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Dokumentenidentifikation DE10013979B4 18.03.2004
Titel Druckwerk einer Rotationsdruckmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Singler, Josef, 86637 Wertingen, DE;
Knauer, Peter, 86692 Münster, DE
DE-Anmeldedatum 21.03.2000
DE-Aktenzeichen 10013979
Offenlegungstag 07.12.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.2004
IPC-Hauptklasse B41F 13/34
IPC-Nebenklasse B41F 13/26   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Druckwerk einer Rotationsdruckmaschine mit mehreren Druckwerkzylindern, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die DE 44 14 084 A1 zeigt eine Rotationsdruckmaschine mit Druckwerkzylindern, die mit Exzenterbüchsen in Seitenwänden gelagert sind. Eine Seitenwand enthält eine Öffnung, die mit einer Tür verschließbar ist. Im Öffnungszustand der Tür sind die Druckwerkzylinder einseitig freigelegt, so daß auf sie oder von ihnen eine Hülse schiebbar ist. In der Tür sind im Schließzustand Druckwerkzylinder mit ihrer Exzenterbüchse gelagert. Eine Exzenterbüchse trägt eine Verzahnung, in die im Schließzustand ein auf der Tür gelagertes Kitzel eingreift, das mittels eines auf der Tür angeordneten Arbeitszylinders schwenkbar ist. Darüberhinaus ist es für eine derartige Rotationsdruckmaschine bekannt, die Schwenkbewegung mittels einer Koppel von einem Kitzel auf ein weiteres Ritzel zu übertragen., das ebenfalls im Schließzustand der Tür mit der Verzahnung einer Exzenterbüchse in Eingriff ist. Bei diesem Antrieb einer Exzenterbüchse ist die Synchronisierung mit dem Antrieb der in der anderen Seitenwand gelagerten Exzenterbüchse des Druckwerkzylinders aufwendig.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Druckwerk dieser Art so weiterzubilden, daß ein Antrieb für eine in einer Druckwerkstür gelagerte Exzenterbüchse mit technisch einfachen Mitteln eine Synchronisation der Antriebsbewegungen der beiden Exzenterbüchsen eines Druckwerkzylinders erlaubt.

Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Druckwerk mit den Merkmalen nach Patentanspruch 1 gelöst. Der an der zweiten Seitenwand angeordnete Antrieb ist ohne das Erfordernis hydraulischer synchronisierender Dosiermittel kostengünstig mit mechanischen Elementen, beispielsweise mit einer in beiden Seitenwänden gelagerten Synchronisierwelle, an die in der ersten Seitenwand gelagerte Exzenterbüchse zu deren synchronem Antrieb anbindbar. Dabei ist es gleichgültig, ob der Antriebsmotor, beispielsweise ein pneumatischer Arbeitszylinder, im Bereich der ersten oder zweiten Seitenwand angeordnet ist. Der Antrieb ist vorteilhaft bei der Öffnungsbewegung der Tür von einem freizulegenden Druckwerkzylinder abkuppelbar, wobei die Öffnungsbewegung der Tür z.B. eine Schwenk- oder eine Schiebebewegung ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung mit der Beschreibung.

Die Erfindung soll nachfolgend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt schematisch:

1: ein Doppeldruckwerk in der Seitenansicht mit einem Mechanismus zur Druckan- und Druckabstellung,

2: ein Doppeldruckwerk nach 1, mit der einer Seitenwand zugeordneten Tür,

3: den Schnitt III-III nach 2,

4: den Schnitt IV-IV nach 2,

5: die Einzelheit V nach 1 oder 2,

6: die Zylinder nach 1 oder 2 in der Druckabstellung.

Das in 1 gezeigte Doppeldruckwerk enthält ein erstes Druckwerk 1 mit einem ersten Formzylinder 2 und einem ersten Übertragungszylinder 3 sowie ein zweites Druckwerk 4 mit einem zweiten Formzylinder 5 und einem zweiten Übertragungszylinder 6. Der erste Formzylinder 2 ist mit einer ersten, der erste Übertragungszylinder 3 mit einer zweiten, der zweite Formzylinder 5 mit einer dritten und der zweite Übertragungszylinder 6 mit einer vierten Exzenterbüchse 7 bis 10 in einer ersten Seitenwand gelagert. Von den Zapfen der Form- und Übertragungszylinder 2, 5, 3, 6, im nachfolgenden auch als Druckwerkzylinder bezeichnet, sind nur die Mittellpunkte in der Druckabstellung A und der Druckanstellung B dargestellt.

