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Dokumentenidentifikation DE10022152B4 18.03.2004
Titel Etikettendrucker
Anmelder Espera-Werke GmbH, 47058 Duisburg, DE
Erfinder Korthäuer, Manfred, 45479 Mülheim, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 08.05.2000
DE-Aktenzeichen 10022152
Offenlegungstag 22.11.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.2004
IPC-Hauptklasse B65C 9/46
IPC-Nebenklasse B65C 11/02   B41F 17/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Druckvorrichtung zum Bedrucken von auf einem Trägerstreifen lösbar angebrachten Etiketten, insbesondere Warenetiketten, mit zumindest zwei Etikettenzuführeinrichtungen, die jeweils einen Abstreifkopf umfassen, und einem Drucker mit einem Druckkopf zum Bedrucken des Etiketts, wobei die mindestens zwei Etikettenzuführeinrichtungen und der Drucker im Betriebszustand jeweils ortsfest angeordnet sind.

Aus dem Stand der Technik ist eine Druckvorrichtung dieser Art bekannt. So ist z.B. aus der DE 32 16 258 A1 ein tragbares Etikettiergerät zum Anbringen und Delaminieren von bedruckten Etiketten bekannt. Bei diesem Etikettiergerät sind die Etiketten hintereinander auf einem Trägerband angeordnet.

Auch aus der US 3,997,384 ist eine Vorrichtung mit einer Vielzahl von permanenten Etikettenzuführeinheiten bekannt.

Ein Nachteil solcher bekannten Druckvorrichtungen ist die Notwendigkeit, bei Bedarf einer anderen Etikettenvorlage, z.B. mit einer anderen Farbe, Grafik oder Beschriftung, den Trägerstreifen mit den Etiketten (Bonrolle, Liporello Band) manuell auszutauschen. Dadurch wird ein Betrieb mit verschiedenen Etiketten verhindert. Für den Fall, daß während eines Etikettiervorgangs unterschiedliche Etikettenarten benötigt werden, insbesondere dann, wenn die Wahl der Vorlage sich erst aus unmittelbar vor der Beschriftung ergebenden Parametern ergibt, wie dies beispielsweise bei einer Kombination eines Druckers mit einer Wiegevorrichtung der Fall sein kann, sind derartige Etikettiervorrichtungen nicht einsetzbar. Es ist wünschenswert, daß eine Etikettierung mit verschiedenen Etikettenvorlagen vorgenommen werden kann.

Hierbei ist z.B. daran zu denken, daß die zu etikettierenden Gegenstände mit Hilfe einer automatischen Mustererkennungseinrichtung erfaßt werden und in Abhängigkeit vom zu etikettierenden Gegenstand eines von vielen unterschiedlichen Etiketten gewählt wird. Es können aber auch gewichts- oder stückzahlabhängige Beschriftungen und Etikettierung sowie eine Etikettierungen nach Vorgabe des Bedieners oder eines Rechnersystems benötigt werden.

Bei den bekannten Etikettiervorrichtungen muß im ungünstigsten Fall zwischen jedem Etikett die Bonrolle ausgetauscht werden. Dies macht ein wirtschaftliches Etikettieren unmöglich.

Aus der US 4,768,435 ist eine Möglichkeit bekannt, die einen unterbrechungsfreien Betrieb gewährleistet. In dieser Druckschrift wird vorgeschlagen, zwei Drucker für das Bedrucken von zwei verschiedenen Vorlagen zu verwenden. Da die Kosten für einen Drucker einen erheblichen Teil der Etikettiervorrichtung ausmachen und zusätzlich Platz in Anspruch nehmen, wird eine solche Vorrichtung mit einer zunehmenden Anzahl an verschiedenen Etikettenvorlagen deutlich teurer.

In der EP 0 309 659 und der EP 0 362 976 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken mehrerer Vorlagen ohne Notwendigkeit des Wechsels der Vorlagenrolle beschrieben.

Diese Vorrichtungen kommen dazu mit einem einzigen Drucker aus. Es wird vorgeschlagen, Papierstücke zu bedrucken, die nach dem Druckvorgang abgeschnitten werden. Hierdurch ist es möglich, jeweils das Ende einer ausgewählten Papiervorratsrolle vorzuziehen, zum Drucker zu führen, abzuschneiden und das freie Ende nach dem Druckvorgang wieder zurückzuschieben, um anschließend das Ende einer anderen Vorratsrolle auszuwählen.

