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Dokumentenidentifikation DE10239445A1 18.03.2004
Titel Transportanlage für im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl. Holzwerkstoffplatten eine Pressenanlage durchlaufende Transportsiebe
Anmelder Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH & Co. KG, 47803 Krefeld, DE
Erfinder Burckhardt, Ralf, Dipl.-Ing., 47800 Krefeld, DE;
Wollny, Klaus, Dipl.-Ing., 47803 Krefeld, DE;
Schmitz, Christoph, Dipl.-Ing., 47647 Kerken, DE
Vertreter Honke und Kollegen, 45127 Essen
DE-Anmeldedatum 28.08.2002
DE-Aktenzeichen 10239445
Offenlegungstag 18.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.2004
IPC-Hauptklasse B27N 3/16
IPC-Nebenklasse B27N 3/22   B65G 45/22   
Zusammenfassung Es handelt sich um eine Transportanlage für im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten eine Pressenanlage durchlaufende Transportsiebe für den Transport von Streugutmatten, mit einem Siebvorlauf für die mit Streugutmatten belegten Transportsiebe und mit einem Siebrücklauf für leere Transportsiebe. Die Transportanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Siebrücklauf und dem Siebvorlauf zumindest eine Siebreinigungsvorrichtung mit zumindest einer Siebeinweichstation zum Einweichen der Transportsiebe in oder mit einem Reinigungsmedium angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Transportanlage für im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten eine Pressenanlage durchlaufende Transportsiebe für den Transport von Streugutmatten, mit einem Siebvorlauf für die mit Streugutmatten belegten Transportsiebe und mit einem Siebrücklauf für leere Transportsiebe. Dabei bilden der Siebvorlauf und der Siebrücklauf Transportlinien aus z. B. Transportbändern mit Mitnehmern für die Siebzugleisten aufweisenden Transportsiebe. Die Pressenanlage besteht regelmäßig aus einer Beschickvorrichtung, einer Etagenpresse, insbes. Mehretagenpresse und einer Entleervorrichtung.

Ein ständiges Problem bereitet bei derartigen Transportanlagen neben dem Rücktransport von leeren Transportsieben vom Siebrücklauf an den Siebvorlauf, die Reinigung der Transportsiebe nach dem Pressvorgang, bevor diese wieder neue Streugutmatten übernehmen. Bei den Transportsieben handelt es sich beispielsweise um Stahlsiebe bzw. Gussstahlgewebe. Diese sind nach dem Entleeren regelmäßig mit Anbackungen bzw. Leim verunreinigt. Es ist daher bekannt, die verunreinigten Transportsiebe vollständig aus der Transportanlage zu entfernen und diese in separaten Vorrichtungen mit einem Reinigungsmedium zu behandeln oder auch mit beispielsweise einem Brenner auszuglühen und/oder ggf. abzuklopfen. Derartige Vorrichtungen ermöglichen eine zufriedenstellende Reinigung der Transportsiebe jedoch allenfalls im Zuge einer Betriebsunterbrechung. Derartige Betriebsunterbrechungen sind zeit- und kostenaufwendig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportanlage für im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten eine Pressenanlage durchlaufende Transportsiebe der eingangs beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, welche bei kontinuierlichem Betrieb und folglich ohne Betriebsunterbrechungen eine einwandfreie Reinigung der Transportsiebe ermöglicht.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Transportanlage dadurch gelöst, dass zwischen dem Siebrücklauf und dem Siebvorlauf zumindest eine Siebreinigungsvorrichtung mit zumindest einer Siebeinweichstation zum Einweichen der Transportsiebe in oder mit einem Reinigungsmedium angeordnet ist. – Diese Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, dass das Reinigen der verschmutzten Transportsiebe nicht länger in einer separaten Reinigungsanlage erfolgen muss, sondern, dass eine geeignete Siebreinigungsvorrichtung in die Transportanlage zwischen Siebrücklauf und Siebvorlauf integriert ist, so dass bei gleichsam kontinuierlichem Betrieb und folglich ohne Betriebsunterbrechungen eine einwandfreie Reinigung der Transportsiebe erfolgt. Dabei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, dass es nicht nur zweckmäßig ist, eine Siebreinigungsvorrichtung in die Transportanlage zu integrieren, sondern dass es zudem zweckmäßig ist, wenn diese Siebreinigungsvorrichtung zumindest eine Siebeinweichstation zum Einweichen der Transportsiebe aufweist. Denn Verschmutzungen durch Prozessmaterial lassen sich umso leichter entfernen, je länger sie mit Wasser bzw. dem Einweichmedium in Berührung kommen. Im Rahmen der Erfindung besteht folglich die Möglichkeit, die Transportsiebe mit den Verunreinigungen in der Siebeinweichstation während einer vorgegebenen Einweichzeit dem Reinigungsmedium auszusetzen, so dass eine einwandfreie und zudem schonende Entfernung der Verschmutzungen ohne Betriebsunterbrechungen möglich ist.