Die erste und zweite Exzenterbüchse 7, 8 stehen über ein Getriebe miteinander in Antriebsverbindung. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Getriebe derart gestaltet, daß an der ersten Exzenterbüchse 7 ein Doppelhebel 12 und an der zweiten Exzenterbüchse 8 ein Hebel 13 befestigt ist, die über eine Koppel 14 gelenkig miteinander verbunden sind. Der Doppelhebel 12 ist außerdem mittels einer Koppelstange 15 gelenkig mit einem Antriebsglied in Form eines Schwenkhebels 16 verbunden. Der Schwenkhebel 16 ist schwenkbar an der ersten Seitenwand 11 gelagert. Dies ist mit einer in der ersten Seitenwand 11 gelagerten Welle 17 realisiert, an der der Schwenkhebel 16 befestigt ist und die ggf. außerdem in einer zweiten Seitenwand 34 gelagert ist. Am Schwenkhebel 16 greift ein Motor an, beispielsweise ein sich an der ersten Seitenwand 11 abstützender Arbeitszylinder 18 oder ein elektrischer Hubmagnet.

Analog zum ersten Druckwerk 1 ist beim zweiten Druckwerk 4 an der dritten Exzenterbüchse 9 ein Doppelhebel 19 und an der vierten Exzenterbüchse 10 ein Hebel 20 befestigt, die beide über eine Koppel 21 miteinander in Antriebsverbindung stehen. Der Doppelhebel 19 ist außerdem über die Stange 22 gelenkig mit dem Schwenkhebel 16 verbunden. Die genannten Mechanismen 12 bis 22 zur Betätigung der Exzenterbüchsen 7 bis 10 können vorteilhaft im Bereich der Innenseite der ersten Seitenwand 11 (S2i) angeordnet sein. Je nach den vorhandenen Platzverhältnissen kann auch vorteilhaft der Arbeitszylinder 18 an der Außenseite der ersten Seitenwand 11 (S2a) angeordnet sein. Hierzu wird die Welle 17 durch die erste Seitenwand 11 hindurchgeführt und an deren Außenseite mit einem separaten Hebel versehen, an dem der Arbeitszylinder 18 angreift.

In der in 1 gezeigten Druckanstellung B der Exzenterbüchsen 7 bis 10 sind die Druckwerkzylinder 2, 3, 5, 6 gegeneinander angestellt, und es wird eine zwischen den Übertragungszylindern 3, 6 hindurchgeführte Bahn 23 in einem indirekten Druckverfahren, beispielsweise Offsetdruck oder Tiefdruck, bedruckt. Die Farbwerke zum Einfärben der Druckplatten auf den Formzylindern 2, 5 und ggf. die Feuchtwerke im Falle des Offsetdrucks sind nicht dargestellt. Die Druckanstellung B wird bei ausfahrendem Arbeitszylinder 18 realisiert, wobei der Koppelstange 15 und über den Doppelhebel 12 der Koppel 14 Zugkräfte erteilt werden und der Hebel 13 schließlich in einer Endstellung an einem einstellbaren Anschlag 24 anschlägt. Gleichzeitig erteilt der Schwenkhebel 16 der Stange 22 und über den Doppelhebel 19 der Koppel 21 Druckkräfte, wobei beim Erreichen der Druckanstellung B der Hebel 20 an einem einstellbaren Anschlag 25 anschlägt.

