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Dokumentenidentifikation DE10217160A1 18.03.2004
Titel Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE;
Decoma (Germany) GmbH, 66280 Sulzbach, DE
Erfinder Grabenstätter, Jochen, 75378 Bad Liebenzell, DE;
Ketelhut, Bern, 71032 Böblingen, DE;
Sunseri, Vincenzo, 73207 Plochingen, DE
Vertreter Patentanwalts-Partnerschaft Rotermund + Pfusch + Bernhard, 70372 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 17.04.2002
DE-Aktenzeichen 10217160
Offenlegungstag 18.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.2004
IPC-Hauptklasse B60K 11/08
IPC-Nebenklasse B60R 19/52   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens, mit einem Kühlergitter, das in einem Ausgangszustand an seinen Außenseiten jeweils einen abstehenden Lagerzapfen aufweist. Die beiden Lagerzapfen sind zueinander fluchtend und konzentrisch zu einer horizontal und quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Kippachse ausgerichtet und jeweils in einer am Stoßfänger ausgebildeten Halterung um die Kippachse drehbar gelagert. Mittels Fixierelementen ist das Kühlergitter im Ausgangszustand am Stoßfänger festgelegt.
Zur Vereinfachung der Montage des Kühlergitters umfassen die Fixierelemente einen oder mehrere C-Kanäle, die im Ausgangszustand einen hinteren Rand einer Kanalaufnahme des Stoßfängers formschlüssig umfassen, sowie einen oder mehrere Rastkörper, die sich im Ausgangszustand zu einem hinteren Rand einer Rastaufnahme des Stoßfängers abstützen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Eine derartige Anordnung ist beispielsweise aus der DE 100 13 427 A1 bekannt und weist ein Kühlergitter auf, das in einem Ausgangszustand bezüglich der Fahrtrichtung des Fahrzeugs an einer linken Außenseiten und an einer rechten Außenseite jeweils einen abstehenden Lagerzapfen aufweist. Diese beiden Lagerzapfen sind zueinander fluchtend und konzentrisch zu einer horizontalen, quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Kippachse ausgerichtet und jeweils in einer am Stoßfänger ausgebildeten Halterung um diese Kippachse drehbar gelagert. Des Weiteren sind Fixierelemente vorgesehen, mit denen das Kühlergitter im Ausgangszustand am Stoßfänger festgelegt ist. Diese Fixierelemente sind bei der bekannten Anordnung durch eine mittig angeordnete Verschraubung und mehrere außermittig angeordnete Ausknüpfelemente gebildet. Diese Ausknüpfelemente stehen an einer Unterseite des Kühlergitters nach unten ab und greifen in eine Hinterkante des Stoßfängers ein.

Der besondere Vorteil einer derartigen Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung wird darin gesehen, dass bei einer Relativverstellung des Stoßfängers nach hinten das Kühlergitter über die Fixierelemente mitgenommen wird, wobei dieses um die Kippachse drehen kann, ohne dass es dabei zu einer Beschädigung des Kühlergitters kommen muß. Dies ist vor allem bei kleineren Kollisionen von Interesse, die, ohne dass ein Schaden entsteht, toleriert werden sollen und beispielsweise beim Rangieren des Fahrzeugs auftreten können.

Ein weiterer Vorteil der gattungsgemäßen Anordnung wird darin gesehen, dass das Kühlergitter so am Stoßfänger montierbar ist, dass es nach vorn im wesentlichen bündig mit dem Stoßfänger abschließt.

Aus der DE 35 23 909 C2 ist eine Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung einer anderen Art bekannt, bei der das Kühlergitter mittels einer Rastverbindung am Stoßfänger lösbar befestigt ist. Diese Rastverbindung weist einen im unteren und nach vorn überstehenden Bereich des Kühlergitters einstückig an diesem angeformten Rastzapfen auf, der in ein sich nach vorn hin verengendes Formloch in einem oberen Wandabschnitt des Stoßfängers eingreift. Die Rastverbindung ergibt sich dabei nach einem Verschieben des Rastzapfens in dem Formloch nach vorn. Am unteren hinteren Bereich des Kühlergitters ist außerdem ein unter die Hinterkante des oberen Wandabschnitts des Stoßfängers greifender Fanghaken vorgesehen. Des Weiteren sitzt das Kühlergitter mit an seinem unteren hinteren Bereich vorgesehenen Gleitrampen auf dem oberen Wandabschnitt des Stoßfängers auf. Dabei verlaufen die Unterkanten der Gleitrampen so tief, dass das Kühlergitter durch die aufsitzenden Gleitrampen mit seiner Vorderkante bis zum Anliegen auf dem oberen Wandabschnitt des Stoßfängers verschwenkt ist. Darüber hinaus weist das Kühlergitter widerhakenartige Sicherungsnasen auf, welche im montierten Zustand des Kühlergitters in entsprechende Löcher des oberen Wandabschnitts des Stoßfängers eingerastet sind und die jeweils mit einer etwa vertikalen Sperrfläche gegen die hintere Begrenzung des betreffenden Langlochs anliegen.