Ein solches Vorgehen ist jedoch nicht möglich, wenn statt Papierstücken selbstklebende, auf einem Trägerstreifen angebrachte Etiketten bedruckt werden sollen, da nach dem Bedrucken und Abstreifen eines Etiketts der etikettenfreie Trägerstreifen übrigbleibt, der wieder untergebracht werden muß. Zusätzlich muß für ein sauberes Bedrucken des Etiketts eine straffe Führung des Trägerstreifens gewährleistet sein.

Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der DE 197 38 799 A1 bekannt. Diese Vorrichtung weist mehrere Etikettenzuführeinrichtungen auf sowie einen Druckkopf. Die Auflageflächen der Etikettenzuführeinrichtungen einerseits und der Druckkopf andererseits sind relativ zu einander bewegbar, derart, daß sich jeweils eine der Auflageflächen der zugehörigen Etikettierzuführeinrichtung in der Druckposition befindet. Diese Vorrichtung bietet zwar einerseits den Vorteil, mit einem einzigen Drucker unterschiedliche Etikettvorlagen zu verwenden sowie den weiteren Vorteil, daß der Drucker beim Ende eines mit Etiketten versehenen Trägerstreifens selbständig auf einen anderen Trägerstreifen umschaltet, so daß die Produktion für einen Etikettenwechsel nicht unterbrochen zu werden braucht, jedoch ist diese Vorrichtung vergleichsweise kompliziert aufgebaut und weist hinsichtlich der Handhabbarkeit und Justierbarkeit Nachteile auf.

Aus der JP 09-110 026 A ist ein Etikettendrucker bekannt, welcher eine Etikettenzuführeinrichtung und eine dieser zugeordnete Transportvorrichtung aufweist. Bei dieser Vorrichtung wird das Etikett aus der Etikettenzuführeinrichtung in Fortsetzung seiner horizontalen Bewegung auf die Transportvorrichtung gespendet und dort dem Drucker zugeführt.

Aus der DE-OS 25 50 090 sowie der FR 1 541 452 sind Druckvorrichtungen bekannt, bei denen eine als Transportrolle ausgebildete Transportvorrichtung ausgebildet ist.

Schließlich ist aus der DE 37 33 511 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Kennzeichnung von Hülsen bekannt, welches eine Hin- und Herbewegung beim Transport eines Etikettenspenders offenbart.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Druckvorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, daß der konstruktive Aufbau der Vorrichtung und die Betriebssicherheit verbessert werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Abstreifköpfe der zumindest zwei Etikettenzuführeinrichtungen einer gemeinsamen Transportvorrichtung zugeordnet sind, die das am jeweiligen Abstreifkopf unter einem spitzen Winkel gegenüber der Oberfläche der Transportvorrichtung abgelöste Etikett zum Drucker transportiert.

Durch die Transportvorrichtung werden die Etiketten, die je nach Bedarf von den jeweiligen Etikettenzuführeinrichtungen an den Abstreifköpfen oder Abstreifkanten abgelöst werden, dem Drucker zugeführt. Dieser kann nun die Etiketten entsprechend der Vorgabe eines Steuersystems bedrucken. Die bedruckten Etiketten werden danach mit Hilfe einer Etikettiervorrichtung auf der Ware angebracht. Entlang der Transportvorrichtung können eine Mehrzahl von Etikettenzuführeinrichtungen angeordnet sein. Die maximale Anzahl der Etikettenzuführeinrichtungen ist durch die Größe der Transportvorrichtung sowie durch die erlaubte Zeitspanne einer Etikettenzuführung vom Abstreifkopf zum Drucker bestimmt. Das Etikett, welches an dem Abstreifkopf, der am weitesten vom Druckkopf entfernt liegt, abgelöst wird, muß innerhalb der zulässigen Zeitspanne bis zum Drucker transportiert werden können. Durch die erfindungsgemäße Transportvorrichtung können die Etiketten der verschiedenen Etikettenzuführeinrichtungen beliebig gemischt und bedruckt werden. Das Spenden des Etikettes von der Etikettenzuführeinrichtung auf die Transportvorrichtung erfolgt dabei unter einem spitzen Winkel gegenüber der Oberfläche der Transportvorrichtung, so daß eine sichere Übernahme des Etikettes vom jeweiligen Abstreifkopf auf die Transportvorrichtung gewährleistet ist.

