Die Erfindung betrifft eine elektrooptische Vorrichtung. Eine derartige
Vorrichtung kann z. B. dazu verwendet werden, ein Bild zu speichern oder für die
Verstärkung eines Bilds zu sorgen. Die Erfindung betrifft auch eine Anzeigevorrichtung.
WO 91/12560 offenbart einen Raumlichtmodulator für ein verbessertes
Aperturverhältnis bei einem Bildprojektionssystem. Kollimiertes Licht durchläuft
eine Aperturmaske und wird durch ein erstes Array auf einem Raumlichtmodulator abgebildet,
der das Licht mittels eines zu projizierenden Bilds moduliert. Das modulierte Licht
läuft durch ein zweites Linsenarray auf einen optisch adressierten Raumlichtmodulator,
der das Bild speichert. Dann wird das gespeicherte Bild beleuchtet und über ein
optisches System auf einen Betrachtungschirm projiziert. Das zweite Linsenarray
wird dazu verwendet, zusammenhängende Bilder der Aperturen in der Aperturmaske auf
dem optisch adressierten Raumlichtmodulator zu erzeugen. So hängt die Fähigkeit
dieser Vorrichtung, eine Grauskala zu erzeugen, vollständig von der Fähigkeit der
zwei Raumlichtmodulatoren ab, eine Grauskala zu erzeugen.
GB 2 191 014 offenbart einen Raumlichtmodulator, bei dem eine elektrooptische
Keramik als Modulationselement verwendet ist. Die Keramik wird elektrisch angesteuert,
um für eine steuerbare Phasenänderung zu sorgen. Licht wird durch ein Array von
Mikrolinsen auf diese gelenkt und von ihr empfangen.
GB 2 269 238 offenbart einen Raumlichtmodulator mit einem ferroelektrischen
Flüssigkristall benachbart zu einer fotoleitenden Schicht. So kann der Modulator
optisch adressiert werden, und ein Bild kann dadurch gespeichert werden, dass geeignete
Spannungen an den Flüssigkristall und die fotoleitende Schicht gelegt werden.
D. A. Jared und K. M. Johnson offenbaren in "Optically addressed threshold
very-large-scale-integration/liquid-crystal spatial light modulator", Optics Letters,
Vol. 16, Nr. 12, 1991, S. 967–969 einen mittels eines Schwellenwerts optisch
adressierten Raumlichtmodulator, der bei einer Versuchsanordnung verwendet wird,
bei der Licht von einer Faserbündel-Lichtquelle selektiv durch einen beweglichen,
undurchsichtigen Schirm markiert wird.
Gemäß einer ersten Erscheinungsform der Erfindung ist Folgendes geschaffen:
eine elektrooptische Vorrichtung mit einem Raumlichtmodulator und einer optischen
Vorrichtung, wobei der Raumlichtmodulator über einen Schreibmodus verfügt, bei dem
er von einem ersten optischen Zustand reversibel optisch in einen zweiten optischen
Zustand geschaltet wird, wenn die optische Strahlungsintensität einen vorbestimmten
Schwellenwert überschreitet, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Vorrichtung
über ein Array optischer Elemente verfügt, die so angeordnet sind, dass sie ein
Array räumlich variierender Intensitätsverteilungen am Raumlichtmodulator erzeugen,
wobei jedes optische Element so ausgebildet ist, dass es eine auf es fallende räumlich
gleichmäßige Strahlung in eine im Raum örtlich variierende Intensitätsverteilung
am Raumlichtmodulator umwandelt, so dass dann, wenn sich der Raumlichtmodulator
im Schreibmodus befindet, das Gebiet desselben, das durch jedes optische Element
in den zweiten optischen Zustand geschaltet ist, die Intensität der auf das optische
Element fallenden Strahlung codiert.
So ist es möglich, eine elektrooptische Vorrichtung zu schaffen, die
ein Bild mit Grauskala erfassen und durch räumliches Codieren analoger Intensitätspegel
wiedergeben kann.