Für eine Verstellung der Druckspannung, d.h. für eine geringfügige Verstellung des Abstandes zwischen dem ersten und dem zweiten Übertragungszylinder 3, 6, wird der Anschlag 24 verstellt. Bei einer Verstellung des Anschlages 24 zum Hebel 13 hin wird letzterer und somit auch die zweite Exzenterbüchse 8 im Uhrzeigersinn verdreht, dabei der erste Übertragungszylinder 3 vom zweiten Übertragungszylinder 6 abgerückt und somit die Druckspannung verringert. Gleichzeitig wird bei dieser Schwenkbewegung des Hebels 13 vermittels der Koppel 14 der Doppelhebel 12 und mit diesem die erste Exzenterbüchse 7 im Uhrzeigersinn verdreht. Dabei sind die Exzentrizitäten e1 und e2 so bemessen (vorteilhaft e1 < e2) und positioniert, daß sich der erste Formzylinder 2 etwa in dem Maße vom ersten Übertragungszylinder 3 entfernt, wie sich letzterer dem Formzylinder 2 nähert. Dieser etwa konstante Abstand zwischen erstem Formzylinder 2 und erstem Übertragungszylinder 3 wird auch beibehalten, wenn im umgekehrten Falle der Anschlag 24 gegenüber dem Hebel 13 zurückgenommen und also eine höhere Druckspannung eingestellt wird. Bei einer weitergehenden Verdrehung der ersten und zweiten Exzenterbüchse 7, 8 in die Druckabstellung A ändern sich die Bewegungsverhältnisse des ersten Formzylinders 2 und des ersten Übertragungszylinders 3 dahingehend, daß sich der erste Formzylinder 2 weiter vom ersten Übertragungszylinder 3 entfernt, als letzterer nachfolgt, so daß sich zwischen beiden Druckwerkzylindern 2, 3 ein Spalt a2 einstellt (siehe 6). Dieses Abstellen des Druckes erfolgt durch Umsteuern des Arbeitszylinders 18, wobei dieser beim Einziehen über den Schwenkhebel 16 der Koppelstange 15 und über den Doppelhebel 12 der Koppel 14 eine Druckkraft erteilt, wobei nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein, daß zu Beginn des Abstellvorgangs zunächst der später beschriebene Anstand b an der Koppelstange 15 (5) verschwindet. An der Größe und Lage der Exzentrizitäten e 1 und e2 ist ersichtlich, daß bei der Verdrehung der Exzenterbüchsen e1, e2 in Richtung der Druckabstellung A eine große radiale Wegbewegung des ersten Formzylinders 2 vom ersten Übertragungszylinder 3 erfolgt, während sich letzterer hauptsächlich in tangentialer Richtung dem ersten Formzylinder 2 nähert.

Die beschriebenen Beabstandungsverhältnisse stellen sich auch bei dem zweiten Formzylinder 5 und zweiten Übertragungszylinder 6 des zweiten Druckwerks 4 ein. So kann am Anschlag 25 die Druckspannung zwischen dem ersten und zweiten Übertragungszylinder 3, 6 verändert werden, ohne daß sich eine nennenswerte Abstandsänderung des zweiten Formzylinders 5 und des zweiten Übertragungszylinders 6 einstellt. Weiterhin erfolgt auch bei der Druckabstellbewegung (Einziehbewegung) des Arbeitszylinders 18 die Verstellung der Druckwerkzylinder 5, 6 in die Druckabstellung A, wobei sich zwischen diesen der Spalt a2 und zwischen dem ersten und zweiten Übertragungszylinder 3, 6 insgesamt der Spalt a1 einstellt (siehe 6).