Nach der erfindungsgemäßen Lösung sind sowohl die Etikettenzuführeinrichtungen als auch der Drucker im Betriebszustand jeweils ortsfest angeordnet. Es versteht sich, daß außerhalb des Betriebszustandes, d.h., wenn beispielsweise der Trägerstreifen einer Etikettenzuführeinrichtung ausgewechselt werden soll, die jeweilige Etikettenzuführeinrichtung aus ihrer ortsfesten Betriebsposition bewegbar ist, während die andere Etikettenzuführeinrichtung ortsfest verbleibt, so daß der Betrieb kontinuierlich fortgesetzt wird.

Eine Druckvorrichtung, bei welcher die Transportvorrichtung ein Transportband ist und das Transportband die abgelösten Etiketten zum Drucker transportiert, wird vorgeschlagen. Das Transportband kann sowohl ein elastisches Band, ein Plattenband, eine Kette oder auch jedes andere im wesentlichen um zwei sich axial parallel drehende Zylinder gespannte Band sein. Über das Transportband können die Etiketten schnell zum Drucker transportiert werden. Das bedruckte Etikett kann unmittelbar nach dem Druckprozeß vom Transportband einer Etikettiervorrichtung zugeführt werden.

Durch die Verwendung einer Transportrolle, welche die abgelösten Etiketten zum Drucker transportiert, kann der verwendete Bauraum begrenzt werden. Bei Verwendung einer Transportrolle können die bedruckten Etiketten ebenfalls direkt nach dem Druckvorgang einer Etikettiervorrichtung zugeführt werden.

Die Transportvorrichtung kann als Platte ausgebildet sein, wobei die Platte entweder eine Dreh- oder Schwingbewegung durchführt. Bei einer sich drehenden Platte sind die Etikettenzuführeinrichtungen entlang eines Radius' der Platte angeordnet. Die abgelösten Etiketten werden durch die Drehbewegung einem ebenfalls am gleichen Radius der Platte angeordneten Drucker zugeführt. Eine Platte, welche im wesentlichen entlang der horizontalen Achse schwingt, bewegt sich zunächst zu der Etikettenzuführeinrichtung, von welcher das nächste Etikett benötigt wird, nimmt dieses am Abstreifkopf auf und bewegt sich danach zum Drucker. Am Drucker wird das Etikett bedruckt. Nachdem das Etikett bedruckt worden ist, muß dieses von einem Greifarm von der Platte entfernt werden und einer Etikettiervorrichtung zugeführt werden.

Die bedruckten Etiketten werden von einer Etikettiervorrichtung aufgenommen und am Produkt angebracht. Die Etikettiervorrichtung ist entlang des Transportweges der zu etikettierenden Gegenstände angeordnet und nimmt die vom Drucker bedruckten Etiketten auf. Nachdem die Etiketten aufgenommen worden sind, werden diese an den zu etikettierenden Gegenständen plaziert und angebracht.

Eine besonders einfache und zuverlässige Zuführmöglichkeit der Trägerstreifen zu den Abstreifköpfen ergibt sich aus einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Druckvorrichtung, bei der die mindestens zwei Etikettenzuführeinheiten jeweils eine Abwickelhaspel zum Abwickeln einer Bonrolle, welche aus dem Trägerstreifen und den lösbar darauf angebrachten Etiketten zusammengesetzt ist, und eine Aufwickelhaspel zum Aufwickeln des etikettenfreien Trägerstreifens umfassen. Eine solche Ausführungsvariante erlaubt auch ein straffes Führen der Trägerstreifen über die Abstreifköpfe oder Abstreifkanten, so daß diese stets flach und gerade auf der Transportvorrichtung aufliegen und sauber durch den Drucker bedruckt werden können.

Auch ist es möglich, daß die mindestens eine Etikettenzuführeinrichtung ein Vorratsvorrichtung zur Aufnahme von Liporello-Bändern, welche aus dem Trägerstreifen und den lösbar darauf angebrachten Etiketten zusammengesetzt ist und eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme des etikettenfreien Trägerstreifens umfaßt, eingesetzt wird. Somit ist auch die Verwendung von Liporello-Etiketten, welche auf einem gefalteten Trägerband angebracht sind, möglich. Die Vorratsvorrichtung kann ein Liporello-Magazin sein.