Eine derartige Vorrichtung kann bistabile Flüssigkristalle, wie ferroelektrische
Flüssigkristalle, verwenden, und sie ist dazu in der Lage, mit schnellen Bildschreib-
und Bildauffrischraten zu arbeiten. Derartige Vorrichtungen können bei optischen
Bildprozessoren und Displays verwendet werden.
Der Modulator kann ein Raumlichtmodulator sein und er kann so ausgebildet
sein, dass er, wenn er sich im Schreibmodus befindet, von einem optisch transmissiven
auf einen nicht transmissiven Zustand umgeschaltet wird, wenn die optische Strahlungsintensität
einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet.
Vorzugsweise verfügt jedes optische Element über eine Kugellinse oder
eine asphärische Linse. Das optische Bauteil kann über ein mikrooptisches Array
verfügen. Das mikrooptische Array kann eine Anzahl kugeliger oder asphärischer Mikrolinsen
aufweisen. Die Linsen des Arrays können axiconähnliche Linsen sein, die dadurch
hergestellt werden, dass ein Array profilierter, brechender Mikrolinsen geprägt
wird.
Alternativ kann das optische Bauteil über eine mikrooptische Maske
verfügen. Die Maske kann aus einem strukturierten oder mit Dickenprofil versehenen
Metallfilm, in solcher Weise, dass die optischen Transmissionseigenschaften der
Maske räumlich variieren, gebildet sein.
Als weitere Alternative kann jedes optische Element über mindestens
ein beugendes und/oder reflektierendes Element verfügen.
Vorzugsweise verfügt der Modulator über eine Flüssigkristallvorrichtung,
z. B. mit einem oberflächenstabilisierten ferroelektrischen Flüssigkristall.
Vorzugsweise verfügt der Modulator über einen Fotodetektor, wie einen
Fotoleiter. Der Fotodetektor kann eine Schicht aus amorphem Silicium sein.
Vorzugsweise bildet der Fotodetektor einen Teil der Flüssigkristallvorrichtung.
Gemäß einer zweiten Erscheinungsform der Erfindung ist eine Anzeigevorrichtung
mit einer elektrooptischen Vorrichtung gemäß der ersten Erscheinungsform der Erfindung
und einer Bildschreibeinrichtung zum Einschreiben eines Bilds in die elektrooptische
Vorrichtung geschaffen.
Vorzugsweise verfügt die Bildschreibeinrichtung über einen elektrisch
adressierten Raumlichtmodulator.
Die Anzeigevorrichtung kann in ein Projektionssystem eingebaut sein.
So wird ein Bild, das zur Projektion zu schwach sein kann und durch die Bildschreibeinrichtung
geliefert wird, in der elektrooptischen Vorrichtung aufgezeichnet werden, und es
wird dann unter Verwendung von relativ intensivem Licht abgespielt, so dass das
abgespielte Bild ausreichend hell für die Projektion ist.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beispielhaft weiter beschrieben.
1 ist ein schematisches Diagramm, das
einen Teil einer elektrooptischen Vorrichtung zeigt, die eine Ausführungsform der
Erfindung bildet;
2 ist eine Schnittansicht durch einen
in der 1 dargestellten optische adressierten Raumlichtmodulator;
3 ist eine Schnittansicht durch eine
elektrooptische Vorrichtung, die eine Ausführungsform der Erfindung bildet; und
4 ist ein schematisches Diagramm eines
Bildprojektionsgeräts, das eine weitere Ausführungsform der Erfindung bildet.