Die Koppelstange 15 ist entgegen der Betätigungsrichtung zur Druckanstellung gegen die Kraft einer Feder längenverstellbar ausgeführt. Im einzelnen (5) enthält die Koppelstange 15 eine Hülse 26, in die eine Spindel 27 mit aufgereihten, vorgespannten Tellerfedern 28 mittels eines Nippels 29 eingeschraubt ist. Die Spindel 27 ist in einen an dem Doppelhebel 12 angelenkten Spindelkopf 30 einschraubbar, wobei die Spindel 27 mit zunehmender Einschraubtiefe entgegen der Kraft der Tellerfedern 28 aus der an dem Schwenkhebel 17 angelenkten Hülse 26 gezogen wird. Dabei wird ein Maß b eingestellt, um das die Spindel 27 von einer Anschlagstellung abhebend aus der Hülse 26 gezogen wurde. In dieser Stellung wird die Spindel 27 mit der Kontermutter 31 am Spindelkopf 30 gegen Verdrehen gesichert. Mit dieser Einstellung bringt die Koppelstange 15 eine Zugkraft auf, mit der sie über den Doppelhebel 12 und die Koppel 14 den Hebel 13 gegen den Anschlag 24 zieht. Zur Verringerung der Druckspannung wird der Anschlag 24 in Richtung des Hebels 13 verdreht. Dabei werden die Hebel 13 und der Doppelhebel 12 im Uhrzeigersinn verschwenkt und die Spindel 27 wird entgegen der Kraft der Tellerfedern 28 unter Vergrößerung des Abstandes b ein Stück aus der Hülse 26 gezogen. Umgekehrt dazu wird zwecks Erhöhung der Druckkraft der Anschlag 24 vom Hebel 13 weggestellt, wodurch sich der Hebel 13 und der Doppelhebel 12 entgegen dem Uhrzeigersinn verdrehen und die Spindel 27 unter Verringerung des Abstandes b unter der Wirkung der Tellerfedern 28 in die Hülse 26 gezogen wird. In beiden Fällen wird die Stellung des zweiten Formzylinders 5 und des zweiten Übertragungszylinders 6 nicht verändert. Hierfür ist die von dem Schwenkhebel 16 auf die Koppelstange 15 ausgeübte Kraft größer, als die Kraft der Tellerfedern 28 bemessen ist. Dank der Längenverstellbarkeit der Koppelstange 15 können also die Mechanismen zur Druckan- und -abstellung sowie zur Veränderung der Druckspannung für beide Druckwerke 1, 4 von einem gemeinsamen Antrieb 16, 18 betätigt werden, ohne bei einer Druckspannungsverstellung an einem Druckwerk Zylinderverstellungen am anderen Druckwerk in Kauf nehmen zu müssen. Die Koppelstange 15 kann auch an der zweiten Exzenterbüchse 8 angelenkt werden, wobei dann zur Vermeidung spielbedingter Flankenwechsel der Anschlag 24 mit dem Doppelhebel 12 zusammenarbeiten sollte. Statt der Koppelstange 15 kann auch die Stange 22 längenverstellbar ausgeführt werden, wobei in diesem Falle die Stange 22 unter Aufgingen einer Druckkraft vorzuspannen ist.

Es ist auch möglich, den zweiten Übertragungszylinder 6 unter Entfall der vierten Exzenterbüchse 10, der Koppel 21, des Hebels 20 und des Anschlages 25 fix in den Seitenwänden 11 zu lagern. Vorteilhaft wird dann die Schwenkbewegung des Doppelhebels 19 in die Druckanstellung mittels eines Anschlages 59 (in 1 dünn eingezeichnet) begrenzt. Durch Verstellen des Anschlages 59 wird die Anstellung des zweiten Formzylinders 5 zum zweiten Übertragungszylinder 6 verstellt, und zwar wird bei der Verstellung des Anschlags 59 zum Doppelhebel 19 hin die Anpressung verringert und in die Gegenrichtung vergrößert. Dabei wird unter Veränderung dfes Abstandes b an der Koppelstange 15 die Einstellung des Druckwerks 1 nicht verändert.

Die Koppelstange 15 kann auch starr, also mit unveränderbarer Länge ausgeführt werdenh, wenn das erste Druckwerk 1 lediglich mit einem Gegendruckzylinder zusammenarbeitet, wenn also statt des zweiten Formzylinders 5 und des zweiten Übertragungszylinders 6 lediglich ein Gegendruckzylinder zum Einsatz kommt. Von der Platzaufteilung her ist es vorteilhaft, die Koppelstange 15 bzw. Stange 22 an der ersten Exzenterbüchse des Formzylinders 2, 5 anzulenken und an der gegenüberliegenden Seite dieser Exzenterbüchse 7, 9 die diese mit der zweiten bzw. vierten Exzenterbüchse 8, 10 des Übertragungszylinders 3, 6 verbindende Koppel 14, 21 anzuordnen.

