 gemäß der Erfindung die
zehn Flüssigkeits-Ventilbetätigungselemente, die in die Kolbenkörper-/Kassetten-Betätigungseinrichtung
200 integriert sind, unter Verwendung von nur zwei externen pneumatischen
Versorgungsleitungen (nicht gezeigt) betätigt werden können, von denen die eine
für Überdruck und die andere für Unterdruck dient und die an die Dorne
236 bzw. 238 angeschlossen sind, und zwar anstatt von zehn externen
Versorgungsleitungen, wie dies bisher der Fall war.
Während der Stand der Technik ferner ein entfernt vorgesehenes Verteiler-
und Ventilsystem zum Auswählen entweder von Drucksignalen oder von Unterdrucksignalen
für jede Versorgungsleitung benötigte, gestatten die kompakte Größe der Module
10 und der Anordnung 198 die an Ort und Stelle erfolgende Auswahl
von Drucksignalen oder Unterdrucksignalen unter Verwendung der Verteiler und Ventile
in unmittelbarer Nähe zu den Flüssigkeits-Ventilbetätigungselementen, so daß sich
zahlreiche Vorteile ergeben, wie diese vorstehend in der Kurzbeschreibung der Erfindung
erläutert worden sind.
Ein weiteres Beispiel für die Verwendung des Elektrofluidik-Miniaturmoduls
10 beinhaltet die Montage an einer Montagevorrichtung 250, wie
dies am besten in 20 und 21
zu sehen ist, die eine elektrische Leiterplattenschicht 252 mit einem Paar
Verbinder 254 und 256 aufweist, die über eine Vielzahl von Leiterbahnen
260 mit einem Satz von Anschlußflächen 262 verbunden sind. Die
elektrischen Verbinder 254 und 256 stehen in Verbindung mit den
elektrischen Modulverbindern 23.
Ein dünner zwischengeordneter Flächenkörper 270 ist mit einem
Paar von Positionierstiften 274 und 276 in Bezug auf eine Basisschicht
278 positioniert, in der eine Vielzahl von Kanälen oder Nuten
280g, 282g, 284, 286g, 288g,
290g ausgebildet ist, siehe 19.
Eine Fluidverbindung läßt sich bewerkstelligen durch Kanäle
280p, 282p, 284p, 286p, 288p,
290p, durch die den jeweiligen Kanälen zugeordneten Nuten 280g,
282g, 284g, 286g, 288g, 290g sowie
durch Öffnungen, die in dem Dichtungsmaterial 270 an der elektrischen Leiterplatte
252 vorgesehen sind, und von dort durch entsprechende Kanäle
252a, 252b, 252c, 252d, 252HP und
252LP zu den entsprechenden Bohrungen 21a, 21b,
21c, 21d, 40 bzw. 42 in dem Modul
10.
Die Bohrungen in der Basisschicht 278 (18),
d.h. 280B, 284B, 290p, können zur Herstellung
von Verbindungen mit externen Fluidik-Schläuchen oder dergleichen ausgebildet sein.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel kommunizieren die Bohrungen
288p und 290p durch die Oberseite der Basisschicht 278
mit externen Verbindungen, während die anderen Bohrungen, wie zum Beispiel die Bohrung
280B, durch den Boden der Basisschicht 278 mit externen Verbindungen
kommuniziert. Die zueinander passenden Verbindungen lassen sich unter Verwendung
von Nuteinsätzen oder Dornen, die aus Messing oder anderen geeigneten Materialien
hergestellt sind, dauerhafter oder robuster gestalten.
Die Montagevorrichtung 250 kann mit vier Bolzenöffnungen
278BH in der Basisschicht 278, dazu passenden Bolzenöffnungen in der Dichtungsschicht
270 sowie mit ähnlich ausgefluchteten Bolzenöffnungen 252BH in der Leiterplatte
252 versehen sein. Gewindeeinsätze 277 können im Preßsitz (Festsitz)
in den Bolzenöffnungen befestigt sein, um eine sichere und robuste, jedoch lösbare
Verbindung für die Gewindebolzen 54 zu schaffen, die zum Ausfluchten und
lösbaren Anbringen des Moduls 10 an der Montagevorrichtung 250
verwendet werden.
Auf diese Weise läßt sich eine Elektrofluidik-Anordnung
198 aus einem oder mehreren Elektrofluidik-Modulen 10 bilden,
die an einer geeigneten Fluidik-Montagevorrichtung 250 oder einer Basisplatte
196 an einem Fluidik-Kolbenkörper 200 angebracht sind. Bei dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel zur Verwendung in einem automatisierten Peritonealdialysesystem
weist die Elektrofluidik-Anordnung 198 drei Elektrofluidik-Module
10 auf, die auf einer an dem Fluidik-Kolbenkörper 200 befestigten
Basisplatte 196 angebracht sind.