Die 1 zeigt einen Teil einer elektrooptischen
Vorrichtung mit einer Linse 2, die so angeordnet ist, dass sie Licht auf
einen optisch binär adressierten Raumlichtmodulator (OASLM = optically addressed
spatial light modulator) 4 fokussiert. Der OASLM 4 ist in der
2 detailierter dargestellt und er verfügt über ein
erstes planares Glaselement 6, auf dessen einer Seite eine erste transparente,
ebene Elektrode 8, z.B. aus Indiumzinnoxid, ausgebildet ist. Ein zweites
Glaselement 16 verfügt über eine auf einer ersten Seite desselben hergestellte
zweite Elektrode 14. Auf der zweiten Elektrode 14 ist eine Schicht
12 aus amorphem Silicium hergestellt. Die Schicht 12 ist der ersten
Elektrode 18 zugewandt, jedoch von dieser getrennt. Zwischen der Schicht
12 aus amorphem Silicium und der ersten Elektrode 8 ist ein Flüssigkristall
10 eingebettet. Der Flüssigkristall ist ein ferroelektrischer Flüssigkristall
(FLC). Es sind Polarisatoren (nicht dargestellt) vorhanden, um das auf den OASLM
4 fallende Licht zu polarisieren.
Die Linse 2 erzeugt auf dem OASLM 4 eine ungleichmäßige
Intensitätsverteilung. Genauer gesagt, weist das auf dem OASLM 4 erzeugte
Bild räumlich variierende Intensität auf, wenn die auf eine Fläche der Linse
2 fallende Lichtintensität über im Wesentlichen die gesamte Fläche der
Linse im wesentlichen gleichmäßig ist. Das auf die Schicht 12 aus amorphem
Silicium fallende Licht bewirkt eine Erzeugung einer Musteränderung in der Schicht.
Durch Anlegen einer geeigneten Potenzialdifferenz zwischen die Elektroden
8 und 14 kann dafür gesorgt werden, dass der FLC diejenigen Bereiche
der Siliciumschicht benachbart schaltet, wo die Lichtintensität einen Schwellenpegel
Ith überschreitet.
Beim in der 1 dargestellten Beispiel
verfügt ein Eingangslichtstrahl über im Wesentlichen konstante räumliche Intensitätsverteilung,
wie es schematisch durch ein Eingangsstrahlprofil 20 dargestellt ist, das
um die Achse der Linse 20 kreissymmetrisch ist. Die Linse 2 fokussiert
das Licht zum OASLM 4, so dass die räumliche Intensitätsverteilung des
am OASLM 4 eintreffenden Lichts entlang der Linsenachse am intensivsten
ist und mit zunehmenden Abstand von dieser abnimmt, wie es durch das Profil
22 des einfallenden Strahls dargestellt ist. Die Intensität innerhalb eines
zentralen Gebiets 24 überschreitet die Schwellenintensität, wodurch dafür
gesorgt wird, dass die fotoleitende Schicht 12 innerhalb des zentralen
Gebiets ausreichend leitend ist, um Ladungen in den FLC benachbart zum zentralen
Bereich zu injizieren, so dass dafür gesorgt wird, dass der FLC benachbart zum zentralen
Bereich den Zustand schaltet.
Die Intensität von auf einen äußeren Bereich 26 fallendem
Licht ist unzureichend, um dafür zu sorgen, dass der FLC in diesem Bereich geschaltet
wird.
Demgemäß ist die Größe des geschalteten zentralen Gebiets
24 eine Funktion der Lichtintensität an der Linse 2. Die Lichtintensität
wird durch die Größe des zentralen Gebiets 24 codiert, wodurch es die im
Wesentlichen binäre Art des OASLM 4 erlaubt, eine analoge Lichtintensität
aufzuzeichnen.
Aas im OASLM kann dadurch abgespielt werden, dass die Potenzialdifferenz
zwischen den Elektroden 8 und 14 weggenommen wird, um ein Schalten
des OASLM 4 zu verhindern und einen Lesestrahl über die Linse
2 zu ihm zu lenken. Am geschalteten Abschnitt reflektiertes Licht wird
durch die Linse 2 gesammelt, die das Licht so abbildet, dass sich über
die gesamte Linsenfläche eine im Wesentlichen gleichmäßige Intensitätsverteilung
ergibt, wie es durch das Profil 27 des reflektierten Strahls dargestellt
ist. Die Intensität des reflektierten Lichts ist eine Funktion der Intensität des
Lichts, das dazu verwendet wurde, das Bild in den OASLM zu schreiben. So kann eine
analoge Beleuchtungsverteilung aufgezeichnet und abgespielt werden.