Einen derartigen Mechanismus für die in der zweiten Seitenwand mit einer Tür verschließbare Öffnung, durch die Gummihülsen der Übertragungszylinder wechselbar sind, zeigt 2. Der Einfachheit halber werden für wiederkehrende oder ähnliche Bauteile weitgehend die bisherigen Bezugszeichen beibehalten. Ein erster Form- und Übertragungszylinder 2, 3 eines ersten Druckwerks 1 sowie ein zweiter Form- und Übertragungszylinder 5, 6 eines zweiten Druckwerks 4 werden zum einen, wie in 1 gezeigt, in der ersten Seitenwand 11 gelagert. Zum anderen werden diese Druckwerkzylinder 2, 3, 5, 6 mit ihren der ersten Seitenwand 11 fernen Zapfen 32, 33 in der zweiten Seitenwand 34 gelagert (2 bis 4). Dabei sind die Zapfen 32 des ersten und zweiten Formzylinders 2, 5 aufnehmenden ersten und dritten Exzenterbüchsen 7, 9 direkt in der zweiten Seitenwand gelagert, während die die Zapfen 33 des ersten und zweiten Übertragungszylinders 3, 6 beherbergende zweite und vierte Exzenterbüchse 8, 10 mittelbar in der zweiten Seitenwand 34 gelagert sind. Sie werden von an der Außenseite der zweiten Seitenwand 34 schiebbar gelagerten Türen 35, 36 in deren Schließzustand aufgenommen. Es können auch alle Exzenterbüchsen 7 bis 10 oder beispielsweise nur die erste und dritte Exzenterbüchse 7, 9 in den Türen 35, 36 gelagert sein, je nachdem, welche Druckwerkzylinder 2, 3, 5, 6 eine Hülse tragen.

An der ersten Exzenterbüchse 7 sind ein Antriebshebel 37 sowie ein Segment 38, das eine Verzahnung 39 trägt, befestigt. Während der Antriebshebel 37 vorteilhaft an der Innenseite (S1i) der zweiten Seitenwand 34 angeordnet ist, ist das Segment 38 an der Außenseite (S1a) plaziert. In die Verzahnung 39 des Segments 38 greift ein Ritzel 40, das vorteilhaft als Zahnsegment ausgeführt ist, ein. Das Ritzel 40 ist auf einer Welle 41 befestigt, die in der Tür 35 gelagert ist. Das Ritzel 40 ist in einer Ausnehmung der Tür 35 an deren Innenseite angeordnet. Die Welle 41 führt auf die Außenseite der Tür 35, wo auf der Welle 41 ein Koppelhebel 42 befestigt ist (3). Auch die zweite Exzenterbüchse 8 trägt eine Verzahnung 43, die in ein auf der zweiten Exzenterbüchse 8 befestigtes Segment 44 eingearbeitet ist. In die Verzahnung 43 des Segments 44 greift ein zweites Ritzel 45 ein, das mittels eines Bolzens 46 auf der Tür 35 gelagert ist. Der Koppelhebel 42 und das zweite Ritzel 45 sind mittels einer Koppel 14.1 gelenkig miteinander verbunden. Der Antriebshebel 37 steht über eine Koppelstange 15 mit einem Schwenkhebel 16.1 in Verbindung. Der Schwenkhebel 16.1 ist schwenkbar an der zweiten Seitenwand 34 gelagert, und er ist gelenkig mit einem sich an der zweiten Seitenwand 34 abstützenden Arbeitszylinder 18 verbunden. Wie bereits zur 1 ausgeführt, kann unter Entfall des Arbeitszylinders 18 der Schwenkhebel 16.1 auch auf einer von der ersten Seitenwand 11 herübergeführten Welle 17 befestigt sein, die von einem an der ersten Seitenwand 11 befestigten Arbeitszylinder 18 angetrieben wird.

