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Dokumentenidentifikation DE10221458A1 18.03.2004
Titel Vorrichtung zur Ummantelung von Rohrbögen
Anmelder Otte Kunststofftechnik GmbH, 21680 Stade, DE
Erfinder Otte, Bernd, 21680 Stade, DE
Vertreter Patentanwälte HANSMANN-KLICKOW-HANSMANN, 22767 Hamburg
DE-Anmeldedatum 15.05.2002
DE-Aktenzeichen 10221458
Offenlegungstag 18.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.2004
IPC-Hauptklasse B29C 63/18
IPC-Nebenklasse B29C 45/14   
Zusammenfassung Die Vorrichtung dient zur Ummantelung von Rohrbögen und umgibt einen zur Aufnahme des Rohrbogens vorgesehenen Innenraum mit einer Mantelwandung. Die Mantelwandung ist in einen Innenbogen und einen Außenbogen unterteilt, die sich mindestens bereichsweise im Bereich von Innenstegen überdecken. Die Mantelwandung ist aus einem Kunststoff ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ummantelung von Rohrbögen, die einen zur Aufnahme des Rohrbogens vorgesehenen Innenraum mit einer Mantelwandung umgibt.

Derartige Vorrichtungen werden beispielweise im Bereich von chemischen Anlagen verwendet, um isolierte Rohrleitungen gegenüber von Witterungseinflüssen zu schützen, insbesondere um ein Eindringen von Regenwasser in den Bereich einer Rohrisolierung zu verhindern. Es ist bereits bekannt, derartige Ummantelungen sowohl aus Metall als auch aus Kunststoff auszubilden. Metallische Vorrichtungen bestehen in der Regel aus einer Mehrzahl von streifenförmigen Metallsegmenten, die jeweils ringförmig gebogen werden und die über Randprofile miteinander verbunden sind. Derartige Vorrichtungen sind zum einen relativ teuer in der Herstellung, darüber hinaus entsteht ein zeitintensiver Montageaufwand.

Aus Kunststoff ausgebildete Vorrichtungen bestehen typischerweise aus aufgeschlitzten bogenförmigen Elementen, die aufgrund einer Wandungsflexibilität aufgebogen und über die zu ummantelnden Rohrbögen aufgeschoben werden können. Das Aufbiegen der bogenförmigen Elemente erfordert eine erhebliche manuelle Kraft, darüber hinaus besteht im Bereich des Längsschlitzes eine Verletzungsgefahr für das Montagepersonal. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß im Bereich des Längsschlitzes nach einer Montage nur eine ungenügende Abdichtung gegenüber von Witterungseinflüssen bereitgestellt werden kann.

Ein nachträgliches Versehen von Ummantelungen aus Kunststoff mit zusätzlichen Deckschichten weist den Nachteil auf, daß weder eine ausreichende Aushärtung der aufgetragenen Materialschichten noch eine zufriedenstellende Oberflächenqualität erreicht werden kann.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten Art derart zu konstruieren, daß sowohl eine preiswerte Herstellung als auch ein verringerter Montageaufwand bei gleichzeitig hoher Gebrauchsqualität erreicht werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mantelwandung in einen Innenbogen und einen Außenbogen unterteilt ist, die sich mindestens bereichsweise im Bereich von Innenstegen überdecken und daß die Mantelwandung aus Kunststoff ausgebildet ist.

Die Unterteilung der Mantelwandung in einen Innenbogen und einen Außenbogen unterstützt sowohl eine einfache Herstellung durch einfache Formgeometrie als auch eine einfache und mit geringem Zeitaufwand durchzuführende Montage, da der Innenbogen und der Außenbogen lediglich zusammengesteckt werden müssen. Die Konstruktion der Bögen aus Kunststoff unterstützt ebenfalls eine einfache Herstellbarkeit sowie ein geringes Baugewicht und eine langandauernde Witterungsbeständigkeit.

Eine typische Gestaltung besteht darin, daß sowohl der Innenbogen als auch der Außenbogen mit einem u-förmigen Querschnittprofil versehen sind.

Zur Ummantelung von typischen Rohrbogenverläufen erweist es sich als vorteilhaft, daß sowohl der Innenbogen als auch der Außenbogen mit einem gerundeten Querschnittprofil versehen sind.

Insbesondere ist daran gedacht, daß sowohl der Innenbogen als auch der Außenbogen mit einem halbkreisähnlichen Querschnittprofil versehen sind.