Diese Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung benötigt zur Realisierung der Rastverbindung an der Unterseite des Kühlergitters einen relativ weit nach vorn abstehenden Kragen, an dem die Rastnasen und der Rastzapfen ausgebildet sind. Aufgrund dieser Ausgestaltung muss das Kühlergitter gegenüber dem Stoßfänger nach hinten versetzt angeordnet sein.

Darüber hinaus ist diese Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung ungeeignet für ein drehbar gelagertes Kühlergitter, da sich die einzelnen Fixierelemente bezüglich der Kippachse auf unterschiedlichen Radien am Stoßfänger abstützen, so dass es bei einer Drehbewegung zu Verspannungen und insbesondere zu einer Beschädigung des Kühlergitters und/oder des Stoßfängers kommen kann .

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere möglichst einfach und kostengünstig montierbar ist.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, zur Fixierung des Kühlergitters am Stoßfänger einen oder mehrere C-förmige C-Kanäle sowie einen oder mehrere Rastkörper zu verwenden, die an einer Unterseite des Kühlergitters entlang einer Krümmung des Kühlergitters im wesentlichen nebeneinander angeordnet sind. Durch diese Maßnahmen wird einerseits erreicht, dass das Kühlergitter ohne zusätzliche Befestigungselemente am Stoßfänger fixierbar ist, was die Montage vereinfacht. Darüber hinaus gewährleistet die besondere Anordnung der Fixierelemente, dass bei einer Relativverstellung des Stoßfängers nach hinten die an den Fixierelementen auftretenden Belastungen vergleichsweise gering sind, wodurch eine Beschädigung der Fixierelemente beim Drehen des Kühlergitters vermieden werden kann.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform wird wenigstens ein zusätzlicher Sicherungskörper vorgeschlagen, der es ermöglicht, das Kühlergitter auch bei einer Drehverstellung um seine Kippachse mit einer erhöhten Sicherheit am Stoßfänger zu fixieren. Dieser Sicherungskörper ist dabei so ausgelegt, dass er im Ausgangszustand quasi funktionslos ist und sich insbesondere an der Fixierung des Kühlergitters am Stoßfänger nicht beteiligt. Erst wenn eine Relativdrehung zwischen Kühlergitter und Stoßfänger dazu führt, dass der Rastkörper aus der zugeordneten Rastaufnahme austritt, kommt ein Fangabschnitt des Sicherungskörpers am hinteren Rand der zugeordneten Sicherungsaufnahme zur Anlage, um eine weitergehende Relativverdrehung zu verhindern. Rastkörper und Sicherungskörper bilden somit eine zweistufige Fixierung des Kühlergitters am Stoßfänger, wobei die durch den Sicherungskörper realisierte Fixierung erst dann aktiv wird, wenn die durch den Rastkörper realisierte Fixierung bereits aufgehoben ist.

Bei einer Weiterbildung kann der Fangabschnitt des Sicherungskörpers schräg nach unten und nach hinten abstehend in die Sicherungsaufnahme eingreifen. Durch diese Ausgestaltung bildet der Fangabschnitt eine Art Rampe oder Anlaufschräge, die bei einer Drehung des Kühlergitters relativ zum Stoßfänger den hinteren Rand der Sicherungsaufnahme erfaßt und untergreift. Die dadurch ausgebildete Fixierung beruht dann auf einem Formschluß und kann ohne Beschädigungen nicht mehr überwunden werden.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.

