Warning: fopen(111data/log202007090855.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Verbauelemente zum Verbau von Rohr- oder Kabelgräben im Erdreich - Dokument DE10239365A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10239365A1 18.03.2004
Titel Verbauelemente zum Verbau von Rohr- oder Kabelgräben im Erdreich
Anmelder Umformtechnik Stade GmbH, 21684 Stade, DE
Erfinder Pape, Jürgen, 21723 Hollern-Twielenfleth, DE
Vertreter Gosch und Kollegen, 20095 Hamburg
DE-Anmeldedatum 28.08.2002
DE-Aktenzeichen 10239365
Offenlegungstag 18.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.2004
IPC-Hauptklasse E02D 17/08
Zusammenfassung Verbauelemente zum Verbau von Rohr- und Kabelgräben im Erdreich, die das Erdreich in Querrichtungen der Gräben abstützen, die jeweils aus einem Seitenkräfte aufnehmenden in Sicken (2) versehenen Blech (1) bestehen, an dessen einer senkrecht zu den Sicken (2) verlaufenden Seitenkante ein Rohr (3) angeordnet ist und an dessen gegenüberliegender Seite ein Schlitzrohr (4) vorgesehen ist, das einen in seiner Längsrichtung über seine gesamte Länge verlaufenden Schlitz (5) aufweist. Dabei hat das Rohr (3) einen Außendurchmesser, der geringer ist als ein Innendurchmesser des Schlitzrohres (4), und zwar um ein Maß, dass es Verschmutzungen oder Handhabungen zulassendes Spiel aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Verbauelemente zum Verbau von Rohr- oder Kabelgräben im Erdreich mit das Erdreich in Querrichtungen abstützenden Verbauelementen.

Für die im Erdreich zur verlegenden Rohrleitungen und Erdkabel sind Rohr- bzw. Kabelgräben zu erstellen. Dies kann entweder von Hand oder mit Maschinen erfolgen. Dabei können die Bodenverhältnisse von standfester, rolliger oder fließender Beschaffenheit sein.

Rollige und/oder fließende Böden müssen verbaut werden, um in der notwendigen Verlegebreite und Verlegetiefe eine Trasse für eine einwandfreie Verlegung der Kabel, Rohre und dergleichen zu schaffen. Mit dem Verbau wird ein Nachrutschen des anstehenden Bodens verhindert und das im Graben arbeitende Personal gegen Verletzungen und Verschüttungen geschützt.

Rolliger und/oder fließender Boden ist bei Arbeiten in oberflächenbefestigten Straßen und Wegen auch deshalb zu verbauen, da dann die Oberflächenarbeiten nach der Verlegung von Rohren und Kabeln und ähnlichen minimiert werden können.

Herkömmliche Verbauplatten (Verbauelementsysteme) bestehen aus separaten Führungsschienen, Platten und Verbindungselementen, wobei insbesondere die Platten schwer sind und dadurch eine manuelle Aufstellung erheblich einschränken. Darüber hinaus lassen sich diese Verbauplatten nur sehr bedingt in kurven- oder polygonzugähnliche Gräben verbauen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein leichtes, manuell verbaubares, höhenkombinierbares und kurven- bzw. polygonzuggeeignetes System von Vorrichtungen zum Verbau von Rohr- oder Kabelgräben im Erdreich herzustellen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jedes Verbauelement aus einem Seitenkräfte aufnehmenden gesickten Blech besteht, an dessen einer senkrecht zu den Sicken verlaufenden Seitenkante ein Rohr angeordnet ist und an dessen gegenüberliegender Seitenkante ein Schlitzrohr vorgesehen ist, das einen in seiner Längsrichtung über seine gesamte Länge verlaufenden Schlitz aufweist.

Die Verbauelemente können in der Weise leicht von Hand in einen hergestellten Graben eingesenkt und dadurch miteinander verbunden werden, dass das Schlitzrohr des einen Verbundelementes über das Rohr des anderen hinübergeschoben wird und auf diese Weise eine Aneinanderreihung von Verbauelementen ohne Verwendung von schwerem Hebezeug möglich ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, den Schlitz des Schlitzrohres außerhalb einer Ebene des gesickten Bleches anzuordnen, um auf diese Weise einen Winkel zwischen zwei einander benachbarten Verbundelementen herzustellen. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das gesickte Blech auch benachbart zu dem Rohr und dem Schlitzrohr in einem Winkel verlaufen, so dass auf diese Weise ebenfalls ein kurvenförmiger Verlauf der Verbundelemente bzw. des Grabens ermöglicht wird. Sofern der Winkel im Bereich eines Rohres oder Schlitzrohres ein rechter Winkel ist, kann auf diese Weise auch eine nuadratische oder rechteckig geformte Baugrube hergestellt werden.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung sowie den beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.