Die 3 zeigt einen Teil eines allgemein
mit 28 gekennzeichneten elektrooptische-Bauteils mit einer Anzahl von Pixeln,
das zum Speichern von Bildern verwendet werden kann. Ein derartiges Bauteil kann
innerhalb von Projektionssystemen verwendet werden. Die Struktur ist derjenigen
der in der 2 dargestellten Vorrichtung ähnlich. Der
OASLM 28 verfügt über ein erstes planares Glaselement 30, auf
dessen erster Seite eine erste transparente, ebene Elektrode 32 ausgebildet
ist. Auf einer ersten Seite eines zweiten Glaselement 40 ist eine zweite
transparente Elektrode 38 ausgebildet. Auf dieser zweiten transparenten
Elektrode 38 ist eine Schicht 36 aus amorphem Silicium ausgebildet.
Die Schicht 36 ist der ersten Elektrode 32 zugewandt, jedoch von
dieser getrennt. Zwischen der Schicht 36 aus amorphem Silicium und der
ersten Elektrode 32 ist ein Flüssigkristall
34 eingeschlossen.
Benachbart zum zweiten Glaselement 40 des OASLM
28 ist ein Array von Mikrolinsen positioniert. Jedes Element des mikrooptischen
Arrays 42 bildet einen Pixelbereich innerhalb des OASLM 28. So
sind die Größe und die Position jedes Pixelbereichs innerhalb des OASLM durch das
mikrooptische Array 42 definiert. Außerdem ist ein weiteres mikrooptisches
Array 44 benachbart zum ersten Glaselement 30 vorhanden. Das weitere
Array 44 verfügt über eine Schrittweite entsprechend der des ersten Arrays
42, und seine Elemente sind im Wesentlichen mit jeweiligen Pixelbereichen
ausgerichtet, wie sie durch das erste Array 42 gebildet sind. Es sind externe
Polarisatoren (nicht dargestellt) vorhanden, um das auf den OASLM 28 fallende
Licht zu polarisieren.
Für ein Bauteil, bei dem die mikrooptischen Elemente Mikrolinsen sind,
ist jede Mikrolinse so ausgebildet, dass sie ein Pixel ausreichender Größe definiert,
damit ein Bereich von Graupegeln codiert werden kann. Jedoch sollte die Linse relativ
klein sein, damit viele Pixelbereiche pro Einheitsfläche vorhanden sind, um eine
ausreichende Auflösung zu erzielen. Mikrolinsen mit einem Durchmesser von 50 &mgr;m
und einer Brennweite von 2 mm können auf der fotoleitenden Schicht 36 eine
Pixel- oder eine "Fleck"größe von 20 &mgr;m erzeugen. Eine derartige Anordnung vermeidet
eine Überlappung von Flecken oder Übersprechen zwischen benachbarten Pixelbereichen.
Eine Vorrichtung mit hoher Auflösung mit der Fähigkeit, ein analoges, monochromes
1000 × 1000-Bild zu speichern, kann durch eine Vorrichtung mit Abmessungen
von näherungsweise 5 cm × 5 cm geschaffen werden.