Es zeigen, jeweils schematisch,

1 eine perspektivische Ansicht auf eine erfindungsgemäße Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung bei einem stark vereinfacht dargestellten Stoßfänger,

2 und 3 perspektivische Ansichten von vorn auf unterschiedlich ausgeführte C-Kanäle,

4 einen stark vereinfachten Längsschnitt durch die Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung im Bereich eines C-Kanals,

5 und 6 perspektivische Ansichten von hinten auf einen Rastkörper und einen Sicherungskörper,

7 einen Längsschnitt wie in 4, jedoch im Bereich eines Rastkörpers,

8 einen Längsschnitt wie in 7, jedoch im Bereich eines Sicherungskörpers,

9 eine Ansicht von unten auf die Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung.

Entsprechend 1 besteht eine erfindungsgemäße Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung 1 eines im Übrigen nicht gezeigten Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens, aus einem Kühlergitter 2, das an einem nur teilweise dargestellten Stoßfänger 3 angebracht ist. Im ordnungsgemäß montierten Zustand befindet sich das Kühlergitter 2 in einem Ausgangszustand, der durch das Design des jeweiligen Fahrzeugs vorgegeben ist. Bezüglich einer durch einen Pfeil repräsentierten Fahrtrichtung 4 besitzt das Kühlergitter 2 an einer linken Außenseite 5 (in 1 rechts dargestellt) und an einer rechten Außenseite 6 (dementsprechend links dargestellt) jeweils einen quer zur Fahrtrichtung 4 abstehenden Lagerzapfen 7. In der Darstellung gemäß 1 ist nur der Lagerzapfen 7 der linken Außenseite 5 erkennbar. Die beiden Lagerzapfen 7 sind zueinander fluchtend sowie konzentrisch zu einer horizontal und quer zur Fahrtrichtung 4 verlaufenden Kippachse 8 ausgerichtet. Der Stoßfänger 3 besitzt für jeden Lagerzapfen 7 eine geeignete Halterung 9, die so ausgebildet ist, dass das Kühlergitter 2 um die Kippachse 8 am Stoßfänger 3 drehbar gelagert ist.

Die Lagerzapfen 7 sind zweckmäßig einstückig mit dem Kühlergitter 2 hergestellt.

Zur Festlegung des Kühlergitters 2 am Stoßfänger 3 besitzt das Kühlergitter 2 an einer Unterseite 10 mehrere, hier drei C-Kanäle 11 bzw. 12, nämlich einen etwa mittig angeordneten mittleren C-Kanal 11 und zwei außermittig jedoch symmetrisch zur Mitte angeordnete äußere C-Kanäle 12.

Entsprechend den 2 und 3 besitzen die C-Kanäle 11,12 ein bezüglich der Fahrtrichtung 4 nach vorn offenes C-förmiges Profil 13, das im folgenden auch als C-Profil 13 bezeichnet wird. Jeder C-Kanal 11,12 besitzt einen oberen Schenkel 14, der zweckmäßig durch die Unterseite 10 des Kühlergitters 2 gebildet ist, sowie einen unteren Schenkel 15, der sich parallel zur Unterseite 10 erstreckt. Die beiden Schenkel 14,15 sind jeweils über eine Basis 16 miteinander verbunden. Zweckmäßig sind die C-Kanäle 11,12 einstückig mit dem Kühlergitter 2 ausgebildet.

Bei den gezeigten Ausführungsformen sind am oberen Schenkel 14 der C-Kanäle 11,12 je zwei Vorsprünge 17 ausgebildet, die in den C-Kanal 11,12 hineinragen. Die Vorsprünge 17 besitzen bezüglich der Fahrtrichtung 4 vorn eine Anlaufschräge. In entsprechender Weise besitzt auch der untere Schenkel 15 an seinem freien vorderen Ende eine Einlaufschräge.

Im Unterschied zu den äußeren C-Kanälen 12 besitzt der mittige C-Kanal 11 an seiner Basis 16 zusätzlich einen mittig zum Kühlergitter 2 angeordneten, in den C-Kanal 11 hineinragenden Zentriervorsprung 18, der sich vertikal zwischen den beiden Schenkeln 14 und 15 erstreckt.

