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Dokumentenidentifikation DE69907909T2 11.03.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001090149
Titel ZUSAMMENSETZUNG ZUM ENTFERNEN VON OXIDEN AUF EDELMETALLENLEGIERUNGEN
Anmelder Muto, Rosario, Prato, IT
Erfinder Muto, Rosario, 59100 Prato, IT
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69907909
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.06.1999
EP-Aktenzeichen 999311194
WO-Anmeldetag 21.06.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/EP99/04283
WO-Veröffentlichungsnummer 0099067431
WO-Veröffentlichungsdatum 29.12.1999
EP-Offenlegungsdatum 11.04.2001
EP date of grant 14.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.2004
IPC-Hauptklasse C21D 1/70
IPC-Nebenklasse C23G 5/00   

Beschreibung[de]
Technischer Bereich

Die Erfindung bezieht sich auf eine Zusammensetzung, die das Entfernen von Oxiden ermöglicht, die sich bei Legierungen von Edelmetallen oder ähnlichen Metallen an der Oberfläche oder im Inneren des Kristallgitters bilden; der Vorteil der Erfindung liegt in einer Stabilisierung der Legierungen selbst; die Erfindung bezieht sich auch auf das Verfahren der Stabilisierung, das die Verwendung einer solchen Zusammensetzung einschließt.

Bisheriger Stand der Technik

Es ist bekannt, dass während der Prozesse, in denen Blöcke von Legierungen von Edelmetallen und ähnlichen Metallen geschmolzen werden, um unterschiedliche Gegenstände zu formen, die sowohl für ästhetische als auch industrielle Zwecke vorgesehen sind, auf der Oberfläche und im Inneren des Kristallgitters der Metalle, aus denen die Legierung besteht, Oxide entstehen. Diese Oxide können der nachfolgenden Verwendung der Gegenstände abträglich sein, indem sie beispielsweise deren äußeres Erscheinungsbild verändern oder zu schwerwiegenderen Problemen führen. Beispielsweise können die Oxide im Falle von Teilen aus Edelmetalllegierungen, wie sie in der zahnmedizinischen Anwendung üblich sind (Kapseln, Brücken, Stifte, Inlays, usw.), wenn diese Teile im Mund eines Patienten eingesetzt werden, unter der Einwirkung des Speichels angegriffen und danach vom Patienten aufgenommen werden, und auf ähnliche Weise kann sich die Bildung von Oxiden nachteilig auf Teile aus Edelmetalllegierungen, wie sie in der Elektronik verwendet werden, auswirken.

Daher ist offensichtlich, wie wichtig es ist, ein Produkt verfügbar zu machen, das die Entfernung der Oxide aus Edelmetalllegierungen ermöglicht.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung erlaubt es, die vorstehend angeführten Probleme durch die Verwendung von Zusammensetzungen aus Gelatine und Borax zu überwinden.

Werden solche Zusammensetzungen auf den zu behandelnden Gegenständen verstrichen und dann erhitzt, so ermöglichen sie die vollständige Entfernung an der Oberfläche und im Inneren befindlicher Oxide, die sich eventuell während der vorangehenden Bearbeitungsphasen der Metalllegierung gebildet haben, und sie ermöglichen somit die Herstellung von Produkten, die keinen der durch das Vorhandensein von Oxiden verursachten Nachteile aufweisen.

Erfindungsgemäß ist eine Legierung aus Edelmetallen oder ähnlichen Metallen eine Legierung, die aus Metallen der Gruppen VIII und Ib des Periodensystems der Elemente besteht, insbesondere handelt es sich um Legierungen, die aus Gold, Silber, Palladium, Iridium und Platin in all ihren verschiedenen möglichen Kombinationen bestehen.

Das gelatineartige Produkt in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, wie sie in Anspruch 1 definiert ist, ist ein gelatineartiges Material, das unter Hitzeeinwirkung vollständig verbrennen kann, ohne jegliche Rückstände zu hinterlassen.

Homogene Materialien, d. h. Materialien ohne Klumpen, werden bevorzugt, da sie ein besseres Verstreichen der Zusammensetzung ermöglichen.

Für die Zwecke der Erfindung wird das gelatineartige Produkt aus den folgenden Substanzen ausgewählt: Agar-Agar, Karrageen oder reine Cellulose. Die zwei Produkte, aus denen die Zusammensetzung besteht, d. h. das gelatineartige Produkt und Borax, können jeweils zu einem Anteil von 20 – 70 Gewichtsprozent bezogen auf das Gesamtgewicht enthalten sein; besonders vorgezogen wird eine Zusammensetzung, die zu 50% aus Borax und zu 50% aus Gelatine besteht (Gewichtsprozent).