In der vorliegenden Anmeldung sind verschiedene Elektrofluidik-Anordnungen
offenbart, die ein oder mehrere Elektrofluidik-Module beinhalten können, wobei die
Vorteile einer einfachen Montierbarkeit und Austauschbarkeit der Module vorhanden
sind. Im allgemeinen beinhaltet jedes Modul ein Elektrofluidik-Element mit einem
Fludikverteiler und einer elektrischen Schaltung.
Als Alternative für die modulare Konstruktion kann ein vereinfachtes
Elektrofluidik-Element eine elektrische Leiterplatte mit darin vorhandenen Fluidikkanälen
aufweisen, wie zum Beispiel die Leiterplatte 80 oder die Leiterplatte
252. Das vereinfachte Elektrofluidik-Element wird lediglich zum Zweck der
Veranschaulichung erläutert und bildet keinen Bestandteil der vorliegenden Erfindung.
Es kann für eine direkte und möglicherweise dauerhafte Montage an
einer darunter liegenden Fluidik-Montagevorrichtung konfiguriert sein, wie zum Beispiel
der Montagevorrichtung 250 oder dem Kolbenkörper 200. Einrichtungen,
wie zum Beispiel Mikroventile 14, können direkt und dauerhaft an dem Elektrofluidik-Element
angebracht sein, und ein Rückleitungsverteiler kann über derartigen Einrichtungen
plaziert und ebenfalls direkt an dem Elektrofluidik-Element angebracht sein.
Bei dem nicht-modularen System ist jede Komponente direkt und möglicherweise
dauerhaft über den darunter liegenden Komponenten angebracht, so daß ein rasches
und einfaches Austauschen von fehlerhaften Komponenten oder Gruppen verhindert wird.
Im Speziellern können Mikroventile Defekten unterliegen, so daß sie ausgetauscht
werden müssen.
Bei dieser alternativen Konstruktionsweise kann die Anordnung weniger
Schichten aufweisen, möglicherweise mit verbesserter Zuverlässigkeit aufgrund der
weniger Komponenten, jedoch können die Vorteile einer einfachen Modulmontage und
eines einfachen Modulaustausches aufgrund des Nichtvorhandenseins von standardmäßigen,
dazu passenden, fluidischen, elektrischen und mechanischen Schnittstellen möglicherweise
fehlen können, wie diese durch die bevorzugte modulare Anordnung vorgesehen sind.
Es ist zu erkennen, daß jedes der Mikrobetätigungselemente
14, wie am besten in 23 und 24
zu sehen ist, ein Mikroventil mit einer zentralen Erhebung 300 aufweist,
wobei ein Paar Energieleitungen 302 und 304 mit einem Brückenbereich
306 in der Nähe der Erhebung 300 verbunden ist, um eine Bewegung
der Erhebung 300 auf einen Ventilsitz 309 zu sowie von diesem
weg zu bewerkstelligen, um dadurch das Ventil zu öffnen und zu schließen.
Es ist zu erkennen, daß die Erhebung bei geschlossenem Ventil
14 auf einer oberen Oberfläche 312 mit einem höheren Druck beaufschlagt
wird als dem in dem Kanal 314 vorhandenen Druck, der direkt mit dem Ventilsitz
verbunden ist, wobei dies zu einer durch Vorspannung geschlossenen Ausbildung für
das vorzugsweise normalerweise geschlossene Ventil beiträgt.
Das Mikroventil kann sehr kleine Abmessungen aufweisen, beispielsweise
von ca. 0,16 × 0,16 × 0,024 Inch. Merkmale des Ventils bestehen in einem
proportionalen Ansprechen, niedrigen Energieerfordernissen, geringen Kosten, schnellem
Ansprechen, Miniaturgröße sowie einem großen Bereich von Betriebsdrücken von bis
zu 25 bis 30 psig. Jedes Ventil kann auf einer Leiterplatte 80 (3)
oder dergleichen angebracht sein.
Typische Anwendungen für das erfindungsgemäße Modul und die erfindungsgemäße
Anordnung sind Eingangswandler, pneumatische Steuerungen, Beatmungseinrichtungen/Ventilatoren,
medizinische Instrumente, Druckregler, Strömungssteuerungen sowie analytische Instrumente.
Das in dem Modul 10 verwendete, normalerweise geschlossene
Mikroventil 14 bietet eine proportionale Steuerung von Gasströmen im Bereich
von 0 bis 250 cm3/min. Große Strömungen von bis zu 1,5 l/min oder mehr
können bei geeigneten Modifikationen, wie zum Beispiel durch Vergrößern der Freiräume
in dem Ventil, ermöglicht werden.