Korrespondierend zu den C-Kanälen 11,12 sind gemäß den 4 und 9 in oder an einer Oberseite 19 des Stoßfängers 3 geeignete Kanalaufnahmen 20 ausgebildet, die nach oben offen sind, so dass die C-Kanäle 11,12 von oben nach unten in die Kanalaufnahmen 20 einsteckbar sind. Jede Kanalaufnahme 20 besitzt einen vorderen Rand 21, der im Ausgangszustand gemäß den 4 und 9 in den jeweiligen C-Kanal 11,12 eingreift. Hierbei umgreifen die C-Kanäle 11,12 den jeweiligen vorderen Rand 21 oben, unten und hinten, wodurch sich für das Kühlergitter 2 an seiner Unterseite 10 in vertikaler Richtung und nach vorn eine formschlüssige Halterung am Stoßfänger 3 ergibt.

Bei in die C-Kanäle 11,12 eingestecktem vorderen Rand 21 kommen die am oberen Schenkel 14 ausgebildeten Vorsprünge 17 an der Oberseite 19 des Stoßfängers 3 zur Anlage, wodurch die Vorsprünge 17 einen Spalt 22 hinsichtlich seiner Spaltweite definieren, der in vertikaler Richtung zwischen der Unterseite 10 des Kühlergitters 2 und der Oberseite 19 des Stoßfängers 3, z.B. aus ästhetischen Gründen, erwünscht ist. Der an der Basis 16 des mittleren C-Kanals 11 ausgebildete Zentriervorsprung 18 greift beim Überführen des Kühlergitters 2 in seinen Ausgangszustand in eine hier nicht dargestellte Zentrieraussparung ein, die am vorderen Rand 21 der zugehörigen Kanalaufnahme 20 mittig zum Stoßfänger 3 ausgebildet ist. Hierdurch ergibt sich eine mittige Ausrichtung bzw. Zentrierung des Kühlergitters 2 relativ zum Stoßfänger 3.

Entsprechend den 5 und 6 besitzt das Kühlergitter 2 an seiner Unterseite 10 außerdem zwei Rastkörper 23, von denen jeweils einer zwischen dem mittigen C-Kanal 11 und einem äußeren C-Kanal 12 angeordnet ist. Der Rastkörper 23 ist hier als Lasche ausgebildet und in vertikaler Richtung federelastisch am Kühlergitter 2 angebracht. Der Rastkörper 23 ist dabei mit seinem vorderen Ende am Kühlergitter 2 angeordnet. Zweckmäßig ist der Rastkörper 23 einstückig am Kühlergitter 2 ausgebildet.

Darüber hinaus weist das Kühlergitter 2 an seiner Unterseite 10 außerdem zwei Sicherungskörper 24 auf, die ebenfalls so angeordnet sind, dass je einer zwischen dem mittigen C-Kanal 11 und einem äußeren C-Kanal 12 angeordnet ist. Auch der Sicherungskörper 24 ist hier als Lasche ausgebildet, die mit ihrem vorderen Ende am Kühlerlgitter 2 angeordnet ist. Der Sicherungskörper 24 ist ebenfalls in vertikaler Richtung federelastisch am Kühlergitter 2 angebracht. Zweckmäßig ist auch der Sicherungskörper 24 einstückig mit dem Kühlergitter 2 hergestellt.

Bei der hier gezeigten bevorzugten Ausführungsform sind je ein Rastkörper 23 und ein Sicherungskörper 24 direkt nebeneinander angeordnet. In 5 ist das an der linken Seite angeordnete Paar aus Rastkörper 23 und Sicherungskörper 24 ohne den Stoßfänger 3 dargestellt, während 6 das rechte Paar aus Rastkörper 23 und Sicherungskörper 24 mit dem Stoßfänger 3 zeigt (vgl. 9).

Gemäß 6 ist dem Rastkörper 23 eine Rastaufnahme 25 zugeordnet, die an der Oberseite 19 des Stoßfängers 3 ausgebildet ist, nach oben offen ist und in die der Rastkörper 23 im Ausgangszustand eingreift. Dabei kommt der Rastkörper 23 mit seinem hinteren Ende 26 an einem hinteren Rand 27 der Rastaufnahme 25 zur Anlage, wodurch sich der Rastkörper 23 nach hinten abstützt. Im Ausgangszustand ist somit das Kühlergitter 2 an seiner Unterseite 10 nach hinten formschlüssig am Stoßfänger 3 gehaltert.