Nach bevorzugter Ausführungsform schlägt die Erfindung vor, dass zwischen dem Siebrücklauf und dem Siebvorlauf zumindest eine Siebschleuse und eine Siebübernahme angeordnet sind, wobei die Siebreinigungsvorrichtung zwischen der Siebschleuse und der Siebübernahme angeordnet ist und wobei in der Siebschleuse wahlweise Transportsiebe aus dem Siebrücklauf ausschleusbar sind, die ausgeschleusten Transportsiebe der Reinigungsvorrichtung zuführbar sind und die gereinigten Transportsiebe an die Siebübernahme übergebbar sind, wobei die Siebübernahme die Transportsiebe an den Siebvorlauf abgibt. In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, wenn zwischen dem Siebvorlauf und dem Siebrücklauf eine der Siebschleuse nachgeschaltete oder vorgeschaltete Siebübergabe angeordnet ist, wobei die Siebübergabe nicht ausgeschleuste oder nicht auszuschleusende (d. h. nicht gereinigte bzw. nicht zu reinigende) Transportsiebe von dem Siebrücklauf abnimmt und unmittelbar (d. h. ohne die Reinigungsvorrichtung zu durchlaufen) an die Siebübernahme abgibt. Folglich besteht zunächst einmal die Möglichkeit, die von der Pressenanlage zurück transportierten leeren Transportsiebe über die Siebübergabe und die Siebübernahme kontinuierlich und störungsfrei von dem Siebrücklauf an den Siebvorlauf zu übergeben, und zwar ohne dass zeit- und kostenaufwendige Betriebsunterbrechungen erforderlich sind. Darüber hinaus wird im Rahmen der Erfindung ermöglicht, dass wahlweise ein Teil der leeren Transportsiebe (oder auch alle Transportsiebe) über die Siebschleuse aus der eigentlichen Rückführung ausgekoppelt und der (kontinuierlich arbeitenden) Reinigungsvorrichtung zugeführt werden. Nach erfolgter Reinigung werden die ausgeschleusten Transportsiebe dann wieder (automatisch und kontinuierlich) der Siebübernahme zugeführt, von wo aus sie den Siebvorlauf erreichen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, ein Transportsieb nach jedem zweiten Pressvorgang einer vollständigen Reinigung zu unterziehen. Das Ein- und Ausschleusen geschieht dann automatisch und z. B. im halben Anlagentakt. Die Einweichstation der Siebreinigungsvorrichtung kann dabei so eingerichtet sein, dass eine ausreichende Einweichzeit von beispielsweise 5 min gewährleistet ist, ohne dass Betriebsunterbrechungen erforderlich sind. Bei dem Reinigungsmedium kann es sich um Kaltwasser oder Warmwasser ggf. unter Zusatz eines Reinigungs- bzw. Waschmittels handeln.

Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung weist die Siebreinigungsvorrichtung zumindest einen Siebreinigungs-Kettenförderer auf, welcher parallel umlaufende Siebreinigungsketten mit Mitnehmern für die Transportsiebe aufweist. Die zu reinigenden Transportsiebe werden folglich automatisch von dem Siebvorlauf ggf. über die Siebschleuse an den Siebreinigungs-Kettenförderer übergeben und durchlaufen dann die Einweichstation. D. h., die zu reinigenden Transportsiebe werden automatisch, einzeln und nacheinander in die Siebreinigungsketten eingehängt und dann durch die Einweichstation gezogen. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Siebschleuse zumindest einen vorzugsweise in vertikaler Orientierung mit vorgegebener Neigung angeordneten Ausschleus-Kettenförderer aufweist, welcher parallel umlaufende Ausschleusketten mit Mitnehmern für die Transportsiebe aufweist und die wahlweise von dem Siebrücklauf abgenommenen Transportsiebe an die Reinigungsvorrichtung bzw. den Siebreinigungs-Kettenförderer übergibt. Außerdem kann zwischen der Siebreinigungsvorrichtung bzw. dem Siebreinigungs-Kettenförderer und der Siebübernahme ein Siebeinschleus-Kettenförderer angeordnet sein, welcher parallel umlaufende Einschleusketten mit Mitnehmern für die Transportsiebe aufweist und die gereinigten Transportsiebe von der Siebreinigungsvorrichtung bzw. dem Siebreinigungs-Kettenförderer an die Siebübernahme abgibt. Insgesamt wird stets eine einwandfreie und automatische Übergabe der Transportsiebe vom Rücklauf an die Siebübernahme erreicht, und zwar entweder (unmittelbar) über die Siebübergabe oder über die Siebschleuse und die Siebreinigungsvorrichtung.

Weitere Maßnahmen der Erfindung sind im Folgenden aufgeführt. So sieht die Erfindung vor, dass die Einweichstation zumindest ein Einweichbecken mit dem Reinigungsmedium aufweist, welches von den zu reinigenden Transportsieben durchlaufen wird. Es besteht aber auch alternativ oder zusätzlich die Möglichkeit, dass die Einweichstation eine oder mehrere Berieselungseinrichtungen bzw. Sprenklereinrichtungen aufweist, mit welchen sich das Reinigungsmedium auf die durchlaufenden Transportsiebe aufbringen lässt. Nach bevorzugter Ausführungsform ist in der Einweichstation eine Kombination aus einerseits Einweichbecken, andererseits Berieselungseinrichtung (en) vorgesehen. Die Transportsiebe werden folglich automatisch, einzeln und nacheinander in die Siebreinigungsketten bzw. deren Mitnehmer eingehängt und dann mit vorgegebener Geschwindigkeit und folglich über einen vorgegebenen Einweichzeitraum durch die Einweichstation, welche aus Einweichbecken bzw. Tauchbecken und/oder einer Berieselungseinrichtung bzw. Sprenkleranlage besteht, gezogen. Länge der Siebreinigungsketten, Geschwindigkeit und Länge der Einweichstation sind so eingerichtet, dass die gewünschte Einweichzeit von 3 bis 10 min, vorzugsweise 5 bis 8 min, erreicht wird. Das Reinigungsmedium kann im Übrigen in Bewegung gehalten und ggf. gefiltert werden. Stets wird dafür gesorgt, dass im Becken ein vorgegebenes Flüssigkeitsniveau eingestellt ist.