Die etikettenfreien Trägerstreifen können sehr einfach entsorgt werden, wenn die mindestens eine Etikettenzuführeinrichtung eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme des etikettenfreien Trägerstreifens umfaßt, wobei die Aufnahmevorrichtung den etikettenfreien Trägerstreifen zerkleinert.

Vorzugsweise handelt es sich bei dem Drucker um einen Thermodrucker, bei dem die Thermoleiste die temperaturempfindlichen Etiketten durch lokale Erwärmung bedruckt. Der Drucker kann aber auch auf einem Thermotransfer-, einem Tintenstrahl-, einem Matrix- oder einem Laserdruckverfahren basieren.

Erfindungsgemäß sind Drucker und Etikettenzuführeinrichtungen im wesentlichen ortsfest angeordnet. Durch die ortsfeste Anordnung von Drucker und Etikettenzuführeinrichtung wird der Verschleiß der Maschine verringert.

Die Anordnung der mindestens zwei Abstreifköpfe oder Abstreifkanten erfolgt vorzugsweise in einer Linie. Beim Einsatz einer Transportrolle sowie einer Transportplatte, die eine Drehbewegung durchführt, sind die mindestens zwei Abstreifköpfe alternativ im wesentlichen entlang einer Teilkreisbahn oder einer Kurvenbahn angeordnet.

Wird zumindest ein Teil der Etikettenzuführeinrichtung im wesentlichen senkrecht zur Transportrichtung der Transportvorrichtung verschiebbar angeordnet, kann ein Bonrollenwechsel auch ohne Unterbrechung des Druckvorgangs bei den verbleibenden Bonrollen durchgeführt werden. Es wird die Etikettenzuführeinrichtung, welche die auszuwechselnde Bonrolle enthält, von der Transportvorrichtung angehoben und die auszuwechselnde Bonrolle kann nun ausgetauscht werden. Hierbei kann entweder die gesamte Etikettenzuführeinrichtung oder aber nur der Abstreifkopf bzw. die Abstreifkante angehoben werden. Der Druckvorgang mit den restlichen Bonrollen kann unterdessen ungestört weiter durchgeführt werden.

Im folgenden wird die erfindungsgemäße Druckvorrichtung an beispielhaften Ausführungen anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Druckvorrichtung mit einem Transportband,

2 eine erfindungsgemäßen Druckvorrichtung mit einer schwingenden Platte und

3 eine erfindungsgemäße Druckervorrichtung mit einer Transportrolle.

Die in 1 dargestellte Druckvorrichtung besteht aus einem Drucker 1, der am Ende eines Transportbandes 5a, welches über Rollen 8a, 8b geführt wird und sich entlang einer Bewegungsrichtung 9 bewegt, angeordnet ist. Die entlang des Transportbandes 5a angeordneten Etikettenzuführeinrichtungen bestehen jeweils aus einer Abwickelhaspel 7a, 7b, 7c, einem Abstreifkopf 6a, 6b, 6c und einer Aufwickelhaspel 10a, 10b, 10c.

Die Etikettenzuführeinrichtungen werden jeweils mit einer Bonrolle 3a, 3b, 3c bestückt und die Bonrolle 3a, 3b, 3c wird an der Abwickelhaspel 7a, 7b, 7c aufgehängt. Der Trägerstreifen 2a, 2b, 2c wird über den Abstreifkopf 6a, 6b, 6c zur Aufwickelhaspel 10a, 10b, 10c geführt. Der Trägerstreifen 2a, 2b, 2c trägt lösbar darauf angebrachte Etiketten. An den Abstreifköpfen 6a, 6b, 6c werden diese Etiketten vom Trägerstreifen 2a, 2b, 2c abgelöst und es verbleibt lediglich der Trägerstreifen 4a, 4b, 4c, der auf den Aufwickelhaspeln 10a, 10b, 10c aufgewickelt wird.