Beachtenswert ist hierbei, dass die vollständige Fixierung des Kühlergitters 2 am Stoßfänger 3 ausschließlich mit Hilfe des oder der C-Kanäle 11,12 und des oder der Rastkörper 23 erfolgt. Weitere, separate Befestigungselemente sind zur Festlegung des Kühlergitters 2 am Stoßfänger 3 nicht erforderlich.

Wie aus den 4,7 und 9 hervorgeht, besitzt das Kühlergitter 2 bezüglich einer quer zur Fahrtrichtung 4 verlaufenden Vertikalebene eine Krümmung 28, die in 9 durch eine strichpunktierte Linie angedeutet ist. Entlang dieser Krümmung 28 sind die C-Kanäle 11 und 12 sowie die Rastkörper 23 angeordnet. Auf diese Weise treten bei einer Relativdrehung des Kühlergitters 2 relativ zum Stoßfänger 3 an den Fixierelementen, nämlich C-Kanäle 11 und 12 und Rastkörper 23, ähnliche Spannungszustände auf.

Entsprechend den 5 und 6 besitzt der Sicherungskörper 24 einen schräg nach unten und nach hinten abstehenden Fangabschnitt 29. Gemäß 6 ist dem Sicherungskörper 24 eine Sicherungsaufnahme 30 zugeordnet, die ebenfalls in der Oberseite 19 des Stoßfängers 3 ausgebildet und nach oben offen ist. Im Ausgangszustand greift der Fangabschnitt 29 in diese Sicherungsaufnahme 30 ein, wobei die Positionierung und Dimensionierung des Sicherungskörpers 24 und der Sicherungsaufnahme 30 so auf die Ausgestaltung des Rastkörpers 23 und dessen Rastaufnahme 25 abgestimmt sind, dass der Fangabschnitt 29 in vertikaler Richtung mindestens ebenso tief in die zugehörige Sicherungsaufnahme 30 hineinragt wie der Rastkörper 23 in die zugehörige Rastaufnahme 25 eindringt. Darüber hinaus greift der Fangabschnitt 29 zwar in die Rastaufnahme 30 ein, stützt sich im Ausgangszustand jedoch nicht an deren hinteren Rand 31 ab, sondern ist gegenüber diesem hinteren Rand 31 beabstandet. Das bedeutet, dass der Fangabschnitt 29 bzw. der Sicherungskörper 24 im Ausgangszustand quasi keine Befestigungsfunktion besitzt.

Wie der Rastkörper 23, sind auch die Sicherungskörper 24 im wesentlichen auf der Krümmung 28 des Kühlergitters 2 angeordnet, wodurch es insbesondere möglich ist, die Rastaufnahme 25 und die Sicherungsaufnahme 30 eines solchen Rastkörper-Sicherungskörper-Paars durch eine gemeinsame Ausnehmung 32 zu bilden, die in bzw. an der Oberseite 19 des Stoßfängers 3 vorgesehen ist.

Gemäß 9 besitzt der Stoßfänger 3 an seiner Oberseite einen Kragen 33, der bezüglich der Fahrtrichtung 4 nach hinten absteht. Dieser Kragen 33 erstreckt sich entlang der Unterseite 10 des Kühlergitters 2, wobei er an die Krümmung 28 des Kühlergitters 2 angepasst ist. In diesem Kragen 33 sind die Kanalaufnahmen 20, die Rastaufnahmen 25 und die Sicherungsaufnahmen 30 bzw. die gemeinsamen Ausnehmungen 32 in Form von Durchbrüchen ausgebildet.

Bemerkenswert ist außerdem, dass dieser Kragen 33, die C-Kanäle 11,12, die Rastkörper 23 und die Sicherungskörper 24 aufgrund ihrer Anordnung entlang der Krümmung 28 jeweils so positioniert sind, dass sie entsprechend den 4,7,8 und 9 in einer vertikalen Ansicht im wesentlichen innerhalb der Kontur einer untersten Rippe 34 des Kühlergitters 2 angeordnet sind. Durch diese Bauweise ist es besonders einfach möglich, das Kühlergitter 2 relativ zum Stoßfänger 3 relativ weit vorn anzuordnen, so dass das Kühlsgitter 2 quasi bündig nach oben an den Stoßfänger 3 anschließt.

Zweckmäßig ist der Stoßfänger 3 oder – soweit vorhanden – eine die Oberseite 19 des Stoßfängers 3 aufweisende Stoßfängerverkleidung reversibel verformbar ausgebildet. Hiedurch können kleinere Relativverstellungen des Stoßfängers 3 parallel zur Fahrtrichtung 4 ohne Beschädigungen kompensiert werden.