Nach besonders bevorzugter Ausführungsform ist die Einweichstation als Mehretageneinweichstation mit einer Mehrzahl von übereinander angeordneten Einweichetagen ausgebildet, wobei die zu reinigenden Transportsiebe die einzelnen Einweichetagen nacheinander durchlaufen. Auf diese Weise lässt sich bei kompaktem Aufbau der Reinigungsvorrichtung bzw. deren Einweichstation eine besonders lange Einweichzeit und damit eine besonders gute Reinigung gleichzeitig mehrerer Transportsiebe erreichen. Dies gelingt beispielsweise, indem die endlos umlaufenden Siebreinigungsketten zumindest in der Einweichstation unter Bildung mehrerer mit vorgegebenem Abstand übereinander (bzw. untereinander) angeordneter Kettenschlaufen (bzw. Kettenabschnitte) über Umlenkaggregate, z. B. Umlenkwalzen, Umlenkrollen oder Umlenkscheiben, geführt sind, welche die Siebreinigungsketten um jeweils etwa 180° umlenken. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, nicht im Wesentlichen horizontal verlaufende Kettenschlaufen, sondern vertikal verlaufende Kettenschlaufen oder auch Kombinationen daraus zu verwenden. Es wird folglich eine Einweichkaskade verwirklicht, in welcher die von den Siebreinigungsketten transportierten einzelnen Transportsiebe in der Einweichstation nacheinander gleichsam hin- und herlaufen und in diesem Zusammenhang von einer Etage in die nächste geführt werden, so dass insgesamt ein kontinuierlicher Betrieb mit einem kompakten Aufbau möglich ist. So können beispielsweise 6 bis 14 Kettenschlaufen vorgegebener Länge, vorzugsweise 8 bis 12 Kettenschlaufen z. B. 10 Kettenschlaufen in der Reinigungsstation vorgesehen sein. Dieses bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl von Transportsieben, z. B. 25 Transportsiebe gleichzeitig mit einer ausreichenden Einweichzeit von beispielsweise 7 bis 8 min einzuweichen. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die erste bzw. unterste Kettenschlaufe zunächst durch ein Einweichbecken mit dem Einweichmedium, z. B. Wasser, geführt wird, um zunächst eine einwandfreie Benetzung der Transportsiebe mit dem Einweichmedium zu erreichen. In den darüber angeordneten Kettenschlaufen kann die Zufuhr des Einweichmediums mit Hilfe der Berieselungseinrichtungen bzw. Sprenklereinrichtungen erfolgen. Diese Sprenklereinrichtungen können beispielsweise quer zur Transportrichtung angeordnete Sprenklerrohre bzw. Sprührohre aufweisen, welche die Transportsiebe über die gesamte Breite mit dem Behandlungsmedium benetzen. Dabei ist es vorteilhaft, derartige Sprüheinrichtungen in mehreren Etagen der Mehretageneinweichstation anzuordnen, wobei jeweils in einer Etage mehrere Sprüheinrichtungen vorgesehen sein können. Insgesamt wird ein wirksames Einweichen während eines verhältnismäßig langen Einweichzeitraumes gewährleistet, ohne dass es erforderlich ist, dass die Transportsiebe während der gesamten Behandlungszeit innerhalb eines Tauchbeckens angeordnet sein müssen. Im Bereich der einzelnen Kettenschlaufen bzw. der einzelnen Etagen können jeweils Führungseinrichtungen für die Transportsiebe angeordnet sein. Bei diesen Führungseinrichtungen kann es sich beispielsweise um im Bereich der einzelnen Kettenschlaufen bzw. unterhalb jeder einzelnen Kettenschlaufe angeordnete Gitterroste o. dgl. handeln, welche einerseits eine zuverlässige Führung der Transportsiebe und andererseits eine problemlose Abführung des Einweichmediums ermöglichen. Dabei gleiten die Transportsiebe bzw. deren Schleppsiebe auf diesen Gitterrosten.

Ferner ist es zweckmäßig, dass die übereinander angeordneten einzelnen Kettenschlaufen eine unterschiedliche Länge aufweisen, nämlich gleichsam von oben nach unten oder von unten nach oben eine abnehmende Schlaufenlänge aufweisen. So entsteht eine gleichsam mehrfach gefaltete sich nach oben oder unten verjüngende Anordnung. Diese ermöglicht es, Umlenkwalzen oder Umlenkscheiben zu verwenden, deren Durchmesser größer als der Abstand zwischen jeweils zwei Kettenschlaufen ist. Trotz der verhältnismäßig großen erforderlichen Umlenkradien für die Transportsiebe lassen sich auf diese Weise geringe Abstände zwischen den einzelnen Kettenschlaufen bzw. den einzelnen Einweichetagen erreichen, so dass insgesamt ein besonders kompakter Aufbau der Einweichstation bzw. der Siebreinigungsvorrichtung möglich ist. Die jeweils endseitig an den Kettenschlaufen bzw. Einweichetagen angeordneten Umlenkaggregate bzw. Umlenkwalzen ermöglichen darüber hinaus die Möglichkeit, Reinigungswalzen, z. B. Bürstenwalzen zur Zwischenreinigung der Transportsiebe anzuordnen. Diese sind rotierend, rotierbar oder auch drehfest so im Bereich der einzelnen Umlenkaggregate angeordnet, dass ein Abbürsten der Transportsiebe erfolgen kann. Dabei gelingt sogar eine beidseitige Vorreinigung, denn durch die Umlenkung der Siebreinigungsketten werden an den abwechselnd durchlaufenden Umlenkwalzen abwechselnd die beiden Transportsiebseiten zugänglich und folglich der Wirkung der Bürstenwalzen ausgesetzt.

Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung weist die Siebreinigungsvorrichtung eine oder mehrere der Einweichstation nachgeordnete Reinigungsstationen auf. Diese Reinigungsstationen bewirken, das eigentlich bzw. abschließende Entfernen der Verunreinigungen nach erfolgter Einweichung in der Einweichstation. Da die Transportsiebe vor Erreichen der Reinigungsstationen über eine vorgegebene Zeit eingeweicht wurden, kann eine besonders schonende Reinigung erfolgen, ohne dass Zerstörungen des Siebgewebes zu befürchten sind. Vorzugsweise ist zunächst eine Reinigungsstation mit bzw. in Form einer Hochdrucksprüheinrichtung mit einer oder mehreren Düsenreihen mit jeweils einer oder mehreren Hochdrucksprühdüsen vorgesehen. Es können auch Rotorendüsen oder Fräsen vorgesehen sein. So können beispielsweise zwei versetzt zueinander angeordnete Düsenreihen mit einer Vielzahl von Sprühdüsen vorgesehen sein. Es ist aber auch eine oszillierende Anordnung möglich. Dazu können z. B. ein oder mehrere an einen Transportwagen oder -schlitten angeordnete Düsenköpfe vorgesehen sein, welche die Transportsiebe oszillierend über- und/oder unterfahren. Jedenfalls gelingt mit Hilfe dieser Reinigungsstation eine einwandfreie Reinigung insbesondere der Längsränder der Transportsiebe und im Übrigen der Transportsiebflächen. Alternativ dazu oder zusätzlich darüber hinaus kann eine Reinigungsstation mit einer oder mehreren unter vorgegebenem Winkel zur Transportrichtung angeordneten Düsenreinigungsquertraversen vorgesehen sein. Diese ermöglicht insbesondere eine Intensivreinigung der Querränder. Durch Änderung des Winkels zwischen der Quertraverse und der Transportrichtung lässt sich die Querfahrtgeschwindigkeit bzw. die Querreinigungsgeschwindigkeit variieren. Wird beispielsweise eine Anordnung mit einem Anstellwinkel von 45° verwirklicht, so entspricht die Querreinigungsgeschwindigkeit der Siebreinigungskettengeschwindigkeit. Die Antriebs- und Lagerelemente der einzelnen Förderer usw. sind auf entsprechenden Gerüsten angeordnet, welche sich außerhalb der "Nassbereiche" bzw. "Nasszellen" befinden. Damit können auch Wartungsarbeiten ohne "Tauchgang" durchgeführt und Störungen behoben werden. Die mit dem Reinigungsmedium, z. B. Wasser, in Berührung kommenden Bauelemente sind vorzugsweise aus korrosionsfestem Material gefertigt.

Ferner schlägt die Erfindung vor, dass die Siebreinigungsvorrichtung zumindest eine der Einweichstation und ggf. der oder den Reinigungsstationen nachgeordnete Trocknungsstation aufweist. Diese ist mit einem oder mehreren Gebläsen ausgestattet und ermöglicht eine Trocknung der gereinigten Transportsiebe.

Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist zwischen dem Siebreinigungs-Kettenförderer und dem Siebeinschleus-Kettenförderer ein Zwischenförderer angeordnet, welcher beispielsweise als Beschleunigungsförderer ausgebildet sein kann. Die gereinigten und getrockneten Transportsiebe werden folglich von dem Siebreinigungs-Kettenförderer abgenommen und an den Zwischenförderer abgegeben, welcher die Transportsiebe dann unter Zwischenschaltung einer Übergabeeinrichtung zu dem Einschleusförderer weitergibt. Die Übergabeeinrichtung zwischen dem Zwischenförderer und dem Einschleusförderer dient dazu, die Siebe gezielt zu übergeben und so die Siebe aus der Siebreinigungseinrichtung gezielt in den Siebkreislauf einzuschleusen. Dazu weist die Übergabeeinrichtung Mitnehmer auf, welche die Siebleiste greifen und in den Arbeitsbereich des Einschleuskettenförderers befördern. Bei der Übergabeeinrichtung kann es sich um eine Schwingenkonstruktion mit schwenkbar gelagerten Übergabearmen mit Mitnehmern handeln. Die Übergabeeinrichtung kann alternativ aber aus zwei seitlich angeordneten Ketten mit jeweils einem Mitnehmer bestehen. Schließlich könnten auch rechts und links angeordnete Pneumatikzylinder mit angebauten Mitnehmern die Mitnehmerleiste des gereinigten Siebes gleichsam mit nach vorne nehmen.

Im Übrigen ist Gegenstand der Erfindung auch eine Siebreinigungsvorrichtung für Transportsiebe, d. h. die beschriebene Siebreinigungsvorrichtung wird auch separat unter Schutz gestellt.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen

1 eine erfindungsgemäße Transportanlage in schematischer Seitenansicht,

2 einen Schnitt A-A durch den Gegenstand nach 1,

3 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach 1 im Bereich der Siebübergabe,

4 eine ausschnittsweise und schematische Draufsicht auf ein Transportsieb,

5 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach 1 in dem Bereich der Siebreinigungsvorrichtung,

6 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach 1 im Bereich des Ausschleus-Kettenförderers,

7 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach 1 im Bereich des Einschleus-Kettenförderers,

8 ausschnittsweise einen Querschnitt durch den Gegenstand nach 5 (in vereinfachter Darstellung) und

9 ausschnittsweise eine Draufsicht auf den Gegenstand nach 5 aus Richtung des Pfeils B.

In den Figuren ist eine Transportanlage für im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten eine Pressenanlage durchlaufende Transportsiebe 1 für den Transport von Streugutmatten dargestellt, und zwar mit einem Siebvorlauf 2 für mit Streugutmatten belegte Transportsiebe 1 und einem Siebrücklauf 3 für leere Transportsiebe 1, wobei der Siebvorlauf 2 und der Siebrücklauf 3 Transportlinien aus Transportbändern 4 oder Riementransporten mit beidseitigen Mitnehmern für die Siebzugleisten 5a aufweisenden Transportsiebe 1 bilden. Die Pressenanlage weist eine Mehretagenpresse 6 mit vorgeordneter Beschickeinrichtung 7 und nachgeordneter Entleereinrichtung 8 auf. In der Mehretagenpresse 6 werden die Streugutmatten zu Holzwerkstoffplatten gepresst. Zwischen dem Siebrücklauf 3 und dem Siebvorlauf 2 ist eine Siebreinigungsvorrichtung 9 mit einer Siebeinweichstation 10 zum Einweichen der Transportsiebe 1 mit einem Reinigungsmedium angeordnet. Dazu ist zwischen dem Siebrücklauf 3 und dem Siebvorlauf 2 eine Siebschleuse 11 und eine Siebübernahme 12 angeordnet, wobei die Siebreinigungsvorrichtung 9 zwischen der Siebschleuse 11 und der Siebübernahme 12 angeordnet ist. In der Siebschleuse 11 lassen sich wahlweise Transportsiebe 1 aus dem Siebrücklauf 3 ausschleusen. Die ausgeschleusten Transportsiebe 1 werden dann automatisch der Reinigungsvorrichtung 9 zugeführt. Die in der Reinigungsvorrichtung 9 gereinigten Transportsiebe 1 werden dann an die Siebübernahme 12 übergeben. Anschließend werden die Transportsiebe 1 von der Siebübernahme 12 wieder an den Siebvorlauf 2 abgegeben, und zwar nach einer erneuten Belegung mit Streugutmatten.