Analog zum Druckwerk 1 sind an der dritten Exzenterbüchse 9 des zweiten Formzylinders 5 ein Antriebshebel 47 sowie ein Segment 48 befestigt, wobei letzteres eine Verzahnung 49 trägt. In die Verzahnung 49 greift ein erstes Ritzel 50 ein, das ebenso wie ein Koppelhebel 51 auf einer in der Tür 35 gelagerten Welle 52 befestigt ist. Die Anordnung diesseits und jenseits der Tür ist analog zur in 3 gezeigten Anordnung des ersten Ritzels 40 und des Koppelhebels 42. Es ist weiterhin, ähnlich wie in 4 gezeigt, an der vierten Exzenterbüchse 10 ein Segment 53 mit einer Verzahnung 54 befestigt, in die ein zweites Ritzel 55 eingreift. Letzteres ist als Zahnsegment ausgeführt und mittels eines Bolzens 56 an der Tür 35 schwenkbar befestigt. Die Ritzel 50 und 55 sind mittels einer Koppel 21.1 gelenkig miteinander verbunden, ersteres über den Koppelhebel 51. Weiterhin stehen der Schwenkhebel 16.1 und der Antriebshebel 47 über eine Stange 22 miteinander in Antriebsverbindung.

In der in 2 gezeichneten Druckanstellung mit der Position B der Exzenterbüchsen 7 bis 10 erteilt der Schwenkhebel 16.1 der Koppelstange 15 (analog zum Ausführungsbeispiel gemäß 1) eine Zugbewegung, wobei sich der in 5 gezeigte Abstand b einstellt. (Der Aufbau der Koppelstange 15 entspricht übrigens dem in 5 gezeigten). Die dabei erzeugte Schwenkbewegung des Antriebshebels 37 bzw. der ersten Exzenterbüchse 7 wird über die Verzahnung 39 des Segments 38, das erste Ritzel 40, den Koppelhebel 42, die Koppel 14.1, das zweite Ritzel 45 und das Segment 44 auf die zweite Exzenterbüchse 8 übertragen. Dabei schlägt das zweite Ritzel 45 in der Druckanstellung an einem an der Tür 35 angeordneten einstellbaren Anschlag 24.1 an. Beim Umsteuern (Einziehen) des Arbeitszylinders 18 wird das erste Druckwerk 1 in die Druckabstellung A gefahren. Unter Erteilung einer Druckkraft auf die Koppelstange 15 werden über die soeben beschriebene Antriebskette die Exzenterbüchsen 7 und 8 in die Stellung A geschwenkt. Dabei nehmen der erste Formzylinder 2 und erste Übertragungszylinder 3 die in 6 gezeigten Stellungen ein. Die Druckeinstellung erfolgt durch Verstellen des Anschlages 24.1, wobei bei seinem Verdrehen in Richtung des zweiten Ritzels 45 die Druckspannung verringert und bei Drehung in der entgegengesetzten Richtung vergrößert wird.

Beim Fahren des ersten Druckwerkes 1 in die Druckanstellung wird auch das zweite Druckwerk 4 in die Druckanstellung B gefahren. Es erfolgt durch Druckbeaufschlagung der Stange 22 und Weiterleitung der Anstellbewegung über den Antriebshebel 47, das Segment 48, das erste Ritzel 50, den Koppelhebel 51, die Koppel 21.1, das zweite Ritzel 55 und das Segment 53 die Anstellung des zweiten Formzylinders 5 und des zweiten Übertragungszylinders 6, wobei das zweite Ritzel 55 am an der Tür 35 angeordneten einstellbaren Anschlag 25.1 anschlägt. Die Druckabstellung, d. h. das Fahren des zweiten Form- und des zweiten Übertragungszylinders 5, 6 in die Position A erfolgt in Umkehrung der Anstellbewegung nach Umsteuerung des Arbeitszylinders 18. Die Veränderung der Druckspannung erfolgt durch Verstellung des Anschlages 25.1, wobei bei seiner Verstellung zum zweiten Ritzel 55 hin die Druckspannung verringert und bei einer Verstellung vom zweiten Ritzel 55 weg die Druckspannung vergrößert wird. Dank der selbsttätigen Längenverstellbarkeit der Koppel 15 haben Verstellungen der Druckspannungen an einem der Druckwerke 1, 4 keine Rückwirkungen auf die Stellungen der Druckwerkzylinder des anderen Druckwerks. Dadurch verstellen sich diese Zylinder nicht, und es erübrigt sich deren Maschinenstillstandszeiten verursachende Nachjustage. Durch stetes Vorhandensein von deren richtiger Einstellung wird eine Voraussetzung für eine gute Druckqualität geschaffen.