Der Sicherungskörper 24 funktioniert wie folgt:

Im Ausgangszustand befindet sich der Sicherungskörper 24 bzw. sein Fangabschnitt 29 in der in 8 wiedergegebenen Position, in welcher der Fangabschnitt 29 gegenüber dem hinteren Rand 31 der Sicherungsaufnahme 30 beabstandet ist.

Bei einer Relativverstellung des Stoßfängers 3 parallel zur Fahrtrichtung 4 nach hinten, wird das Kühlergitter 2 durch die C-Kanäle 11,12 mitgenommen und dabei um seine Kippachse 8 gedreht. Bei bestimmten Konstellationen kann es dabei vorkommen, dass bei einer derartigen Bewegung der Rastkörper 23 aus seiner Rastaufnahme 25 herausbewegt wird. Dadurch ist das Kühlergitter 2 an seiner Unterseite 10 nach hinten zunächst nicht mehr am Stoßfänger 3 fixiert. Sobald sich jedoch das Kühlergitter 2 relativ zum Stoßfänger 3 weiterdreht, tritt der Fangabschnitt 29 in Aktion, indem er nun mit dem hinteren Rand 31 der Sicherungsaufnahme 30 zusammenwirkt und sich daran abstützt. Durch seine Erstreckung nach unten und nach hinten bildet der Fangabschnitt 29 zweckmäßig eine Art Greifer, der sich bei dieser Relativbewegung unter den hinteren Rand 31 der Sicherungsaufnahme 30 schiebt und diesen Rand 31 untergreift. Eine weitere Verdrehung oder Verschiebung der Unterseite 10 relativ zum Stoßfänger 3 nach hinten ist dann formschlüssig verhindert. Diese Maßnahme bewirkt, dass sich das Kühlergitter 2 nicht vollständig vom Stoßfänger 3 lösen kann, auch wenn der Rastkörper 23 durch eine unglückliche Konstellation von Relativverstellungen seine Rastfunktion verliert.


Anspruch[de]
  1. Kühlergitter-Stoßfänger-Anordnung eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens,

    – mit einem Kühlergitter (2), das in einem Ausgangszustand bezüglich der Fahrtrichtung (4) des Fahrzeugs an einer linken Außenseite (5) und an einer rechten Außenseite (6) jeweils einen abstehenden Lagerzapfen (7) aufweist,

    – wobei die beiden Lagerzapfen (7) konzentrisch zu einer horizontal und quer zur Fahrtrichtung (4) verlaufenden Kippachse (8) und zueinander fluchtend ausgerichtet sind und jeweils in einer am Stoßfänger (3) ausgebildeten Halterung (9) um die Kippachse (8) drehbar gelagert sind,

    – wobei Fixierelemente (11,12,23) vorgesehen sind, mit denen das Kühlergitter (2) im Ausgangszustand am Stoßfänger (3) festgelegt ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    – dass die Fixierelemente an einer Unterseite (10) des Kühlergitters (2) wenigstens einen bezüglich der Fahrtrichtung (4) nach vorn offenen, im Profil C-förmigen C-Kanal (11,12) aufweisen, der in eine in einer Oberseite (19) des Stoßfängers (3) ausgebildete, nach oben offene Kanalaufnahme (20) eingreift und im Ausgangszustand einen vorderen Rand (21) der Kanalaufnahme (20) oben, hinten und unten umgreift, so dass das Kühlergitter (2) an seiner Unterseite (10) nach vorn und in vertikaler Richtung am Stoßfänger (3) formschlüssig gehaltert ist,

    – dass die Fixierelemente an der Unterseite des Kühlergitters (2) wenigstens einen in vertikaler Richtung federnden Rastkörper (23) aufweisen, der im Ausgangszustand in eine nach oben offene, an der Oberseite (19) des Stoßfängers (3) ausgebildete Rastaufnahme (25) eingreift und sich an einem hinteren Rand (27) der Rastaufnahme (25) nach hinten abstützt, so dass das Kühlergitter (2) an seiner Unterseite (10) nach hinten am Stoßfänger (3) formschlüssig gehaltet ist,