Wenn eine einfache Mikrolinse mit einer Fleckintensitätsverteilung,
die näherungsweise eine Normalverteilung ist, d. h.
wobei I die Intensität ist;
IO die Spitzeneingangsintensität ist;
r der Radius gegen die optische Achse der Linse ist und
&agr; eine Konstante ist, wird dafür gesorgt, dass ein Bereich des OASLM innerhalb
jedes Pixelbereichs dann schaltet, wenn die Lichtintensität einen Schwellenwert
Ith überschreitet, was zu einem geschalteten Bereich mit einem Radius rth
führt, der wie folgt definiert ist:
Das in der Vorrichtung gespeicherte Bild wird dadurch gelesen, dass
der OASLM mit Licht in der Richtung eines Pfeils 54 beleuchtet wird. Licht
wird von jedem der geschalteten Gebiete durch die Linse des Arrays 44 reflektiert,
die dazu verwendet wurde, das Bild in den Pixelbereich zu schreiben, und es verlässt
das Array in der Richtung eines Pfeils 56. Der OASLM kann von transmissivem
Typ sein. In diesem Fall verlässt das den OASLM in der Richtung des Pfeils
54 beleuchtende Licht das Array in der Richtung eines Pfeils
52. Die binäre Art des OASLM (d. h. die beinahe komplette Reflexion am
geschalteten Gebiet ohne wesentliche Reflexion an einem nicht geschalteten Gebiet)
führt zu einem wie folgt definierten Reflexionsvermögen R:
was auf das Folgende vereinfacht werden kann:
So ist das Reflexionsvermögen proportional zu I/IO.
Die Linearität des Ansprechverhaltens kann dadurch verbessert werden,
dass das Bild von jedem Pixelbereich mit einem gleichmäßig intensiven Strahl gelesen
wird, z. B. durch Weglassen des weiteren Linsenarrays 44 und durch Beleuchten
des OASLM 28 mit Licht in der Richtung des Pfeils 54. Die Intensität
des in der Richtung des Pfeils 56 reflektierten Lichts ist proportional
zu ln(Ic/Ith). Weitere Verbesserungen der Linearität können
dadurch erzielt werden, dass die mikrooptischen Elemente des Arrays 44
speziell auf das Lesen des Bilds aus dem OASLM 28 zugeschnitten werden.
Für eine im Wesentlichen lineare Reaktion ist es wünschenswert, über
ein mikrooptisches Array von Elementen zu verfügen, die in der Ebene der Schicht
36 aus amorphem Silicium zu einem rotationssymmetrischen Intensitätsprofil
mit l/r-Abhängigkeit sorgen, wobei jedoch notwendigerweise ein Beschränkung auf
einen endlichen Wert entlang der Achse besteht. Geeignete mikrooptische Elemente
können unter Verwendung profilierter asphärischer Linsen, mit Gradation oder räumlicher
Strukturierung versehener Metallmasken, computererzeugter Hologramme oder Hybriden
hiervon erzeugt werden. Eine Technik zum Erzielen eines Intensitätsprofils, das
der gewünschten l/r-Abhängigkeit angenähert ist, besteht darin, eine Linse indirekt
dazu zu verwenden, Brechungsfläche mit umgekehrten Profilen zu denen normaler Linsen
zu erzeugen. Derartige Linsen können dadurch hergestellt werden, dass ein Polymer
auf Mikrolinsen mit normalem Oberflächenrelief aufgeprägt wird, um axiconähnliche
Linsenprofile zu erzeugen (eine Axiconlinse ist kreissymmetrisch und verfügt typischerweise
über Kegelform).
Der in der 3 dargestellte OASLM kann
dazu verwendet werden, Bilder auf ähnliche Weise zu speichern, wie sie für die in
den 1 und 2
dargestellte Ausführungsform beschrieben wurde. Ein Bild wird dann in der Vorrichtung
aufgezeichnet, wenn zwischen die leitenden Schichten 32 und 38
eine geeignete Aufzeichnungsspannung gelegt wird. Das Bild wird
unter Verwendung von hellem Leselicht, wenn die Aufzeichnungsspannung weggenommen
ist, abgespielt, und die Vorrichtung kann vor dem Aufzeichnen eines folgenden Bilds
dadurch aufgefrischt werden, dass eine geeignete Spannung angelegt wird, um die
gesamte Flüssigkristallschicht 34 in einen Transmissionszustand zu schalten.