Außerdem ist zwischen dem Siebrücklauf 3 und dem Siebvorlauf 2 eine der Siebschleuse 11 nachgeschaltete Siebübergabe 13 angeordnet. Diese Siebübergabe 13 nimmt nicht ausgeschleuste, d. h. nicht der Reinigungsvorrichtung zugeführte Transportsiebe 1 von dem Siebrücklauf 3 ab und gibt diese unmittelbar an die Siebübernahme 12 ab. Dazu weist die Siebübergabe 13 zwei in vertikaler Orientierung mit vorgegebener Neigung angeordnete Übergabe-Kettenförderer 14, 15 auf, wobei die beiden Übergabe-Kettenförderer 14, 15 mit einem sich überschneidenden Übergabebereich 16 versetzt zueinander angeordnet sind. Ferner weisen die beiden Übergabe-Kettenförderer 14, 15 jeweils parallel umlaufende Übergabeketten 17, 18 mit paarweise angeordneten Mitnehmern 19 für die Transportsiebe 1 auf. Die beiden Übergabe-Kettenförderer 14, 15 sind mit entgegengesetzter Umlaufrichtung angetrieben. Im Übergabebereich 16 werden die auf der Unterseite des unteren Übergabe-Kettenförderers 14 von dem Siebrücklauf abgenommenen und hochgeförderten Transportsiebe 1 des oberen Übergabe-Kettenförderers 15 abgegeben und auf der Oberseite des oberen Übergabe-Kettenförderers 15 bis zur Siebübernahme 12 hochgefördert und an die Unterseite der Siebübernahme 12 abgegeben. Die Siebübernahme 12 ist als Übernahme-Kettenförderer 12 mit parallel umlaufenden Übernahmeketten 20 mit paarweise angeordneten Mitnehmern 21 für die Transportsiebe 1 ausgebildet. Der Übernahme-Kettenförderer 12 ist mit zu dem oberen Übergabe-Kettenförderer 15 der Siebübergabe 13 entgegengesetzter Umlaufrichtung in Vorlaufrichtung angetrieben.

Die Siebreinigungsvorrichtung 9 weist einen Siebreinigungs-Kettenförderer 22 auf, welcher parallel umlaufende Siebreinigungsketten 23 mit Mitnehmern 24 für die Transportsiebe 1 aufweist. Die Siebschleuse 11 weist zumindest einen in vertikaler Orientierung mit vorgegebener Neigung angeordneten Ausschleus-Kettenförderer 25 auf, welcher in einem Übergabebereich 50 mit dem Siebreinigungs-Kettenförderer 22 überlappt.

Der Ausschleus-Kettenförderer 25 weist parallel umlaufende Ausschleusketten 26 mit Mitnehmern 27 für die Transportsiebe 1 auf. Damit lassen sich wahlweise die zu reinigenden Transportsiebe 1 von dem Siebrücklauf 3 abnehmen und zum Zwecke der Reinigung an die Reinigungsvorrichtung 9 bzw. deren Kettenförderer 22 übergeben. Schließlich ist zwischen der Siebreinigungsvorrichtung 9 und der Siebübernahme 12 ein Siebeinschleus-Kettenförderer 28 angeordnet, welcher parallel umlaufende Siebeinschleusketten 29 mit Mitnehmern 30 für die Transportsiebe 1 aufweist. Mit Hilfe dieses Siebeinschleus-Kettenförderers 28 lassen sich die gereinigten Transportsiebe aus der Siebreinigungsvorrichtung 9 entfernen und an die Siebübernahme 12 abgeben. Unterhalb der Übergabe-Kettenförderer 14, 15 sowie des Ausschleus-Kettenförderers 25 und ggf. des Einschleus-Kettenförderers 28 sind vertikal ausgerichtete Anlageeinrichtungen 31 für die entsprechend hochgeförderten und zwischen den Kettensträngen der Kettenförderer durchhängenden Transportsiebe 1 bzw. deren Schleppsiebe 5b angeordnet. Die Anlageeinrichtungen 31 weisen jeweils ein Anlagegerüst 32 mit in vorgegebenen Höhenabständen angeordneten Anlagerollen 33 auf. Ferner sind unterhalb der Kettenförderer entsprechende horizontale Auflageeinrichtungen 34, z. B. jeweils eine Bühne für die durchhängenden Transportsiebe 1 angeordnet.

Die erfindungsgemäße Transportanlage ermöglicht es folglich einerseits, die leeren Transportsiebe aus dem Siebrücklauf 3 über die Siebübergabe 13 und die Siebübernahme 12 kontinuierlich an den Siebvorlauf 2 abzugeben. Darüber hinaus können wahlweise die verschmutzten und ggf. auch nur die besonders stark verschmutzten Transportsiebe gleichsam aus dem Siebrücklauf 3 abgezweigt und über die Siebschleuse 11 automatisch der Siebreinigungsvorrichtung 9 zugeführt werden. Dort erfolgt eine kontinuierliche Reinigung der verschmutzten Transportsiebe, bevor diese dann über den Einschleus-Kettenförderer 28 automatisch wieder der Siebübernahme 12 und folglich dem Kreislauf für die (ungereinigten) Transportsiebe zugeführt werden. Die Siebreinigungsvorrichtung 9 ist folglich gleichsam in einen Bypass integriert, so dass ein automatischer und kontinuierlicher bzw. quasi kontinuierlicher Betrieb gewährleistet ist. Grundsätzlich besteht aber auch die Möglichkeit, ohne Bypass zu arbeiten. Dann wird auf eine Schleuse verzichtet und es laufen alle Siebe durch die Reinigungsvorrichtung. Anschließend werden sie z. B. der Siebübergabe an die Siebübernahme übergeben.