In den Zeichnungen zeigen:

1: Ein Verbauelement in Seitenansicht;

2: eine Draufsicht auf ein Verbauelement gem. 1;

3: eine Draufsicht auf eine Aneinanderreihung von drei Verbauelementen;

4: eine Seitenansicht von zwei übereinander anzuordnenden Verbauelementen mit Verbindungselementen;

5: eine Draufsicht auf eine Verbindungsstelle zwischen zwei Verbauelementen;

6: eine Draufsicht auf vier Verbauelemente mit Schlitzen, die im Winkel

zur Ebene der gesickten Bleche der Bauelemente verlaufen und

7: eine Draufsicht auf vier Verbauelemente, von denen jeweils zwei mit Abkantungen benachbart zu den Rohren und Schlitzrohrer versehen sind.

Ein erfindungsgemäßes Verbauelement besteht im wesentlichen aus einem mit geschlossenen Sicken 2 versehenen Blech 1, das an seiner einen senkrecht zu den Sicken 2 verlaufenden Außenkante mit einem Rohr 3 und an dessen gegenüberliegenden Kante mit einem Schlitzrohr 4 versehen ist, das einen in seiner Längsrichtung über seine gesamte Länge verlaufenden Schlitz 5 aufweist. Das Rohr 3 hat einen Außendurchmesser, der geringer ist als ein Innendurchmesser des Schlitzrohres 4. Der Außendurchmesser des Rohres 3 weist gegenüber dem Innendurchmesser des Schlitzrohres 4 ein Verschmutzungen oder Handhabungen zulassendes Spiel auf.

Der Schlitz 5 des Schlitzrohres 4 weist eine lichte Weite auf, die größer ist als eine Materialstärke des gesickten Bleches 1. Benachbart zum Rohr 3 und zum Schlitzrohr 4 verläuft das gesickte Blech 1 mit planparallelen Außenkantenflächen.

Die lichte Weite des Schlitzes 5 weist ein mehrfaches der Stärke des gesickten Bleches 1 auf. Dabei kann der Schlitz 5 an einer dem gesickten Blech 1 abgewandten Seite des Bleches 1 verlaufen. Der Schlitz 5 kann aber auch im Winkel zur Ebene des gesickten Bleches 1 verlaufen. Das Schlitzrohr 4 und/oder das Rohr 3 können über eine Abkantung 6 mit dem Blech 1 verbunden sein.

Das Schlitzrohr 4 weist an einer Längskante 7 des Schlitzes 5 eine diese umgreifende Gummidichtung 8 auf, die sich über die gesamte Länge der Längskante 7 erstreckt.

Es sind jeweils Verbindungselemente 9 vorgesehen, die jeweils aus zwei miteinander fluchtenden Zapfen 10, 11 bestehen, zwischen denen ein Ringflansch 12 angeordnet ist. Die Zapfen 10, 11 sind jeweils den Innendurchmessern des Rohres 3 und des Schlitzrohres 4 angepaßt und der Ringflansch 12 verhindert ein zu weites Eindringen des Verbindungselementes 9 in das Rohr 3 oder Schlitzrohr 4.

Die erfindungsgemäßen Verbauelemente werden wie folgt eingesetzt:

Nachdem ein Graben von Hand oder mit einer Maschine ausgehoben worden ist, wird ein Verbauelement gegen das abzustützende Erdreich angelehnt und ein zweites Verbauelement in der Weise mit ihm verbunden, dass das Schlitzrohr 4 über das Rohr 3 übergeschoben wird, bis die beiden einander benachbarten Verbauelemente sich in gleicher Höhe befinden. Auf der gegenüberliegenden Seite des hergestellten Grabens werden in gleicher Weise Verbauelemente eingesetzt und mit handelsüblichen Komponenten in Querrichtungen des Grabens gegeneinander abgestützt.

Dadurch, dass der dem Rohr 3 benachbarte Bereich des Bleches 1 gegen die Längskante 7 des Schlitzrohres 4 des benachbarten Verbauelementes gedrückt wird, wird Oberflächenwasser daran gehindert, in den Graben einzudringen. Um eine möglichst vollständige Abdichtung zu erreichen, kann auch eine Gummidichtung 8 auf die Längskante 7 des Schlitzes 5 aufgesetzt werden, die sich über seine gesamte Länge erstreckt und die so definiert ist, dass die Funktion der Dichtung mit der Höhe der auf sie einwirkenden Wassersäule ansteigt.