    – wobei der oder die C-Kanäle (11,12) und der oder die Rastkörper (23) entlang einer Krümmung (28) des Kühlergitters (2) im wesentlichen nebeneinander angeordnet sind.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    – dass die Fixierelemente an der Unterseite (10) des Kühlergitters (2) wenigstens einen in vertikaler Richtung federnden Sicherungskörper (24) aufweisen, der einen nach unten abstehenden Fangabschnitt (29) aufweist, der im Ausgangszustand in eine an der Oberseite (19) des Stoßfängers (3) ausgebildete, nach oben offene Sicherungsaufnahme (30) eingreift und von einem hinteren Rand (31) der Sicherungsaufnahme (30) beabstandet ist,

    – wobei der Fangabschnitt (29) in vertikaler Richtung mindestens so tief in die Sicherungsaufnahme (30) eindringt wie der Rastkörper (23) in die Rastaufnahme (25),

    – wobei der oder die Sicherungskörper (24) und der oder die Rastkörper (23) und der oder die C-Kanäle (11,12) entlang der Krümmung (28) des Kühlergitters (2) im wesentlichen nebeneinander angeordnet sind.
  3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Rastkörper (23) und ein Sicherungskörper (24) direkt nebeneinander angeordnet sind, wobei die zugehörige Rastaufnahme (25) und die zugehörige Sicherungsaufnahme (30) durch eine gemeinsame Ausnehmung (32) in oder an der Oberseite (19) des Stoßfängers (3) ausgebildet sind.
  4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fangabschnitt (29) schräg nach unten und nach hinten abstehend in die Sicherungsaufnahme (30) eingreift.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet , dass der Sicherungskörper (24) als Sicherungslasche ausgebildet ist, die an ihrem vorderen Ende an der Unterseite (10) des Kühlergitters (2) angebracht ist.
  6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastkörper (23) als Rastlasche ausgebildet ist, die an ihrem vorderen Ende an der Unterseite (10) des Kühlergitters (2) angebracht ist.
  7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerzapfen (7) und/oder der oder die Rastkörper (23) und/oder der oder die Sicherungskörper (24) und/oder der oder die C-Kanäle (11,12) einstückig mit dem Kühlergitter (2) ausgebildet sind.
  8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einem C-Kanal (11,12) ein oberer Schenkel (14) des C-Profils (13) durch die Unterseite (10) des Kühlergitters (2) gebildet ist.
  9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einem C-Kanal (11,12) am oberen Schenkel (14) des C-Profils (13) wenigstens ein in den C-Kanal (11,12) hineinragender Vorsprung (17) ausgebildet ist, der im Ausgangszustand eine Spaltweite eines Spalts (22) definiert, der in vertikaler Richtung zwischen der Unterseite (10) des Kühlergitters (2) und der Oberseite (19) des Stoßfängers (3) ausgebildet ist.
  10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass bei einem mittig zum Kühlergitter (2) angeordneten C-Kanal (11) an einer dem C-Kanal (11) nach hinten begrenzenden Basis (16) des C-Profils (13) ein mittig zum Kühlergitter (2) positionierter, in den C-Kanal (11) hineinragender Zentriervorsprung (18) ausgebildet ist, der im Ausgangszustand in eine mittig zum Stoßfänger (3) am vorderen Rand (21) der zugehörigen Kanalaufnahme (20) ausgebildete Zentrieraussparung eingreift und das Kühlergitter (2) mittig zum Stoßfänger (3) ausrichtet.
  11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein mittig angeordneter C-Kanal (11) und wenigstens zwei äußere C-Kanäle (12) vorgesehen sind.
  12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoßfänger (3) an seiner Oberseite (19) einen nach hinten abstehenden Kragen (33) aufweist, der sich entlang der Unterseite (10) des Kühlergitters (2) erstreckt und die Aufnahmen (20,25,30) enthält, die als Durchbrüche ausgebildet sind.
  13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die C-Kanäle (11,12) und der oder die Rastkörper (23) und gegebenenfalls der oder die Sicherungskörper (24) in einer Ansicht von oben nach unten im wesentlichen innerhalb der Kontur einer untersten Rippe (34) des Kühlergitters (2) angeordnet sind.
  14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoßfänger (3) oder eine die Oberseite (19) des Stoßfängers (3) aufweisende Stoßfängerverkleidung reversibel verformbar ausgebildet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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