Die 4 zeigt schematisch ein Projektionsanzeigesystem,
bei dem ein herkömmliches Flüssigkristalldisplay 60 dazu verwendet ist,
ein Bild in einen "analogen" OASLM 64 (aus dem OASLM 28 und dem
mikrooptischen Array 42 und 44, wie sie in der 3
dargestellt sind) über eine Abbildungslinse 62 einzuschreiben. Der Deutlichkeit
halber sind aus dem Diagramm Polarisatoren weggelassen, die dazu erforderlich sind,
das Schreib- und das Leselicht zu polarisieren. Das Display 60 kann ein
körperlich kleines Bauteil sein, dessen Toleranz hinsichtlich der optischen Intensität
unzureichend ist, um es für Direktprojektion zu verwenden. Dann kann relativ intensives
Leselicht dazu verwendet werden, das Bild aus dem analogen OASLM 64 abzurufen,
und das Bild kann über eine Projektionslinse 66 auf einen schirm (nicht
dargestellt) projiziert werden. So kann ein Graustufenbild hoher Auflösung projiziert
werden. Die Grauskala des auf dem Display 60 erzeugten Bilds kann modifiziert
werden, um die Linearität des vom analogen OASLM 64 abgespielten Bilds
zu verbessern, wobei sich jedoch eine entsprechende Verringerung des Dynamikbereichs
ergibt.
Das Bild im analogen OASLM 64 wird auf nichtflüchtige Weise
gespeichert.
Ferner verfügt die Vorrichtung über potenzielle Aktualisierungsraten
in der Größenordnung von 10000 Vollbildern pro Sekunde.
Eine derartige Vorrichtung ist auch zur Verwendung bei optischen Verarbeitungssystemen
unter Verwendung, einer Inkohärent-kohärent-Wandlung geeignet.
Die Flüssigkristallschicht einen pleochroitischen Farbstoff enthalten.
Im Flüssigkristall gelöste anisotrope Farbstoffe (Gast-Wirt-Flüssigkristallschicht)
verfügen über polarisationsabhängige Absorptionen. Derartige Flüssigkristallvorrichtungen
können typischerweise ein Ein-aus-Kontrastverhältnis von 10 : 1 für polarisiertes
Licht erzielen. So kann einer der externen Polarisatoren weggelassen werden. Außerdem
kann ein Polarisator einstcükig mit der Vorrichtung hergestellt werden, und z. B.
kann ein Polarisator an der Grenze der Flüssigkristallschicht hergestellt werden.
Die Vorrichtung kann auch als Neuigkeitsfilter verwendet werden. Ein
Filterbild kann an die Vorrichtung geliefert und in ihr abgespeichert werden. Dann
können anschließende Bilder mit dem Filterbild verglichen werden. Das Ausgangssignal
der Vorrichtung, das durch Messen eines in der Siliciumschicht 36 fließenden
Stroms erzeugt werden kann, kann einer Schwellenwertbildung unterzogen werden, da
ein von null verschiedenes Ausgangssignal selbst dann auftritt, wenn ein Bild und
das Filterbild identisch sind. Es besteht die Tendenz, dass das Filter für Intensitätsänderungen
in solchen Bereichen empfindlicher ist, die relativ dunklen Bereichen des Filterbilds
entsprechen, und es weniger empfindlich für Änderungen in Bereichen ist, die relativ
hellen Bereichen des Filterbilds entsprechen.
So ist es möglich, eine optische Vorrichtung hoher Auflösung zu erzeugen,
die ein Bild mit Grauskala auf nichtflüchtige Weise speichern kann und dasselbe
wiedergeben kann.