Von zentraler Bedeutung innerhalb der Siebreinigungsvorrichtung 9 ist die Siebeinweichstation 10. Diese weist ein Einweichbecken 35 vorgegebener Länge mit dem Reinigungsmedium auf, welches von den zu reinigenden Transportsieben 1 nacheinander durchlaufen wird. Darüber hinaus weist die Einweichstation 10 mehrere Berieselungsstationen 36 auf, mit welchen sich anschließend zusätzliches Reinigungsmedium auf die durchlaufenden Transportsiebe aufbringen lässt.

Die Einweichstation 10 ist als Mehretageneinweichstation mit einer Mehrzahl von übereinander angeordneten Einweichetagen 37 ausgebildet. Die zu reinigenden Transportsiebe 1 durchlaufen nacheinander die einzelnen Einweichetagen 37 von unten nach oben. Dazu sind die endlos umlaufenden Siebreinigungsketten 23 im Bereich der Einweichstation 10 unter Bildung mehrerer mit vorgegebenem Abstand übereinander angeordneter Kettenschlaufen 38 über Umlenkaggregate 39 geführt, welche die Siebreinigungsketten 23 um jeweils 180° umlenken. Die Einweichstation 10 besteht folglich gleichsam aus einer Einweichkaskade mit im Ausführungsbeispiel in etwa 10 Kettenschlaufen 38. Im Bereich der untersten Kettenschlaufe ist das Einweichbecken 35 vorgesehen, d. h. die eingehängten Transportsiebe durchlaufen im Bereich der untersten Kettenschlaufe zunächst das Einweichbecken 35. Im Bereich der oberen Etagen der Einweichstation 10 sind Berieselungseinrichtungen 36 in Form von Berieselungsrohren angeordnet. Dabei sind in vier verschiedenen Etagen jeweils 2 bis 5 Berieselungseinrichtungen 36 vorgesehen, die von Etage zu Etage versetzt zueinander angeordnet sein können. Im Bereich der einzelnen Kettenschlaufen 38 sind jeweils Führungseinrichtungen 40 für die Transportsiebe in Form von Gitterrosten 40 angeordnet, auf welcher die Transportsiebe 1 bzw. deren Schleppsiebe 5b entlang gleiten. Im Übrigen ist die Siebreinigungskette 23 im Bereich der Einweichstation 10 so geführt bzw. sind die Umlenkaggregate 39 so angeordnet, dass die übereinander angeordneten einzelnen Kettenschlaufen 38 von unten nach oben eine nach und nach abnehmende Schlaufenlänge aufweisen. Im Bereich der Umlenkaggregate 39 sind ferner Bürstenwalzen 41 zum Zwischenreinigen beider Seiten der Transportsiebe angeordnet. In den Figuren ist erkennbar, dass der Durchmesser der Umlenkaggregate bzw. Umlenkscheiben 39 wesentlich größer als der Abstand zwischen den einzelnen Kettenschlaufen 38 ist. Durch die beschriebene abnehmende Länge der Kettenschlaufen 38 von unten nach oben lässt sich ein solch geringer Abstand zwischen den Kettenschlaufen 38 verwirklichen. In diesem Zusammenhang sind den Umlenkwalzen bzw. -scheiben 39 jeweils Führungsaggregate bzw. -walzen 42 zugeordnet, welche derart relativ zu den Umlenkaggregaten 39 positioniert sind, dass der gewünschte Abstand der Kettenschlaufen 38, bzw. die gewünschte Etagenhöhe erreicht wird.

Nach dem Durchlaufen der Einweichstation 10 befördert der Siebreinigungs-Kettenförderer 22 die eingeweichten Transportsiebe in den Bereich der Reinigungsstationen 43a, b, welche das eigentliche Entfernen der eingeweichten Verschmutzungen von den Transportsieben 1 bewirken. Dazu ist der letzten Umlenkrolle unmittelbar eine erste Reinigungsstation 43a mit einer Hochdrucksprüheinrichtung 44 nachgeordnet, welche aus zwei versetzt zueinander angeordneten Düsenreihen mit jeweils einer Mehrzahl von Hochdrucksprühdüsen 44' besteht. Unterhalb dieser Hochdrucksprüheinrichtung 44 ist eine Auffangvorrichtung 45 bzw. eine Auffangwanne für insbes. die Verunreinigungen bzw. Schmutzwasser vorgesehen. Der ersten Reinigungsstation 43a bzw. deren Hochdrucksprüheinrichtung 44 nachgeordnet ist eine zweite Reinigungsstation 43b mit zwei Düsenreinigungsquertraversen 46, welche unter einem vorgegebenen und einstellbaren Winkel zu der Transportrichtung angeordnet sind. In den Figuren ist ein Anstellwinkel von 45° dargestellt (vgl. insbes. 9). Die Anlage ist so eingerichtet, dass die Reinigungsstation 43a, b im Wesentlichen auf die der Fasermatte abgewandte Seite der Transportsiebe 1 wirken. Ferner zeigen die Figuren eine den Reinigungsstationen 43a, b nachgeordnete Trocknungsstation 47 mit zwei Gebläsen 48 zum Trocknen der eingeweichten und abschließend gereinigten Transportsiebe. Zum Abführen der getrockneten Siebe 1 ist schließlich ein Zwischenförderer 49 vorgesehen, welcher zwischen dem Siebreinigungs-Kettenförderer 22 und dem Einschleusförderer 28 angeordnet ist. Dieser Zwischenförderer 49 ist als Beschleunigungsförderer ausgebildet. Zwischen dem Zwischenförderer 49 und dem Einschleusförderer 28 ist eine Übergabeeinrichtung 55 angeordnet. Diese Übergabeeinrichtung 55 weist schwenkbar gelagerte Übergabearme 56 mit endseitig angeordneten Mitnehmern 57 auf. Auf die Übergabearme 56 wirkt ein Antrieb 58, welcher beispielsweise als hydraulischer oder pneumatischer Antrieb ausgebildet sein kann. Die Mitnehmer 57 der Übergabeeinrichtung 55 greifen die Siebzugleisten 5a der Transportsiebe 1 und befördern sie im Wege der Schwenkbewegung in den Arbeitsbereich des Einschleusförderers 28 (vgl. 7).