In der Serienfertigung unter Verwendung von Silizium-Mikrobearbeitungstechnologien
bestehen die Mikroventile 14 aus einer zentralen erhaben ausgebildeten
Siliziummembran, die mit einem geätzten Siliziumventilkörper in Verbindung steht.
Eine Aluminiumfolie ist auf die Membran aufgebracht, um ein bimetallisches Betätigungselement
zu bilden.
Durch Variieren der elektrischen Energie, die in die Membran integrierten
Widerständen abgeführt wird, und somit der Temperatur des Betätigungselements führt
die Differenz in der Wärmeausdehnung zwischen dem Silikon und dem Metall zu der
gesteuerten Verlagerung bzw. Verschiebung der zentralen Erhebung von dem Ventilsitz
weg.
Filter sind empfohlen, um Partikel an einem Eintritt in das Modul
oder den Ventilchip zu verhindern, und ferner ist eine gefilterte, Reingas-Vorratsquelle
empfohlen.
Die Leistungsspezifikationen für das Mikroventil 14 bei 25°C
können wie folgt sein, falls nicht anders angegeben: Der typische Energiebedarf
für jedes Mikroventil beträgt 300 bis 500 mW, die Ansprechzeit beträgt ca. 100 bis
200 ms (bei einer Strömung von 10 bis 90%), das interne Volumen des Ventils beträgt
ca. 0,12 cc, die Betriebsspannung beträgt ca. 3,5 bis 5,0 VDC, der Betriebsstrom
beträgt ca. 85 bis 100 mA, der Betätigungselement-Widerstand beträgt ca. 40 Ohm,
die Berstdruckgrenze beträgt ca. 50 psi, und die Gegendruckgrenze beträgt ca. 25
psi.
Der Betriebstemperaturbereich beträgt -20°C bis +70°C, das
Gewicht beträgt ca. 0,3 Gramm, und die empfohlene Zuführfiltration erfolgt bei 25
&mgr;m. Bei den vorstehenden Spezifikationen handelt es sich um ungefähre Werte,
und zwar speziell für das Mikroventil, wie es in dem IC-Sensor-Modell 4425 verwendet
wird.
Andere Mikro-Betätigungselemente können in dem Modul 10 verwendet
werden, ohne daß man den Umfang der Erfindung verläßt. Typische Strömungsraten betragen
100 bis 300 Standardkubikzentimeter für jedes offene Mikroventil, wobei jedoch viel
höhere Strömungsraten möglich sind.
Aufgrund der Nähe des Moduls 10 zu dem Kolbenkörper
200 und somit zu jedem Flüssigkeitsventil in der Kassette (nicht gezeigt),
ist ferner die Ansprechzeit des Flüssigkeitsventils viel geringer als ca. 100 ms,
und zwar gemessen ab dem Zeitpunkt, zu dem ein elektrisches Betätigungssignal zu
einem Mikro-Betätigungselement 14 in dem Modul 10 geschickt wird.
Die Größe des Moduls 10 kann etwa 1,0 × 1,0 ×
7/16 Inch betragen. Jeder Kanal in dem Modul kann einen Durchmesser von ca. 1/16
Inch aufweisen, die Bolzenöffnungen 25, 65, 81 können
einen geringfügig größeren Durchmesser als die Kanäle aufweisen, und die Bohrungen
40, 42, 44 können einen Durchmesser von ca. 3/32 Inch
aufweisen.
Bei einem Ausführungsbeispiel des Moduls 10, das für einen
speziellen vorbestimmten Elektrofluidik-Standard ausgebildet ist, sind die Öffnungen
20a bis 20d von Mitte zu Mitte ca. 6 mm voneinander beabstandet
in einer geraden Linie angeordnet. Die Einlässe oder Auslässe 18 sind ca.
8 mm von den Öffnungen 20a und 20d angeordnet, und zwar rechtwinklig
zu (und beide auf der gleichen Seite) der geraden Linie.
Bei jedem elektrischen Stiftverbinder 23 können die Stifte
in einer Beabstandung von Mitte zu Mitte von 1 mm in einer geraden Linie vorgesehen
sein. Die durch die Stifte des einen Verbinders 23 gebildete Linie kann
parallel zu der durch die Stifte des anderen Verbinders 23 gebildeten Linie
angeordnet und von dieser etwa 21 mm beabstandet sein. Jede Öffnung 18,
20a bis 20d kann einen Durchmesser von ca. 1/16 Inch aufweisen.
Die elektrischen Leiterbahnen auf jeder der vorliegend offenbarten
Leiterplatten können aus einem beliebigen geeigneten leitfähigen Material gebildet
sein, vorzugsweise sind sie jedoch aus Gold hergestellt, und zwar aufgrund von dessen
ausgezeichneter Leitfähigkeit sowie nicht-korrosiven Eigenschaften.