Die Etikettenzuführeinrichtungen 7, 6, 10, können senkrecht zur Bewegungsrichtung 9 des Transportbandes 5a bewegbar angeordnet sein. Durch ein Anheben einer Etikettenzuführeinrichtung 7a, 6a, 10a oder aber nur des Abstreifkopfes 6a kann eine aufgebrauchte Bonrolle 3a von den Haspeln 7a, 10a entfernt werden und eine neue Bonrolle 3a auf die Haspeln 7a, 10a aufgesteckt werden. Während dieses Vorganges kann mit den Etiketten der verbleibenden Bonrollen 3b, 3c weiterhin gedruckt werden. Nachdem die Bonrolle 3a ausgetauscht worden ist, kann die Etikettenzuführeinrichtung 7a, 6a, 10a bzw. der Abstreifkopf 6a wieder abgesenkt werden, wonach die Etiketten der neuen Bonrolle 3a nutzbar sind.

Die in 1 dargestellte Druckvorrichtung arbeitet wie folgt. Ein zu etikettierender Gegenstand (nicht dargestellt) wird entlang eines Förderbandes (nicht dargestellt) an den Drucker 1 herangeführt. Durch ein Meß- und/oder Erfassungssystem (nicht dargestellt) ist der Gegenstand erfaßt und ausgemessen worden. Anhand dieser Ergebnisse wird das zu bedruckende Etikett ausgewählt und die entsprechende Bonrolle 3a, 3b, 3c wird durch die Haspeln 7, 10 abgerollt. Dieses Etikett wird dadurch an dem Abstreifkopf 6a, 6b, 6c abgelöst und liegt dann auf dem Transportband 5a auf. Im Anschluß wird das abgelöste Etikett über das Transportband 5a entlang der Bewegungsrichtung 9 zum Drucker 1 zugeführt. Der Drucker 1 bedruckt das Etikett nach den Vorgaben des Erfassungs- und/oder Meßsystems. Nach dem Druckvorgang wird das Etikett vom Transportband 5a abgerollt, von einer Etikettiervorrichtung (nicht dargestellt) aufgenommen und auf dem Gegenstand angebracht. Das Abrollen der Bonrolle 3a, 3b, 3c geschieht derart, daß die Aufwickelhaspel 3a, 3b, 3c entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird. Durch die Drehung der Aufwickelhaspel 10a, 10b, 10c wird der Trägerstreifen 2a, 2b, 2c über den Abstreifkopf 6a, 6b, 6c geführt.

Die in 2 dargestellte Druckvorrichtung unterscheidet sich lediglich in der Transportvorrichtung 5b von derjenigen in 1. Die Transportvorrichtung 5b ist eine schwingende Platte. Diese schwingende Platte bewegt sich horizontal und transportiert dadurch die am Abstreifkopf 6a, 6b, 6c abgelösten Etiketten zum Drucker 1 entlang der Bewegungsrichtung 11. In Abhängigkeit vom zu bedruckenden Etikett muß die Platte 5b mehr oder weniger ausgelenkt werden. Die Auslenkung der Platte 5b ist jeweils so gewählt, daß das Etikett beim Druckvorgang unter dem Drucker 1 angeordnet ist. Nachdem das Etikett vom Drucker 1 bedruckt worden ist, muß dieses von einer Etikettiervorrichtung (nicht dargestellt) von der Platte 5b abgehoben werden. Nun kann es auf den Gegenstand aufgebracht werden. Dies kann entweder nach dem Zurückschwingen der Platte oder durch eine zusätzliche seitlich gerichtete Eigenbewegung der Etikettiervorrichtung (nicht dargestellt) an der Platte vorbei zum Gegenstand geschehen.

Anstatt einer schwingenden Platte 5b kann die Platte 5b auch rotierend gelagert sein. In einem solchen Fall müssen die Abstreifköpfe 6a, 6b, 6c sowie der Drucker 1 entlang ein und desselben Radius' der Platte 5b angeordnet sein. Ein abgelöstes Etikett wird durch die Platte 5b zum Drucker 1 gedreht. Nachdem dieses bedruckt worden ist, muß es von einer Etikettiervorrichtung (nicht dargestellt) von der Platte abgehoben werden.