Durch die Auswahl der lichten Weite des Schlitzes 5 kann es ermöglicht werden, dass die Verbauelemente in begrenztem Umfange im Winkel zueinander verlegt werden können. Für den Fall, dass größere Winkel, möglicherweise auch rechte Winkel vorgesehen werden sollen, kann entweder der Schlitz 5 des Schlitzrohres im Winkel zur Ebene des Bleches 1 verlaufen oder aber das Schlitzrohr 4 und/oder das Rohr 3 können über Abkantungen 6 mit dem Blech 1 verbunden sein.

Für den Fall, dass ein tieferer Graben eine entsprechend höhere Abstützung erfordert, können auch jeweils zwei oder mehr Verbundelemente übereinander angeordnet werden, wobei jeweils zwischen die Verbauelemente Verbindungselemente 9 eingesetzt werden können, deren Zapfen 10, 11 jeweils in die Rohre 3 und Schlitzrohre 4 eingeschoben werden können, wobei der zwischen den Zapfen 10, 11 angeordnete Ringflansch 12 ein zu weites Eindringen der Verbindungselemente 9 in die Rohre 3 oder Schlitzrohre 4 verhindert.

Da der Verbau des Grabens von Hand und ohne aufwendige Hebezeuge durchgeführt werden soll, haben die Verbauelemente vorzugsweise die Abmessungen von 1.000 × 800 mm, es sind jedoch auch andere Abmessungen denkbar, soweit sie entsprechend handhabbar sind.

Durch die Bereitstellung einer Vielzahl von Verbauelementen gem. der Erfindung und in entsprechender Auswahl und Ausgestaltung hinsichtlich der erforderlichen Winkel des Verbaues kann ein multifunktionales Verbausystem geschaffen werden, das preiswert in der Herstellung und einfach in der Handhabung ist.


Anspruch[de]
  1. Verbauelemente zum Verbau von Rohr- oder Kabelgräben im Erdreich, die das Erdreich in Querrichtungen der Gräben abstützen, dadurch gekennzeichnet, dass sie jeweils aus einem Seitenkräfte aufnehmenden mit Sicken (2) versehenen Blech (1) bestehen, an dessen einer senkrecht zu den Sicken (2) verlaufenden Seitenkante ein Rohr (3) angeordnet ist und an dessen gegenüberliegender Seite ein Schlitzrohr (4) vorgesehen ist, das einen in seiner Längsrichtung über seine gesamte Länge verlaufenden Schlitz (5) aufweist.
  2. Verbauelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (3) einen Außendurchmesser aufweist, der geringer als ein Innendurchmesser des Schlitzrohres (4) ist.
  3. Verbauelemente nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser des Rohres (3) gegenüber dem Innendurchmesser des Schlitzrohres (4) ein Verschmutzungen oder Handhabungen zulassendes Spiel aufweist.
  4. Verbauelemente nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (5) des Schlitzrohres (4) eine lichte Weite aufweist, die größer als eine Materialstärke des gesickten Bleches (1) ist, das benachbart zum Rohr (3) und zum Schlitzrohr (4) planparallele Außenkantenflächen aufweist.
  5. Verbauelemente nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Weite des Schlitzes 5 ein mehrfaches der Stärke des gesickten Bleches (1) aufweist.
  6. Verbauelemente nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (5) auf einer dem gesickten Blech (1) abgewandten Seite des Schlitzrohres (4) verläuft.
  7. Verbauelemente nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (5) im Winkel zur Ebene des gesickten Bleches (1) verläuft.
  8. Verbauelemente nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlitzrohr (4) und/oder das Rohr (3) über jeweils eine Abkanntung mit dem Blech (1) verbunden sind.
  9. Verbauelemente nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlitzrohr (4) an einer Längskante (7) des Schlitzes (5) mit einer diese umgreifenden Gummidichtung (8) versehen ist, die sich über die gesamte Länge der Längskante (7) erstreckt.
  10. Verbauelemente nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungselemente (9) vorgesehen sind, die jeweils aus zwei miteinander fluchtenden Zapfen (10, 11) bestehen, zwischen denen ein Ringflansch (12) angeordnet ist.
  11. Verbauelemente nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen (10, 11) den Innendurchmessern des Rohres (3) und des Schlitzrohres (4) angepaßt sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com