Dank der Antriebsverbindungen der Exzenterbüchsen 7 bis 10 über die Verzahnungen 39, 43, 49, 54 mit den auf der Tür 35 gelagerten Ritzeln 40, 45, 50, 55 sind diese Antriebsverbindungen einfach lösbar. Somit kann einfachst die Tür 35 nach rechts in eine: Öffnungsstellung gefahren werden, wobei die Ritzel 40, 45, 50, 55 beim Verfahren der Tür 35 mit verfahren und aus den Verzahnungen 39, 43, 49, 54 gezogen werden. Umgekehrt treten beim Fahren der Tür 35 in den in 2 gezeigten Schließzustand die Ritzel 40, 45, 50, 55 wieder in die Verzahnungen 39, 43, 49, 54 ein, womit die Antriebsverbindung des Druckan- und -abstellmechanismus wieder hergestellt ist. Im Öffnungszustand der Türen 35, 36 geben diese eine Öffnung 57 in der zweiten Seitenwand 34 frei, durch die eine Gummihülse 58 auf den oder von dem ersten Übertragungszylinder 3 bzw. zweiten Übertragungszylinder 6 schiebbar ist.

Die beschriebene Antriebsverbindung der Exzenterbüchsen 7, 8 bzw. 9, 10 über die Verzahnungen 39, 43, 49, 54 mit den auf der Tür 35 gelagerten Ritzeln 40, 45, 50, 55 ist auch bei anders gestalteten Exzenterverstellungen (z.B. ohne federnde Koppelstange 15, andere Auslegungen der Exzentrizitäten e1, e2...) anwendbar. Diese Antriebsverbindung stellt eine vorteilhafte, kostengünstige, mechanische Antriebssynchronisation eines Antriebes, der mittels der Tür 35 abkoppelbar ist, mit einem Antrieb an der anderen Seitenwand 11 (S2), wie in 1 dargestellt, dar. So kann auf einen eigenen, auf der Tür 35 zu plazierenden, schwierig zu synchronisierenden Einzelantrieb für die zweite Exzenterbüchse 8 verzichtet werden. Es hat in jeder Stellung die Übersetzung der ersten und zweiten Exzenterbüchse 7, 8 in der zweiten Seitenwand 34 (S1) mit der Übersetzung der ersten und zweiten Exzenterbüchse 7, 8 in der ersten Seitenwand 11 (S2) überein zu stimmen. Die Synchronisation selbst ist vorteilhaft konstruktiv auslegbar, wenn die Schwenkachsen C, D der ersten und zweiten Exzenterbüchse 7, 8 sowie die Anlenkpunkte E, F der Koppel 14 ein Parallelogramm bilden (1), die Übersetzungen Segment 38 – erstes Ritzel 40 und Segment 44 – zweites Ritzel 45 gleich sind und die Schwenkachsen G, H von erstem und zweitem Ritzel 40, 45 und den Anlenkpunkten I, J der Koppel 14.1 ein Parallelogramm bilden (2). Diese Angaben treffen gleichermaßen für die Auslegung der Antriebsverbindung der dritten und vierten Exzenterbüchse 9, 10 des zweiten Druckwerks 4 zu. Die beschriebenen Getriebe sind auch bei anderen Druckwerkzylindern anwendbar, beispielsweise an den Exzenterbüchsen 8, 10 des ersten und zweiten Übertragungszylinders 3, 6.

Beim zweiten Druckvverk 4 gemäß 2 kann (analog zu 1) der zweite Übertragungszylinder 6 fix gelagert sein, wobei neben der vierten Exzenterbüchse 10 deren Betätigungselemente sowie der Anschlag 25.1 entfallen. Für letzteren kommt ein verstellbarer Anschlag 59.1 zum Einsatz, der mit einem entsprechend gestalteten Antriebshebel 47.1 (in 2 dünn eingezeichnet) zusammenarbeitend der Abstandseinstellung des zweiten Formzylinders 5 zum zweiten Übertragungszylinder 6 dient. Auch kann das erste Druckwerk 1 lediglich mit einem Gegendruckzylinder zusammenarbeiten, wobei dann die Koppelstange 15 starr, also mit unveränderbarer Länge, ausgeführt ist.