Die in 3 dargestellte Druckvorrichtung unterscheidet sich von den zuvor dargestellten Druckvorrichtungen dadurch, daß die Transportvorrichtung aus einer Transportrolle 5c besteht. Die Transportrolle 5c ist drehbar um die Achse 20 gelagert. Entlang der Drehrichtung 12 werden die Etiketten von den Abstreifköpfen 6a, 6b, 6c durch die Transportrolle 5c zum Drucker 1 geführt. Nachdem die Etiketten vom Drucker 1 bedruckt worden sind, können diese direkt von der Transportrolle 5c durch eine Etikettiervorrichtung (nicht dargestellt) aufgenommen werden und auf dem Gegenstand angebracht werden. Auch hier ist es möglich, daß die Etikettenzuführeinrichtung 7, 6, 10 bzw. der Abstreifkopf 6 von der Transportrolle 5c zum Austausch der Bonrolle 3 angehoben werden.


Anspruch[de]
  1. Druckvorrichtung zum Bedrucken von auf einem Trägerstreifen (2) lösbar angebrachten Etiketten, insbesondere Warenetiketten, mit

    – zumindest zwei Etikettenzuführeinrichtungen (6, 7, 10), die jeweils einen Abstreifkopf (6) umfassen, und

    – einem Drucker (1) mit einem Druckkopf zum Bedrucken des Etiketts,

    wobei die mindestens zwei Etikettenzuführeinrichtungen (6, 7, 10) und der Drucker (1) im Betriebszustand jeweils ortsfest angeordnet sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    – daß die Abstreifköpfe (6) der zumindest zwei Etikettenzuführeinrichtungen (6, 7, 10) einer gemeinsamen Transportvorrichtung (5) zugeordnet sind, die das am jeweiligen Abstreifkopf (6) unter einem spitzen Winkel gegenüber der Oberfläche der Transportvorrichtung abgelöste Etikett zum Drucker (1) transportiert.
  2. Druckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (5) ein Transportband (5a) ist und daß das Transportband (5a) die abgelösten Etiketten zum Drucker (1) transportiert.
  3. Druckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (5) eine Transportrolle (5c) ist und daß die Transportrolle (5c) die abgelösten Etiketten zum Drucker (1) transportiert.
  4. Druckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (5) eine Platte (5b) ist und daß die Platte (5b) eine Drehbewegung durchführt derart, daß die abgelösten Etiketten zum Drucker (1) transportiert werden.
  5. Druckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (5) eine Platte (5b) ist, daß die Platte (5b) eine Schwingbewegung (11) durchführt derart, daß die Platte (5b) an einem ersten Punkt der Schwingbewegung (11) die abgelösten Etiketten aufnimmt und an einem zweiten Punkt der Schwingbewegung (11) die abgelösten Etiketten dem Drucker (1) zuführt.
  6. Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Etikettiervorrichtung die bedruckten Etiketten von der Transportvorrichtung (5) aufnimmt und an dem Produkt anbringt.
  7. Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei Etikettenzuführeinrichtungen (6, 7, 10) jeweils eine Abwickelhaspel (7) zum Abwickeln einer Bonrolle (3), welche aus dem Trägerstreifen (2) und den lösbar darauf angebrachten Etiketten zusammengesetzt ist und jeweils eine Aufwickelhaspel (10) zum Aufwickeln des etikettenfreien Trägerstreifens (2) umfassen.
  8. Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei Etikettenzuführeinrichtungen (6, 7, 10) jeweils eine Vorratsvorrichtung zur Aufnahme von Liporello-Bändern, welche aus dem Trägerstreifen (2) und den lösbar darauf angebrachten Etiketten zusammengesetzt ist und jeweils eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme des etikettenfreien Trägerstreifens (2) umfassen.
  9. Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei Etikettenzuführeinrichtungen (6, 7, 10) jeweils eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme des etikettenfreien Trägerstreifens (2) umfassen, wobei die Aufnahmevorrichtung den etikettenfreien Trägerstreifen (2) zerkleinert.
  10. Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Drucker (1) eingesetzte Druckverfahren ein Thermo-, ein Thermotransfer-, ein Tintenstrahl-, ein Matrix- oder ein Laserdruckverfahren ist.
  11. Druckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei Abstreifköpfe (6) im wesentlichen entlang einer Linie angeordnet sind.
  12. Druckvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei Abstreifköpfe (6) im wesentlichen entlang einer Teilkreisbahn oder einer Kurvenbahn angeordnet sind.
  13. Druckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Etikettenzuführeinrichtung (6, 7, 10) im wesentlichen senkrecht zur Transportvorrichtung (5) verschiebbar ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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