Im Folgenden wird die Betriebsweise der erfindungsgemäßen Anlage beschrieben. Sofern die Produktionsanlage zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten ohne die erfindungsgemäße Siebreinigungsvorrichtung betrieben würde, wären beispielsweise 72 Transportsiebe im Umlauf. Die Erfindung schlägt nun vor, jedes Transportsieb nach jeder zweiten Pressung vollständig zu reinigen. Das bedeutet, dass in jedem Zyklus die Hälfte aller Siebe, also beispielsweise 36 Transportsiebe gereinigt werden. Versuche haben ergeben, dass sich eine besonders gute Reinigung der Transportsiebe bei einer Einweichzeit von zumindest 5 min, vorzugsweise 7 bis 8 min erreichen lässt. Die Reinigungsvorrichtung und insbes. die Einweichstation mit der Siebreinigungskette sowie deren Steuerung sind nun so ausgelegt, dass gleichzeitig 25 Siebe eingeweicht werden können und dabei eine Einweichzeit von 7 bis 8 min erreicht wird. Diese 25 Siebe befinden sich zusätzlich zu den genannten 72 Sieben im Umlauf, so dass insgesamt ein gleichsam kontinuierlicher Betrieb der Transportanlage mit einer gleichsam kontinuierlichen Reinigung der Siebe erreichen lässt. Insgesamt gelingt dieses insbesondere durch die mehrfach gefaltete, übereinander liegende Anordnung der einzelnen Kettenschlaufen 38. Eine entsprechende Steuerung der Siebschleuse 11 sorgt dafür, dass die zu reinigenden Transportsiebe von dem Transportband 4 des Siebrücklaufes 3 abgenommen werden. Zur Übergabe der Transportsiebe von dem Ausschleus-Kettenförderer 25 an den Siebreinigungs-Kettenförderer 22 ist dieser eingangsseitig in den Bereich des Ausschleus-Kettenförderers geführt (vgl. 6). Die von dem Siebreinigungs-Kettenförderer 22 im Überlappungsbereich 50 übernommenen Transportsiebe werden zunächst einer vertikal angeordneten Vorreinigungsstation 51 zugeführt. Von dort gelangen sie in das Einweichbecken 35 bzw. Tauchbecken und werden dann sukzessive den einzelnen Etagen der Einweichstation 10 zugeführt. Dabei erfolgt im Bereich der Umlenkwalzen 39 eine Zwischenreinigung mit Hilfe der Bürstenwalzen 41. Nach Verlassen der Einweichstation 10 gelangen die Transportsiebe 1, welche immer noch an dem Siebreinigungskettenförderer 22 geführt sind, in den Bereich der eigentlichen Reinigungsstationen 43a, b, bevor sie dann der Trocknungsstation 47 zugeführt werden. Erst dann werden die eingeweichten, gereinigten und getrockneten Siebe von dem Siebreinigungs-Kettenförderer 22 automatisch entnommen und über den Zwischenförderer 49 und ggf. die Übergabeeinrichtung 55 an den Einschleus-Kettenförderer 28 übergeben, welcher die behandelten Transportsiebe dann an die Siebübernahme 12 abgibt.

Im Übrigen zeigen die Figuren, dass die erfindungsgemäße Transportanlage so eingerichtet ist, dass die Transportsiebe von dem Siebrücklauf 3 unterhalb der Pressenanlage durch den sogenannten Anlagenkeller 52 zu dem Siebvorlauf 2 geführt werden. Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung 9 ist in dem sogenannten Zwischengeschoss 53 zwischen der Pressenanlage und dem Anlagenkeller 52 angeordnet. Oberhalb der Siebreinigungsvorrichtung ist im Übrigen eine die Siebreinigungseinrichtung 9 überspannende Haube 54 o. dgl. angeordnet, welche verhindert, dass sich Kondenswasser an der Decke des Zwischengeschosses ablagert. Im Übrigen weisen die Transportsiebe 1 Siebzugleisten 5a mit Schleppsieben 5b auf, wobei die verschiedenen Mitnehmer der jeweils beschriebenen Förderer diese Siebzugleisten 5a im Zuge des Siebtransportes hintergreifen oder übergreifen (vgl. 4). Die einzelnen Förderer sind selbstverständlich mit entsprechend steuerbaren Antrieben sowie Positions- und/oder Geschwindigkeitsabfragen wie z. B. Endschalter oder Initiatoren, ausgestattet, so dass insgesamt (z. B. über eine Rechnersteuerung) der automatische Betrieb der Anlage in der beschriebenen Weise erfolgen kann.

Im Übrigen kann eine zweite Siebschleuse, beispielsweise im Bereich der, Siebübergabe 13 angeordnet sein. Mit Hilfe dieser zweiten Siebschleuse können beispielsweise ein Teil der nicht die Reinigungsvorrichtung 9 durchlaufenden Transportsiebe 1 ausgeschleust und einem Siebmagazin zugeführt werden, wobei die Transportsiebe dann in diesem Siebmagazin gespeichert und die gespeicherten Transportsiebe wahlweise an die Siebübernahme übergeben werden können. Dieses ist in den Figuren nicht dargestellt. Im Übrigen könnte sieh an die zweite Siebschleuse auch eine weitere Reinigungsvorrichtung, z. B. der beschriebenen Art anschließen.

Bei 8 handelt es sich lediglich um eine vereinfachte Darstellung. So sind lediglich die untersten und die obersten Umlenkaggregate 39 angedeutet. Die übrigen, dazwischen liegenden Umlenkungen sowie die Gitterroste, Bürsten etc. sind nicht gezeigt.