Anspruch[de]
Elektrooptische Vorrichtung mit einem Raumlichtmodulator (4,
28) und einer optischen Vorrichtung (2, 42), wobei der
Raumlichtmodulator (4, 28) über einen Schreibmodus verfügt, bei
dem er von einem ersten optischen Zustand reversibel optisch in einen zweiten optischen
Zustand geschaltet wird, wenn die optische Strahlungsintensität einen vorbestimmten
Schwellenwert überschreitet, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Vorrichtung
(2, 42) über ein Array optischer Elemente verfügt, die so angeordnet
sind, dass sie ein Array räumlich variierender Intensitätsverteilungen am Raumlichtmodulator
(4, 28) erzeugen, wobei jedes optische Element so ausgebildet
ist, dass es eine auf es fallende räumlich gleichmäßige Strahlung in eine im Raum
örtlich variierende Intensitätsverteilung am Raumlichtmodulator (4,
28) umwandelt, so dass dann, wenn sich der Raumlichtmodulator. (4,
28) im Schreibmodus befindet, die Größe des Gebiets (24) desselben,
das durch jedes optische Element in den zweiten optischen Zustand geschaltet wird,
eine Funktion der Intensität der auf das optische Element fallenden Strahlung ist,
so dass der Modulator, der im wesentlichen über lineare Art verfügt, eine analoge
Lichtintensität aufzeichnen kann.
Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulator
(4, 28) ein Raumlichtmodulator ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Modulator (4, 28) so ausgebildet ist, dass er dann, wenn er sich
im Schreibmodus befindet, von einem optischen transmissiven in einen optisch nicht
transmissiven Zustand geschaltet wird, wenn die optische Strahlungsintensität den
vorbestimmten Schwellenwert überschreitet.
Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die optische Vorrichtung (2, 42) über eine mikrooptische
Maske verfügt.
Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Maske
ein strukturierter oder mit Dickenprofil versehener Metallfilm ist, so dass die optischen
Transmissionseigenschaften der Maske räumlich variieren.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die optische Vorrichtung (2, 42) mindestens ein beugendes
und/oder reflektierendes Element aufweist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes optische Element eine Linse aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch. 7, dadurch gekennzeichnet, dass die optische
Vorrichtung (2, 42) ein mikrooptisches Array kugeliger oder asphärischer
Mikrolinsen aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Linsen
des Arrays axiconähnliche Linsen sind.
Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Modulator (4, 28) eine Flüssigkristallvorrichtung aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkristallvorrichtung
(4, 28) einen oberflächenstabilisierten, ferroelektrischen Flüssigkristall
(10, 34) aufweist.
Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Modulator (4, 28) einen Fotodetektor zum Steuern des
Schaltvorgangs zwischen dem ersten und dem zweiten optischen Zustand auf optische
Strahlungsintensitätsverteilungen hin aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Fotodetektor
(12, 36) ein Fotoleiter ist.
Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Fotodetektor
(12, 36) eine Schicht aus amorphem Silicium ist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14 in Abhängigkeit vom
Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Fotodetektor (12,
36) einen teil der Flüssigkristallvorrichtung (4, 28)
bildet.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die optische Vorrichtung (2, 42) so ausgebildet ist, dass
sie auf dem Fotodetektor (12, 36) ein Bild erzeugt.
Vorrichtung nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch eine Bildleseeinrichtung
zum Lenken optischer Strahlung auf den Modulator (4, 28) und zum
Abbilden der an diesem reflektierten optischen Strahlung.
Anzeigevorrichtung, gekennzeichnet durch eine elektrooptische Vorrichtung
(64) nach einem der vorstehenden Ansprüche und eine Bildschreibeinrichtung
(60, 62) zum Einschreiben eines Bilds in die elektrooptische Vorrichtung
(64).
Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildschreibeinrichtung
(60, 62) einen elektrisch adressierten Raumlichtmodulator (60)
aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, gekennzeichnet durch eine Projektionseinrichtung
(66) zum Projizieren eines von der elektrooptischen Vorrichtung (64)
abgespielten Bilds.