Zur Unterstützung der Verhinderung eines Eindringens von Umgebungsfeuchtigkeit wird vorgeschlagen, daß die Innenstege am Außenbogen angeformt sind.

Gemäß einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Innenstege am Innenbogen angeformt sind.

Eine einfache Montierbarkeit und Demontierbarkeit wird dadurch unterstützt, daß der Innenbogen von mechanischen Verbindungselementen mit dem Außenbogen verbindbar ist.

Eine andere Montagevariante besteht darin, daß der Innenbogen mit dem Außenbogen verklebbar ist.

Besonders ausgeprägte schmutzabweisende Eigenschaften können dadurch bereitgestellt werden, daß die Mantelwandung eine glatte Oberfläche aufweist.

Gemäß einem typischen Herstellungsvorgang ist vorgesehen, daß die Mantelwandung eine Oberflächenschicht aufweist, die bei einem vorhergehenden Fertigungsschritt in eine Form eingespritzt ist.

Insbesondere ist daran gedacht, daß die Oberflächenschicht als eine Farbschicht ausgebildet ist.

Eine hohe Produktqualität mit reproduzierbaren Materialeigenschaften wird dadurch unterstützt, daß die Mantelwandung eine Tragschicht aufweist, die in einem vorhergehenden Fertigungsschritt in eine Form eingespritzt ist.

Eine langanhaltende Einsatzfähigkeit kann dadurch erreicht werden, daß die Mantelwandung in einer Form nach einem Einspritzen mindestens eines Ausgangsmaterials ausgehärtet ist.

In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:

1 Eine Seitenansicht einer bogenförmigen Ummantelung,

2 eine Seitenansicht des Außenbogens gemäß 1,

3 eine Darstellung des Außenbogens gemäß Blickrichtung III in 2,

4 eine Seitenansicht des Innenbogens gemäß 1,

5 eine Darstellung des Innenbogens gemäß Blickrichtung V in 4,

6 einen Vertikalschnitt durch die Ummantelung gemäß 1 in einem Montagezustand auf einem isolierten Rohr,

7 eine Seitenansicht gemäß Blickrichtung VII in 1,

8 eine Seitenansicht einer gegenüber 1 abgewandelten bogenförmigen Ummantelung, bei der eine modifizierte Überdeckung des Innenbogens und des Außenbogens realisiert ist,

9 eine Seitenansicht des Außenbogens gemäß 8,

10 eine Seitenansicht des Außenbogens gemäß Blickrichtung X in 9,

11 eine Seitenansicht des Innenbogens gemäß 8,

12 eine Seitenansicht des Innenbogens gemäß Blickrichtung XII in 11 und

13 eine Seitenansicht gemäß Blickrichtung XIII in 8.

Die Vorrichtung zur Ummantelung besteht gemäß der Ausführungsform in 1 aus einem Innenbogen (1) sowie einem Außenbogen (2). Der Innenbogen (1) und der Außenbogen (2) stellen gemeinsam eine bogenartige Mantelwandung (3) bereit. Der Innenbogen (1) und der Außenbogen (2) weisen jeweils eine u-förmige Querschnittkontur auf, insbesondere ist an ein gerundetes U-Profil bzw. an ein Profil ähnlich zu einem Halbkreis oder einem Halboval gedacht.

Zur Bereitstellung einer ausreichenden Beständigkeit gegenüber einem Eindringen von Umgebungsfeuchtigkeit sind der Innenbogen (1) und der Außenbogen (2) derart angeordnet, daß eine Überdeckung (4) bereitgestellt ist. Bei der Ausführungsform gemäß 1 ist die Überdeckung (4) durch Innenstege (5) realisiert, die am Innenbogen (1) angeformt sind.

2 zeigt den Außenbogen (2) gemäß 1. Aus der Darstellung in 3 ist erkennbar, daß bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Außenbogen (2) ein Querschnittprofil ähnlich zu einem Halbkreis aufweist.

4 veranschaulicht den Innenbogen (1) mit Innensteg (5) und aus 5 ist erkennbar, daß auch der Innenbogen (1) ein Querschnittprofil ähnlich zu einem Halbkreis aufweist.

Darüber hinaus veranschaulicht 5, daß die Innenstege (5) über Absätze (6) in den vom Innenbogen (1) bereitgestellten Teil der Mantelwandung (3) übergeleitet sind. Die Absätze (6) ermöglichen die Bereitstellung der Überdeckung (4) bei im wesentlichen kontinuierlich verlaufender äußerer Kontur der Mantelwandung (3).