Die Erfindung bezieht sich weiter auf die Verwendung der Zusammensetzungen entsprechend Anspruch 1 oder einer Zusammensetzung aus Borax und Gelatine bei der Behandlung zur Entfernung von Oxiden aus Edelmetalllegierungen.

Es ist offensichtlich, dass die Zusammensetzungen entsprechend des Erfindungsgedankens auch verwendet werden können, um Oxide im Fall von Gegenständen zu entfernen, in denen Edelmetalllegierungen mit Harzen oder keramischen Materialien kombiniert sind, wodurch es möglich wird, Produkte mit gesteigertem Glanz zu erhalten.

Die Herstellung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist sehr einfach und erfolgt durch Mischen der gewünschten Mengen beider Komponenten unter Vakuum und unter einem Stickstoffstrom in einem Mischapparat, der vorzugsweise mit einem Mikronisierer ausgestattet ist.

Auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ist sehr einfach.

Der zu behandelnde Gegenstand, der durch Formen der geschmolzenen Blöcke in einer passenden Form erhalten wird, wird abgekühlt, poliert und mit Dampfstrahlen gereinigt.

Die Zusammensetzung wird mit einem Pinsel auf der Oberfläche des Gegenstands verstrichen und getrocknet, was im Normalfall bei 500°C erfolgt; nach dem Trocknen bildet sich eine weiße kreideähnliche Patina.

Die Legierung wird danach in einem Ofen normalerweise bei 950°C geglüht oder homogenisiert entsprechend den Angaben durch den Hersteller der Legierung.

Der Gegenstand wird durch Ultraschall und Eintauchen in Beize oder 40-prozentige Flusssäure gereinigt, danach in hydrogencarbonathaltigem Wasser neutralisiert und mit Wasser gewaschen.

Sollen Produkte aus einer Kombination aus Legierung und Keramik hergestellt werden, so wird die Legierung entsprechend den üblichen Verfahren keramisiert.

Sollen Produkte aus einer Kombination aus Legierung und Harz hergestellt werden, so lässt sich die vorstehend genannte Wärmebehandlung in einem Ofen oder über einer Flamme durchführen.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung ist besonders nützlich, um Oxide auf Metallteilen zu entfernen, die geschliffen werden müssen.

Im Fall von Produkten, die keramisiert werden müssen, wird die Zusammensetzung nach der Entfernung überschüssiger Glasur auf den metallenen Bereich aufgetragen und auf eine Temperatur erhitzt, die weit unter derjenigen liegt, die zum Brennen der Keramik erforderlich ist. Danach wird das vorstehend beschriebene Vorgehen angewendet (Behandlung mit Ultraschall und Beize, Neutralisierung und Waschen).

Durch das beschriebene Vorgehen ist es beispielsweise möglich, Oxide im Inneren keramisierter Zahnkronen vollständig zu entfernen, so dass die Oberfläche besonders glänzt.

Beispiel

30 g Karrageen werden unter Vakuum und im Stickstoffstrom in einen Mischapparat gegeben, und es werden 30 g Borax zugegeben. Die Produkte werden zu einer homogenen Paste gemischt, die abgefüllt und bis zu ihrer Verwendung im Kühlschrank aufbewahrt wird.


Anspruch[de]
  1. Zusammensetzung bestehend aus Borax und einem gelatineartigen Produkt, das aus der folgenden Gruppe von Substanzen stammt:

    Agar-Agar, Karrageen oder reine Cellulose.
  2. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei die beiden Komponenten jeweils zu einem Anteil von 20–70 Gewichtsprozent bezogen auf das Gesamtgewicht enthalten sind.
  3. Zusammensetzung gemäß Anspruch 2, die zu 50% aus Borax und zu 50% aus dem anderen Produkt besteht.
  4. Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei die gewünschten Mengen der beiden Komponenten unter Vakuum und unter einem Stickstoffstrom in einem Mischapparat gemischt werden, der vorzugsweise mit einer Vorrichtung zum Mikronisieren ausgestattet ist.
  5. Verfahren zur Entfernung von Oxiden aus Legierungen, die aus Edelmetallen der Gruppen VIII und Ib des Periodensystems der Elemente bestehen, unter Verwendung einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder einer Zusammensetzung aus Gelatine und Borax.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei die Legierung Gold, Silber, Palladium, Iridium und Platin in beliebiger möglicher Zusammensetzung enthält.
  7. Verwendung von Zusammensetzungen gemäß Anspruch 1 oder einer Zusammensetzung aus Borax und Gelatine in einer Behandlung zur Entfernung von Oxiden aus Legierungen, die aus Edelmetallen der Gruppen VIII und Ib des Periodensystems der Elemente bestehen.
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