Anspruch[de]
  1. Transportanlage für im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten eine Pressenanlage durchlaufende Transportsiebe (1) für den Transport von Streugutmatten, mit einem Siebvorlauf (2) für die mit Streugutmatten belegten Transportsiebe (1) und mit einem Siebrücklauf (3) für leere Transportsiebe (1), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Siebrücklauf (3) und dem Siebvorlauf (2) zumindest eine Siebreinigungsvorrichtung (9) mit zumindest einer Siebeinweichstation (10) zum Einweichen der Transportsiebe (1) in oder mit einem Reinigungsmedium angeordnet ist.
  2. Transportanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Siebrücklauf (3) und dem Siebvorlauf (2) zumindest eine Siebschleuse (11) und eine Siebübernahme (12) angeordnet sind, wobei die Siebreinigungsvorrichtung (9) zwischen der Siebschleuse (11) und der Siebübernahme (12) angeordnet ist und wobei in der Siebschleuse (11) wahlweise Transportsiebe aus dem Siebrücklauf (3) ausschleusbar sind, die ausgeschleusten Transportsiebe (1) der Reinigungsvorrichtung (9) zuführbar sind und die gereinigten Transportsiebe an die Siebübernahme (12) übergebbar sind, wobei die Siebübernahme (12) die Transportsiebe (1) an den Siebvorlauf (2) abgibt.
  3. Transportanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Siebrücklauf (3) und dem Siebvorlauf (2) eine der Siebschleuse (11) nachgeschaltete oder vorgeschaltete Siebübergabe (13) angeordnet ist, wobei die Siebübergabe (13) nicht ausgeschleuste oder nicht auszuschleusende Transportsiebe von dem Siebrücklauf (3) abnimmt und (unmittelbar) an die Siebübernahme (12) abgibt.
  4. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebreinigungsvorrichtung (9) zumindest einen Siebreinigungs-Kettenförderer (22) aufweist, welcher parallel umlaufende Siebreinigungsketten (23) mit Mitnehmern (24) für die Transportsiebe (1) aufweist.
  5. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebschleuse (11) zumindest einen vorzugsweise in vertikaler Orientierung vorgegebener Neigung angeordneten Ausschleus-Kettenförderer (25) aufweist, welcher parallel umlaufende Ausschleusketten (26) mit Mitnehmern (27) für die Transportsiebe (1) aufweist, und die wahlweise von dem Siebrücklauf (3) abgenommenen Transportsiebe (1) an die Reinigungsvorrichtung (9) übergibt.
  6. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Siebreinigungsvorrichtung (9) und der Siebübernahme (12) zumindest ein Einschleus-Kettenförderer (28) angeordnet ist, welcher parallel umlaufende Einschleusketten (29) mit Mitnehmern (30) für die Transportsiebe aufweist und die gereinigten Transportsiebe (1) von der Siebreinigungsvorrichtung (9) an die Siebübernahme (12) abgibt.
  7. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einweichstation (10) zumindest ein Einweichbecken (35) mit dem Reinigungsmedium aufweist, welches von den zu reinigenden Transportsieben durchlaufen wird.
  8. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einweichstation (10) eine oder mehrere Berieselungseinrichtungen (36) o. dgl. aufweist, mit welchen sich das Reinigungsmedium auf die durchlaufenden Transportsiebe aufbringen lässt.
  9. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einweichstation (10) als Mehretageneinweichstation mit einer Mehrzahl von übereinander angeordneten Einweichetagen (37) ausgebildet ist, wobei die zu reinigenden Transportsiebe (1) die einzelnen Einweichetagen (37) nacheinander durchlaufen.
  10. Transportanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die endlos umlaufenden Siebreinigungsketten (23) zumindest in der Einweichstation (10) unter Bildung mehrerer mit vorgegebenem Abstand übereinander angeordneter Kettenschlaufen (38) über Umlenkaggregate (39), z. B. Umlenkwalzen oder Umlenkscheiben, geführt sind, welche die Siebreinigungsketten (23) um jeweils in etwa 180° umlenken.
  11. Transportanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Kettenschlaufen (38), z.B. die unterste Kettenschlaufe, durch das Einweichbecken (35) geführt ist.
  12. Transportanlage nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils oberhalb einer oder mehrerer Kettenschlaufen Berieselungseinrichtungen (36) angeordnet sind.
  13. Transportanlage nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der einzelnen Kettenschlaufen (38) bzw. Einweichetagen (37) jeweils Führungseinrichtungen (40) für die Transportsiebe (1), z. B. Gitterroste, angeordnet sind.
  14. Transportanlage nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die übereinander angeordneten einzelnen Kettenschlaufen (38) von unten nach oben oder von oben nach unten jeweils eine abnehmende Schlaufenlänge aufweisen.
  15. Transportanlage nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Umlenkaggregate (39) Bürstenwalzen o. dgl. Reinigungswalzen (41) zum Zwischenreinigen der Transportsiebe (1) angeordnet sind.
  16. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebreinigungsvorrichtung (9) eine oder mehrere der Einweichstation (10) nachgeordnete Reinigungsstationen (43a, b) aufweist.
  17. Transportanlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsstation (43a) eine Sprüheinrichtung (44), z. B. eine Hochdrucksprüheinrichtung mit einer oder mehreren Düsenreihen mit jeweils einer oder mehreren Sprühdüsen (44') aufweist.
  18. Transportanlage nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsstation (43b) eine oder mehrere unter vorgegebenem Winkel zur Transportrichtung angeordnete Düsenreinigungsquertraversen (46) aufweist.
  19. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebreinigungsvorrichtung (9) eine der Einweichstation (10) und ggf. der oder den Reinigungsstationen (43a, b) nachgeordnete Trocknungsstation (47) aufweist.
  20. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Siebreinigungs-Kettenförderer (32) und dem Einschleus-Kettenförderer (28) ein Zwischenförderer (49), z. B. ein Beschleunigungsförderer, angeordnet ist.
  21. Reinigungsvorrichtung (9) für die Reinigung von Transportsieben (1) in einer Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 19.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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