6 zeigt einen Vertikalschnitt durch die Mantelwandung (3) nach einer Montage im Bereich eines Rohrbogens (7), der von einer Isolierung (8) umgeben ist. Die Isolierung (8) kann beispielsweise aus Mineralfasern oder schaumartigen Materialien bestehen.

7 veranschaulicht, daß von der Mantelwandung (3) ein Innenraum (9) mit etwa kreisförmiger Querschnittfläche begrenzt wird, der zur Aufnahme des Rohrbogens (7) sowie der Isolierung (8) vorgesehen ist.

8 zeigt eine gegenüber 1 abgewandelte Ausführungsform der Mantelwandung (3). Bei dieser Ausführungsform sind die Innenstege (5) am Außenbogen (2) und nicht am Innenbogen (1) angeformt. Hierdurch kann entlang der äufleren Oberfläche des Innenbogens (1) entlanglaufende Feuchtigkeit nicht in den Außenbogen (2) eindringen. Die Mantelwandung (3) gemäß 1 ist insbesondere daf&udiagr;r geeignet, einen Rohrbogen (7) zu umschließen, der ein vertikales Rohr in ein oberes wagerechtes Rohr überleitet. Die Ausführungsform gemäß 8 ist zur Ummantelung eines Rohrbogens (7) geeignet, der ein unteres horizontales Rohr in ein vertikales Rohr überleitet.

9 veranschaulicht den Außenbogen (2) gemäß 8 mit angeformtem Innensteg (5). Aus der Seitenansicht gemäß 10 ist erkennbar, daß auch der Außenbogen (2) gemäß 8 und 9 eine Querschnittkontur ähnlich zu einem Halbkreis aufweist.

11 zeigt den Innenbogen (1) gemäß 8 und die Seitenansicht in 12 veranschaulicht, daß auch hier der Innenbogen (1) eine Querschnittkontur ähnlich zu einem Halbkreis aufweist.

13 veranschaulicht noch einmal, daß der Außenbogen (2) mit den Innenstegen (5) in den Innenbogen (1) eingreift. Über Absätze (6) ist hier eine stufige Überleitung der Innenstege (5) in den Außenbogen (2) realisiert.

Eine Herstellung der Mantelwandung (3) kann beispielsweise derart erfolgen, daß in eine Form aus einem Glasfaserkunststoff nach Aufbringen eines geeigneten Trennmittels zunächst eine Farb- oder Deckschicht eingespritzt wird. Anschließend erfolgt ein Einspritzen des Tragmaterials, das aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff ausgebildet sein kann. Die eingespritzten Materialien werden in der Form dann ausgehärtet. Dies erfolgt t:ypischerweise bei einer Temperatur von ca. 80°C. Nach einem Abschluß des Aushärtungsvorganges und einer Entformung werden Innenbögen (1) und Außenbögen (2) bereitgestellt, die eine qualitativ hochwertige glatte Oberfläche aufweisen und mit einer guten Witterungsbeständigkeit versehen sind. Darüber hinaus liegt auch in optischer Hinsicht ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild vor.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Ummantelung von Rohrbögen, die einen zur Aufnahme des Rohrbogens vorgesehenen Innenraum mit einer Mantelwandung umgibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelwandung in einen Innenbogen (1) und einen Außenbogen (2) unterteilt ist, die sich mindestens bereichsweise im Bereich von Innenstegen (5) überdecken und daß die Mantelwandung (3) aus Kunststoff ausgebildet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Innenbogen (1) als auch der Außenbogen (2) mit einem u-förmigen Querschnittprofil versehen sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Innenbogen (1) als auch der Außenbogen (2) mit einem gerundeten Querschnittprofil versehen sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Innenbogen (1) als auch der Außenbogen (2) mit einem halbkreisähnlichen Querschnittprofil versehen sind.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenstege (5) am Außenbogen (2) angeformt sind.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenstege (5) am Innenbogen (1) angeformt sind.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbogen (1) von mechanischen Verbindungselementen mit dem Außenbogen (2) verbindbar ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbogen (1) mit dem Außenbogen (2) verklebbar ist.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelwandung (3) eine glatte Oberfläche aufweist.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelwandung (3) eine Oberflächenschicht aufweist, die bei einem vorhergehenden Fertigungsschritt in eine Form eingespritzt ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenschicht als eine Farbschicht ausgebildet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelwandung (3) eine Tragschicht aufweist, die in einem vorhergehenden Fertigungsschritt in eine Form eingespritzt ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelwandung (3) in einer Form nach einem Einspritzen mindestens eines Ausgangsmaterials ausgehärtet ist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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