Anspruch[de]
  1. Druckwerk einer Rotationsdruckmaschine mit mehreren Druckwerkzylindern (2,3,5,6), wobei ein erster Druckwerkzylinder (2) mit jeweils einer ersten Exzenterbüchse (7) und ein zweiter Druckwerkzylinder (3) mit jeweils einer zweiten Exzenterbüchse (8) in der ersten und der zweiten Seitenwand (11,34) zugeordneten Lagerungen gelagert sind, wobei die erste und zweite Exzenterbüchse (7,8) bei der zweiten Seitenwand (34) zugeordneten Lagerungen Verzahnungen (39,43) tragen, mit denen jeweils ein Kitzel (40, 45) in Eingriff bringbar ist, welche Kitzel (40,45) auf einer an der zweiten Seitenwand (34) angeordneten Tür (35,36) gelagert sind, die die Lagerung für die zweite Exzenterbüchse (8) bildet und im Schließzustand die zweite Exzenterbüchse (8) haltert sowie die Kitzel (40,45) in Eingriff mit den Verzahnungen (39,43) hält, und wobei im Öffnungzustand der Tür (35,36) die Kitzel (40,45) außer Eingriff mit den Verzahnungen (39,43) sind und eine Öffnung (57) der zweiten Seitenwand (34) freigelegt ist, die einen Zapfen (33) des zweiten Druckwerkzylinders (3) für einen Hülsenwechsel freigibt, und daß außerdem die Kitzel (40,45) über ein Getriebe in Antriebsverbindung stehen und die Exzenterbüchsen/7,8) der zweiten Seitenwand (34) angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Druckwerkzylinder (2) mit jeweils der ersten Exzenterbüchse (7) in der ersten und zweiten Seitenwand (11,34) gelagert ist und die der zweiten Seitenwand (34) zugeordnete erste Exzenterbüchse (7) mit einem an letzterer angeordneten Antrieb in Antriebsverbindung steht, wobei bei Öffnen der Tür (35,36) die der zweiten Seitenwand (34) zugeordnete erste Exzenterbüchse (7) in der zweiten Seitenwand (34) gelagert bleibt.
  2. Druckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Exzenterbüchsen (7) der ersten und zweiten Seitenwand (11,34) von dem Antrieb synchron angetrieben werden.
  3. Druckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite Exzenterbüchse (7,8) der ersten Seitenwand (11) über eine Koppel (14) in Antriebsverbindung stehen und die erste und die zweite Exzenterbüchse (7,8) der zweiten Seitenwand (34) über ein die zweite Exzenterbüchse (8) der zweiten Seitenwand (34) synchron zur zweiten Exzenterbüchse (8) der ersten Seitenwand (11) antreibendes Getriebe verbunden sind.
  4. Druckwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Schwenkachsen (C,D) der ersten rund zweiten Exzenterbüchse (7,8) der ersten Seitenwand (11) sowie Anlenkpunkte (E,F) der an diese angelenkten Koppel (14) die Eckpunkte eines Parallelogramms bilden sowie die Übersetzungen Verzahnung (39) der ersten Exzenterbüchse (7) – erstes Ritzel (40) und Verzahnung (43) der zweiten Exzenterbüchse (8) – zweites Ritzel (45) gleich sind, und daß Schwenkachsen (G,H) von erstem und zweitem Ritzel (40,45) und von Anlenkpunkten (I,J) einer Koppel (14.1) zwischen erstem und zweitem Ritzel (40,45) die Eckpunkte eines Parallelogramms bilden.
  5. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der ersten Exzenterbüchse (7) der zweiten Seitenwand (34) eine Koppelstange (15) angelenkt ist, die gelenkig mit einem Schwenkhebel (16.1) verbunden ist, der an einer in beiden Seitenwänden (11,34) gelagerten, von einem Arbeitszylinder (18) antreibbaren Welle (17) befestigt ist, an der ein weiterer über eine Koppelstange (15) mit der ersten Exzenterbüchse (7) der ersten Seitenwand (11) gelenkig verbundener Schwenkhebel (16) befestigt ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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