Das Modul 10 ist vorzugsweise im wesentlichen flach und relativ
planar, ohne längere Erhebungen vertikal über den modularen Körper hinaus. In seinem
bevorzugten Ausführungsbeispiel läßt sich das Modul 10 als Flachgehäuse
beschreiben.
Ein Elektrofluidik-Modul 310 mit vier Ventilen ist in
25 dargestellt. Dieses beinhaltet eine Basisschicht
324, eine zwischengeordnete Verteilerschicht 364, eine elektrische
Schicht 380, eine Einrichtungsschicht aus Mikroventilen 410,
412, 418, 420 sowie eine Rückleitungsschicht
322. Die Basis 324 kann eine eintretende druckbeaufschlagte Gasströmung
426 durch einen Einlaß 358 empfangen, der zu einem Druckschlitz
366 geführt ist. Der Druckschlitz 366 kommuniziert über einen
Schlitz 392 mit einem Druckverteilerbereich 430 der Rückleitungsschicht
322.
Der Verteilerbereich 430 verbindet Druck mit den Oberseiten
von zwei druckseitigen Mikroventilen 410, 412. Elektrische Signale
können über elektrische Leiterbahnen 316 übertragen werden, um entweder
eines oder beide Ventile 410, 412 zu öffnen sowie Druck nach unten
und letztendlich durch die Einlässe/Auslässe 320b, 320a jeweils
nach außen zu leiten.
Wenn zum Beispiel das Ventil 410 geöffnet ist, wird Druck
zu dem Einlaß-/Auslaßschlitzende 372a und sodann zurück zu dem Schlitzende
372b, nach unten zu dem Einlaß- oder Auslaßkanal 320b übertragen
sowie aus der Basisschicht 324 über eine O-Ring-Dichtung 350 zur
Verbindung mit einer separaten Montagevorrichtung ausgeleitet.
Die Basis 324 ist ebenfalls mit einem Unterdruck- oder Unteratmosphärendruck-Austrittskanal
360 versehen, um eine einen niedrigen Druck aufweisende Gasströmung
428 an ein externes Niedrigdrucksystem (nicht gezeigt) auszuleiten. Niedrigen
Druck aufweisende Luft kann in einen von dem Einlaß/Auslaß 320a,
320b oder in beide derselben durch Öffnen der Ventile
418 bzw. 420 gezogen werden.
Wenn zum Beispiel das Ventil 418 geöffnet wird, wird niedrigen
Druck aufweisende Luft in den Kanal 320a gezogen, nach oben zu dem Schlitzende
372b, nach oben durch die Öffnung 388 in den Unterdruckverteilerbereich
432 und sodann nach unten durch das Ventil 418 in das Ende
368b des H-förmigen Schlitzes 368, seitlich zu dem Ende
368a sowie nach unten sowie durch den Unterdruckauslaß 360 nach
außen geleitet.
Das System 310 beinhaltet ebenfalls einen Stiftverbinder
323 für die Kopplung mit elektrischen Leiterbahnen 316 auf der
elektrischen Schicht 380. Diese Leiterbahnen sind mit den Mikroventilen
410, 412, 418, 420 verbunden, um zu steuern,
ob diese geöffnet oder geschlossen werden. Eine Vielzahl von O-Ringen
350 ist in Bohrungen in der Unterseite der Basis 324 angebracht,
um fluiddichte Verbindungen zwischen den Kanälen 320a, 320b,
358, 360 sowie dazu passenden externen Verbindungen herzustellen.
Die Arbeitsweise des vier Ventile aufweisenden Ausführungsbeispiels 310
entspricht im wesentlichen der des acht Ventile aufweisenden Elektrofluidik-Moduls
10.
Es ist zu erkennen, daß ein vier Ventile aufweisendes Modul
310 anstatt eines acht Ventile aufweisenden Moduls 10 bei Anwendungen
verwendet werden könnte, bei denen nur zwei Fluidikeingänge und zwei Fluidik-Einlaß-/Auslaßöffnungen
erforderlich sind, um zum Beispiel das acht Ventile aufweisende Modul
190 (von dem nur vier Ventile verwendet werden) gemäß 14
und 15 zu ersetzen, vorausgesetzt, daß die
Montagevorrichtung 196, 200 mit fluidischen, elektrischen und
mechanischen Schnittstellen zur Verbindung mit dem vier Ventile aufweisenden Modul
310 konfiguriert ist.
Die Erfindung, wie sie beansprucht ist, ist nicht auf die vorliegend
speziell offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern durch die beigefügten
Ansprüche definiert.